Alles Bio für die Tonne: Tipps zum richtigen Befüllen der Biotonne

Biotonne: Hier gehören vor allem spiesereste und Pflanzenabfälle rein

Biotonne: Hier gehören vor allem Speisereste und Pflanzenabfälle rein (Foto: Möller)

In fast allen Landkreisen in Deutschland gibt es sie mittlerweile: Die Biotonne. Sie wurde als Ergänzung zur Kompostierung im eigenen Garten eingeführt. In ihr können Abfälle, die im Garten Probleme bereiten können – wie etwa Schimmel- oder Pilzbefall – entsorgt werden. Der Inhalt der Tonne wird dann in eine technische Kompostierungsanlage gebracht, in der im Prinzip die gleichen Prozesse ablaufen, wie bei der Kompostierung im Garten. Dabei wird der Abfall durch Mikroorganismen und unter Einfluss von  Temperatur, Luft und Feuchtigkeit werden zu Kompost umgesetzt. Dieser kann dann zum Beispiel als Dünger verwendet werden. Doch welche Art von Abfällen gehört eigentlich in eine Biotonne? Und wie befüllt man diese am besten?

1. Was darf rein? Und was nicht?

Wie der Name der Tonne bereits sagt, gehören in die Biotonne organischen Abfälle, das heißt  alle pflanzlichen und tierischen Rohstoffe, die im  Haushalt, in der Küche oder im Garten gesammelt werden. Dazu gehören Salat, Gemüse- und Obstreste,  verdorbene Nahrungsmittel,  Speisereste,  Küchenpapier, Papiertaschentücher, Schnittblumen, Topfpflanzen und Blumenerde oder auch Fallobst, das nicht verwendet werden kann.  Nicht in die Biotonne gehören  Fremdstoffe wie Glas, Kunststoff und Metall, da diese nicht verrotten und somit auch nicht kompostiert werden können. Eine nachträgliche Fremdstoffauslese ist nicht nur sehr teuer, sie funktioniert auch meist nicht vollständig, sodass zum Beispiel kleine Glassplitter im Kompost verbleiben können.   Zu den Stoffen, die nicht in eine Biotonne geworfen werden sollen, gehören neben Gläsern und Metall auch Plastikartikel, große Mengen Papier, sowie Windeln, Fette oder Flüssigkeiten. Wer seine Biotonne dauerhaft falsch befüllt, muss damit rechnen, dass die Müllabfuhr die Tonne nicht mitnimmt und man somit auf dem  Müll sitzen bleibt. Je nach Haushaltsgröße bieten die Kommunen verschiedene Tonnengrößen an. Damit soll gewährleistet werden, dass jede Familie die passende Tonne hat und nicht etwa eine zu kleine oder zu große.

2. Was tun, wenn der Müll einfriert?

Tonnenfutter: Speisereste wie Banannenschalen gehören in die Biotonne (Foto: Möller)

Tonnenfutter: Speisereste wie Banannenschalen gehören in die Biotonne (Foto: Möller)

Gerade jetzt im Winter kann es öfter passieren, dass die Abfälle in der Biotonne gefrieren. Dann kann die Müllabfuhr diese natürlich nicht mitnehmen und der Müll bleibt wo er ist. Doch auch dagegen kann man etwas tun. Zunächst einmal sollte man darauf achten, den Müll an frostgeschützten Orten, wie etwa nahe an der Hauswand aufzubewahren. Dann kann er nicht so schnell einfrieren, da die Hauswand immer etwas Wärme durchlässt und an die Mülltonne abgibt. Zudem kann man kleine Mengen Papier in die Biotonne legen, damit diese die Feuchtigkeit aufsaugen, wodurch diese nicht mehr einfrieren kann. Zwar darf man eigentlich kein Papier in die Biotonne legen, doch das gilt nur für große Mengen. Gerade im Winter raten viele Kommunen dazu die Biotonne vor allem an den Rändern mit Papier auszukleiden, um das Ein- und Festfrieren der Abfälle zu vermeiden. Dafür sollte man allerdings kein Hochglanzpapier nehmen, da dieses sehr schwer kompostierbar ist. Einfaches Zeitungspapier ist für das Auskleiden der Biotonne am besten geeignet. Im Sommer hat man übrigens das gegenteilige Problem. Dann ist es manchmal so heiß, dass der Biomüll anfängt zu stinken. Da hilft ebenfalls das Auslegen mit Zeitungspapier, dass die Flüssigkeit und somit auch Teile des unangenehmen Gestanks aufsaugt. Außerdem sollte man die Tonne dann regelmäßig Auswaschen, damit schlecht riechende Ablagerungen entfernt werden.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier einen neuen Teil unserer Traumberufreihe. Dieses Mal geht es um den Beruf der Theater-Schauspielerin.