Na, noch nicht alle Weihnachtsgeschenke beisammen?

Die Zeit rennt: Wir haben für euch Tipp, wie ihr last Minute an tolle Weihnachtsgeschenke kommt (Foto: T. Gartner)

Die Zeit rennt: Wir haben für euch Tipps, wie ihr last Minute an tolle Weihnachtsgeschenke kommt (Foto: T. Gartner)

Wenn ihr diese Frage mit „Ja“ beantwortet, lautet euer zweiter Vorname mit hoher Wahrscheinlichkeit „Stress“. Aber keine Sorge – ihr habt Glück! Nicht umsonst schreiben wir im Dezember – dem wahrscheinlich stressigsten Monat von allen – zum Thema „Stressbewältigung“. Solltet ihr also noch total ratlos sein, was ihr euren Lieben morgen unter den Christbaum legen wollt, haben wir vielleicht genau das Richtige für euch. Also fix weiterlesen!

Inspiration ist alles

Erstmal: Beruhigt euch bitte – morgen ist ja auch noch ein Tag und weil der 24. Dezember auf einen Montag fällt, haben die meisten Geschäfte auch geöffnet. Ihr seid also nicht dazu verdammt, morgen nur schlecht zusammengenähte Stofftiere und halb zerdrückter Schokoriegel von der Tanke zu verschenken. Wenn euch das jetzt nur mäßig beruhigt, liegt das vermutlich daran, dass euch schlicht und ergreifend die Inspiration für ein passendes Weihnachtsgeschenk fehlt. Wenn man schon mit den besten Absichten Geld für etwas ausgibt, sollte der Beschenkte schließlich auch etwas damit anfangen können. Also: Bevor ihr morgen zwischen Gottesdienst und Weihnachtsessen nochmal losrast, um dann völlig kopflos durch die Stadt zu irren, setzt euch erstmal irgendwo ungestört und so entspannt wie eben möglich hin, atmet ein paarmal tief ein uns aus und startet mit unserer…

Meditation zur Inspiration

Falls ihr euch jetzt fragt, ob wir total verrückt geworden sind, weil wir von euch verlangen, euch im größtmöglichen Stress eine kleine Auszeit in Form einer Meditation zu nehmen, behaupten wir: „nein“. Oft sagen uns Freunde und Familie nämlich sehr genau, was sie sich von uns wünschen – leider aber meistens so beiläufig, dass wir es nicht bewusst wahrnehmen. Also setzt euch hin, schließt die Augen und versucht für einen Moment alle anderen Gedanken loszuwerden und euch nur auf die zu beschenkende Person zu konzentrieren. Öffnet nach ein paar tiefen Atemzügen die Augen und stellt euch nach und nach die folgenden Fragen. Die Antworten könnt ihr euch notieren oder ihr behaltet sie einfach im Kopf:

  • Was macht xy gerne in seiner/ ihrer Freizeit?
  • Wo geht xy gerne hin?
  • Was isst und trinkt xy am liebsten?
  • Was mag xy gar nicht?
  • Erinnerst du dich an euer letztes Treffen? Wann und wo war das?
  • Worüber habt ihr gesprochen?
  • Wo trefft ihr euch häufig und was unternehmt ihr gerne gemeinsam?
  • Hat ihm/ ihr etwas, das du anhattest oder dir gekauft hast, schon mal besonders gut gefallen?

Aus den Antworten müsst ihr anschließend nur noch die „richtigen“ Schlüsse ziehen. Geht ihr zum Beispiel oft ins selbe Café, freut er/ sie sich sicher über einen Wertgutschein oder eine handgeschriebene Einladung zum nächsten Treffen, bei dem die Rechnung auf dich geht. Wenn es eins gibt, was die zu beschenkende Person nicht ausstehen kann, ist es Kälte? Wie wär´s dann mit kuscheligen Socken oder einer Decke? Trinkt die zu beschenkende Person gerne Cocktails, stehen Cocktail-Bücher, Cocktail-Zubehör, wie ein professioneller Shaker, oder ein Cocktail-Kurs zur Auswahl. Ihr seht also: Jede noch so banale Antwort kann zu einer wahren Erleuchtung in Sachen Weihnachtsgeschenk führen. Jetzt aber zu den – vermutlich schon verzweifelt herbeigesehnten – Last-Minute-Geschenkideen.

Selbstgemachtes

Die schönsten Weihnachtsgeschenke sind doch selbst und mit Liebe gemacht, findet ihr nicht? Positiver Nebeneffekt: Dank Upcycling von bereits vorhandenen Materialien oder/ und der Verwendung von Sowieso-schon-dagewesenem müsst ihr in den meisten Fällen nicht mal mehr vor die Tür. Hier ein bisschen Inspiration:

  • Deko: Eine Lichterkette weniger tut´s auch und Weihnachten ist ja theoretisch auch schon bald wieder vorbei – also ab mit der Leuchtschnur in eine leere Flasche, eine Vase oder ein Glas (für die Pfälzer zum Beispiel ein „Dubbeglas“). Wer mag, kann das Ganze noch mit Tannenzapfen, Moos und/ oder Blumen aufpimpen – sieht so hübsch aus, dass es nicht mal mehr eine Verpackung braucht. Ein Gutschein rein – entweder ebenfalls selbst geschrieben (siehe „Zeit schenken“ weiter unten) oder am 24. noch fix gekauft – und fertig!
  • Fotos: Bilder sind immer eine schöne Erinnerung. Jetzt müssen sie nur noch richtig in Szene gesetzt werden. Ausdrucken könnt ihr eure Favoriten zum Beispiel im Drogeriemarkt. Wer keinen Bastelkalender oder ein Fotoalbum zur Hand hat, kann aus einem Ast und einem Stück Paketband eine schicke Wand-Deko oder ein Mobile zaubern. Dazu einfach die Bilder mit beliebigem Anstand mithilfe der Schnur am Ast befestigen und dann mit der Schnur noch einen Henkel machen.
  • Kissen oder Tasche nähen: Keine Sorge – ihr müsst euch nicht noch spontan eine Nähmaschine kaufen. Stoffreste, vielleicht von einem Kleidungsstück mit Fleck drauf, das ihr so nicht mehr tragen wollte/ könnt, Nadel, Faden, Knöpfe für die Tasche (Tipp: Knöpfe sind kostenlos meist an der Innenseite von neuen Kleidungsstücken befestigt) und Füllmaterial für das Kissen, zum Beispiel weitere Stoffreste. HIER geht´s zur Anleitung für die Tasche und HIER zur Anleitung für das Kissen.
  • Es muss ja nicht immer süß sein - wie wäre es mit den Zutaten und dem Rezept für ein leckeres Brot als Weihnachtsgeschenk? (Foto: T. Gartner)

    Es muss ja nicht immer süß sein – wie wäre es mit den Zutaten und dem Rezept für ein leckeres Brot als Weihnachtsgeschenk? (Foto: T. Gartner)

    Essen: Das kann wirklich jeder „gebrauchen“ und es staubt garantiert nicht in irgendeiner Ecke ein – etwas zu Futtern geht immer als Weihnachtsgeschenk. Vielleicht kennt ihr ja die hübschen Gläser aus Einrichtungsgeschäften, in denen die Zutaten für Muffins oder Kuchen optisch ansprechend aufeinandergeschichtet sind? So etwas lässt sich ganz einfach selber machen, ihr braucht einfach nur die trockenen Komponenten des Teigs, schichtet sie möglichst ansprechend in ein leeres Marmeladenglas und verziert das dann noch mit einem Kreis aus Stoff, den ihr mittels Küchengummi oder Schnur dekorativ über den Deckel zieht. Das Rezept schreibt ihr auf einen kleinen Zettel und legt oder klebt ihn unter die Stoffhaube. Jetzt muss nur noch ein schicker Aufkleber drauf (ein hübsch beschriftetes Papier und Kleber oder Tesa tun es im Notfall auch), damit der Beschenkte auch weiß, was drin ist – fertig! Das Ganze könnt ihr natürlich auch wunderbar für ein herzhaftes Brot machen. Wie wäre es zum Beispiel mit würzigen Kurkuma-Baguettes? HIERgeht´s zum Rezept. Je nachdem wie groß euer Glas ist, könnt ihr natürlich auch nur die Hälfte der Zutaten hineingeben – dann werden es eben nur zwei statt vier Baguettes. Übrigens: Besonders schön (und gesund) sieht es aus, wenn die oberste Schicht eures Glases aus Nüssen besteht und die machen sich in jedem Brot gut.

  • Noch mehr kreative Geschenkideen findet ihr HIER.

Beauty

Wahre Schönheit kommt von Innen – aber es darf ruhig auch ein bisschen was davon nach Außen durchschimmern. Für ein selbstgemachte Peeling ganz ohne Mikroplastik habt ihr – ohne es zu wissen – wahrscheinlich bereits alles im Haus, was ihr braucht. Gries, Kokosöl, Zucker, Meersalz, Kaffeesatz, Olivenöl – aus diesen „Zutaten“ lassen sich diverse Peeling-Variationen herstellen und das in kürzester Zeit. Für ein Kokos-Gries-Peeling lasst ihr das Kokosöl, das bei den aktuellen Temperaturen meist fest ist, auf der Heizung oder, wenn´s schnell gehen muss, in einem Topf auf dem Herd, schmelzen. Da hinein gebt ihr so viel Gries, dass das Kokosöl gut durchsetzt ist, sich aber noch umrühren lässt. Jetzt in ein leeres Glas abfüllen, erkalten lassen, zum Beispiel auf der Fensterbank, mit Beschriftung und Schleifchen verzieren und fertig. Um abgestorbene Hautschüppchen loszuwerden, helfen neben Gries auch Zucker, Meersalz und Kaffeesatz. Entscheidet euch für eine Zutat und mischt sie mit Olivenöl, bis eine leicht verteilbare, aber nicht zu flüssige Masse entsteht. Weist die Beschenkten am besten darauf hin, dass sich das selbstgemachte Peeling nur wenige Wochen hält.

Zeit schenken

Es muss nicht immer etwas Materielles sein: Zeit ist auch ein tolles Weihnachtsgeschenk (Foto: T. Gartner)

Es muss nicht immer etwas Materielles sein: Zeit ist auch ein tolles Weihnachtsgeschenk (Foto: T. Gartner)

Gutscheine sind öde, aber wenn wir mit ihnen wertvolle Zeit gewinnen – egal ob alleine oder mit einem geliebten Menschen – sind sie goldwert, oder was meint ihr? Also raus mit Zettel und Stift und losgelegt! Laptop und Drucker tun es natürlich auch. Überlegt, was ihr gerne zusammen mit dem zu Beschenkenden unternehmen wollt. Steht vielleicht eine tolle Ausstellung im Museum an, die euch beide interessiert, seid ihr beide Kinofans oder geht ihr gerne wandern? Entsprechend der Unternehmung könnt ihr dann natürlich auch euren Gutschein gestalten, beim Stichwort wandern, bietet sich zum Beispiel eine Wanderkarte mit eingezeichneter Route an. Wer richtig reinhauen will, bereitet für jeden Monat des kommenden Jahres einen Gutschein vor – passend zur Jahreszeit versteht sich: Im Juli gibt´s einen Ausflug an den See inklusive Picknick, im Dezember eine Schlittschuhfahrt und so weiter. Die Gutscheine könnt ihr in Kombination zu einer der Ideen aus der Geschenke-Kategorie „Selbstgemachtes“ (siehe oben) verschenken – sie machen sich bestimmt gut in einem hübsch dekorierten Glas oder auch als Mobile baumelnd an einem Ast.

Für den guten Zweck

Eigentlich hat derjenige, den ihr beschenken wollt, schon alles, was er sich wünscht? Viele Organisationen bieten inzwischen die Möglichkeit an, sich eine Spende beurkunden zu lassen. Ob Essen für Kinder in Afrika oder der Schutz bedrohter Tierarten – mit diesem Weihnachtsgeschenk trefft ihr garantiert mitten ins Herz. Und das bequem von daheim aus: Ihr wählt einfach die gewünschte Spendensumme aus, tragt den Namen desjenigen ein, den ihr beschenken wollt, und druckt die Urkunde aus. Und schon habt ihr mehr als nur einen Menschen glücklich gemacht.
Hier eine kleine, beispielhafte Übersicht von Organisationen, bei denen ein solches Last-minute-Weihnachtsgeschenk für den guten Zweck auch heute noch möglich ist:

Wir hoffen sehr, für euch war etwas dabei und wünschen euch nun ein schönes und vor allem entspanntes Weihnachtsfest!

Die Macht der Wärme – 5 brandheiße Beauty-Tipps

Wimpernzangen, Haarkuren oder Gesichtsmasken – es gibt schon zahlreiche Beauty-Produkte, die uns helfen sollen, das Beste aus uns heraus zu holen. Mit diesen brandheißen Tricks gelingt das in Zukunft sogar noch besser! Probiert es einfach mal aus und erlebt die Macht der Wärme.

1. Warme Pflege für die Haare: Ihr wollt euren Haaren etwas Gutes tun? Dann erwärmt eure Haarkur oder -spülung doch das nächste Mal vor der Verwendung für circa 15 Sekunden in der Mikrowelle. Durch die Wärme öffnet sich die oberste Schuppenschicht der Haare und macht sie dadurch durchlässiger für Pflegewirkstoffe.
2. Hitze für den letzten Schwung: Ihr wollt den perfekten Augenaufschlag? Dann föhnt vor Gebrauch eure Wimpernzange einmal kurz an – das verstärkt den Effekt und hält länger!

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Wirkt unterstützend: Wärme sorgt bei einigen Beauty-Produkten für optimale Wirkung. (Foto: twinlili/pixelio.de)

3. Gegen gereizte Augen: Wenn es am Abend zuvor mal etwas später geworden ist und eure Augen gereizt oder gerötet, dann kann auch hier die Wärme Abhilfe schaffen: Einfach zwei Teelöffel in eine Tasse mit heißem Wasser stellen, ein paar Minuten durchwärmen lassen und dann die Löffel auf die Augen legen. Durch die Wärme der Löffel entspannen sich die Augen und der Reiz wird gelindert. Vorsicht: Vorher unbedingt am Handrücken prüfen, dass die Löffel nicht zu heiß sind!
4. Mikrowellen-Creme: Während das Lagern der Aprés-Sun Creme im Sommer schon lange kein Geheimtipp mehr ist, hat man vom Pendant im Winter bislang noch nicht so viel gehört: Wenn ihr eure Körpercreme vor dem Auftragen für ein paar Sekunden in der Mikrowelle erhitzt, wird der Duft intensiver und das Eincremen mit der warmen Lotion zum wahren Spa-Erlebnis. Genau das richtige für trockene Haut im kalten Winter! Dasselbe gilt übrigens für warmes Öl, zum Beispiel Kokos-Öl. Durch Wärme öffnen sich die Poren und die Haut ist besonders aufnahmebereit für Pflegestoffe.

5. Alles rausgeholt: Mit Wärme kann man nicht nur aus seinem Körper das Beste herausholen, sondern auch aus den Beauty-Produkten selbst! Ihr kennt das, eure Wimperntusche neigt sich langsam dem Ende zu, ihr hattet aber noch keine Zeit, neue zu kaufen. Kein Problem! Einfach das Wimpernbürstchen einmal kurz unter heißes Wasser halten und die gesamte Wimperntusche anföhnen. So wird die Tusche wieder weich und hält sich noch ein paar Tage!

Lookism – Warum nicht nur innere Werte zählen

„Schönheit liegt im Auge des Betrachters“, „Beurteile ein Buch nicht nach seinem Einband“, – ja, dergleichen Sprichwörter gibt es einige. Sie alle drehen sich rund ums Verhältnis zwischen Innen und Außen, zwischen Oberfläche und Inhalt, zwischen dem Offensichtlichen und dem Verborgenen. Vor allem Vertreter der sogenannten inneren Werte und damit einem Freund von mir zufolge auch Opfer des „Lookism“ würden den eben zitierten Sprichwörtern ohne lange Bedenkzeit beipflichten.

Doch ich, aus meiner Täter-Perspektive heraus, sollte dem vielleicht eine Definition des Lookism voranstellen, zumal sie mir vor nicht allzu langer Zeit selbst erstmals zu Ohren kam:

Lookisten machen sich der Vorverurteilung anderer anhand ihrer Optik schuldig. Sie ziehen ihre Schlüsse über die Menschen, indem sie ihre Kleider, Haare oder Körperpflege betrachten. Im Volksmund nennt man ein solches Verhalten in höchstem Maße oberflächlich. Ich jedoch nenne es in erster Linie natürlich und damit alles andere als verwerflich.

Es mag sein, dass der ein oder andere gegen meine Reduktion des Wesentlichen auf das mit bloßem Auge Sichtbare sogleich heftigen Widerspruch einlegen möchte. Ebenso ist es wahrscheinlich, dass meine Worte an so manchem Vertreter des stilistischen Minimalismus eiskalt abprallen. Für alle Übrigen hoffe ich ein für allemal als Sprachrohr fungieren zu können, eine Solidarisierung mit den im Alltag vom umgangssprachlichen Augenkrebs Geplagten zu schaffen und nicht zuletzt auf die Vielheit der Bereiche aufmerksam zu machen, in denen sich Aussehen sehr wohl noch eines wachsenden Stellenwerts erfreut.

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The look of love: Verliebtheit sollte beim eigenen Spiegelbild anfangen (Foto: P.Werth)

 Womöglich tut es mir nicht direkt im Herzen weh, wenn ich, wie so oft, als oberflächlich betitelt werde, nur weil ich – wie leider ebenfalls viel zu oft – anmerken muss, dass dieser oder jener sich in meinem unmittelbaren Sichtfeld Befindende grauenhaft gekleidet oder scheußlich geschminkt oder aber furchtbar frisiert ist. Mich tangiert die Bewertung meiner Person an dieser Stelle nicht etwa deswegen peripher, weil ich mich selbst als schöner, besser, stilvoller oder gar nicht kritisierbar ansehe – das tue ich beim besten Willen nicht, denn auch ich habe schon meine fiesen Faux-Pas gelandet, wie private Archivbilder dokumentieren. Nein, mir ist es allein deswegen einerlei, dass man mich als oberflächlich einstuft, weil ich die Bedeutung des Wortes zu kennen vermag. An der Oberfläche kratzen, das ist schließlich, wenn man auf Tiefgang verzichtet und Menschen nicht „trotzdem“ – das heißt, obwohl man von ihrer Optik nicht viel hält – bereitwillig Teil seiner Lebenswirklichkeit sein lässt. Oberflächlich ist, worunter nichts steckt, oberflächliche Personen sind leere Hüllen.

Lookisten unterscheiden sich folglich nicht nur per Definitionem von den Oberflächlichen. Lookisten sind darüber hinaus sogar als Prüfsteine und damit als kleines, aber dabei gleichzeitig unabdingbares Rädchen im Getriebe unserer in vielerlei Punkten deutlich zu unkritischen Gesellschaft. Sie entscheiden über Hop oder Top in nicht von der Hand zu weisenden Bereichen wie Mode, Stil, Beauty – mit anderen Worten dem gesamten ästhetischen Areal. Alle Freunde der Kunst werden meinen Ausführungen zustimmen, schließlich wissen sie, dass Ästhetik bei allen Vorwürfen, subjektiv und damit nicht einheitlich messbar zu sein, doch stets ein Kriterium ist und bleibt, welches über Aufstieg und Fall von Kunstwerken entscheidet. Und was ist der Mensch, wenn nicht ein wandelndes Bisschen Kunst? Oder, anders gefragt: Wie viel Kunst steckt in jedem und jeder von uns? Wie viel ästhetisches Potential wartet darauf, in die Freiheit entlassen zu werden? – Die Antwort lautet: Eine ganze Menge.

 Womöglich mehr, als sich die ewig gegen die Lookisten Auflehnenden träumen lassen. Mit ein bisschen Hilfe von einem erfahrenden Lookisten wäre auch aus den erbitterten Widerständlern schnell ein Augenschmaus gezaubert, der dem Selbstbewusstsein des Verwandelten und den dieses Lobenden gleichermaßen nützt.

Und wo wir schon beim Thema Nutzen angelangt sind: Aussehen ist zweifelsohne brauchbar. Man beginne beim Vorstellungsgespräch, bei dem ein gepflegtes Äußeres a priori Pflicht ist. Weiter geht es beim Date – warum sonst besingt Dusty Springfield den „Look of Love“ mit solchem Nachdruck – dicht gefolgt von einer ganzen Branche, die uns alle zunehmend beeinflusst, mögen wir sie auch noch so unermüdlich verteufeln: Die Werbung. Ohne sie würde es zum einen zwar keine Konsumkritiker geben, da kein Konsum angekurbelt würde, doch zum anderen würde es uns auch an so vielen ansehnlichen Werbegesichtern fehlen, die nicht nur ihre Brötchen damit verdienen, in die Kamera zu lächeln, sondern auch damit, die Gemüter freiwilliger wie unfreiwilliger Betrachter mit ihrem Erscheinungsbild zu erheitern.

Dieses Spiel ließe sich an dieser Stelle noch eine Weile weiter treiben, doch ich beschließe dieses kleine Plädoyer lieber mit einem praktischen Aufruf als mit noch mehr trockener, lookistischer Theorie: Leute, macht was aus euch! Bei aller Wahrheit, die im kleinen Prinzen und seinem sehenden Herzen steckt, sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass der erste Eindruck noch immer zählt. Wenn das gewisse (zumeist optische) Etwas überzeugt hat, ist es für das in der Regel schüchterne Wesentliche überhaupt Zeit, zum Vorschein zu kommen. Bitte versteht mich richtig, dies ist keine Hommage an den krankhaften, operativen Schönheitswahn, keine Forderung nach dem verbissenen Streben nach utopischen Maßen oder gar der Uniformierung von Individuen. Im Gegenteil, ich plädiere hier für den Genuss, im ästhetischen wie im kulinarischen wie auch nicht zuletzt im weltlichen Sinne. Um den sprichwörtlichen Kreis also wiederum mit einem Sprichwort zu schließen: Das Auge is(s)t mit.

Vorschau: Was hat es mit dem Pareto-Prinzip auf sich? Wir erfahren es in der kommenden Woche von Kolumnist Sascha.

Das Phänomen Tussi – wer sie ist, woher sie kommt und wo sie eigentlich hin will

Tussis begegnen uns im Alltag regelmäßig. Ob in der Fußgängerzone, der Straßenbahn oder abends auf der Piste – letztes ist ihr bevorzugtes Territorium – sind sie aus dem Stadtbild praktisch gar nicht wegzudenken.

Da sie das genaue Gegenteil von Tarnung betreiben, lassen sie sich auch nur unschwer an den immergleichen Merkmalen erkennen: Mehrschichtig aufgetragene Foundation, schwarz getuschte oder, in fortgeschrittenem Tussi-Stadium, lange, mit Klebstoff befestigte, künstliche Wimpern zu glitzerndem Lidschatten im Smokey-Eyes-Look und feuerroten Lippen. Dank der Reizüberflutung für das menschliche Auge kaum noch wahrnehmbar sind die Maske aus Puder und die knallpink gerougten Wangen. Ein Hingucker sind außerdem die Brauen, die zumeist hauchdünn gezupft oder wahlweise abrasiert und mit Augenbrauenstift nachgezogen wurden. Die Nageldesign-Variationen reichen zudem von schrillen Farbtönen über Drachenmotive und Tribal-Verzierungen bis hin zu dramatischen Überlängen der French-Tips.

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Manche mögen’s opulenter: Tussis tragen Perlen, Strass und Diamanten im Überfluss (Foto: T.Gartner)

Doch auch in Sachen Haarstyling und Outfit lassen sich die Tussis gestern wie heute nichts anbrennen. Sie haben es gern ausgefallen, um aufzufallen und darüber hinaus eine klare Zugehörigkeit auszudrücken. Protzige Sneakers – man erinnere sich an das Aufkommen (und das ebenso schnelle wieder Versumpfen) der von Rapperin Missy Elliot designten „Respect M.E.“-Kollektion – sind schließlich nicht einfach protzige Sneakers. Sie sind auch immer ein Fashion-Statement und zugleich eine Solidarisierung mit dem Hiphop und den legeren Streetwear-Styles.

Weitaus lieber als auf leisen Sohlen sind Tussis allerdings auf hohen Hacken unterwegs. Je schwindelnder die Absatzhöhe, desto glänzender der Auftritt. Sie gewinnen damit nicht nur die Anerkennung ihrer Mitmenschen („Wow, wie kann sie auf diesen High Heels bloß laufen, ohne sich beide Beine zu brechen?“), sondern nehmen auch eine unnachahmlich imposante Körperhaltung an. Niemand würde so auch nur auf die Idee kommen, sich einer über den Asphalt staksenden Tussi in den Weg zu stellen. Ja, man muss wahrlich zugeben: Die Optik einer Tussi ist bisweilen angsteinflößend.

Der Grat zwischen Ästhetik und Alptraum scheint damit folglich ein schmaler zu sein und ist, wie so oft, höchst subjektiv. Die Tussi hält ihr Erscheinungsbild, auch wenn man bei einem Blick in ihr Kosmetiktäschchen eher auf Manhattan und Essence stößt als auf MAC und Estée Lauder, für die ausgekochte Perfektion. Diese scheinbar durch nichts in der Welt trübbare Selbstsicherheit macht eine Tussi aus – eine Eigenschaft, die sie glatt bewundernswert macht.

Doch wenn die Fassade aus Make-Up einmal gebrökelt ist und sich der Nebel des großzügig aufgetragenen Parfums erst verzogen hat, kommt das Mädchen zum Vorschein, das die Tussi durch aufwendige, oft lange Vorbereitung bedürfende Beauty-Prozeduren zu verbergen sucht. Und das ist im Wesentlichen komplexbehaftet und ganz und gar nicht selbstüberzeugt.

Es eifert aufkeimenden Trends nach, ohne mit den strassbesetzten Fake Eye Lashes zu zucken. Sie investiert in kostspielige Modelabels, sofern sie es sich leisten kann – nur wenige der oben charakterisierten Tussis haben streng genommen eine ernstzunehmende Karriere hingelegt und müssen daher auf Textilien gängiger Billighersteller zurückgreifen – und schwimmt so, bei allem zwanghaften Streben nach Individualität, doch vollständig mit dem Strom. Ihr Heischen nach Aufmerksamkeit kommt einem Schrei nach Liebe gleich, weil es ihr in erster Linie massiv an Selbstliebe mangelt.

Eine Tussi fordert durch ihr aggressives Auftreten Achtung vor ihrer Person ein, was sie jedoch hinterrücks umso mehr zum Objekt von Hohn und Spott werden lässt. Das besagte kleine Mädchen sehnt sich heimlich nach einer Umarmung. Nach einem Menschen, der ihr ungeschminktes Ich annimmt, vor dem sie Natürlichkeit nicht erst aus Cremetiegeln auftragen muss.

Vorschau: In der nächsten Woche begleiten wir Mode-Redakteurin Olivia auf die Pariser Fashion Week.

Du bist das Fernsehen!

Youtube. Frei übersetzt: Du bist das Fernsehen! Hier ist der Name Programm. Gab es früher nur Musikvideos und zusammengeschnittene Pannenvideos zu sehen, gibt es heutzutage kein Thema, das nicht auf youtube hochgeladen wird. Besonders beliebt sind Do-it-yourself-Videos, Vlogs, Mode- und Beautyvideos und vor allem Coversongs. Menschen aus aller Welt trällern ihr Lieblingslied vor und verleihen dem Song eine ganz persönliche Note. Und der ein oder andere hat genau so seine internationale Karriere begonnen.

Superstars wie Justin Bieber, Lana Del Rey und nicht zuletzt PSY haben ihre ersten Fans auf youtube gefunden. Bei den unzähligen Klicks bei youtube – PSY (koreanischer Popsänger) hatte es mit dem Ohrwurm des Jahres 2012 „Gangnam Style“ auf 1 Milliarde und damit ins Guinness Buch geschafft – bleibt es natürlich nicht. Es folgen Plattenverträge und internationale Karrieren. Potenzielle Stars von morgen werden heutzutage gezielt auf youtube gesucht. So wurde Justin Bieber (kanadischer Popstar) im zarten Alter von 14 Jahre von Musikproduzenten entdeckt und feiert seitdem unglaubliche Erfolge.

Die US-amerikanische Popsängerin Lana del Ray reiste jahrelang als Nachtclubsängerin durch die Staaten, bevor ihr selbstgeschnittenes Video „Video Games“ Rekordzahlen erreichte. Hatte sie als Tochter reicher Eltern in New Yorker Clubs nur mäßig Erfolg, wird sie als Entdeckung des vergangenen Jahres gehandelt. Inzwischen modelte sie für Karl Lagerfeld, launchte eine Modekollektion mit dem schwedischen Modehaus H&M und schreibt jetzt erfolgreich Filmmusik.

Und auch die ganz Großen Stars suchen Inspiration und noch nicht entdeckte Talente im neuen Fernsehen. So kopierte keine geringere als Beyoncé Knowles (US-amerikanische R’n’B-Sängerin) eine afrikanische Tanzgruppe für ihr Video „Who run the world (Girls)“ und ließ die Tänzer zum Choreographieren extra in die Staaten einfliegen. „Les Twins“, tanzende Zwillinge aus Frankreich nahm die Dame gleich mit auf ihre Tour im Jahr 2011, nachdem die beiden auf youtube wie eine Bombe einschlugen.

Die wenigsten Youtuber setzen sich einfach vor ihre Kamera und singen einfach los. Vielmehr wird mit professionellem Licht, perfekt sitzenden Songtexten und kreativen Ideen versucht, aus der Masse herauszustechen und die Zuschauer auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich ist youtube das neue Fernsehen!

Vorschau: Nächsten Samstag lest ihr an dieser Stelle etwas über die Arbeit bei Hamburg Records.

Vom ganz normalen, haarigen Wahnsinn

„Ja, ich habe tolles Haar. Danke der Nachfrage!“ – Nicht, dass ich jemals so auf Menschen reagieren würde, die mir ein Kompliment für meine Haarfarbe , meine Frisur, meinen Haarschnitt oder meine Haarstruktur gemacht haben. Aber ich könnte. Immerhin pflegen und striegeln sich Haare ja auch nicht über Nacht. Es sind Züchtung und konstante Zuwendung erforderlich, es geht bei mir im Badezimmer fast wie auf einem Reiterhof zu. Wen wundert es da noch, dass die ein oder andere  Frau mittlerweile auf Pferdehaarbürsten schwört? Wenn man davon doch einen glänzenden, weichen Schweif bekommt…

Wie ich soeben deutlich zu machen versuchte, kommt man nicht mit prächtiger Haarpracht auf die Welt. Das liegt nicht nur daran, dass man im Idealfall mit nicht mehr als einem Haarbüschel auf dem Haupt geboren wird. Erst einmal müssen wir ohnehin alle daran glauben: Haare wachsen lassen, um sogleich wieder auf dem Friseurstuhl Haare zu lassen. Wer kennt sie nicht, die grausamen Coiffeure, die auf Anweisung grausamer Elternteile wehrlosen Kindern besonders grausame Haarschnitte antun? Von „süüüüß“-em Pony kann wiederum außerhalb des Reiterhofes nicht die Rede sein.  Kurzhaarfrisuren, die wir rückblickend „Topfschnitte“ schimpfen, haben ihrem optischen Gräuel zum Trotz immerhin einen pragmatischen Vorteil:  Sie sind in Styling und Pflege denkbar unkompliziert. Denn, mal ehrlich – es dürfte schwer sein, eine Sechsjährige zu finden, die mit ihren Genossinnen aus der Spielgruppe regelmäßig Föhnhitze und Flechtwerk  zum Gesprächsthema macht. Außerdem lebt es sich gewiss einfacher von Menschen umgeben, die allesamt genauso einen hässlichen Mopp auf dem Kopf haben wie man selbst. So frei von (Frisuren-)Neid ist man wahrlich selten!

Vom ganz normalen, haarigen Wahnsinn

Wer sie hat, hat’s gut: Haare und davon viel.                (Foto: T.Gartner)

Doch je älter wir werden, desto mehr Mädchen werden wir. Das mag zunächst paradox klingen, ist in Wahrheit aber völlig logisch. Wir entwickeln nämlich mit der Zeit so etwas wie einen sechsten Sinn, den Ästhetischen, entdecken nach und nach, was uns steht und wie viel davon. Das gilt für Kleider und für die Beschäftigung mit dem eigenen Kopfhaar gleichermaßen. Wir probieren uns dabei in verschiedene Richtungen aus – mal mit mehr, mal mir weniger gutem Erfolg. Haartechnisch ist vor allem zwischen zwölf und zwanzig Jahren alles erlaubt. Wir gehen mit der Mode oder trotzen ihr bewusst, provozieren Autoritäten mit irren Irokesen und ausrasiertem Unterhaar.  Doch vor allem tun wir etwas für Mädchen besonders Typisches:  Wir reden mit unseren Freundinnen darüber. Angefangen bei mit „Das will ich auch“-versetzten Komplimenten („Toll, so weiches Haar! Welche Pflegeserie benutzt du so?“) und aufgehört bei spöttischem Tratsch über die Sitznachbarin, der der frisch geschnittene, rot gesträhnte Bubikopf mal so überhaupt nicht steht.

Besonders versessen sind wir darauf, das Geheimrezept für gesundes und voluminöses Haar zu finden – ein bisschen wie Plankton, der Mister Krabs mit allen Mitteln die Krabbenburger-Geheimformel abringen will. Und wir sind bereit, dafür einige Tortur auf uns zu nehmen. Von stundenlanger Lektüre erfolgsversprechender Foren über Selbsterfahrungen mit Youtube-Wundervideos bis hin zur Investition in sündhaft teure, aber angeblich hundertprozentig organische Shampoos. Ob wir mit einem Friseurbesuch, so regelmäßig wie Routineuntersuchung beim Zahnarzt, und unserer Naturhaarfarbe nicht von vorneherein besser bedient wären, werden wir in unserem Haar-Wahn wohl so schnell nicht herausfinden.

Eher noch bekommen wir Haare auf den Zähnen, wenn wir anderen Frauen begegnen, die scheinbar nie mit einen „Bad Hair Day“  zu kämpfen haben, wie wir es von Zeit zu Zeit leider tun müssen.

Oder schlimmer noch: Wenn wir sie unter höchster Anspannung, sich dem Ziel nahe wähnend,  nach ihrem Friseur des Vertrauens und ihren Pflegeprodukten ausquetschen und uns als Antwort nicht mehr als ein „Ach, ich tue nur das Übliche. Meine Haare sind von Natur aus so“ entgegen geschmettert wird.

Tja, also habe ich wohl doch nicht so tolles Haar. Was ich habe, ist bloß zu viel Zeit, Geld und Conditioner.

Meine männlichen Leser möchte ich zu guter Letzt an dieser Stelle um Vergebung für die mangelnde Erwähnung bitten: Auch ihr habt natürlich im Laufe eures Lebens furchtbar haarige Erfahrungen machen müssen  – Frisur-Vorbild Aaron Carter sei Dank. Glücklicherweise werdet ihr mit zunehmendem Alter allerdings nicht nur weniger eitel, sondern habt auch weniger Haare auf dem Kopf, denen ihr euch widmen könnt. Entweder wir Frauen fressen sie euch von da oben runter oder aber Mutter Natur tut ihr Übriges. Genießt also die vergleichsweise kurze Zeitspanne, in der ihr eure Mähnen noch mit Gel zähmen oder zur Elvis-Tolle frisieren könnt. Seht das Ganze positiv – nicht zu wissen, dass ein Bob mit Baggern und Kränen nicht viel gemein hat und Silikon nur in Pamela Andersons Brüsten etwas zu suchen haben, ist keine Schande.

Vorschau: In der nächsten Woche arbeitet Kolumnist Sascha hart an der Frage, was eigentlich harte Arbeit bedeutet.

Perfekt gepflegte Nägel in der kalten Jahreszeit

Die Hände sind die meist beanspruchte Körperpartie des Menschen. Durch Feuchtigkeit, Chemikalien wie zum Beispiel Reinigungsmittel, UV- Strahlen und Schmutz werden unsere Hände in alltäglichen Situationen stark in Anspruch genommen. Besonders in der kalten Jahreszeit müssen diese daher gepflegt und geschützt werden. Vor allem das Erscheinungsbild der Nägel sollte nicht vernachlässigt werden.

 Daher erkläre ich euch heute Schritt für Schritt wie einfach und effektiv eine Maniküre nachzumachen ist. Alle dazu benötigten Arbeitsmittel sind in der Drogerie zu erstehen. Ihr braucht: Eine grobe und eine feine Feile, Nagellackentferner, Nagelhautentferner, Pferdefüßchen oder Rosenholzstäbchen, Polierfeile, Korrektur-Stift, Unterlack, Nagellack in beliebiger Farbe und Überlack.

Schritt 1: Zuerst den Naturnagel mit einer groben Feile in die gewünschte Länge in Form feilen.

Schritt 2: Die Hände in einem Nagelbad – dieses besteht aus warmen Wasser und einem Tropfen Seife – wenige Minuten einweichen lassen. Dann die Hände abtrocknen und mit einem Wattestäbchen den Nagelhautentferner auf die Nagelhaut auftragen. Nach zweiminütiger Einwirkzeit die Nagelhaut mit einem Pferdefüßchen oder Rosenholzstäbchen VORSICHTIG zurückschieben. Der überstehenden Rand wird dadurch gelöst und kann mit einem Tuch entfernt werden.

Schritt 3: Die Naturnägel mit einem Nagellackentferner entfetten und mit einer feineren Feile nochmals nachfeilen. Anschließend mit der Polierfeile die Nägel polieren. Der Nagel wird so ebenmäßiger und ein natürlicher Glanz entsteht.

Schritt 4: Zum Abschluss mit dem Unterlack den Nagel beschichten. Der Nagellack wird in zwei dünnen Schichten aufgetragen – kleine Fehler können mit einem Korrektur-Stift behoben werden. Beim Auftragen des Überlackes sollte darauf geachtet werden, die Seiten und Spitzen zu überziehen, denn das sind die Bereiche, an denen der Nagellack zuerst abblättert.

Perfekt gepflegte Nägel in der kalten Jahreszeit

Hünsch anzusehen: French Nails mit kleinem Highlight auf dem Ringfinger (Foto: T. Gartner)

Wem selbst-lackierte Nägel nicht gelingen oder wer schlichtweg zu faul ist, kann natürlich auch in ein professionelles Nagelstudio gehen. Tatjana hat nachgefragt bei Franzi, die sich alle drei bis vier Wochen ihre Nägel vom Profi machen lässt:

 „Ich habe immer weiße Spitzen, also French-Nails und meistens auf dem Ringfinger noch ein Muster. Da vertrau ich aber meiner Nagel-Designerin voll und ganz und lass mich überraschen“, erzählt die 23-jährige. 36 Euro kostet der Spaß, den sich die Studentin und nebenberufliche Jeans-Verkäuferin etwa einmal im Monat gönnt. Das erste Mal sei sie mit 17 Jahren im Nagelstudio gewesen. „Meine Mutter hat mich damals drauf gebracht und es hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen“, sagt sie. Selbstlackieren kommt für sie nicht in Frage. „An mir selbst mag ich es gar nicht, wenn die Nägel selbst lackiert sind. Ich finde es kommt dabei sehr auf die Nagelform und auch die Farbe des Lacks an. Nicht alles steht jedem“, argumentiert Franzi. Ob sie mit ihren Nägeln im Trend liege, sei ihr egal: „Ich ziehe das an, was mit gefällt und style mich so, dass ich mich wohl fühle – so wie mit meinen Nägeln.“

Perfekt gepflegte Nägel in der kalten Jahreszeit

Zufrieden mit ihren Fingernägeln: Interviewpartnerin Franzi (Foto: T. Gartner)

 Errechnet man aus den sieben Jahre monatlicher Nagelstudio-Besuche und den jeweils 36 Euro die Summe, kommt man auf etwa 3 000 Euro. Eine schier unfassbare Zahl für ein Stück Perfektion. Für diejenigen, denen es gefällt, so wie Franzi, wohl ein notweniges Übel.

 Schöne Nägel ohne viel Geld auszugeben – wer sich das wünscht, sollte es einfach mal mit Ramonas Schritt-für-Schritt-Anleitung versuchen. Probieren geht ja bekanntlich über studieren.

Vorschau: Nächste Woche gibt´s mal wieder ein kleines Video. Diesmal erklärt euch Tatjana wie man im Handumdrehen eine hübsche Hochsteckfrisur zaubern kann.

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit unserem ehemaligen Redaktionsmitglied Ramona Wittmann.

Zuhause ist es doch am schönsten…

… und das sollte es auch sein! Wer geht bei diesem – entschuldigt meine Ausdrucksweise – Sauwetter denn schon gerne nach draußen. Regen, Wind, grauer Himmel, Eiseskälte – kein wirklicher Anreiz für große Unternehmungen. Ein paar Ideen wie man sich trotzdem und zwar in den eigenen vier Wänden allein oder mit Freunden einen schönen Tag/Abend machen kann, gibt´s hier.

 Kleine Bemerkung am Rande: Ich bin mir durchaus im Klaren darüber, dass die folgenden Tipps nicht wirklich innovativ sind, aber sind wir doch mal ehrlich. Oft ist es doch so, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, wenn ihr versteht, was ich meine. Und da ist es unglaublich hilfreich, die guten – ich nenne sie jetzt mal Second-Hand-Ideen – auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Hier sind sie also: Meine Top 4 (nein, auf drei konnte ich mich diesmal nicht beschränken) der „Daheim-Beschäftigungstipps“:

Erstens: Ich persönlich stehe gar nicht drauf, aber wer´s mag, warum nicht? Tipp Nummer eins ist der Spieleabend! Hierbei muss es sich nicht immer um monotone Karten- und Brettspiele handeln, obwohl die – wie ich gehört habe – auch gaaanz viel Spaß machen können. Eine Empfehlung für die kultivierte Männerrunde: Poker. Hierbei kann nach Herzenslust geblufft und das beste Pokerface trainiert werden. Wer weiß wozu man das mal noch gebrauchen kann. Wer es lieber etwas moderner mag, kann natürlich auch seine Wii-Konsole auspacken. Bei einer Partie Golf, Tennis oder Baseball vergisst man ganz schnell, dass man sich eigentlich im heimischen Wohnzimmer befindet!

Zuhause ist es doch am schönsten…

Muss nicht unbedingt teuer sein: Wellnessbehandlung in den eigenen vier Wänden (© S.K. / pixelio.de)

Zweitens: Alleine oder mit Freundinnen – ein Beauty- und Wellnesstag kommt immer gut an! Denn so eine Gesichtsmaske macht nicht nur unglaublich schön (nachdem sie abgewaschen wurde, versteht sich), mit ihr fühlt man sich auch gleich viel entspannter. Dazu in der heißen Badewanne liegen, im romantischen Schein einiger Kerzen, der Duft von Vanille-, Zimt- oder sonst was –badezusatz in der Luft und dazu Bob Marleys „Three little birds“ im Ohr („Don´t worry about a thing…“) – was könnte beruhigender sein? Übrigens kann so ein Wellnesstag auch dem männlichsten aller Männer nicht schaden – wir Frauen stehen nämlich drauf, wenn ihr gepflegt seid und gut riecht!

Drittens:Ein Kinobesuch ist toll! Ein DVD-Abend in den eigenen vier Wänden noch viel toller und außerdem günstiger! Vorbereitet ist das Ganze schnell: Kurz in die Videothek, die gesamte Herr der Ringe-Trilogie ausgeliehen (alternativ kann man sich natürlich unter anderem auch die Harry Potter Filme oder Stieg Larssons Trilogie „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ reinziehen, aber Achtung: bei letzterem sind starke Nerven gefragt!), danach noch schnell in den Supermarkt geflitzt, Chips, Softdrinks, Bier (falls Männer anwesend sein sollten) und Mikrowellenpopcorn eingepackt und schon kann´s losgehen!

Zuhause ist es doch am schönsten…

Da ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei: Raclette-Zutaten (© Ich-und-Du / pixelio.de)

Viertens:Wer sich bei allen bisherigen Vorschlägen zu tatenlos und unkreativ fühlt, für den habe ichselbstverständlich auch noch einen Tipp parat. Wie wäre es zum Beispiel mit einer gemeinsamen Kochsession? Funktioniert mit der besten Freundin, dem Partner, aber auch mit der ganzen Clique. Wobei ich bei letzterem dazu raten würde auf etwas eher Unkompliziertes wie Raclette zurückzugreifen. Kartoffeln, Paprika, Schicken – hier kann jeder etwas schnibbeln und es ist außerdem auch für jeden etwas dabei. Als originellen Nachtisch kann man ein Schokofondue machen. So macht das Obstessen doch gleich viel mehr Spaß (und schmeckt außerdem auch besser mit so einem warmen Schokomantel drumherum) – Hmmm!

Vorschau: Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen! In der nächsten Woche gibt´s kreative Weihnachtsgeschenketipps. Wer also noch nichts für seine Lieben hat und ihnen etwas ganz besonderes bieten will, sollte nächsten Samstag wieder reinschauen!