Krimidinner in der Rhein-Neckar-Region

Essen gehen an sich ist ja schon mal super – gepaart mit spannendem Entertainment, wird der Restaurantbesuch zum echten Highlight. Ihr sucht ein besonderes Geschenk oder wollt jemanden (vielleicht auch euch selbst) überraschen? Wie wäre es dann mit einem Krimidinner? Wir haben für euch die Krimidinner-Anbieter in der Rhein-Neckar-Region kontaktiert und alle Infos zusammengetragen. Wie gewohnt unentgeltlich und werbefrei (keiner der Anbieter hat für seine Platzierung im Artikel bezahlt) – hier findet ihr auf einen Blick das richtige Krimidinner für euch und eure Lieben.

Criminal Dinner: Mit Sherlock Holmes im Heidelberger Schloss

Man nehme eine beindruckende Location mit viiiiel Geschichte, wie das Heidelberger Schloss, einen Kriminalfall mit englischem Hintergrund und integriere die Gäste als Ermittlerteam – heraus kommt das Criminal Dinner der Agentur Erlebnisraum GmbH.
Seit 2005 bieten sie ihre Veranstaltungen für Firmenkunden an, seit 2008 öffentlich in der gesamten Rhein-Neckar-Region und auch im Saarland. Neben den festen Criminal Dinner-Terminen für 30 bis 130 Gäste können Krimifans auch exklusive Veranstaltungen für sieben bis 400 Personen buchen, wobei Ort und Location frei wählbar sind. Beim Criminal Dinner wechseln sich die „Hauptacts“ – ein Schauspielensemble und je nach Location ein Drei- oder Vier-Gang-Menü inklusive Sektempfang dreieinhalb bis vier Stunden lang ab. Eine vegetarische Variante können Teilnehmer direkt beim Buchen über die Website anwählen. Für ein veganes Dinner ist eine Anfrage bei der Location notwendig. „Das Besondere bei uns ist die Interaktivität“, erklärt Geschäftsführer Michael Hess, „je nach Stück sind immer mehrere Gäste aus dem Publikum in Form von kleinen Rollen involviert. Und natürlich können alle miträtseln, wer der Mörder ist.“ Die beliebtesten Fälle seien die mit Sherlock Holmes, so Hess. Zwischen 69 und 105 Euro kostet ein Criminal Dinner. Für die Hochsaison zwischen Dezember bis März rät Hess dazu, die Karten bis zu acht Wochen im Voraus zu kaufen.
Ihr habt noch Fragen? Die Agentur Erlebnisraum steht euch per Telefon unter 0681-7020681 zur Verfügung. Weitere Infos findet ihr unter www.criminal-dinner.de

Mittendrin im Krimi: Beim Criminal Dinner sind immer mehrere Gäste aus dem Publikum in Form von kleinen Rollen involviert (Foto: Agentur Erlebnisraum GmbH)

Mittendrin im Krimi: Beim Criminal Dinner sind immer mehrere Gäste aus dem Publikum in Form von kleinen Rollen involviert (Foto: Agentur Erlebnisraum GmbH)

Das Original Gruseldinner: Willkommen auf der Verlobungsfeier von Dr. Henry Jekyll!

Zwei Schauspieler eröffnen den Saal und den Abend. Als alle sitzen und mit Getränken versorgt sind, legt sich eine gespenstische Stille über den Raum. Das Gruseldinner kann beginnen! Seit 2013 bespielt die Gruseldinner GmbH & Co. KG mit einem etwa 30-köpfigen Schauspiel-Ensemble und neun Technikern rund 70 Burgen, Schlösser, Hotels und Restaurants in ganz Deutschland mit Gruselkomödien in fünf Akten und vier Gängen. Das Hotel Schloss Edesheim in Rheinland-Pfalz und die Burg Frankenstein im hessischen Mühltal sind nur zwei von knapp 30 Spielorten in der Rhein-Neckar-Region. Neben festen Terminen können Firmen und Gruppen ihr ganz privates Gruseldinner zum Wunschtermin buchen. Eine minimale und maximale Teilnehmerzahl gibt es dabei nicht. Fünf Szenen und vier Gänge – knappe vier Stunden dauert das gruselige Vergnügen inklusive Menü, das beim Buchen über den Ticketshop auch vegetarisch vorbestellt werden kann. Eine vegane Variante gibt es nicht an jedem Spielort und teilweise nur gegen Aufpreis.
„Wir legen viel Wert auf Handlung, Charaktere, Kostüme, Licht und Sounds“, beschreibt Geschäftsführer Michael Schauer das, was das Gruseldinner ausmacht, „Wir bieten ein echtes Theatererlebnis mit der Besonderheit, dass die Gäste mittendrin sind und die Schauspieler zwischen ihnen agieren.“ In „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ zum Beispiel seien die Gruseldinner-Gäste im Stück die Gäste von Dr. Henry Jekyll, der zu seiner Verlobungsfeier geladen hat. Zusätzlich werden bei jeder Produktion vier bis fünf Gastrollen an Gäste vergeben, die an der Seite der Schauspieler im Stück kleine Aufgaben übernehmen. „Natürlich muss niemand mitmachen“, sagt Schauer, „die Gäste werden vorher von den Schauspielern gefragt, ob sie sich beteiligen möchten.“ Tickets kosten zwischen 79 und 89 Euro inklusive Vier-Gang-Menü. Und wer jetzt schon beim Titel Angst bekommen hat, der kann beruhigt sein: „Unsere Gruseldinner sind in erster Linie Gruselkomödien und auch für schwache Nerven bestens geeignet.“
Fragen zum Gruseldinner könnt ihr per E-Mail an info@gruseldinner.de loswerden.

Zu Gast bei Dr. Jekyll & Mr. Hyde: Zum Original Gruseldinner wird ein Vier-Gänge-Menü serviert (Foto: Das Original Gruseldinner)

Zu Gast bei Dr. Jekyll & Mr. Hyde: Zum Original Gruseldinner wird ein Vier-Gänge-Menü serviert (Foto: Das Original Gruseldinner)

DinnerKrimi: Tatorte von Altrip bis Stuttgart

Mit elf Krimis und über 200 „Tatorten“ in ganz Deutschland, knapp 80 davon allein in der Rhein-Neckar-Region, hat das DinnerKrimi für jeden Geschmack einen Fall im Repertoire. Die Schauspieler mit Zusatzausbildung in Improvisation treten nicht nur in größeren Städten, sondern beispielsweise auch im knapp 8.000-Seelen-Ort Altrip in Rheinland-Pfalz auf. Nie fehlen darf dabei ein Vier-Gänge-Menü, das immer vom jeweiligen Spielstätten-Partnern entworfen, gekocht und serviert wird. Die Menüs – auch eine vegetarische Variante ist möglich – sind zum jeweiligen Termin auf der DinnerKrimi-Website einsehbar. Änderungswünsche, die über eine vegetarische Variante hinausgehen, können bei der Buchung angegeben werden. Die Organisatoren kümmern sich dann um die Weiterleitung an die jeweilige Lokalität, die dann entscheidet, ob die Umsetzung machbar ist. Knappe vier Stunden sollten Besucher für den DinnerKrimi einplanen. Schauspiel und Menügänge finden dabei im Wechsel statt. Eine Bühne im klassischen Sinn gibt es nicht. Die Schauspieler bewegen sich im gesamten Raum und spielen rund um die Zuschauer, die an langen Tafeln sitzen. „Die Gäste werden charmant in die Handlung eingebunden“, erklärt Nathalie Leuerer von der Theater auf Tour GmbH, „sie sind zum jeweiligen Anlass geladene Gäste: Als Verwandte, Freunde der Familie oder wichtige gesellschaftliche Persönlichkeiten nehmen Sie an der Veranstaltung teil. Dabei steht es jedem frei, sich aktiv zu beteiligen oder den Abend als stiller Augenzeuge zu genießen.“ Ein DinnerKrimi kostet ab 69 Euro pro Person inklusive Vier-Gänge-Menü. Die Eintrittspreise variieren jedoch je nach Spielstätte. In den Wintermonaten, in der Vorweihnachtszeit und zu Jahresbeginn seien die Termine sehr schnell ausgebucht, so Leuerer. Daher empfiehlt sie frühzeitig zu buchen, damit der Wunschtermin noch verfügbar ist.
Fragen zum DinnerKrimi könnt ihr per Telefon von montags bis freitags zwischen 10:00 und 18:00 Uhr unter 06151/ 98 009-12 stellen oder ihr schaut euch auf der Website um.

Nicht nur in Großstädten: Einen DinnerKrimi inklusive Menü könnt ihr auch in kleineren Orten in der Rhein-Neckar-Region anschauen (Foto: DinnerKrimi / Theater auf Tour)

Nicht nur in Großstädten: Einen DinnerKrimi inklusive Menü könnt ihr auch in kleineren Orten in der Rhein-Neckar-Region anschauen (Foto: DinnerKrimi / Theater auf Tour)

Das Original KRIMIDINNER®: Ausflug in die Krimizeit der 60er Jahre

Im schummrigen Licht der spärlichen Beleuchtung verwandeln sich die detailreich dekorierten Räume in die geheimnisvollen Gemächer von Schloss Darkwood – Residenz des ehrwürdigen schottischen Adelsgeschlechts Ashtonburry. Seit der Premiere der Veranstaltungsreihe Das Original KRIMIDINNER® im Jahr 2002 hat Alexandra Stamm, ihres Zeichens Schauspielerin, Autorin, Regisseurin und Produzentin, insgesamt sechs Teile der Ashtonburry-Chronik kreiert. 40 der über 200 Spielorte liegen in der Rhein-Neckar-Region. Ob in Mannheim oder Frankfurt – die Krimidinner-Gäste können hier vier Stunden lang zeitgleich ein erlesenes Menü und ein, ganz im Stil des englischen Krimiautors Edgar Wallace gehaltenes, inszeniertes Verbrechen genießen. Wer es individueller mag und keine der offiziellen Veranstaltungstermine besuchen möchte, kann sich über diesen LINK über eine Exklusivshow informieren. Ihr habt Sonderwünsche in Bezug auf das Menü? Dafür nennt ihr bei der Ticket-Bestellung – egal ob online, telefonisch oder per E-Mail – spätestens jedoch eine Woche vor der Veranstaltung eure Wünsche. Das Team vom Original KRIMIDINNER® leitet diese an den jeweiligen Küchenchef weiter. Die Preise für das Krimidinner liegen zwischen 79 und 109 Euro. Obwohl die Gäste Teil der Inszenierung werden sollen, seid ihr natürlich nicht dazu verpflichtet mitzuspielen. Menü genießen oder mitmischen – die Entscheidung liegt bei euch.
Fragen könnt ihr über das Kontaktformular loswerden.

Willkommen bei den Ashtonburrys: Das Original KRIMIDINNER® entführt euch in die Krimizeit der 60er Jahre (Foto: © WORLD of DINNER)

Willkommen bei den Ashtonburrys: Das Original KRIMIDINNER® entführt euch in die Krimizeit der 60er Jahre (Foto: © WORLD of DINNER)

 

Der Vollständigkeit halber möchten wir euch hier noch die Websites von zwei weiteren Krimidinner-Anbietern in der Rhein-Neckar-Region verlinken: Das Kriminal Dinner und innePötte. Leider haben beide auf unsere Anfrage nicht reagiert.

Die schönsten Hochzeitslocations in der Rhein-Neckar-Region

Am Strand, zwischen Weinreben oder auf einem Schloss – wir haben sie für euch aufgestöbert: Die schönsten und teilweise sogar noch unentdeckten Juwelen unter den Hochzeitslocations in der Rhein-Neckar-Region.

Heiraten in Speyer

Die Domstadt gilt als Hochzeitshochburg. Zwischen 400 und 450 Trauungen führt das Standesamt hier pro Jahr durch. Doch nicht nur die Eheschließungsquote hier hoch ist, sondern auch die Scheidungsrate auffällig niedrig. Ein gutes Omen? Als erstes Standesamt in Rheinland-Pfalz hat Speyer zudem den Online-Traukalender eingeführt. „Damit können Paare ihren Wunschtermin ganz bequem online von zuhause aus verbindlich bis zu einem Jahr im Voraus buchen“, erklärt Standesamt-Leiter Hartmut Jossé. Für 2018 seien die drei Hochzeitslocations der Stadt an Samstagen zwar bereits ausgebucht, werktags sind aber noch vereinzelt Termine frei und 2019 sei die Auswahl noch recht groß, verrät er. Also schaut doch mal, ob etwas für euch dabei ist!

Trauturm: Über den Wolken

In 15 Metern Höhe und mit Blick auf die Maximilianstraße mit ihren kleinen Cafés, die sich wie Perlen an einer Kette aneinanderreihen, bietet das Standesamt Speyer seinen Brautpaaren eine ganz besondere Hochzeitslocation: Im Trauturm alias Altpörtel ist Platz für 30 Personen (25 Sitzplätze). Natürlich ist der Zugang zur Empore frei. Eindrucksvollen Hochzeitsfotos mit Domstadt-Hintergrund steht also nichts im Wege – außer vielleicht Höhenangst. Da es 77 Stufen zu überwinden gilt, sollte die Hochzeitsgesellschaft jedoch möglichst mobil sein. 470 Euro beträgt die Sondertraugebühr an Freitagen im Altpörtel. Die Eintrittsgelder für die Hochzeitsgesellschaft sind dabei inklusive.

77 Stufen zum Glück: der Trauturm ist nur eine von vielen Hochzeitslocations in Speyer (Foto: Michael Paul photowerkstattspeyer.de)

77 Stufen zum Glück: der Trauturm ist nur eine von vielen Hochzeitslocations in Speyer (Foto: Michael Paul, www.photowerkstattspeyer.de)

Trauzimmer: Historisches Ambiente

Dem über 300 Jahre alten, ehemaligen Archivraum im historischen Rathaus sieht man sein Alter nicht an – wohl aber seine Geschichte. Der imposante Raum bietet Platz für 50 Personen (25 Sitzplätze) und ist barrierefrei zugänglich. Dienstags, während der Trausaison zwischen April und Oktober, donnerstags und Freitagvormittags führt das Standesamt Speyer hier Trauungen durch. Die Eheschließungsgebühr liegt bei 44 Euro. Die Sondertraugebühr an ausgewählten Samstagen beträgt 250 Euro.

Geschichtsträchtig: Das Trauzimmer in Speyer (Foto: Michael Paul, www.photowerkstatt.de)

Geschichtsträchtig: Das Trauzimmer in Speyer (Foto: Michael Paul, www.photowerkstatt.de)

Kapelle im Adenauerpark

Umgeben von einer blühenden Parkanlage liegt die ehemals gotische Traukapelle mit ihren farbenfrohen Bleikristallfenstern. 140 Personen finden hier Platz (130 Sitzplätze, barrierefrei). Der Park kann samstags im Anschluss an die Trauung bis spätestens 18 Uhr für Fotos, Feierlichkeiten usw. genutzt werden. Die Sondertraugebühr in der Traukapelle beträgt 600 Euro.

Tradition und Naturverbundenheit: Die Traukapelle liegt inmitten einer grünen Parkanlage (Foto: Michale Paul, www.phozowerkstatt.de)

Tradition und Naturverbundenheit: Die Traukapelle liegt inmitten einer grünen Parkanlage (Foto: Michael Paul, www.photowerkstatt.de)

Rheinstrand: Beachwedding am Fluss

In Süddeutschland am Strand heiraten kann man vergessen? Glücklicherweise nicht! Der Rheinstrand Speyer verbindet das Edle einer Hochzeit mit der Lässigkeit einer Strandbar. Die Füße im Sand, den tropischen Cocktail in der Hand können 120 Gäste hier gemeinsam eine freie Trauung feiern. Der Preis ergibt sich unter anderem aus der Speisen- und Getränkeauswahl. „Bei einem ersten, persönlichen Gespräch ermitteln wir die ungefähre Dauer der Veranstaltung, mit wie vielen Personen gerechnet wird und ob es zusätzliche Wünsche gibt“, erklärt Michael Wieland von Foonax Events, „daraus ergibt sich dann ein Pro-Kopf-Preis, mit dem der Kunde rechnen kann.“ Termine können via E-Mail abgestimmt werden: veranstaltungen@rheinstrand-speyer.de
Aus Lärmschutzgründen darf am Rheinstrand nur bis 24 Uhr gefeiert werden.

Strandhochzeit leicht gemacht: Am Rheinstrand Speyer (Foto: Fräulein K sagt Ja)

Strandhochzeit leicht gemacht: Am Rheinstrand Speyer (Foto: Fräulein K sagt Ja)

Heiraten in Mannheim

Ganze 17 Traustandorte hat die Quadratestadt Mannheim zu bieten. Darunter natürlich das beeindruckende Barockschloss. Aber es gibt auch noch echte Geheimtipps für außergewöhnliche Locations: zwei davon befinden sich im Luisenpark, wie uns Maren Brysch-Enghofer, Abteilungsleiterin des Mannheimer Standesamts, verrät. Von Mai bis September kann dort geheiratet werden. Bei der Terminfindung hilft der Traukalender des Mannheimer Standesamts.

Klangoase im Luisenpark: Im Grünen

Trotz Industriecharme – die Quadratestadt hat auch einiges an Grünfläche zu bieten. Im 42 Hektar großen Luisenpark, am Fuße des Fernmeldeturms liegt eine ganz besondere Ruheinsel: die Klangoase. In den Wipfeln der umstehenden Bäume verstecken sich Lautsprecher. So entsteht ein geradezu sphärischer, runder Klang. Hier mitten im Grünen können sich Brautpaare mit einer Hochzeitsgesellschaft von bis zu 50 Personen (30 Sitzplätze) ab 800 Euro das Ja-Wort geben. Nähere Informationen bekommt ihr bei Andreas Dauth vom Stadtpark unter Tel.: 0621 4100515.

Verborgenes, grünes Fleckchen inmitten der Quadratestadt: Die Klangoase im Luisenpark (Foto: Louisenpark Mannheim)

Verborgenes, grünes Fleckchen inmitten der Quadratestadt: Die Klangoase im Luisenpark (Foto: Luisenpark Mannheim)

Teehaus im Luisenpark: Ein kleines Stück China

Die asiatische Kultur fasziniert euch? Wie wäre es dann mit einer Hochzeit im original chinesischen und angeblich größten Teehaus Europas? Das im südchinesischen Stil gehaltene Gebäude mit dem geschwungenen Pagodendach steht inmitten einer natürlich wirkenden Wasserlandschaft. Das Trauzimmer für maximal 50 Personen (30 Sitzplätze) befindet sich im zweiten Stockwerk. Die Gebühr beträgt 400 Euro. Auch hier könnt ihr Nachfragen an Andreas Dauth vom Stadtpark richten.

Ein Stück China in Mannheim: Das Teehaus im Luisenpark (Foto: Luisenpark Mannheim)

Ein Stück China in Mannheim: Das Teehaus im Luisenpark (Foto: Luisenpark Mannheim)

Heiraten in Heidelberg

Gemächlich schlängelt sich der Neckar entlang der malerischen Altstadt. In seiner Erhabenheit nur von den geschichtsträchtigen Mauern des Schlosses übertroffen, das hoch oben thront – Heidelberg ist für viele der Inbegriff von Romantik. Neben dem historischen Trauzimmer im Rathaus hat die Stadt zwei weitere, im wahrsten Sinne des Wortes majestätische Locations zu bieten.

Heidelberger Schloss: Eine königliche Trauung

Gut, das Heidelberger Schloss ist vielleicht nicht gerade ein Geheimtipp. Die Tatsache, dass eine märchenhafte Traumhochzeit auf einem Schloss aber genau hier bei uns und nicht nur im Disney-Film stattfinden kann, hat die Location dann aber doch in die Liste katapultiert. Zwischen Sandsteinplatten, bleiverglasten Fenstern und Eichenholzdecke können sich Paare in der Brunnenstube, einem der ältesten Teile des Schlosses, das Ja-Wort geben. Mindestens 15 und maximal 70 Gäste haben hier Platz. Bis zu einer Gesellschaft von 40 Personen kostet die Trauung 640 Euro zzgl. Sektempfang. Ab 40 Gästen erhöht sich der Grundpreis auf 740 Euro.
2018 sind standesamtliche Trauungen im Schloss noch am Freitag, 9. November, und Samstag, 10. November möglich. Terminanfragen könnt ihr per E-Mail an hochzeiten@heidelberg-marketing.de schicken.

Im Herz Prinz(essin)? Dann ist das Heidelbergerschloss vielleicht genau die richtige Hochzeitslocation für euch (Foto: Jan Becke)

Im Herz Prinz(essin)? Dann ist das Heidelbergerschloss vielleicht genau die richtige Hochzeitslocation für euch (Foto: Jan Becke)

Heiraten in der Pfalz

Weingut Schloss Janson: Romantik zwischen Weinreben

Umgeben von romantischen Reben lässt das Weingut Schloss Janson in Bockenheim an der Deutschen Weinstraße nicht nur Pfälzer Herzen höher schlagen. Ein gepflegter Innenhof, drei Gärten und der Rittersaal, in dem 80 Personen Platz finden, bieten viel Platz zum Feiern. Die Weddingplanerinnen von „Marry Moments“ verraten außerdem: „Die Besitzer des Weingutes sind sehr freundlich und versuchen alles zu ermöglichen.“ Bei Fragen oder einem Termin für eine Besichtigung hilft euch Friedrich Wittmann unter 06359 4148 oder per Mail an info@schloss-janson.de gerne weiter.

Drei Gärten und ein Rittersaal: Das Weingut Schloss Janson liegt romantisch an der Deutschen Weinstraße (Foto: Weingut Schloss Janson)

Drei Gärten und ein Rittersaal: Das Weingut Schloss Janson liegt romantisch an der Deutschen Weinstraße (Foto: Weingut Schloss Janson)

Germersheim: Rudern ins Eheglück

16 erwachsene Ruderer braucht es, um das fünf Tonnen schwere, original getreu nachgebaute Römerschiff zu bewegen. Zwischen April und Oktober könnt ihr die „Lusoria Rhenana“ nicht nur für Freizeitfahrten, sondern auch als außergewöhnliche Hochzeitslocation buchen. In Zusammenarbeit mit dem Standesamt Jockgrim ermöglicht der Verein zur Förderung von Umweltbildung und römischer Geschichte standesamtliche Trauungen auf dem Schiff. Kosten entstehen dabei nur beim Standesamt – da das Schiff selbst einem gemeinnützigen Verein gehört, könnt ihr hier aber gerne etwas spenden. Bis zu 26 Personen haben auf dem Schiff Platz. Das Brautpaar muss übrigens nicht mitrudern. Spielt das Wetter nicht mit, könnt ihr bis wenige Stunden vor dem Trautermin auf eine andere Location in der Verbandsgemeinde ausweichen. Fragen zum Ablauf der Trauung könnt ihr an lusoria.rhenana@t-online.de schicken. Ihr wollt gleich Nägel mit Köpfen machen? Dann wendet euch einfach an das Standesamt Jockgrim.

Wirklich außergewöhnlich: Mit der "Lusoria Rhenana" ins Eheglück schippern (Foto: Wigand Schneiderheinze)

Wirklich außergewöhnlich: Mit der „Lusoria Rhenana“ ins Eheglück schippern (Foto: Wigand Schneiderheinze)

Heiraten im Odenwald

Hofgut Hohenstein: Sonnenuntergang im Grünen

Heuboden, Scheune oder ehemaliger Kuhstall – beim Hofgut Hohenstein im Lautertal habt ihr die Qual der Wahl. Jede Location ist anders, aber alle hochmodern ausgestattet. Wild-romantisch wird’s am Teich – hier könnt ihr euch ebenfalls trauen lassen oder im Anschluss an das Ja-Wort tolle Hochzeitsbilder machen. Im ehemaligen Kuhstall haben bis zu 90, in der Scheune bis zu 130 und auf dem Heuboden bis zu 200 Personen Platz. Besonderes Highlight: Das Brautpaare und seine Gäste können hier mitten im Grünen einen atemberaubenden Sonnenuntergang genießen. „Der Preis für die Hochzeit ergibt sich letztendlich aus den Wünschen des Brautpaares“, erklärt Annette Voss vom Hofgut Hohenstein. Hochzeiten können zu jeder Jahreszeit und an jedem beliebigen Wochentag im Hofgut Hohenstein gefeiert werden. Eine Anfrage per E-Mail an kontakt@hofgut-hohenstein.de genügt.

Nur eine von drei Locations im Hofgut Hohenstein: Die ehemalige Scheune (Foto: Hofgut Hohenstein)

Nur eine von drei Locations im Hofgut Hohenstein: Der ehemalige Heuboden (Foto: Hofgut Hohenstein)

Trauen lassen oder Bilder schießen: Am Tecih des Hofguts Hohenstein (Foto: Hofgut Hohenstein)

Trauen lassen oder Bilder schießen: Am Teich des Hofguts Hohenstein (Foto: Hofgut Hohenstein)

Zur frischen Quelle: Waldidyll pur

Ihr plant eine romantisch-verträumte Wald- und Wiesenhochzeit und möchtet anschließend mit euren Lieben in einem rustikal-gemütlichen Gasthaus feiern? Dann ist das Waldlokal „Zur frischen Quelle“ in Nieder-Liebersbach vielleicht genau die richtige Location für euch. Von April bis Oktober könnt ihr euch hier standesamtlich, frei oder auch konfessionell das Ja-Wort geben. Trauungen sind samstags mit einer Gesellschaft von 70 bis 120 Personen möglich sowie donnerstags ab 50 Gästen. Auf Wunsch gibt´s Beratung in Sachen Catering, Konditorei, musikalische Unterhaltung, Floristik und Fotografie. Die Kosten pro Person liegen zwischen 90 und 130 Euro. Auskünfte erteilt euch gerne Sonja Roth unter 06201 3909545 oder per E-Mail: roth@frische-quelle.eu

Wald und Wiese im Odenwald: Im Lokal "Zur frischen Quelle" wird's wild-romantisch (Foto: Roth)

Wald und Wiese im Odenwald: Im Lokal „Zur frischen Quelle“ wird’s wild-romantisch (Foto: S. Roth/ Frische Quelle)

Danke an die Weddingplaner Romina Certa, Filmo Yemame und Kerstin von Marry Moments, die uns – natürlich unentgeltlich – ihre Lieblingslocations verraten haben.
Weder für die Erwähnung, noch für die Verlinkung zu den Website der Locations erhalten wir als Face2Face-Redaktion Geld.

Streetart in Mannheim, Teil 2: Strickt dagegen – Bunt statt Grau

Seit nun fast zehn Jahren kann es schon häufiger vorkommen, dass Menschen an alltäglichen Gegenständen wie einem Laternenpfahl, einer Bank, einem Baumstamm oder auch einmal an einem Auto verwundert stehen bleiben. Dingen, denen sie sonst bei ihrem Gang zur Schule, Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit keine Beachtung schenken. Nicht jedoch, weil diese von jeher ein aufsehenerregendes Äußeres haben, sondern weil sie mit bunter Wolle umstrickt sind. Diese Form der Streetart wird als Urban Knitting oder auch Guerilla Knitting bezeichnet und findet in vielen Städten Deutschlands, so auch im Mannheimer Stadtteil Neckarstadt-West großen Zuspruch. Das Face2Face-Magazin sprach mit einer Streetartkünstlerin, die wohl am meisten mit Wolle und Stricknadeln bewaffnet durch die Mannheimer Straßen zieht.

Superman der Neckarstadt

Das Lieblingswerk der Streetart-Künstlerin „Strickt Dagegen – Bunt Statt Grau“: Der Superman der Neckarstadt. (Foto: Polypix)

 Face2Face: Du bist Gründerin der Facebook-Seite „Strickt Dagegen – Bunt Statt Grau„. Kannst du uns erzählen wie du persönlich zum Urban Knitting gekommen bist?
Strickt Dagegen: Es fing damit an, dass ich von meiner Schwiegermutter gezeigt bekommen habe, wie man Häkelrosen macht. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich zig Häkelrosen gemacht habe und an jeden verschenkt habe – ob er nun eine wollte oder nicht. Schließlich hatte ich ja auch keine Verwendung dafür, aber war irgendwie mit dem Wollwahn infiziert. Ich habe mit Wolle und Mustern experimentiert und war eigentlich in jeder freien Minute am Häkeln, einfach weil es Spaß machte und geniale bunte Dinge daraus entstanden.
Ich konnte kreieren, was mir in den Sinn kam, jedoch ohne dass die Dinge mir nützlich waren. Und dann hab ich diese Häkelsterne gemacht. So schön und so bunt wenn man mal all die bis dato angesammelten Wollvorräte plünderte und kombinierte. So entstanden 15 bunte Sterne, zu groß für einen Topflappen, zu klein für ein Tischset. Tja und da gab’s diesen Bauzaun. Dieser Bauzaun stand da schon seit über einem Jahr und ich kam immer auf dem Weg zur Arbeit dran vorbei.
Bauzaun + Baustop = dauerhaft gänzlich hässlich … Und da dachte ich so für mich:
Bauzaun + Baustop + kunterbunte Häkelsterne = schön für meiner einer!

Wollust

Eine Straßenlaterne wird zum Kunstobjekt: Wolllust in der Neckarstadt-Ost (Foto: Polypix)

Face2Face: Was hat dich motiviert damit weiterzumachen?
Strickt Dagegen: Ich fand’s toll in bisschen bunt an diesem tristen Fleck zu sehen, wann immer ich daran vorbei kam, und ich habe die Leute gesehen, wie sie gelächelt haben, sobald sie die Sterne gesehen haben, oder angehalten und geguckt haben. Deshalb habe ich damit weitergemacht.

Face2Face: Wie viel kannst du uns über deine Person verraten?
Strickt Dagegen: Viele Leute sind überrascht, wenn sie mich treffen. „DU bist das!?“ Ich glaube oft verbindet man Stricken und Häkeln mit einer gewissen Altersgruppe beziehungsweise Ökos, die bei der Philosophievorlesung stricken. Ich bin keines von beidem.
Ich bin 30 Jahre alt, habe einen Vollzeitjob, einen Haushalt und Familie. Also ich habe noch nicht einmal zu viel Zeit, was mir gerne unterstellt wird. Ich arbeite einfach so gerne an meinen Ideen, dass jede freie Minute darauf verwende, wenn der Tag geschafft ist und die Kinder im Bett sind. Anstatt vor dem Fernseher zu entspannen, drehe ich dann meine Musik auf und setze ich mich an meine Projekte.

Tor zur Neckarstadt

Dank Urban Knitting verschönert: Das Tor zur Neckarstadt in Mannheim. (Foto: Strickt Dagegen)

Face2Face: Wer engagierte sich bei der Verschönerung des Tors zur Neckarstadt mit Stricknadel und Faden?
Strickt Dagegen: Beim Tor zur Neckarstadt hatte ich die Idee, über Facebook einen Aufruf zu starten, da mir klar war, dass ich eine Gesamtstrickfläche von ca. 55 m² vielleicht in drei Jahren bewältigen könne. Ich habe nicht wirklich daran geglaubt, dass das machbar ist, wollte es aber zumindest versuchen. Auch weil ich dank der Streetart-Mannheim-Facebook-Seite gesehen habe, dass es wohl noch andere Guerilla Strickerinnen in Mannheim gibt.
Letztendlich haben sich tatsächlich zehn Frauen gefunden, die motiviert waren, meine Sache zu unterstützen. Es war total irre. Obwohl die Intentionen der Mädels und auch unser aller Persönlichkeiten so unterschiedlich waren, kam ein geniales, großes Ganzes dabei raus, auf das wir alle mächtig stolz sind. Allerdings ist daraus jetzt kein Urban Knitting Circle oder so entstanden. Wir treffen uns noch gelegentlich aber meine Ideen setze ich weiterhin allein um. Sollte ich dann doch mal den Wasserturm umstricken wollen weiß ich jetzt aber wo ich Hilfe finde.

 Face2Face: Ist mit diesem Hobby ein großer finanzieller Eigenaufwand verbunden?
Strickt Dagegen: Mit den Kosten, das ist immer so eine Sache. Mein Traum wäre es schon mit Stricken und Häkeln auch Geld verdienen zu können aber das ist bei Streetart ja so nicht der Fall. Und Streetart ist genau das, was ich machen will. Also kaufe ich mir ständig neue Wolle und habe mittlerweile einen riesigen Wollfundus. Das kostet zwar, aber das ist es mir wert. Wenn ich eine Idee habe, habe ich im Idealfall die Wolle auch schon da.

Face2Face: Du agierst, bis auf wenige Ausnahmen, hauptsächlich in der Neckarstadt-West in Mannheim. Was ist das Attraktive für dich an diesem viel diskutierten Stadtteil?
Strickt Dagegen: Ich wohne seit zehn Jahren in der Neckarstadt-West und ich liebe diesen Stadtteil! Dass ich mit meinen Werken fast ausschließlich hier vertreten bin, basiert darauf, dass ich hier meinen Lebensmittelpunkt habe. Hier sehe ich die Dinge, die mich inspirieren. Ich mag es nicht einfach irgendeinen bunten Fetzen irgendwohin zu hängen, mit dem alleinigen Grund dass es eben bunt ist. Ich habe zu jedem umstrickten Teil einen persönlichen Bezug.

Stopschildblume

Erinnert an Super Mario: Eine Stopschildblume in der Neckarstadt-West. (Foto: Polypix)

Face2Face: Auf welche Arbeiten innerhalb Mannheims bist du besonders stolz?
Strickt Dagegen: Der „Superman“! Die Statue wurde vorher kaum wahrgenommen und als es dann plötzlich der Superman war, waren die Reaktionen so vielfältig und genial. Plötzlich hatte er den Namen: Der Superman der Neckarstadt. Die Menschen sind sogar langsamer an ihm vorbei gefahren. Und was für mich besonders witzig war: ein Kind hat festgestellt, dass etwas an ihm nicht stimmt.
Ja, ich hatte mich tatsächlich verstrickt. Superman hat eigentlich kein gelbes S auf der Brust, sondern ein rotes. Niemand hatte das bemerkt, außer ein kleiner Junge, der zu seiner Mutter meinte: „Mama, aber das ist ja gar kein richtiger Superman, der is ja falsch!“ Mama guckte, ließ sich erklären warum und meinte dann: „Is halt der Superman der Neckarstadt!“ So was lieb ich!
Und jetzt, wo er abgebrannt ist, kommen weiterhin Anfragen, was denn mit ihm sei. Eine Frau hat mir auf Facebook geschrieben: „Meine Söhne und noch einige andere Kinder sind ganz traurig, dass der Supermann seinen Umhang verloren hat. Ich hab gesagt, dass der nur grad gewaschen wird“ Also Superman kommt auf jeden Fall wieder!

IloveNeckarstadt West

Liebe zum Stadtteil: Die Neckarstadt-West in Mannheim. (Foto: Polypix)

Face2Face: Es ist jetzt zum wiederholten Male vorgekommen, dass Arbeiten dem Vandalismus zum Opfer gefallen sind oder auch geklaut wurden. Wie reagiert man auf so einen Rückschlag?
Strickt Dagegen: Damit muss man rechnen. Ich übergebe Dinge dem öffentlichen Raum, die Menschen können damit machen, was sie wollen. Die einen freuen sich, die anderen mögen’s eben nicht. Wenn Dinge geklaut werden, ist mir das eigentlich fast am Liebsten. Das heißt ja, dass es jemandem so gut gefallen hat, dass er es für sich haben wollte. Was gibt es Besseres!? Ich bin ein gnadenloser Optimist und sehe in allem immer etwas Positives.
Als Superman abgebrannt ist, war das für mich der Beweis, dass umliegendes Gras nicht beschädigt wurde und meine Wollwerke auch brennend keine Gefahr für jemanden darstellen.
Mein Optimismus wird aber auch immer wieder bestärkt, wenn ich sehe, wie sich Menschen um meine Werke kümmern. Mein Stoppschildblatt hat jemand mit einem Kabelbinder neu befestigt, als es runter gerutscht war, ein umstrickter Laternenpfahl war eingerissen und wurde von Unbekannten geflickt. Das sind einfach nur geniale Erlebnisse, da werd‘ ich mich von Vandalen doch nicht ernüchtern lassen!
Strickt Dagegen – Bunt Statt Grau. Es gibt noch so viel Grau – ich stricke weiter!

Weitere Fotos von Mannheimer Streetart findet ihr nebenbei auf Facebook bei Polypix.

Vorschau: An dieser Stelle berichtet die Film-Kunst-Kultur-Redaktion nächste Woche von der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

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Weitere Serienteile:

Streetart in Mannheim, Teil 1: Über „die letzte halbwegs subversive Bastion der Kunst“ (Louva Must Die)

Prüfungsanforderungen für Bachelor variieren

Prüfungsanforderungen für Bachelor variieren

Hier verbringt man als Student während dem Schreiben der Bachelor-Arbeit viel Zeit: In der Bibliothek (Foto: T. Gartner)

Ein bewölkter Nachmittag im eisigen Februar. Genau das richtige Wetter für eine heiße Schokolade in gemütlicher Runde. Diesen Gedanken hatten auch drei be-freundete Masterstudierende. Zwischen dampfenden Getränken und duftendem Kuchen fällt das Thema schnell auf die unterschiedlichen Prüfungsanforderungen des vor wenigen Monaten abgeschlossenen Bachelorstudiums.

„Also ich hatte drei Monate Zeit, um eine 30-seitige Bachelorarbeit zu schreiben“, erzählt Tom, „eine mündliche Prüfung gab es nicht.“ „Ist das dein Ernst?“, wirft Katharina ein, „ich musste in sechs Wochen 50 bis 60 Seiten abliefern. Und eine mündliche Prüfung kam auch noch dazu… Wie war das bei dir, Daniel?“ „Eine mündliche Prüfung hatte ich auch. Das war sozusagen die mündliche Verteidigung der schriftlichen Bachelorarbeit“, berichtet Daniel, „war das bei dir anders?“ „Ja, auf jeden Fall!“, sagt Katharina, „bei mir durfte das mündliche nicht mit dem schriftlichen Thema übereinstimmen.“

Ein einheitliches baden-württembergisches oder gar europäisches Hochschulbild? Offensichtlich nicht. Grund genug einmal nachzuhaken, bei denen, die es wissen müssen.

„Tatsächlich bestehen sehr unterschiedliche Vorgaben für die Bachelorarbeiten an den verschiedenen Hochschulen, wie auch zwischen den verschiedenen Fächern derselben Hochschule“, räumt Patrick Stoll (21), Physikstudent im fünften Semester an der Universität Konstanz und Sprecher der Landesstudierendenvertretung, ein. Und Marie Haibt (22), Soziologiestudentin im fünften Semester an der Universität Mannheim und Sprecherin der Landesstudierendenvertretung, erläutert: „Die Studierenden der Psychologie an der Universität Mannheim haben beispielsweise zwölf Wochen Zeit zum Verfassen ihrer Bachelorarbeit, während Soziologiestudierende der 2010er Prüfungsordnung sechs Wochen, jene der Prüfungsordnung 2012 acht Wochen Zeit vom Tag der Anmeldung an, haben.“

Ein Problem sehen Haibt und Stoll jedoch nicht in der Varianz der Bachelorprüfungen. „Bachelorarbeiten zählen unterschiedlich stark in die Gesamtnote und haben unterschiedlich viele ECTS-Punkte – daher sollten sie dementsprechend unterschiedlichen Aufwand für die Studierenden bedeuten“, erläutert Stoll. Und Haibt fügt an: „Für verschiedene Fächer oder aber auch allein verschiedene Richtungen eines Faches können unterschiedliche Seitenzahlen unterschiedlichen Aufwand bedeuten, während eine theoretische Arbeit mit geisteswissenschaftlicher Fragestellung nicht unter 40 Seiten beantwortet werden kann, ist in den Naturwissenschaften eine wissenschaftliche Fragestellung mit aufwendigem Versuchsaufbau und Analyse unter Umständen in nur wenigen Seiten dargestellt.“ Die Seitenzahl einer Bachelorarbeit sei daher keine aussagekräftige Messgröße über den Aufwand und den wissenschaftlichen Wert. Die Prüfungsordnungen lege ihres Wissens nach unter anderem aus diesen Gründen keine Seitenanzahlen fest, diese würden von der betreuenden Lehrkraft empfohlen.

Prüfungsanforderungen für Bachelor variieren

Tippen bis die Finger wund werden: Während dem Schreiben der Bachelor-Arbeit wird das Laptop zum treuen Gefährten (© Sylvia Krahl / pixelio.de)

Kurzum: Eine Vereinheitlichung der Vorgaben halten die beiden Studierenden nicht für zielführend. „Wichtig ist, dass die Studierenden über die Anforderungen der Bachelorarbeit in Kenntnis gesetzt werden und eine individuelle Betreuung gewährleistet ist“, sind sie sich einig.

Laut Jochen Schönmann, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, ist die Varianz in den Bachelorprüfungen explizit erwünscht. „Die Kultusministerkonferenz eröffnet in den sogenannten ʽLändergemeinsamenʼ Strukturvorgaben Spielräume für Abschlussarbeiten (Bachelor- wie Masterarbeit) und legt unter anderem fest, dass der Bearbeitungsumfang für die Bachelorarbeit zwischen sechs und zwölf ECTS-Punkten beträgt“, erläutert er. Die vorgesehenen Spielräume sollen den inhaltlichen, wissenschaftlichen und praktischen Anforderungen und Zielen von Studiengängen unterschiedlicher Fachkulturen Rechnung tragen. Zudem mache gerade der Erwerb einer Vielzahl verschiedener Kompetenzen während des Studiums die Anwendung verschiedener Methoden bei der Prüfungsart sinnvoll, so Schönmann.

Ob sich die Absolventen aufgrund dieser Sinnhaftigkeit gerechter behandelt fühlen, sei einmal dahingestellt. Und auch ob ein naturwissenschaftliches Projekt weniger Aufwand und entsprechend weniger Seiten erfordert, als die Bearbeitung eines geisteswissenschaftlichen Themas, ist fraglich. Sicher ist jedoch: Der Abschluss ist derselbe – egal ob 30 oder 80 Seiten.

Vorschau: Nächsten Dienstag berichtet die Panorama-Redaktion exklusiv über eine junge Autorin, die die Thalia Buchhandlung in Mannheim für eine kleine Kochsession nutzt. Mehr Infos dazu findet ihr HIER.

 

Ausgehtipps, Teil 8: 1001 Nacht, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 8: 1001 Nacht, Hockenheim

Edel: Die Gewölbedecke der 1001 Nacht Shisha-Lounge in Hockenheim (Foto: Ahmed Karkaba)

Die Abbildung einer senfgelben Wüstenlandschaft mitsamt Karawane ziert die Wände, weiter hinten sorgt eine dezente, indirekte Beleuchtung für gemütliche Stimmung unterhalb der geschwungenen Gewölbedecke. Traditionell arabisches Flair trifft Moderne – so könnte man die Atmosphäre im Hockenheimer 1001 Nacht beschreiben. Die Shisha-Lounge wurde im Mai 2009 von Ahmed Karkaba (32) und seinem Bruder Rida Karkaba (28) eröffnet. Heute führen Raghed Gabr (29) und Ahmed Karkaba die Lounge.

Besonders das junge Publikum soll sich hier wohlfühlen, erklärt der Inhaber unseres heutigen Ausgehtipps. „Ob Disko mit regionalen DJs oder speziell auf Anlässe wie Halloween oder Weihnachten abgestimmte Aktionen – wir veranstalten viele Events gezielt für Jüngere“, fügt er hinzu.

Platz genug für derartige Veranstaltungen gibt es: Etwa 100 Personen können es sich in den Räumlichkeiten der Lounge gemütlich machen. Dass ein Teil der Einrichtung nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand ist, dürfte bei diesem Entertainment-Angebot leicht in Vergessenheit geraten. Zudem wird das Mobiliar laut Geschäftsführung im neuen Jahr ausgetauscht.

Ausgehtipps, Teil 8: 1001 Nacht, Hockenheim

Zeigt Face2Face-Chefredakteurin Tatjana Gartner das 1001 Nacht in Hockenheim: Raghed Gabr (rechts) (Foto: Pollach)

Acht bis höchstens zehn Euro zahlt man im 1001 Nacht Hockenheim für eine Shisha. Die Auswahl an Tabaksorten ist groß: 200 Stück habe er anzubieten, so Karkaba. Von anderen Shisha-Bars hebe sich das 1001 Nacht durch Hygiene und daraus resultierende Qualität bezüglich der Wasserpfeifen ab. „Jede Shisha und jeder Glasschlauch wird nach einmaligem Gebrauch komplett gereinigt“, berichtet Krakaba, „wenn das Wasser mehrere Male verwendet wird, verliert es seine Filterfunktion. Durch den Austausch des Wassers nach jeder Benutzung verhindern wir, dass das Shisharauchen Kopfschmerzen verursacht.“

Und zum Abschluss noch ein Tipp: Am letzten Samstag im Monat lädt das 1001 Nacht Hockenheim zum All-you-can-smoke ein. Für einmalig zwölf Euro können die Besucher dieses Events so viele Köpfe rauchen wie sie möchten. Also: Nichts wie hin!

Meine Bewertung in Punkten (1 = schlecht, 5 = sehr gut):

Äußeres Erscheinungsbild: 4
Preise: 4
Atmosphäre: 5
Service: 5

Kontakt:
1001 Nacht Shisha-Lounge
Karlsruherstraße 11
68766 Hockenheim
Tel.: 017686001740
Homepage: www.1001-nights.de

Öffnungszeiten:
Sonntag-Donnerstag: 17:00 – 0:00
Freitag-Samstag: 17:00 – 3:00
Montags: Ruhetage
(Außer an Feiertagen und Schulferien)

Vorschau: Nächsten Sonntag verrät euch Melanie einige Alltagstipps für die Haarpflege.

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Ausgehtipps, Teil 1: Colonial Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 2: Liquid Lounge, Speyer

Ausgehtipps, Teil 3: Pasta Pasta, Speyer

Ausgehtipps, Teil 4: 1001 Nacht, Speyer

Ausgehtipps, Teil 5: Hitana Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 6: Café Vienna, Mannheim

Ausgehtipps, Teil 7: Soraya Lounge, Speyer

 

Vergängliche Kunst – Selbstversuch Bodypainting

Wilde Löwen, blutrünstige Vampire, farbenfrohe Schmetterlinge – es gibt nichts, was Natascha Pfeifer alias „Zauberpinselchen“ nicht zeichnen kann. Das Besondere: Sie malt nicht auf Papier, sondern auf menschlicher Haut. Und heute bin ich ihr „Opfer“.

Eine Wasserschildkröte auf dem Rücken soll es werden. Ich bin zugegebenermaßen ein wenig nervös – schließlich lässt man nicht jeden Tag eine nahezu fremde Person so nahe an sich heran. Außerdem habe ich mit Ausnahme von Lidschatten bisher recht wenig mit Farben auf meiner Haut experimentiert. Doch die anfängliche Aufregung wird mir schnell genommen – um genau zu sein in dem Moment als sich die Tür öffnet und mir ein winziges Hündchen entgegenspringt.

Vergängliche Kunst – Selbstversuch Bodypainting

Hier ist ein Profi am Werk: Das Schildkröten-Bodypainting  der Face2Face-Chefredakteurin entsteht (Foto: Holger Thomas)

„Hallo“, begrüßt mich die Frau in der Tür in einem zwanglosen Ton, „das ist Maya, unser Security, und ich bin Natascha.“ Nachdem ich mich ebenfalls vorgestellt habe, zeigt mir Natascha ihren Fundus. In einem kleinen Raum im Anschluss an das Fotostudio ihres Studiopartners Holger Thomas, den ich später an diesem Tag noch kennenlernen sollte, reihen sich Perücken in den verschiedensten Formen und Farben – von der strubbeligen, roten Turmfrisur bis hin zum platinblonden Bob ist alles dabei –, Feder-Kopfschmuck und aus Schaumstoff gefertigte, lebensecht wirkende Tier-Requisiten aneinander.

„Wie du siehst, bin ich auf alle Eventualitäten vorbereitet“, sagt die 42-Jährige lächelnd, „aber nun zu dir! Legen wir los!“ Und schon sitze ich auf einem Stuhl und Natascha beginnt mit dem Painting. Ein wenig seltsam ist es schon, wenn einem plötzlich jemand mit tupfenden Bewegungen ein Türkis-Blau auf den Rücken aufträgt. Das soll das Meer darstellen, in dem später einmal eine Schildkröte herumschwimmen soll.

Vergängliche Kunst – Selbstversuch Bodypainting

Möchte immer mit von der Partie sein: Hündin Maya liebt es fotografiert zu werden (Foto: Holger Thomas)

Aber ich fühle mich dennoch gut aufgehoben: Nicht nur, weil meine Aufregung vor dem Neuen durch die offene und freundliche Art der Face- und Bodypainterin sofort verfliegt, sondern auch weil sie bereits eine renommierte Künstlerin in der Bodypainting-Szene Mannheims ist. 2009 begann die ausgebildete Kosmetikerin und Nageldesignerin mit Kinderschminken. „Mich juckte es damals schon in den Fingern mal ein Bodypainting zu machen und als sich dann mein bester Freund Marco als Model anbot, haben wir direkt losgelegt“, erzählt sie. Ein kleiner, blauer Pfeilgiftfrosch läutete den Beginn von Nataschas Bodypainting-Laufbahn ein. Kurz darauf bemalte sie Marco für den Mannheimer Christopher Street Day zur Hälfte als Engel, zur anderen Hälfte als Teufel. „Er ist aufgefallen und stand im Mittelpunk – genauso wie er es sich gewünscht hat“, berichtet Natascha, „und ich bin heute noch glücklich, dass ich ihm diesen Wunsch erfüllen konnte. Es war unvergesslich.“

Einige ihrer Werke wurden bereits im „Illusion“, einem Fachmagazin für Bodypainter mit einer weltweiten Auflage, veröffentlicht, erzählt sie. „Im TV hat man schon einiges von uns – mir, meinen Models und Fotografen – gesehen und auch in der Zeitung waren wir schon. Das ist für mich eine große Ehre!“, so die 42-Jährige stolz.

Vergängliche Kunst – Selbstversuch Bodypainting

Ist begeistert von ihrem Bodypainting: Face2Face-Chefredakteurin Tatjana Gartner (Foto: Holger Thomas)

Und auch ich werde immer stolzer je detailreicher das Bild auf meinem Rücken wird. Nach zwei Stunden tummeln sich dank Nataschas filigraner Pinselkunst unterschiedliche Brauntöne auf dem Panzer meiner Schildkröte, ihr Auge bekommt ein dunkles Smaragdgrün. Den Feinschliff erledigt die Face- und Bodypainterin mit einer Airbrushpistole. Schwarze und weiße Schattierungen lassen die Schildkröte dreidimensional erscheinen. „Und? Gefällt sie dir?“, fragt mich Natascha neugierig als ich mich sprachlos im Spiegel betrachte. „Ja, ist richtig toll geworden“ – mehr bringe ich in diesem Moment nicht heraus. Die Wahrheit ist: Ich hätte niemals erwartet, dass es so großartige werden würde – mein erstes Bodypainting. Dafür hat sich das dreistündige Stillsitzen eindeutig gelohnt!

Jetzt muss das Kunstwerk aber natürlich auch noch für die Ewigkeit festgehalten werden. Dafür zuständig ist der bereits erwähnte Fotograf Holger Thomas. Er ist seit 25 Jahren als Fotograf tätig und teilt sich das Studio mit Natascha. Ähnlich wie sie macht er einen sehr umgänglichen und unkomplizierten Eindruck. Zu meiner großen Erleichterung erklärt er mir auch ganz genau und sehr geduldig wie ich mich hinstellen und gucken soll – schließlich sollen die Face2Face-Leser ja nur meine Schokoladenseite zu sehen bekommen…

Vergängliche Kunst – Selbstversuch Bodypainting

Vergängliche Kunst: Zweimal wischen und schon ist das Bodypainting verschwunden (Foto: Holger Thomas)

Obwohl sich der gefürchtete Schlafzimmerblick durch das ungewohnte Blitzlichtgewitter nicht bei jedem Schuss vermeiden lässt, ist die Ausbeute am Ende doch mehr als zufriedenstellend, wie ihr, liebe Leser, hoffentlich bestätigen könnt. Spaß hat das Shooting in jedem Fall gemacht, vor allem weil die kleine Chihuahua-Hündin Maya noch lieber mit Amateur-Models wie mir fotografiert wird als sich von ihrer Besitzerin mit Leckerlies bestechen zu lassen.

Am Ende eines spannenden und lustigen Nachmittags genügt ein zweimaliges Wischen mit einem nassen Tuch und die in stundenlanger Feinarbeit gezeichnete Schildkröte gehört der Vergangenheit an. Bodypainting ist eben vergängliche Kunst…

Das letzte Wort soll jedoch die Face- und Bodypainterin selbst haben: „Bodypainting ist eine so  facettenreiche Kunst und es gibt so viele, tolle Künstler in diesem Bereich. Jeder Bodypainter legt Herzblut in seine Werke und daher ist jedes Kunstwerk schön – ob es gefällt liegt alleine im  Auge des Betrachters.“

Kontakt:
Natascha Pfeifer – professionelles Face- und Bodypainting
Casterfeldstraße 48
Telefon: 0621 / 8191928
Homepage: www.zauberpinselchen.de
E-Mail: info@zauberpinselchen.de

Holger Thomas – Photografie
Casterfeldstraße 48
Telefon: 016095012649
Homepage: www.fotoshooting-mannheim.de
E-Mail: foto-h.thomas@directbox.com

Vorschau: Am Dienstag, 4. September, nimmt die Panorama-Redaktion für euch ein neues Datingportal unter die Lupe. Dort können sich Frauen ihren Traummann ershoppen.

Schwaben demonstrieren wenn, dann richtig

Gestern war es wieder so weit und auch im Tatort wurde wieder „Ä recht’s schwäbisch g’schwätzt“ (Für die Selterstrinker unter euch: Ein ordentlicher württembergischer Dialekt wurde geredet.)

Dies soll Grund genug sein dafür, nun einmal eine Serie über meine Heimatstadt Stuttgart zu starten und mich in meinen nächsten Artikeln mit den absoluten Sehenswürdigkeiten zu beschäftigen. Dabei möchte ich Insidertipps geben für jeden, der sich auch einmal als Fremder drei Querstraßen von der Einkaufspassage Königsstraße weg bewegen möchte.

Aus gegebenem Anlass sei hier am Anfang noch schnell angemerkt, dass sich in den nächsten zwei Wochen ein Besuch in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs besonders lohnt, denn außer den gewöhnlichen Sehenswürdigkeiten lädt auch das 73. Stuttgarter Frühlingsfest mit seinen Bierzelten und Achterbahnen auf den Canstatter Wasen ein. Wenn man in letzter Zeit erstmalige Stuttgart-Besucher empfängt, ist ein Spaziergang dorthin schon fast Pflicht. Wer jung ist und etwas Zeit mitbringt, kann hier seine rebellischen Launen ausleben. Wer schon in Rente ist und nicht die nächsten vierzehn bis zwanzig Jahre am Rand einer riesigen Bausstelle leben will, dann ist man hier am Stuttgarter Hauptbahnhof, dem Trendbahnhof des letzten halben Jahres, genau richtig.

In seinem Inneren läuft noch immer alles dem alten Trott nach. Züge der deutschen Bahn kommen an, manche nicht und es herrscht geschäftiges Bahnhofstreiben. Draußen hat sich sein Aussehen durch das Wegfallen des einen Flügels etwas verändert und auch die Zeltstadt der benachbarten Parkschützer zeugen von Veränderung.

Es ist schon mehr oder weniger Pflicht geworden, sich diese Zelte und Baracken mit den zu schützenden Bäumen dazwischen einmal anzusehen – sowohl als Tourist, als auch als Einheimischer oder “Neig’schmeckter” (Dem Wahlkreis Stuttgart Hinzugezogener).

Doch auch hier ist äußerste Eile geboten, denn schon morgen soll der Koalitionsvertrag zwischen Grünen und SPD ratifiziert werden und niemand weiß, was dann mit der Zeltstadt passieren wird.

Zum Abschluss soll dem Stuttgart-Fremden hier noch eine Weisheit über die Bewohner der Stadt mitgegeben werden (Manche Quellen nennen Otto Walkes als Erfinder dieser Redensart): Der Schwabe demonstriert wenig, aber wenn, dann richtig und wenn richtig, dann oft.

Vorschau: Stockholm – was es in der Hauptstadt Schwedens alles zu erleben gibt, lest ihr nächste Woche in einem Bericht von Johanna.