Konzentrier‘ dich! – Auf der Suche nach der einfachen Konzentration

Ich stelle fest, dass ich es nicht einmal schaffe, an diesem Text hier zu arbeiten, ohne von allen Seiten abgelenkt zu werden. Hier die Musik aus den Laptop-Boxen, da die rauschende Heizung… Zudem locken Facebook, Handy und Festnetztelefon. Moment, wollte ich nicht eben noch einen Tee aufsetzen?

Wenn man schon beim bloßen Schreiben am Computer nicht mehr monogam sein kann, wie sollte das dann, im größeren Kontext betrachtet, ausgerechnet im Alltag funktionieren? Liebesbeziehungen scheitern am Hang zur Polygamie, am Seitensprung nach links oder rechts, Klausuren werden aus mangelnder Konzentration heraus mit Flüchtigkeitsfehlern gespickt und überhaupt reicht uns, den von überall her Beschallten und Bestrahlten, ein einziger Fixpunkt schon lange nicht mehr aus. Um zur Ruhe zu kommen, benötigen wir Inselurlaube oder Bibliotheken – und selbst dort kann niemand garantieren, dass nicht zufällig ein Küstenwächter beziehungsweise ein röchelnd hustender Kommilitone unsere Aufmerksamkeit auf sich und vom wesentlichen fort zieht.

Konzentrier‘ dich! – Auf der Suche nach der einfachen Konzentration

Die Energien fließen lassen: Ich bin ganz bei mir. (Foto: T. Gartner)

Konzentration – der Begriff kommt aus dem Lateinischen und ist zusammengesetzt aus con, was soviel heißt wie mit und centrum, zu Deutsch: Mitte. Folglich scheint mit Konzentration ein Zusammenfinden in der Mitte, optimalerweise in der eigenen, gemeint zu sein. Die besonnenen Kampfkünstler und fernöstlichen Yoga-Meister wussten schon, wovon sie da redeten: Im eigenen Körper angelangen, sein Zentrum finden, nichts als seinem Atmen lauschen und all‘ sowas. Im Selbstverteidigungskurs haben sie uns jedenfalls erzählt, der innere „Kern“ und damit der Schlüssel zur völligen Fokussierung befände sich irgendwo unterhalb des Bauchnabels. Falls hier meine mir bisweilen zu häufig abhanden kommende Konzentration gefangen gehalten wird, so will ich mich einer Darmspülung unterziehen und sehen, ob wenigstens auf diese Weise etwas mehr davon freigegeben würde.

Doch da ich nach zwei Yogastunden das Handtuch beziehungsweise die Matte geworfen habe, werden wir wohl niemals erfahren, was dieser sogenannte Kern eigentlich davon hat, sich meine hochgeschätzte Konzentration einzuverleiben. Kürzlich überkam mich allerdings noch einmal der unbändige Drang, meinem Defizit final den Kampf anzusagen. Die Waffe hieß Meditation. Radikales Vor-sich-hinatmen, Daumen und Zeigefinger zusammengeführt, denn so hat auch der dicke Buddha schon lange vor mir seinen inneren Konzentrations-Schweinehund besiegt. Mir sind unterdessen jedoch abermals wirre Gedanken durch den Kopf geschossen, Schritte im Treppenflur haben mich verleitet und so scheiterte die Mission nach nicht einmal fünf Minuten mit im Schneidersitz eingeschlafenen Beinen.

Während ich diesen Text hier zu beenden versucht habe, sind übrigens zwei Tage verflogen und unzählige SMS ein-und ausgegangen. Es ist mir weder gelungen, mich zu konzentrieren noch einen einzigen Lösungsansatz zu formulieren, der jenseits von kaltem Entzug für alle an Multimedia-Sucht Erkrankten liegt.  Ich halte das Mantra meiner alten Yogalehrerin auf jeden Fall weiterhin griffbereit und zünde mir auf meiner Suche (nach ihrer Nummer) erst einmal ein paar Räucherstäbchen an.

Vorschau:  In der nächsten Woche geht Kolumnist Sascha dem Geheimnis des „Gedankenlesens“ auf den Grund.

Asiatisches Essen, Teil 3: Frühlingsrollen

Jeder kennt sie, jeder isst sie. Sie sind das Vorzeige-Gericht, wenn es um asiatisches Essen geht. Frühlingsrollen haben schon länger ihren Weg in die westliche Küche gefunden und erfreuen sich großer Beliebtheit. So fehlen beispielsweise in keinem Supermarkt fertige Rollen in der Tiefkühlkost-Abteilung. Die kleinen Appetit-Stiller aus China gibt es – wenn auch klassisch gerollt – in unterschiedlichen Formen und Varianten. Ob nun süß, deftig oder vegetarisch gefüllt, ob frittiert oder gebacken – Frühlingsrollen lassen sich je nach Anlass, Saison und Vorliebe variieren. Daher eignen sie sich sowohl als Beilage und Fingerfood, als auch als Dessert oder Hauptgang.

Zutaten und Materialien für 40 Mini-Frühlingsrollen:
Für die Füllung:

Asiatisches Essen, Teil 3: Frühlingsrollen

Delikat: Die berühmten Appetithäppchen aus China (© Benjamin Thorn / pixelio.de)

  • 200g Hühnerbrustfilet
  • 100g Lauch
  • 100g Karotten
  • 100g Zucchini
  • 100g Paprika
  • 100g Pilze
  • 20g Ingwer
  • zwei Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer und Sojasoße zum Würzen
  • ein Messer

Für die Rollen:

  • Frühlingsrollen-Teig (Mini-Frühlingsrollen)
  • ein Ei
  • Öl
  • Süß-Sauer-Soße zum Servieren
  • eine Pfanne, Teller, einen Löffel und eine Gabel zum Verquirlen

Zubereitung:
1. Das Hühnerfleisch, die Pilze und das Gemüse in feine Streifen schneiden. Den Lauch, geschälten Ingwer und Knoblauch wiederum in kleine Ringe beziehungsweise Würfel zerkleinern.

2. Öl in eine Pfanne geben und die Hühnerbruststreifen darin anbraten, bis diese fast gar sind. Dies erkennt man an einer einheitlichen weißen Färbung. Anschließend die restlichen Zutaten dazugeben und mit Salz und Sojasoße würzen. Das Gemüse sollte solange gedünstet werden bis es weich ist. Anschließend die Pfanne zum Auskühlen zur Seite stellen.

3. Ist die Füllung kalt genug, kann die Flüssigkeit reduziert werden. Hierzu den Inhalt in die Hand nehmen und fest auspressen. So wird verhindert, dass der Frühlingsrollen-Teig später durchnässt und reißt.

4. Den Teig auf einen Tisch ausbreiten und ein Ei verquirlen. Nun die Ecken des Teigs – mit den Fingern oder einem Pinsel – mit dem Ei bestreichen und ein bis zwei Teelöffel der Füllung in die Mitte geben.

Asiatisches Essen, Teil 3: Frühlingsrollen

Handlich: Frühlingsrollen eignen sich für alle Anlässe (© Paul-Georg Meister / pixelio.de)

5. Nun kann gerollt werden: Eine Ecke des Teigs bis über die Füllung klappen. Die beiden umliegenden Seiten jeweils bis zur Mitte zuklappen und die Frühlingsrolle zusammenrollen. Die letzte Ecke sollte vorsichtshalber erneut mit Ei bestrichen und angeklebt werden, damit sich die Rolle im Öl nicht öffnet.

6. Öl zum Frittieren in eine Pfanne geben und diese vorheizen. Ist sie heiß genug und wirft somit kleine Bläschen, können die Frühlingsrollen hinein gegeben werden. Diese goldbraun frittieren und anschließend zum Abtropfen auf ein Küchentuch oder auf eine Serviette geben. Beim Servieren die Süß-Sauer-Soße dazu reichen.

Tipps:

  • Durch das Ei kleben die Frühlingsrollen leicht auf Unterlagen an und können beim Abziehen reißen. Daher eignet es sich – statt sie direkt auf einen Teller zu geben – auf Alu- beziehungsweise Frischhalte-Folie abzulegen.
  • Wem das Rollen bei großen Mengen zu lästig wird, kann die Frühlingsrollen optisch auch als Wan Tan tarnen. Hierzu alle Ecken zwischen die Finger nehmen und wie einen Beutel zudrehen.
  • Auch zum Nachtisch eignen sich Frühlingsrollen als Süßspeise bestens. Hierfür die Rollen einfach mit Äpfel und Zimt füllen und nach dem Frittieren mit geschmolzener Schokolade verzieren.

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr, mit welchen Tricks ihr lange und eintönige Autofahrten verkürzen könnt.

Gewinnspiel: 

Aufgrund der geringen Resonanz wird das More-Blond-Gewinnspiel um zwei Wochen verlängert. Also schlagt zu, wenn ihr eure Haare schonend und sogar ganz kostenlos aufhellen wollt!  Gewinnt mit Face2Face eines von insgesamt fünf Balea-Sets jeweils bestehend aus dem Professional More Blond Shampoo und der Professional More Blond Spülung.

Was ihr dafür tun müsst: Schreibt bis einschließlich Freitag, 02. November, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „More Blond“. Darin enthalten sein sollte euer Vor- und Nachnamen, eine Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort) sowie eine gültige E-Mail-Adresse! Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Samstag, 03. November via Mail.

Die Tipps&Tricks-Redaktion wünscht allen Teilnehmern viel Glück!

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Weitere Serienteile:
Teil 1: Karepan
Teil 2: Onigiri
Teil 4: Wan Tan
Teil 5: Sesam- und Grüntee-Eis
Teil 6: Japanische Weihnachtstorte

Asiatisches Essen, Teil 2: Onigiri

Onigiri sind ein beliebter, traditioneller Snack aus Japan. Dabei handelt es sich um gewürzte und gefüllte Reisbällchen, die sowohl warm als auch kalt serviert werden können. Auch in der Zubereitung gibt es viele verschiedene Möglichkeiten: Herzhaft mit Omelette, Fisch, Fleisch oder Gemüse gefüllt sowie süß mit Frucht-, Pflaumen- oder gesüßter Bohnenpaste – je nach Vorlieben und Geschmäckern variieren die Zutaten. In der heimischen Küche lässt sich die kleine Portion Reis für Zwischendurch ganz leicht und individuell kreieren.

Asiatisches Essen, Teil 2: Onigiri

Klein und sättigend: Onigiri (Foto: Onat)

Zutaten und Materialien für zehn Onigiri:
Für die Reisbällchen:

  • 250g Sushi- oder Klebereis
  • circa 400ml Wasser (je nach Zubereitungsempfehlung)
  • Essig
  • Zucker
  • Salz
  • getrocknete Nori-Blätter (Algen)
  • ein Tuch zum Abdecken
  • eine Schüssel Wasser

Für die Füllung:

  • 150g Thunfisch oder Lachs
  • Öl
  • Salz
  • je nach Belieben Wasabi, Pfeffer, scharfe Paprika, Mayonnaise und Sojasoße

Zubereitung:
1. Den Reis je nach Herstellerempfehlung zubereiten. Falls keine vorhanden ist, circa 250 Gramm Sushireis mit 400 Milliliter Wasser kochen, bis das Wasser ganz eingezogen ist. Dabei den Topf mit einem Tuch abdecken und mit dem Kochdeckel verschließen. Dies dürfte circa 20 bis 30 Minuten dauern. Die Konsistenz dürfte an Milchreis erinnern und sollte klebrig sein. Anschließend den Reis weitere zehn Minuten ausquellen beziehungsweise ruhen lassen. Essig, Salz und Zucker miteinander vermengen und den Reis damit nach eigenem Ermessen abschmecken.

2. Den Fisch in kleine Stücke zerkleinern und mit etwas Öl in der Pfanne braten. Mit Salz und anderen Zutaten je nach Belieben würzen und auskühlen lassen.

3. Nun kann das Formen der Reisbälle beginnen. Hierfür mit einer Schüssel Wasser die Hände anfeuchten, da der Reis stark klebt. Etwas Reis in der Handfläche ausdrücken und die Füllung in die Mitte geben. Die äußeren Ränder hochklappen und die Onigiri verschließen. Die Bällchen können nun traditionell zu Kreisen, Dreiecken oder Zylindern geformt werden.

4. Zur Verzierung die Onigiri mit einem Nori-Streifen schmücken oder ganz damit umhüllen. Natürlich sind beim Formen und Dekorieren keinerlei Grenzen gesetzt. Wer mag, kann die fertigen Reisbälle anschließend mit Öl in der Pfanne anbraten oder im Ofen ausbacken.

Tipps:

  • Zwar lassen sich alle nötigen Zutaten in großen Supermärkten finden, jedoch ist ein asiatischer Supermarkt meist die kostengünstigere Alternative.
  • Falls es Probleme dabei geben sollte, die Reisbällchen dreieckig zu formen, kann man dem mit einem kleinen Trick entgegenwirken. Dazu eine Hand als die untere Seite des Dreiecks nutzen und mit der anderen ein Dach bilden. Die Onigiri dazwischen nehmen und sachte die Finger eindrücken. Es kann solange nachgebessert werden, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr, wie ihr euch mit einigen einfachen Tricks den Alltag erleichtern könnt.—————————————————————————————————————————————————————————————————————————–
Weitere Serienteile:
Teil 1: Karepan
Teil 3: Frühlingsrollen
Teil 4: Wan Tan
Teil 5: Sesam- und Grüntee-Eis
Teil 6: Japanische Weihnachtstorte

Asiatisches Essen, Teil 1: Karepan

Karepan (Anm. d. Red: Karepan bedeutet soviel wie Currybrot) ist ein beliebtes japanisches Gericht, das vor allem durch Animes in der westlichen Kultur bekannt geworden ist. In Japan selbst ist das Gericht so beliebt, dass sogar ein Superheld der Kinder-Zeichentrickserie „Anpanman“ danach benannt ist. Dort werden die kleinen Appetit-Stiller in Bäckereien und Lebensmittelgeschäften angeboten. Aber auch in der heimischen Küche lassen sich die Brötchen mit etwas Geschick selbst zubereiten. Curry-Reste vom Vortag können für das Gericht genutzt werden, so dass keine eigene Füllung nötig ist. Natürlich kann das Rezept nach eigenem Wünschen angepasst und beispielsweise vegetarisch gestaltet werden.

Asiatisches Essen, Teil 1: Karepan

Unscheinbar: Karepan birgen im Inneren eine Überraschung (Foto: Onat)

Zutaten für acht Karepan:
Für den Teig:

  • circa 250g Mehl
  • 15g Hefe
  • 100ml Wasser
  • Zucker
  • Salz
  • Paniermehl (traditionell wird Panko verwendet, die japanische Variante von Semmelbrösel)
  • ein Ei (Eiweiß und Eigelb getrennt aufbewahren)

Für die Füllung:

  • 100g Geflügel- oder Schweinefleisch
  • eine Karotte
  • eine Zwiebel
  • eine Knoblauchzehe
  • 100ml Hühnerbrühe
  • ein Esslöffel Mehl
  • ein Esslöffel Currypulver
  • Ingwer
  • nach Belieben Salz, Pfeffer, scharfe Paprika und Sojasoße
  • Öl zum Frittieren

Zubereitung:
1. Die Hefe im Wasser auflösen lassen und zusammen mit dem Mehl in einer Schüssel miteinander vermengen. Den Teig mit etwas Salz und Zucker abrunden. Gegebenenfalls kann etwas mehr Mehl dazugeben werden.

Asiatisches Essen, Teil 1: Karepan

Rund: Karepans gleichen optisch einfachen Brötchen (Foto: Onat)

2. Das Eigelb hinzufügen und die Masse gut durchkneten, bis sie geschmeidig ist. Den Teig mit einem Tuch abdecken und für eine Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.

3. Währenddessen kann die Füllung zubereitet werden: Hierfür das Fleisch samt Karotte, Ingwer, Zwiebel und Knoblauch würfeln und klein hacken.

4. In einer Pfanne mit etwas Öl die Zwiebeln glasig dünsten und die geschnittenen Zutaten hinzugeben. Die Füllung anschließend gut durchrühren und braten, bis sie gar ist.

5. In einer Schüssel die Hühnerbrühe mit dem Mehl und dem Currypulver vermengen. Die Curry-Flüssigkeit in die Pfanne dazu geben und alles eindicken lassen. Damit der Karepan-Teig nicht später durchweicht, sollte die Brühe in der Füllung möglichst reduziert werden. Hierfür reicht es aus, diese solange zu kochen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Anschließend das Curry auskühlen lassen, bevor es in den Teig gefüllt wird.

6. Den Teig in circa acht gleichgroße Stücke teilen und zu flachen Scheiben ausdrücken. In die Mitte der Scheibe wiederum jeweils einen Esslöffel der Füllung dazugeben und diese mit dem Teigmantel komplett einhüllen, damit die Karepan beim Frittieren nicht aufplatzen. Alles erneut mit einem Tuch abdecken und für zehn Minuten gehen lassen.

7. Währenddessen auf einem Teller das Paniermehl ausbreiten und das Eiweiß zum Bestreichen bereitlegen. Zudem kann bereits das Öl zum Frittieren vorgeheizt werden.

8. Die Karepan mit Eiweiß bestreichen und im Paniermehl wenden. Wurde das Öl bereits 15 Minuten auf mittlerer Temperatur vorgeheizt, können die Karepan dazugegeben werden. Diese wiederum circa drei Minuten ausbacken, bis sie goldbraun sind. Mit einer Schaumkelle oder Gabel die Karepan aus dem Fett holen und abtropfen lassen. Vor dem Servieren sollte man jedoch beachten, dass die Füllung – trotz erkaltetem Äußeren – noch heiß sein kann.

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr, was gegen Gerüche im Kühlschrank hilft.—————————————————————————————————————————————————————————————————————————–
Weitere Serienteile:
Teil 2: Onigiri
Teil 3: Frühlingsrollen
Teil 4: Wan Tan
Teil 5: Sesam- und Grüntee-Eis