„Don´t worry! Very easy!“ – Dank asiatischer Ernährung zum gesunden Körper?

Prolog

Ein guter Journalist ist objektiv. Er recherchiert ein Thema in der Breite und in der Tiefe, bringt alle Fakten auf den Tisch, überlässt es aber dem Leser, sich eine Meinung zu bilden. So habe ich das an der Uni gelernt und auch bei meinen Praktika in diversen Redaktionen. Wer aber mal darauf achtet, merkt schnell, dass es kaum noch objektiven Journalismus gibt – weder in der Zeitung, noch im Fernsehen oder online. Ist ja auch schwierig, denn schon indem man als Journalist ein Thema auswählt, suggeriert man dem Leser wenigstens indirekt, dass es ein wichtiges Thema ist, mit dem er sich doch bitte beschäftigen sollte. Auch das, was am Schluss beim Leser hängenbleiben soll, steht meist schon vor dem Schreiben fest. Da zitiert man eine Studie und lässt eine andere, die etwas Gegenteiliges besagt, einfach weg. Oder man befragt eben nur diesen einen Spezialisten, der mit hoher Wahrscheinlichkeit das sagt, was man sich für die schlussendliche Aussage seines Artikels vorgestellt hat. Bei Face2Face wollen wir genau das vermeiden – auch wenn das ein hohes Maß an Ausdauer erfordert.

Um für den folgenden Artikel unterschiedlichste Ansichten zusammenzustellen, habe ich über zehn potenzielle Interviewpartner – teilweise mehrfach – kontaktiert. Leider sahen sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., die Koordinierungsstelle für Ernährungsberatung des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und das Bundeszentrum für Ernährung nicht in der Lage auch nur eine meiner Fragen zum Vergleich zwischen europäischer und asiatischer Ernährung zu beantworten. Während sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. noch nicht mit einem solchen Vergleich beschäftigt hat und außerdem „personell unterbesetzt“ ist (Bemerkung am Rande: Meine Anfrage habe ich Ende Januar für eine Veröffentlichung Ende April versendet), hat das Bundeszentrum für Ernährung keinen Experten im Haus, verweist aber immerhin auf eine Professorin an der Uni Kassel. Leider ist die trotz drei Mails und ebenso vielen Anrufen nicht erreichbar.
Glücklicherweise haben sich dann doch noch Interviewpartner gefunden. Das Resümee überlasse ich wie versprochen euch, liebe Leser!

Der Fall Jörg Krebber

Asthma, Allergien, Hepatitis A, B und C, chronische Darmentzündung – mit 25 Jahren gab ihn die Schulmedizin auf. Jörg Krebber, heute 71 Jahre alt, sah nur noch einen Ausweg: Asien. Dort, in einem nepalesischen Kloster nahe der Hauptstadt Katmandu, spricht ein Arzt nach einem Blick auf seine Zunge dann endlich die erlösenden, wenn auch recht überraschenden Worte: „Don´t worry! Very easy!“
Sechs Wochen später: Die Schwellung der Leber, ebenso wie die ständigen Schmerzen sind weg, die Verdauung hat sich normalisiert. Wie ist das möglich? Ist die asiatische Ernährung ausschlaggebend für Krebbers Heilung? Wie steht die europäische Ernährung im Vergleich da?
Drei Experten stehen uns Rede und Antwort: Prof. Dr. Angelika Messner, Leiterin des Chinazentrums an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Präsidentin des
IASTAM (International Association for the Study of Traditional Asian Medicine), hat an der Peking-Universität studiert und durch zahllose Forschungs- und Lehraufenthalte in Peking, Shanghai und Hangzhou etwa fünf Jahre in Asien verbracht. Prof. Dr. Sigrid Hahn war in der Ernährungsberatung und -bildung tätig und hat seit vier Jahren die Professur Diätetik an der Hochschule Fulda, Fachbereich Oecotrophologie, inne. Und last but not least: Jörg Krebber. Er hat Ayurvedic und Traditionelle Chinesische Medizin studiert. Nach seiner Heilung verbrachte er weitere elf Jahre in Asien – heute unterrichtet er weltweit die Wege der 5-Elemente-Lehre zur Selbstheilung.

Experten für asiatische Ernährung (von links): Prof. Dr. Angelika Messner (Foto: Albert Mäkitalo), Prof. Dr. Sigrid Hahn (Foto: Hahn) und Jörg Krebber (Foto: Krebber)

Experten für asiatische Ernährung (von links): Prof. Dr. Angelika Messner (Foto: Albert Mäkitalo), Prof. Dr. Sigrid Hahn (Foto: Sigrid Hahn) und Jörg Krebber (Foto: Maria Krebber)

Asiatische versus europäische Ernährung – wo liegen die Unterschiede?

„Schon innerhalb von Europa unterscheiden sich die Ernährungsgewohnheiten sehr stark – nicht nur in Bezug auf die bevorzugten Lebensmittel, sondern auch auf die Tageszeiten, zu denen gegessen wird. Asien ist noch viel größer und unterschiedlicher als Europa, so dass es mit Sicherheit nicht die asiatische Ernährungsweise gibt“, sagt Hahn. Auch Messner betont „die großen regionalen
Unterschiede in Asien“. Gegenwärtig fänden auch in den Metropolen asiatischer Länder McDonalds und ähnliche Fast Food-Restaurants Eingang. Allerdings gebe es bekanntenmaßen auch in Europa große Unterschiede hinsichtlich Ernährung und Küche. Messner kann dennoch gewisse „Traditionslinien“ ausmachen: „Im gegenwärtigen europäischen Kontext kann man eine Vorliebe für eisgekühlte Getränke jedweder Art (Alkohol oder gesüßte Soft-Getränke), Kaffee, Brötchen bzw. Müsli zum Frühstück, ausladende Fleischgerichte mit Kohlehydrat-Beilagen und eine Süßspeise als Nachspeise feststellen. Demgegenüber ließe sich in asiatischen Kontexten die Vorliebe für warme Getränke (Heißwasser und/oder Tee), zum Frühstück sowie zu Mittag- und Abendessen Suppen, Gemüse, Nudeln und Reis, sowie verhältnismäßig wenig Fleisch und Fisch ausmachen.“ Vor allem im Zusammenhang mit der Traditionellen Chinesischen Medizin fungieren Lebensmittel in Asien als Teil von Prävention und Therapie, so Messner. Die heilende Wirkung vieler asiatischer Speisen sieht Krebber in der Fermentation. „Wir verdauen, indem unser Darm organische Stoffe mithilfe von Enzymen verarbeitet“, erklärt er, „beim Fermentieren passiert genau das. Wenn die Nahrung, die wir zu uns nehmen, bereits fermentiert ist, wie das bei den Asiaten oft der Fall ist, erleichtert das die Verdauung. Sterben die Enzyme im Darm ab, werden wir krank, können durch fermentierte Speisen aber wieder Enzyme zuführen und uns so selbst heilen. Joghurt und Buttermilch sind beispielsweise das Ergebnis eines Fermentationsprozesses von Milch.“

Können asiatische Ernährungsweisen oder asiatische Medizinansätze heilen?

„Die „moderne“ westliche Medizin trat mit Beginn des 20. Jahrhunderts ihren weltweiten Siegeszug an, zumal sie höchst wirksame Methoden zur Bekämpfung von Tuberkulose und anderen Epidemien bereithielt. Heute hat sich die Situation weltweit dahingehend geändert, dass die so genannten „nicht übertragbaren“ Krankheiten, also Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen für weitaus mehr Todesfälle sorgen als die „übertragbaren Krankheiten“, erklärt Messner.

Asiatisches Essen ist beliebt - aber kann es auch heilen? (Foto: T. Gartner)

Asiatisches Essen ist beliebt – aber kann es auch heilen? (Foto: T. Gartner)

Weltweit seien gegenwärtig etwa 70% aller Todesfälle auf nicht übertragbare Krankheiten zurück zu führen. Dementsprechend bestehe dringlicher Handlungsbedarf mit Blick auf Lebensstil und Prävention. „Hier können asiatische Medizinsysteme, wie die Traditionelle Chinesische Medizin, einen grundlegenden Beitrag leisten, der nachhaltig und substantiell ist.“ Hahn sieht in diesem Zusammenhang die als typisch asiatisch geltende Ernährungsweise als Teillösung: „Studien zeigen, dass eine pflanzenbetonte, fettarme Ernährungsweise mit einem hohen Anteil an Fisch vor Übergewicht und den damit in Zusammenhang stehenden Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ II und Fettstoffwechselstörungen oder Herzinfarkt schützt. Auch das Karzinomrisiko, also die Wahrscheinlichkeit für Krebserkrankungen an Haut und Schleimhaut, ist reduziert.“

Ist der Fall „Jörg Krebber“ ein Beweis für die Wirksamkeit von asiatischer Ernährung und Medizin?

„Für mich sind Einzelfälle grundsätzlich nicht aussagekräftig“, sagt Hahn. „Um Empfehlungen geben zu können, müssen immer möglichst viele Menschen betrachtet werden, da alles andere auch Zufall sein kann.“ Messner dagegen bezeichnet Krebber als ein „gutes Beispiel für die Wirkungsweise von Ernährung auf die Gesundheit“.

Was können wir aus der „China Study“ schließen?

2004 veröffentlichten T. Colin Campbell, emeritierter Professor für Biochemie an der Cornell University, und sein Sohn Thomas M. Campbell die sogenannte „China Study“. Die Studie wurde im ländlichen China der 1970er und 1980er Jahre durchgeführt. Das Ergebnis: Je geringer der Anteil tierischer Nahrungsmittel an der Ernährung ist, desto gesünder sind die Menschen.
„Die China Study ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie zentral Ernährung für die Aufrechterhaltung und die Wiederherstellung von Gesundheit ist“, sagt Messner. Seine „Power ohne Ende“ verdankt Krebber laut eigener Aussage seiner veganen Ernährung nach alter Ayurveda – diese ist reich an Eiweiß und Fermentationsprodukte. „Die Leute schätzen mich generell 20 Jahre jünger als ich bin. Auch meine fünf Kinder sind so aufgewachsen – völlig problemfrei.“ Kritischer sieht dagegen Hahn die „China Study“ und damit die vegane Ernährung: „Ein völliger Verzicht auf tierische Produkte ist wenig sinnvoll, da einige lebensnotwendige Nährstoffe, allen voran Vitamin B12, nur oder überwiegend in tierischen Produkten vorkommen. Vegane Ernährung ist ohne Supplementation oder die künstliche Anreicherung von Lebensmitteln mit Nährstoffen gesundheitsschädlich. Ich halte vegane Kost für „nicht artgerecht“ für den Menschen, denn wir sind „Omnivore“, also Allesfresser.“ Allerdings würden auch offizielle Stellen, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. und das Bundeszentrum für Ernährung eine Erhöhung des Anteiles pflanzlicher Lebensmittel und einen mäßigen Konsum tierischer Lebensmittel empfehlen, so Hahn.

Laktoseintoleranz – Normalität oder Krankheit?

Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall sind typische Symptome einer Laktoseintoleranz. Die Fähigkeit, Milchzucker zu verarbeiten, nimmt genetisch bedingt im Erwachsenenalter ab – Laktoseintoleranz ist also eigentlich der „Normalzustand“, oder? „In Europa hat sich die Mutation, also die Veränderung der Erbinformation, hin zur Verträglichkeit von Milchzucker im Erwachsenenalter sehr schnell durchgesetzt“, sagt Hahn. „Nicht zuletzt, weil hierdurch Milch als sehr gute Proteinquelle zur Verfügung stand. Entsprechend haben sich in Europa Ernährungsgewohnheiten entwickelt, die viel Milch und Milchprodukte enthalten.“ Medizinisch sei eine Laktoseintoleranz keine schwere Erkrankung, da sie durch das Meiden von Milchzucker ohne Folgen behandelt werden könne, so Hahn. Messner sieht die Laktoseintoleranz als Nebenerscheinung des „übermäßigen Konsums von Milchprodukten“ und rät dazu, sie ernst zu nehmen.

Soja – Proteine und Phytoöstrogene

Die Sojabohne ist ebenso wie Fleisch ein hochwertiger Proteinlieferant – da sind sich die drei Experten einig. Wenn es um die Auswirkungen von Soja auf unsere Gesundheit geht, scheiden sich jedoch die Geister: Während Hahn zu Bedenken gibt, dass die in Soja enthaltenen Phytoöstrogene insbesondere bei Frauen in der Menopause problematisch sein können und im Verdacht stehen, Brustkrebs zu fördern, spricht Messner von zahlreichen Studien, die zeigen, dass Frauen in ostasiatischen Kontexten deutlich weniger an Beschwerden in der Menopause leiden. Ist der Verzehr von Sojaprodukten nun schädlich oder förderlich?

Gesund oder voller Phytoöstrogene? Produkte aus Sojabohnen, wie Tempeh, sind häufig in der Kritik (Foto: © Dittrich/tempehmanufaktur)

Gesund oder voller Phytoöstrogene? Produkte aus Sojabohnen, wie Tempeh, sind häufig in der Kritik (Foto: © Dittrich/tempehmanufaktur)

Vielleicht hat Krebber ja des Rätsels Lösung parat: „Bei vielen Studien kommt heraus, dass bestimmte Anteile der Sojabohne für den menschlichen Körper schädlich sind – Tatsache ist aber, dass wir ja nicht die Sojabohne essen, sondern zum Beispiel Tempeh, ein fermentiertes Produkt aus der Sojabohne. Viele der in Studien aufgedeckten, schädlichen Stoffe sind in Tempeh gar nicht enthalten.“ Die Phytoöstrogene, die Hahn zu bedenken gibt, seien auch in anderen Hülsenfrüchten enthalten – ebenso wie in tierischen Produkten, da sie über Futter- bzw. Düngemittel in unsere Nahrung gelangen, so Krebber. So hätten 100g Käse 20-mal mehr Phytoöstrogene als 100g Sojabohnen. „Wichtig ist, dass wir darauf achten, biologisches Tempeh oder Tofu aus nicht genmanipuliertem Soja zu kaufen“, sagt Krebber. Geschmacklich komme es dann noch auf die Zubereitung an. „Viele finden ja, dass Tofu nicht schmeckt, aber die Natur hat keine fertigen Menüs wachsen lassen“, sagt Krebber, „wenn man auf der Wiese in eine Kuh beißt, schmeckt das auch nicht.“

So ernähren sich unsere Experten

„Kein Lebensmittel ist auf die Bedürfnisse des Menschen abgestimmt, somit muss ich möglichst unterschiedliche Lebensmittel zu mir nehmen, um mich ausgewogen zu ernähren“, erklärt Hahn. Ihre Familie esse daher besonders vielseitig, wobei sowohl pflanzliche als auch tierische Lebensmittel einschließlich Fleisch auf dem Speiseplan stehen. Sie koche daher täglich mit frischen Produkten der Saison, „was aber niemals fehlen darf, ist ein schöner Rohkostsalat, da er mir einfach besonders gut schmeckt.“
Was das Frühstück angeht, hat sich Messner den Asiaten angepasst: „Morgens essen wir warm, zum Beispiel Hafer- oder Reisbrei. Gemüse und Obst stehen immer in ausreichendem Maß auf unserem Speiseplan. Außerdem habe ich schon früh gelernt, grünen Tee oder einfach „heißes Wasser“ zu genießen.“
Krebber isst seit 50 Jahren vegan nach alter Ayurveda, also mit reichlich Eiweiß und Fermentationsprodukten, und hat auch seine fünf Kinder so großgezogen. Außerdem achtet er bei seiner Ernährung auf das Verhältnis der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Die verschiedenen Nahrungsmittel werden dabei den Elementen zugeordnet und ausgeglichen kombiniert. Zum Erdelement gehören beispielsweise alle Wurzelgemüse, wie Karotte oder Sellerie.

Gewinnspiel

Keine Angst (mehr) vor Soja und Lust mal ein typisch asiatisches Lebensmittel auszuprobieren? Wir verlosen handgemachtes, bio-zertifiziertes Tempeh aus Markus Schnappingers Tempehmanufaktur im Wert von 30 Euro inklusive Versand. Tempeh ist eine indonesische Spezialität aus fermentierten Hülsenfrüchten, ist protein- und ballaststoffreich und entfaltet vor allem beim Anbraten sein nussiges Aroma.

Sie tüten gerade euren Gewinn ein: Markus und Stephanie Schnappinger von der Tempehmanufaktur (Foto: © Dittrich/tempehmanufaktur)

Sie tüten gerade euren Gewinn ein: Markus und Stephanie Schnappinger von der Tempehmanufaktur (Foto: © Dittrich/tempehmanufaktur)

Was ihr für die Teilnahme am Gewinnspiel tun müsst: Schreibt bis einschließlich Sonntag, 6. Mai 2018, 23:59 Uhr eine E-Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „Tempeh“. In der E-Mail sollten euer Vor- und Nachname sowie eure Adresse enthalten sein, da die Tempehmanufaktur das Tempeh per Post an den glücklichen Gewinner senden wird. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe des Gewinners sowie die Information derjenigen, die leider nicht gewonnen haben, erfolgt spätestens am Dienstag, 8. Mai 2018 via E-Mail.
Wir drücken die Daumen!

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel
(1) Das Gewinnspiel wird vom Online-Magazin Face2Face durchgeführt. Den Versand des Gewinns übernimmt die Tempehmanufaktur.

§ 2 Teilnahme
(1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier und im Folgenden schließt die männliche Form die weibliche ein. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-Mail-Adresse schreibt und dort ihren Namen und die Adresse bzw. den Namen und die Adresse des möglichen Gewinners hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet, beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel
(1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich das Online-Magazin Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des Weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht für den möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung
(1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per E-Mail über ihren Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass der Gewinn von der Tempehmanufaktur an den Gewinner versendet wird, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz
(1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes ihr Name (keine Adresse!) öffentlich bekannt gegeben wird, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle eingesandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges
(1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Benehmen in Fernost – Business-Knigge für Asien

Job ist Job und überall gelten die gleichen Business-Regeln? So einfach ist das nicht. Gerade in Asien lauern für westliche Arbeiter so manche Fettnäpfchen. Wir haben sie uns angeschaut und verraten den asiatischen Business-Knigge.

Symbolik in Farben und Geschenken

Farben haben im asiatischen Raum weit mehr Bedeutung als bei uns. Die Farbe Rot etwa steht für Glück und wird gerne gesehen, während weiß als Trauerfarbe mit dem Tod assoziiert wird. In Thailand und Malaysia ist gelb die Farbe des Königshauses und wird vor allem zu besonderen Anlässen wie Thronjubiläen getragen, um die Sympathie zur Monarchie zu bekunden.

Gastgeschenke – besonders bei Einladungen zum Essen – sind in Asien gerne gesehen. Doch auch hier lauern Fettnäpfchen: In China etwa symbolisieren Blumen, Halstücher und Uhren den Tod und sind daher eher ein Affront als ein gerne gesehenes Geschenk. Auch gilt sowohl in China als auch in Japan die Zahl vier aufgrund ihrer phonetischen Ähnlichkeit zum Wort für Tod als Unglückszahl und sollte daher bei der Anzahl der Geschenke vermieden werden. Das ist übrigens auch der Grund, warum es in diesen Ländern in Häusern meist keinen vierten Stock gibt. Werden Geschenke nicht gleich geöffnet ist das übrigens kein Zeichen von Unhöflichkeit. Im Gegenteil: Wer Geschenke sofort öffnet, gilt in China als habgierig.

Einladungen zum Essen sollte man in asiatischen Ländern generell nicht ausschlagen, da es ein grober Verstoß gegen Benimmregeln wäre. Eine Ausnahme bietet der Vietnam: Die erste Einladung sollte man erst einmal höflich ausschlagen, sie ist eher als Floskel zu verstehen und auf eine zweite, ernst gemeinte, Einladung warten.

Höfliche Begrüßung und angemessene Kleidung

Laute Stimmen, ausholende Gesten und ein direktes Nein sind in China und Japan verpönt. Stattdessen gilt es diplomatisch vorzugehen, wenn man etwas ablehnen will. In vielen asiatischen Ländern sind Verbeugungen zur Begrüßung üblicher als ein Handschlag. Dabei verneigt sich der rangtiefere Angestellte meist etwas mehr als der Vorgesetzte. Direktes in die Augen schauen gilt vor allem in China als unhöflich und sollte daher, gerade bei der Begrüßung, vermieden werden. Wenn sich Chinesen vorstellen, nennen sie immer zuerst ihren Nachnamen und dann den Vornamen. Angesprochen werden sie also mit dem zuerst genannten Namen. Pünktlichkeit wird in Asien – vor allem in Japan und China – sehr geschätzt. Unpünktlichkeit hingegen gilt als unhöflich und als Abwertung der Geschäftsbeziehung.

Die Businesskleidung ist in allen asiatischen Ländern eher konservativ. Für Männer heißt das dunkle Anzüge mit Krawatten. Für Frauen sind viel Make-Up, kurzärmelige Blusen, kurze Röcke und zu hohe Schuhe tabu. Hohe Qualität und gute Verarbeitung der Kleidung sind Asiaten sehr wichtig und symbolisieren, dass die Person gegenüber respektiert wird. Gerade in Japan sind zudem Statussymbole, wie Markenkleidung, teurer Schmuck oder edle Uhren gern gesehen.

Zeremonielle Übergabe – Visitenkarten in Asien

Visitenkarten sind in ganz Asien wichtig- vor allem aber in Japan. Wer hier ohne

Benehmen in Fernost - Business-Knigge für Asien

Visitenkarten haben in Asien einen hohen Stellenwert (Foto: Gartner).

Visitenkarte auftaucht, ist in den Augen der Geschäftspartner bedeutungslos. Die Übergabe der kleinen Karten folgt strikten Regeln: Das Privileg seine Visitenkarte zuerst zu überreichen genießt traditionell der Ranghöchste. Lässt sich keine Rangfolge festlegen, fällt dieses Anrecht dem ältesten Meetingteilnehmer zu. Eine Besonderheit: Möchte der ranghöchste Teilnehmer keine Karten austauschen, fällt das Ritual aus. Gerade in Japan ist das jedoch nicht zu erwarten: Einerseits aufgrund der japanischen Höflichkeit, die insbesondere gegenüber Ausländern gilt, andererseits aufgrund der großen Begeisterung, mit der die Menschen im Land der aufgehenden Sonne, ihre Visitenkarten tauschen. Deswegen sollten Geschäftsreisende hier immer einen großen Vorrat der kleinen Kärtchen dabei haben.

Abgesehen von der Reihenfolge ist auch die Übergabe an sich strikt geregelt: Visitenkarten werden respektvoll und fast andächtig mit beiden Händen überreicht. Die Karte wird dabei zwischen Daumen und Zeigefinger mit der Schriftseite zum Geschäftspartner übergeben, gefolgt von einer leichten Verbeugung. Der Empfänger sollte die Karte sorgfältig anschauen und sich dabei viel Zeit lassen. Anschließend die Visitenkarte bloß nicht einfach in die Tasche stecken, das gilt als Zeichen für Respektlosigkeit. Stattdessen sollten Meetingteilnehmer die Karte für die Zeit der Besprechung auf dem Tisch liegen lassen und abschließend in einem eigens dafür vorgesehenen Visitenkartenetui verstauen. Je edler dieses ist, desto besser kommt das beim Gegenüber an. Schließlich haben Visitenkarten in Asien einen hohen Stellenwert.

Bildergeschichten aus Asien – vom Skizzenbuch zum Massenmedium

In gut sortierten Buchhandlungen sind sie neben Comics häufig anzutreffen und füllen meistens ganze Regalreihen: Mangas. Im Comicfachhandel gibt es aber auch noch die sogenannten Manhuas und Manhwas. Was ist der Unterschied zum herkömmlichen Comic und woher kommen die Bildergeschichten überhaupt?

Die Anfänge des Mangas

Der Begriff „Manga“, der sich aus den zwei Ideogrammen „man“ und „ga“ (laut Duden „‚man‘ = bunt gemischt, kunterbunt; ‚ga‘ = Bild“) zusammensetzt, hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert. Damals bezeichnete der japanische Maler Katsushika Hokusai seine Skizzenbücher als „Manga“. Viele Künstler übernahmen daraufhin dieses Wort für ihre Werke. Die 1902 veröffentlichte Bildergeschichte „Tagosakus und Mokubes Besichtigung von Tokio“ von Kitazawa Rakuten wird als Vorreiter des Mangas angesehen. Allerdings akzeptierten die Japaner Mangas erst im 20. Jahrhundert als eigenständige Kunstgattung, die immer beliebter wurde. Als Wegbereiter des modernen Mangas gilt der japanische Arzt und Zeichner Tezuka Osamu. In seinem Manga „Die neue Schatzinsel“ tauchten 1947 die noch heute für Mangas typischen Kulleraugen erstmals auf.

Ein typischer Manga

Bildergeschichten aus Asien – vom Skizzenbuch zum Massenmedium

April, April, der macht, was er will: Die Themenvielfalt in Mangas ist groß (Foto: MulanEvyHua)

Unter einem Manga wird laut Duden ein „aus Japan stammender handlungsreicher Comic, der durch besondere grafische Effekte gekennzeichnet ist“, verstanden. Typisch für Mangas sind insbesondere die in der Regel schwarz-weißen Zeichnungen und die japanische Leserichtung. Daher werden Mangas – anders als man es von westlichen Comics kennt – quasi von hinten nach vorne und von rechts nach links gelesen. Charakteristisch für Mangas sind außerdem das sogenannte „Kindchenschema“ (großer Kopf und die besagten Kulleraugen) und die Darstellung von Emotionen durch bestimmte visuelle Elemente. So symbolisieren Herzen beispielsweise Verliebtheit.

Manga-Boom in Deutschland

Erst 1982 erschien mit Keiji Nakazawas „Barfuß durch Hiroshima“ der erste deutsche Manga. Dieser wurde im Rowohlt Verlag veröffentlicht, blieb aber bei den Lesern weitgehend unbeachtet. Die erste deutschsprachige Manga-Serie „Akira“, die der Carlsen Verlag ab 1991 in westlicher Leserichtung publizierte, war ebenfalls nicht erfolgreich. Dies änderte sich 1997, als der Carlsen Verlag „Dragonball“ von Akira Toriyama in der japanischen Leserichtung im Taschenbuchformat herausbrachte und damit einen Manga-Boom in Deutschland auslöste. Dieser hält bis heute an, was sich an den großen deutschen Manga-Verlagen wie Carlsen Manga, Egmont Manga, Tokyopop und Planet Manga zeigt, die jedes Jahr unzählige Mangas in verschiedenen Genres veröffentlichen. Hinzukommen noch Manhuas – aus China stammende Comics – und Manhwas, Comics aus Südkorea.

Mangas sind für alle da – zumindest in Japan

Bildergeschichten aus Asien – vom Skizzenbuch zum Massenmedium

Besondere Ausdruckskraft: ein Manga in schwarz-weiß (Foto: MulanEvyHua)

Während in Deutschland Mangas meist in Form von Sammelbänden im Taschenbuchformat publiziert werden, werden sie in Japan zuerst häufig auf billigem Papier in Magazinen abgedruckt, bevor sie in aufwändigen Sammelbänden mit guter Papierqualität herausgegeben werden. Diese nennt man „Tankobons“. Auch bei der Zielgruppe gibt es einen Unterschied: Bei uns in Deutschland lesen und sammeln vor allem Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren Mangas. In Japan werden Mangas jedoch von den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und Altersklassen konsumiert.

Ein eigenes Museum

Da Mangas in Japan einen hohen Stellenwert als Kulturgut einnehmen, gibt es seit 2006 sogar ein eigenes Museum dafür: das Kyoto International Manga Museum. Dort befinden sich rund 300.000 Mangas. Davon können Besucher etwa 50.000 Stück, die seit den 1970er Jahren erschienen sind, an einer rund 200 Meter langen Manga-Wand, die sich über das gesamte Museum erstreckt, bestaunen und in der Regel sogar einen Blick hineinwerfen. Außerdem erhalten Interessierte viele Informationen zur Geschichte des Mangas und können Originalillustrationen bewundern.

Streiche spielen am 1. April? Der Narrentag in Asien

Streiche spielen am 1. April? Der Narrentag in Asien

Närrisches Symbol: Der Joker oder Harlekin in einem Kartenspiel (Foto: Alexas_Fotos, Pixabay.com)

Wir alle kennen das: Mit kleinen Scherzen oder Streichen schicken wir andere in den April oder werden selbst mit einem Augenzwinkern an den ersten April erinnert. Den traditionellen Tag der Streiche, den 1. April, gibt es in Deutschland und vielen anderen Ländern Europas sowie in Amerika bereits seit Langem. Wie sieht es aber in Asien mit dieser speziellen Tradition aus?

Der 1. April traditionell in Deutschland

Der 1. April ist in Deutschland traditionell der Tag der Streiche. Wer an diesem Tag einen Streich gespielt bekommt, wird häufig mit den Worten „April, April“ aufgeklärt. Spätestens dann ist klar, dass es sich um einen speziell für diesen Tag geplanten Aprilscherz gehandelt hat. Dabei kann es zwar schon einmal zu Missverständnissen kommen, wenn der Scherz ernsthafte Schäden nach sich zieht. Das kommt aber zum Glück eher selten vor.

In Asien: Chinas Regierung erklärt Aprilscherze für illegal

Es scheint so, dass China den ersten April weitaus kritischer sieht, als dies in Europa der Fall ist. Am 1. April 2016 berichtete die Zeitung Die Welt, Aprilscherze seien in China ab sofort illegal und nicht mit dem sozialistischen Wertekodex vereinbar. Auf einer Mikroblog-Seite der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurde damals sogar davor gewarnt, in der Öffentlichkeit Aprilscherze zu spielen. Das führte dazu, dass von diversen Mikrobloggern eine, wie sie Die Welt bezeichnete, „virtuelle Aprilwitz-Revolution“ ins Leben gerufen wurde. Als früh morgens die Nachrichtenagentur Xinhua den Blogbeitrag veröffentlichte, ließen sich viele der Blogger online über das Verbot aus.

Hier zwei Kommentare zu der Entscheidung der Regierung, wie sie auch Die Welt zitierte:

„Das ist der allerbeste Aprilscherz für heute.“ – Blogger Kamel

„Überall sonst wird der Narrentag nur einmal im Jahr begangen. Dank unserer Propaganda feiern wir ihn doch jeden Tag.“ – Blogger Wassermelone

Nachdem die Zensoren Chinas das bemerkten, wurden laut der Zeitung Die Welt mehr als 3000 Blogeinträge und Kommentare von der Nachrichtenagentur gelöscht. Lediglich dreizehn Kommentare blieben unberührt, weil sie die Zensoren wohl als ungefährlich einstuften, aber es wurden keine weiteren Kommentare zugelassen. Allerdings hatte sich die Aktion bereits auf andere Plattformen und Blogs ausgebreitet und bereitete den Beteiligten trotz den Versuchen, sie zu stoppen, einen arbeitsreichen 1. April.

Die angeblich aus dem Westen kommende Tradition wurde von der chinesischen Regierung wohl vor allem aus folgendem Grund nicht gebilligt: Der Tag wäre ein willkommener Anlass für Regierungskritiker, über das Netz vermehrt Kommentare oder Streiche zu verbreiten, was zu einem Kontrollverlust führen könnte. Trotzdem wird diese Tradition auch in China immer mehr angenommen und praktiziert.

Kommt die Tradition zum 1. April wirklich aus Europa?

Es lässt sich nicht wirklich klar sagen, wo der Narrentag ursprünglich entstanden ist. In Deutschland ist unter anderem die Annahme verbreitet, dass der 1. April im 16. Jahrhundert seinen Ursprung hat, wo er eben auch als „Narrentag“ bezeichnet wurde. Wie die FAZ am 1. April 2001 berichtete, wurde im Jahr 1564 im Zuge der Kalenderreform der Beginn des neuen Jahres vom 1. April auf den 1. Januar verlegt. Wer an dem alten Datum festhielt, wurde als Narr bezeichnet.

Allerdings kann es auch sein, dass die Aprilscherze in Asien entstanden sind. Hierbei gibt es die Theorie, dass sie vom alten indischen Hulifest abstammen, welches traditionell am Monatsanfang des Aprils gefeiert wird. Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V. beschreibt auf seiner Internetseite das Hulifest als vergleichbar mit der alemannischen Fastnacht, da hier der Winter und seine Dämonen durch die Narren vertrieben werden sollen. Sogar die indische Liebesgöttin Maja wird im Zusammenhang mit dem Scherzbrauch genannt, da sie Täuschung symbolisiert.

Woher der Tag nun auch stammt, er wird in vielen asiatischen Ländern genauso gefeiert wie in Europa. So ist der Tag der Streiche nicht etwa eine westliche Erfindung, sondern er hat in den Kulturen Asiens ebenfalls seinen Platz.

Ländersammlerinnen aufgepasst: Das ist die perfekte Packliste für euer nächstes Asienabenteuer

Während sich die einen vor allem viel Dschungel und Backpacker-Touren vorstellen, denken die anderen beim Asienurlaub zuerst an Luxusresorts und Traumstände. Tatsächlich kann ein Urlaub im südostasiatischen Raum so vielfältig sein, wie die Menschen die dorthin reisen. Egal, ob für dich der absolute Traumurlaub bedeutet, mit dem Rucksack durch die Wildnis zu schlendern oder einen Cocktail auf der Strandliege zu schlürfen – Face2Face stellt dir die ultimative Reisecheckliste für beide Szenarien vor.

In Gedanken am Strand: Mit den Face2Face-Tipps & Tricks klappt das ganz bestimmt (Foto: T. Gartner)

Traumkulisse: Die Strände auf Koh Samui (Foto: T. Gartner)

Was packe ich nur ein?
Habe ich auch genug dabei? Für alle, die sich das fragen, haben wir gute Neuigkeiten. Die wohl unkomplizierteste Packliste ist diejenige für Asien. Dies liegt daran, dass ihr so ziemlich alles, was ihr in Deutschland vergessen habt, vor Ort um ein vielfaches günstiger einkaufen könnt. Außerdem sind die Asiaten selbst so simpel gekleidet, dass ihr in einer aufwändigen Robe eher negativ auffallt, als dafür Bewunderung zu ernten. Nebenbei hilft das milde Klima dabei, das Gepäckstück leicht zu halten und trotzdem für jeden Anlass etwas dabei zu haben ohne Kompromisse einzugehen. Doch jetzt genug drumherum geredet – hier kommt die ultimative Asien-Packliste:

Kleidung
Für den Flug empfehlen wir den Zwiebellook. T-Shirts und eine lange Hose wirst du in Tempelanlagen immer wieder brauchen und auch ein dünnes Strickjäckchen sollte in religiösen Einrichtungen deine Schultern bedecken und hält dich mit Sicherheit in der ein oder anderen langen Strandnacht warm. Lange Kleidung verhindert außerdem, dass du dich bereits beim Hinflug erkältest. Ein Geheimtipp der Redaktion: Pack‘ dir einen dünnen Schal ein. Während dem Flug kannst du ihn als Decke oder Kissen verwenden und im Urlaub wird er entweder zum Pareo umfunktioniert oder abends galant über die Schultern geworfen.

Tagsüber in Asien
Sobald du angekommen bist, kannst du dich dann nur noch deinen kurzen Klamotten widmen. Tagsüber sind dabei ein T-Shirt und kurze Hosen vollkommen ausreichend. Da zum Standardprogramm des Asienurlaubs die Besichtigung von Großstädten oder Touren durch die Natur gehören, kannst du die schneeweißen Klamotten mit gutem Gewissen Zuhause lassen – du wirst dich nur ärgern, wenn sie nach einem erlebnisreichen Tag die Farbe des Bodens angenommen haben. Solltest du vorhaben sehr aktiv zu sein, vergiss nicht festes Schuhwerk – optimaler Weise luftdurchlässige Sportschuhe – mitzunehmen.

Ein Anblick zum Verlieben: Asien bietet Action und Entspannung (Foto: Paulwip / pixelio.de)

Ein Anblick zum Verlieben: Asien bietet Action und Entspannung (Foto: Paulwip / pixelio.de)

Wilde Nächte
Für das Abendprogramm, Restaurant- und Barbesuche oder auch nur für den „Sex and the City“-Strandauftritt, kannst du dir massenhaft Tuniken und lange Strandkleider mitnehmen, die nicht nur das ultimative Urlaubsfeeling vermitteln, du bist damit auch immer passend angezogen. Einen Cocktail in der Hand, eine riesige Blume im Haar und das Outfit ist komplett. Wenn du dich abends nicht nur an Strandbars oder auf Beachpartys aufhältst, wirst du das ein oder andere Mal auch am Abend Schuhe anziehen müssen. Hier reichen aber offene Riemchensandalen vollkommen aus. Da asiatische Städte nicht immer die saubersten sind, wirst du zwar regelmäßig mit kohleschwarzen Füßen zurückkommen, die sind jedoch schnell wieder abgewaschen.

Hygieneartikel
Absolutes Must-have für Asien ist ein starkes Spray gegen Insekten. Vor allem abends am Strand sind die Mücken sehr aggressiv und an vielen Orten gibt es Moskitos. Lass‘ dich dazu am besten in der Apotheke beraten – du kannst jedoch die Stärke eines Sprays immer am Deet-Wert erkennen. Je höher dieser Wert desto mehr Abstand halten die Mücken zu dir. Ansonsten können wir dir empfehlen Shampoo, Conditioner und sonstige Hygieneartikel nur in kleinen Mengen mitzunehmen. Entweder so, dass es genau für den Urlaub reicht oder ausreichend für die ersten Tage. Pflegeprodukte gibt es nämlich an jeder Ecke „en masse“ und außerdem oft um mehr als die Hälfte günstiger.

Reiseapotheke

Ein ganz besonderes Abenteuer: Asien ist vor allem wegen seiner Vielseitigkeit beliebt (Foto: K. Gießelmann / pixelio.de)

Ein ganz besonderes Abenteuer: Asien ist vor allem wegen seiner Vielseitigkeit beliebt (Foto: K. Gießelmann / pixelio.de)

Solltest du auf Medikamente angewiesen sein, solltest du diese natürlich in ausreichender Menge mit in den Urlaub nehmen. Auch Magenbeschwerden sind für viele Europäer in Asien keine Seltenheit, weshalb wir dir auch hier empfehlen deine Reiseapotheke entsprechend auszustatten. Ein Insider-Tipp vieler Asien-Urlauber ist es jedoch, bei gesundheitlichen Problemen eine örtliche Apotheke aufzusuchen, da die dortigen Bakterien oder Viren bei uns oft gar nicht vorkommen und somit die landesspezifischen Medikamente häufig wirkungsvoller sind als unsere heimischen.

Sonstiges
Selbstverständlich solltest du neben unserer Checkliste auch die typischen Reiseutensilien, wie Reisepass, Handyladekabel und Kreditkarte mitnehmen.

Die Koffer sind gepackt! Bleibt uns nur euch einen  wunderschönen Urlaub, der von Action bis Entspannung alles beinhaltet, zu wünschen.

 

Vorschau:

„In jedem Teil steckt ein kleines Stückchen Oma oder Opa“ – Designerin Nadine Psotta im Interview

Von Indonesien ins waschechte Schwabenland. Schwabenkind Designerin Nadine Psotta legte einen langen Weg für ihren Modetraum zurück. Bereits mit 12 Jahren entdeckte sie ihre Liebe zur Mode und arbeitete ab diesem Zeitpunkt hart an ihrem Traum. Nach einer Second-Hand-Boutique, Arbeiten für die Filmbranche und die Produktion ihrer ersten Kollektion in Indonesin, ist die Modedesignerin an ihrem großen Traum angekommen und führt nicht nur eine erfolgreiche Modelinie, sondern produziert inzwischen, ganz getreu dem Namen, ausschließlich im Schwabenland.

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Schwabenkind ganz privat: Designerin Nadine Psotta in ihrem Atelier. (© Ilona Schneider)

Face2Face: Wann wusstest du, dass du etwas mit Mode machen möchtest?
Nadine: Ganz genau am 06.07.1989, meinem ersten Tagebucheintrag. An diesem Tag habe ich Modeschöpferin gespielt. Von meinen Eltern habe ich viel Lob bezüglich meines Talents erhalten. Auch wenn dies eher große Elternliebe war, mein Weg ebnete sich damals genau in diesem Moment. Am Abend dieses Tages interviewte ich mich selbst und beendet des Interview mit folgendem Satz: „Und heute ist sie eine ganz bekannte Modeschöpferin“. Jedes mal, wenn ich diesen Satz lese, muss ich schmunzeln – Ich möchte definitiv einmal die Entwürfe von damals mit meinem heutigen Wissen umsetzen.

„In jedem Teil steckt ein kleines Stückchen Oma oder Opa“ – Designerin Nadine Psotta  im Interview

Verspielt und unkonventionell: Schwabenkind-Dirndl mit Blumenschmuck. (© www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Dein Modelabel wurde ja nach deinen Großeltern benannt, welche Geschichte steckt da dahinter?
Nadine: Meine Großeltern hießen Karl und Maria. Meine Oma war eine ganz begeisterte Näherin und hat viele Dinge mit mir umgesetzt. Aufgrund ihrer gradlinigen Phantasie, haben wir haben uns zwar immer die Köpfe eingeschlagen, ich konnte mich am Schluss aber immer gut durchsetzen. Wir haben sehr viel zusammen gearbeitet. Meine Oma war auch diejenige, die mir die Liebe zum Nähen und Designen beibrachte. Leider ist sie ein halbes Jahr vor meinem Modedesign Abschluss verstorben. In Anlehnung an meine Oma und meinen Opa habe ich deshalb die Modelinie Karla Maria begonnen, wobei Schwabenkind heute präsenter ist bzw. Karla Maria die Exklusivmarke von Schwabenkind ist.

Face2Face: Neben den Basics und Kindersachen gibt es auch die Kollektionen King Karl und Queen Maria. Wofür stehen diese Kollektionen?
Nadine: King Karl steht für meinen Opa den Karl und Queen Maria für meine Oma Maria.

Face2Face: Wie wird denn dein ganz eigener Stil und damit auch deine Kollektionen beeinflusst?
Nadine: Ich reise sehr viel und schaue mir auch gerne Dokumentationen über andere Länder und Kulturen an. Darüber erhalte ich immer ganz witzige Ideen.

Face2Face: Deine Kollektionen sind ja sehr farbenfroh – welche ist denn deine Lieblingsfarbe?
Nadine: Meine Lieblingsfarbe ist Petrol. Petrol oder Türkis, das sind meine persönlichen Favoriten.

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Ein Traum in Pink: Eines der vielen farbenfrohen Designs von Nadine Psotta. ( © www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Was möchtest du mit deinen Designs ausdrücken?
Nadine: Ich möchte zeigen, dass alles was nicht zusammen passt, am Schluss definitiv passend gemacht werden kann. Für meine Phantasie gibt es keine Grenzen und ich vertrete die Meinung, dass Schönheit immer im Auge des Betrachters liegt. Was mich auch immer genervt hat ist, dass wenn ich in einen Kinderladen rein gegangen bin, ich immer so viele Kleidungsstücke gesehen habe, die ich auch so gerne haben wollte, allerdings gab es diese natürlich nie in meiner Größe. Deshalb habe ich beschlossen, dass ich auch solch eine bunte und verrückte Mode machen möchte, allerdings für Erwachsene.

Face2Face: Symbolisieren diese Kollektionen deine Großeltern?
Nadine: In den Kollektionen steckt meistens ein kleines Stück Oma oder Opa. Sei es ein alter Stoff den ich verarbeite oder Rüschen und Knöpfe, die ich noch von meiner Oma geerbt habe.

Face2Face: Deine Kleidungsstücke werden ausschließlich im Schwabenland produziert. Was ist dir daran besonders wichtig?
Nadine: Die Produktion im Schwabenland ist mir auf Grund meiner guten Zusammenarbeit mit meinen Geschäftspartnern Brigitte und Gerhard von der Schwäbischen Alb besonders wichtig. Die hohe Qualität die sie mir bieten, ist einfach unschlagbar. Auch der kurze Anfahrtsweg und der rechtliche Schutz der mir im Inland zusteht, sind grundlegende Kriterien für meine Wahl. Was mir natürlich auch gefällt ist, dass man mich hier versteht, wenn ich „schwätze“, was in Asien generell nicht der Fall war, vor allem wenn ich „gemotzt“ habe.

Face2Face: Soll die Produktion im Schwabenland auch die Marke Schwabenkind symbolisieren?
Nadine: Ich will Schwabenkind definitiv nur noch im Schwabenland produzieren.

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Traditionell und doch verrückt: Das Waldmädchen von Schwabenkind. (© www.lichtformstudios.de)

Face2Face: Wie sieht denn der typische Kunde/die typische Kundin aus, die Schwabenkind kauft?
Nadine: Typische Kunden gibt es bei mir gar nicht. Bei mir kauft wirklich von der kleinen Prinzessin, die von ihrer Mutti etwas bekommt, bis zur Oma mit lila gefärbten Haaren. Das beste Erlebnis war auf einer Messe, als ich von weitem zwei Personen gesehen habe, die komplett in Lack und Leder gekleidet waren. Ich wunderte mich schon wo diese hin möchten, als ich an ihrem Namen erkannte, dass sie Stammkunden von mir waren. Im Endeffekt richtig geile Leute. Ich habe noch nie einen meiner Kunden kennengelernt der mir unsympathisch war.

Face2Face: Was hast du, was andere nicht haben?
Nadine: Ich denke meine Stärke liegt darin, dass ich mich nicht darum schäre was gerade Mode ist. Ich höre auf mein Herz und mache nur die Dinge, die mir Spaß machen. Mein großes Geheimrezept liegt wohl darin, dass es mir nicht darum geht das große Geld zu machen, sondern mich selbst in meiner Arbeit widerzuspiegeln.

Danke Nadine Psotta für den Einblick, dass hinter der Mode nicht nur Trends und schöne Schnitte stecken, sondern auch viel tiefgründige Bedeutung und ganz viel Herz.

http://schwabenkind.com

Vorschau:

Asiatisches Essen, Teil 6: Japanische Weihnachtstorte

Anders als in heimischen Gefilden gleicht das Weihnachtsfest in Japan eher dem Valentinstag, da sich lediglich die Liebsten gegenseitig beschenken. Statt mit Weihnachtsgans oder Kartoffelsalat mit Würstchen wird der Freudentag festlich mit Fast-Food zelebriert. Auch beim Weihnachtsgebäck sind deutliche Unterschiede festzustellen: Keine Plätzchen, sondern eine fruchtige Weihnachtstorte wird in Asien verzehrt. Schließlich beginnt im Dezember dort die Erdbeersaison. Wer etwas exotisches Flair in die christliche Tradition bringen möchte, der kann die sahnige Alternative ganz einfach nachbacken.

Fruchtig: Erdbeertorten sind das typische Weihnachtsgebäck in Japan (© Kurt F. Domnik / pixelio.de)

Fruchtig: Erdbeertorten sind das typische Weihnachtsgebäck in Japan (© Kurt F. Domnik / pixelio.de)

Zutaten für 18cm Durchmesser:

Für den Tortenboden:

  • 100g Mehl
  • 5 Eier
  • 100g Zucker
  • 5 Esslöffel Wasser
  • 2 Esslöffel Öl
  • 1 TL Backpulver

 Für die Füllung:

  • 300ml Sahne
  • 250g Erdbeeren
  • 50g Zucker

1. Die Eier auftrennen und das Eigelb mit dem Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen.

2. Öl und Wasser hinzugeben und weiterrühren. Nun das Backpulver mit dem Mehl vermischen und ebenfalls dazugeben.

3. In einer weiteren Schüssel das Eiweiß steif schlagen und zum Teig hinzugeben.

4. Den Teig in eine gefettete Backform gießen und bei 180 Grad Celsius circa 45 Minuten ausbacken. Hierbei sollte man nach den ersten zehn Minuten den Kuchen mit einer Aluminiumfolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

5. Nach dem Backen die Torte auskühlen lassen und in zwei gleich große Scheiben schneiden.

6. Für die Füllung die Sahne in einer Schüssel steif schlagen und den Zucker hinzugeben.

7. Die Hälfte der Erdbeeren in Stücke schneiden und mit fünf Esslöffeln Schlagsahne vermischen.

8. Die entstandene Erdbeer-Sahne-Mischung auf den unteren Tortenboden streichen und den zweiten Boden darauf platzieren.

9. Mit der restlichen Sahne die Torte ganz eindecken und mit den übrigen Erdbeeren verzieren.

Vorschau: Nächste Woche geht die kulinarische Reise mit einem Rezept für Auberginen-Tomatenstapel nach Russland.

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Weitere Serienteile:
Teil 1: Karepan
Teil 2: Onigiri
Teil 3: Frühlingsrollen
Teil 4: Wan Tan
Teil 5: Sesam- und Grüntee-Eis

Asiatisches Essen, Teil 5: Sesam- und Grüntee-Eis

Als Land der aufgehenden Sonne bekannt, hat Japan vielerlei exotische Delikatessen zu bieten, wenn es um Eiscreme geht. Mögen Kreationen wie Knoblauch und Spinat für Europäer auch befremdlich wirken, so garantieren sie doch eine einmalige Erfahrung. Wer nicht zu viel riskieren möchte, kann sich als Eis-Einsteiger an Kreationen wie Sesam und Grüntee wagen. Nicht grundlos gelten diese Sorten als äußerst beliebte Geschmacksrichtungen in der Heimat des Lächelns.

Erfrischend anders: Japanische Eissorten(© birgitH / pixelio.de)

Erfrischend anders: Japanische Eissorten(© birgitH / pixelio.de)

Zutaten und Materialien für ein Liter Sesam-Eis:

  • 700ml Milch
  • 250ml Sahne
  • 150g Zucker
  • vier Esslöffel Sesam
  • vier Eigelb
  • eine Pfanne, ein Mörser, ein Topf, ein Löffel

1. Den Sesam kurz in einer ungefetteten Pfanne rösten und mit dem Mörser zerstoßen.

2. Nun den Sesam mit 100 Gramm Zucker, der Milch und der Sahne solange in einem Topf kochen, bis der Zucker sich aufgelöst hat.

3. Die übrigen 50 Gramm Zucker dem Eigelb hinzufügen und alles cremig schlagen.

4. Das gezuckerte Eigelb anschließend in den Topf dazugeben und solange mit der Flüssigkeit verrühren, bis diese eindickt.

5. Die Masse abkühlen lassen und im Gefrierfach für fünf Stunden fest werden lassen. Dabei sollte das Eis jede halbe Stunde durchgerührt werden, damit sich keine großen Eiskristalle bilden.

Zutaten und Materialien für ein Liter Grüntee-Eis:

  • 200ml Milch
  • 200ml Sahne
  • 100g Zucker
  • 10g Matcha (grüner Pulvertee)
  • zwei Schüsseln, ein Löffel

1. Zucker und Matcha in einer Schüssel vermengen. Nach und nach Milch unterrühren und gut durchrühren.

2. In einer weiteren Schüssel die Sahne steif schlagen und zur Flüssigkeit hinzugeben.

3. Alles miteinander verrühren und das Gemisch im Gefrierfach für fünf Stunden fest werden lassen. Auch dieser Gaumenschmaus muss jede halbe Stunde durchgerührt werden, um große Eiskristalle zu vermeiden.

Vorschau: Nächste Woche stellt euch Face2Face den Beruf des Filmemachers vor.

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Weitere Serienteile:
Teil 1: Karepan
Teil 2: Onigiri
Teil 3: Frühlingsrollen
Teil 4: Wan Tan
Teil 6: Japanische Weihnachtstorte

Um die halbe Welt in „Das Jahr des Tigers“– eine Rezension

Um die halbe Welt in „Das Jahr des Tigers“– eine Rezension

Das Titelbild: Das Gebirge des Himalaya in Tibet (Foto: Wagner Verlag)

Nach dem chinesischen Kalender war 2010  das Jahr des Tigers. Ein gutes Zeichen, um zu einer achtmonatigen Reise über Land von Marburg nach Singapur und zurück bis nach Lissabon aufzubrechen, fand die Autorin und Weltreisende Tatjana Kröger, die im Jahr des Tigers 1962 geboren wurde. Eine Rezension ihres Reisebuches lest ihr heute hier bei Face2Face .

„Auf dem Landweg zweimal quer durch ganz Europa und Asien? Und ganz allein als Frau?“, empört sich der Klappentext des Buches und stellt damit die Fragen, die sich wahrscheinlich jeder Leser dieses Reiseberichts zu Anfang des Buches stellt. „Eine wahnwitzige Idee“, so könnte man meinen, aber „es geht doch!“, weiß Kröger zu berichten.

Um eine Vorstellung von den Dimensionen der Reise zu bekommen, empfiehlt es sich einen Blick in das Nachwort zu werfen: „Ich legte auf dieser Reise eine Entfernung von 53.798 Kilometern zurück, davon 21.991 mit dem Bus, 18.783 Kilometer mit dem Zug, 9.436 Kilometer mit dem Auto und 3.083 Kilometer mit dem Jeep.“  Eine Reiselänge, die mit jeder Weltreise konkurrieren kann und bei einem Blick auf die Strecke ein bisschen an die Reise Marco Polos, des berühmten China-Reisenden aus dem 13. Jahrhundert, erinnert .

Die Reiseroute führte die Autorin durch alle Klimazonen von „klirrender Kälte“ bis „tropischer Schwüle“. Ein Jahr hatte Kröger im Voraus begonnen ihre Reise zu planen, um vorbereitet auf gefährliche Länder, wie den Iran oder Tibet zu sein. Auch Visa mussten rechtzeitig beantragt werden.: „Die Kosten für Visa erreichten ungeheure Dimensionen mit insgesamt 819 Euro, das russische Visum schlug dabei mit 153 Euro zu Buche, das iranische mit 145 Euro.“

Erlebt hat Kröger so einiges. „Sie fischt im zugefrorenen Baikalsee, lernt bei Nomaden in der Mongolei die tägliche Hausarbeit, streichelte Tiger in einem Waldkloster in Thailand, nimmt in Malaysia an einer traditionellen Hochzeitsfeier teil, macht Station am Basislager des Mount Everest, sieht in Pakistan die Prozessionen zum großen islamischen Fest Anschura.“ Dies alles berichtet Kröger in ihrem Buch in einer Mischung aus persönlichem Reisetagebuch und mit Fakten versehenem Reisebericht.  Im Vergleich mit dem Taj Mahal in Indien oder der Tempelstadt Angkor in Kambodscha werden deutsche Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der Rolandsbogen oberhalb des Rheins in einer anderen Relation gesehen: „Der Rolandsbogen ist ziemlich unspektakulär und bröckelig, erinnert eher an den Bogen im Zaubereiministerium im fünften Band von Harry Potter, und ein Bogen ist er eigentlich auch nicht, sondern ein stehen gebliebener Fensterrahmen.“

Für diejenigen, die das Buch nicht nur als Lesevergnügen kaufen , sondern auch zu Planungszwecken einer eigenen Reise verwenden möchten, hat Kröger am Ende ihres Buches noch einmal eine Liste ihrer persönlichen Highlights in den Kategorien „Natur Wunder“, „Architektonische Wunder“, Kulinarische Highlights“, „Kulturelle Highlights“ und „Schönste Strecken“ aufgestellt.  

Das Buch selbst beinhaltet aber vielmehr als nur eine Aufzählung von besuchten Monumenten und Wundern der Natur. Auch von viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft wissen Buch und  Autorin zu berichten und so endet auch das Buch mit einer Danksagung nicht nur an Freunde und Verwandte, die Kröger unterstützt haben, sondern auch an die „vielen Menschen in allen Ländern für ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in zahllosen Situationen meines Reisealltags. Ohne sie alle wäre diese Reise nicht möglich gewesen. Als Alleinreisende ist man ganz besonders auf Kontakte zu den einheimischen Menschen angewiesen, und gerade das ist es letztlich auch, was eine Reise wirklich reisenswert macht.“

Vorschau: Am Dienstag, 23. April geht es in der Reiserubrik weiter mit einem Artikel über die derzeitige Kulturhauptstadt Europas: Marseille.

Asiatisches Essen, Teil 4: Wan Tan

Was in deutschen Gefilden nur in China-Restaurants angeboten wird, findet sich im Herkunftsland an jeder Straßenecke. Bei den kulinarischen Klassikern, die auch Hun Tun genannt werden, handelt es sich um gefüllte Nudelteigtaschen – eine Unterkategorie von Dim Sum (Anm. d. Red.: Dim Sum bezeichnet ein großes Spektrum an kleinen Gerichten mit Füllung). Als Suppe schreibt man Wan Tan sogar heilende Kräfte für Magen und Milz zu. Gekocht, gegart oder gebacken eignen sich die China-Kracher für den Gaumen vor allem als Vorspeise, Beilage oder als kleiner Snack. Die Füllung ist dabei so vielfältig wie die Zubereitung selbst: Traditionell mit Schweinefleisch serviert, gibt es die Teigtaschen auch mit Meeresfrüchten, Huhn oder ganz vegetarisch. Die herzhaften Täschchen aus der chinesischen Küche sind auch am heimischen Herd schnell und mühelos zubereitet.

Asiatisches Essen, Teil 4: Wan Tan

Gesund: Wan Tan Suppe werden heilende Kräfte zugesagt (© Clemens Lubitz / pixelio.de)

Zutaten und Materialien für Wan Tan:
Für die Füllung:

  • 250g Hackfleisch (Schwein)
  • eine Knoblauchzehe
  • zwei Frühlingszwiebeln
  • Salz, Pfeffer, Ingwer und Sojasoße zum Würzen
  • Öl
  • eine Pfanne und ein Messer

Für die Teigtaschen:

  • Wan Tan-Teig
  • ein Ei
  • Öl
  • Süß-Sauer-Soße zum Servieren
  • eine Pfanne, einen Teller, einen Löffel, eine Schüssel und eine Gabel zum Verquirlen

Zubereitung:

1. Die Frühlingszwiebeln in kleine Ringe schneiden. Den Knoblauch und den Ingwer würfeln.

2. Etwas Öl in eine Pfanne geben und das Fleisch darin anbraten bis es fast gar ist. Erst dann die Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer dazu geben und mit Sojasoße, Salz und Pfeffer nach Belieben würzen. Anschließend die Pfanne zum Auskühlen zur Seite stellen.

3. Die Wan-Tan-Teigblätter auf einem Tisch ausbreiten und ein Ei verquirlen. Nun die Ecken des Teigs mit dem Ei bestreichen und ein bis zwei Löffel der Füllung in die Mitte geben.

4. Die Blätter verschließen: Dafür können diese diagonal zusammengeklappt und die Ränder zu kleinen Dreiecken ausgedrückt werden. Weiterhin kann man alle vier Ecken nach oben ziehen und zusammendrehen. Welche Form die Wan Tan auch annehmen – ihre Enden sollten anschließend mit etwas Ei gut verklebt werden.

5. Nun Öl zum Frittieren in eine Pfanne geben und diese vorheizen. Anschließend die Wan Tan darin goldbraun anbraten und dabei mehrfach wenden. Die fertigen Teigtaschen auf einem Teller abtropfen und auskühlen lassen. Beim Servieren die Süß-Sauer-Soße dazu reichen.

Tipp:

  • Wan Tan-Teig kann man in asiatischen Supermärkten in der Tiefkühlabteilung kaufen. Alternativ eignet sich auch der Frühlingsollen-Teig dafür.
  • Wer zur gesünderen Variante greifen und die Wan Tan lieber garen möchte, kann dies ohne großen Aufwand tun. Hierfür lediglich Wasser in einem Topf kochen und ein Sieb darüber anbringen. Das Sieb darf dabei das Wasser nicht berühren. Die Taschen anschließend darauf fünfzehn Minuten dämpfen.

Vorschau:
Nächste Woche verrät euch die Tipps&Tricks-Redaktion, mit welchen Mitteln eure nächste Hausparty zum Erfolg wird.

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Weitere Serienteile:
Teil 1: Karepan
Teil 2: Onigiri
Teil 3: Frühlingsrollen
Teil 5: Sesam- und Grüntee-Eis
Teil 6: Japanische Weihnachtstorte