Gesunde Snacks für Schule, Uni und Arbeit, Teil 6: Roll it

Ihr legt Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung und habt keine Lust auf Mensa- oder Kantinenessen?

Face2Face hat für euch leckere Snackideen parat, die euch den Tag in der Schule, der Uni oder bei der Arbeit versüßen. Außerdem verraten wir euch, weshalb die Zutaten für unsere Snacks so gesund sind. Beim letzten Mal ging es an dieser Stelle um fruchtige Shakes. Heute gibt es wieder was zu Beißen.

Pancakes zum Frühstück – wer kann dazu schon nein sagen? Ihr auch nicht? Dann kann´s ja losgehen!

Kinderleicht: Für einen Pfannkuchenteig braucht ihr nur wenige Zutaten (Foto: T. Gartner)

Kinderleicht: Für einen Pfannkuchenteig braucht ihr nur wenige Zutaten (Foto: T. Gartner)

Ihr braucht (für 2-3 Pfannkuchen):

  • 1 Tasse Mehl
  • 1 Tasse Milch
  • 1 Ei
  • Eine Prise Salz

Das ist erst einmal das einfache Grundrezept für den Teig. Wer bereits hier nicht auf sein Lieblingsobst verzichten möchte, kann es einfach pürieren und zur Teigmasse dazugeben. Ob Banane, Himbeeren oder Mango – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für den Teig braucht ihr keinen Extrazucker – das beigemischte Obst beziehungsweise die Füllung geben ausreichend Süße, sodass ihr ein wenig Zucker einsparen könnt.

Ihr braucht (für die Füllung):

  • Obst eurer Wahl

Und so geht´s:
1. Mit einem Rührgerät zuerst das Ei verquirlen. Eier enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen, wie Kalzium und Eisen, vor allem viel Eiweiß, das vom menschlichen Körper sehr gut verwertet werden kann. Ihr wollt wissen woher euer Ei kommt und vor allem wie die Hühner gehalten werden? Dann findet ihr HIER hilfreiche Tipps und Links zum nachhaltigen Lebensmittelkonsum. Gebt nun die übrigen Zutaten hinzu und verrührt das Ganze zu einem Teig. Je nachdem wie dünn ihr eure Pfannkuchen wollt, könnt ihr entweder mehr Milch (dünner) oder weniger Milch (dicker) hinzugeben.

2. In einer beschichtete Pfanne etwas Öl oder Butter erwärmen.

3. Nun den Teig in die Pfanne geben und den Pfannkuchen ausbacken. Wenn die Oberfläche nicht mehr flüssig ist, kann er mit einem Kunststoffspatel (Metall zerkratzt die Beschichtung der Pfanne) gewendet werden.

4. Lasst die Pfannkuchen anschließend ein wenig auskühlen, sonst „schwitzen“ sie in euer Vesperdose und werden schlabbrig.

Lecker: Beerenmix als Füllung für den Pfannkuchen (Foto: T. Gartner)

Lecker: Beerenmix als Füllung für den Pfannkuchen (Foto: T. Gartner)

5. Jetzt könnt ihr die Pfannkuchen mit dem Obst eurer Wahl belegen oder/ und mit Marmelade bestreichen. Die Lieblingsvariante der Tipps&Tricks-Redaktion ist übrigens ein Bananen-Pancake mit frischer Erdbeernote. Dazu einfach eine Banane pürieren und in den Teig geben. Den fertigen Pfannkuchen dünn mit Erdbeermarmelade bestreichen und Bananenstücke darauf verteilen. Erdbeeren enthalten Eisen und Vitamin C. Außerdem binden sie krebserregende Stoffe und machen diese unschädlich. Die Banane sättigt aufgrund der vielen enthaltenen Kohlenhydrate nicht nur optimal, sondern liefert auch jede Menge wertvolles Magnesium, das zum Aufbau von Muskel-, Nerven- und Knochenzellen eingesetzt wird.

6. Rollt die Pfannkuchen und legt sie in eine niedrige, längliche Box so dicht aneinander, dass sie nicht aufgehen, sonst gibt es vermutlich eine ziemliche Sauerei. Wer in seine Vesperdose noch etwas anderes packen will oder keine passende hat, kann die gerollten Pfannkuchen in Alufolie einschlagen.

Die Tipps & Tricks-Redaktion wünscht guten Appetit!

Weitere Serienteile
Teil 1: Frühstücksvitaminbombe
Teil 2: Grünzeug
Teil 3: Süße Früchtchen
Teil 4: Herzhaftes
Teil 5: Obst mal anders

Vorschau: Nächste Woche gibt euch Gülcin Tipps für leckere Milkshakes und Lassies.

Gesunde Snacks für Schule, Uni und Arbeit, Teil 5: Obst mal anders

Ihr legt Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung und habt keine Lust auf Mensa- oder Kantinenessen?

Face2Face hat für euch leckere Snackideen parat, die euch den Tag in der Schule, der Uni oder bei der Arbeit versüßen. Außerdem verraten wir euch, weshalb die Zutaten für unsere Snacks so gesund sind. Nach dem herzhaften letzten Teil der Serie, wird es heute wieder fruchtig-süß.

Obst mal anders: Püriert und in Flaschen abgefüllt ist Obst der perfekte Snack (Foto: T. Gartner)

Obst mal anders: Püriert und in Flaschen abgefüllt ist Obst der perfekte Snack (Foto: T. Gartner)

Wer bei ganzen Früchten eher selten zugreift, kann Apfel, Banane und Co. auch einfach pürieren. Ein Frucht-Shake erfrischt, liefert Vitamine und Energie und schmeckt dazu noch richtig gut. Obst mal anders eben.

Kombinationsmöglichkeiten gibt es viele. Wir stellen euch heute drei Rezepte vor, die natürlich auch nach Belieben abgeändert werden können. Selbst pressen oder doch im Supermarkt einkaufen – je nachdem wieviel Zeit ihr in eure Shakes investieren wollt, könnt ihr zwischen einer aufwendigeren und eine weniger aufwendigen Methode wählen.

Urlaubsfeeling mit dem Virgin Colada:

  • Ananas (frisch oder aus der Dose): Die Ananas hält ein ganzes Arsenal an Mineralstoffen und Spurenelementen bereit, die unseren Körper fit und gesund halten. Das in ihr enthaltene Jod hilft uns beispielsweise beim Denken – nicht ungünstig, wenn man in der Schule, der Uni oder auch auf der Arbeit sitzt.
  • Kokosmilch: Kokosmilch enthält Fett – aber keine Sorge: Nicht das „böse“ Fett, das sich an Beinen, Bauch und Po ablagert. Die sogenannten mittelkettigen Fettsäuren der Kokosmilch werden vom Körper als schneller Energielieferant genutzt. Außerdem soll die Milch der Kokosnuss gegen Akne helfen.
  • Orangensaft (selbstgepresst oder selbst gekauft): In 100 Gramm Orangenfleisch stecken 50 Milligramm Vitamin C, das die Abwehrkräfte stärkt. Mit einer großen Orange, die ohne Schale etwa 200 Gramm wiegt, kann man den Tagesbedarf eines Erwachsenen decken.

Erfrischung pur:

  • Erdbeeren: Sie schmecken nicht nur den meisten von uns, sondern fördern mit ihrem hohen Gehalt an Ballaststoffen die Verdauung. Außerdem enthalten auch sie, wie die Orange, viel Vitamin C und stärken so die Abwehrkräfte.
  • Kokosmilch
  • Ananas (frisch oder aus der Dose) oder Ananassaft
  • Minze: Die Pfefferminze wirkt verdauungsfördernd, beruhigend und lindernd bei Kopfschmerzen – nicht umsonst wurde sie 2004 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Noch eine gute Nachricht: Pfefferminze ist sehr genügsam – ihr könnt sie also problemlos auf eurem Balkon oder Garten anpflanzen und euch für eure Shakes (oder einen frischen Tee) immer direkt bedienen.

Frühstück aus der Flasche:

  • Kiwi: Zwei Kiwis decken den Tagesbedarf an Vitamin C. Außerdem enthält die grüne Frucht Kalium, das für die Reizübertragung an Muskeln und Nervenzellen sowie für die Blutdruckregulation zuständig ist.
  • Banane: „Gute Laune, die man essen kann“ titelt die Uni Marburg über die Banane. Durch ihren Verzehr kommt der Botschafter-Stoff Serotonin, der für Stimmung sorgt, auf Trab – Unlust-Gefühle adé! Außerdem enthalten Bananen eine ideale Mischung aus Kohlenhydraten und sogenannten Fitness-Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium.
  • Orangen- oder Multivitaminsaft
Liefert Energie für lange Arbeitstage: Der Obst-Shake (Foto: T. Gartner)

Liefert Energie für lange Arbeitstage: Der Obst-Shake (Foto: T. Gartner)

Wer es etwas gehaltvoller möchte, kann nach dem Pürieren noch Haferflocken oder Leinsamen hinzugeben. Haferflocken sind besonders nährstoffreich. Hafer hat einen Eiweißgehalt von beinahe zwölf Prozent und setzt sich überwiegend aus essentiellen Aminosäuren zusammen, also Bausteinen, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Leinsamen regen die Verdauung an und helfen auch bei Verstopfung.

Übrigens: Wer sich an einen grünen Smoothie wagen will, wird HIER fündig.

Und so geht´s:
1. Alle Zutaten klein schneiden, gegebenenfalls schälen oder/ und entkernen und pürieren.
2. In Flaschen abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren.

Tipp:
Der Umwelt zuliebe solltet ihr eure Flaschen wieder verwerten. Ihr könnt zum Beispiel die Glas- oder Plastik-Flaschen von Smoothies aus dem Supermarkt auswaschen und immer wieder befüllen. Für Plastikflaschen ist die Spülmaschine zu heiß – sie verziehen sich und lassen sich nicht mehr schließen. Damit keine Rückstände in den Flaschen zurückbleiben, spült ihr sie am besten immer direkt nach dem Leertrinken mit klarem Wasser aus.

Die Tipps&Tricks-Redaktion wünscht guten Appetit!

Weitere Serienteile
Teil 1: Frühstücksvitaminbombe
Teil 2: Grünzeug
Teil 3: Süße Früchtchen
Teil 4: Herzhaftes

Vorschau: Nächste Woche gibt Nina Tipps, wie ihr die Spülmaschine effektiv einräumen könnt.

Die Sache mit dem Doktor oder warum ich promovieren will

Warum Promovieren? Darum eben! (©S.Hofschlaeger / pixlio.de)

Warum Promovieren? Darum eben! (©S.Hofschlaeger / pixlio.de)

Mit dem Masterzeugnis in der Tasche wandere ich erst einmal zum Kopierer. Ich will mich aber nicht für irgendwelche Arbeitsstellen bewerben, nein, mein Plan ist es, erst einmal zu promovieren. Sobald ich das aber erzähle heißt es erst einmal: „Warum?“ Dicht gefolgt von „Jetzt?“ und „Was willst du später damit machen?“

Ja, es mag sich für manche etwas verrück anhören, wenn eine Mutter, die gerade erst ihr drittes Kind bekommen hat, sich nicht ein bis drei Jahre nur um eben dieses kümmert, sondern gleich wieder loslegen will. Auch in einer Zeit, in der Kindertagesstätten für Einjährige deutschlandweit zu finden sind und Väter ebenso Elternzeit nehmen können, wie Mütter. Doch das bin ich gewohnt, immerhin bin ich auch 2013, als meine Tochter geboren wurde, nach dem Mutterschutz wieder arbeiten und studieren gegangen. Mit Kind. Zum Glück kein Problem für meinen Arbeitsalltag. Und so konnte ich es auch schaffen in fünf Semestern meinen Master zu machen und zwei Kinder zu bekommen – vier Semester sind die Regel. Warum sollte ich also nicht jetzt promovieren?

Tatsache ist auch, was ich an der Uni bisher gemacht habe, macht mir großen Spaß. Das Analysieren von Texten, das Erarbeiten von Zusammenhängen, das liegt mir. „Du arbeitet ja nur theoretisch“, meinte mein bester Freund einmal kopfschüttelnd, aber für mich sieht die Sache anders aus. Ich finde, ich arbeite nur praktisch, am Objekt meiner Arbeit, dem Text. Am liebsten würde ich mein Leben lang nichts anderes machen, als so zu arbeiten. Davon abgesehen, dass zu promovieren und weiterhin an der Uni zu arbeiten mir eine gewissen Flexibilität gibt, die andere Berufe nicht haben und die ich als Mutter gut gebrauchen kann.

Promovieren an der Uni: Einen Versuch wert (©Birgit Winter / pixelio.de)

Promovieren an der Uni: Einen Versuch wert (©Birgit Winter / pixelio.de)

Aber, um das tun zu können, muss ich erst einmal promovieren und dann versuchen, weiter zu machen, was erstens finanziell problematisch wird (wenig Lohn) und auch logistisch kompliziert werden kann. Ein Grund es von vorneherein nicht wenigstens zu versuchen ist das aber nicht. Mein bester Freund – genau der, der findet, ich arbeite nur theoretisch – wollte sein Leben lang Fluglotse werden. Er schwärmte immer davon und traute sich nach dem Abitur dann doch nicht, sich zu bewerben, sondern studierte erst einmal etwas ganz anders. Kaum hatte er seinen Abschluss in der Tasche aber, wagte er den Versuch. Nein, er ist kein Fluglotse geworden, aber er arbeitet heute in einem ähnlichen Bereich am Flughafen und ist überglücklich, doch noch gewagt zu haben, seinen Traum wahr werden zu lassen.

Nur Theorie? Ansichtssache (©Bernd Kasper / pixelio.de)

Nur Theorie? Ansichtssache (©Bernd Kasper / pixelio.de)

Ich werde vielleicht nie Professorin, Bestsellerautorin oder gewinne den Pulitzer-Preis, aber das hindert mich nicht daran, weiter an mir zu arbeiten, mein Bestes zu geben und es immer wieder zu versuchen. Was wäre ich für eine Mutter, wenn ich das nicht meinem Kind vorleben könnte, was ich mir von ihm auch wünsche? Darum, darum jetzt und darum ist es nicht wichtig, heute zu wissen, was ich morgen damit machen will. Denn dann werde ich immer noch sagen können, ich bin meinem Weg gefolgt und bereue es nicht. Immerhin gibt ein Sprichwort, das auf Marc Twain zurückgeht, der gesagt hat: „In 20 Jahren wirst Du dich mehr ärgern über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die, die du getan hast. Also wirf die Leinen und segle fort aus deinem sicheren Hafen. Fange den Wind in deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke.“

Vorschau: Nächste Woche nimmt sich Anna für euch die Yoga-Klischees vor.

Zukunftsvision Arbeitsplatz

„Morgen“, murmele ich schlaftrunken, während ich mir eine Tasse Kaffee eingieße. Dem Gang eines Untoten gleich schlurfe ich zur Coach und lasse mich in die weichen Kissen sinken. „Wie sieht dein Tag heute aus?“, fragt mich mein Freund, der eindeutig fitter ist als ich. „Och, heute Morgen arbeite ich im Homeoffice, dann brauch ich mich wenigstens nicht fertig zu machen. Heute Mittag gibt´s dann eine Hologramm-Schaltung mit dem Chef. Dafür sollte ich mir vielleicht die Haare kämmen.“ Beim Gedanken daran, dass mich mein Chef ungeschminkt, mit zerzaustem Haar und in meinen heiß-geliebten rosa Hausschuhen sehen könnte, muss ich schmunzeln. „Und bei dir so?“, frage ich. „Wir arbeiten immer noch an dem Virtual Reality-Problem“, erklärt er, „deshalb fahre ich heute zu den Kollegen und erledige im Zug via Tablet schon einmal das Tagesgeschäft. Ich hoffe mal, dass wir das heute wieder in den Griff bekommen. Unsere Kunden in Shanghai haben schon nachgefragt, wann wir uns mal wieder im virtuellen Raum die Hände schütteln können.“ „Verrückt, was heute alles möglich ist“, sage ich gedankenversunken.

Nervennahrung und Sencha-Tee: So lässt es sich arbeiten, findet FilmKunstKultur-Mitarbeiterin Elisabeth (Foto: Peternek)

Nervennahrung und Sencha-Tee: So lässt es sich arbeiten, findet FilmKunstKultur-Mitarbeiterin Elisabeth (Foto: Peternek)

Und tatsächlich könnte sich die Arbeitswelt, so wie wir sie heute kennen, wesentlich verändern. Moderne Technik und innovative Ideen machen´s möglich.

Die Gamescom im vergangenen Jahr lieferte schon einmal erste Ausblicke auf das, was in einigen Jahren vielleicht sogar schon Alltag in einigen Unternehmen sein könnte. Der wie eine Art Laufstall wirkende Virtualizer ermöglicht beispielsweise Bewegungen in virtuellen Welten ohne Änderung der Position in der Realität. Taucherbrillen-ähnliche Konstruktionen lassen den Gamer – in Zukunft vielleicht auch den Angestellten? – in eine Parallelwelt abtauchen.

Das Potenzial dieser Datenbrillen hat scheinbar auch Facebook erkannt und übernahm für 2,3 Milliarden Dollar Ocolus VR, deren Brille wir 2013 auf der Gamescom testeten. Facebook-Chef Mark Zuckerberg begründete den Kauf so: „Wir bereiten uns auf die Plattformen der Zukunft vor.“ Weiter sagte er: „Oculus hat die Chance, die sozialste Plattform aller Zeiten zu erschaffen und damit die Art und Weise zu verändern, wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren.“ Die Tatsache, dass eine Persönlichkeit wie Zuckerberg, dem man ein gewisses Gespür für moderne Entwicklungen zugestehen muss, voraussagt, dass die Datenbrillen nicht nur unsere Freizeitgestaltung, sondern auch unseren Arbeitsalltag revolutionieren können, ist ein weiteres Indiz für die Zukunftsfähigkeit der Virtual Reality.

Hat Spaß an ihrer Arbeit beim SWR, auch wenn der der Schreibtisch auch mal etwas chaotischen ist: Anja, Mitarbeiterin der Face2Face-Sport-Redaktion (Foto: Rambacher)

Hat Spaß an ihrer Arbeit beim SWR, auch wenn der der Schreibtisch ab und an mal etwas chaotisch ist: Anja, Mitarbeiterin der Face2Face-Sport-Redaktion (Foto: Rambacher)

Einen Überblick über mögliche Entwicklungen zum Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“ liefern die Betreiber des CeBit-Blogs im Rahmen einer von ihnen gestarteten Blogparade. Die Zukunftsvisionen der Blogger reichen von Homeoffice statt Büro über digitale Netzwerke und sogenannte Collaboration Tools zur Kontaktaufnahme mit Kollegen und Kunden bis hin zur Abschaffung der E-Mail.

Die Face2Face-Mitarbeiter haben ihre ganze eigene Sicht zum Thema Arbeitsplatz der Zukunft. „Ich glaub, dass keine noch so ausgefeilte Technik den persönlichen Kontakt ersetzen kann“, ist sich Anja (24) aus der Sport-Redaktion sicher. Konferenzen via Videochat oder Telefon seien ja heute schon üblich, dennoch erzielt ein persönlichen Gespräch ihrer Meinung nach viel besseren Konsens, zumal Verständnisschwierigkeiten eingedämmt werden könnten. „Ich finde es angenehm, mit mindestens zwei anderen Kollegen im Büro zu sein, das pflegt einerseits die Nähe und andererseits kann man schneller gemeinsam an Ideen feilen“, erzählt die Volontärin der SWR Media Services.

Schlicht und ordentlich: So mag Denis, bei Face2Face für IT und Support zuständig, seinen Arbeitsplatz (Foto: Pollach)

Schlicht und ordentlich: So mag Denis, bei Face2Face für IT und Support zuständig, seinen Arbeitsplatz (Foto: Pollach)

FilmKunstKultur-Mitarbeiterin Elisabeth (23) befürchtet, dass wir uns trotz mehr und mehr Möglichkeiten für Work-Life-Balance, wie Homeoffice und flexible Arbeitszeiten, auf eine ständige Erreichbarkeit per Telefon und Mail 24×7 einstellen müssen. „Die Wochenenden nur für Familie und Freunde ohne Gedanken an den Job sind wohl passé“, glaubt sie, „dann checkt man zwischen Fußballspiel des Sohnes und Ballettaufführung der Tochter nochmal schnell die Mails, um montagmorgens keine bösen Überraschungen im Büro zu erleben.“

„Mein Arbeitsplatz der Zukunft ist nicht allzu weit entfernt von meinem Arbeitsplatz heute“, ist sich Denis (23) sicher. Videokonferenzen, Instant Messenger und mobiles Internet sind in seinem Betrieb an der Tagesordnung. Für das tägliche Geschäft sei das sehr gut. Dennoch glaubt Denis, dass persönlicher Kontakt immer noch notwendig sein wird: „Das ist aus meiner Sicht eine wichtige Basis für ein gutes Miteinander.“

Alles griffbereit: So mag Redaktionsleiterin Tatjana ihren Schreibtisch (Foto: T. Gartner)

Alles griffbereit: Der Schreibtisch von  Face2Face-Redaktionsleiterin Tatjana (Foto: T. Gartner)

Als Redaktionsleiterin des Online-Magazins Face2Face kann ich mit Stolz sagen: Das Unternehmen der Zukunft ist bei uns bereits Realität. Allerdings auch mit all seinen Herausforderungen. Die Face2Face-Mitarbeiter arbeiten von daheim aus, die Kommunikation innerhalb der Redaktion findet größtenteils über Soziale Netzwerke und E-Mails statt. Obgleich diese Form der Zusammenarbeit viele Vorteile hat – jeder kann nach seinem eigenen Rhythmus arbeiten und hat gleichzeitig den Rückhalt einer flexiblen, da mehrheitlich mobil erreichbaren Community – so liegt die Herausforderung darin, eine persönliche Bindung herzustellen, sowohl zwischen Kollegen als auch zwischen den Mitarbeitern und dem Unternehmen selbst. Mit Konferenzen und persönlichen Mitarbeitergesprächen versuchen wir genau das zu erreichen. Ob sich das Konzept des Virtuellen Unternehmens, wie Face2Face eines ist, bewährt, wird die Zukunft zeigen.

Wie stellt ihr euch den Arbeitsplatz der Zukunft vor?

Vorschau: Am Dienstag, 22. April lest ihr bei uns im Panorama eine Umfrage zum Thema Kindheit in der DDR.

Logo LEGO!

Nur für Kinder? Kinder sind wir alle (Foto: Obermann)

Nur für Kinder? Kinder sind wir alle (Foto: Obermann)

Mein Küchenschrank ist leergeräumt. Alle flachen Schüsseln und Tupperdosen liegen im Wohnzimmer auf den Regalen verteilt. In ihnen sind kleine und größere Steinchen schön ordentlich sortiert, dort die grauen, hier die schwarzen und da drüben die weißen. Nicht genug, dass im Kinderzimmer das Baby den Inhalt der Duplokiste auf dem Boden verteilt hat und ich regelmäßig über die Steine stolpere, auf unserem Regal über dem Sofa thront seit zwei Wochen ein halbfertiges Prachtstück aus LEGO.

Nein, mein Großer wurde nicht auf Bauklötzchenentzug gesetzt. Seine Feuerwache ist im Spielzimmer einsatzbereit, denn endlich hat er den Dreh raus und baut tatsächlich selbst. Auch wenn er danach mit seinem Gebauten wenig anzufangen weiß. Das gute Stück im Wohnzimmer gehört dem größten Kind bei uns. Und das ist meine Schuld: Denn ich habe meinem Mann zum dreißigsten Geburtstag (liest sich erschreckend erwachsen) das ultimative Geschenk besorgt. Den LEGO Star Wars Todesstern.

Wir haben sie doch alle, diese eigentlich kindischen Wünsche, die wir uns selbst nie erfüllen würden. Eben weil sie kindisch sind, Spielzeug, auf gewissen Weise eben unnötig. Völliger Humbug sage ich und habe darum meinem Mann zu Weihnachten auch noch ein eigenes Laserschwert besorgt. Wir leben nur einmal und solche Träume sollte keiner auf die Seite schieben, nur weil er schon Geld verdient oder nicht mehr in der Kinderabteilung einkaufen kann. Das Kind in uns, in uns allen, darf nicht einfach todgeschwiegen werden.

Nützliches Ding: Im Spiel werden auch Große wieder klein und freuen sich (Foto: Obermann)

Nützliches Ding: Im Spiel werden auch Große wieder klein und freuen sich (Foto: Obermann)

Das Phänomen ist nicht neu. Bereits in der Romantik wurde das Motiv des goldenen Zeitalters als idealer Zustand gesehen. Das goldene Zeitalter war aber nicht unbedingt ein Jahr, es war die Zeit der Kindheit. Die Kindheit mit ihrem großen Staunen, ihrem Spaß an Neuem, der Neugier und Zufriedenheit. Und mit ihrem Spieltrieb. Und mal ganz plakativ: Schon Jesus sagt: Bringt die Kinder zu mir. Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, und so weiter.

Immerhin ist unser Leben schon „erwachsen“ genug. Wir müssen morgens aufstehen, zur Arbeit gehen, Geld verdienen, um Rechnungen zu bezahlen. Wir müssen einkaufen und kochen, aufsaugen und das Klo putzen, vom Babypopo abwischen ganz zu schweigen. Irgendwann brauchen wie Anti-Falten-Creme und zupfen uns graue Haare aus. Und deswegen sollen wir jetzt einfach aufhören zu spielen oder Star Wars Todessterne aus LEGO zu bauen? Auf keinen Fall. Indem ich also meinem Mann einen Wunsch erfülle, der ihn wieder zum Kind werden lässt, erlaube ich mir selbiges auch.

Damit meine ich jetzt keine Konkurrenzspiele, von Mensch ärger dich nicht zu Fußball. Diese Spielchen befreien nicht, viel mehr engen sie uns immer wieder in Machtstrukturen ein. Aber zwangloses Schaukeln, konzentriertes Bauen, befreiendes Malen – was auch immer wir schon als Kinder gerne gemacht haben. Spiele, bei denen wir unseren wild denkenden Kopf endlich mal abschalten können.

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Spieltrieb oder Entspannungsnot? Warum nicht beides (Foto: Obermann)

Daneben hat das Bauen mit LEGO beinahe schon therapeutische Züge. Wie schön da ein Steinchen auf das andere passt und sich zu einem großen Ganzen fügt. Die Zeit verfliegt, die Beutelchen werden leerer und man selbst ruhiger. Was könnte es besseres geben für gestresste Arbeitnehmer, Studenten oder Auszubildende? Wo Kinder Zusammenhänge lernen und Formen begreifen, finden Erwachsene Ruhe und Entspannung. Und mal ehrlich: Wenn das Gebaute dann fertig vor einem steht haben auch wir ein kleines Erfolgserlebnis. Und die sind im Leben doch selten geworden. Mal ganz davon abgesehen, könnte so ein kleiner Todesstern vielleicht nochmal nützlich werden. Irgendwann, vielleicht. In dem Sinne: Möge die Macht …

Vorschau: Sascha schreibt nächste Woche von den Momenten, in denen das Internet ausfällt.

„Liebe deinen Nächsten…“

Zweifelsohne: Nächstenliebe und die Bereitschaft, seinen Mitmenschen zu helfen, sind Tugenden. Doch aus der Tugend kann schnell ein Problem werden, nämlich dann, sobald aus dem „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ein „Liebe deinen Nächsten mehr als dich selbst“ wird.

„Liebe deinen Nächsten...“

One-Man-Show: Wer hilfsbereit ist, darf oft alles machen. (©Erysipel/Pixelio)

Nehmen wir mal Folgendes an: In einer WG leben fünf Personen. Idealerweise werden die Aufgaben des täglichen Lebens auf die einzelnen Bewohner aufgeteilt. Jeder hat etwas zu tun, für keinen wird es zu viel. Nun muss aber einer der Bewohner Überstunden schieben und schafft es nicht mehr die Wäsche zu waschen, was eigentlich sein Part im Haushalt wäre. „Könntest Du nicht vielleicht für mich einspringen?“, fragt er seinen Zimmernachbarn. Dieser ist unglaublich hilfsbereit, und versteht natürlich die Misere seines Mitbewohners und beruhigt: „Klar, das geht schon in Ordnung, ich mache diese Woche die Wäsche.“

Doch dann geht es weiter: Zwei Wochen später kommt unser Freund mit den Überstunden wieder auf den Hilfsbereiten zu. „Du, ich habe heute Abend eine Verabredung mit dieser unglaublich netten Kollegin. Du weißt schon: Die, mit der ich schon seit Ewigkeiten ausgehen will, die ich aber bisher nicht angesprochen habe, weil ich zu schüchtern war. Jetzt hat doch glatt sie mich gefragt, ob wir nicht heute Abend gemeinsam Essen gehen wollen. Das Problem ist: Ich müsste heute noch die Einkäufe für die WG erledigen… Könntest du das nicht vielleicht für mich übernehmen? Ich wäre dir ja unendlich dankbar.“ Die Antwort des Hilfsbereiten können wir uns schon vorher denken: „Na ja, in Ordnung; so eine Gelegenheit bekommt man ja nicht alle Tage. Geh‘ nur mit Deiner Kollegin aus, ich mach das schon mit den Einkäufen. Viel Spaß heute Abend.“

„Liebe deinen Nächsten...“

Happy Hour: Während einer schuftet, lassen es sich die anderen gut gehen (©Rainer Sturm/Pixelio)

Schnell hat sich unter den anderen Bewohnern der WG herumgesprochen, wie verständnisvoll und zuvorkommend einer ihrer Mitbewohner ist. Ehe sich der Hilfsbereite versieht, hat er einen ganzen Berg voller Aufgaben am Hals und schmeißt den Gemeinschafts-Haushalt praktisch im Alleingang.

Sein Problem: Der Gutmütige ist nicht nur hilfsbereit, er ist schon geradezu naiv und kann nicht „nein“ sagen. Er will jedem helfen und einspringen, wo es nur geht. Auch wenn er selbst gerade jede Menge Arbeit hat und eigentlich keine Zeit hätte, so übernimmt er trotzdem noch die Aufgaben anderer. Dabei vergisst er seine eigenen Bedürfnisse, vergisst, dass er auch etwas Ruhe braucht. Er möchte für jeden da sein, doch das geht de facto einfach nicht und im Endeffekt werkelt er sich kaputt.

Nichtsdestotrotz wäre es fatal, jetzt einer Seite die Schuld zuzuschieben. Es ist so, dass sowohl der Gutmütige als auch die Nutznießer Verantwortung tragen. Diejenigen, die sich auf die faule Haut legen und lieber arbeiten lassen als selbst anzupacken, sollten die Hilfsbereitschaft des Gutmütigen nicht über die Maßen beanspruchen. Aber genauso trägt der Hilfsbereite selbst seinen Teil dazu bei, dass er ausgenutzt wird. Denn er müsste lernen „nein“ zu sagen und seinen Mitmenschen zu zeigen, wo seine persönlichen Grenzen liegen.

Aber leider ist es gar nicht so leicht zum Neinsager zu werden. Wer es gewohnt ist, immerfort seine Hilfe anzubieten und anderen Arbeit abzunehmen, der wird lange brauchen, um einen Satz wie diesen die Lippen zu kriegen: „Tut mir leid, ich kann dir da jetzt nicht helfen, ich schaff‘ das nicht.“ Und wer bereits von Kindheit an zu übermäßiger Fürsorge den anderen gegenüber regelrecht dressiert wurde, der wird es vielleicht nie schaffen, Hilfsdienste zu verweigern. Einfacher ist es da für die andere Seite, die Nutznießer: Auch wenn die Versuchung groß ist, so sollten sie ihr doch widerstehen und möglichst selbst anpacken.

Hilfe kann man in Anspruch nehmen, wenn man sie braucht, aber auch nur dann; jeder sollte selbst Verantwortung übernehmen und seine Aufgaben erledigen, alles andere muss die Ausnahme bleiben.

Vorschau: Starbucks – viel Hype um wenig Kaffee? Ob das wirklich so ist, erfahrt ihr nächste Woche in Sonjas Kolumne.

Nicht vergessen: Ihr könnt weiterhin am Gewinnspiel der Kolumnen-Redaktion zum dreijährigen Bestehen von Face2Face teilnehmen.