„Fotografieren bedeutet für mich ein Stück Freiheit“

„Fotografieren bedeutet für mich ein Stück Freiheit“

Ljubas aktuelles Lieblingfoto: Lisa-Marie (Foto: Gonchar)

Mit ihren großen, dunklen Augen, einem Blick, der intensiver nicht sein könnte, blickt Lisa-Marie in die Kamera. Ihr heller Körper wird umschmeichelt von einem zart-violetten Seidentuch. Auf dem natürlich-braunen Haar liegt ein sommerlicher Glanz. Ein schönes Mädchen wie Lisa-Marie ist die eine, unbestreitbar wichtige Zutat für ein gelungenes Foto – den übrigen Part übernimmt Ljuba Gonchar, Kulturantrophologie-Studentin und Hobbyfotografin. Mit Face2Face sprach die 23-Jährige über ihre Leidenschaft fürs Fotografieren, ihre liebsten Shooting-Orte und vieles mehr.

Face2Face: Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Ljuba: Alles fing damit an, dass ich selbst bei einem Bekannten als Model vor der Kamera stand. Ich war unglaublich fasziniert von den damals entstandenen Bildern und dem gesamten Prozess. Außerdem habe ich mir zum ersten Mal selbst auf Bildern gefallen. Dann kam der Zeitpunkt, an dem ich selbst etwas Kreatives machen wollte. Da ich weder besonders gut zeichnen, noch malen kann, habe ich angefangen mit einer ganz einfachen Digicam Selbstportraits von mir zu machen und mit simplen Programmen Filter drüber laufen zu lassen. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass eine einfache Kamera nicht mehr ausreicht und dass es viel spannender ist, andere Menschen zu fotografieren. Bis ich endlich das Geld für das nötigste Equipment zusammengespart hatte, sind knapp zwei Jahre vergangen.

„Fotografieren bedeutet für mich ein Stück Freiheit“

Gut getroffen: Annabelle (Foto: Gonchar)

Face2Face: Welche Programme verwendest du zum Bearbeiten der Bilder? Gibt es welche, mit denen du schlechte Erfahrungen gemacht hast? Welche kannst du weiterempfehlen?
Ljuba: Angefangen hatte ich mit „Photoshop“ und habe zunächst nur Bahnhof verstanden. Dann habe ich mir „Gimp“ installiert. „Gimp“ ist ein kostenloses und freies Bildbearbeitungsprogramm. Selbstverständlich hat es nicht ansatzweise die Funktionen, die „Photoshop“ mit sich bringt, aber für eine Freeware (Anm. d. Red.: eine Freeware ist ein vom Urheber kostenlos zur Verfügung gestelltes Programm) ist „Gimp“ in meinen Augen eine ziemlich gute Alternative zu einem teuren Programm. Außerdem habe ich mir diverse Tutorials dazu im Internet gesucht und Fotografen aus meinem Freundeskreis ausgefragt. So ähnlich habe ich es auch mit „Lightroom“ gemacht. „Lightroom“ ist das Hauptprogramm, das ich zum Bearbeiten meiner Bilder verwende und ich kann es jedem wärmstens empfehlen. Als Student bekommt man sogar eine vergünstigte Version.

Face2Face: Hast du ein Lieblingsfoto? Und wenn ja, was gefällt dir daran besonders gut?
Ljuba: Das ist eine unglaublich schwierige Frage! Mein Lieblingsfoto ändert sich ständig von Shooting zu Shooting. Somit ist immer das neueste Bild mein liebstes, sonst würde ich es wohl weder bearbeiten, noch veröffentlichen wollen. Da mein letztes Shooting mit Lisa-Marie war, ist dieses Bild hier mein aktueller Liebling. Ich mag an diesem Bild insbesondere Lisas Natürlichkeit und ihre Sommersprossen.

„Fotografieren bedeutet für mich ein Stück Freiheit“

Macht auch als Model eine gute Figur: Hobby-Fotografin Ljuba Gonchar (Foto: Magdans)

Face2Face: Was bedeutet das Fotografieren für dich?
Ljuba: Ganz banal? Alles. Irgendwie verstehe ich das als ein Stück Freiheit. Ich kann ständig neue Sachen ausprobieren und immer mehr dazu lernen. Außerdem trifft man so auf viele, sehr interessante und tolle Menschen, die ich ohne die Fotografie gar nicht kennen würde. Ich glaube, jeder der fotografiert, fängt irgendwann an, alltägliche Dinge ganz anders wahrzunehmen. Man hat irgendwie einen detaillierten Blick für seine Umwelt bekommen, erfreut sich sprichwörtlich an kleinen Dingen und versucht dann, sie fest zu halten. Ganz ehrlich habe ich lange Zeit nach etwas gesucht, dass mich absolut interessiert, erfüllt und meine Zeit raubt. Daraus ist dann die Leidenschaft zur Fotografie entstanden.

Face2Face: Wo fotografierst du am liebsten? Und wieso gerade dort?
Ljuba: Am liebsten fotografiere ich draußen in der Natur. Zunächst finde ich es immer spannend, ein schönes Plätzchen zu suchen. Am besten eins, das nicht an einer stark befahrenen Straße oder direkt im Wohngebiet liegt, um eine ruhige und entspannte Atmosphäre ohne unnötige Beobachter zu haben. Durch die Suche habe ich schon Plätze entdeckt, die mir ohne die Fotografie gar nicht aufgefallen wären. So etwas meinte ich vorhin mit dem detaillierten Blick. Außerdem fotografiere ich gern draußen, weil man einerseits so schön mit dem Licht spielen kann, was manchmal eine große Herausforderung ist und weil man gefühlt viel mehr Möglichkeiten hat, als in einem Raum. In geschlossenen Räumen fotografiere ich jedoch auch gerne, nur muss der Raum groß und vor allem hell sein, da ich keinen Blitz, sondern stets das vorhandene Licht nutze und nutzen will.

„Fotografieren bedeutet für mich ein Stück Freiheit“

Die Liebe zur Fotografie: Model Julia drückt sie bildlich aus (Foto: Gonchar)

Face2Face: Was möchtest du mit deiner Fotografie erreichen? Was sind deine Zukunftspläne?
Ljuba: Ich will mich weiterentwickeln. Dazu muss ich gefühlt noch eine Tonne Tutorials schauen, viel, viel, viel mehr fotografieren und mir noch so einiges an Equipment zulegen. Außerdem bastele ich momentan noch an meinem Blog, der hoffentlich irgendwann bald fertig sein wird. Davon abgesehen denke ich, dass schon sehr viel erreicht ist, wenn sich die Menschen auf meinen Bilder selbst gefallen. Das ist das größte Kompliment und eines der wichtigsten Dauerziele weiterhin.

Info:
Für ihre persönlichen Projekte und die Erweiterung ihres Portfolios ist Ljuba immer auf der Suche nach neuen, faszinierenden Gesichtern. „Man muss weder perfekte Maße noch die ideale Modelgröße haben“, sagt sie, „bewerbt euch einfach mit ein paar Bildern – Portrait und Ganzkörperaufnahmen – bei mir per E-Mail.“ Die Bilder sollten möglichst natürlich gehalten sein, ohne übermäßiges Makeup.

Kontakt:
E-Mail: Ljuba.gonchar@googlemail.com
Homepage (im Aufbau): ljubagonchar.blogspot.de

Vorschau: Am Dienstag, 3. Juli, erwartet euch hier ein Interview mit Sternekoch Frank Buchholz.

„Ich bin wie saure Gurken mit Nutella“

Sie liebt es das Schubladendenken der Leute durcheinander zu bringen, hat Spaß am Fernsehen aber auch an Wirtschaftspsychologie – Annabelle Boom ist die neue Katze an der Seite von TV-Sternchen Daniela Katzenberger. Gegen 1000 Bewerberinnen setzte sich die blonde Heidelbergerin durch. Heute spricht sie mit Face2Face über Schönheits-Operationen, ihre Zukunft in Fernsehen und Uni, aber natürlich auch über ihren Traummann.

Face2Face: Wie hat sich dein Leben seit der Castingshow verändert?
Boom:
Ich arbeite jetzt an meinem eigenen Fernsehprojekt und stehe weiter viel vor der Kamera. Außerdem werde ich auf der Straße erkannt, habe meine eigenen Autogrammkarten und ich bin bei „Facebook“ eine sogenannte Person des öffentlichen Lebens – ich kann es selbst immer noch kaum glauben.

„Ich bin wie saure Gurken mit Nutella“

Mit Daniela Katzenberger auf derselben Wellenlänge: Annabelle Boom (Foto: www.schokoauge.de)

Face2Face: Wie würdest du die Beziehung zwischen Daniela und dir beschreiben?
Boom:
Daniela und ich verstehen uns sehr gut, wir schwimmen auf derselben Wellenlänge und haben denselben Humor.

Face2Face: Gibt es einen Mann in deinem Leben?
Boom:
Momentan leider nicht. Ich warte noch auf meinen Traumprinzen und hoffe, dass sich eines Tages ein Frosch als solch einer entpuppt (lächelt). Aber regelrecht auf der Suche bin ich nicht, denn das funktioniert so nicht – ich lasse mich lieber finden.

Face2Face: Wie kann man(n) bei dir punkten? Auf welchen Typ stehst du und was geht gar nicht?
Boom:
Das Wichtigste an einem Mann ist für mich, auch wenn das abgedroschen klingen mag, sein Charakter, seine Intelligenz, sein Humor und allem voran sein Ehrgeiz. Da ich selbst sehr ehrgeizig bin, erwarte ich das auch von meinem Traummann. Er sollte außerdem irgendwann mal heiraten und eine Familie gründen wollen und mich bei meinen Karrierepläne unterstützen, denn wenn die Ziele nicht übereinstimmen, kann man sich nicht in dieselbe Richtung entwickeln und nichts gemeinsam aufbauen. Natürlich wäre gutes Aussehen noch das Sahnehäubchen, aber wie gesagt, ich setze meine Priorität eher auf die inneren Werte.
Was gar nicht geht, sind arrogante Macho-Männer, die denken sie seien die absolute Krönung des Lebens einer Frau und ihr Dasein wäre der Grund zur vollkommenen Vergötterung.

Face2Face: Was denkst du über Schönheitsoperationen? Und würdest du dich trauen selbst eine zu machen beziehungsweise hast du schon einmal etwas machen lassen?
Boom:
Ich habe zu meinem 18. Geburtstag meine Ohren angelegt bekommen – ein Geschenk, an dem ich mein Leben lang Freude haben werde. Wobei ich sagen muss, dass ich mich seit dem Tag, an dem ich mich das erste Mal mit angelegten Ohren gesehen habe, sofort an das Bild gewöhnt habe. Es fühlt sich so an, als wäre ich damit geboren worden. Ich schließe keine weiteren Schönheitsoperationen in meinem weiteren Leben aus, auch wenn ich momentan keine konkreten Pläne habe.

Face2Face: Würdest du sagen Daniela Katzenberger und du seid gute Vorbilder für junge Mädchen? Und wenn ja, wieso?
Boom:
Von sich selbst zu behaupten, man sei ein gutes Vorbild für andere ist schon sehr anmaßend. Ich finde, das sollten die jungen Mädchen für sich selbst entscheiden. Daniela ist meiner Meinung nach auf jeden Fall ein gutes Vorbild, da sie ihren Weg geht, zu sich selbst steht, sich nicht verstellt, intelligent, sehr ehrgeizig und zusätzlich noch sehr erfolgreich ist. „Nothings gonna stop me now“ heißt ihr Song und genau das bringt es auf den Punkt.

Face2Face: In welchem Outfit, mit welcher Frisur und welchem Makeup fühlst du dich am wohlsten?
Boom:
Ich fühle mich momentan am wohlsten mit einem seitlichen Flechtzopf, schwarzem Lidstrich und Lipgloss. Dazu trage ich gerne verspielte Kleidchen und ganz wichtig High Heels.

„Ich bin wie saure Gurken mit Nutella“

Liebt das Spiel mit den Klischees: Die "neue Katze" (Foto: www.schokoauge.de)

Face2Face: Was sind deine Pläne für die Zukunft, sowohl beruflicher als auch privater Art?
Boom:
Nächstes Jahr steht mir mein Studienabschluss bevor. Das wird viel Zeit beanspruchen, denn ich möchte mein Studium natürlich erfolgreich beenden. Dann arbeite ich an meinem Fernsehprojekt. Ich möchte, dass die Leute mir gerne zusehen und mich gerne einschalten. Privat gefällt mir mein Leben sehr gut. Ich liebe es, dass ich meinen Traum leben kann und ich hoffe natürlich, dass ich trotz allem noch genügend Zeit mit meinen Freunden verbringen kann. Auch wenn ich viel vor habe: Natürlich würde ich mich freuen, wenn ein Frosch vorbeihüpft, der zu meinem Märchenprinzen wird (lächelt).

Face2Face: Was sind deine Beauty- und Wohlfühltipps für unsere Leserinnen?
Boom:
Ich tanke meine Kraftreserven mit einem regelrechten Gammel-Tag wieder auf: da igle ich mich mit Schlumpi-Klamotten richtig ein, bleibe den ganzen Tag im Schlafanzug und schaue Liebesschnulzen, telefoniere stundenlang, gehe baden, nehme mir Zeit für mich. Hauptsache ist: ich muss an solch einem Tag das Haus nicht verlassen. Dann kann ich förmlich meine Energiespeicher wachsen sehen. Meine Beautytipps sind nicht  neu:  regelmäßig viel schlafen, was ich selbst nicht schaffe, aber ein Gammeltag bewirkt auch Wunder, Sport treiben, gesunde, ausgewogene Ernährung, ausreichend trinken, jeden Abend – egal wie müde man ist – abschminken und nach jedem Duschen seinen Körper eincremen und allem voran: sein Leben so leben, wie man es möchte, sich mit den Menschen umgeben, die einem gut tun. Diese innere Zufriedenheit und das „Mit-sich-selbst-im-Reinen-sein“ verhilft zu mehr Schönheit als jede Antifalten Creme!

 
Vorschau:
Am Dienstag, 20. September, erwartet euch an dieser Stelle eine Reportage über die Internationale Automobilausstellung, kurz IAA, in Frankfurt.