Cool sein kann nicht jeder

Gerade neigen sich die Fashion Weeks in Berlin, New York, London, Mailand und Paris dem Ende zu. Somit sind die neuen Street Style-Trends auch schon gesetzt: Überall findet man Bilder von Bloggerinnen und Stars wie Anna Dello Russo, Chefin der japanischen Vouge, mit verrückten, bunten und lustigen Handyhüllen. Sie sind das neue It-Accessoire. Ob als Pommestüte von Moschino, als Duff Beer Dose von Urban Outfitters, als Hot Dog von Asos oder als Nagellackfläschchen von Iphoria – wer solche Hüllen aus Silikon oder Hartplastik besitzt, ist up to date und liegt damit voll im Trend.

Als ob es nicht schon genügt, als Smartphone-Besitzer „in“ zu sein, muss jetzt noch eins drauf gesetzt werden: Das elektronische Spielzeug dient ab sofort auch als cooles Accessoire. Aber cool sein kann nicht jeder. Was ein blöder Zufall, dass es die meisten Hüllen nur für das Iphone 5 oder 5s gibt. Wer da nicht mithalten kann, liegt nicht im Trend und ist leider uncool.

auffallender Nagellack und Handy in der Hand - cool sein kann eben nicht jeder (Foto: T. Gartner)

 Cool sein kann eben nicht jeder

(Foto: T. Gartner)

Ein ähnliches Prinzip herrscht beim Beauty-Trend schlecht hin: Bunte Nail-Art zum Aufkleben ist ebenso wie die Handyhüllen eines der neuen It-Accessoires. Es gibt sie in tausenden verschiedenen Varianten und Farben: Als Fake-Nägel oder Nagelfolien in grafischen Mustern, mit einem hippen Moutache oder im Leo-Style. Nun reicht es auch nicht mehr aus, seine natürlich gewachsenen Nägel in nude oder fetzigen Farbtönen zu lackieren. Stattdessen müssen unechte Klebe-Nägel her, um als Accessoire zu dienen. Erscheint logisch, denn wenn man den ganzen Tag sein Smartphone in den Händen hält, um die neue Hülle zu präsentieren, müssen die Nägel natürlich mit dem Iphone konkurrieren – ein trendiges Accessoire scheint vielen nicht mehr auszureichen.

Was dann nicht fehlen darf, ist die Handtasche mit dem eigenen Namen drauf, wie es das britische Supermodel Cara Delevingne, It-Girl Alexa Chung und die US-amerikanische Sängerin Lana Del Rey vormachten. Sie alle bekamen eine nach ihnen benannte Tasche der Luxusmarke Mulberry. Cara Delevingne durfte sogar auch an deren Designs mitgestalten. Das eben noch angesagte Namenstattoo wird also mal eben von einer mit dem eigenen Namen bedruckten Tasche abgelöst und der süße Verkäufer hinter der Theke kann gleich auf der Tasche lesen, wie man heißt. Wer also so richtig cool sein will, holt sein Smartphone aus der Tasche, klebt sich in Windeseile die bunten Fake-Nägel auf und hofft, in den nächsten paar Sekunden von einem Street Style-Fotografen entdeckt zu werden.

Vorschau: Nächste Woche könnt ihr das 1×1 des Modebloggins lernen.

Weihnachtsspecial Teil 2 – SIE beschenkt IHN: Schöne Bescherung für den modischen Mann

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht – spätestens jetzt gibt es vor dem heiligen Fest kein Entkommen mehr. Zwölf Tage bleiben uns noch, um uns neben dem alltäglichen Wahnsinn nun zusätzlich mit der ominipräsenten Frage nach DEM richtigen Weihnachtsgeschenk auseinanderzusetzen.

Unter besonderem Druck dürften wohl dieser Tage die Liebenden stehen. Denn wann, von Geburts-, Valentins- und Jahrestag mal abgesehen, könnte man seinem Gegenüber besser zeigen, was man empfindet, als unterm Christbaum?

Nachdem sich die Herren der Schöpfung vergangene Woche  bereits inspirieren lassen durften, sind heute die Damen an der Reihe. Face2Face hat auf einige Weihnachtseinkaufslisten linsen dürfen und präsentiert euch daraus nun die modische Crème de la Crème, mithilfe derer sich auch kurzentschlossene Shoppingqueens noch fürs Fest der Liebe wappnen und den Beschenkten ganz bestimmt ein frohes Fest bereiten können:

Beginnen wir mit der 24-jährigen Sonderschullehramts-Studentin Lisa aus Mainz, die beschlossen hat, sich in diesem Jahr auf Vergangenes zu berufen. Letztes Weihnachten nämlich gab es für ihren Freund eine Lomo-Kamera, die jetzt, so findet sie, endlich eine adäquate Kameratasche verdient. Generell scheinen Accessoires wie Taschen und Hüllen für unsere Elektronik in diesem Jahr schwer angesagt zu sein. Das gilt bei weitem nicht nur für Handys, für die es heutzutage bekanntlich allerhand glitzernden und funkelnden Schnickschnack gibt, der allerdings nur in den seltensten Fällen über einen ästhetischen Zweck hinaus auch einen praktischen Nutzen erfüllt. Das ist – und das wird vor allem einen Tollpatsch freuen – bei Hüllen, Tasche oder anderen Schutzvorrichtungen anders, da diese in erster Linie dazu dienen sollen, unsere technischen Alltagshelden selbst bei Schmutz und Extremsportarten am Leben zu erhalten. Außerdem sind sie in rauhem Leder und gedeckten Farben in Männerhänden liegend natürlich auch absolut hübsch anzusehen.

Zusätzlich entschied sich Lisa, ebenso wie auch die 21 Jahre alte Lehrämtlerin Melanie aus Kassel, dafür, ihrem Herzbuben an kalten Tagen Wärme zu spenden, selbst wenn sie einmal nicht bei ihm sein kann. Die Geschenkidee mag leicht abgedroschen klingen, ist aber modisch gesehen gerade in dieser Saison ein absolutes Must-Have: Der Winterschal: In Grobstrickfassung, ob nun in Handarbeit gefertigt oder mit Bedacht im Lieblingsladen ausgewählt, taugt er als ständiger Begleiter fast so sehr wie die Freundin selbst. Das favorisierte Modell ist und bleibt dabei der Tube-, auch Loopscarf oder zu Deutsch Schlauchschal genannt, der sich an Männlein wie Weiblein locker umgelegt hervorragend trägt. Farblich sollten der Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt werden, sofern man dabei stets die Farbe von Winterjacke oder -Mantel seines Partners im Blick behält, damit sich diese nicht mit dem kuscheligen Accessoire beißt, aber dabei dennoch unter Umständen farblich einen Akzent setzt.

Herzblatt

Was mit Herz: Für unser Herzblatt soll es alle Jahre wieder zum Weihnachtsfest etwas Besonderes sein. (Foto: T.Gartner)

Bei der angehenden Humanmedizinerin Anna Maria aus Kiel hingegen darf es etwas ausgefallenes sein, das ebenso besonders ist wie ihr Freund selbst. Als bekennender VW-Fahrer fehlt ihm, so die 23-jährige, der zu seinem Cabrio passende Schlüsselanhänger. Einen solchen hat sie für ihn aufgetrieben und will ihn damit ein Statement setzen lassen. Vielleicht bringt uns das ja auf die Idee, unsere Accessoire-Liste noch um eine hübsche Idee zu ergänzen. Allerdings macht auch gerade sie uns bewusst, dass Individualität bei der Geschenkauswahl ein nicht ganz unwichtiges Kriterium darstellt. In Wahrheit ist es sogar höchst bedeutsam, schließlich sagt das Geschenkte nicht nur eine Menge über die Frau als Schenkerin selbst, sondern im Idealfall ebenso viel über den Bescherten aus. Schließlich soll ja gerade letzterem eine Freude gemacht werden.

Also ist im Vorfeld höchste Aufmerksamkeit gefragt – und womöglich das ein oder andere spitzfindige Nachhaken.
Wovon spricht er immer wieder, beklagt er sich über etwas, das in letzter Zeit immer wieder fehlt oder womöglich gerade kaputt gegangen ist? Melanie formulierte es ganz richtig: „Mein Freund ist manchmal einfach zu geizig, um sich selbst eine Freude zu machen.“ Diese „Schwäche“ sollte die Frau an Weihnachten für sich nutzen.

Nicht viel falsch machen kann man darüber hinaus mit Düften, wie etwa Jean Paul Gaultiers Klassiker „Le Male“ und modischen Fanartikeln wie zum Beispiel Band-Shirt, genau wie Melanie es für ihren Freund eingekauft hat, sofern der Musikgeschmack des Mannes nicht gerade Gruppen mit absonderlichen Namen und Motiven vorsieht.

Abschließend lässt sich wohl feststellen, dass das Erfolgsrezept für ein perfektes Weihnachtsgeschenk offensichtlich noch nicht erfunden wurde. Vermutlich ist das aber auch ganz gut so, denn sonst gäbe es wohl erstens nicht alle Jahre wieder Weihnachtsspecials wie diese und zweitens würden alle Frauen ihren Männern die Glossybox for men oder ein Paar Unterhosen schenken – es lässt sich schnell erahnen, was von beidem dem Herrn wohl häufiger untergekommen sein dürfte – und vor allem wäre das Fest der Liebe oder vielmehr dessen Sinn schlichtweg verfehlt. Schließlich sollte trotz Konsumrausch und dem leider immer wieder zum Schenken verpflichtenden Zugzwang immer noch die Verbindung zwischen zwei Menschen im Vordergrund stehen. Oder, wie BWL-erin Hanna es so schön ausdrückte: „In diesem Jahr bekommt mein Freund En Kuss und en diggen Abbel!“

Vorschau: Alles, was es über die Sendung „Fashion Hero“ zu wissen gibt, erfahren wir von Moderedakteurin Clarissa in der nächsten Woche.

Private Policy – Wie Politik mich zum Idioten macht

„Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!“, tönen die Großmäuler dann und wann. Was derb daherkommt und sich somit bei einer Podiumsdiskussion höchstens wortwörtlich als „Totschlagargument“ eignet, macht in ungeschönter Art und Weise deutlich, dass an „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ manchmal mehr dran ist als eine weitere, abgedroschene Redewendung.

Am eigenen Leib spürte ich dies erst vergangene Woche, als ich mich inmitten einer brodelnden politischen Debatte wiederfand, umzingelt von Teilzeit-Antifa-Aktivisten und fast auspromovierten Politikwissenschaftlern. Nicht, dass sich dort jemand auch nur höflichkeitshalber nach meiner Meinung erkundigt hätte – schließlich hatten sie sich selbst gerade in Rage und meiner Beobachtung nach teilweise nur knapp um Kopf und Kragen geredet – doch fühlte ich mich nichtsdestotrotz in der Pflicht, Stellung zu beziehen. Partei zu ergreifen. Im Geiste das Rednerpult zu erklimmen, großspurig zu gestikulieren, im Fremdworthülsenweitwurf einen langen Atem zu beweisen und so schlussendlich die jubelnde Menge zu überzeugen. Kurzum: Ein reinkarnierter Cicero müsste ich sein, bloß ohne Geheimratsecken und mit Kunstlederrock anstelle der Bademantelstola.

Bierfest

Ruhe auf den billigen Plätzen: Wie schön wäre es, würden Politiker Bierkrüge statt Reden schwingen (Foto: T.Gartner)

Stattdessen vergrub ich den Kopf fast vollständig in der Lack-Baldinini, in der Hoffnung, dort entweder auf komprimiertes politisches Wissen oder aber wenigstens auf meinen nach Zitrone und Olive duftenden Lippenbalsam zu stoßen, nach dem ich schon die gesamte erste Hälfte des Disputs gefingert habe. Die für meinesgleichen ungewöhnlich lange Kunst- und Sendepause hat meine Lippen schließlich ganz trocken werden lassen. Ich musste mir eingestehen: Ich hatte in politischen Belangen wirklich nicht viel zu melden. Weder zum Thema Rüstungspolitik noch zur Flüchtlingsfrage. Natürlich habe ich mir zu all‘ diesen Kontroversen stets irgendeine Meinung im Hinterkopf zusammengeschustert. Doch qualifiziert diese mich automatisch zur Mitsprache im Olymp oder macht sie mich lediglich zum Aushängeschild für unser ach so politikverdrossenes Deutschland?

„Dumm ist der, der Dummes tut“, wird mach ein Forrest Gump-Anhänger an dieser Stelle einwerfen. Im Umkehrschluss wäre meine Idiotie – oder nennen wir es die Beklemmung, die mich beschleicht, wann immer die Worte „Parlament“ oder „Delegierte“ fallen – nicht einmal selbstverschuldet, da ich mich ja streng genommen überhaupt nicht rühre.

Wenn ich denn überhaupt von aktivem Handeln meinerseits sprechen kann, dann vermutlich nur ex Negativo: Ich informiere mich scheinbar nicht ausreichend, um aus Eigeninitiative über „Angies“ letzten öffentlichen Auftritt zu frotzeln oder vorzugeben, mit Philipp Rösler früher die Schulbank gedrückt zu haben, indem ich ihn liebevoll gemeinsam mit den anderen Redakteuren „Fipsi“ schimpfe. Ich habe nicht bei der letzten Demo in vorderster Reihe mit Steinen geschmissen oder zwei Tage bei Wind und Wetter im Blockupy-Camp gezeltet. Und um Chauvinisten sogleich das Handwerk zu legen: Nein, ich habe von diesem, in unserem Gesetz verankerten Recht von Meinungs-und Versammlungsfreiheit nicht bloß keinen Gebrauch gemacht, weil es sich mit der Sendezeit von Germany’s Next Topmodel überschnitt.

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Mit Blödheit in den Bundestag: Immerhin besteht Hoffnung auf Modeschmuck aus der Region (Foto: Föhr)

Ich habe mich lediglich zurückgehalten, weil ich offen und ehrlich zugebe, nicht ausreichend über den Wunsch zu verfügen, mein Wissen und/oder meine Teilhabe auf dem Gebiet zu vergrößern. Ich gehe dennoch gewissenhaft zu jeder Wahl und führe mir gar politische TV-Duelle zu Gemüte.

Selbstverständlich erheitern Tuscheleien über Merkels „Schland“-Kette mir bei weitem schneller das Gemüt als etwa der Clinch mit Seehofer um die PKW-Maut für Ausländer. Und wieso? Ganz einfach, weil ich mich mit der Kette erst einmal verbundener fühle. Nicht nur, dass ich selbst eine in Idar-Oberstein gefertigte Edelsteinkette besitze – meine Expertise in Modefragen könnte mich blitzschnell zur Spitzenkandidatin einer neuen Partei katapultieren. Wenn es denn eine textil-und bijouteriefokussierte Partei jemals in den Bundestag schaffen würde. Vorher schätze ich meine Chancen als Abgeordnete eher gering ein.

Ich halte mich wohl oder übel also auch künftig in Podiumsdiskussionen vorsätzlich als Lümmel aus der letzten Reihe bedeckt und fahre alternativ meine ganz eigene Politik: Meine Meinung ist, sofern vorhanden, ganz allein meine Sache und wenn ich keine Ahnung habe, halte ich lieber einfach mal die Klappe Fresse.

Vorschau: In der kommenden Woche lesen wir, welchen Nutzen Kolumnist Sascha dem Konzept Familie zuspricht.

Business Styleguide für Sie

Vor allem Studentinnen, die ein Praktikum machen oder ins Berufsleben starten, stellt sich die Frage, was sie nun zu welchem Anlass tragen sollen, was beachtet werden muss und welche Fauxpas vermieden werden sollten. Um mit einem guten Gefühl ins Berufsleben zu starten reicht es, ein paar Stil-Regeln zu beachten.

Die wahrscheinlich wichtigsten Basics für berufstätige Frauen sind Blusen. Erstere sollten gut sitzen und farblich gedeckt gestaltet sein. Neben den klassisch-einfarbigen Blusen sind auch gestreifte und leicht karierte Blusen für den Berufsalltag angemessen. Auch schön sind feine Polo-Shirts, Schluppenblusen aus Seide oder T-Shirts mit moderatem Ausschnitt. Wichtig ist immer, dass die Schultern vom Oberteil bedeckt werden, alles andere wirkt schnell anrüchig.

Blazer sind vor allem bei Geschäftsterminen Pflicht und können im Frühling und Herbst eine dünne Jacke ersetzen. Die Farben schwarz, dunkelblau, beige, braun und grau gehen immer, weiß nur im Frühling und Sommer. In weniger konservativen Branchen wie zum Beispiel dem Medien- und Marketingbereich können auch Blazer in pink, hellblau oder grasgrün getragen werden, allerdings sollte der Rest des Outfits dann sehr schlicht gestaltet sein. Alternativ bringen auch leichte Strickwesten über Blusen oder Twin-Sets (Anm. d. Red: Strickwesten mit passenden T-Shirts oder Tops) Abwechslung in die tägliche Job-Garderobe.

Auf Schals und Tücher wird im Job eher verzichtet. Wer zu Halsschmerzen neigt oder im Winter etwas um den Hals tragen will, entscheidet sich deshalb für Rollkragen-Pullover.

Wichtig ist auch ein gut sitzendes Beinkleid: Stoff-Hosen in der Farbe des Blazers komplettieren das Business-Dress zu einem stimmigen Bild. „Gut sitzend“ bedeutet, dass die Hose nicht auf Hüfthöhe aufhört und bei der kleinsten Bewegung den Slip freigibt. Außerdem sollte sie auf Absatzhöhe abschließen. Sowohl zu weite als auch zu enge Hosen sollten vermieden werden.

Röcke und Kleider stellen, vor allem im Sommer, eine charmante Alternative zu Hosen dar. Für beide gilt, dass das Rockende maximal eine Handbreit über dem Knie endet. Schick sind Falten- und A-Linien-Modelle bei Röcken und Kleidern.

Als Jacken eignen sich im Frühjahr und Herbst beigefarbene Trenchcoats und dünne Mäntel. Im Winter leisten schwarze oder graue Wollmäntel oder Daunenjacken gute Dienste.

Viele Frauen hassen sie, trotzdem sind sie in Büro-Berufen unumgänglich: die Seidenstrümpfe. Gehasst werden sie dafür, dass sie unbequem sein sollen und dauernd Laufmaschen bekommen. Trotzdem bewirken die hautfarbenen Seidenschläuche kleine Wunder: Sie lassen Äderchen und leichte blaue Flecken verschwinden, sodass die Beinoberfläche ebenmäßiger wirkt. Stärkere blaue Flecken kann man mit Concealer oder Camouflage-Make-Up bekämpfen. Außerdem vermeidet man mit den Strümpfen schwitzende, in den Schuhen rutschende Füße und Blasenbildung.Vorsorglich sollte man immer ein zweites Paar Strümpfe in der Tasche oder im Schreibtisch griffbereit halten.

Heimtückisch sind weiße Blusen, T-Shirts und die weiße Anzugshose, die man im Sommer gerne trägt, erkennt man doch oft schon von Weitem, welche Farbe die Unterwäsche hat. Da weiße Blusen allerdings zur Grundgarderobe der Business-Dame gehören, hilft folgender Tipp: Hautfarbene, gut sitzende Unterwäsche zeichnet sich überhaupt nicht ab und trägt dadurch zum Wohlbefinden bei. Im Job ist es sehr wichtig, dass Slip und BH optimal passen- die Bequemlichkeit und nicht die Attraktivität steht hier im Vordergrund.

Den Knackpunkt eines Business-Outfits stellen gerade für Berufseinsteigerinnen oftmals die Schuhe dar: Der Absatz sollte nicht zu hoch sein, zwischen 3 und 5 cm sind optimal. Flache Ballerinas wirken oft zu mädchenhaft, weswegen man sich wenigstens für eine kleine Erhöhung der Sohle entscheiden sollte. Ein absolutes No-Go sind Schuhe mit Plateau-Absatz. Diese wirken schnell billig und unpassend. Ähnliches gilt auch für Peep-Toes. Während Pumps, Stiefeletten und Ankle-Boots immer und überall gehen, sollte man als Praktikantin oder Berufseinsteigerin anfangs auf Stiefel, Sandalen und Sandaletten verzichten und sich – sobald man ein gewisses Gespür für den individuellen Dress-Code des Unternehmens hat – am Stil der Kolleginnen orientieren.

Bei Schuhen gilt mehr als bei der Kleidung der Grundsatz „Qualität statt Quantität“. Es lohnt sich, in zeitlose, klassische Modelle aus hochwertigen Materialien und mit guter Verarbeitung zu investieren. Schöne Lederpumps in gedeckten Farben wie schwarz, grau und beige können beispielsweise in Kombination mit einer passenden Tasche, ein eher günstigeres Outfit aufwerten und passen zu fast allen Farbzusammenstellungen.

Die Handtasche – beste Freundin der Frau – fällt im Arbeitsalltag am besten etwas überdimensioniert aus, da sie neben den kleinen Helfern wie Make-Up-Täschchen, Ersatz-Strumpfhose, Blasenpflastern, Kopfschmerztabletten und Deo oft auch Transportmittel für Aktenmappen oder sogar den Laptop darstellt. Alternativ können die genannten Kleinigkeiten, die das Leben einer Frau erleichtern, auch im Schreibtisch deponiert werden. Der große Shopper kann dann durch ein kleineres Exemplar und eine schicke Laptoptasche getauscht werden. Wie auch bei den Schuhen sollte auch bei der Handtasche eher auf Qualität statt Quantität gesetzt werden. Schön ist, wenn die Tasche Stil und Farbe der Schuhe aufgreifen.

Bei Accessoires gilt die Faustregel ,,nie mehr als sieben Stücke“, wobei ein Paar Ohrringe und eine Brille jeweils als zwei Teile zählen. Auch der Gürtel fällt unter die sieben Stücke. Des Weiteren sollte Schmuck eher dezent ausfallen, beispielsweise ein paar Perlenstecker, eine zarte Goldkette oder ein feiner Ring. Es darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, als würde man sich hinter dem Schmuck verstecken. Auch sollte dieser die Persönlichkeit unterstreichen, nicht aber dazu dienen, sich zu verkleiden.

Ein gepflegtes Äußeres stellt darüber hinaus die halbe Miete dar: Hetzt man von einem Termin zum anderen, vom klimatisierten Besprechungsraum in das überhitzte Großraumbüro und auf dem Weg zum Auto vielleicht auch noch durch den Regen, ist die Frisur oftmals schnell zerstört. Abhilfe schaffen simple Hochsteckfrisuren, Haarknoten oder Pferdeschwänze, die nicht nur ein zerrupftes Aussehen vermeiden, sondern auch die Haare aus dem Gesicht halten und somit für gesteigerte Konzentration sorgen. Colorierte Haare sollten regelmäßig nachgefärbt werden, da nichts ungepflegter wirkt als ein zentimeterlanger Ansatz

Das Make-Up wird schlicht gehalten: In der Regel reicht eine getönte Tagescreme, ein wenig Rouge und Wimperntusche. Neigt man zu fettiger Haut, kann ein wenig Puder auf den glänzenden Stellen Wunder bewirken. In der Handtasche sollte immer auch ein Lipgloss zu finden sein, der nach dem Essen, vor Besprechungen und bei trockenen Lippen durch Heizungs- und Klimaanlagenluft eingesetzt wird. Lippenstifte und Lidschatten in zu auffälligen, dunklen Farben sollten vermieden werden

Auch wenn Tattoos und Piercings nach und nach immer gesellschaftsfähiger werden, so sollte doch vermieden werden, diese im Job all zu offen zu tragen: Piercings im Gesicht sind in den meisten Berufen unerwünscht und müssen herausgenommen werden. Tattoos sollte man nach Möglichkeit bedecken, zum Beispiel mit einer breiten Uhr am Handgelenk oder langen Hosen am Knöchel. Fühlt man sich dadurch dann doch zu eingeschränkt in seiner Persönlichkeit, sollte man auf seinen Chef zugehen: Immer mehr Führungspersonen akzeptieren Körperschmuck nach Absprache.

Eine Ausnahme des starren Business-Dress-Code ist der sogenannte Casual Friday, der mittlerweile in den meisten großen Unternehmen praktiziert wird. Freitags werden Stoffhosen durch Jeans, Blazer durch Strickwesten und Pumps durch Ballerinas ersetzt.

Vorschau: Nächste Woche gibt es hier einen Business Styleguide für Ihn.