5 Filmtipps für das Jahr 2016

Das alte Jahr ist vorbei und inzwischen sind wir wohl alle wieder nach dem Feiertags-Marathon im alltäglichen Leben angekommen. Face2Face hat sich für euch mal die angekündigten Kinofilme für dieses Jahr angeschaut und die Highlights rausgesucht, die ihr 2016 auf keinen Fall verpassen dürft! Also, „Vorhang auf“ für die Blockbuster im Jahr 2016:

 „The Revenant – Der Rückkehrer“

Das Kinojahr legt mit „The Revenant – Der Rückkehrer“ mit dem Start am 07.Januar direkt mit einem richtigen Kracher los. Als der Trapper Hugh Class im Zuge seiner Mitgliedschaft einer Expedition durch die USA von einem Grizzly verletzt wird, lassen ihn seine Begleiter kurzerhand schwerverwundet und ohne Waffen zurück – mit dem Gedanken, dass er diesen Angriff nicht überleben wird. Doch das tut er! Mit gebrochenem Bein aber voller Hass auf die, die ihn zurück gelassen haben, schleppt er sich durch die Wildnis, um sich zu rächen. Für seinen letzten Film („Birdman“) erhielt der Regisseur Alejandro González vier Oscars, ob es für die Rolle des „Rückkehrers“ wohl auch endlich der langersehnte Oscar des besten Hauptdarstellers für Leonardo DiCaprio geben wird?

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Auch im neuen Jahr immer eine gute Idee: Ein schöner Kinoabend mit einem spannenden Film. (Quelle: Tim Reckmann / pixelio.de)

„The Hateful Eight“

Am 28. Januar startet ein weiterer Film, den man keinesfalls verpassen sollte, denn Regisseur und Drehbuch-Autor ist kein geringerer als Quentin Tarantino! Nach „Django Unchained“ trägt der Kopfgeldjäger in „The Hateful Eight“ den Namen John Ruth (Kurt Russell), welcher mit seiner Gefangenen Daisy Domerque (Jennifer Jason Leigh) aufgrund widriger Wetterverhältnisse Zuflucht in einer Hütte sucht. Doch dort sind die beiden nicht alleine! Sechs weitere Männer halten sich auf der Hütte versteckt und sind ebenfalls an dem Kopfgeld auf Domerque interessiert. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt…

 

„Spotlight“

Auch mit dem Film „Spotlight“, der ab dem 25. Februar auf den deutschen Kinoleinwänden zu sehen sein wird, bleiben wir vorerst zu Beginn des Jahres bei düsteren Themen. In diesem Film dreht sich alles um die wahre Geschichte eines Journalistenteams (u.a. Rachel McAdams und Mark Ruffalo) welches sich mit den Missbrauchsverbrechen von mehr als 80 pädophilen katholischen Priestern in Boston beschäftigt hat. Die besondere Mischung zwischen spannendem Thriller und mit starken Emotionen aufgeladenen Drama machen diesen Film besonders spannend und zu einem der größten Favoriten für die anstehende Oscarverleihung.

„BFG – Big Friendly Giant“

Bei dem Film „BFG – Big Friendly Giant“  (Kinostart: 28. Juli) haben wir es mit einer Verfilmung des 1984 erstmals erschienenen Kinderbuch-Klassikers von Roals Dahl („Sophiechen und der Riese“) zu tun. In der Geschichte geht es um die kleine Sophie, die plötzlich eines Nachts Bekanntschaft mit einem Riesen macht. Zum Glück hat er nichts Böses im Sinn, und würde Sophie niemals etwas antun. Leider kann man das vom Rest seiner Artgenossen nicht behaupten, die essen nämlich nichts lieber als Menschen! Steven Spielberg setzt nach über 34 Jahren (damals: „E.T. – Der Außerirdische“) wieder einmal ein Skript der Drehbuchautorin Melissa Mathison um. Man darf gespannt sein!

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Führt die magische Welt von J.K. Rowling fort: Der Film „Phantastische Wesen und wo sie zu finden sind“. (Quelle: Ilka Plassmeier / pixelio.de)

„Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“

Und zu guter Letzt beschäftigt sich auch der letzte Film, welcher am 17. November starten wird, mit Riesen und weiteren „Phantastische(n) Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Um diese magischen Kreaturen zu erforschen reist der begabte, aber auch sehr eigenwillige Zauberer Newt Scamander (Eddie Redmayne) durch die ganze Welt. Immer mit dabei: Sein magischer Koffer, welcher eine Vielzahl an seltenen Wesen – samt ihr Lebensräume! – beherbergt. Als er auf seiner Reise Station in den USA macht, muss er erkennen, dass andere Länder sogar noch stärker versuchen, die Zaubererwelt – und damit auch ihre Lebewesen – zu verstecken. Da trifft es sich natürlich gar nicht gut, dass ausgerechnet dort eine Reihe seiner Geschöpfe den Weg aus dem Koffer gefunden haben…

hr3@night – ein Abend im Namen der Musik

Gerade ist in Frankfurt die Musikmesse zu Ende gegangen: Musik pur über vier Tage. Mehr Musik geht bestimmt nicht, oder?

Doch Frankfurt setzt noch einen drauf. Eine ganze Nacht voller Musik mit Stars, DJs und mit jeder Menge tanzbarer Musik. Am Samstag 22. März 2014 ist hr3@night in Frankfurt am Main. Insgesamt 50 Künstler treten in 20 unterschiedlichen Locations auf. Mit dabei sind deutsche Stars wie Tim Bendzko und die Söhne Mannheims. Aber auch internationale Stars wie Rea Garvey und Family of the Year oder Comedians wie Frankfurter Klasse bereichern das Event im Rhein-Main-Gebiet.

Der Radiosender hr3 lädt ein und hat ein unglaubliches Line-up auf die Beine gestellt. Eure Face2Face Musik-Redaktion hat vorab mit Birgit Bauer, Chefin der Abteilung Promotion & Events von hr3, gesprochen.

Das Besondere an hr3@night ist laut Bauer die Mischung von Clubbing bis hin zu Comedy. Für jeden Musikgeschmack sei etwas dabei. Die großen Namen, der zum Teil internationalen Stars, begeistern nicht nur die zahlreichen Besucher, sondern auch die Betreiber der Locations. Für sie ist hr3@night eine gute Möglichkeit, ihren Club noch bekannter zu machen.

Von Posaune bis Saxofon : die Hr-BigBand, seit fast 70 Jahren eine feste Größe im Rhein-Main-Gebiet. (Foto: ©  Dirk Ostermeier)

Von Posaune bis Saxofon : die hr-BigBand ist seit fast 70 Jahren eine feste Größe im Rhein-Main-Gebiet.
(Foto: ©
Dirk Ostermeier)

Es werden rund 18.000 feierwütige Besucher erwartet. Extra in die hessische Metropole eingeflogen wird auch die amerikanische Indiepopband Family of the Year. Mit ihrem Song „Hero“ eroberte die Band im letzten Jahr auch die deutschen Charts. Ein weiteres Highlight wird auch dieses Jahr der Auftritt der hr-Bigband sein, die zusammen mit Tim Bendzko an diesen Abend die Welt retten will.

Ihre Stimme kennen die meisten bestimmt schon, aber ihr Name ist mit hoher Wahrscheinlichkeit noch unbekannt. Newcomerin Madeline Juno steuerte für den Kinohit „Fack Ju Göhte“ den Titelsong bei. Die 18-Jährige Schwarzwälderin wird mit ihren international klingenden Lovesongs im Sendesaal vor Rea Garvey auftreten. „Nach hr3@night ist vor hr3@night!“, lacht Bauer und erzählt, dass die Newcomer vor allem von der hr3-Musikredaktion vorgeschlagen werden. Die Planungsphase geht im September los. „In der ganz heißen Phase hat der Arbeitstag dann gerne mal zwölf Stunden.“

Internationale Stimmung: die Jungs von Mighty Oaks kommen aus drei verschiedenen Ländern. (Foto: ©  Universal Music)

Internationale Stimmung: die Jungs von Mighty Oaks kommen aus drei verschiedenen Ländern. (Foto: ©
Universal Music)

Bauers Tipp für den Abend ist, auch für Konzerte von Newcomern offen zu sein. Geheimtipp sind hier besonders die Jungs von Mighty Oaks. Die internationale Folk-Band aus Berlin überzeugt mit sanften Tönen und Geschichten über Abenteuer, die das Leben schreibt.  Bei der großen Anzahl von Besuchern kommt es leider auch oft dazu, dass eine Location voll ist. „Ein Plan B ist deshalb empfehlenswert“, so Bauer. Auf der Internetseite von hr3 wird es am Veranstaltungsabend eine Location-Ampel geben. Sie zeigt an, ob noch Platz ist oder ob bei dem Event schon Einlassstopp gilt.

Seit zehn Jahren ist hr3@night nun schon in Frankfurt zuhause, nachdem die Anfänge in Kassel gemacht wurden. „Die Namen und die Anzahl der Konzerte sind größer geworden. Bei Künstlern, Konzertveranstaltern und Plattenlabels sind wir bekannt und das macht uns stolz“, betont Bauer.

Persönliches Highlight der vergangenen hr3@night für Bauer war die Offenheit und Spontanität der Sänger Philipp Poisel und Max Herre. Beide Künstler überraschten sich sowohl gegenseitig als auch die Zuschauer bei ihren Konzerten. So tauchte Poisel einfach bei dem Konzert von Herre in Sankt Peter auf, um mit ihm ein Duett zu singen. Herre wiederum stellte sich später im hr-Sendesaal zu Poisel auf die Bühne. „Das Potenzial einer solchen Veranstaltung sieht man auch daran, dass sich die Künstler auf den hr3-Bühnen wohl fühlen!“, weiß Bauer.

Auf die Frage, warum man die hr3@night besuchen sollte, gibt es für Bauer nur eine Antwort: „Einfach um einen tollen Abend zu haben, neue Leute und vielleicht auch neue Künstler kennenzulernen!“

Wer jetzt Lust bekommen haben sollte, findet hier die Fakten zu hr3@night 2014:

Facts:

Wo? in 20 Frankfurter Locations, u.a. Gibson und Palais Frankfurt

Wann? Samstag, 22. März 2014 – von: 20 Uhr bis  Sonnenaufgang

Kosten? 14

Extras? hr3@night-Shuttle-Busse sind im Ticket inbegriffen, Location-Ampel auf hr3.de zeigt an, ob  noch Platz in der Location ist, Führungen durchs hr3-Studio usw.

Mehr Infos findet ihr auf der Internetseite von hr3.

Vorschau: Nächsten Samstag stellen wir euch das neue Studioalbum „Satellite Flight“ von Kid Cudi vor.

„Ich bin morgens immer müde, aber abends werd ich wach“ – Aufzeichnungen einer Nachteule

Sonntagabend: Es graut mir vor dem Gedanken, morgen früh das warme Nest zu verlassen, um zum Praktikum zu fahren. Bereits bei dem Wort „früh“ wird mir ganz unbehaglich. Das ist mir nämlich in Wahrheit überhaupt kein Begriff. Das, worüber sich sogenannte Frühaufsteher definieren, ist für mich, die ich mich zu diesem Zeitpunkt im Tiefschlaf befinde, ein kryptisches Konstrukt. Kein Wunder, dass mich die Vorstellung vom dudelnden Handywecker in dieser Nacht in eine Art Schockstarre versetzt. Wobei von Schlaf ohnehin nicht die Rede hätte sein können, wenn bis Mitternacht kein Anzeichen von Müdigkeit auftritt und erst gegen Zwei die letzte Folge der immergleichen Serie zum allmählichen Einschlafen angestellt wird. Das Gefühl, genau zu wissen, dass man sich morgen mehr als elend fühlen wird, ist fast noch unschöner als der Morgen an sich.

Montagmorgen: Ich muss mich korrigieren – der Morgen ist definitiv unschöner. Als es Acht schlägt, bin ich bereits hellwach, nachdem ich mich zuvor quasi in permanenter Lauerstellung befunden hatte. Ich erinnere mich vage an meine Schulzeit und die damit verbundenen unchristlichen Uhrzeiten. Unterrichtsbeginn um 07.50 Uhr? Das scheint mir heute unmenschlich, wenn nicht gar untierlich. Ich stolpere ins Bad, rüber zur Kaffeemaschine, und lasse mich schlussendlich mit einer großen Tasse Pulverkaffee zurück aufs Bett fallen. Frühstücksfeeling.  Sind Berufstätige, also all jene, die sich morgens durch den Berufsverkehr schlängeln oder, bewaffnet mit einem Coffee to go von Starbucks, im Zug die Tageszeitung aufschlagen, eigentlich auch solche Jammerlappen wie ich?

„Ich bin morgens immer müde, aber abends werd ich wach“ – Aufzeichnungen einer Nachteule

Begrüßungsritual: Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da? (Foto: T.Gartner)

Wochenmitte: Ich habe während der Fahrt in der S-Bahn Nachforschungen angestellt, habe die anderen Fahrgäste genauestens beobachtet und auf Müdigkeits-Merkmale hin untersucht. Ich kam zu dem Ergebnis, dass neben mir genug Menschen unter dieser Sonne zu wandeln scheinen, bei denen Morgenstund‘ nicht Gold, sondern Koffeintabletten im Mund hat. Dass der frühe Vogel den Wurm fängt, will auch noch nicht so recht einleuchten. Alles, was ich in den letzten Tagen zu sehen bekam, waren musikalische Einlagen semiprofessioneller Akkordeon-Spieler (ich habe ihnen dafür nichts in den Hut geworfen) – keine Würmer und erst recht keine Vögel, die diese zu fressen versuchen. Immerhin kann ich jetzt verstehen, wie Fotos von mit offenem Mund schlafenden Passagieren zustande kommen. Nach achtzehn Uhr sehe ich dank des gigantischen Schlafmangels ganz ähnlich aus; es wundert mich beinahe, dass Kinder noch nicht mit Erdnüssen in meinen Mund zu zielen versucht haben. Und doch sehne ich mich jeden Abend aufs Neue nach frischer Unterhaltung, nach sozialen Kontakten. Dem schlechten Gewissen zum Trotze verabrede mich mit Freunden, die wohlgemerkt allesamt ausgeschlafen  –  da mitten in den Semesterferien   – sind. Ich schaffe es zwar noch, auf den Barhocker zu klettern, doch so richtig bei der Sache bin ich auch hier nicht mehr. Bei „Ich bin morgens immer müde, aber abends bin ich wach“ kann ich nun definitiv nicht mehr aus Überzeugung mitsingen. Ich fühle mich am Abend nämlich ähnlich zerstört wie am Morgen nach dem Mehr-oder-minder-Wachwerden.

Wochenende: Der langersehnte Freitag ist gekommen. Die nächste Party steht schon vor der Tür. Schade nur, dass ich mich dazu beileibe nicht mehr vor eben jene bewegen kann. Meine Privatparty ist bereits um 22 Uhr ausgefeiert – in Pyjamahose habe ich noch eine Dosensuppe, das höchste der Gefühle, wenn man den ganzen Tag auf den Beinen war, genossen, bevor ich schnarchend in die Kissen gesunken bin. Von meiner Nachtaktivität ist nicht das Geringste übrig geblieben. Die Nachteule hat kapituliert zugunsten eines geregelten Biorhythmus … Vorerst.

Doch bereits am folgenden Sonntag wälze ich mich wieder unruhig in den Federn hin und her, in Panik vor dem Wochenstart. Ich schaue wieder sinnlose Serien bis in die Puppen und wünsche mir am nächsten Morgen, ich wäre wirklich eine Eule, denn dann könnte ich mich wenigstens auf einem  nahegelegenen Baum vor dem Tageslicht verstecken und müsste nicht auf einem Fensterplatz in der S-Bahn kauern, hilfesuchend meinen Coffee to go und ein Magazin umklammernd.

Vorschau:  In der nächsten Woche fragt sich Sascha, was es eigentlich mit Statussymbolen in unserer Gesellschaft auf sich hat.

Ein Abend von vieren

Ein Abend von vieren

Geschafft – ein gelungener Abend fern der Couch (© Bady-markus / pixelio.de)

Es ist eine alte Geschichte. Jemand findet jemanden, mit dem er oder sie zusammensein will. Zieht zusammen, heiratet vielleicht sogar. Und schneller, als gefürchtet findet sich das traute Paar in der Routine wieder. Die gemeinsamen Abende werden nicht selten, aber sie vergrauen. Warum ausgehen, wenn die gemütliche Couch lockt? Warum essen gehen, wenn ein romantisches Mahl auch am heimischen Esstisch eingenommen werden kann? Warum tanzen gehen, wenn man sich immer noch in den Augen des anderen verlieren kann? Romantisch und verhängnisvoll.

Dann geht es los. Mal meckert er, mal meckert sie. Die Argumente sind fast immer die gleichen. „Nie gehen wir aus“, „Wir erleben nichts Neues mehr“, die gemeinsame Zeit wird zum Alltag und die Angst kommt, dass der andere vielleicht Langeweile in der Beziehung wiederfindet – oder gar der eine selbst.

Auch ich versuche immer mal wieder es zu schaffen, mit meinem Mann auszugehen. Kein leichtes Unterfangen. Mindestens drei von vier geplanten Abenden scheitern. Ich werde krank, er wird krank, unser Sohn wird krank. Er muss noch arbeiten, jemand kündigt sich plötzlich als Besuch an, wir finden keinen Babysitter. Hürden, die sich von Paar zu Paar unterscheiden und doch die gleichen Ergebnisse liefern. Der Abend fällt ins Wasser. Verschoben, verplant, verloren. Und die Angst wächst.

Ein Abend von vieren

Zusammensein – das eigentliche Ziel (©Jorma Bork / pixelio.de)

Ich bin dazu übergegangen, unseren gemeinsamen Kalender zu durchforsten, die Tage mit meiner Mutter abzusprechen, wann sie auf das Kind achten kann, die Möglichkeiten ausloten, was ich mit meinem Mann unternehmen kann. Eine Liste, die erstaunlich kurz ist und immer kürzer zu werden scheint. Wenn ich dann tatsächlich auf ein Datum gekommen bin, einen schönen Abend geplant habe und damit stolz zu meinem Mann komme, ist seine Reaktion oft verhaltener, als ich gehofft hatte. Ab und an eröffnet er mir auch, dass der sorgfältig ausgewählte Tag ihm so gar nicht passt. Frustrierend? Vielleicht, aber die Mühe wert.

Selbst wenn von vier geplanten Abenden, drei ins Wasser fallen, bleibt ein Abend, den wir nicht nur zusammen verbringen, sondern mit etwas nicht alltäglichem. Kino, Theater oder Essen, es zählt der Moment, an dem wir nicht zu Hause sitzen und das tun, was wir immer tun. Selbst wenn der Film schlecht ist, das Stück nur einem von uns gefällt und wir beim Essen ins Diskutieren kommen, das ist unsere Zeit. Es kann immer sein, das wir dabei noch etwas am anderen entdecken, was wir noch nicht kannten, was wir lange nicht gesehen hatten, was ihn uns näher bringt.

Eigentlich war unser Plan, alle zwei Wochen auszugehen. Wenn wir es einmal im Monat schaffen, ist das mittlerweile schon viel. Jeder Abend wird dabei zum Geschenk, schon allein wegen des Aufwandes, des Hintergrundes und der kostbaren Zeit. Und wenn alle Stricke reißen, können wir auch sehr gut einen gemütlichen Abend auf der Couch genießen und zu schätzen wissen. Vielleicht schaffen wir es nur einen von vier geplanten Abenden auch wirklich aus dem Haus, das heißt nicht, dass wir die anderen drei Abende nicht auch zu Hause gemeinsam verbringen können.

Ein Abend von vieren

Lust zu spielen? Zeit zu zwei daheim genießen (Foto: Sharifi)

Ob beim Fernsehen statt im Kino, beim Spieleabend statt im Theater, beim Puzzeln, Computerspielen oder was auch immer. Gemeinsame Zeit ist kostbar, egal wo wir sie miteinander verbringen. Wichtig ist dabei, dass wir uns dieser Zeit bewusst sind. Dass sie dennoch ein Ausbruch aus dem Alltag ist, oder zumindest ein Lichtblick im grauen Einerlei. Keine Beziehung kann immer auf der Höhe schweben, jede braucht ab und an etwas mehr als Alltag. Wo wir das finden, ist unsere Sache. Dass wir danach suchen, ist eigentlich unvermeidlich. Vielleicht müssen wir nur richtig hinschauen, um es zu entdecken, um auch im Alltag das Schöne wiederzufinden, das wir doch in einer Beziehung gesucht haben. Die Versuche, endlich mal wieder auszugehen, sind schon allein wichtig, weil es Versuche sind. Wenn sie gelingen, um so besser. Wenn nicht, können wir auch in anderen Momenten das finden, was wir uns an diesen Abenden erhofft haben. Auch einer von vier Abenden zählt und tut uns einfach gut. Also werde ich nicht aufhören, zu planen und zu versuchen.

Vorschau: Nächste Woche schreibt Alexandra von der Unfähigkeit, sich zu konzentrieren.

Acht Tipps für einen gemütlichen Abend unter Freunden

Ein Blick aus dem Fenster und so manchen graut es bei den eisigen Temperaturen auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen. Schnell ist klar, dass man seine freie Zeit gemein­sam mit Freunden im gemütlichen und warmen Heim verbringen möchte. Damit aber Lan­geweile nicht vorprogrammiert ist, verrät euch Face2Face hilfreiche Tipps für gelungene und abwechslungsreiche Abende unter Freunden.

1. Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Bei einem gemütlichen Abend dürfen Getränke und Snacks auf keinen Fall fehlen, denn Hunger und Durst können schnell für schlechte Laune sorgen. Wer alkoholische Getränke und richtige Mahlzeiten möchte, sollte den Kostenfaktor mit Freunden besprechen, damit dies in einem fairen Rahmen bleibt. Grundsätzlich ist es praktisch, wenn jeder eine Klei­nigkeit mitbringt. Eine im Hintergrund laufenden Musik kann die gemütliche Atmosphäre vollenden. Allerdings sollte diese weder aggressiv noch zu melancholisch sein und vor al­lem die Kommunikation nicht behindern. Damit es aber auf Dauer nicht langweilig wird, sollten einige Beschäftigungsideen für den Abend angeboten werden, zu denen die Tipps&Tricks-Redaktion für euch ein paar Ideen gesammelt hat.

Jedoch vorweg: Zu viele Köche verderben den Brei. Für das Gelingen eines gemütlichen Abends ist es besser sich auf nur wenige Aktivitäten zu beschränken, als sich möglichst viel vorzunehmen.

2. Filme- und Serienabend

Viele Freunde treffen sich, um gemeinsam Filme oder Serien zu schauen. Dabei empfiehlt es sich, mehrere Filme und Serien verschiedenster Genres zur Auswahl zu stellen oder vorher Absprache zu halten. Für einen authentischen, lustigen und nicht alltäglichen Abend kann ein Motto festgelegt werden, nachdem sich alle richten sollten, wie zum Bei­spiel sich passend zum Horrorabend als eine bekannte Schreckensgestalt verkleiden oder bei Möglichkeit das Zimmer dementsprechend zu dekorieren.

3. Traditioneller Gesellschaftsspielabend

Acht Tipps für einen gemütlichen Abend unter Freunden

Besonders amüsant für gemütliche Abende mit Freunden: traditionelle Gesellschaftsspiele (Foto: Sharifi)

Fast in Vergessenheit geraten sind die Gesellschafts- und Brettspiele, welche die meisten von euch sicher noch aus ihrer Kindheit kennen. Oftmals hat man schöne Stunden mit der Familie und Freunden verbracht und erinnert sich an den großen Unterhaltungswert. Mau Mau oder Uno sind ty­pische Kartenspiele, die schnell für eine positive Stimmung sorgen und die Zeit vergessen lassen. Des Weiteren bieten sich Mensch-ärgere-dich-nicht und Monopoly an. Wer Herausforderungen liebt und Abwechslung sucht, der sollte sich für Tabu oder Twis­ter entscheiden. Hierbei kommt es nicht auf das Glück an, sondern auf die eigenen Fähig­keiten. Wichtig ist, sich dem Zweck des gemütlichen Abends bewusst zu sein: Das Vergnügen steht im Vordergrund. Anderenfalls kann sich die Stimmung recht schnell von Spaß zu Ernst entwickeln.

4. Spielkonsolen

Heutzutage besitzen die meisten Haushalte Spielkonsolen. Das gemeinsame Spielen ge­gen- oder miteinander, das Sammeln von Punkten und Lösen von Rätseln heitert jede Ge­sellschaft auf. Die Auswahl der Spiele sollte breit gefächert sein, damit für jeden Ge­schmack etwas dabei ist. Die Spielrunden sollten nicht zu lange dauern, damit sich die an­deren nicht ausgeschlossen fühlen. Ein beliebtes Unterhaltungsspiel ist Singstar, bei dem im Duell, Duett oder in Gruppen gespielt werden kann.

5. Entspannungslounge

Getreu dem jugendsprachlichen Motto „Chillen“ kann mit Freunden bei gedimmtem Licht und ruhiger Musik entspannt werden. Viele Kissen, bequeme Sitzgelegenheiten und even­tuell auch Duftkerzen runden die Atmosphäre ab und ermöglichen nette Gespräche über Gott und die Welt. Je nach Belieben wird das gemütliche Abhängen von Ambiente-, Loun­ge- oder Chill-out-Trancemusik begleitet. Ebenso gängig ist das gemeinsame Shisharau­chen, das zum Chillen mittlerweile dazugehört.

6. Backe, backe Kuchen…

Passend zur Winterzeit werden gerne Plätzchen und Kuchen gebacken. Damit alle am Spaß beteiligt sind, empfiehlt es sich die einzelnen Aufgaben aufzuteilen oder Backgrup­pen zu bilden. Weihnachtsmusik rundet das harmonische Gesamtbild ab und kann den ein oder anderen sogar zum Mitsingen verleiten. Mit Tee, heißer Schokolade oder Glühwein könnt ihr die Backware anschließend genießen und den Abend erfolgreich ausklingen lassen.

7. Für kreative und ausgefallenen Köpfe

Acht Tipps für einen gemütlichen Abend unter Freunden

Feinarbeit: Stricken lernen in einer gemütlichen Runde (Foto: © Weberin / pixelio.de)

Häufig hat man im Alltag keine Zeit sich dem Basteln oder Kreativem zu widmen. Bei ei­nem gemütlichen Abend mit Freunden kann dem Wunsch nachgegangen werden. Sei es an etwas Dekorativem für das eigene Heim zu basteln, auf Leinwand zu malen oder stri­cken und nähen zu lernen. Freunde sind dafür da, neue Ideen einzubringen und zu helfen oder sogar gemeinsam an einem Großprojekt zu arbeiten, bei dem vor allem aber Spaß und Teamwork nicht vergessen werden darf.

8. Der Lesekreis

Jeder liest gerne ein gutes Buch oder hat zumindest einen Bücherliebhaber als Freund. Für die Abwechslung bietet es sich an, in einer beschaulichen Runde kurze Buchrezensionen über favorisierte Bücher zu geben. Sollte man sich für ein Buch ent­scheiden, das auch mehrere Freunde besitzen, kann daraus in verteilten Rollen vorgele­sen werden. Dies sorgt für Spaß und kommt einem Schauspiel gleich. Vor allem kann in der Gruppe über die gemeinsamen Buchinteressen diskutiert, philosophiert und interpre­tiert werden.

Vorschau: Nächste Woche könnt ihr über die Heilkraft von Ingwer-Orangensaft gegen Er­kältungen lesen.