Markthalle, Theater und eine nette Mitfahrgelegenheit – ein Viertagestrip nach Budapest

„Vielen Dank für das Fliegen mit uns“, sagt Stephan und lässt uns nach acht-stündiger Fahrt wieder in Stuttgart-Zuffenhausen aus dem Auto. Sehr schnell sind meine letzten vier Tage in Budapest vorübergegangen. Aber zurück zum Anfang und den wissenswerten Fakten: Ziemlich spontan hatten wir uns zu dritt entschieden einen Freund in Budapest zu besuchen. Als erstes galt es ein passendes Gefährt für den Hin- und Rückweg zu finden. Ich, als stolzer Besitzer einer Bahncard, war natürlich für den Zug, aber die Preise hätten hierbei schon über 300 Euro hin und zurück betragen. Auch die Flugpreise waren schon in unerreichbaren Höhen – für nur einen Viertagestrip. Also blieb uns nichts anderes übrig als Risiko zu spielen und zu hoffen, dass sich eine Woche vor unserer gewünschten Abreise eine Mitfahrangelegenheit böte. Bei Mitfahrgelegenheiten gehört schon innerhalb Deutschlands auch immer ein bisschen Glück dazu und wirklich am Ziel angekommen ist man erst, wenn man da ist. Absagen und Verspätungen müssen genauso eingerechnet werden wie bei der Bahn.

Dieses Glück hatten wir im Überfluss. Etwas konfus kümmerten wir uns zuerst um die Rückreise aus Budapest und auch nur für zwei Personen – das war unser erstes Gespräch mit Stephan, der mir nach kurzem Smalltalk das Du anbot, drei Personen statt zwei zurücknahm und uns auch noch am Mittwoch mit hinnehmen konnte. Zwei Anrufe und für 80 Euro pro Person hin und zurück stand unsere Reise.

In acht Stunden Fahrt hatten wir genügend Zeit von Stephans Freundin auf dem Beifahrersitz noch einen Crashkurs in Sachen ungarisch zu bekommen. Ungarisch ist wirklich eine verzwickte Sprache und sie ist genauso schwierig zu verstehen, wie für einen Ungarn eine andere Sprache zu lernen. Jedoch kommt man in Budapest auch mit Englisch gut durch und manchmal sogar besser mit Deutsch, falls die Leute etwas älter sind.

Über Hostels und Hotels kann ich leider wenig berichten, da wir privat übernachtet haben. Aber ich glaube, dass diese auch erschwinglich sind. Gezahlt wird in Forint und man sollte alles daran setzen so viele kleinere Scheine wie möglich zu bekommen, denn das größere Geld wird nicht überall als Währung angesehen und in Euro zu zahlen ist immer ein bisschen teurer.

Obwohl teurer ein sehr relatives Wort ist, denn Ungarn ist ganz und gar nicht teuer und die sogenannte große Markthalle (Nagy Vásárcsarnok) ist vor allem für Fleischliebhaber ein echtes Paradies! Beeindruckend sind auch die auch die neuen architektonischen Gebäude wie das neue National Theater. Wer also vor hat die Hauptstadt Ungarns zu besichtigen dem sei hiermit herzlich zugeraten und vielleicht findet man auch eine genauso komfortable Hin-und Rückfahrt Möglichkeit wie die mit Stephan.

 

Vorschau: Das nächste Mal berichtet wieder Shion. Diesmal –aus gegebenen Anlass – über Verhaltensregeln auf Reisen während eines Erdbebens oder anderen Katastrophen.


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Über Konstantin Homolka

Jahrgang 1989. Ist in Leonberg bei Stuttgart aufgewachsen und verbrachte nach seinem Schulab-schluss ein Jahr in Jerusalem/ Israel als Zivildienstleistender. Danach studierte er Soziologie und Germanistik an der Universität Mannheim. Seine ersten Medien-Erfahrungen sammelte er im Rahmen eines Praktikums beim SWR-Sportstudio in Stuttgart. Die Face2Face-Reiserubrik leitet er seit Gründung der Zeitschrift im Herbst 2010. Gerne unternimmt er Reisen und freut sich auf Begegnungen mit neuen Welten und Kulturen. Zurzeit ist er im Rahmen seines Masters der Wirtschaftssoziologie in Trier anzutreffen.

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