Leben mit Gips – ein Erfahrungsbericht

Ein falscher Schritt, ein unachtsamer Moment und schon ist es passiert – ich falle. Schon beim Aufprall merke ich: „Da ist etwas passiert“. Mein linker Arm ist erst kurz taub und fängt dann an schmerzhaft zu pochen und anzuschwellen. Ein Besuch im Krankenhaus bringt die Gewissheit: Der Arm ist gebrochen. Das Resultat: sechs Wochen Gips. So wie mir geht es täglich Millionen von Menschen. Sie alle stellen sich die Frage: Wie lebt es sich mit Gips am Körper? Hier sind vier Tipps für den Alltag mit eingeschränkter Beweglichkeit.

1: Nur die Ruhe

Es mag platt klingen, aber es stimmt: Mit Gips geht alles nur noch halb so schnell. Daran muss man sich erst gewöhnen. Alles fällt einem schwerer: vom Anziehen zum Tippen auf dem Computer bis hin zum Türen aufschließen. Doch daran darf man nicht verzweifeln. Man muss lernen, dass die nächsten Wochen das eigene Tempo etwas gedrosselt ist. Auch um Hilfe zu bitten und andere Menschen zu fragen, ob sie einem bei alltäglichen Dingen helfen können, muss man lernen. Einige Dinge gehen aber nun einmal nicht einarmig – Schuhe binden zum Beispiel oder die Haare zum Pferdezopf binden. Da ist es gut, jemanden zu haben, der einem hilft.

2: Heilung dauert

Kaum ist der Schmerz vergangen, begehen viele den Fehler den gebrochenen Körperteil gleich wieder zu belasten. Doch das ist nicht die richtige Methode. Es sollte zwar so viel Mobilität wie möglich erhalten werden, doch bei zu viel Bewegung schmerzt der Bruch. Deswegen gilt, auch wenn es schwer fällt: Schonung ist angesagt. Dann verheilt der Bruch auch am Ende schön und es bleiben keine Folgeschäden.

3: Kreativ werden

Durch die eingeschränkte Mobilität heißt es nun kreativ werden. So habe ich zum Beispiel gelernt, dass ich Hosen auch mit einer Hand anziehen kann, Flaschen zum Öffnen zwischen meine Beine klemmen kann, um sie dann mir rechts aufzudrehen oder mit einer Hand gleichzeitig Taschen zu transportieren, die Tür aufzuschließen und sie aufzudrücken. Es geht alles, man muss nur wissen wie.

4: Gips ab und dann?

Nachdem der Gips ab ist, geht es an die Remobilisierung. Denn nach sechs Wochen Stillhalten ist die Muskulatur geschwächt und Sehnen verkürzt. Dabei gilt: Nicht übertreiben. Auch wenn der Gips ab ist, muss man sich bewusst sein, dass nicht alles sofort wieder geht. Hierbei gilt es Geduld zu haben und täglich die vom Arzt gezeigten Übungen zu wiederholen. Dann kommt die Mobilität ganz schnell wieder.

Vorschau: Nächste Woche erwarten euch zum „Kämpfe gegen die Prokrastination“-Tag Tipps zur Bekämpfung des Aufschiebeverhaltens.


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Nina Moeller

Über Nina Moeller

Jahrgang 1990. Sie ist in Saarlouis (Saarland) geboren und aufgewachsen, studierte in Mannheim Politikwissenschaften und Medien-und Kommunikationswissenschaften und schloss das Studium 2012 mit dem Bachelor-Abschluss ab. Parallel arbeitete sie als freie Mitarbeiterin beim Mannheimer Morgen und bei Face2Face. Zudem absolvierte sie Praktika unter anderem beim ZDF, der dpa und beim SWR. Zurzeit studiert sie in Mainz Empirische Demokratieforschung. Bei Face2Face schreibt Nina seit Oktober 2011 für die Tipps&Tricks-Rubrik, da sie es spannend findet den Lesern die kleinen Kniffe zu präsentieren, die den Alltag erleichtern. Seit August 2013 ist sie stellvertretende Redaktionsleiterin bei Face2Face und Leiterin der Tipps&Tricks.

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