Genuss im Alltag – von der Kunst auch kleine Dinge zu schätzen

Genuss ist für viele ein großes Wort – Genuss ist Luxus, das Außergewöhnliche, das Nicht-Alltägliche. Dies mag alles stimmen – doch auch in unserem Alltag begegnet uns Genuss und wir sollten ihn viel mehr schätzen und bewusst wahrnehmen. Denn bewusster Genuss kann dabei helfen, Alltagsstress abzubauen und die vielen schönen, kleinen Momente im täglichen Leben zu erleben.

Genuss ist facettenreich

Genuss im Alltag – von der Kunst auch kleine Dinge zu schätzen
Ein Genuss am frühen Morgen: Der Sonnenaufgang aus dem Bürofenster (Bild: Möller)

Als ich mir zum Thema Genuss im Alltag Gedanken machte, fiel mir auf, dass das Thema gar nicht so leicht zu fassen ist. Denn es ist, zumindest meines Erachtens nach, sehr vielfältig und kann aus manchen großen und vielen kleinen Dingen bestehen. Genuss ist für mich morgens auf die Arbeit zu kommen und schon in der Eingangshalle zu riechen, dass es frische, warme Brezeln in der Cafeteria gibt. Sitze ich dann am Schreibtisch und habe meine Brezel und dazu im Sommer ein schönes, kaltes Glas Cola-light oder im Winter einen heißen Tee, dann ist das für mich ein Hochgenuss. Ein Start in den Tag, wie ich ihn mir nur wünschen kann. Genuss ist es aber auch mit meinen Kollegen fünf Minuten in der Kaffeeküche zu reden oder zu lachen sowie abends nach der Arbeit aus dem Büro zu kommen, tief einzuatmen und den Frühling in der Luft zu riechen. Was ist also alles alltäglicher Genuss?

Genuss ist Gönnen

Beim Gespräch mit Freunden habe ich das Gefühl bekommen, dass alltäglicher Genuss viel mit Ritualen zu tun hat. Das bewusste Gönnen in stressigen Zeiten – sei es das Stück Schokolade am Abend, das Gefühl nach erfolgreichem Work-out in die warme Dusche zu steigen oder die fünf Minuten, die ich nach dem Weckerklingeln noch in meinem Bett liegen bleibe. Das alles sind Dinge, die uns vielleicht gar nicht auffallen, an die wir beim Thema Genuss bestimmt nicht zuerst denken. Trotzdem finde ich solche Rituale wichtig, sie sind kleine Alltagsfluchten – Momente, die wir uns gönnen.

Genuss im Alltag – von der Kunst auch kleine Dinge zu schätzen
Ein leckeres Essen: Ein Hochgenuss im Alltag (Foto: Möller)

Genuss ist spontan

Gleichzeitig kann Genuss auch spontan sein: Der Kollege hat Kuchen mitgebracht und zusammen mit einem Kaffee schmeckt der richtig gut. Das Wetter ist zu schön, um im Haus zu sitzen? Ab in den Biergarten und hach ein kaltes Bier ist doch ein Hochgenuss. Diese Art von Genuss kann man nicht planen – man sollte nur aufpassen, diese Momente nicht zu schnell vorbeiziehen zu lassen und ihn stattdessen bewusst zu genießen.

Dazu habe ich auch drei Tipps – die zumindest mir helfen – wie ich versuche, das Thema Genuss im Alltag bewusster auszukosten:

1: Rituale fördern: Der erste Kaffee am Morgen ist ein Genuss für dich? Dann trinke ihn nicht zwischen Tür und Angel, sondern nimm dir Zeit für ihn. Setz dich hin oder schau aus dem Fenster und genieße den ersten Schluck. Freu dich auf die Dinge, die noch kommen. An manchen Tagen ist es für mich beispielsweise ein echter Hoffnungsschimmer, wenn ich an das Stück Schokolade denke, dass ich abends auf dem Sofa essen werde.

2: Neues probieren: Genuss kann auch sein, etwas Neues zu entdecken. Das fängt im Kleinen an. In der Cafeteria oder Mensa gibt es ein Gericht, das du nicht kennst? Probiere es – vielleicht ist es ein Hochgenuss, vielleicht auch nicht. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – das gilt auch beim Thema Genuss.

3: Mach dir Genuss bewusst: Überlege dir abends „Was habe ich heute genossen?“. Nur so wirst du dir über die vielen kleinen Dinge klar, die dir den Tag versüßt haben und das hilft dabei, den Genuss zu wiederholen.


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Nina Moeller

Über Nina Moeller

Jahrgang 1990. Sie ist in Saarlouis (Saarland) geboren und aufgewachsen, studierte in Mannheim Politikwissenschaften und Medien-und Kommunikationswissenschaften und schloss das Studium 2012 mit dem Bachelor-Abschluss ab. Parallel arbeitete sie als freie Mitarbeiterin beim Mannheimer Morgen und bei Face2Face. Zudem absolvierte sie Praktika unter anderem beim ZDF, der dpa und beim SWR. Zurzeit studiert sie in Mainz Empirische Demokratieforschung. Bei Face2Face schreibt Nina seit Oktober 2011 für die Tipps&Tricks-Rubrik, da sie es spannend findet den Lesern die kleinen Kniffe zu präsentieren, die den Alltag erleichtern. Seit August 2013 ist sie stellvertretende Redaktionsleiterin bei Face2Face und Leiterin der Tipps&Tricks.

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