Für den Notfall gerüstet: Was alles in eine gute Reiseapotheke gehört

 Im Urlaub krank werden ist für jeden eine Horrorvorstellung. Trotzdem sollte man für den Notfall gerüstet sein, denn es kann vorkommen, dass Sprachbarrieren beim Kauf oder schlicht das Fehlen von geeigneten Medikamenten die richtige Behandlung verzögern können. In solchen Fällen hilft eine gut sortierte Reiseapotheke. Doch was zeichnet sie aus? Worauf muss man beim Packen achten? Fünf einfache Tipps helfen:

1. Grundausstattung

Gehört rein: Zur Grundausstattung jeder Reiseapotheke gehören Pflaster, Desinfektionsmittel, Verbände sowie persönliche Medikamente

Gehört rein: Zur Grundausstattung jeder Reiseapotheke gehören Pflaster, Desinfektionsmittel, Verbände sowie persönliche Medikamente (Foto: Möller)

Grundlagen für die Wundversorgung, wie etwa Wundesinfektionsmittel zum Sterilisieren der Verletzung, Pflaster, Mullbinden und Verbände gehören in jede Notfallapotheke. Aber auch ein Fieberthermometer, Sonnen- und Insektenschutzmittel, sowie eine Pinzette für Splitter und eine Schere zum Zurechtschneiden der Verbände sollten vorhanden sein. Diese Dinge braucht man auch bei kleineren Verletzungen oft und obwohl sie meist auch im Urlaubsland vorhanden sind, ist es doch besser einen eigenen Vorrat zu haben, an den man schnell dran kommt und so Verletzungen schnell behandeln kann.

2. Individuelle Medikamente

Vor allem Urlauber, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten darauf achten, diese in ausreichenden Mengen einzupacken. Grade ganz spezielle Medikamente sind im Urlaub oft schwer zu bekommen und sollten daher besser mitgebracht werden. Bei Medikamenten, die zu einem festen Zeitpunkt eingenommen werden müssen, wie etwa bei Frauen die Verhütungspille, sollte man sich vor Urlaubsbeginn über eine mögliche Zeitverschiebung informieren, um die Wirkung der Medikamente nicht durch eine unregelmäßige Einnahme zu beeinträchtigen. Leidet man unter Reiseübelkeit ist es wichtig gut gerüstet zu sein und Tabletten oder andere Medikamente dagegen mitzunehmen. Fliegt man zum ersten Mal oder begibt sich erstmalig auf eine Schiffsreise sollte man Reiseübelkeitsmedikamente zur Vorsicht einstecken.

3. Wenn das Essen nicht bekommt

Mittel gegen Durchfall oder Verstopfungen sollten ebenfalls Teil der Reiseapotheke sein.  Vor allem in Ländern, in denen die Wasserqualität schlechter ist, als der Körper es gewohnt ist, kann es schnell zu Magen- und Darmproblemen kommen. Hier gilt, wie bei allen anderen Medikamenten auch, dass man auf bekannte Mittel zurückgreifen sollte, bei denen man sich sicher ist, dass sie einem Helfen und man sie verträgt.

4. Ablaufdaten beachten

Auch Medikamente können ablaufen. Deshalb sollte man vor Reiseantritt auf die Ablaufdaten achten und wenn nötig die Medikamente ersetzen. Abgelaufene Medikamente können sich in ihrer Wirkungsweise von nicht abgelaufenen unterscheiden. Bei Salben und Flüssigkeiten ist Vorsicht angebracht: Das Verfallsdatum gilt nur in unangebrochenem Zustand. Meist steht aber auch ein Verfallsdatum für angebrochene Flaschen dabei. Ist dies nicht der Fall, sollte man in der Apotheke oder bei seinem Hausarzt nachfragen, ob das Medikament noch verwendbar ist.

Nur für den Notfall: Eigentlich will man den Urlaub ja ohne Krankheiten verbringen, passiert trotzdem etwas kann eine Reiseapotheke sehr hilfreich sein (Foto: Möller)

Nur für den Notfall: Eigentlich will man den Urlaub ja ohne Krankheiten verbringen, passiert trotzdem etwas kann eine Reiseapotheke sehr hilfreich sein (Foto: Möller)

5. Auf Risikogebiete achten

Vor Reisebeginn sollte man sich im Internet oder Reisebüro über spezielle Gesundheitswarnungen im Urlaubsland informieren. Denn in manchen Gebieten sollte man beim Packen der Reiseapotheke spezielle Dinge beachten:  Darf man bestimmte Medikamente nicht einführen? Wie ist die allgemeine Versorgung im Urlaubsland? In Malariagebieten etwa bietet es sich an prophylaktisch Malariatabletten mitzunehmen. Und trotzdem gilt: Am besten ist es wenn man die Notfallapotheke erst gar nicht braucht und den Urlaub einfach gesund und munter verbringen kann.

Vorschau: In zwei Wochen startet eine neue Serie in der Reiserubrik: Im großen Mentalitätencheck wird die Bevölkerung der verschiedensten Länder der Erde und ihre individuelle Mentalität vorgestellt. Teil 1 erscheint am Dienstag, 19. Juni, und dort  erfahrt ihr mehr über die thailändische Mentalität.


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Nina Moeller

Über Nina Moeller

Jahrgang 1990. Sie ist in Saarlouis (Saarland) geboren und aufgewachsen, studierte in Mannheim Politikwissenschaften und Medien-und Kommunikationswissenschaften und schloss das Studium 2012 mit dem Bachelor-Abschluss ab. Parallel arbeitete sie als freie Mitarbeiterin beim Mannheimer Morgen und bei Face2Face. Zudem absolvierte sie Praktika unter anderem beim ZDF, der dpa und beim SWR. Zurzeit studiert sie in Mainz Empirische Demokratieforschung. Bei Face2Face schreibt Nina seit Oktober 2011 für die Tipps&Tricks-Rubrik, da sie es spannend findet den Lesern die kleinen Kniffe zu präsentieren, die den Alltag erleichtern. Seit August 2013 ist sie stellvertretende Redaktionsleiterin bei Face2Face und Leiterin der Tipps&Tricks.

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