Exam next week: You shall not fail – Motivationszitate für die Klausurenphase

Februar: Es ist dunkel, wenn man das Haus verlässt, dunkel, wenn man von der Uni nach Hause kommt.
Die Kälte ist nicht nur draußen zu spüren, sie erfüllt auch unser Herz bei dem Gedanken an die anstehenden Klausuren.
Es ist Klausurenphase: Diese Zeit zwei Mal im Jahr, in der Schokolade zum Haupternährungsmittel wird, Fressorgien dem Stressabbau dienen, Kaffee dein engster Verbündeter ist, Jodel voll ist von Kommentaren, dass der Partner nur für Sex herbestellt wird und dann wieder verschwinden soll, weil man lernen muss. Kurz um: Wir wühlen uns im Selbstmitleid.
Doch was kann man gegen die ständige Müdigkeit, Demotivation und die Tatsache, dass selbst das Anstarren der Wand interessanter als Lernen erscheint, unternehmen?
Sich Motivation von den großen Herren und Frauen der Kulturlandschaft besorgen!

Natürlich geht es – auch wenn es sich oft so anfühlt – in der Klausurenphase nicht um das pure Überleben. Trotzdem lehren uns die halb nackten Damen aus „Sucker Punch“  nicht nur, dass man 90 Minuten mit dramatischen Zeitlupen und sexy Tanzszenen füllen kann, sondern auch, dass wir stärker sind, als wir glauben und keine Angst haben müssen. Alles, was wir tun müssen, ist endlich unseren Hintern hochzubekommen und zu lernen beziehungsweise zu kämpfen.

¨You don’t think you’re strong enough? You are. You’re afraid. Don’t be. You have all the weapons you need. Now fight!¨

Und wie kriegen wir das hin? Indem wir den weisen Worten aus „Der Herr der Ringe“ Aufmerksamkeit schenken und uns klar machen,  dass sich die Klausur eben nur bestehen lässt, wenn wir auch etwas dafür tun. Redet euch ein: Der „Triumph“¨ über die bestandene Klausur ist umso schöner, wenn ihr wisst, ihr habt es auch dank Lernen wirklich verdient. Wäre doch auch langweilig gewesen, wenn der Ring gleich am Anfang zerstört worden wäre – keine epischen Schlachten, kein „you shall not pass!“¨, keine Hochzeit zwischen Aragon und Arwen:

¨There can be no triumph without loss. No victory without suffering. No freedom without sacrifice.¨

Der Berg an Aufgaben, der zu erledigen ist und die Verzweiflung darüber, wie man das alles nur strukturiert bekommen soll, lassen einen trotzdem oftmals schon zu Beginn am liebsten den Kopf im Sand stecken. Über allem kreist unaufhörlich der Gedanke an das Versagen, an das Scheitern. In dieser scheinbar perfekten Gesellschaft von heißen Instagramm-Fotos und faszinierenden Facebook-Accounts ist kein Platz mehr für das Versagen. Doch hinter jedem Facebook-Profil verstecken sich auch weniger schöne Lebensereignisse, die nicht gepostet wurden, hinter jedem Instagramm-Bild mit Filter ist irgendwo ein Pickel auf der Haut – und so ist es auch mit der Uni: Keiner ist immer perfekt. Vielleicht wird die Klausur nicht gut, vielleicht sind wir schon beim Lernen überfordert, aber das einzige Versagen liegt darin, sich davon Angst machen zu lassen und es daher erst gar nicht zu probieren. Herr Coelho, ein brasilianischer Schriftsteller, fasst diese lange Rede treffend in ein paar Worten für euch zusammen:

¨Nur eines macht sein Traumziel unerreichbar: Die Angst vor dem Versagen.¨

Daher: Weg mit der Angst und her mit den verwirrenden Notizen aus der Vorlesung! Schließlich hat uns schon John Green in seinen schmerzlich-schönen Büchern aufgezeigt wie kostbar und zerbrechlich das Leben ist.  Also haltet euch an seine Worte und macht etwas aus eurem Leben:

¨What is the point of being alive if you don´t at least try to do something remarkable?¨

Wollt ihr irgendwann im Vormittagsprogramm der Privatsender landen? Euch immer darüber ärgern, dass ihr den Traumjob nicht bekommen habt, weil alles an einer Statistik-Klausur gescheitert ist? Euch von eurem Gewissen weiter peinigen lassen, während ihr versucht, es mit endlosem Netflix schauen, zu unterdrücken und euch so vor dem Lernen zu drücken?

Ein Tipp zuletzt: Schreibt euch eine to-do-Liste mit den Sachen, die ihr nach (!) der Prüfung machen wollt und nicht müsst. Wenn erst einmal der fehlenden Schlaf nachgeholt wurde, könnt ihr es mit dem amerikanischen Schriftsteller Hunter S. Thompson halten und euer Leben nach der Klausurenphase, im Wissen, ihr habt alles dafür gegeben, so richtig  genießen:

¨Sleep late, have fun, get wild, drink whiskey and drive fast on empty streets with nothing in mind but falling in love and not getting arrested.¨

Vorschau: Am Freitag, 19. Februar geht es weiter mit ¨Helden¨: ¨Helden für Herzen¨ stehen dann im Fokus.


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Über Anna Schmidt

Jahrgang 1993. Sie kommt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Frankfurt. 2014 begann sie ihr Studium in Politikwissenschaft und Kulturanthropologie. Sie hat schon für verschiedene Zeitungen als auch Institutionen wie den Bundestag geschrieben, mehrfach Literaturpreise gewonnen, Praktika bei Medienunternehmen und in der Presse und Öffentlichkeitsabteilung absolviert. Zudem ist sie durch ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement immer wieder mit dem Schreiben von Artikeln oder Pressemitteilung beschäftigt. Neben ihrem Studium arbeitet Anna als studentische Hilfskraft im Bereich Internationale Beziehungen. Ihrem Interesse an fremden Kulturen geht sie außerdem durch Redakteursaufenthalte, Jugendbegegnungen und Seminare im Ausland nach. Als Stipendiatin der Friedrich Ebert Stiftung hat sie so beispielsweise mehrere Tage für ein europaweites Projekt aus London berichtet. Seit November 2015 schreibt sie für Face2Face in der FilmKunstKultur-Redaktion.

4 Gedanken zu “Exam next week: You shall not fail – Motivationszitate für die Klausurenphase

  1. Super Artikel!
    Ich glaube, hiermit kann sich so ziemlich jeder Student identifizieren. Vor allem die Idee, eine Liste für nach der Klausur zu schreiben, ist richtig toll!
    To do nach der Klausur:
    – Die schnöde Liste „to do vor der Klausur“ in hohem Bogen in den Papierkorb pfeffern! 😀 😛

  2. Schöner Artikel – ich hab’s Gott sei Dank schon rum.
    Nur eine Kleinigkeit: der gute Herr AragoRn vermisst ein „R“ im Namen 😉

    Auf den Bericht zu den Helden bin ich gespannt, denen wollte ich schon eine Weile beitreten.

  3. Ein Text, so wunderbar wie die Verfasserin. Anna, wie sehr ich deine Texte liebe weißt du. Und ich freue mich auf jeden Weiteren.

    Marla Singer

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