Ergebnisse der Liebeskummerumfrage

Ergebnisse der Liebeskummerumfrage

Diagramm 1: Häufigkeit Liebekummer bei Frauen (violett: sehr oft, grün: häufiger, blau: sehr selten, rot: selten) /Grafik: T. Gartner

Heute präsentiere ich euch endlich die Ergebnisse der Liebeskummerumfrage. Insgesamt 85 Personen zwischen 10 und 50 Jahren haben daran teilgenommen. Aus Platzgründen kann ich leider nicht auf jeden einzelnen Punkt zu sprechen kommen, daher seht ihr nur die Ergebnisse, die in meinen Augen interessant, teilweise sogar überraschend ausgefallen sind. Ziel dieser Präsentation soll sein, dass ihr euch mit der Sichtweise der Mehrheit vergleichen und so möglicherweise Wege finden könnt, die euch den Umgang mit Liebeskummer erleichtern.

 Überraschender Weise haben sowohl Frauen als auch Männer eher selten, nämlich etwa ein- bis zweimal im Jahr Liebekummer. Wie ihr an der nachfolgenden Grafik sehen könnt, geben nur drei der insgesamt 57 befragten Frauen an, alle paar Tage, also sehr oft Liebeskummer zu haben (Diagramm1, violett). 14 Teilnehmerinnen leiden alle paar Wochen (Dia.1, grün), 17 alle paar Jahre (Dia.1, blau), also sehr selten, an Liebeskummer. Die Mehrzahl der Frauen, nämlich 23 Stück, hat demzufolge ein- bis zweimal im Jahr, nach eigener Einschätzung also selten Liebeskummer (Dia.1, rot). Obwohl die Ergebnisse bei den Männern weniger repräsentativ sind, da nur 28 teilgenommen haben, liegt auch hier die Mehrheit mit 14 Stimmen klar bei „ein- bis zweimal im Jahr (selten)“.

 Obwohl, wie eben bewiesen, beide Geschlechter ähnlich oft an Liebeskummer leiden antworteten bei der

Ergebnisse der Liebeskummerumfrage

Digramm 2: Haben Frauen öffters Liebekummer als Männer (blau: nein, rot: ja) / Grafik: T. Gartner

Frage, ob Frauen häufiger Liebekummer haben als Männer, 50 weibliche und 17 männliche Teilnehmer mit „ja“. Nur sieben Frauen beantworteten diese Frage mit „nein“ (Dia.2, blau). Anhand dieses Ergebnisses zeigt sich, dass die Frau auch heutzutage noch als das schwache Geschlecht wahrgenommen wird; eben als die gefühlsbetonte, von Emotionen gelenkte Frau. Die Umfrage beweist nicht das Gegenteil, hebt jedoch den Unterschied zwischen Mann und Frau im Umgang mit seelischem Kummer ein Stück weit auf.

 Des Weiteren lässt sich anhand der Umfrageergebnisse feststellen, dass der Mann längst nicht mehr als das nüchterne, gefühlskalte Geschlecht gesehen werden kann. 16 Männer geben beispielsweise an, dass sie mit ihrem besten Freund beziehungsweise ihrer besten Freundin über Liebeskummer sprechen (Dia.3, blau). 11 Teilnehmer gaben zwar an mit niemandem darüber zu reden (Dia.3, grün) und sogar 13 verdrängen ihren Kummer lieber, dennoch überwiegt die Anzahl derer, die sich jemandem anvertrauen.

Ergebnisse der Liebeskummerumfrage

Diagramm 3: Mit wem reden Männer am ehesten über Liebeskummer? (rot: Familie, grün: mit niemandem, blau: beste(r) FreundIn) / Grafik: T. Gartner

 Besonders eindeutig waren die Ergebnisse im Bezug auf die Frage, ob man jemals zu alt für Liebeskummer sein könnte: 19 Männer und 35 Frauen sind demzufolge der Überzeugung, dass dies nicht möglich ist (Dia.4, rot). Dennoch erstaunte mich, dass trotzdem zwei Frauen und vier Männer vom Gegenteil überzeugt sind (Dia.4, blau).

 An dieser Stelle ein kleiner, persönlicher Einwurf, der sich nicht auf die Umfrage stützt: Meiner Meinung nach ist ein Mensch, da er – egal in welchem Alter – Gefühle hat, (leider?) immer dazu in der Lage, Liebeskummer zu empfinden. Vielleicht ist er oder sie irgendwann einmal glücklich verheiratet. Probleme, Streitigkeiten und Trennungen sind dennoch immer möglich und somit sinkt die Wahrscheinlichkeit Liebekummer zu bekommen eventuell, verschwinden wird sie aber nie ganz.

 Was sagen uns nun die Ergebnisse der Statistiken? Welche Schlüsse können wir daraus ziehen? Schließlich

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Diagramm 4: Ist man irgendwann zu alt für Liebekummer? (rot: ja, blau: nein) / Grafik: T. Gartner

heißt diese Rubrik ja „Tipps&Tricks“ – irgendein weiser Rat muss also bei dem Ganzen herausspringen. Wir haben gesehen, dass Männer und Frauen doch gar nicht so unterschiedlich ticken wie angenommen. Das kann schon einmal beruhigend wirken. Wie man am besten mit Liebekummer umgeht, schaut man sich am besten bei der Mehrheit der Befragten ab: Verdrängen hilft meist nur vorrübergehend, wichtig ist es, über Probleme zu reden – ob nun mit dem/-r besten Freund/-in, der Schwester, dem Vater oder sonst irgendwem. Reden befreit und man fühlt sich danach zu 100% besser – versprochen!

Vorschau: Nächsten Sonntag gibt es einen kleinen Do-it-yourself-Beitrag von meiner Kulturkritik-Kollegin Lisa. Sie zeigt euch wie man auch als Nähanfänger eine coole Tasche selbst machen kann.


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Tatjana Gartner

Über Tatjana Gartner

Jahrgang 1989. Sie ist in Heidelberg geboren und in Speyer aufgewachsen, schloss ihr Germanistik-Studium an der Universität Mannheim 2012 mit dem Bachelor, ihr Medien- und Kommunikationsmanagement-Studium an der SRH Hochschule Calw 2013 mit dem Master ab. Während ihres Studiums absolvierte sie mehrere Praktika, unter anderem bei der Rheinpfalz, dem ZDF und der Deutschen Presse-Agentur. Im Herbst 2010 gründete sie gemeinsam mit Kommilitoninnen an der Universität Mannheim „Face2Face – das Online-Magazin“, das sie bis heute leitet. Sie schreibt am liebsten über spannende Persönlichkeiten und bewegende Schicksale, aber auch „leichte Koste“, wie Tutorials und Tipps und Tricks, zählen zu ihrem Repertoire. Und wenn ein Lifestyle-Thema auf den Prüfstand muss, stellt sie sich auch gerne mal einem Selbstversuch.

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