Die Zeit, in der Helden geboren werden

„Was für eine Gruppe!“, werden nicht wenige aufmerksame Fußballfans bei der Auslosung zur Champions League-Gruppenphase in Monte Carlo gedacht haben. Der deutsche Meister Borussia Dortmund bekam mit Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam echte Schwergewichte zugeteilt. Das ist hart!

BVB-Trainer Jürgen Klopp nahm die Nachricht von der Hammergruppe eher gelassen hin: „Wir haben nicht das Gefühl, mit ihnen konkurrieren zu müssen im Sinne, wer ist schöner, wer ist größer, wer ist teurer? Sondern wir wollen an diesem Tag ihr unangenehmster Gegner sein.“

Geschäftführer Hans-Joachim Watzke gab sich euphorisch: „In einer solchen Gruppe werden Helden geboren.“ Vor allem die Fans in gelb-schwarz hoffen, dass diese Worte auch wirklich wahr werden. Nachdem die Westfalen vor einem Jahr als Gruppenschlusslicht sang- und klanglos ausgeschieden sind, wird es nun Zeit für den Doublegewinner nicht nur in der Liga, sondern auch international auf sich aufmerksam zu machen.

Beim Revier-Nachbar Schalke 04 kommt es zum Wiedersehen mit „Prinz Poldi“. Die „Knappen“ bekommen es mit dem FC Arsenal London, dem Klub der deutschen Nationalspieler Per Mertesacker und Lukas Podolski, sowie dem grieschichen Meister Olympiakos Piräus zu  tu. Außerdem wurde den Königsblauen noch Frankreichs Überraschungsmeister SC Montpellier zugelost.

Schalke-Trainer Huub Stevens sah in der Auslosung gute Chancen auf ein Weiterkommen: „In der Champions League gibt es keine leichten Gegner. Wir treffen auf den französischen und den grieschichen Meister. Dazu kommt Arsenal, eine absolute Topmannschaft, gegen die wir vor einigen Jahren bereits einmal in der Champions League gespielt haben.“

Der FC Bayern München, der in Lostopf eins gesetzt war, bekam die vergleichsweise leichteste Gruppe zugelost. Mit Gegner wie dem FC Valencia, gegen den der FCB das Champions League-Finale 2001 gewonnen hatte, dem OSC Lille, so wie BATE Borissow aus Weißrussland, sollte das Erreichen des Achtelfinales reine Formsache sein.

Die Bayern-Verantwortlichen sehen das ähnlich. „Das ist ein mittelschweres Los. Unsere Zielstellung ist klar: Wir wollen in die nächste Runde und zwar als Erster“, bezog der neue starke Mann der Münchner, Matthias Sammer, klar Stellung.

Doch egal ob Hammergruppe oder machbare Arbeitssiege – fest steht, dass für alle deutschen Vertreter Fußball-Festtage und Millionen-Einnahmen vor der Tür stehen. Jeder Teilnehmer hat bereits das erhöhte Startgeld von 8,6 Millionen Euro (Vorjahr: 7,2 Mio.) sicher. Dazu kommen die Leistungsprämien: 500 000 Euro (Vorjahr 400 000) für ein Unentschieden und eine Millionen Euro (Vorjahr 800 000) für einen Sieg. Die Zeit der Helden kann beginnen. 

Quelle O-Töne: Sport1 

Vorschau:  Nächste Woche erscheint ein Artikel zum WM-Start der Freiwasserschwimmer/innen.


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