Der BVB schlägt zurück

Der FC Bayern München schwächt gezielt die Konkurrenz, indem er  ihr die besten Spieler für viel Geld weg kauft und dann bei sich auf der Bank versauern lässt. So lautet zumindest eine oft genannte Anschuldigung Fußball-Deutschlands an den Bundesliga-Rekordmeister. Nach den Abgängen von Mario Götze, Robert Lewandowski und Mats Hummels (wer hätte es gedacht? – alle zum FC Bayern München), in den vergangenen Jahren, hat die Borussia aus Dortmund nun genug davon, immer ihre besten Spieler zu verlieren. Der BVB schlägt jetzt zurück. Mit der gleichen Marschroute wie die Bayern – sprich die Konkurrenz durch gezielte Transfers schwächen – möchte der deutsche Vizemeister den Abstand zum Rekordmeister aus München wieder ein wenig reduzieren. Und wer bietet sich bei diesem Vorhaben der Schwächung besser als Opfer an als der FCB himself?

Flexibel auf der Auswechselbank

Das dachten sich wohl auch die BVB-Verantwortlichen und suchten fieberhaft nach einem Spieler, den sie sich vom Rekordmeister unter den Nagel reißen konnten. Das Ergebnis: Der auf der Auswechselbank flexibel einsetzbare Sebastian Rode sollte es sein. Bei denen im hohen Bogen herausgeschmissenen BVB-Millionen – laut Face2Face-Informationen soll die Ablösesumme zwischen 15 und 18 Millionen liegen,  konnte weder  der machtlos wirkende FC Bayern, noch  Rode  dem Werben der Dortmunder widerstehen und gaben am vergangenen Montag schließlich nach. „Wie du mir, so ich dir“, lachte sich das Dortmunder Triumvirat, bestehend aus BVB-Trainer Thomas Tuchel, Sportdirekter Michael Zorc und Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Watzke, wie kleine Schuljungen im Kreis stehend ins Fäustchen.

„So ist nun mal das Geschäft“

„Mit Sebastian Rode verlieren wir einen Spieler, der auf der Ersatzbank sowohl auf den Außen, als auch in der Mitte sitzen konnte. Aber was soll man machen, so ist nun mal das Geschäft“, sagte FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mit knirschenden Zähnen, während er gerade am deutschen Zoll ordnungsgemäß seine importierte Rolex anmeldete. Auch der designierte Bayern-Präsident, Uli Hoeneß, war sichtlich angefressen: „Ich habe in den vergangenen 18 Monaten gelernt, was es heißt richtig zu sitzen und der Sebastian konnte dies bei uns wie kaum ein anderer“, schnaubte er. Rode freute sich dagegen schon auf „das Abenteuer bei meinem Lieblingsverein seit Kindertagen“ und gönnte sich nach seiner offiziellen Vorstellung erwartungsgemäß noch einen Abstecher an seine Lieblingsstelle – die Ersatzbank. „Durch meine vielen Auswärtsfahrten mit den Bayern habe ich national und international schon sehr viele Ersatzbänke kennengelernt, aber die Dortmunder ist mir in besonders guter Erinnerung geblieben“, lächelte er verträumt, bevor er sich zärtlich, sanft auf eben jene niederlies.

Ungewohnte Position

Weniger Grund zur Freude werden bei Rode aber wohl die Dortmunder Planungen mit seiner Person auslösen. Tuchel und Co. möchten den 25-Jährigen laut mehreren, übereinstimmenden Gerüchten auf einer für ihn in den letzten Jahren ungewohnt gewordenen Position einsetzen: Dem grünen Rasen. Fraglich, ob sich der ehemalige FCB-Star so einfach beugen wird und sein Glück auf dem Spielfeld des Westfalenstadions findet. Eine Kampfansage gegen die gemauschelten Planungen wollte Rode, der in der abgelaufenen Bundesligasaison wettbewerbsübergreifend gerade einmal 583 Minuten bei 17 Einsätzen auf dem Rasen ablieferte, aber noch nicht loslassen: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung beim BVB. Wo diese genau stattfindet, wird die Zukunft zeigen“, gab er sich diplomatisch.

Abschiedsgruß aus Evian-les-Bains

Aus dem französischen Kurort Evian-les-Bains, bei dem die deutsche Fußball-Nationalmannschaft derzeit ihr Trainingslager für die anstehende Europameisterschaft abhält, twitterte Nationalspieler und jetziger Ex-Bayern-Kollege, Mario Götze, einen Abschiedsgruß: „Mach es gut Sebastian. Du wirst mir in München sehr fehlen. Ich habe mich immer sehr sicher gefühlt, wenn du links oder rechts neben mir auf der Bank platzgenommen hast! #Ersatzbankbrüder, #WieeinStrich, #Benchbuddys.“   Doch dieser Tweet muss nicht zwingend lebe wohl heißen. Die BVB-Verantwortlichen treiben ihre Planungen unbeirrt  weiter mächtig an und sollen bereits den nächsten FCB-Ergänzungsspieler auf dem Radar haben. Genau: Mario Götze.

Anmerkung der Redaktion: Für alle, die der Satire noch nicht auf die Schliche gekommen sind, sei an dieser Stelle gesagt: Alles nur Spaß. Die Zitate und dargestellten Aktionen sind rein fiktiv und dienen schlicht und ergreifend der Unterhaltung.

Vorschau:  Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro befindet sich kurz vor den olympischen Spielen in einer misslichen Lage. Das Gebiet, in dem die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, gleicht eher einem Tümpel, darüber hinaus greift auch das Zika Virus immer weiter um sich. Die neuesten Entwicklungen erfahrt ihr nächste Woche hier.

 

 


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