Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas


Peru ist nach Brasilien und Argentinien, das drittgrößte Land Südamerikas. Berühmt ist es für seine kulturellen Reichtümer wie Machu Picchu oder die Nasca-Linien. Dabei besticht es durch noch viel mehr – von Küste bis Andenhochland und Wüste: Peru hat viel zu bieten. Wir entführen Euch heute in das kontrastreiche Land.

Lima – Hauptstadt und erster Kontakt mit Peru

Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas
Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Die meisten Touristen kommen in Lima, der Hauptstadt Perus an. Die Stadt beherbergt mit rund 10 Millionen Einwohnern rund ein Drittel aller Bewohner Perus. Der internationale Flughafen bietet Verbindungen in alle Welt an und das internationale Flair merkt man auch in der Stadt. Gerade die Altstadt und der Stadtteil Miraflores, der direkt an einer Steilküste liegt, sind bei Touristen sehr beliebt. Miraflores ist zudem einer der sichersten Stadtteile Limas und bietet sich zum Beispiel auch abends zum Schlendern und Essen gehen an. Hier kann man tagsüber einen wunderbaren Spaziergang entlang der Steilküste machen und den großartigen Ausblick genießen. Aber Vorsicht: Die heiße peruanische Sonne spielt einem hier ganz schnell einen Streich. Eine Mütze und Sonnenschutz sind für Europäer Plicht.  Die Altstadt Limas hingegen überzeugt mit einer tollen Kathedrale, Gebäuden im Kolonialstil und einer großen Lebensfreude. Viele Einheimische verwandeln beispielsweise den Platz vor der Kathedrale regelmäßig zu einem Festplatz mit Musik und bunten Ständen. Als Tourist mache es sehr viel Spaß hier zu flanieren.

Islas Ballestas, Nasca und Arequipa

Textfeld: Die Islas Balestas
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Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas
Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Natürlich kann man von Lima aus direkt nach Cusco, der alten – sehr hoch in den Anden gelegenen – Inca Hauptstadt fahren bzw. fliegen. Reizvoller und gesünder ist es jedoch, sich langsam an die Höhe zu gewöhnen und noch einen kurzen Ausflug an die Küste nach Paracas zu machen. Von hieraus geht es per Boot zu den Islas Bellestas einer Gruppe von Inseln auf der Seerobben, Humboldpinguine und viele verschiedene Vogelarten heimisch sind. Der Ausflug lohnt sich. Ebenfalls in der Nähe kann man am Flughafen Pisco ein kleines Flugzeug besteigen, und einen Rundflug über die geheimnisvollen Nasca-Linien machen. Die etwa 1.500 riesigen Scharrbilder wurden circa 600 – 800 vor Chr. Von der Paracas- oder Nazca-Kultur in den trockenen Wüstensand geritzt. Ihre Bedeutung ist bisher nicht genau erforscht und die Interpretationen reichen von einem Kalender, über Fruchtbarkeitsritualen bis hin zu einer Ehrung der Götter. Zwar kann man einige der Linien auch von einem Besucherturm aus sehen, ein Rundflug bietet aber einen viel umfassenderen Blick und zeigt alle Bilder. Zudem ist es ein unvergleichliches Abendteuer in einer kleinen Maschine über die uralten Linien zu fliegen und sie sich anzuschauen. Flüge gibt es außer ab Pisco auch ab Ica und Nazca selbst.

Textfeld: Kloster Santa Catalina in Arequipa

Von Paracas aus geht es einen ersten Schritt Richtung Anden nach Arequipa. Die zwischen drei Vulkanen gelegene 2.300 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Stadt aus der Kolonialzeit weist zahlreiche barocke Gebäude aus Sillar, einem weißen Vulkangestein, auf. Besonders schön anzusehen ist das Kloster Santa Catalina, das 1579 gegründet wurde und heute in großen Teilen besichtigt werden kann. Es besticht durch seine farbigen Gänge, die im Sonnenlicht wunderbar funkeln.

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Titicacasee

Textfeld: Schwimmende Insel der Uros im Titicacasee
Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Von Arequipa aus kann man direkt nach Cusco fahren oder man macht einen Abstecher nach Puno, das direkt am bekannten Titicacasee liegt. Dieser ist mit einer Fläche von 8288 Quadratkilometern der größte Süßwassersee Südamerikas und befindet sich 3.813 Meter über dem Meeresspiegel. Damit ist er der am höchsten gelegene kommerziell nutzbare See der Welt. Der westliche Teil des Sees gehört zu Peru, der östliche Teil zu Bolivien. Dieser Abschnitt der Reise kann sehr anstrengend sein, da die Höhe zu sogenannten Höhenkrankheit führt, die mit Schwindel, Kurzatmigkeit, Kopfweh oder Erbrechen einhergehen kann. Die einheimischen schwören hier auf das Kauen von Coca-Blättern als Hilfe gegen die Höhenkrankheit, es gibt aber auch Medikamente, die die Symptome lindern. Auf dem See gibt es mehrere bewohnte Inseln sowohl natürlichem, als auch künstlichen Ursprungs. Die Uros beispielsweise haben sich mehrere kleine Inseln aus Schilf gebaut, die sie bewohnen und die sie auch Touristen gerne zeigen. Eine Bootsfahrt über den See, der fast so groß ist wie die Insel Korsika ist ein beeindruckendes Erlebnis.

Cusco – Inkahauptstadt, Ausgangspunkt nach Machu Picchu und die Rainbow Mountains

Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Cusco, die ehemalige Inkahauptstadt sollte ein Ziel jeder Peru-Reise sein. Die Stadt in den Anden bietet einen ganz besonderen Charme: Viele alte Inkastädten gilt es hier zu besichtigen und viel über die Geschichte zu lernen. Auch das Zusammenspiel aus alten Inka-Traditionen und Kolonialzeit kann man hier erkennen. Beispielweise gibt es in der Kathedrale von Cusco eine Ecke, in der Gläubige ihren „alten“ Göttern nach wie vor Coca-Blätter opfern und danach nebenan ganz selbstverständlich eine Kerze für Jesu anzünden. Die Stadt ist sehr hügelig und am besten zu Fuß zu erkunden. Eine Spezialität ist übrigens Cuy, gebratenes oder frittiertes Meerschweinchen.

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Zudem ist Cusco ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge. Einer davon wird die meisten Touristen nach Machu Picchu führen, einer perfekt erhaltenen Inkastadt in den Bergen. Die im 15. Jahrhundert in 2.430 Metern Höhe von den Inkas erbaute Stadt liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich von Cusco und ist am besten mit dem Zug zu erreichen. Die Fahrt durch das sogenannte Urubambatal lohnt sich zudem allein aufgrund des schönen Ausblicks. Alternativ kann man auch einen alten Inca-Trail nach Machu Picchu wandern, was allerdings mehrere Tage dauert. Da die alte Kulturstätte pro Tag nur eine gewisse Anzahl an Touristen besuchen darf, sollten Besucher sich ihre Tickets im Vorhinein buchen, am besten schon vor Reisebeginn. Zwar ist der Weg in Machu Picchu auch aufgrund der Höhe etwas anstrengend, der Rundgang und Ausblick lohnen sich aber auf jeden Fall.

Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas
Peru – Land der Lamas, Alpakas und Inkas

Ein weiterer Ausflug von Cusco aus kann beispielweise zu den sogenannten Rainbow Mountains führen. Die bunte Felsformation wurde erst vor kurzem durch das Schmelzen eines Gletschers entdeckt und ist wirklich faszinierend anzuschauen. Allerdings ist der Aufstieg um fast 1.000 Höhenmeter sehr anstrengend und nur körperlich fitten Menschen zu raten. Zwar kann man den Weg auch auf Pferden zurück legen, aber die körperliche Fitness sollte trotzdem vorhanden sein. Wer nach dem erreichend er Rainbow Mountains noch etwas Puste hat, kann ca. eine halbe Stunde weiter wandern und sich das Red Valley anschauen, das aus rotem Sandstein besteht und ebenfalls Atemberaubend ist. Besonders eindrucksvoll an dem Aufstieg sind übrigens die wilden Lama- und Alpakaherden. Die Tiere begegnen einem übrigens in ganz Peru und sind genau so süß, wie man sie von Fotos kennt.


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Nina Moeller

Über Nina Moeller

Jahrgang 1990. Sie ist in Saarlouis (Saarland) geboren und aufgewachsen, studierte in Mannheim Politikwissenschaften und Medien-und Kommunikationswissenschaften und schloss das Studium 2012 mit dem Bachelor-Abschluss ab. Parallel arbeitete sie als freie Mitarbeiterin beim Mannheimer Morgen und bei Face2Face. Zudem absolvierte sie Praktika unter anderem beim ZDF, der dpa und beim SWR. Zurzeit studiert sie in Mainz Empirische Demokratieforschung. Bei Face2Face schreibt Nina seit Oktober 2011 für die Tipps&Tricks-Rubrik, da sie es spannend findet den Lesern die kleinen Kniffe zu präsentieren, die den Alltag erleichtern. Seit August 2013 ist sie stellvertretende Redaktionsleiterin bei Face2Face und Leiterin der Tipps&Tricks.

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