Ingwer – das verschmähte Superfood

Supermärkte, Drogerien, Reformhäuser und Bioläden werben mit Superfoods – Lebensmitteln, die weitaus mehr zu bieten haben als herkömmliche Nahrung. Darunter findet sich auch die Wurzel der Ingwerpflanze, deren scharfer Geschmack von vielen oftmals verschmäht und zugleich unterschätzt wird. Zu Recht? Fakt ist, dass der Ingwer mit seinen vielzähligen Heilwirkungen in der aktuellen Forschung als Wundermittel zur Prävention und Behandlung von verschiedenen Erkrankungen erscheint. Doch was hat diese würzig-scharfe Wurzelknolle wirklich zu bieten? Face2Face gibt einen Überblick:

Was steckt in der Knolle?

Ob im Tee, in Suppen, im Smoothie, als Gewürz für ein asiatisches Pfannengericht oder als Marinade – der tropischen Gewürzpflanze sagt man vor allem seine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung nach. Dies liegt überwiegend an den sogenannten COX-2-Hemmern. Dies sind stark entzündungshemmende Verbindungen, die ein Schmerzenzym im Körper blockieren.

Bei welchen Beschwerden kann ich Ingwer konkret anwenden?

Der Anwendungsbereich von Ingwer ist unglaublich breit aufgestellt. Als Tablette, Kapsel oder Tropfen sorgt Ingwer für eine sofortige Linderung bei Reiseübelkeit. Auch ¼ Teelöffel roher Ingwer, an dessen Geschmack man sich jedoch erst gewöhnen muss, mindert Übelkeit und Brechreiz beachtlich.

Die Wurzel der Ingwerpflanze (Foto: Wikimedia Commons)

Die Wurzel der Ingwerpflanze (Foto: Wikimedia Commons)

Allgemein ist Ingwer für jegliche Beschwerden im Hals zu verwenden. Soll aus der Wurzel Tee werden, empfiehlt sich ein daumennagel-großes Stück Ingwer in eine Tasse zu reiben, den Saft einer halben Zitrone hinzuzugeben und mit kochendem Wasser aufzugießen. Diesen allerdings einen Moment lang ziehen lassen. Als Alternative oder besser zusätzlich zum Tee sollte man ein kleines, rohes Stück Ingwer möglichst lange kauen. Dies betäubt die Halsschmerzen längerfristig.

Aber nicht nur für den Hals, sondern auch für den Magen ist das Superfood geeignet. Ingwer regt die Verdauungssekrete und die Darmperistaltik an. Er besitzt keimtötende und blähungswidrige Eigenschaften und wirkt auf unser Blut, die Schleimhäute und den Darm entgiftend. Zudem hat Ingwer eine gallenflussfördernde Wirkung: Das bedeutet, dass Ingwer die Fettverdauung unterstützt, weshalb das Superfood besonders bei der Verdauung von fetten Gerichten ein willkommenes Gewürz ist. Vor üppigen Mahlzeiten ist daher das Trinken eines Ingwer-Tees absolut empfehlenswert, da dieser durch die Stimulation der Darmperistaltik die Verdauungssäfte anregt und die Magen-Darm-Muskulatur entkrampft.

Ingwer-Shot – die scharfe Vitaminbombe

Wer nun Interesse an der Wurzelknolle gefunden hat, sei der sogenannte Ingwer-Shot ans Herz gelegt. Mit nur wenigen Zutaten ist die scharfe Vitaminbombe in kurzer Zeit zu Hause zusammengemixt: 50g geschälten Ingwer und den Saft einer halben Zitrone mit etwa einem Teelöffel Honig gut mixen. Dies genügt als tägliche Vitaminbombe am Morgen. In diesem Zusammenhang besonders praktisch: Ingwer verleiht Konzentration und Frische für den ganzen Tag. Viel Spaß beim Ausprobieren!

„Natürlich schöne Haut…

…“ – mit diesem Slogan wirbt eine große Kosmetiklinie für sich. Wie man ganz ohne den ständigen Kauf der neusten und am Ende doch wenig hilfreichen Anti-Pickel-Zaubermittelchen aus der Drogerie und kostspieligen Besuchen bei der Kosmetikerin reine und schöne Haut bekommt, verrate ich euch heute.

Schritt 1: Meistens betrifft das nachfolgend geschilderte Szenario den Abend vor einer großen Party oder einem wichtigen Date: Eine schmerzende, rote Wölbung an Kinn, Stirn oder Nase macht sich breit. Höchste Zeit für mein Hausmittel Nummer eins: Zitronensaft mit Salz. Hierbei einfach frisch gepressten (!) Zitronensaft mit Salz in einem kleinen Schälchen oder Glas mischen und dann auf die „Problemzone“ auftragen. 10 bis 15 Minuten einwirken lassen und abwaschen. Wer längerfristig vorsorgen will, kann die Mischung auch im ganzen Gesicht auftragen und beim Abwaschen etwas rubbeln. So hat man einen super Peeling-Effekt. Aber Vorsicht: Wer nicht plant in naher Zukunft ganz ohne Haut rumzulaufen, sollte diesen Trick nicht öfters als zweimal die Woche anwenden. Das Zitronensaft-Salz-Gemisch hält sich übrigens auch ein paar Tage im Kühlschrank.

Schritt 2: Wenn es gut läuft, hat man den Pickel mit Schritt 1 im Keim erstickt, zumindest aber sein „Ausbrechen“ beschleunigt, um so eine schnellere Heilung herbeizuführen. Ist der Pickel oben weiß wird es Zeit zum Ausdrücken. Und genau hier kommt mein zweites Hausmittel zum Einsatz. Wer kennt das nicht: Wenn man nach einer regelrechten „Pickel-ausdrück-Session“ sein Gesicht vor lauter roter Flecken und kleinen blutenden Wunden kaum wiedererkennt. Hier hilft Silicea aus dem Drogeriemarkt. Silicea ist Kieselsäure und kann verschiedenartig angewendet werden. Man könnte auch sagen, sie ist ein wahrer Alleskönner. Mit Wasser eingenommen sorgt sie unter anderem für schöne Nägel und volles Haar und stärkt außerdem das Bindegewebe. Äußerlich angewendet bindet das Silicea entzündungserregende Stoffe und kühlt die Haut angenehm. Also perfekt zur Nachsorge auf pickelgequälter Haut! Einfach gezielt auf die ausgedrückten Stellen tupfen oder gleich als Maske auf´s ganze Gesicht auftragen, einwirken lassen und abwaschen. Aber Achtung: Vor allem bei der Anwendung im ganzen Gesicht kann es zu unschönen, roten Flecken kommen, die aber meist nach einer Stunde wieder verschwunden sind, also nicht erst 15 Minuten vor Partybeginn auftragen.

Schritt 3: Um die Ausheilung ehemaliger Pickel zu fördern und außerdem Neuen vorzubeugen empfehle ich eine Heilerdemaske. Als Getränk eingenommen ist die Heilerde ähnlich vielseitig wie das Silicea. Sie hilft gegen Magen-Darm-Beschwerden, stärkte das Immunsystem und entgiftet. Schmeckt aber leider auch wie´s sich anhört: Wie Erde mit Wasser – ziemlich bröselig eben. Zur Anwendung auf der Haut, um die es hier ja gehen soll, das Pulver mit Wasser zu einer dickflüssigen Masse mischen und dann im gesamten Gesicht auftragen, 10-15 Minuten – gerne auch länger – einwirken lassen und dann abwaschen. Sieht nicht nur lustig aus (die Moorleiche lässt grüßen), sondern hilft auch richtig gut!

Vorschau: Passend zum tristen Novemberwetter draußen, versorge ich euch in der nächsten Woche mit ein paar Tipps zum Zeitvertreib in den eigenen vier Wänden.Außerdem möchte ich demnächst eine Serie mit Ausgehtipps starten. Falls ihr also selbst ein Stammlokal, -restaurant, -club und ähnliches habt oder vielleicht sogar dort arbeitet und es gerne hier vorgestellt haben wollt, lasst es mich wissen!