Der Selbstversuch: Was hilft bei rauen Händen?

Schneespaziergänge, Schlittenfahrten und Schneeballschlachten – die winterliche Jahreszeit bietet viele schöne Vorzüge. Allerdings bringt das kalte Wetter auch seine Nachteile mit sich: Zum Beispiel raue Hände. Handcreme allein schützt bei Minustemperaturen nur bedingt vor Austrocknen und Rissen in der Haut. Wie also schütz man seine zarten Hände im Winter?

Im Internet findet man auf vielen Foren das Geheimrezept schlechthin: Ein selbstgemachtes Peeling. Es soll durch seine grobkörnige Eigenschaft abgestorbene Hautschuppen entfernen. Durch den Zusatz von Ölen oder ölreichen Zutaten soll ein samtweiches Hautgefühl erreicht werden. Aber stimmt das auch? Im Selbstversuch testen wir ein Avocado-Zucker-Handpeeling.

Zutaten:

  • 2 Esslöffel Zucker
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • ½ pürierte Avocado

Anwendung:

Foto

Samtig weiche Hände: Dank des Avocado-Zucker-Peelings (Foto: A. Schwalb)

Die drei Zutaten, mit einer Gabel zu einer gleichmäßigen Masse verrühren, auf den Händen verteilen und sanft einmassieren. Mit lauwarmen Wasser abwaschen. Wie bei jeder Kosmetikanwendung erzielt man das beste Ergebnis, wenn man den Vorgang regelmäßig wiederholt. Bei diesem Peeling empfiehlt sich eine wöchentliche Anwendung.

Ergebnis:

Das Resultat begeistert sofort. Bereits nach einmaliger Anwendung fühlt sich die Haut weich an und sieht viel gesünder aus. Zweiteres liegt am Zitronensaft. Dieser soll Pigmentflecken aufhellen und die Haut klären. Zudem ist die Avocado sehr reich an Ölen und spendet der Haut deshalb viel Feuchtigkeit. Der grobe Zucker rubbelt die Hautschüppchen ab – auch dies macht samtig weiche Hände. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass das Ergebnis recht schnell wieder verblasst. Deshalb reicht eine einmalige Anwendung nicht aus. Auch sollte man seine Hände weiterhin eincremen und wie gewohnt pflegen. Wer also seine tägliche Maniküre betreibt und dieses Peeling zusätzlich anwendet, kann sich auf ein paar weiche und gepflegte Hände freuen – auch im Winter.

Vorschau: Nächste Woche findet ihr an dieser Stelle einen Artikel über Bento: Essbare Kunst für Anfänger.

Der „Nachtkonsum“ – Ein Ortsbericht über einen nächtlichen Flohmarkt mit Musik, Getränken und vielen tollen Schnäppchen

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Stöbern, und das egal bei welchem Wetter: Der Flohmarkt „Nachtkonsum“ macht es dank überdachter Lagerhalle möglich! (Quelle: Privat)

Durch die Gassen der Flohmarkttische zu schlendern, ein altes Schätzchen aus der Wühlkiste hervor zu zaubern und das ein oder andere Schnäppchen ergattern. Soviel steht fest: Ein Flohmarkt ist für alle Nostalgie-Liebhaber, Schnäppchenjäger und co. immer einen Besuch wert. Aber am Wochenende den wohlverdienten Schlaf schon in aller Frühe beenden, um noch an die besten Teile zu geraten? Und dann noch bei diesen aktuellen winterlichen Temperaturen im Halbdunkel auf dem Marktplatz zu frieren? Das sind die eher weniger erfreulichen Nachteile eines Flohmarktes – zumindest zur jetzigen Jahreszeit! Gut, dass es für dieses Problem eine einfache Lösung gibt: Der Flohmarkt „Nachtkonsum“.

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Egal ob Jeans, Kleider, Schmuck und mehr: Bei dieser Auswahl ist für jeden Geschmack das Richtige dabei! (Quelle: privat)

Das Konzept ist einfach und erklärt sich bereits durch den Namen: Beginn des Trödelmarktes der etwas anderen Art ist erst um 17 Uhr, wenn es bereits zu dämmern beginnt. Das ist allerdings kein Problem, denn im Gegensatz zu einem „gewöhnlichen“ Flohmarkt findet dieser in einer Lagerhalle statt, wo man sich dank des elektrischen Lichts auch nach Einbruch der Dunkelheit in aller Seelenruhe umsehen kann. Aussteller sowie Besucher haben somit die Möglichkeit, im Trockenen und Warmen nach Herzenslust zu Stöbern. Eine Stärkung für zwischendurch ist auch kein Problem, dafür gibt es Getränke und Snacks zu kaufen. Und als ob das nicht schon genug wäre, spielen auch über den Abend verteilt verschiedene Live-Bands, die dazu einladen, aus einem Flohmarktbesuch ein ganz besonderes Erlebnis werden zu lassen!
„Das klingt doch alles gar nicht mal so schlecht!“ denkt ihr euch? Genau diesen Gedanken hatte auch Face2Face-Autorin Vanessa Betz und stattete diesem besonderen Flohmarkt mal einen Besuch ab, um sich selbst von dem Konzept zu überzeugen.

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Zaubert eine ganz besondere Atmosphäre: Live-Musik auf dem Flohmarkt! (Quelle: privat)

Zunächst sei zu erwähnen, dass es sich bei dem „Nachtkonsum“ um eine Veranstaltungsreihe handelt, die neben Mannheim auch in Köln und München läuft. Ich persönlich befand mich zum Zeitpunkt des letzten Flohmarktes in Köln und mein Bericht bezieht sich daher auch auf diese Location. Laut Veranstalter sind die anderen Orte aber ungefähr gleich aufgebaut.

Ich erreiche das weiträumige Gelände um 19.30 Uhr, als es bereits völlig dunkel ist. Nachdem ich mich an der – für einen Flohmarkt doch recht langen – Schlange an der Kasse angestellt und meine 3 Euro Eintritt bezahlt habe, komme ich in eine gut beheizte Lagerhalle. Dort erwarten mich zwei Etagen voller Stöbermöglichkeiten. Durch sein eher an die Bedürfnisse der jüngeren Generation angepasstes Konzept tummeln sich viele junge Leute vor und hinter den Verkaufsständen. Dies hat zur Folge, dass auch das Angebot genau meinen Geschmack trifft. Und die Ausbeute kann sich sehen lassen: Nach gut zweieinhalb Stunden später habe ich eine Hose, zwei Partykleidern, ein paar Schuhe, zwei paar Ohrringe, ein paar Armreifen, zwei dicke Winterpullover, ein Langarmshirt und ein luftiges Sommertop ergattern können – und das gerade mal für einen sagenhaften Schnäppchen-Preis von 24€!

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Lädt neben dem Bummeln auch zum Verweilen ein: Die vielen Sitzmöglichkeiten inklusive Essen, Trinken und Live-Musik. (Quelle:privat)

Sehr zufrieden mit meinen tollen Angeboten gönnte ich mir anschließend noch einen Glühpunsch und habe auf einem der Sofas, mit vielen weiteren begeisterten Besuchern, der Band zugehört, die aktuell gespielt hat. Als ich die Lagerhalle mit einem guten Gefühl verlasse, beginnen die jungen Bandmitglieder sich gerade für den einzigartigen Abend zu bedanken. Und da kann ich mich nur anschließen! Vielen Dank, liebe Veranstalter, für diesen schönen Flohmarkt-Besuch 🙂

Wenn ihr neugierig geworden seid: Am Samstag, den 10. Januar findet der „Nachtkonsum“ in Mannheim in der Baumhainhalle im Luisenpark statt. Eine Freundin und ich werden ebenfalls mit einem Stand vertreten sein. Über mein erstes Flohmarkt-Erlebnis als Ausstellerin – und welchen Erfolg das Ganze hattet – werdet Ihr hier nächsten Monat lesen. Ich bin selbst schon sehr gespannt!

Buchtipps für die kalte Jahreszeit

Die Temperaturen auf dem Thermometer haben die Frostgrenze erreicht, der erste Schnee liegt bereits auf den Dächern und man möchte sich abends am liebsten nur noch mit einer heißen Schokolade und einem schönen Buch an den Kamin oder ins warme Bett kuscheln. Hier ein paar Buchtipps, die euch die kalte Jahreszeit versüßen:

Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffenegger

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die Welt: „Eine der schönsten Liebesgeschichten des Jahrhunderts.“ (Foto: Fischer Verlag)

Claire ist eine quirlige Kunststudentin und Henry ein ruhiger Bibliothekar. Als sie das erste Mal ihrem Ehemann begegnet, ist sie sechs Jahre alt – er 36. Aber in Wahrheit ist Henry nur acht Jahre älter als sie und schon lange mit ihr verheiratet. Henry ist Zeitreisender. Er leidet an einem seltenen Gendefekt und ohne jede Vorwarnung stürzt er unerwartet los, nicht sicher, in welcher Zeit er landet. Doch eins ist sicher: Er findet immer wieder zu seiner großen Liebe Claire. Wer den Film kennt, wird das vier Jahre zuvor erschienene Buch lieben. Audrey Niffenegger schafft es, über die Schönheit der Zeit und Sehnsucht zu schreiben und verknüpft diese auf eine wundervolle Art mit der Idee des Zeitreisens.

„Die Geschichte von Henry und Clare ist eine berührend erzählte Liebesgeschichte, die allen Menschen, die von der bedingungslosen großen Liebe träumen, das Herz erwärmen wird.“ – HR.

Erscheinungstermin: 20.10.2005 Verlag: FISCHER Taschenbuch Ausgabeart: Taschenbuch Kategorien: Belletristik / Zeitgenössische Literatur (ausl.) Belletristik

Julie weiß wo die Liebe wohnt von Gilles Legardinier
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Goldmann: Schöne Cover laden zum Lesen ein. (Foto: Goldmann Verlag)

Was ist die verrückteste Sache, die ihr je erlebt habt? Das fragt sich auch Julie, als sie auf die Scheidungsparty ihres besten Freundes eingeladen wird. Und erzählt. Davon, wie sie sich in das Namensschild ihres neuen Nachbarn verliebt hat. Es beginnt eine wundervolle Geschichte in einer französischen Kleinstadt, über die verrückten Dinge, die Frauen machen, wenn sie verliebt sind. Tagelang bezieht Julie Posten hinter dem Türspion, um einen Blick auf den Unbekannten zu erhaschen. Dumm nur, dass er gerade dann auftaucht, als ihre Hand in seinem Briefkasten festklemmt. Was würdet ihr tun?

„Ein Buch, das für Lachkrämpfe sorgt und trotzdem voller Herzenswärme und Tiefgründigkeit steckt – so etwas findet man selten.“ – La Fringale Littéraire.

Erscheinungsdatum: 20.05.2013 Verlag: Goldmann Taschenbuch Ausgabeart: Taschenbuch Kategorien: Belletristik

Der kleine Hobbit, von J.R.R. Tolkien

#EinletztesMal: unter diesem Twitter-Hashtag posten zahlreiche Fans ihre Freude und Trauer zum letzten Teil der Verfilmung „Der Hobbit: Hin und zurück.“ Passend zum Start des letzten Filmes der Fantasy-Saga um Mittelerde nächsten Mittwoch, lohnt es sich das Buch aus dem Schrank hervorzuholen. Die Geschichte vom Hobbit Bilbo Beutlin aus dem friedlichen Auenland ist bekannt. Spätestens als Vorgeschichte zur Film-Trilogie „Der Herr der Ringe“. Dennoch sollte es nicht einfach als Kinderbuch abgestempelt werden, zählt es doch als zu den  einflussreichsten Werken der Fantasy-Geschichte. Was gibt es schöneres im Winter, als sich in ferne Länder zu träumen und mit Zwergen, Hobbits und Zauberern auf abenteuerliche Reisen zu gehen?

Vorschau: Nächste Woche gibt euch Vanessa Tipps für eine entspannte Adventszeit.

Winter-Shoes gegen den Winter-Blues!

Auch wenn es der Blick nach draußen noch nicht erahnen lässt und wir bei durchschnittlich 15° Grad Celsius kürzlich eher heiße als weiße Weihnachten hatten: Der Winter kommt bestimmt. Damit gehen nicht nur Minusgrade, sondern vor allem rasch zu Eisklumpen gefrierende Füße einher. Neben dicken, von Oma mit Liebe gestrickten Wollsocken hilft dagegen nichts besser als das richtige Schuhwerk. Doch wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual – auch im Winter 2014. Face2Face gibt Suchenden die wichtigsten Kriterien mit an die Hand, die garantiert bei der Entscheidungsfindung behilflich sein werden:

1. Ästhetisch oder funktional?

Jedem Kauf voran steht in Sachen Winterfußbekleidung erst einmal ein Entweder-Oder-Dilemma.

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Erwärmen das Herz und nicht zuletzt die Füße: Gefütterte Winter-Boots (Foto: Perlowa)

Entweder tragen wir elegante, den Fuß umschmeichelnde Modelle und verzichten dabei auf das rutschfeste, optisch allerdings umstrittene dickere Schuhprofil oder aber wir entscheiden uns für Schnürstiefel, die wohl selbst auf Bergspitzen noch Wind und Wetter trotzen würden. Doch mal ehrlich, welches Fashion Victim würde sich jemals freiwillig in Wanderschuhwerk auf der nächsten Party blicken lassen? Von der Vorstellung, bei Temperaturen unter null in High Heels den Weg zum Club entlang zu schlittern, sollten wir uns in der kalten Jahreszeit allerdings ebenso verabschieden.

Winterschuhe anzuhaben bedeutet heute glücklicherweise längst nicht mehr, seine Füße zwangsläufig in klobigen Stampfern unterbringen zu müssen – der Industrie sei Dank ist das Angebot an ästhetisch ansprechenden und  zugleich praktischen Ausführungen schier unerschöpflich.

Nichtsdestotrotz scheiden sich an unserem ersten Trend, den  UGG-Boots, bereits die Geister: Böse Zungen werden behaupten, sie machten ihrer englischen Bezeichnung „ugly“, also hässlich, alle Ehre, wären weder wasserfest noch ließen sie sich auch nur ansatzweise elegant kombinieren. Doch ein Umsatz von 689 Millionen US-Dollar allein in 2008 spricht eine andere Sprache. UGGs haben sich ihren Weg mittlerweile über den großen Teich hinweg bis nach Deutschland gebahnt und sind gerade an den Füßen junger Mädchen, neben Nike Air Max, seit einiger Zeit gleichsam beliebt wie die „Le Pliage“ von Longchamp in den Ellenbeugen.

Mit einem Durchschnittspreis von 200€ sind die australischen Trend-Treter, die ein bisschen an Eskimo-Schuhwerk erinnern, gewiss nicht gerade ein Schnäppchen. Doch aufgrund ihres Lammfellfutters fungieren sie als Garant für warme Füße, selbst wenn die Schlange vor der Disco einmal länger werden sollte. Gleiches gilt, am Rande erwähnt, für die etwas günstigere Alternative von  EMU  aus Schafsfell. Es lässt sich nicht leugnen, dass sie am Bein etwas wuchtig erscheinen, doch können sie zu einem über das Knie reichenden Kleid oder Rock dennoch einiges hermachen.

Und wer auf die hinzu gemogelten Zentimeter Körpergröße im Nachtleben partout nicht verzichten möchte, kann ja im Abendtäschchen Platz für ein Ersatzpaar mit hohen Hacken schaffen.

2. Boots oder Sneakers?

Wir haben soeben ein flaches Schuh-Modell für die Dame kennengelernt, das weder Turnschuh noch Stiefel ähnelt und damit ein wenig aus dem stereotypischen Raster fällt. Die meisten Winterschuhvarianten nämlich stellen uns vor die Wahl zwischen Stiefeln – als heißer Tipp gelten derzeit  Overknees  in zeitlosem Schwarz – und knöchelhohen Boots. Mit der Mode und auf Nummer sicher gehen Männlein wie Weiblein auch in diesem Winter wieder mit Chelsea-Boots. Ebenso bleiben Ankle Boots mit Schnallen, Nieten und Blockabsätzen, neben Schnürstiefeletten, deren Schnüre neuerdings einmal um den kompletten Knöchel geschlungen werden, weiterhin modische Must-Haves.

Wer es auch im Winter sportlich mag, kann sich entweder mit wetterfesten Evergreen-Modellen von Timberland oder  k1x  behelfen– diese sind vor allem in der Hip-Hop-Szene immer wieder gern gesehene Begleiter – oder aber auf  innen gefütterte Sneakers  zurückgreifen.

3. Gefüttert oder mit Einlagen?

Gefüttert ist uns das Schuhwerk nun schon des Öfteren begegnet und tatsächlich scheint es so, als führe kaum ein Weg an ihnen vorbei. Es sei denn, man greift in die Trickkiste und damit auf Echtfelleinlagen zurück. Besonders beliebt ist und bleibt Lammfell. Das bettet den Fuß nicht nur warm und kuschelig, sondern bewegt sich mit rund 7,50 € das Paar auch in einem erschwinglichen Preisrahmen. Die geschorenen Schäfchen für den Winterschuh sind in brauner und weißer Ausführung erhältlich. Wer auf tierische Anteile gänzlich verzichten möchte, schützt seine Füße mittels Aluminium-Einlagen  vor Kälte. Diese isolieren Frost und vertreiben zugleich Fußgeruch.

Und es gibt noch einen weiteren Vorteil von Einlagen gegenüber eingenähtem Innenfutter: Sie sind weniger anfällig für Schmutz. Das Schuhinnere zu reinigen erweist sich im Übrigen als lästige, langwierige Angelegenheit – wer Pech hat, schrubbt am Ende zum Dank sogar noch Löcher in die Futterschicht.

Apropos schrubben: Im Winter sind auf Lederschuhen sogenannte Wasserränder nicht selten unliebsame Begleiterscheinungen. Als verlässliche Helfer dienen Schuhcremes und Polituren.Wer Präventionsarbeit leisten möchte, ist mit speziellen Imprägnierungssprays gut beraten. Diese sind nicht nur sanft zu nässeempfindlichen, helleren Ledern wie Velours oder Wildleder, sondern auch wasserabweisend. Das Material selbst pflegen sie dabei allerdings nicht.

4. Preiswert oder kostspielig?

Beim Winterschuh-Kauf sollte eindeutig auf die goldene Regel „Qualität statt Quantität“ vertraut und ruhig einmal tiefer in die Tasche gegriffen werden. Schließlich wollen wir den Schuh ja nicht nach einem Winter schon wieder ausrangieren müssen. Hier lohnt sich also eine nachhaltige Investition. Lederwaren halten oft, was sie versprechen, nämlich, dass sie die Füße vor Nässe und Frost schützen.

 5. Online-Shop oder Lieblingsladen?

Beides! SALE  haben sich schließlich nicht nur die Innenstädte, sondern genauso auch die Warenzusteller unseres Vertrauens auf die Fahnen geschrieben. Ob einen Klick entfernt bei Mirapodo oder doch bei einem ganz und gar analogen, samstäglichen Shopping-Trip – auf jeden und jede dürfte irgendwo dort draußen das passende Paar warten. Es versteckt sich nur unweit vom nächsten Tiefdruckgebiet.

Vorschau:  In der nächsten Woche begeben wir uns auf Trend-Suche für die Frau finden allerhand Kleidsames für Sie in 2014.

Winterluft gleich frische Luft?

Smog im Winter: Wenn die Luft gefährlich wird  (Katharina Wieland Müller  / pixelio.de).

Smog im Winter: Wenn die Luft gefährlich wird (Katharina Wieland Müller / pixelio.de).

Mit dem Jahreszeitwechsel verändern sich nicht nur die Temperatur und die Länge der Sonnenstunden, sondern auch die Zusammensetzung der Luft, unser aller Lebenselixier. Nachrichten aus China, das sich lebensbedrohlicher Smog in vielen Millionen-Städten festgesetzt hat, häufen sich seit Oktober und sind seit dem Heiligen Abend wieder hochaktuell. Menschen trauen sich nur noch mit Gasmasken auf die Straßen, die Sicht beträgt nur wenige Meter und wer doch raus muss, riskiert schwere Atemwegserkrankungen.

Die Luftzusammensetzung hat sich, seit die Erde entstanden ist, über Jahrmillionen hinweg langsam eingependelt: Den Großteil bildet Stickstoff mit etwa 78 Prozent, Sauerstoff kommt erst auf Platz zwei mit rund 20 Prozent, die restlichen etwa zwei Prozent bilden Wasserdampf, diverse Edelgase und Kohlenstoffdioxid mit einem Anteil von etwa 0,04 Prozent.

Eingependelt bedeutet, dass sich die Prozesse ausgleichen. Menschen und Tiere atmen Sauerstoff ein und Kohlenstoffdioxid aus, während Pflanzen aus dem Kohlenstoffdioxid wieder Sauerstoff produzieren. Durch den heutigen Lebensstil mit einem hohen Strom- und Energiebedarf, der durch Gas- und Ölverbrennung gestillt wird, steigt nicht nur die C02-Konzentration auf Kosten des atmosphärischen Sauerstoffs, sondern kommen auch Schwefeldioxid, Staub, Ruß und Nebel hinzu. Kommt eine sogenannte Inversionswetterlage dazu – bei der die obere Luftschicht wärmer ist als die untere und somit die Luftschichten voneinander abgeschirmt werden – spricht man von Smog. Das Wort Smog ist eine Wortzusammensetzung aus den englischen Wörtern smoke (zu Deutsch: Rauch) und fog (zu Deutsch: Nebel).

Zu den kalten Jahreszeiten häufen sich Inversionswetterlagen an, man spricht bei einer Smogbildung dann von Wintersmog. Doch nicht nur die Chinesen haben mit Wintersmog zu kämpfen. Im Ruhrgebiet gab es 1962 eine Smoglage mit 150 Todesopfern, weitere Smogalarme folgten in den 70ern und 80ern, jedoch konnten sich die Smog-Werte in den 90ern so stark verbessern, dass diverse Smog-Verordnungen abgeschafft werden konnten.

Der Smog greift den Menschen zuerst nur harmlos an, man spürt Kopfschmerzen und Übelkeit. Wenn sich die Smogwerte weiter erhöhen, führt dies zu Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod durch den Sauerstoffmangel. Das im Smog enthaltene Ozon reizt die Schleimhäute und kann zu chronischen Atemwegserkrankungen führen. Zudem belastet die hohe Feinstaubkonzentration das Herz-Kreislaufsystem und führt zu Herzkrankheiten.

Vorschau: Im neuen Jahr geht es mit dem zweiten Teil der Krokodil-Serie weiter.

Winter sei Dank

Winterliebe? Die Hände können sich über eisige Temperaturen auch freuen (©sassi / pixelio.de)

Winterliebe? Die Hände können sich über eisige Temperaturen auch freuen (©sassi / pixelio.de)

Es ist Winter. Unübersehbar. Auf den Straßen werden morgens erst einmal die Autoscheiben freigekratzt, die Schulkinder sind eingepackt, als wollten sie zur Schule rollen und meine Finger stecken in wunderbar wärmenden Handschuhen, wenn ich morgens auf den Zug zur Uni warte. Das Problem dabei ist erst seit ein paar Jahren aktuell. Denn mit wunderbar wärmenden Handschuhen lassen sich die Mobiltelefone mit dem fragwürdigen Titel Smartphone einfach nicht bedienen. Und da die neusten Modelle im Schnitt noch vier Knöpfe haben, von denen zwei die Lautstärke regeln, sind die Nutzungsmöglichkeiten eines solchen Gerätes im Winter einfach eingeschränkt.

Momentchen mal, denken sich die Informierten. Da gibt es doch mittlerweile Stifte für die tastempfindliche Oberfläche, gewiefte Handschuhe, die eine Eingabe möglich machen und gleichzeitig die Finger wärmen. Gibt es alles, hat aber eben doch nur eine Minderheit. So ein Stiftchen habe ich tatsächlich auch, doch so akkurat lässt sich das mit wunderbar wärmenden Handschuhen nicht mehr führen. Dauernd tippe ich daneben, es rutscht weg und schließlich landet es doch wieder in der Tasche.

Kälteschutz: Das Mobiltelefon einfach mal in der Tasche lassen (© Espressolia / pixelio.de)

Kälteschutz: Das Mobiltelefon einfach mal in der Tasche lassen (© Espressolia / pixelio.de)

Da bleibt mir also nur, einen Handschuh abzustreifen, möglichst schnell bitte, wenn gerade mein Mann, meine Mutter oder der Kindergarten anruft. Kaum habe ich meinen Handschuh wieder an kommt eine dringende Mail vom Chef, die dank des Allzeit-Bereit-Drucks, die das angeblich so smarte Phone versprüht, sofort gelesen werden will. Meine Hand weiß schon nicht mehr, ob sie eigentliche noch friert. Wenn ich schon einmal dabei bin, lese ich noch schnell die aktuellen Tagesnachrichten und meine Hand wird langsam blau.

So könnte es ausgehen. Muss es aber nicht. Stattdessen stelle ich das Gerät auf lautlos und genieße die paar mobiltelefonfreien Minuten, ehe der Zug einfährt. Da kommt man auf ganz außergewöhnliche Ideen. Was man zum Beispiel an Weihnachten alles verschenken will, ob das Toilettenpapier über die Feiertage reicht und wie der Film nochmal hieß, in den ich letzten zufällig reingeschaut habe. Zeit, plötzlich habe ich Zeit, echte Zeit. Minuten sogar. Minuten zum Denken, zum Sammeln, zum Besinnen. So ohne Mobiltelefon freuen sich meine Hände einer ungeahnten Wärme und ich mich einem Moment ohne Stress.

Nicht nur meine Finger profitieren also, mein ganzer Geist entspannt sich und bald freue ich mich direkt auf die paar Minuten, ehe der Zug einfährt. Wie eine eisige Insel stehen sie in meinem Tagesplan. Mein Akku hält plötzlich länger und länger, denn ich finde auch unter dem Tag auf einmal Zeit, das Ding wegzulegen, dass unsere Gesellschaft zu einer Sklavenmeute der digitalen Erreichbarkeit macht. Lautlos, einfach mal lautlos lassen, wirklich wichtiges geht dabei nicht unter, statt dessen gewinnt es an Bedeutung. Der Winter mit seiner Kälte zeigt, dass er durchaus einen Plan hat. Die Menschen weg von den Mobiltelefonen zu bringen, hin zu sich selbst.

Vorschau: Alexandra schreibt nächste Woche über die immer noch schlimme Diskriminierung von Singles in der Weihnachtszeit.

Weihnachtsspecial Teil 2 – SIE beschenkt IHN: Schöne Bescherung für den modischen Mann

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht – spätestens jetzt gibt es vor dem heiligen Fest kein Entkommen mehr. Zwölf Tage bleiben uns noch, um uns neben dem alltäglichen Wahnsinn nun zusätzlich mit der ominipräsenten Frage nach DEM richtigen Weihnachtsgeschenk auseinanderzusetzen.

Unter besonderem Druck dürften wohl dieser Tage die Liebenden stehen. Denn wann, von Geburts-, Valentins- und Jahrestag mal abgesehen, könnte man seinem Gegenüber besser zeigen, was man empfindet, als unterm Christbaum?

Nachdem sich die Herren der Schöpfung vergangene Woche  bereits inspirieren lassen durften, sind heute die Damen an der Reihe. Face2Face hat auf einige Weihnachtseinkaufslisten linsen dürfen und präsentiert euch daraus nun die modische Crème de la Crème, mithilfe derer sich auch kurzentschlossene Shoppingqueens noch fürs Fest der Liebe wappnen und den Beschenkten ganz bestimmt ein frohes Fest bereiten können:

Beginnen wir mit der 24-jährigen Sonderschullehramts-Studentin Lisa aus Mainz, die beschlossen hat, sich in diesem Jahr auf Vergangenes zu berufen. Letztes Weihnachten nämlich gab es für ihren Freund eine Lomo-Kamera, die jetzt, so findet sie, endlich eine adäquate Kameratasche verdient. Generell scheinen Accessoires wie Taschen und Hüllen für unsere Elektronik in diesem Jahr schwer angesagt zu sein. Das gilt bei weitem nicht nur für Handys, für die es heutzutage bekanntlich allerhand glitzernden und funkelnden Schnickschnack gibt, der allerdings nur in den seltensten Fällen über einen ästhetischen Zweck hinaus auch einen praktischen Nutzen erfüllt. Das ist – und das wird vor allem einen Tollpatsch freuen – bei Hüllen, Tasche oder anderen Schutzvorrichtungen anders, da diese in erster Linie dazu dienen sollen, unsere technischen Alltagshelden selbst bei Schmutz und Extremsportarten am Leben zu erhalten. Außerdem sind sie in rauhem Leder und gedeckten Farben in Männerhänden liegend natürlich auch absolut hübsch anzusehen.

Zusätzlich entschied sich Lisa, ebenso wie auch die 21 Jahre alte Lehrämtlerin Melanie aus Kassel, dafür, ihrem Herzbuben an kalten Tagen Wärme zu spenden, selbst wenn sie einmal nicht bei ihm sein kann. Die Geschenkidee mag leicht abgedroschen klingen, ist aber modisch gesehen gerade in dieser Saison ein absolutes Must-Have: Der Winterschal: In Grobstrickfassung, ob nun in Handarbeit gefertigt oder mit Bedacht im Lieblingsladen ausgewählt, taugt er als ständiger Begleiter fast so sehr wie die Freundin selbst. Das favorisierte Modell ist und bleibt dabei der Tube-, auch Loopscarf oder zu Deutsch Schlauchschal genannt, der sich an Männlein wie Weiblein locker umgelegt hervorragend trägt. Farblich sollten der Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt werden, sofern man dabei stets die Farbe von Winterjacke oder -Mantel seines Partners im Blick behält, damit sich diese nicht mit dem kuscheligen Accessoire beißt, aber dabei dennoch unter Umständen farblich einen Akzent setzt.

Herzblatt

Was mit Herz: Für unser Herzblatt soll es alle Jahre wieder zum Weihnachtsfest etwas Besonderes sein. (Foto: T.Gartner)

Bei der angehenden Humanmedizinerin Anna Maria aus Kiel hingegen darf es etwas ausgefallenes sein, das ebenso besonders ist wie ihr Freund selbst. Als bekennender VW-Fahrer fehlt ihm, so die 23-jährige, der zu seinem Cabrio passende Schlüsselanhänger. Einen solchen hat sie für ihn aufgetrieben und will ihn damit ein Statement setzen lassen. Vielleicht bringt uns das ja auf die Idee, unsere Accessoire-Liste noch um eine hübsche Idee zu ergänzen. Allerdings macht auch gerade sie uns bewusst, dass Individualität bei der Geschenkauswahl ein nicht ganz unwichtiges Kriterium darstellt. In Wahrheit ist es sogar höchst bedeutsam, schließlich sagt das Geschenkte nicht nur eine Menge über die Frau als Schenkerin selbst, sondern im Idealfall ebenso viel über den Bescherten aus. Schließlich soll ja gerade letzterem eine Freude gemacht werden.

Also ist im Vorfeld höchste Aufmerksamkeit gefragt – und womöglich das ein oder andere spitzfindige Nachhaken.
Wovon spricht er immer wieder, beklagt er sich über etwas, das in letzter Zeit immer wieder fehlt oder womöglich gerade kaputt gegangen ist? Melanie formulierte es ganz richtig: „Mein Freund ist manchmal einfach zu geizig, um sich selbst eine Freude zu machen.“ Diese „Schwäche“ sollte die Frau an Weihnachten für sich nutzen.

Nicht viel falsch machen kann man darüber hinaus mit Düften, wie etwa Jean Paul Gaultiers Klassiker „Le Male“ und modischen Fanartikeln wie zum Beispiel Band-Shirt, genau wie Melanie es für ihren Freund eingekauft hat, sofern der Musikgeschmack des Mannes nicht gerade Gruppen mit absonderlichen Namen und Motiven vorsieht.

Abschließend lässt sich wohl feststellen, dass das Erfolgsrezept für ein perfektes Weihnachtsgeschenk offensichtlich noch nicht erfunden wurde. Vermutlich ist das aber auch ganz gut so, denn sonst gäbe es wohl erstens nicht alle Jahre wieder Weihnachtsspecials wie diese und zweitens würden alle Frauen ihren Männern die Glossybox for men oder ein Paar Unterhosen schenken – es lässt sich schnell erahnen, was von beidem dem Herrn wohl häufiger untergekommen sein dürfte – und vor allem wäre das Fest der Liebe oder vielmehr dessen Sinn schlichtweg verfehlt. Schließlich sollte trotz Konsumrausch und dem leider immer wieder zum Schenken verpflichtenden Zugzwang immer noch die Verbindung zwischen zwei Menschen im Vordergrund stehen. Oder, wie BWL-erin Hanna es so schön ausdrückte: „In diesem Jahr bekommt mein Freund En Kuss und en diggen Abbel!“

Vorschau: Alles, was es über die Sendung „Fashion Hero“ zu wissen gibt, erfahren wir von Moderedakteurin Clarissa in der nächsten Woche.

Mit dem Winter auf Kriegsfuß

Schneebedeckte Winterlandschaft

Kalt: Für manchen ist solch eine Winterlandschaft nur ein Graus (Foto: C. Gartner)

„Leise rieselt der Schnee …“ – das bedeutet für viele romantische Winterstimmung. Verschneite Landschaften, glitzernder Schnee im Wald, alles sieht aus, als wäre es gezuckert. Da wird einem gleich warm ums Herz.

Leider bin ich in diesem Punkt ein echter Miesepeter. Ich kann der ganzen Winterromantik beileibe nichts abgewinnen, für mich sind Frost und Schnee nur eines: Ein lästiges Übel, das es zu überstehen gilt. Am schönsten wäre es doch, Winterschlaf zu halten, so ginge man der Kälte elegant aus dem Weg.

Ich finde diese Kühltruhen-Atmosphäre überhaupt nicht prickelnd, immerzu friert man, auch ein dicker Pullover ändert daran nichts. Im Sommer kann es mir fast nicht zu warm werden, je mediterraner das Wetter, desto schöner. Dementsprechend habe ich meine Probleme, wenn die Witterung der entgegengesetzten Himmelsrichtung entspricht. Skandinavische Bedingungen lassen mich im wahrsten Sinne des Wortes erschaudern.

Denn neben der Kälte heißt Winter auch: wenig oder gar keine Sonne. Wenn es denn schon kalt sein muss, in Ordnung. Aber kaum dass ich an das Dauergrau der letzten Jahre denke, schon fällt die Stimmung endgültig in den Keller.

Sobald dann noch eine kräftige Schneefront durchzieht und die gesamten Straßen unter einem dicken Schneegrab verschwinden, hat der Winter seinen Höhe- oder besser Tiefpunkt erreicht. Man kommt nur noch schwer vorwärts, endlich sind sich Auto- und Radfahrer einmal einig: Schnee stresst. Und selbst diejenigen, die auf die Öffentlichen umsteigen, verfluchen den Winter bald. Verspätungen en masse, verstopfte U-Bahnen und der Mitreisende, der freundlicherweise, ohne eine Hand vorzuhalten, hustend Viren und Bazillen unter seinen Mitmenschen großzügig verteilt. Da kommt Freude auf.

Als aktiver Radsportler bin ich dann gleich doppelt gestraft. Das Training gestaltet sich als besonders schwierig. Meistens steht Laufen auf dem Programm, wobei es mich auch da oft genug auf die Schnauze haut, wenn ich mal wieder eine Eisfläche unter dem Schnee übersehen habe. Ansonsten Rollen-Training, also Radfahren drinnen. Nichts ist schlimmer als „Indoor-Cycling“, ich bewundere diejenigen, die sich das regelmäßig im Fitness-Studio antun können.

Schnee am Monte Baldo

Ungemütlich: So präsentierte sich der Monte Baldo am Gardasee Ende April (Foto: Resch)

So bleibt mir nur, zu hoffen dass der Winter nicht allzu lange dauert. Dann kann ich wenigsten bei uns in München wieder normal mit dem Rennrad fahren. Mit Pässe-Touren dauert es ohnehin noch länger, denn im Gebirge ist der Winter bekanntermaßen noch hartnäckiger als im Flachland. Ich erinnere mich noch an mein Trainingslager dieses Jahr am Nordufer des Gardasees. Obwohl es schon Ende April war, durfte ich mich am Monte Baldo über schmierige Straßen und Schneewände am Wegesrand freuen. Selbst das Murmeltier, das mir an jenem Tag begegnet war, schien sagen zu wollen: „Hab ich mich denn im Kalender geirrt? Der Winterschlaf ist vorbei und da ist ja immer noch Schnee!“

Nun ja, es hilft alles Jammern nichts. Wie jedes Jahr heißt es, durchhalten, der nächste Sommer kommt bestimmt, er muss es einfach. Und im Endeffekt ist es ja bloß gerecht, dass es nicht nur Sommer gibt, auch diejenigen, die den Winter lieben, sollten auf ihre Kosten kommen dürfen. Ihnen sei die Freude vergönnt, so wie wir Sommerfreunde uns an den warmen Temperaturen im August laben dürfen.

Vorschau: Was es mit Smartphones im Winter auf sich hat und warum die kalte Jahreszeit unseren Fingern eigentlich ganz gut tut – Eva wird es nächste Woche verraten.

Ein Kranz erobert die Welt

Einmalig: der selbstgemachte Adventskranz

Einmalig: der selbstgemachte Adventskranz (Foto: Obermann)

Der Termin steht im Kalender, meine Mutter hat Urlaub, ich habe frei. Unserem alljährlichen Adventskranzbinden steht nichts mehr im Weg. Wenn andere ihre Lichter auf gekauften, universellen Kränzen anzünden, auf runden immergrünen Versionen oder länglichen modernen Varianten die Adventskerzen aufleuchten lassen, greifen wir auf Selbstgemachte zurück. Manch einer greift dafür auch ganz schön in die Tasche. Ich weiß gar nicht mehr, wann wir damit angefangen haben. Schon als ich noch bei ihr wohnte, machte ich mir einen kleinen eigenen Kranz für mein Zimmer, aus Liebe zu Tannennadelduft und Kerzenschein. Später kam ein Kranz für meinen heutigen Schwiegervater hinzu, heute verharze ich meine Finger für meine kleine Familie.

Wie immer sind wir damit spät dran. Manches Jahr kamen wir erst am ersten Advent zusammen und konnten nach ein paar Stunden das erste Licht anzünden. Die Idee des Adventskranzes stammt aber nicht etwa von einem heidnischen Vorläufer des Weihnachtsbaumes, der die Christianisierung überlebt hätte. Tatsächlich wurde der Adventskranz erst 1839 erfunden, als eine Art Adventkalender – oh Schreck, den muss ich ja auch noch aufhängen – , den ein protestantischer Pastor für arme Kinder gebastelt hatte, die er betreute. Neben kleinen Kerzen für die Tage des Dezembers hatte er dabei auch vier große für die Adventssonntage angebracht. Noch heute gibt es diese Variante des Adventskranzes beispielsweise in der Sankt Michaelis Kirche in Hamburg. Die Version des Kranzes, den meine Mutter und ich basteln – mit Tannengrün – gibt es seit etwa 1860. Der Siegeszug der vier Kerzen in die Wohnzimmer ist dennoch ungebrochen. Aus Deutschland in die ganze Welt.

Inwieweit die beliebten Deutungen der Symbolik stimmen, wenn es doch eigentlich ein Adventskalender war, der den Anfang machte, sei dahingestellt. Mit dem beliebten Lied „Wir  sagen euch an den lieben Advent“ wird aber suggeriert, die vier Kerzen stehen für die zunehmende Helligkeit, die durch die Ankunft Jesu Christi auf Erden entstünde. Ob die Kreisform für die Ewigkeit steht und das Tannengrün das Bestehen des Lebens in der kalten Jahreszeit darstellt, ist noch einmal eine andere Frage. Für mich steht der Adventskranz ganz einfach für Weihnachten. Für ein paar besinnliche Minuten beim Anzünden der Kerzen in einer der hektischsten Zeiten des Jahres, wenn noch Geschenke besorgt und Schnee geschippt werden muss.

Weihnachtlich: Mit dem Adventskranzbasteln beginnt für mich die Weihnachtszeit (Foto: Obermann)

Weihnachtlich: Mit dem Adventskranzbasteln beginnt für mich die Weihnachtszeit (Foto: Obermann)

Methoden, den Adventskranz zu basteln, gibt es viele. Manche kleben die Zweige und Dekorationen mit Heißkleber an einem Stroh- oder Styroporkranz fest. Das finde ich weniger praktisch, denn Kranz und Deko können dann nur einmal benutzt werden. Andere binden den Kranz ganz klassisch mit Schnüren, die oft auch noch bunt sind oder glitzern und so schon Teil der Deko werden. Meiner Meinung nach sieht das Ganze dann verpackt aus und die Zweige wirken eben eingeschnürt. Meine Mutter und ich stecken mit Metallkrampen die Zweige an den Kranz, rundherum, bis er schön voll ist. Mit wenig Schnur wird zu Buschiges zurückgehalten, Dekorationen werden festgesteckt und Untersetzer für die Kerzen.

Doch das Stecken des Adventskranzes ist für mich der Eingang in die Weihnachtszeit. Selbst wenn meine Hände danach vor Harz kleben und ich drei Tage nach Tannennadeln dufte. Schon das Aussuchen der diversen Nadelzweige bei der Baumschule hat etwas Besinnliches. Doch das Zusammenkommen und Arbeiten danach beruhigt. Zweig für Zweig stecken wir fest, atmen die ätherischen Dämpfe ein, reden über dieses und jenes. Oft sitzen wir den halben Tag an den Kränzen – vor allem wenn zwischendurch irgendein Kind irgendwas will – bis wir mit uns zufrieden sind. Auf großen Tellern bekommen die guten Stücke dann Sonderplätze auf den Wohnzimmertischen. Und weit über Weihnachten hinaus steht der Adventskranz bei uns für etwas Grün im Winter, etwas Licht im Dunkeln, etwas Ruhe im Stress, denn so ein selbstgemachter Kranz hält um einiges länger, als ein gekaufte Massenware.

Wer selbst aber nicht dazu kommt und trotzdem gern ein Unikat hätte, sollte nicht verzagen. Nicht nur auf Weihnachtsmärkten gibt es immer wieder einzigartige Kränze, auch das Internet hat mittlerweile gute Quellen für Selbstgemachtes, beispielsweise der Markplatz DaWanda. Ich werden jetzt erst mal meine lila Lieblingsadventskranzdeko aus dem Keller holen, die vier großen Kerzen richten und dann kann es losgehen. In diesem Sinne einen schönen Advent aus der Kolumnenrubrik.

Vorschau: Bei Alexandra lest ihr hier nächste Woche  alles über das Prinzip Öffnung und darüber, wie viel davon im Zwischenmenschlichen gut tut.

 

Getting in Shape for Ski Season

Fun or agony? It all depends on the preparation for the first day back on the slopes (Photo: Lauf)

Fun or agony? It all depends on the preparation for the first day back on the slopes (Photo: Lauf)

Not only since daylight saving time is it obvious that Jack Frost is knocking at our doors. It is getting colder every day and even the most persistent leaves have fallen. This means: it is time for the first snow, nature is ready. But are you? In Germany, for almost 15 million people, snow also means a season full of fun on the slopes and in the powder of the backcountry. As in every other sport a thorough preparation is inevitable in order to prevent fatigue as well as injuries. So we have prepared some exercises that are designed to help strengthen your muscles and that challenge your balance, core strength and stability.

Who has not experienced a first day of skiing that went like this: After the first run, your ankles feel as if they were caught between a bench vise. A few hours later, your thighs burn like hell and by the time you stop for a bite to eat at one of the many cabins the question is, do you need new knees? So, preparation – once again – is everything. If you can get yourself to work on your overall fitness and your muscles that you need most when skiing you will notice that you will not be as fatigued on your first day back on the slopes. Working out and preparing accordingly is also important to prevent injuries. It is when you start to get tired and exhausted that you start to make mistakes and get hurt. Therefore, the right workout is also about injury prevention. But what exactly can you do to get ready in time?

1) Work on Your Endurance

Lift tickets are expensive. If you want to get your money’s worth out of it you will need cardio endurance. There is nothing better than regular cardio training such as running, swimming or biking. If you do not already have a regular workout routine, do not throw in the towel right away. It is never too late to start. So pick a training method that you like most and commit to at least three training sessions per week and try to increase the time of your training slowly. This not only gives you a better stamina on the slopes, but also helps your body to recover more quickly after a day of skiing.

2) Get Your Muscles in Shape

Your thighs are probably the muscles that have to work the hardest while skiing. Squats are one of the best exercises around.

Squats are a good exercise to strengthen your thighs. (Photo: Lauf)

Squats are a good exercise to strengthen your thighs. (Photo: Lauf)

Your feet are shoulder-width apart, your hands by your side. You then push your hips to the rear and bend your knees. Your thighs should now roughly be parallel to the floor. Stand back up and repeat the exercise. You should do at least two sets of 20 repetitions. Rest for about 30 seconds between the sets.

Your hamstrings and glutes help stabilize your body when you are skiing downhill. A good exercise are leg curls which support strengthening your hams and glutes and also help stabilize your knees. Lie flat on your back, then position your feet shoulder-width apart and lift your buttocks until your knees reach an angle of 90 degrees. Hold this position for 20 seconds. Take a short break and repeat the exercise two to three times.

To work on your calves, which are helping you to stand upright while your knees are bent as you ski, you can do standing calf raises. You can do this exercise standing flat on the floor or you can stand on the edge of a step. Raise your heels above the edge of the step so that you are on your tiptoes and hold this position 15 to 20 seconds. Repeat the raises three times.

This exercise invigorates both, back and abdominal muscles. (Photo: Lauf)

This exercise invigorates both, back and abdominal muscles. (Photo: Lauf)

Also your back has to work like crazy to hold your body in a flexed position. Your abdominal muscles help your back in that endeavor. The following exercise invigorates both, back and abs: Lie flat on your stomach. Position your lower arm on the ground and lift your body. Now only your toes and underarms touch the ground. To keep your back in a straight position you need to contract your abdominal muscles. Keep that pose for 20 seconds, then take a break and repeat the lesson two to three times.

Last but not least, you should not forget your arms. Your arms, along with your back, help stabilize your shoulder joints which need support for pushing off with the poles. Dips are a good way to work on your triceps while also involving the shoulder joint. Sit on a chair and place your hands next to the hips. Lift then up onto the hands and bring your hips forward. Bend your elbows and lower the hips. Make sure you keep the hips close to the chair and to not bend your elbows lower than 90 degrees. Push then back up and repeat for 10 to 15 times.

These exercises are just a few of many more ways to get your body in shape for a long and successful skiing season. You may find other training lessons better suited for yourself, but the examples given here should give you an idea on what muscles of your body you should pay attention to most. Focus on endurance, stability, balance and flexibility.

So this year, get in the best shape you can, starting as soon as possible. Building endurance and strength will help you avoid injuries and makes skiing much more fun and effortless. And the best part: Working out will not only pay off the day you hit the slopes. Your body will respond immediately if you start doing just those few things to get ready, and you will feel better right away.

Vorschau: Kommentar von Philipp Koehl.