Preview: Dezember 2014

Der November ist vorbei und der Dezember und damit die Vorweihnachtszeit hat begonnen. Was euch kommenden Monat bei Face2Face erwartet erfahrt ihr hier.

Im November berichteten wir unter anderem von den Präsidentschaftswahlen in Tunesien und dem Auslandstierschutz.

Im Dezember wird es auch bei uns vorweihnachtlich. Die REISE-Rubrik stellt euch den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Gendarmenmarkt vor und die MUSIK-Redaktion berichtet von Band Aid und ihrem Charitysongs zur Weihnachtszeit. Die TIPPS&TRICKS-Mädels helfen euch den Dezember zu überstehen und beraten euch mit Tipps gegen Vorweihnachtsstress.

Aber auch auf ernste Dinge schauen wir im Dezember. Um das Thema Demenz geht es in der KOLUMNE und die TIER&UMWELT-Redaktion beschäftigt sich mit der globalen Erwärmung.

Im Dezember berichtet das PANORAMA davon, wie sich der Alltag mit einem Baby verändert und die SPORT-Redaktion versorgt euch mit den besten Sportler-Sprüche des Jahres 2014.

Viel Spaß bei Face2Face! Wenn ihr Anmerkungen oder Kritik habt, dürft ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

Ihr möchtet auf eurer Facebook-Startseite immer die aktuellsten Face2Face-Artikel angezeigt bekommen? Dann liked unsere Facebook-Seite!

Preview: November 2014

Der Oktober neigt sich dem Ende zu und der Herbst und mit ihm die kühle Jahreszeit hält endgültig Einzug. Wir zeigen euch heute, was ihr im Oktober bei Face2Face geboten bekommen habt und was euch im November bei uns erwartet.

Im Oktober berichteten wir unter anderem von einem Leben ohne Küche und Supermärkten ohne Verpackungsmüll.Zudem gab es ein Interview mit Dustin Hoffmann von der PARTEI.

Kulinarisch geht auch der November weiter mit einem Rezept für eine Kürbis-Bolognese in der Frucht, die euch die TIPPS&TRICKS-Mädels verraten. In der REISE-Rubrik wird über das Thema „Wiesn und Wasn als UNESCO-Weltkulturerbe“ diskutiert.

Mit dem Thema Geduld beschäftigt sich die KOLUMNE im kommenden Monat und im PANORAMA lest ihr einen Bericht darüber, warum ein Student in Guatemala ehrenamtlich Nachhilfe in Musik gibt. Unsere MUSIK-Redaktion beschäftigt sich im November mit dem Thema Coversongs.

Um die Canon EOS Kamera und wie man mit ihr Bildstile anpassen und erstellen kann dreht sich alles in der TECHNIK-Rubrik im kommenden Monat und die MODE-Redaktion verrät euch die goldenen Regeln des Vintage-Shoppings.

Mit den Einflüssen auf das Weltklima beschäftigt sich die TIER&UMWELT-Redaktion im November. Unsere SPORTLER beschäftigen sich im November mit dem Movember: Bärte im Sport und ihre Bedeutung. Unsere FILMKUNSTundKULTUR Rubrik beschäftigt sich im November mit dem ersten Ministerium für Glück und Wohlbefinden.

Viel Spaß bei Face2Face! Wenn ihr Anmerkungen oder Kritik habt, dürft ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

Ihr möchtet auf eurer Facebook-Startseite immer die aktuellsten Face2Face-Artikel angezeigt bekommen? Dann liked unsere Facebook-Seite!

Preview: Februar 2014

Der erste Monat des neuen Jahres ist bald vorbei und es wird Zeit für das erste Face2Face Preview 2014. Im Januar haben wir euch mit Klatsch und Tratsch versorgt und über den Streit zwischen Jennifer Frankhauser und Samantha Stone berichtet. Weniger vergnüglich ging es die Wirtschaft&Politik-Rubrik an, sie berichtete über den „Krisenherd Afrika”.

Im Februar erwartet euch bei Face2Face wieder ein bunter Mix aus interessanten Themen. So stellt euch die Sport-Redaktion einen Überblick über die Olympischen Winterspiele in Sotschi zusammen und die Kolumne fordert zu einer “Lesechallenge” heraus. Die Musik-Redaktion bietet euch ein Review zum neuen Album von Ewan McGregor, einem Sänger aus Berlin.

Seltene Sprachen erleben im Februar im Panorama ihre Wiedergeburt. Dort lest ihr einen Artikel über das Pite-Saamisch in Schweden, eine Sprache, die nur noch 30 Menschen weltweit sprechen. Ein Geburtstag wird in der Mode-Rubrik gefeiert: 125 Jahre Lanvin.

Passend zum Karnevalsbeginn erzählen euch die Tipps&Tricks-Mädels im Februar wie ihr euch ganz einfach ein super Last-Minute-Faschingskostüm zaubern könnt. Die Tier&Umwelt-Redaktion berichtet im Februar über den Ginko Baum.

Über die beiden europäischen Kulturhauptstädte berichten im Februar gleich zwei Redaktionen. Die Reiserubrik berichtet über Riga und die FilmKunstKultur-Rubrik über Umea.

Viel Spaß im Februar bei Face2Face! Wenn ihr Anmerkungen oder Kritik habt, dürft ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

Ihr möchtet auf eurer Facebook-Startseite immer die aktuellsten Face2Face-Artikel angezeigt bekommen? Dann liked unsere Facebook-Seite!

3 Tage + 4 Bühnen + 50 Künstler = Maifeld Derby

Am vergangenen Wochenende hieß es in großen Teilen Deutschlands “Land unter!“ und auch unser sonst so sonnenverwöhnter Südwesten blieb nicht verschont. Doch das schreckte die Festivalbesucher des nun schon dritten Maifeld Derbys auf dem Mannheimer Maimarktgelände nicht ab. Im Gegenteil – die Gummistiefel und Regencapes wurden ausgepackt und dem Sommer, der sich eher anfühlte wie November, wurde gehörig getrotzt. Wo sonst zukünftige Eigenheimbesitzer in der Fertighaussiedlung schlendern und die Mannheimer Oberschicht Hutgrößen beim Pferderennen vergleicht, wurden für drei Tage wieder die Zelte aufgeschlagen, um auf dem kleinen aber feinen Festival zu feiern und zu tanzen. Dass das Festival mittlerweile jedoch seine Wellen auch außerhalb Mannheims gezogen hat, war deutlich an der ansteigenden Besucherzahl zu merken – somit leider auch an diversen Schlangen an Klo, Essenstand oder an der seit diesem Jahr neuen „Derbydollar“ Ausgabe.

Großer Matsch: Der Regen war unser ständiger Begleiter (Foto: face2face)

Großer Matsch: Der Regen war unser ständiger Begleiter (Foto: face2face)

Der ein oder andere Festivalbesucher war am Freitag vorerst verärgert, denn langes Schlangestehen im strömenden Regen erwartete ihn am Einlass. Umso mehr verzauberte der erste Headliner Daughter aus England die Menge im regenfreien Palastzelt und machte die leicht genervte Stimmung wieder wett. Die Frontsängerin Elena Tonra faszinierte mit ihrer zerbrechlichen, einzigartigen Stimme und ihrer zurückhaltend-charmanten Art. Doch nicht nur fürs Publikum, sondern auch für die Veranstalter war Daughter ein ganz besonderer Fang, denn sie hatten sich die aktuell sehr beliebte Band schon seit dem ersten Maifeld Derby als Act gewünscht. Damit bewiesen die Veranstalter wieder mal ihr musikalisches Gespür, denn mit ihrem melancholischen, geheimnisvollen Folk-Rock trafen Daughter mitten ins Herz und waren ein Highlight des dritten Maifeld Derbys.

Ein weiteres Highlight am Freitag waren CocoRosie. Die schon 2003 gegründete Band zweier Schwestern lieferte nicht nur eine beeindruckende Show für die Ohren sondern auch für die Augen ab. Ihre Musik ist kaum in Worte zu fassen, so vielfältig ist sie. CocoRosie kombinieren klassischen Operngesang und kindlichen Fantasiegesang mit elektronischen Klängen und Hip Hop Beats. Zudem spielen die Schwestern noch Instrumente wie Flöte und Harfe. Für die Hip Hop Beats sorgte auf beeindruckende Weise der Livebeatboxer TEX, eine Hip Hop Tänzerin im Tütü untermalte zwischendurch die Show mit Tanzeinlagen. Die Energie der Band übertrug sich schnell auf das Publikum, das sichtlich angetan war.

Auch am weniger verregneten Samstag versammelte sich eine beachtliche Menge im Palastzelt für den Headliner Efterklang. Die Dänen sind ebenfalls Künstler der interessanten musikalischen Mischung, so fanden sich in ihrem Repertoire poppige, rockige und elektronische Einflüsse, natürlich alles mit Liveband. Da der Skandinavier an für sich sehr stilbewusst ist, war es nicht sehr wunderlich, dass Efterklang auch optisch einiges hermachte – mit Fliege und perfekt sitzendem Sakko präsentierte sich die Band dem Mannheimer Publikum. Obwohl alles zu stimmen schien, sprang die Stimmung nicht vollständig auf die Zuhörer über.

Die Jungs aus Landau: Sizarr (Foto: wobbe)

Die Jungs aus Landau: Sizarr (Foto: wobbe)

Bei der Band Sizarr sprang die Stimmung allerdings schon eher auf das Publikum. Die Landauer Jungs, die zurzeit in Mannheim wohnen, hatten auf dem Maifeld Derby ein Heimspiel und überzeugten die Menschen im Palastzelt durch die Lieder ihres Debutalbums Psycho Boy Happy. Man merkte den Künstlern durch ihre Interaktionen mit dem Publikum an, dass auch sie Spaß an dem Konzert hatten.

Aber auch für Literaturfans gab es verschiedene Angebote: So las zum Beispiel MC Rene aus seinem Buch vor. Der Hip Hop-Star aus den 90ern hatte vor drei Jahren sein gesamtes Hab und Gut verkauft und reist seitdem mit einer Bahncard 100 durch Deutschland. Seine Erfahrung aus diesen Reisen und seiner Arbeit in einem Callcenter beschreibt er in dem Buch Alles auf eine Karte.  MC Rene, der mit bürgerlichem Namen René El Khazraje heißt, ließ es sich natürlich auch nicht nehmen kurz für seine Zuhörer zu rappen, was auf große Zustimmung traf.

Gegen Mitternacht wurde es Zeit für Thees Uhlmann, der schon ein alter Hase im Musikbusiness ist. Hausgemachter, deutschsprachiger Indierock mit intelligenten Texten geht eben immer beim Maifeld Derby und so war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Thees Uhlmann, entspannt und ohne Allüren, gab Geschichten aus seinem Alltag zwischen Tour und Spielplatz vom Besten und wirkte so ein bisschen wie der Papa des deutschen Indierocks. Als dann spontan plötzlich Casper für ihr gemeinsames Lied auf der Bühne erschien, war die Menge kaum zu halten. Weil es so schön war blieb Casper noch, er hat ja schließlich auch ein Lied, bei dem Thees Uhlmann mitsingt. Und Bier trinken mit Kumpel Thees geht auch auf der Bühne bestens. Spätestens jetzt war jeder am Tanzen.

Pünktlich zum Sonntag ließ sich auch die Sonne blicken und trocknete die letzten Pfützen aus. Im Palastzelt trat eine zierliche Blondine in Bomberjacke mit der Aufschrift „twisted sister“ auf die Bühne – die von vielen an diesem Wochenende lang erwartete Leslie Clio. Was auf Platte nach Energiebündel klingt, konnte live nicht wirklich überzeugen. Etwas verloren hielt sich die Wahlberlinerin am Mikrofonständer fest und agierte eher verhalten und kaum hörbar mit dem Publikum. Selbst Hits wie „Told you so“ wurden nur mit müdem Applaus belohnt.

Doch nicht nur die Headliner überzeugten. Im Palastzelt sorgen die Österreicher Jungs von Steaming Satellites für Stimmung mit engergiegeladenem Synthie Alternative Rock. Am Sonntag gab es noch eine weitere Überraschung aus Dänemark – When Saints Go Machine. Live funktioniert diese Band sehr gut und bewegt sich zwischen Pop, Rock, Electro und Hip Hop Beats. Auch auf den kleineren Bühnen wie Open Air und dem wunderbaren Parcours d’amour gab es einige Schmuckstücke zu finden wie die exotischen Sea&Air, dem polarisierenden Schlagerboy Dagobert, die träumerischen Immanu El und die rockigen We Were Promised Jetpacks, um nur einige zu nennen.

Den Abschluss am Sonntagabend bildete Sophie Hunger. Die 1983 in Bern geborene Schweizerin spielte mit einer herausragenden Band englische, französische sowie deutsche Lieder. Die Musik war ein Mix aus Klavier, Cello, Schlagzeug, Trompete und E-Gitarre. Die Freude, die die junge Frau beim Musizieren ausstrahlte, sprang schnell auf das Publikum über und alles tanzte und sang mit so gut es ging. Aber auch bei den ruhigen Liedern lauschten die Zuhörer andächtig. Alles in allem war jeder von dieser Frau begeistert. Auch dem männlichen Teil der anwesenden Musikredaktion fiel es schwer, dass Palastzelt ohne Sophie Hunger zu verlassen.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Maifeld Derby ein wunderbares Festival für musikbegeisterte Menschen ist, die sich auch gerne auf eher unbekannte Bands einlassen. Viele der anwesenden Bands waren nicht dem Mainstream angehörend. Dies lässt zeitgleich aber auch einen Spielraum zu, bei dem man sehr viel entdecken kann. Bands, wie zum Beispiel Steaming Satellites und Sophie Hunger, gelten zu den absoluten neuen Lieblingen der Musikredaktion von Face2Face. Nächstes Jahr also gerne wieder!

 Vorschau: Nächsten Samstag gibt esfür euch einen Artikel über das legendäre Rock am Ring.

Selbstversuch Playbook

Es war an einem Samstag, den 13. September 2008, als die Karten zwischen Mann und Frau neu gemischt wurden. Die ProSiebenSat1-Media strahlte die erste Folge einer Serie aus, die in Amerika bereits erfolgreich lief und in Deutschland zur neuen Lieblingssendung aufsteigen sollte: How I met your Mother.

Abgesehen von den Alltags- und Liebesgeschichten der Figuren avancierte sehr schnell eine Figur aus Besetzung zum absoluten Publikumsliebling: Der stehts einen maßgeschneiderten Anzug tragende Barney Stinson. Die Figur zeichnet sich dadurch aus, dass er auf die wohl kreativste Art und Weise Frauen klarmacht. Hier hat sich die Face2Face-Redaktion gedacht, ob man zwischen der Fantasiewelt des Fernsehens und dem wahren Leben einen Bogen spannen kann.

Wie funktionieren die Anmachtricks des schillernden Helden Barney Stinson im echten Leben?

Mit freundlicher Unterstützung erhielt die Face2Face-Redaktion das Playbook vom riva-Verlag. Dieses bibelgleiche Buch führt alle Anmachtricks von Stinson auf und ermöglicht es dem Leser, laut der Aufschrift auf dem Cover, spielend leicht Mädels klarzumachen”. Um diese These zu überprüfen zu können, hieß es somit am Freitag, den 24. Mai “Suit Up” (zu Deutsch: Anzug an).

Zuvor sollten allerdings Maßnahmen für die erfolgreiche Umsetzung der Anmachtricks getroffen werden. Zum Einen kann es nie schaden, wenn man einen Wingman (Partner zum Aufreißen von Frauen) – in meinem Fall sogar zwei – an der Seite hat und zum Anderen müssen die Tricks zuerst einmal genauesten studiert und selektiert werden. Beim Lesen des Buches fiel gleich auf, dass man für die Umsetzung der Tricks mehr als nur einen Anzug oder zumindest ein Sakko und gute Schuhe anziehen muss.

Am Beispiel des Tricks Legionär” muss man nicht nur sich als Soldat ausgeben, sonder auch dem Militär zwangsläufig beitreten. Aus beruflichen sowie zeitlichen Konflikte verwarf ich diesen Trick ziemlich schnell. Auf Grund gesetzlicher Konflikte musste ich auch bei der Schaufensterpuppe” passen, da es mir leider unmöglich war in ein Geschäft einzubrechen und mich als lebendig gewordene Schaufensterpuppe zeigen zu können. Man musste sich somit Tricks aussuchen, die sich durch ihre Spontanität auszeichnen und auch zu dem Probanden passen.

Die Bibel für Barney Stinson: Das Playbook (Foto: spies)

Die Bibel für Barney Stinson: Das Playbook (Foto: spies)

In Mannheim angekommen liefen die beiden Wingmen und der Proband erst einmal in eine Bar, um die Tricks noch einmal zu besprechen und die kommende Strategie festzulegen. Nach ein paar „Astras“ und dem passenden Shot Wundertüte”, ging man in eine gut besuchte Bar in Mannheim und ließ sich einfach mal Überraschen, was an diesem Abend noch so kommen mag. Am Tresen der Bar angekommen fielen gleich zwei Frauen auf, die nur auf einen Barney gewartet haben. Allerdings musste die Strategie geändert werden, da der Trick für zwei Frauen gleichzeitig gelten musste. Somit wurde Der Schriftsteller” gespielt. Laut Buch liegt hier die Erfolgsquote bei 18 % und die Frau muss ein Buch in der Hand halten. Da das leider nicht der Fall war, holte ich mein Notizbuch heraus und ging auf die Beiden zu. Mit den Worten Ich schreibe ein Buch und deine Freundin sieht perfekt für eine der Figuren aus. Kannst du mir ein bisschen was über sie erzählen?” sprach ich eine der beiden Frauen an. Nach einem kurzen Stutzen, bekam ich ein Lächeln und schon gingen die beiden Frauen darauf ein. Da Eis war gebrochen und der Trick funktioniert sogar. Die beiden Frauen, nennen wir sie hier Laura und Selina, plauderten ausgiebig mit mir und ich ging in meiner Rolle als Schriftsteller voll auf. Ich erzählte Ihnen von dem Buch und es gefiel den beiden. Nun wurde es ernst: Ich fragte nach Ihren Handynummern. Und da erhielt ich die erste Absage, sie gaben mir allerdings ihre E-Mail-Adressen. Naja ein Trostpreis ist schließlich auch eine Trophäe, dachte ich mir und verabschiedete mich höflich.

Nun musste ein neuer Trick her. Da meine beiden Wingmen leider unabkömmlich waren, da sich ein Kicker im selben Raum befand, musste ich mich allein als urbaner Krieger mit Sakko auf die Jagd begeben. Ich hatte gemerkt: Wenn man überzeugt an einem Trick festhielt, konnte die Illusion über das Unverständnis siegen und der Trick würde funktionieren. Es wurde also Zeit für einen Höhepunkt dieser Inszenierung und ich ging auf eine Frau zu und versuchte den Pistole auf die Brust”. Die Erfolgsquote liegt hier, laut Playbook, bei 25 %, also höher als bei dem Schriftsteller”. Ich ging also auf sie zu und fragte gezielt und bestimmt: Willst du mit mir schlafen?”. Nach einem kurzen verständnislosen Blick kam allerdings ein kurzes Nein” das von einem kleinen aber sehr deutlichen Kopfschütteln begleitet wurde. Nun dann gehörte ich hier also auch eher zu den 75 % die mit der Bahn “Abfuhr” in das Tal “Heute-schläfst-du-allein!” fahren.

Nach einer kurzen Absprache mit den Wingmen, die bereits ihr siebtes Spiel in Folge gewonnen hatten, fasste ich wieder Mut und es folgte der 3. Versuch: “Der Freund von Michael”. Ich starte diesen Trick mit einer vom Buch ausgeschriebenen Erfolgsquote von 90 %. Der Schwachpunkt ist in dem Buch folgendermaßen eingetragen: Wer ist Michael?”. Die begründete Frage könnte somit auch diesen Trick scheitern lassen. Ich setze mich also neben eine neue Auserwählte und gebe mich ganz überrascht und sage brav aus dem Playbook auswendig gelernt: Mensch, das ist ja toll, dass wir uns wiedersehen! Du, sei mir nicht böse, aber ich weiß nicht mehr, wie du heißt.” Nachdem sie mir ihren Namen verraten hat, erwidert sie, dass sie mich aber sicherlich noch nie zuvor gesehen hat. Das ist der Moment an dem ich angebe, ein Freund von Michael zu sein. Leider kam es, wie es kommen musste und sie fragt mich Von welchem Michael denn?!”. Als ich ihr sage, dass ich leider den Nachnamen vergessen habe, aber es wirklich schön ist, sie wieder zu sehen, kommt mir die Idee: Ich verbinde zwei Tricks. Ich füge also schnell noch hinterher, dass ich Schriftsteller bin und sie ideal für mein Buch ist, dass ich gerade schreibe. Ein paar Minuten später schreibt sie mir ihre Handynummer in mein Notizbuch. Die Mission ist erfüllt.

Am Ende war das abschließende Resultat zwei Handynummern, zwei E-Mail-Adressen, ein Bild von einer Lotusblüte und ein Gedicht. Es lässt sich also sagen, dass es durchaus möglich ist, die Tricks aus dem Playbook in der wahren Welt anzuwenden, allerdings sollte man doch ein gewisses schauspielerisches Talent besitzen. Der Proband verließ somit die Bar mit einem großen Grinsen und die beiden Wingmen hatten ebenfalls etwas zu feiern: Sie waren den ganzen Abend die ungeschlagenen Meister am Kicker.

Vorschau: Und nächste Woche lest ihr hier etwas über zwei junge Unternehmensgründer auf dem Weg zum Erfolg.

Konzertkritik zu Ludovico Einaudi

Der 2011 erschienene Film „Ziemlich beste Freunde“ von den Regisseuren Olivier Nakache und Éric Toledano war ein großer kommerzieller Erfolg. Die meisten die man nach diesem Werk fragt kennen den Film und die Geschichte um den französischen Mann im Rollstuhl mit seinem Pfleger. Der italienische Komponist Ludovico Einaudi schrieb zu diesem Film die Musik. Um bewegende Momente zwischen den beiden Protagonisten deutlicher hervorheben zu können, ließ man Einaudi Klavierballaden, die von Violinen und Chelli begleitet werden, schreiben. Man sollte sich somit auf einen ruhigen und eher klassischen Abend einstellen, wenn man eines seiner oft ausverkauften Konzerte besucht. Für die Face2Face-Musikredaktion galt es somit am Mittwoch, den 2. April sich wieder einmal in Ihrer musikalischen Vielfalt zu beweisen und sich von Einaudi überraschen zu lassen.

So kam es nun, dass man sich gleich nach dem Arbeitstag aufmachte sein Sakko überzustreifen und in Richtung Karlsruhe in die Stadthalle – Brahmsaal zu bewegen.

Die Fahrt mit dem Auto stellte kein Problem dar. Die Stadthalle ist gut zu erreichen und Parkmöglichkeiten gibt es zum einen in dem genau nebenanliegenden Novotel oder zum anderen in dem Parkhaus unter der Stadthalle. Das Parkticket wurde gezogen, das Sakko zurecht gezupft und dann ging es auch schon los. Über die Treppen der denkmalgeschützten Säulenvorhalle aus dem Jahre 1915 kommt man direkt in das Foyer. Den Gebäudekomplex muss man sich wie folgt vorstellen: Das Gebäude stellt den Kokon dar, indem ein von Säulen gestützter Raum „schwebt“. In diesem Raum zeigte der Komponist sein Können.

Beim Betreten des Gebäudes fällt auf, dass nicht nur die stereotypischen Klassische-Musik-Hörer die nach dem Konzert aufstehen und „Da Capo“ statt „Zugabe“ rufen zu finden sind, sondern auch Menschen in dem Alter der Face2Face-Redaktion sich gerne dieses Konzert von  Einaudi ansehen möchten.

Nach einer leider staubtrocknen Bretzel und dem Überblättern des hauseigenen Magazins ist es auch schon 19.30 Uhr und die Türen zum Saal öffnen sich. Nach weiteren 30 Minuten und unendlich vielem Husten, Räuspern oder „Kann es sein, dass Sie auf meinem Platz sitzen?“ geht es nun los.

Mit dem Dämmen des Lichtes und dem Verstummen der Menge im vollbesetzten Saal, sieht man wie ein Mann sich an eine übergroße Trommel stellt und seine beiden Schlägel langsam nach oben richtet. Mit den ersten Schlägen finden sich langsam die restlichen Musiker des Ensembles auf der Bühne ein. Das Ensemble besteht aus Musikern an vier Violinen, zwei Chelli, zwei an den Percussions, einen Bassisten, einen am Keyboard und natürlich Einaudi am Klavier.

Nach den ersten Takten wird nun schnell klar, dass diese Musik etwas Besonderes ist. Durch Lieder wie „Primavera“, „I giorni“ oder auch das aus dem Film „Ziemlich beste Freunde” bekannte „Una Mattina“ lässt Einaudi die Menschen vergessen wo sie sind, was sie gemacht haben oder woher sie kommen. Jeder lässt sich in die entspannende fast melancholische Musik sinken und vergisst alles um sich herum. Die Gedanken fangen an im Kopf zu wandern und eigene Filmszenen, zu denen diese Musik wie gemacht zu seien scheint, zu bauen. Einaudi spielt aber auf keinen Fall nur ruhige Lieder, sondern schafft die perfekte Abwechslung seiner Werke von beruhigend zu dynamischen – mitreißend. Man erwischt sich wie man langsam anfängt zu grinsen und gar nicht merkt wie die Zeit oder auch der Alltag der Arbeit an einem vorbeizieht. Nachdem der Komponist aus Italien seine Finger von den Tasten des Klaviers nimmt, weis nun jeder Bescheid: Das Lied ist zu Ende und es darf applaudiert werden. Die Menge klatscht wild Beifall, johlt und pfeift, wie man es eigentlich von anderen Konzerten und eher anderer Musik gewohnt ist.

Nach einer kleinen Ansprache über seine Tournee, verschiedenen Zugaben und längerem Standing Ovation ist das Konzert auch schon wieder zu Ende. Während des Ganges aus dem Gebäude zurück in die Kälte wird einem klar, dass man in diesen fast zwei Stunden mit Kopf und den Gedanken nicht nur woanders war, sondern sie gänzlich auf einer Reise geschickt hat.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Komponist Einaudi sein Handwerk nicht nur versteht, sondern es auch weitestgehend perfektioniert hat. Es gelingt ihm mit klassischer Musik eine Aura zu schaffen, in der junge und alte Menschen abschalten und entspannen können.

Vorschau: Nächsten Samstag wartet auf die Face2Face-Leser ein Interview mit Voice-of-Germany-Musiker Michael Schulte.

Preview: März 2013

Der Skandal-Bestseller „Shades of Grey“ soll verfilmt werden – Grund genug für eine Face2Face-Mitarbeiterin sich einmal in die Trilogie einzulesen und diese aus literaturwissenschaftlicher Sicht zu beurteilen. Außerdem beschäftigte sich die Redaktion im Februar unter anderem mit den Prüfungsanforderungen für Bachelor und mit dem Testen verschiedener Beautybox-Angebote.

Was euch im März auf Face2Face erwartet, lest ihr hier: Die Musik-Redaktion sprach mit dem deutschen Singer-Songwriter Michael Schulte. Wie gehen dunkelhäutige Schauspieler mit der Klischeehaftigkeit ihrer Rollenbesetzungen um – diese Frage versucht die FilmKunstKultur-Redaktion zu beantworten.

Mit Änderungen im Reglement und einer Aussicht auf die neue Formel 1 Saison beschäftigt sich die Sport-Redaktion in diesem Monat. In der Tipps&Tricks-Rubrik wird es appetitlich: Rezepte für Cupcakes und Wan Tan erhellen euch die tristen März-Tage. Der Frage wie viel Wissen in Google-Zeiten gesund und wichtig ist, gehen unsere Kolumnisten auf den Grund.

Chemikalien und ihre Folgen werden ein Thema in der Tier&Umwelt-Rubrik sein und die Moder-Redaktion stellt euch ein modisches Highlight vor: Ear-Cuffs. Eine Rezension zu einem Buch, das die persönlichen Erfahrungen eines Reisenden auf seinem Pilgerweg nach Santiago de Compostela schildert, findet ihr in der Reise-Rubrik und die Panorama-Redaktion startet eine neue Serie: Geschwister erzählen – ihr dürft gespannt sein!

Singles für Singles am Valentinstag

Nun ist es endlich wieder soweit: Es ist Valentinstag. An diesem nach Bischof Valentin von Terni benannten Tag, soll man die Liebe mit dem Partner zelebrieren. Natürlich interpretiert das jeder individuell. So gehen manche in ein schönes Restaurant, kochen ihrem Partner ein schönes Dinner oder planen etwas anderes. Was nach der Meinung der Face2Face-Musikredaktion auch nicht unterschätzt werden sollte, ist natürlich die Musik für einen solchen Anlass. Wenn man nun in Google „Musik für Paare am Valentinstag“ eingibt, erhält man ungefähr 2.710.000 Ergebnisse in 0,29 Sekunden. Was sollte man also noch über das Thema Musik für Paare am Valentinstag schreiben, wenn es doch bereits so viele Antworten gibt.  Ganz einfach: Man schreibt einen Artikel über Musik, die speziell Singles am Valentinstag hören sollten.

Nun gibt es unterschiedliche Gründe am Valentinstag Single zu sein und für diese verschiedenen Single-Typen haben wir eine kleine Musikauswahl zusammengestellt:

Allein: Der Single (Foto: spies)

Allein: Der Single (Foto: spies)

Der Betrogene Single hasst den Valentinstag, da er ihn an den Betrug des Partners erinnert und ihn somit eher traurig stimmt. Der Titel, der für die weibliche Version dieses Single-Typs am Valentinstag gespielt werden sollte, lautet: Männer sind Schweine von den Ärzten. Im dazu gehörigen, 1998 erschienenen Musikvideo gibt es für die Band eine ordentliche Tracht Prügel von der animierten Lara Croft. Für den betrogenen Mann allerdings gibt es an diesem Tag Rap aus Sankt Pauli. Mit Sie`s ne Bitch hat Nate57 ein Lied herausgebracht in dem es um eine Frau geht, die manipuliert, betrügt und sich fernab der Bedeutung des Wortes Niveau aufhält.

Der zweite Single-Typ ist der sogenannte Ich-bin-Single-aber-nur-weil-irgendwie-nichts-bei-der-Partnersuche-funktioniert. Seine letzte Beziehung ist schon länger her, sodass er sich nun wieder eine Beziehung wünscht. Aus verschiedenen Gründen kommt es aber nicht dazu. Den dazugehörigen Song teilt er sich mit dem frischgetrennte Single-Typ, der die Trennung noch nicht so gut überwunden hat. Er kommt von dem mit einer etwas höheren Jack-Johnson-Stimme ausgestatteten amerikanischen Sänger Matt Wertz. Der Song Everything will be alright (zu Deutsch: Alles wird gut) lässt einen das Gedankenmachen vergessen und auf besseren Zeiten hoffen. Der akustische Song hat auf jeden Fall das Potential um 2013 ein ganz großer Hit zu werden.

Der bereits erwähnte dritte Single-Typ, der gerade frisch getrennt ist, kann aber auch glücklich über die Trennung sein. Dieser glücklich-getrennte Single-Typ vereint sich an diesem Tag mit dem vierten Single-Typ, dem Ich-bin-Single-und-das-ist-auch-gut-so. Für diese beiden Single-Arten haben sich die bereits etablierten amerikanischen Sängerinnen Estelle und Janelle Monae zusammengetan und eine Hymne für das Selbstbewusstsein produziert. Der Song Do My Thang (zu Deutsch: Ich mach mein Ding) ist eine soulige Nummer, die bereits als musikalische Untermalung im neuen Tommy Hilfiger Werbespot Verwendung gefunden hat. Die Passage I do my thing, feel free to hate everything (zu Deutsch: Ich mach mein Ding, ist mir egal, ob es dir nicht gefällt.) zeigt klar und deutlich, wie diese beiden zuletzt beschriebenen Single-Typen diesen Tag verbringen werden: unbekümmert feiern!

Abschließend muss man allerdings doch noch einmal hervorheben, dass der Valentinstag ein ganz normaler Tag ist. Im Prinzip nimmt das Kommerzevent 1/7 der Woche oder anders ausgedrückt 1/365 des Jahres ein. Paare sollten, wenn es an anderen Tagen nicht funktioniert, wenigstens an diesem Tag etwas zusammen unternehmen. Den Singles unter uns können wir allerdings nur empfehlen, sofern sie sich zu einem der beschriebenen Typen zählen, sich eines der Lieder anzuhören und dann einfach nur noch zu entspannen. Schließlich haben alle guten Lieder auf dieser Welt etwas mit dem Valentinstag gemeinsam, sie enden schneller als man denkt.

Zusammenfassung:

1.  Der betrogene Single:

- Für die Frauen: Männer sind Schweine, die Ärzte

- Für die Männer: Sie´s ne Bitch, Nate57

2. Der Ich-bin-Single-aber-nur-weil-irgendwie-nichts-bei-der-Partnersuche-funktioniert- und  der unglücklich-getrennter-Single-Typ:

- Everything will be alright, Matt Wertz

3. Der glücklich-getrennter-Single- und der Ich-bin-Single-und-das-ist-auch-gut-so-Typ:

- Do my Thang, Estelle ft. Janelle Monae

Vorschau: Und bereits am Samstag erscheint für euch ein Interview mit dem Quartett Angela Avetisyan.

Preview: Februar 2013

Der Januar bei Face2Face war so vielfältig wie die Wetterkapriolen im ersten Monat des neuen Jahres: Thai-Robic im Fitness-Test, gute Vorsätze für 2013 und die aktuelle politische Sexismus-Debatte.

Und genauso kunterbunt geht es im Februar auch weiter: Die Musik-Redaktion beschäftigt sich mit Helden in der Musikszene, im Sport lest ihr die Ergebnisse des Super Bowls und die FilmKunstKultur-Redaktion stellt euch das Odeon-Kino in Mannheim vor. In der Tier&Umwelt-Rubrik bleibt es mit Tierspuren im Schnee winterlich. Sommerliche-heiß wird es dagegen in der Reise-Rubrik mit dem Mentalitätencheck Australien. Die Tipps&Tricks-Redaktion widmet sich unter anderem dem Thema PC-Spielsucht und unsere Mode-Autoren vergleichen verschiedene Beautybox-Abos. Erfahrungen aus einem Malkurs schildern die Face2Face-Kolumnisten und im Panorama steht uns Schauspieler Matthias Schweighöfer in einem Interview Rede und Antwort zu seinem neuen Film Der Schlussmacher.

Ihr möchtet auf eurer Facebook-Startseite immer die aktuellsten Face2Face-Artikel angezeigt bekommen? Dann liked unsere Facebook-Seite!

Der einmalige Musikfilm Once

Ein Film lebt von der Musik. Sie trägt die Stimmung, betont traurige und glückliche Momente und verdeutlicht Gestik und Mimik. Was wäre nun, wenn die im Film dargestellten zwei Schauspieler, auch die Musik für den Film selbst komponieren? Es entsteht ein Zusammenspiel zwischen den Schauspielern und der Musik wie es nur ganz selten zu sehen und hören ist. Die Nähe der Handlung zur Musik lässt eine intensive Atmosphäre entstehen. Wenn nun noch die Schauspieler ein angehendes Liebespaar spielen und auch abseits des Drehort zu einem Paar werden, so entsteht der Musikfilm Once. Ein in seiner Art einmaliger Film, der eine fiktive Handlung so lebendig gestaltet, wie selten ein Film zuvor.

Das Werk feierte am 15. Juli 2006 seine Premiere in Irland. Der Umfang des Budgets zeigt die amateurhafte Anfertigung. Für 130.000 Euro, von denen allein 100.000 Euro vom Irish Film Board (Anmerkung der Redaktion: der nationalen Agentur für Filmentwicklung) gestiftet wurden, konnten die Hauptdarsteller Glen Hansard und Markéta Irglova mit dem Regisseur John Carney in beinahe 17 Tagen ein Oscar-reifes Werk produzieren.

Die Handlung ist schnell erzählt. Die beiden Hauptfiguren werden nur als The Guy und The Woman (zu Deutsch: der Mann und die Frau) vorgestellt. Der Fokus der Geschichte liegt auf ihrem Leben in Dublin. Die männliche Hauptfigur ist von seiner Freundin getrennt nach Dublin zurückgezogen, wohnt von Beginn des Films an bei seinem Vater und hilft in dessen Geschäft aus. Seine große Leidenschaft, die Musik, lebt er tagsüber in der Innenstadt aus, indem er in der Fußgängerzone stehend musiziert. Er ist an einem Punkt seines Lebens angekommen, der sich am besten unter dem Wort Krise zusammenfassen lässt. Er besitzt keine Orientierung beziehungsweise keinen Mut nach ihr zu suchen. Die Frau ist in einer ähnlichen Situation. Die gebürtige Tschechin lebt ebenfalls getrennt von ihrem Mann mit ihrem Kind und ihrer Mutter in Dublin.

Der Film wurde zum Teil in den Wohnungen der Schauspieler gedreht.
Hier: Dublin, Temple Bar (Foto: privat)

 Sie erledigt kleinere Tätigkeiten, wie zum Beispiel das Putzen von Haushalten wohlhabender Familien oder den Verkauf von Rosen in der Innenstadt. Als die beiden sich nun zufällig in der Fußgängerzone treffen, dreht sich von Beginn an alles um Musik. Die Frau, die in ihrer Heimat Klavierenspielen gelernt hat, spielt mit dem Mann zusammen einige seiner selbst geschriebenen Lieder. Aus diesem gemeinsamen Musizieren, entsteht Zuneigung und ein gegenseitiger Halt, der bei ihnen die verloren geglaubte Zuversicht in Besserung und Mut umschlagen lässt. Durch die Musik entsteht bei den beiden wieder Lebensfreude. Nachdem die Zwei mit weiteren Straßenmusikern ein Album produziert haben, dessen Prozess für sie eher wie eine Therapie wirkte, endet kurze Zeit später der Film. Man erfährt noch, dass die Frau ihren Ehemann angerufen hat, damit dieser zu ihr zurückkommt und die beiden endlich wieder eine Familie sind. Der männliche Hauptdarsteller hat nun endlich den Mut gefasst den Kontakt mit seiner ehemaligen Freundin zu suchen und mit einem Startkapital, was ihm sein Vater geschenkt hat, nach London zu ziehen, um ein professioneller Musiker zu werden.

Die rein platonische Beziehung der beiden Hauptdarsteller ermöglicht es die volle Wirkung der Musik zu spüren. Am Beispiel der beiden Schauspieler sieht man, dass Musik eine eigene Atmosphäre erschafft, wodurch der Glaube an die eigene Person gestärkt und das Selbstvertrauen so gesteigert wird, dass man den Mut findet neue Wege einzuschlagen. Once ist, wie bereits erwähnt durch das Zusammenspiel der Schauspieler und der Musik in seiner Wirkung einzigartig. Der Film gibt dem Zuschauer ein gutes Gefühl und im Falle von Regisseur Steven Spielberg sogar mehr. Der USA Today sagte er: „Dieser kleine Film hat mir genügend Inspiration geschenkt, um damit durchs ganze Jahr zu kommen.“  Die Kraft der im Film gespielten Songs, war am Ende sogar so groß, dass sie auch allein stehend wirkten. Hansard und Irglová konnten als Belohnung 2008 den Oscar für den besten Song entgegennehmen. Wahrlich einmalig.

Vorschau: Nächste Woche erscheint hier ein exklusives Hamburg Feature.