Angesagte Modetrends für den Frühling 2017

Ganz schön blumig: Auch als Modetrend 2017 gern gesehen (Foto: Face2Face)

Ganz schön blumig: Auch als Modetrend 2017 gern gesehen (Foto: Face2Face)

Wir haben zwar noch Winter und sind gerade erst ins neue Jahr gerutscht, doch echte Trendsetter denken schon jetzt an den Frühling.

Was uns in Sachen Mode erwartet? Einfach weiterlesen!

Back to the 80s

Die 80er Jahre sind nicht nur musiktechnisch beliebt – auch in der Mode feiern sie ihr großes Comeback. Viele Designer berufen sich auf die Retro-Farbkombination Schwarz-Pink. Aber auch Lackleder und schwarzer Samt sind auf den Laufstegen zu finden. Wer einst die Blazer der Mutter zu Fasching angezogen hat, kann sie nun ungeniert im Alltag tragen, denn Schulterpolster sind auch wieder in. Die 80er waren rebellisch und genauso sind auch die coolen Shirts, die im Frühjahr angesagt sind. Ob feministisch, politisch oder provokativ – plakative Slogans auf den T-Shirts dürfen keinesfalls fehlen.

Blumiger Trend

Wir freuen uns auf farbenfrohe Blumenwiesen im Frühling, über die wir spazieren gehen können. Auch in der Modewelt wird es bunt: Butterblumengelb, Himmelblau und Grasgrün sind neue Trendfarben für den Frühling 2017. Aber auch sanfte Farben wie Sandtöne oder Nude zählen dazu. Blumig wird es allerdings auf jeden Fall! Denn florale Prints gehören zu den angesagten Modetrends im Frühjahr.

Bitte anschnallen!

Einer der wichtigsten Trends fürs Frühjahr sind Taillengürtel. Sie betonen die goldene Mitte und waren überall in New York, Mailand und Paris auf den Laufstegen zu sehen. Toll am Trend ist, dass dabei Geld gespart werden kann. Statt einen teuren Ledergürtel neu zu kaufen, wickelt man jetzt gleich mehrere normale, schmalere Gürtel um die Taille. Und um gleich zwei Trends zu kombinieren, peppt ein derber Ledergürtel das süße Blumenkleid super auf!

Drinnen wie draußen

Dieses Frühjahr ist nichts für Stubenhocker. Outdoor-inspirierte Mode ist der Trend schlechthin. Getragen werden Anoraks mit Kapuzen und Tunnelzügen. Beliebtes Material: Nylon. Auch sportliche Trenchcoats sind wieder in. Große Marken wie Prada, Alexander Wang oder Valentino setzen auf Cargo-Taschen an Hosen und Röcken.

Aus alt mach neu

Geblieben sind Trends wie XXL-Ärmel oder Carmenblusen. Oberteile und Jacken, deren Ärmel so lang sind, dass die Hände darin verschwinden, sind im Frühling 2017 weiterhin gern gesehen. Auch die geliebten schulterfreien Kleider können nochmal getragen werden.

Was die Schuhe betrifft, gibt es nur kleine Veränderungen. Die Trendfarbe bei den Sneakern ist Rosa. Gleich bleibt der Metallic-Trend und auch weiße Sneaker bleiben weiterhin in.

Während wir also warten, bis die ersten bunten Blumen blühen und die Vögel anfangen zu zwitschern, können wir in aller Ruhe die modischen Vorbereitungen treffen, um für den Frühling gewappnet zu sein!

 

Harpyie- Mythologien im Namen

Die Harpyien aus der griechischen Mythologie hatten den Kopf und den Oberkörper einer hübschen Frau mit lockigem Haar, doch sie hatten große Vogelflügel und kräftige Greiffüße. Sie wurden von Zeus auf Kreta ausgesetzt, um den blinden König Phineus das Essen wegzuschnappen und ihm gerade genug zum Überleben zu lassen. Sie waren gefährlich, schnell wie der Wind und nahezu unverwundbar. Erst als die Argonauten auf Kreta landeten, wurden sie vertrieben.

In der Biologie ist die Harpyie ein großer Greifvogel. Der Entdecker einer Art darf den Namen bestimmen. Und so haben viele Naturforscher von früher sich selbst oder eine geliebte Person in einer Tierart verewigt. Auch im Nachhinein wurden Tiere zum Beispiel dem Entdecker zugeordnet, wie zum Beispiel die Darwinfinken. Und manchmal werden auch mythologische Wesen als Vorbilder für die Tiere genommen, wie etwa beim Seepferdchen oder eben bei der Harpyie.

Mit einem Meter Länge und zwei Meter Flügelspannweite gilt der Vogel, der zu der Familie der Habichtartigen gehört, zu den größten Greifvögeln der Welt. Dies ermöglicht der in Mittel- und Südamerika beheimateten Harpyie größere Beutetiere in den dicht bewachsenen Baumkronen des Regenwaldes zu jagen. Faultiere und Affen fürchten den Vogel, weil er sie direkt aus den Bäumen schnappt. Aber auch andere Vögel, Echsen und Schlangen werden von den kräftigen Krallen und Zehen der Harpyie getötet, zerlegt und ins Nest transportiert. Die bis zu 13 Zentimeter langen Klauen konkurrieren mit den Fängen eines Grizzly Bärs.

Der schwarz, weiß und grau gefiederte Greifvogel nistet in den höchsten Bäumen, wie dem Kapokbaum und dem Mahagonibaum, in Höhen von 25 bis 50 Metern. In den riesigen Hort werden bis zu drei Eier gelegt. Ist das erste Jungtier geschlüpft werden die anderen Eier nicht mehr bebrütet. Nur ein Jungvogel wird alle zwei Jahre aufgezogen. Selbstständig wird er erst nach acht bis zehn Monaten, eine relativ lange Zeit für einen Vogel von den Eltern abhängig zu sein. Mit vier Jahren erreichen die Jungtiere die Geschlechtsreife.

Die geringen Reproduktionsrate und die Rodung ihres Lebensraumes macht die Harpyie zu einer gefährdeten Art. Nur wenn die Zerstörung der Regenwälder unter Kontrolle gebracht wird, kann der Mensch dieser Art das Überleben sichern.

Was die Harpyie in Verbindung gebracht hat mit ihrem mythologischen Namensvettern, war zum Teil ihre Körpergröße. Doch ihr penetrierender Schrei ist ebenfalls ein Merkmal beider Gestalten.

Trotz ihrer Größe ist diese Art sehr unauffällig und Ornithologen und Wissenschaftler betrachten es als eine glückliche Gelegenheit, wenn sie die Harpyie zu Gesicht bekommen.

Vorschau: Nächste Woche geht es an dieser Stelle um die Baumwollindustrie.

Darwinfinken – Evolution anschaulich erklärt

Charles Robert Darwin war einer der bedeutendsten Naturforscher. Der Brite lebte Ende des 19. Jahrhunderts und sein Werk „On the Origin of Species“ beeinflusste die Biologie maßgeblich. An Bord der HMS Beagle segelte er zu den Galapagos Inseln. Dort trugen seine Entdeckungen zu der Entstehung seiner Evolutionstheorie bei, die von Variation und natürlicher und sexueller Selektion getrieben wird. Die Darwinfinken waren eine seiner Entdeckungen und wurden später nach ihm benannt.

Bei den Finken handelt es sich um 14 Singvogelarten, die nur auf den Galapagos Inseln, und eine Art auf den benachbarten Kokos Inseln, anzutreffen sind. Sie alle sind um die 20 Zentimeter groß, unterscheiden sich aber wesentlich in ihrer Lebens- und Ernährungseise und ihrem Aussehen, besonders hinsichtlich der Form und Größe ihres Schnabels. Darwin erkannte schnell, dass sie alle auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückzuführen sind.

Die Darwinfinken sind, anders als ihr Name vermuten lässt, keine Finken oder verwandt mit ihnen. Ihre nächsten verwandten sind die Tangaren, bunte Singvögel, die in Amerika leben.

Da die Galapagos-Inseln vulkanischen Ursprungs sind, wurden sie erst nach und nach besiedelt. Durch unbekannte Ursachen gerieten einige ursprüngliche Vögel auf die Insel und bildeten eine Gründerpopulation. Doch gab es auf der Insel weder Raubtiere noch andere Vögel als Nahrungskonkurrenten. Es gab also keinen Selektionsdruck und die Tiere vermehrten sich schnell. Doch nach und nach wurden die Finken ihre eigenen Konkurrenten. Manche von ihnen gelangten auf die benachbarten Inseln und durch die geographische Separation bildeten sich neue Arten.

Oft waren auf den unterschiedlichen Inseln auch unterschiedliche Nahrungsquellen vorhanden. Die Darwinfinken passten sich an. Dies ist besonders an der unterschiedlichen Form des Schnabels erkennbar. So haben einige längere Schnäbel, um im Holz nach Insekten zu stochern, andere dicke kurze Schnäbel, um Rinde abzubrechen und die Insekten zu fangen. Manche essen Früchte und Blätter, aber brauchten ihren kräftigen Schnabel auch, um harte Samen zu knacken.

Zu der Zeit, als manche neue Arten wieder auf die ursprüngliche Art auf einer Insel trafen, konnten die Vögel nebeneinander leben. Sie hatten sich bereits weiter entwickelt und manchmal auch eine andere Nahrungsquelle gefunden.

Noch heute sind die Darwinfinken das Sinnbild für die Entstehung der Artenvielfalt. Sie sind einer der besten Beweise für die Evolution.

Vorschau: Nächste Woche geht es um den neuen Trend Food Sharing.

Laufvögel – Mythos und Wirklichkeit

Ein riesiger Meteorit stürzt auf die Erde und führt zu einem Massenaussterben vieler Tiere. Das Zeitalter der Dinosaurier ist vorbei. Doch bevor sich die Säugetiere über den Planeten ausbreiten und ihren Siegeszug beginnen konnten, mussten sie erst mal an den direkten Nachfahren der Dinosaurier vorbei- den Vögeln. Terrorvögel – drei Meter große und 350 Kilogramm schwere flugunfähige Vögel ernährten sich bevorzugt von den noch zu kleinen Säugetieren. Doch vor spätestens 18 000 Jahren starben sie aus.

Pärchenabend: Ein Straußenpaar unterwegs (Foto: © Matzi55 /pixelio.de)

Die Laufvögel stellen heutzutage die größten Vögel der Erde dar. Der Strauß, der Emu und der Nandu sind gute Beispiele hierfür. Doch auch der Kiwi und die Kasuare gehören dazu. Auch wenn der Terrorvogel nicht wirklich zu den Laufvögeln gehörte, sondern zu den Kranichen, so gab es doch viele Gemeinsamkeiten: Aufgrund ihres Gewichtes und der verkümmerten Brustmuskulatur, ebenso wie den Flügeln, können sie nicht fliegen, wie ihre Artgenossen.

Die heutigen Laufvögel sind leicht überschaubar. In Südamerika gibt es die Nandus, in Afrika den Strauß und in Australien den Emu. Diese Tiere haben einige Gemeinsamkeiten, sind jedoch alle nicht direkt miteinander verwandt. Die Entwicklung zum flugunfähigen Vogel hat mehrfach im Laufe der Jahre stattgefunden.

Der afrikanische Strauß bildet seine eigene Familie, in der er der einzige noch lebende Vertreter ist. Jedoch gibt es fünf Unterarten. Das Gerücht, dass er seinen Kopf in den Sand stecken würde, ist falsch und geht darauf zurück, dass er sich bei Gefahr flach auf sein Nest legt und im hohen Gras der Kopf oft nicht zu sehen ist. Von Nandus, Emus und Kasuaren gibt es mehrere Vertreter in ihren Familien.

Ähnlich aber nicht gleich: Der Emu gehört zu einer anderen Tierfamilie, wie der Strauß (Foto: © Joujou /pixelio.de)

Der Kiwi, das Nationalsymbol Neuseelands, ist mit circa 35 Zentimeter Größe der wohl kleinste Vertreter der Laufvögel. Da sie nachtaktiv sind, sind ihre schrillen Pfiffe, die wohl der Revierverteidigung dienen, das Einzige, was die Menschen von den Kiwis mitbekommen. Ihre Einzigartigkeit wäre einen eigenen Artikel wert.

Der Moa ist ein ausgestorbener Laufvogel, der in Neuseeland lebte. Dort hatten die Pflanzenfresser außer dem Haastadler keine natürlichen Feinde. Der Mensch, genauer gesagt polynesische Einwanderer, machten Jagd auf sie. Innerhalb kürzester Zeit wurden sie ausgerottet und man schätzt, dass dies im 14. Jahrhundert passierte. Dem Elefantenvogel auf Madagaskar ereilte vor circa 1000 Jahren ein ähnliches Schicksal.

Auffällig gefärbt: Der Kasuar lebt in Neu-Guinea und einem Teil Australiens (Foto: © Miroslaw / pixelio.de)

Der Donnervogel gehörte abstammungstechnisch, wie der Terrorvogel, nicht zu den Laufvögeln. Doch auch er war ein flugunfähiger großer Vogel, der in Australien und Tasmanien lebte, bevor er vor 11000 Jahren ausstarb.

Solche riesigen Vögel, die noch in der Urzeit die Welt beherrschten wecken eine tiefe Angst aber gleichzeitig eine Begeisterung in uns. Deshalb ist es wohl auch, dass gerade die erst kürzlich verstorbenen Vögel noch von Kryptozoologen und in Mythen lebendig gehalten werden und nach weiteren Exemplaren gesucht wird. Und wer weiß, vielleicht werden sie auch gefunden.

Vorschau: Nächste Woche erfahren wir etwas über Bionik und was der Mensch von der Natur gelernt hat.

 

Die Stunde der Wintervögel 2013

Habt ihr was von der Volkszählung letztes Wochenende mitbekommen? Ja? Nun, wenn nicht, ist das auch nicht weiter verwunderlich. Denn bei der Stunde der Wintervögel handelt es sich um eine Vogel-Volkszählung.

Die Kohlmeise: Wintervogel des Jahres 2011 und wahrscheinlich auch 2013, sie kommt in fast jedem Garten vor (© chocolat01/pixelio.de)

Doch die Organisatoren sind bei der Zählung auf die Hilfe aller angewiesen, um möglichst genaue Daten zu ermitteln. Und so machte auch ich mich am Sonntagmorgen auf in den Garten, um die Vögel dort zu zählen.
Obwohl – oder gerade weil? – ich auf dem Land lebe, war der Garten wie leergefegt. Auch im Futterhäuschen war kein Piepmatz zu sehen, nur jede Menge unangerührtes Futter. Ich gebe zu, ich bin nicht der geduldigste Mensch, also gab ich nach einer Viertelstunde ohne Vogelsichtung auf.

Vorgesehen ist vom Naturschutzbund Deutschland, kurz NABU, dass Vogelfreunde zwischen dem 4. und 6. Januar eine ganze Stunde lang ihren Garten beobachten und dann über Telefon oder Internet die höchste Zahl der gleichzeitig dort anwesenden Vögel jeder Art melden. Das waren in diesem Jahr bisher durchschnittlich 45 pro Garten.
Das Meldeformular ist noch bis Montag, den 14. Januar online, erste Zwischenergebnisse sind bereits jetzt auf der Homepage des NABU veröffentlicht.

Der Haussperling: Wintervogel des Jahres 2012 und wahrscheinlich Zweiter bei der Stunde der Wintervögel 2013 (©Ruth Rudolph/pixelio.de)

Die Naturschützer vermelden einen neuen Beteiligungsrekord bei der dritten Stunde der Wintervögel, die deutschlandweit durchgeführt wurde. Bereits 30.000 Meldungen waren bis Sonntagabend eingegangen.
Dabei ist auch bei den Vögeln ein deutlicher Aufwärtstrend auszumachen: Viele Arten wurden etwas häufiger, manche sogar deutlich häufiger als in den letzten beiden Jahren beobachtet.
Um den Titel Häufigster Wintervogel 2013 kämpfen derzeit noch Kohlmeise und Haussperling, die Gewinner der Vorjahre. Auch Amsel, Blaumeise und Rotkehlchen sind in fast allen Gärten anzutreffen. Der Haussperling ist eigentlich seltener, er besucht nur etwa 60% der Gärten. Wenn er jedoch auftaucht, dann gleich in großen Schwärmen.

Doch wozu überhaupt der ganze Aufwand? Und was soll die Beobachtung über eine Stunde schon bringen?
Um die Vogelwelt in freier Wildbahn zu erforschen, wird durchaus mal ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen. Vogelpopulationen in Städten und Dörfern stoßen jedoch auf deutlich weniger Interesse, sind deswegen aber nicht weniger wichtig. Gerade ihre Entwicklung kann Auskunft darüber geben, wie sich die Populationen verändern und ob zum Beispiel immer mehr Zugvögel durch die globale Erwärmung in Deutschland bleiben.

Eine kleine Momentaufnahme für sich sagt zwar nicht viel aus, aber Zehntausende von Beobachtungen in ganz Deutschland setzen sich zu einem insgesamt sehr genauen Bild der Vogelwelt zusammen. Der NABU setzt sie zu einer interaktiven Vogelkarte zusammen, aus der zum Beispiel auch die Verbreitungsunterschiede innerhalb Deutschlands hervorgehen. Auch hieraus können dann Erkenntnisse über Vogelwanderungen gewonnen werden.

Übrigens: Am langen Wochenende vom 9. bis 12. Mai findet deutschlandweit die „Stunde der Gartenvögel“ statt. Dann gilt es nach dem gleichen Prinzip die hier nistenden Vögel zu zählen. Wenn ihr also neugierig geworden seid, gleich im Kalender notieren!

Vorschau: Wir bleiben in der Vogelwelt: Nächste Woche lest ihr hier etwas über die doch eher bodenständigen Laufvögel.

Kuckuck, Kuckuck, ruft es aus dem Wald

In der modernen Medizin setzen wir Menschen Vaterschaftstests ein, um sogenannte Kuckuckskinder aufzudecken. Die Tierwelt hat sich da weniger fortschrittliche, dafür aber sehr effiziente Methoden angeeignet, um sicherzugehen, dass auch wirklich nur der eigene Nachwuchs durchgefüttert wird.

Schon vor dem Schlüpfen werden beispielsweise die Vogelküken vom australischen Staffelschwanz auf ein Passwort konditioniert. Ein einziger, bestimmter Ton, der später in die Bettelgesänge um Nahrung eingebaut wird. Die Vogelmütter geben das Passwort an alle Artgenossen weiter, die sich um den Nachwuchs kümmern – sie sollen sich nur um die eigenen Nachkommen kümmern. Damit kann wenigstens teilweise garantiert sein, dass nicht auch die Mäuler eines Kuckuckskindes in mühevoller Arbeit gestopft werden. Denn da ein Kuckucksei nicht so lange wie die eigenen Eier in einem Nest gebrütet wird, kann es das Passwort nicht verinnerlichen.

Außerhalb der Tierwelt hat ein Kuckuckskind nichts mit dem Vogel Kuckuck zu tun, sondern beschreibt ein Kind, dass von einem Mann aufgezogen wird, der nicht sein genetischer Vater ist. Aber der Ziehvater ist sich dessen nicht bewusst.

In der Vogelwelt, die weitestgehend monogam ist, tritt durch die zunehmenden Wetterextreme in den letzten Jahren gehäuft ein polygames Verhalten an den Tag. Denn wenn die Weibchen Eier von verschiedenen Männchen legen, brüten und aufziehen, dann wird die genetische Vielfalt größer. Die Chancen, dass so wenigsten ein Kind die Gene in sich trägt, mit den wechselnden Bedingungen besser klarzukommen, ist somit viel höher.

Eine amerikanische Studie hat ergeben, dass Kuckuckskinder bei Vögeln eher männlich sind als weiblich. Die US-Biologen analysierten gemeinsam mit dem Remagener Biostatistiker Professor Markus Neuhäuser über 500 Bruten und damit circa 3.000 Jungvögel. Sie bestimmten das Geschlecht und die Vaterschaft. Grund dafür, dass prozentual mehr Kuckuckskinder männlich statt weiblich sind, könnte wiederum die angestrebte genetische Vielfalt sein, um sich besser an Extremen anzupassen.

Aber auch außerhalb der Vogelnester bedienen sich Tiere Mechanismen, um den eigenen Nachwuchs zu beschützen und somit nur die eigene Genweitergabe zu gewährleisten. Die Männchen der Wespenspinne legen den Weibchen, die sich gerne mit vielen verschiedenen Partnern paaren, eine Art Keuschheitsgürtel an. Denn nach der Kopulation bricht meistens das männliche Genital ab und verschließt das weibliche Geschlechtsorgan wie ein Korken. Die Vaterschaft dürfte damit gesichert sein.

Vorschau: Im neuen Jahr erscheint ein zoologischer Jahresrückblick von 2012.

 

Adler und Falken – Die Könige der Lüfte

Charackterkopf: Der Weißkopfseeadler besitzt ein unverwechselbares Aussehen (Foto: © Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de)

Mit einer Spannweite von über zwei Metern gleitet der majestätische Vogel durch die Lüfte. Mit seinem weißen Haupt ist er der König in den Rocky Mountains. Der Anblick des Weiskopfseeadlers faszinierte schon zu Frühzeiten die Ureinwohner Nordamerikas, sodass sie seine Federn für kulturelle und religiöse Zwecke benutzen. Kein Wunder also, dass das Tier ebenfalls das Wappentier der USA ist.

Gefährlich: Die Klauen dieses Steinadlers sind sehr scharf. (Foto: © Makrodepecher/ pixelio.de)

Doch was ist ein Adler? Biologisch gesehen werden als Adler eine Vielzahl von Greifvögeln bezeichnet, die nicht alle der gleichen Familie oder Gattung angehören. Zwar nannte man eine Gattung der Greifvögel, der elf Arten angehörten, die „echten Adler“, doch neue molekulartechnische Untersuchungen haben ergeben, dass diese Tiere nicht alle so eng miteinander verwandt sind. Diese genetischen Experimente haben den alten Stammbaum dieser Vögel sowieso sehr stark durcheinander gebracht und neu geordnet.

 

Stromlinienförmig: Dieser Falke fliegt besonders schnell durch die Lüfte (Foto: © Lupo / pixelio.de)

Die Habichtartigen stellen die größte Gruppe der Greifvögel dar. Zu ihnen werden Habicht, Sperber, Bussard, Milan und ebenfalls so einige Tiere, die den Namen Adler tragen gezählt. Die Falkenartigen werden neuerdings als enger verwandt zu den Papageien und Sperlingsvögeln angesehen. Der ähnliche Körperbau und die ähnliche Lebensweise sind in der Evolution konvergent entstanden, also unabhängig voneinander, aber durch gleiche Einflüsse in die selbe Richtung.
Typisch für Falken ist ihre in der Silhouette zu sehende Sichelform. Ihre Flügel laufen spitz zu. Bei Adlern, Habichten sieht man die gespreizten Federn am Ende der Flügel. Generell gilt für die weit verbreitenden 67 Arten der Falken, dass tropische Arten eher klein und sind und die größeren Arten in kalten oder gemäßigten Klimaten zu finden sind.

In Deutschland heimisch sind der Turmfalke, der Baumfalke und der Wanderfalke. Der Turmfalke ist aus gutem Grund zum Vogel des Jahres 2007 ernannt worden. Neben dem Mäusebussard ist er der wohl am häufigsten vorkommende Greifvogel Mitteleuropas. Die größeren Weibchen können 36 Zentimeter groß und gerade einmal 300 Gramm schwer werden. Zum Beutefangen nutzt er den sogenannten Rüttelflug. Dies ist ein Standschwebeflug, bei dem er durch einen schnellen Flügelschlag und einen gebeugten Schwanz auf gleicher Höhe in der Luft stehen bleibt. Erst, wenn er ein geeignetes Beutetier erspäht hat, stürzt er sich auf es im Sturzflug hinab und fängt es mit erhabener Präzision.

Hierzulande kann man nur wenige dieser edlen Vögel im Freien betrachten. Vielleicht fasziniert uns genau deshalb ihr Erscheinen immer wieder aus Neue.

Vorschau: Nächste Woche erfahren wir etwas über Kuckuckskinder.

Bei Frost und Schnee brauchen Wildvögel Unterstützung

Mit dem Winteranfang halten nun auch Frost und Schnee Einzug in den heimischen Gärten. Was Kinder freut, bereitet vielen Tieren jedoch eher Probleme. Vor allem für Vögel ist die Nahrungssuche im Winter schwierig. Deswegen ist deren Fütterung weit verbreitet. Doch nur wer richtig füttert, kann den Vögeln damit auch wirklich helfen.

Besonders problematisch sind im Winter die kurzen Tage, die die Zeit für die Nahrungssuche einschränken. Dazu kommt, dass das natürliche Nahrungsangebot für die Vögel durch die moderne Landwirtschaft stetig abnimmt. Felder werden immer gründlicher abgeerntet und immer weniger Flächen natürlich belassen, Gärten sind zu sauber aufgeräumt. In den Städten gibt es auf den wenigen Grünflächen kaum Nahrung für die Wildvögel.

Romantisch: Ein Vogelhäuschen im Garten ist Treffpunkt für viele gefiederte Besucher (Bild: Ruth Rudolph / pixelio.de)

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gibt auf seiner Website praktische Tipps für eine nachhaltige Winterfütterung. Die Tierschützer empfehlen, erst bei Frost und Schnee zu füttern¸ dann aber regelmäßig. Dafür sollten geschlossene Futterspender an einer übersichtlichen Stelle aufgestellt werden. Das Futter dürfe nicht verderben und sollte regelmäßig gereinigt werden. Von Essensresten und Brot als Futter rät der Nabu ab, da die Vögel sie nicht vertragen würden.

Noch sinnvoller als die Vögel zu füttern sei es allerdings, ihre natürliche Lebensgrundlage aufrecht zu erhalten. Dazu gehörten unter anderem die Reduzierung von Pestiziden in der Landwirtschaft, der Schutz landwirtschaftlich ungenutzter Flächen und ein Garten ohne englischen Rasen, dafür mit Wildkräutern und -gräsern. Denn nur dieser biete den Vögeln ausreichend Nahrung, um auch ohne menschliche Hilfe erfolgreich zu überwintern. Zugleich dienen Hecken und Sträucher im Frühjahr als Brutplatz, denn auch die werden in freier Wildbahn immer knapper.

Gegner der Winterfütterung argumentieren häufig, diese würde die natürliche Auslese von kranken und schwachen Tieren verhindern. Außerdem profitierten nur sowieso schon häufige Arten wie Amseln, Meisen und Sperlinge vom Futter im Winter. Von einem Beitrag zum Arterhalt könne man also kaum sprechen.
Hinzu komme, dass die Vögel von den Menschen abhängig würden und nicht mehr in der Lage wären, sich ihr Futter selbst zu suchen. Studien aus Großbritannien widerlegen dieses Argument jedoch. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Vögel im Winter in erster Linie nach ihrer natürlichen Nahrung suchten. Das vom Menschen angebotene Futter nutzten sie nur als Zusatz, wenn sie damit allein ihren Bedarf nicht decken könnten. In solchen „Notzeiten würden Vögel neue Futterstellen schnell entdecken“, erklärt der Pressesprecher des Nabu-Hessen, Berthold Langenhorst, „eine längere Anfütterung zur Gewöhnung an Futterstellen ist nicht notwendig“.

Sauber: loses Streufutter ist schnell verunreinigt, Meisenknödel sind hier geeigneter (Bild: Christa El Kashef / pixelio.de)

Das Geschäft mit Vogelfutter lief vor dem ersten Schnee erst langsam an, wie eine Verkäuferin im Zoofachhandel berichtet. Dort wird ganzjährig Futter angeboten, der große Run folgt oft auf den ersten Schnee.
Anders sieht es in großen Baumärkten aus, die nur im Winter Vogelfutter im Sortiment haben. Schon Ende Oktober stürzten sich die Kunden praktisch auf das neue Futter und legten Vorräte an, um das ganze Jahr über füttern zu können. Diese Entwicklung habe im Laufe der letzten Jahre immer mehr zugenommen, eine Trendwende sei nicht in Sicht.

Vorschau: Nächste Woche begrüßen euch hier Adler und Falken, die Könige der Lüfte.

 

Vögel werden Freunde – eine Tour durch den Vogelpark Walsrode

Vogelgezwitscher erfüllt die Luft – aber das ist wahrlich nichts besonderes an einem schönen Herbsttag. Auffällig sind viel eher die schrillen Pfiffe und heiseren Krächzer, die sich unter die sonst so melodischen Gesänge mischen. Ich höre es ganz genau: Hier sind nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Amsel, Fink und Star am Werk. Nein, hier beteiligen sich hunderte von Vogelarten an einem einzigartigen internationalen Konzert.

Hier wache ich: Dieser ausgebüchste Pelikan lässt nicht jeden Besucher durch (Foto: Gottmann)

Ich stehe am Eingang des weltweit größten Vogelparks in der Lüneburger Heide, dem Vogelpark Walsrode. Über 4.200 Vögel in 675 verschiedenen Arten leben hier auf einer Fläche von mehr als 32 Fußballfeldern. Vom kleinsten Kolibri, kleiner als eine Hand, bis zum größten Kondor mit einer Spannweite von über drei Metern findet sich hier für jeden ein passender Platz.

Meine Tour durch den Park beginnt in einer ruhigen, idyllischenLandschaft. Am Wegrand stehen Informationstafeln, die vor allem Kindern spielerisch den Weg vom Ei zum ausgewachsenen Vogel näher bringen sollen. Reichlich Informationen geben auch die Schilder, die an jeder Voliere angebracht sind. Neben dem, manchmal sehr lustigen, Namen, zum Beispiel dem „Schuhschnabel“, geben sie Auskunft über Verbreitung, Ernährung und Brutverhalten der Vögel.

Langeweile kommt nicht auf, Voliere reiht sich an Voliere und Gehege an Gehege. Ich komme vorbei an Störchen, Pinguinen, Eulen und Käuzen, bis mir ein Pelikan den Weg versperrt. Flink auf den Zaun geklettert schaut er mich neugierig an, während ich einen weiten Bogen um den aus der Nähe unerwartet stattlichen Vogel mache.

Hautnah: Wer die Loris füttern möchte, sollte keine Berührungsängste haben (Foto: Gottmann)

Noch näher komme ich den Parkvögeln in der großen Freiflughalle. Hier versperren weder Gitter noch Zäune die Sicht und ich kann praktisch durch den Lebensraum der Vögel wandern, während ich sie beobachte. Diese lassen sich von dem steten Besucherstrom auch nicht weiter stören, sondern hüpfen und fliegen unablässig umher. Die Federn, die sie dabei ab und zu verlieren gehören zu den begehrtesten Souvenirs, die der Park bieten kann – und das völlig kostenlos.

Dass das sogenannte „Edutainment“ im Park ganz groß geschrieben wird merke ich bei meiner nächsten Station: der Indoorshow. Zweimal am Tag wird hier eine Unterrichtsstunde zum Thema „Evolution des Fliegens“ gehalten. Allerdings ist die alles andere als trocken und langweilig. Kleine Filme und vor allem die Showeinlagen der Papageien und des Seidenhuhns Elvis lockern die anschaulichen und lustigen Ausführungen der Parkranger noch mehr auf.
Nebenan bei der Freiflugshow geht es ähnlich heiter zu: in kurzen Abständen fliegen die unterschiedlichsten Vogelarten herbei, führen kommentiert von den Rangern ihre besonderen Vogeltalente vor: die Harpyie zeigt ihren tödlichen Greifreflex und der Kondor seine Gleittalente. Abschließend zischen sie noch einmal über die Köpfe der Menge und sind dann schon wieder verschwunden, während ich noch am Staunen bin.

Vorsicht Fußgänger: In der Tropenhalle kreuzen Krontauben den Weg der Besucher (Foto: Gottmann)

Um mich davon überhaupt wieder befreien zu können, suche ich erneut die Nähe der Vögel, diesmal in der Tropenhalle. Würde ich die Wände des Gebäudes und den festen Steinpfad nicht sehen, könnte ich schwören, wirklich im Regenwald zu stehen. Die tropischen Pflanzen, umherhüpfenden Vögel und das leise Plätschern eines kleinen Wasserfalls im Hintergrund machen die Atmosphäre perfekt. Ich bin so versunken, dass ich fast über eine Krontaube stolpere. Die größte lebende Taube der Welt blickt mich beinahe vorwurfsvoll an und stolziert weiter ihres Weges.

Ich gehe derweil langsam zum Endspurt über: vorbei an furchterregenden Greifvögeln, denen ich lieber nicht ohne schützende Gitter begegnen möchte zu Tukanen  mit farbenprächtigen Schnäbeln. Von einem Ranger erfahre ich noch, dass diese beinahe federleicht sind und nur der Angeberei dienen, bevor der krönende Schlussmoment gekommen ist. Im „Toowoomba“, einer begehbaren Lori-Voliere, kann ich die kleinen Papageien mit einem Schüsselchen Nektar aus der Hand füttern. Die wissen natürlich Bescheid und sobald ich mich von der Verkäuferin abwende, hält ein ganzer Schwarm schon auf mich zu. Die Liebe ist groß, aber vergänglich. Sobald der Nektar leer ist, bin ich wieder uninteressant und kann mich ungestört, aber auch ein bisschen wehleidig dem Ausgang zuwenden.

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr an dieser Stelle etwas über die innere Uhr des Baumes.

Klug wie eine Eule– der Vogel der Weisheit

Gruselig: Die charackteristischen Züge einer Schleiereule (©Jürgen Hüsmert / pixelio.de)

„HU-HU! HU-HU“, ein unheimlicher Schrei durchdringt die Nacht. Der dunkle Wald weckt eine Urangst. „U-Witt“, hört man einen weiteren Schrei, wie von einem Dämon, der versucht die Seelen der Toten zu holen. Eulengeschrei wurde vielerorts als Unglückszeichen angesehen, die Eulen waren Teufelstiere mit Zauberkräften. Doch das war nicht überall der Fall. Als Sinnbild für Gut und Böse galten sie ebenfalls als Glücksbringer und als Weisheitsvogel war die Eule im antiken Griechenlands Begleiter der Göttin Athene. Der Aberglaube um diese Vögel könnte nicht unterschiedlicher sein.

Eulen haben große nach vorne gerichtete Augen und Augenlider, die sie von oben nach unten über die Augäpfel ziehen. Ihre Gesichtsflächen ähneln Wangen und ihr nach unten gebogener Schnabel gleicht einer Nase. Durch ihre zusätzlich aufrechte Haltung erscheinen sie sehr menschlich. Daher fasziniert uns die Eule sehr.

Überall in der Welt vertreten: Diese Schneeeule findet man in polaren Regionen (©Renate Cislowski / pixelio.de)

Wenn man die Antarktis ausnimmt, leben die Eulen auf jedem Kontinent. Fast alle Arten sind nachtaktiv. Deshalb sind ihre Körper auch auf die nächtliche Jagd ausgelegt. Der Kopf ist groß und rund, der Körper gedrungen. Die nach vorne gerichteten Augen ermöglichen ihnen ein binokulares Sehen. Dadurch können sie ihre Umgebung räumlich erfassen und Abstände und Geschwindigkeiten abschätzen. Zusätzlich können sie ihren Kopf noch um 270° drehen, weshalb ihnen kaum ein Beutetier entkommen kann.

Die kranzförmige Einfassung des vorderen Kopfes durch steife Federn wird als Gesichtsschleier bezeichnet. Dieser leitet, durch die breite Kopfform unterstützt, den Schall zum Ohr. Bewegliche Ohrläppchen ermöglichen die Geräuschortung. Hohe Frequenzen nimmt der Vogel besonders gut wahr. Der Teil des Gehirns, welcher das Gehörzentrum beinhaltet, ist besonders gut ausgeprägt. Dies ist wichtig, da die Jagd bei Nacht besonders über Geräusche vonstattengeht. Durch ihre große Flügelfläche im Gegensatz zu ihrem Körpergewicht fliegen Eulen selbst besonders geräuscharm.

Die Eulenarten, die im Wald leben, jagen typischerweise, indem sie auf einem Ausschauplatz sitzen und auf Beute lauern. Eulen in offeneren Landschaften jagen, indem sie sich, wie ein Adler, auf Pirschflüge begeben und auf ihre Beute hinabstürzen. Kleinsäuger wie Mäuse sind die bevorzugte Beute dieser Fleischfresser. Aber auch Fische, Schlangen, Würmer, Käfer und Frösche stehen auf dem Speiseplan mancher Arten.

Menschliche Züge: Das Gesicht eines Uhus (©Jetti Kuhlemann / pixelio.de)

Eulen werden unterschieden in „Schleiereulen“ und „eigentliche Eulen“. Schleiereulen haben einen charakteristischen herzförmigen Gesichtsschleier und sind mit bis zu 55 Zentimeter Körperlänge kleine Eulen. Die eigentlichen Eulen machen die größere der beiden Familien aus. Deshalb variieren auch das Aussehen und die Größe bei ihnen. Die Größten unter ihnen werden bis zu 70 Zentimeter groß, die Kleinsten zwischen 10 und 20 Zentimeter. Die großen Uhus, die auffällige Federohren besitzen, gehören zu den eigentlichen Eulen. Die Bezeichnung „Kauz“, Mehrzahl Käuze, ist eine Eigenheit der deutschen Sprache und beruht auf einem lautmalerischen Ursprung. Ein Kauz wird, im Gegensatz zur weisen Eule, gemeinhin als verschroben und eigenbrötlerisch, eben kauzig, bezeichnet.

Manchmal wird eine Eule mit Doktorhut und Tartar oder aber auch auf Büchern sitzend dargestellt. Ihr wird viel Intelligenz und Weisheit zugeschrieben. Schulen, Universitäten, Buchhandlungen und Bibliotheken haben oft eine Eule in ihrem Emblem. Diese Bücher zu studieren und zu lernen macht also den Unterschied aus, ob man klug wie eine Eule wird oder eben doch nur ein komischer Kauz.

Vorschau: Nächste Woche könnt ihr etwas über invasive Arten erfahren.