Dein Plan für eine vegane Woche

Wir für euch: 7 vegane Rezepte und Snackideen plus Einkaufsliste im Face2Face-Plan für eine vegane Woche (Foto: T. Gartner)

Wir für euch: 7 vegane Rezepte und Snackideen plus Einkaufsliste im Face2Face-Plan für eine vegane Woche (Foto: T. Gartner)

Einfach und schnell vegan kochen mit Zutaten aus dem Supermarkt – dabei wollen wir dich unterstützen. Ganz egal, ob du vorhast, deine Ernährung dauerhaft umzustellen, oder einfach nur mal „reinschnuppern“ willst – mit unserem Plan für eine vegane Woche inklusive Einkaufsliste und Snackideen gelingt beides völlig stressfrei.

Spare Zeit!

Keine zeitraubende Suche nach guten Rezepten, stundenlanges In-der-Küche-stehen oder das Abklappern von drei verschiedenen Einkaufsläden – mit unserem Plan sparst du vor allem eins: wertvolle Zeit.

Eiweißquellen inklusive

Wo bekomme ich denn meine Proteine her ohne Fleisch und Eier? Keine Sorge – die Rezepte aus dem Plan enthalten Hülsenfrüchte und Sojaprodukte, also natürliche pflanzliche Eiweißquellen.

In den Einkaufswagen: Deine vegane Woche

Unseren Plan für eine vegane Woche plus Einkaufsliste und Snackideen könnt ihr für zehn Euro über diese E-Mail-Adresse bestellen: tatjana.gartner@face2face-magazin.de. Schreibt in den Betreff einfach „Vegane Woche“ und in die E-Mail euren vollständigen Namen plus Anschrift. Eure Daten werden nicht für Werbezwecke genutzt und nach Abwicklung der Bestellung wieder gelöscht.

Eure Vorteile auf einen Blick

  • 7 Hauptgerichte für zwei Personen
  • alle Zutaten gibt´s im Supermarkt
  • unkompliziert und schnell vegan kochen
  • Snackideen für zwischendurch
  • Zeit für die Zubereitung: max. 30min

Viel Spaß bei eurer veganen Woche!

Du liebst Fleisch und kannst dir ein Leben ohne tierische Produkte nicht vorstellen? Dann schau am Sonntag wieder rein! Unser IT-Manager Denis hat den Face2Face-Plan für eine vegane Woche ausprobiert und den Selbstversuch gewagt – von Spanferkel zu Tofu.

Mehr Tipps zum Thema „Ernährungsumstellung auf vegan“ findest du HIER.

Tierrecht in C-Dur – vegane Musik national und international

Taktvoll: Vegane Musik regt zum Nachdenken an (© Fabian Fellmann / pixelio.de)

Mit Thomas D, Jared Leto, Janet Jackson und Bryan Adams ist die Liste der veganen und gleichzeitig hochkarätigen Interpreten – sowohl national als auch international – lang und breit gefächert. Denn immer mehr Musiker, die sich auf diese Weise ernähren, bekennen sich auch durch ihre Musik dazu. Während einige Künstler mit radikalen Bekenntnissen die Fangemeinde spalten, gründen andere wiederum gleich ein ganzes Restaurant.

Vegan essen im Restaurant von Moby

So zum Beispiel der US-amerikanische Sänger und DJ Moby, der 1999 in Deutschland mit seinem Song „Why does my heart feel so bad?“ große Bekanntheit erlangte. Seit der Eröffnung im November 2015 betreibt der Musiker, der sich für Tierrechte engagiert, das vegane Restaurant „Little Pine“ in Los Angeles. Moby hatte nicht nur bei der Einrichtung, sondern auch bei der Menüauswahl ein Wörtchen mitzureden. Die Gerichte haben mediterrane Einflüsse, die verwendeten Lebensmittel sind vegan und stammen ausschließlich aus ökologischem Anbau. Moby wuchs mit Hunden und Katzen auf. Aus Liebe zu seinen Tieren entschied er sich 1985 im Alter von 19 Jahren dafür, Vegetarier zu werden. Aufgrund der miserablen Zustände in vielen kommerziellen Farmen ernährt er sich seit 1987 vegan. Im Rolling Stone Magazine schrieb Moby über seine Beweggründe für die vegane Ernährung: „Simply so that I could eat and live in accordance with my beliefs that animals have their own lives, that they´re entitled to their own lives and that contributing to animal suffering is something that I don´t want to be a part of.“ (zu Deutsch: „Einfach, damit ich in Übereinstimmung mit meiner Überzeugung, dass Tiere ihr eigenes Leben haben, dass sie ein Recht auf ein eigenes Leben haben, essen und leben konnte, und dass der Beitrag zum Leiden von Tieren etwas ist, von dem ich kein Teil sein möchte.“)

Die Avocado-Farm von Jason Mraz

Auch der US-amerikanische Sänger Jason Mraz isst hauptsächlich vegan. Zu seinen bekanntesten Songs zählen „I´m yours“, „I won´t give up“, „Love someone“ und das gemeinsame Duett „Lucky“ mit Sängerin Colbie Caillat. Dass der Musiker inzwischen veganes Essen bevorzugt, hat mit den Rolling Stones zu tun. Als Mraz vor ein paar Jahren Supportact bei ein paar Konzerten der Band war, beeindruckte ihn deren mittlerweile gesunde Lebensweise nachhaltig und veranlasste ihn wenig später dazu, seine eigene Ernährung umzustellen. Seitdem ist er nicht nur Veganer, sondern betreibt auch eine eigene große Avocado-Farm in der Nähe von San Diego, Kalifornien. Wie wichtig ihm die Wertschätzung der Erde und der ökologische und idealerweise eigene Anbau von Lebensmitteln ist, könnt ihr in seinem Song „Back to the earth“ aus seinem Album „Yes!“ (2014) hören: „Cause my home is where my food is grown.“

Veganismus als Konzept der Band Deadlock

Veganismus: Musik- und Lebensstil zugleich (Foto: T. Gartner)

Auch auf nationalen Bühnen treten immer mehr Interpreten in Erscheinung, die Veganismus nicht nur leben, sondern mit in ihre Musik einfließen lassen. So führen alle fünf Köpfe der 1997 gegründeten Melodic-Death-Metal-Band Deadlock nicht nur einen veganen Lebensstil: Auf ihrem 2008 erschienenen Album „Manifesto“ prangern sie in Liedern wie „The Brave / Agony Applause“, „Deathrace“, „Slaughter’s Palace“ und „Seal Slayer“ die Massentierhaltung und das Töten von Tieren an. Das Album „Bizarro World“, das den Musikern 2011 erstmals eine Chart-Platzierung bescherte, erinnert namentlich nicht zufällig an die Comicfigur Bizarro. Vielmehr seien nach dem Bassisten John Gahlert in einem Interview mit dem Magazin Metal Hammer vielerlei Parallelen zwischen der fiktiven Figurenwelt und der Gegenwart erkennbar: „Es geht darum, wie verdreht vieles auf der Welt ist. Die meisten Leute fressen einfach, was ihnen vorgeworfen wird. Würden sie weiterdenken, würde so manches Lügengebilde schnell einstürzen“. Als Motivation sich auch musikalisch mit den Rechten der Tiere auseinanderzusetzen, gab Gahlert in einem Interview mit dem Magazin All About The Rock an, die Fans zum bewussteren Konsum anregen zu wollen.

Offene Provokation durch Samsas Traum

Das deutschsprachige Musikprojekt Samsas Traum, das 1996 von Alexander Kaschte ins Leben gerufen wurde, bekannte sich durch morbide Plakate für die Tierschutzorganisation PETA mit Motiven der Selbstverstümmelung und Überschriften wie „Fleisch ist (Selbst) Mord“ zum veganen Lebensstil. Die plakative Kritik steht dabei konträr zur eigenen musikalischen Entwicklung, in der sich die Band mit lyrischen und anspruchsvollen Texten einer breiten Themenpalette widmet. Bereits der Bandname, der auf Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ referiert, deutet den literarischen Bezug an. Außerhalb der Musik äußert sich der Bandgründer weniger poetisch denn radikal gegen den Konsum tierischer Güter, indem er in einem Interview mit dem Zillo-Magazin Vegetarier mit Fleischessern auf eine Ebene stellt: „Vegetarier sind Mörder. […] Sie befriedigen ihr Gewissen durch den Verzicht auf Fleisch, konsumieren aber weiterhin Produkte […], die ebenfalls auf den Tod der zur Gewinnung ausgenutzten Tiere hinauslaufen“. Auch Fans werden fundamental zu veganer Ernährung aufgerufen – nicht nur, indem Kaschte auf Konzerten Veganismus-Bücher verkauft und kritische Ansprachen auf DVDs und Hörspiele presst. Kontroverse Diskussionen löste er unter anderem durch die Diffamierung von Fleischkonsumenten auch innerhalb der Fangemeinde aus. So finden sich in „Vegan oder tot“ auf dem 2007 veröffentlichten Akustikalbum „Wenn schwarzer Regen“ bewusst provokante und provozierende Worte: „Ich weiß, dass alles andere als dass Ich esse unnormal, widernatürlich und krank ist und mich anekelt. […]  Ich habe kein Mitleid für Menschen, die an einem Herzinfarkt sterben. Ich habe kein Mitleid für Menschen, die übergewichtig sind.“

KAFKAS machen Punkrock für Tier und Mensch

Kafkas gründeten sich 1995 in Fulda und vertreiben bis heute ihre Alben im hauseigenen Label. In ihren Texten setzen sie sich mit Themen wie Tierrecht und -schutz auseinander, engagieren sich aber auch außerhalb der Musik für Tier- und Umwelt-Organisationen. Inspiration für einige der Lieder bietet dabei das Schwein Paula, das als Mitbewohnerin des Sängers Marcus Kafka betitelt wird. In einem Interview mit Veggy-Post gab dieser an, sowohl als Plattform für „weniger massenkompatible Themen“ zu dienen als auch Anstoß zum Nachdenken zu geben. Mit den Songs „Ich tanze nackt in meinem Zimmer“ und „Für immer“ erreichte die Band größere Bekanntheit, erhielt schließlich für „Klatscht in die Hände“ 2010 Platz 1 der MTV-Charts im Bereich Rockzone. Musikalisch erhebt die Band dabei nicht den moralischen Zeigefinger und befasst sich vielmehr mit subtileren Klängen und viel Eigenironie mit den ernsten Themen der Gesellschaft. Während das Lied „Vegetarier können nicht tanzen“ auf der „Superrocker“-EP aus dem Jahre 2004 humorvoll mit stereotypen Vorwürfen Vegetariern gegenüber spielt, die „immer bleich [sind], denn die essen ja kein Fleisch“, tritt die Kritik in „Non-Human-Justice“ auf der 1996 veröffentlichten „Serotonin“-CD schonungslos zutage: „Your steak on the table, you close your eyes. You ignore. The law is still on your side. But I think it´s time now for a change to stop killing defenceless life.“

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit von Sabrina Holitzner und Gülcin Onat.
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Philosophie des Fleisches – haben Tiere Rechte?

Ist es falsch, Fleisch und andere tierische Produkte zu essen? Wieso streicheln wir unsere Katze und essen sie nicht? Moral und Veganismus – wie geht das zusammen? Veganismus-Kritiker Jens und Neu-Veganerin Tatjana diskutieren über Moral, Ernährung und Gewohnheiten.

Jens:

Hallo Tatjana,
der Verzehr von tierischen Produkten ist moralisch indifferent. „Moral“ umfasst den Bereich dessen, was in einer Gesellschaft bezüglich der Individuen als „richtiges“ oder „falsches“

Moral und Veganismus

Finanziert sich seine Doktorarbeit als Zusteller bei der Post: Veganismus-Kritiker Jens (Foto: privat)

Handeln angesehen wird. Am Verzehr von Tieren oder Tierprodukten gibt es nichts, was in moralischer Hinsicht relevant sein könnte, da ich mit meiner Handlung niemandem schade, der ein Subjekt oder Objekt moralischer Pflichten ist. Man kann diese Tatsache leicht überprüfen, indem man sich vergegenwärtigt, dass dies tagtäglich in unserer Gesellschaft vollzogen wird, ohne dass eine Person für diese Handlung zur Rechenschaft gezogen werden müsste.

Tatjana:

Hallo Jens,
Moral kann aber ebenso gut das Empfinden einer einzelnen Person meinen. Ich als Individuum kann das Töten von Tieren und das Essen tierischer Produkte sowie die mit der Massentierhaltung einhergehende Umweltschädigung, die übrigens durchaus auch Menschen als „Subjekte moralischer Pflicht“ betrifft, als „falsch“ empfinden.

Moral und Veganismus

Setzt auf den „Tomateneffekt“ in Sachen Veganismus: Neu-Veganerin Tatjana (Foto: privat)

Du schreibst, dass der Verzehr von Tieren nicht bestraft wird, weil die Gesellschaft ihn als nicht moralisch verwerflich empfindet. Wir befinden uns jedoch alle in stetigem Wandel. Wieso sollte bezüglich des Konsums tierischer Produkte nicht auch irgendwann der sogenannte „Tomateneffekt“ zum Tragen kommen? Tomaten galten Jahrhunderte lang als giftig trotz überwältigender Gegenbeweise. Damals wurden sie gemieden, heute lieben wir sie. Nicht nur in der Geschichte der Medizin gibt es Beispiele dafür, wie wissenschaftliche Erkenntnisse zu Gunsten konventioneller Weisheiten ignoriert werden. Der Philosoph Arthur Schopenhauer beschreibt den Weg der Wahrheit in drei Stufen: Erstens wird sie verspottet. Zweitens wird sie gewaltsam bekämpft. Drittens wird sie als offensichtlich angenommen. Vielleicht ist eine rein pflanzlich basierte Ernährung in ein paar Jahren unsere Wahrheit und entspricht der gesellschaftlichen Moral?

Jens:

Das Regelsystem der oben angesprochenen Normen ist, wie du in deiner Antwort bereits angedeutet hast, nicht absolut, sondern unterliegt einem steten Wandel. Aus diesem Grund würde ich auch den von dir verwendeten Begriff „Wahrheit“ kritisch sehen, da er den Absolutheitsanspruch besitzt, der der Moral fehlt. Es gibt bezüglich vieler moralischer Themen eine gesellschaftliche Debatte, zu der seit einigen Jahren eben auch die Veganismus-Debatte bzw. die Frage, ob Tiere moralische Rechte wie das Recht zu leben besitzen, gehört.

Ich vertrete die Ansicht, dass Tiere keinerlei Rechte haben können, da Begriffe wie „Recht“ oder „Moral“ vom Menschen geschaffene Konstrukte sind, die folglich auch nur das Zusammenleben von Menschen betreffen können. Wo immer es ein bestimmtes Recht gibt, ergibt sich reziprok auch die moralische Pflicht, dieses Recht zu respektieren. Wenn wir Tiere zu Objekten von moralischem Handeln machen würden, ergäbe sich hingegen jedoch die absurde Situation, dass diese dann zwar Rechte, aber keinerlei Pflichten hätten, da Tiere ihr Handeln nicht wie Menschen reflektieren können. Kein Tier wird jemals verstehen, was dieses „Recht“ ist, das wir ihm da zugestehen.

Dieser Widerspruch wird an einem Problem besonders offensichtlich: Tiere essen Tiere. Wenn man das Essen von Tieren durch den Menschen unter Strafe stellen würde, müsste man sich auch die Frage stellen, ob Tiere andere Tiere essen dürfen. Wir Menschen sind zwar Omnivore, also „Allesfresser“, und können somit die Art unserer Ernährung entscheidend verändern. In der Tierwelt gibt es hingegen auch Carnivore, also „Fleischfresser“, deren Verdauungssystem ausschließlich auf den Verzehr von Fleisch ausgelegt ist und die keine oder kaum pflanzliche Nahrung vertragen. Diese Tiere könnten sich niemals selbstständig von ihrer natürlichen Ernährungsweise distanzieren. Wenn wir Tieren jedoch zugestehen, Fleisch zu essen, dies aber Menschen verbieten, verstoßen wir gegen das oberste moralische Prinzip der Gleichbehandlung.

Tiere können somit keine Träger moralischer Rechte oder Pflichten sein. Trotzdem halte ich es für wichtig, dass wir uns mit Themen wie Umwelt- und Tierschutz beschäftigen und die Lebensbedingungen von Tieren in Massentierhaltung verbessern. Ich halte es ebenso wie du für durchaus realistisch, dass sich unsere Gesellschaft in Zukunft immer weiter in Richtung veganer Ernährung entwickelt.

Tatjana:

Du schreibst, dass es absurd wäre Tiere zu Objekten moralischen Handelns zu machen, weil sie ihre neugewonnenen „Rechte“ nicht verstehen und gleichzeitig ihre „Pflichten“ nicht erfüllen könnten, weil sie ihr Handeln nicht wie Menschen reflektieren können. Aber was ist mit Haustieren? Eine Katze ist genauso ein Tier wie ein Kälbchen – aber die Katze hat das „Recht“ rundum versorgt und nicht als Sonntagsbraten serviert zu werden.

Moral_Veganismus

Hat dieses Schweinchen weniger Rechte als eine Katze? (Foto: Jerzy / pixelio.de)

Vielleicht sagst du jetzt, dass Haustiere ihre „Pflicht“ erfüllen, indem sie aufs Katzenklo gehen oder als Hund Stöckchen holen. In einigen asiatischen Ländern werden Katzen und Hunde gegessen. Einen einheitlichen Moralbegriff in Bezug auf „Tiere als moralische Objekte“ gibt es nicht.

Tiere essen Tiere, aber ein Raubtier würde niemals zehn Beutetiere reißen und sie dann liegenlassen. Beim Menschen hingegen sieht das schon anders aus.

Auch wenn das vielleicht den Eindruck macht – ich will gar nicht darauf hinaus, dass der Veganismus der einzig richtige Weg ist. Mit der von mir aus freien Stücken gewählten Ernährungsform fühle ich mich wohl. Daneben zählt für mich auch der gesundheitliche Aspekt. Es gibt inzwischen diverse Studien, die zeigen, welche negativen Auswirkungen tierische Produkte auf unseren Körper haben: Bei der Autopsie von 632 US-Amerikanern und 632 Ugandern, die im selben Alter starben, zeigte sich, dass 136 der US-Amerikaner an einem Herzinfarkt gestorben waren. Bei den Ugandern war genau einer an einem Herzinfarkt gestorben. Die Afrikaner – die China-Studie bescheinigt übrigens dasselbe für das ländliche China – hatten einen außergewöhnlich niedrigen Cholesterinspiegel, weil ihre Ernährung überwiegend aus pflanzlichen Lebensmitteln bestand.

Jens:

Ich gebe zu, dass der Begriff „Objekt“ in Bezug auf Tiere zunächst etwas sonderbar wirken mag; allerdings soll dieses Wort nicht abwertend gemeint sein. Vielmehr ist damit der Kreis an Lebewesen gemeint, auf die unser moralisches Denken gerichtet ist. Man könnte auch sagen: Moralische Objekte sind die Empfänger von Rechten, moralische Subjekte hingegen sind die Träger von Pflichten, womit auch deutlich wird, dass wir Menschen im Normalfall beides sind, Tiere hingegen – wenn überhaupt – nur ersteres sein könnten. Wir essen unsere Katzen und andere Haustiere nicht, weil wir eine Beziehung zu ihnen aufbauen und sie liebgewinnen. Das hat aber nichts mit dem moralischen Status dieser Tiere an sich zu tun.

Bezüglich des gesundheitlichen Aspekts hast du natürlich zu großen Teilen Recht – gerade in den westlichen Industrienationen ist der unreflektierte Fleischkonsum zu einem großen Problem geworden, wodurch natürlich auch die Massentierhaltung weiter forciert wird. Die Tatsache, dass wir Menschen als Allesfresser Fleisch verdauen können, bedeutet nicht, dass wir uns ausschließlich von Fleisch oder tierischen Produkten ernähren sollten. Das Ziel sollte hier eine ausgewogene Ernährung sein, die zu einem großen Teil auf pflanzlichen Produkten basieren, aber eben auch gelegentlich Fleisch, Fisch oder andere tierische Produkte umfassen sollte.

In den Ernährungswissenschaften existiert die einhellige Meinung, dass eine rein vegane Ernährung nur kerngesunden Menschen empfohlen werden kann und für viele Gruppen wie Kinder, Schwangere oder kranke Menschen eine Risiko- bzw. Mangelernährung darstellt. So sprachen sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und die Bundesregierung deutlich gegen eine vegane Ernährung aus. Demnach könne langfristig gesehen eine vegane Ernährung nicht empfohlen werden, da sie zu Muskelabbau, Leistungseinbußen und Mangelerscheinungen führe. Durch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel und medizinische Aufklärung kann man diese Probleme sicherlich überwinden, auch wenn vegane Ernährung keine „natürliche“ Ernährung für uns Menschen darstellen wird.

Tatjana:

Ich stimme dir völlig zu, wenn du schreibst, dass vegane Ernährung nicht für jeden geeignet ist. Pauschal zu sagen, dass sie für Schwangere und Kranke nicht gut ist, kann jedoch so nicht stehen bleiben. Der Verzehr von gegrilltem Fleisch im ersten Schwangerschaftsdrittel steht laut Wissenschaftlern in Zusammenhang mit einem geringeren Geburtsgewicht, ebenso wie das bloße Einatmen der Grilldämpfe. Letzteres bringen die Wissenschaftler zudem mit einer kleineren Kopfgröße des Säuglings in Verbindung. Atmet eine Schwangere Grilldämpfe ein, kann das negative Auswirkungen auf die zukünftige kognitive Entwicklung des Kindes haben. Die Folge kann bspw. ein geringerer IQ sein.

vegan grillen

Lecker und gesundheitsschädlich? Grillen (Foto: 110stefan / pixelio.de)

Bei einem wissenschaftlichen Versuch in Schweden wurden hingegen 35 Asthmapatienten auf eine pflanzenbasierte Diät gesetzt. Von den 24 Patienten, die bei der veganen Ernährung blieben, ging es 70% nach vier Monaten, 90% nach einem Jahr besser. Gut, das ist nicht repräsentativ, aber ich möchte Dr. Michael Greger zitieren, der alle hier genannten Experimente in seinem Buch „How not to die“ aufgeführt hat: „Schaut man sich die gesundheitlichen Vorteile im Vergleich zu den Risiken an, ist eine pflanzenbasierte Ernährung den Versuch auf jeden Fall Wert.“

Tatsache ist, dass alle Vitamine und Nährstoffe bis auf B12 in Pflanzen enthalten sind. Auch die von dir erwähnte Deutsche Gesellschaft für Ernährung legt Menschen, die sich entgegen ihrer Empfehlung vegan ernähren wollen, nur ein Vitamin-B12-Präparat ans Herz – keine weiteren Nahrungsergänzungsmittel.

Trotzdem reagieren wir natürlich alle anders. Ich esse seit wenigen Monaten überwiegend vegan. Davor habe ich über zehn Jahren kein Fleisch aber Fisch gegessen, war per definitionem also Pescetarier. Und das komplett ohne Mangelerscheinungen, worauf ich mich regelmäßig untersuchen lasse. Ich kenne jedoch einen ähnlichen Fall, bei dem der Verzicht auf Fleisch zu einem starken Eisenmangel geführt hat, der selbst durch Nahrungsergänzungsmittel nicht kuriert werden konnte. In so einem Fall geht die Gesundheit natürlich vor.

Zudem kann vegane Ernährung ein Ansatz gegen die Umweltzerstörung sein. Knapp die Hälfte der Treibhausgase kommt aus der Massentierhaltung. Für Sojabohnen, die zu etwa 80% als Futter in die Massentierhaltung gehen, wird hektarweise Regenwald abgeholzt und das proteinhaltige Futter dann noch kilometerweit zu uns geschifft oder geflogen.

Jens:

Fakt ist, dass man sich mit einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung, in jedem Fall auf der sicheren Seite befindet. Sucht man im Internet nach den Auswirkungen veganer Ernährung, findet man unzählige sich widersprechende Aussagen. Für viele Gruppen wie Sportler oder Menschen mit einem hohen Stoffwechsel ist vegane Ernährung überwiegend kritisch zu sehen, wie zahlreiche durch Ärzte begleitete Selbstversuche (u.a. DIESER in der „Welt“ erschienene) belegen.

Auch, wenn wir zweifelsfrei feststellen würden, dass wir Menschen uns nicht gesund auf vegane Art ernähren könnten, könnte es trotzdem die moralische Forderung geben, dass wir Tiere nicht töten dürften, um sie anschließend zu essen. Auch der umgekehrte Fall wäre denkbar. Aber es ist doch viel interessanter, der Frage nachzugehen, ob hinter veganer Ernährung denn mehr steckt als nur ein subjektiver Lifestyle – ob Veganismus gar „richtig“ oder „falsch“ sein kann. Und richtig oder falsch kann etwas eben nur im faktischen, was hier auszuschließen ist, oder moralischen Sinne sein. Ethik ist ja geradezu definiert als die Suche nach dem Richtigen oder Falschen (vgl. hierzu u.a. das Standardwerk John Leslie Mackies).

Wenn Veganismus ein ethisches Grundprinzip wäre, an das sich jeder halten müsste, müsste es auch zwangsläufig für Tiere, die andere Tiere töten und essen, gelten. Denn obwohl du es nicht wahrhaben willst, töten Raubtiere nicht nur, um zu essen, sondern auch einfach so zum Spaß. Tiere töten ihre eigenen Jungen, um sich nicht mehr um sie kümmern zu müssen, sie töten ihre männlichen Artgenossen, um sich so eines Nebenbuhlers um ein Weibchen zu entledigen. Unsere geliebten Katzen spielen mit gefangenen Mäusen und quälen sie, anstatt sie schnell zu töten. Entgegen der allgemeinen romantischen Stimmung in Bezug auf das Tierreich muss man also festhalten: Tiere töten. (Vgl. hierzu den im „Spiegel“ erschienene Artikel „Killer mit Kulleraugen“)

Ich möchte gerne mit einem letzten hypothetischen Beispiel abschließen, um zu verdeutlichen, dass es nichts gibt, was am Fleischkonsum an sich moralisch relevant sein kann: Ich entschließe mich – rein hypothetisch gesprochen – einen Spaziergang zu machen und bemerke auf dem Waldweg einen toten Hasen. Es sind keine äußeren Zeichen von Gewalteinwirkung erkennbar und es hat noch kein Verwesungsprozess begonnen. Ich entschließe mich, den toten Hasen mitzunehmen und zu Hause zu verzehren. Die Gretchen-Frage: Was ist an meiner Handlung verwerflich?

Tatjana:

Tiere töten, da widerspreche ich nicht. Wir Menschen dagegen sind „Allesfresser“ und besitzen die Intelligenz abzuwägen, was wir essen wollen und was nicht. Übrigens auch noch ein kleiner Unterschied zwischen Mensch und Tier: Tiere verzehren ihr Beutetier. Menschen hingegen kaufen ihr Fleisch gerne abgepackt und wollen möglichst nicht mit der Tatsache konfrontiert werden, dass das Stück Fleisch auf ihrem Teller vor ein paar Stunden noch gelebt hat. Wieso sollten sie sonst so gereizt reagieren, wenn man sie darauf anspricht?

Gibt es wirklich keine Argumente dafür, dass Veganismus „richtig“ ist? Ich als Mensch möchte keinem Lebewesen Leid zufügen oder darüber entscheiden, ob es getötet wird. Hier kommt Arthur Schopenhauers Mitleidsethik ins Spiel: Moralisches Handeln lässt sich dann als solches verstehen, wenn wir ein empirisches Motiv finden – Motive wie altruistische Gefühle oder Mitleid beispielsweise. Die Anwendbarkeit des Mitleids auf alle Wesen ergibt einen gleichen moralischen Status für Mensch und Tier. Inwiefern wir aus diesem Mitleid unsere Konsequenzen ziehen, bleibt uns selbst überlassen. So beispielsweise auf deine hypothetische Geschichte mit dem Hasen bezogen: Tatsächlich ist es so, dass ich Tiere nicht mehr als Nahrungsquelle wahrnehme. Ich hätte ihn also begraben.

Vegane Ernährung kann gesund sein und sogar heilen – und für mich ist sie „richtig“. Trotzdem bleibt es jedem selbst überlassen, was er isst, solange er mit den Konsequenzen – gesundheitlicher oder ethischer Art – leben kann.

Jens:

Da kann ich dir nur zustimmen. Ich denke jedoch, dass du dir über die Tatsache bewusst bist, dass du als Veganerin mit dieser Aussage gleichzeitig eine Form von Toleranz gegenüber „Fleischessern“ zeigst, die viele andere Veganer gerade nicht teilen würden. Gerade weil wir „Allesfresser“ sind, ist die Entscheidung, sich ausschließlich von pflanzlicher Nahrung zu ernähren, eine individuelle, die man kritisch sehen und die niemandem vorgeschrieben werden kann.

Es ist interessant und lobenswert zugleich, dass du Schopenhauers Mitleidsethik heranziehst, um moralische Rechte für Tiere zu begründen. Diese Form der Ethik wurde in der Vergangenheit vielfach kritisiert, unter anderem besonders vehement von Friedrich Nietzsche, und besitzt in meinen Augen ein zentrales Problem: Es ist ein rein emotionaler Ansatz und aus diesem Grund nicht generalisierbar. Nicht jeder Mensch empfindet Mitleid in dem gleichen Maße und mit den gleichen Lebewesen. Es gibt durchaus ethische Gründe, um sich vegan zu ernähren, aber diese sind individuell und nicht generalisierbar.

Generell sollten Tier- und Umweltschutz in unserer Gesellschaft und in der Politik einen höheren Stellenwert einnehmen als dies momentan der Fall ist. Ich denke aber unser Gespräch konnte auch zeigen, dass es sehr schwierig ist, moralische Rechte für Tiere zu begründen oder den Verzehr von Fleisch an sich in Frage zu stellen. Ohne diese Grundlage bleibt Veganismus ein – für den einen mehr, für den anderen weniger – erstrebenswertes Ideal, das jedoch keine moralische Vorgabe sein kann.

Jetzt seid ihr dran, liebe Leser! Wer konnte euch überzeugen und warum? Schreibt es in die Kommentare oder auf unsere Facebook-Seite!

Ihr seid jetzt neugierig auf veganes Essen geworden? Dann kocht gemeinsam mit Tatjana einen Marokkanischen Kichererbseneintopf – am Montag, 12. Juni, um 18 Uhr. Folgt ihr einfach auf Instagram (tatjana_face2face) und kocht parallel zu ihrem Livevideo dort mit. Hier geht´s zur Einkaufsliste.

Gefangen in der Schublade – Warum ich keine Veganerin bin

Kaffee mit Hafermilch: Macht ihn das vegan? (Foto: Obermann)

Die Hafermilch verleiht meinem Kaffee eine nussige Note. Das liebe ich. Ich trinke meinen Kaffee nur noch so. Es war aus einer Laune heraus, dass ich mir gedacht habe, die Alternativen auszuprobieren kann nicht verkehrt sein. Wirklich. Es stand nicht die Rettung der Welt im Mittelpunkt oder ein rebellierender Magen. Ich hatte einfach Lust, etwas anderes als Kuhmilch auszuprobieren. Bevor ich mein erstes Kind bekommen habe, habe ich mich jahrelang vegetarisch ernährt, aber Fisch gegessen. Heute wird das Pescetarier genannt. Den Begriff gab es damals noch nicht. Noch eine Schublade zum Reinschieben. Alles wird schön säuberlich voneinander getrennt. Kein Fisch, kein Fleisch, kein Käse.

Kommt Zeit, kommt Rat

Seit ein paar Monaten esse ich wieder kein Fleisch. Die christliche Fastenzeit stand bevor und ich hatte es satt, Fleisch wegzuschmeißen. Fleisch, dass meine Familie nicht gegessen hat. Oder dabei zuzuschauen, wie das Gemüse liegen gelassen wird, das Fleisch regelrechte gefr… Ja, ich hatte es einfach satt. „Das ist kein Fasten“, wurde mir gesagt, „das fällt dir ja nicht schwer.“ Nein, es fiel mir nicht schwer. Weil mir sehr schnell jede Lust auf Fleisch verging, als ich es nicht mehr einfach nur gegessen habe, weil es eben „normal“ war. Ich blieb dabei und hatte auf einmal eben auch keine Lust mehr auf Kuhmilch. Also schütte ich die nussige Hafermilch in den Kaffee.

Aha, Veganer

Ess-Schublade? Oft essen wir Fleisch, nur weil es „normal“ ist (Foto: piepie / pixabay.de)

Nein, ich bin keine Veganerin. Ich bezeichne mich selbst auch nicht als Vegetarierin. Wenn ich gefragt werde, sage ich: „Ich ernähre mich gerade vegetarisch.“ In meiner Umgebung ist das schon ein Grund mich für annährend geisteskrank zu halten. Der Blick meines Vaters, als er gehört hat, dass ich kein Fleisch mehr essen wollte, war unbezahlbar. Ich esse kein Fleisch, weil ich gerade keine Lust darauf habe. Und ich gebe Hafermilch in meinen Kaffee, weil er mir so besser schmeckt. Aber ich lasse mich nicht mehr in Schubladen stecken. Essen sollte Ernährung sein und Genuss. Also Nährstoffe liefern, die ich brauche und mir schmecken. Ein Luxusproblem, wenn ich bedenke, wie wenig andere haben. Und Fleisch steht dort ganz sicher nicht auf der Speisekarte.

Kein Fleisch ist nicht wenig

Wir verknüpfen gerne Fleisch mit Konsum, Geld, Macht, Erfolg. Warum? Weil Fleisch teuer ist. „Die Armen“ können es sich nicht leisten. Darum verbinden wir auch eine Ernährung ohne tierische Produkte mit einer Mangelernährung (denn arm = Mangel = krank). Das ist genauso ein Blödsinn, wie als Veganer alle Fleischesser zu verdammen. Ich möchte hier eines ganz klar sagen: Die Menschen sind ein bunter Haufen Verrückter, die alle glauben, nur sie wären normal und alle anderen müssten sich dem angleichen. Das ist absoluter Mist. Wir sind alle anders und jemanden zu zwingen irgendwas zu essen oder nicht zu essen ist einfach falsch. Genauso falsch finde ich es auch, mir selbst ein mentales Korsett anzuziehen und mich in eine Ernährungsschublade zu quetschen.

In der Schublade ist es eng

Vegan? Ich esse lieber nach Lust, statt nach Schublade (Foto: Obermann)

Schubladen sind vor allem für die Menschen um uns herum gut. Ah, das ist eine Veganerin, die isst den Kuchen mit Eiern nicht. Aha, der ist Lacto-Vegetarier, sie aber isst sogar Fisch. Und der da hinten stopft alles in sich rein. So was aber auch. Ich möchte mich nicht beim Einkaufen hinstellen uns überlegen, was ich essend „darf“. Viel lieber überlege ich, was ich essen „will“. Worauf ich Lust habe. Ich lasse die Schubladen in der Kommode und richte ich nach meinem Körper, meinem Empfinden, meinem Appetit. Wer mal länger kein Fleisch gegessen hat, wird mir vielleicht Recht geben, dass es eigentlich nicht sonderlich gut schmeckt. Das Gewürz macht den Geschmack. Und für das brauche ich kein totes Tier. Und wer selten Milch trinkt, schmeckt das cremige Fett einer Kuhmilch auch aus dem Kaffee heraus. Andere aber eben nicht. Wir sind alle verschieden. Die Schublade funktionieren da einfach nicht. Esst was ihr wollt und wenn euch eine Kategorie hilft, ist das ok. Aber nehmt auch die Essgewohnheiten der anderen nicht immer so kategorisch. Wir essen. Vielleicht können wir uns darauf einigen.

Ankündigung: Das neue Face2Face Magazin kommt

Diesen Beitrag zu beginnen, ist gar nicht so leicht. Er bedeutet ein Ende und einen Anfang. Als Tatjana mir vor Jahren im Café EO der Universität Mannheim die Idee eines gemeinsamen Online-Magazins vorgestellt hat, hätte ich nicht gedacht, dass wir so weit kommen. Wir haben andere zum Schreiben gewonnen, sind versierter geworden, haben uns ausgetestet und unser Konzept immer weiterentwickelt. Es gab immer kleine Probleme, die jeder kennt mit einem eigenen Magazin oder Blog im Internet: Reichweite, Finanzierung, Ausfälle. Bis heute schreiben wir auf Face2Face ehrenamtlich. Damit wir unabhängig bleiben können, niemandem nach dem Mund schreiben müssen und unser eigener Stil nicht verloren geht.

Was endet?
face2face-logo

Face2Face: Wir haben euch nicht vergessen. (Grafik: Face2Face)

Mit diesem Artikel geht viele zu Ende, aber dieser Punkt wird weiterbestehen: Wir bleiben unabhängig, eigenständig, frisch. Allerdings haben uns die letzten Wochen gezeigt, dass es so nicht weitergehen kann, wie bisher. Wir haben uns verändert, ihr habt euch verändert. Das Internet ist schnelllebig. Die Themen, die euch interessieren, Formate, die euch ansprechen, generell die Art, wie Bloggen und das Führen eines Online-Magazins heute funktionieren. Darum ist es hier momentan so still. Veränderungen beginnen in der Tiefe, im Geheimen. Face2Face wird sich verändern. Natürlich bleiben euch auch unsere alten Beiträge erhalten. Ihr findet sie im Archiv und bei den jeweiligen Autoren.

Was ist neu?

Fast abgeschlossen: Unsere Umbauarbeiten am Konzept (Foto: geralt / pixabay.de)

Wir haben uns verkleinert, aber gefestigt. Schon im Juni sind wir wieder für euch da. Mit neuem Design, neuer Aufstellung, neuen Ideen. Unsere alten Kategorien verschwinden. Auch unser Format wird sich verändern. Weil es thematisch naheliegt und besser zu uns passt, werden wir ab Juni als Lifestyle-Magazin auftreten. Jeden Monat behandeln wir in vier Beiträgen ein gemeinsames Thema. Ab jetzt gibt es also wöchentlich einen tollen Artikel, auf den ihr euch freuen könnt. Und damit ihr wisst, was ihr bei uns findet, haben wir uns neue Kategorien überlegt. Mal wird es kritisch, mal starten wir den Selbstversuch, haben Interviews für euch und mehr. Im Juni legen wir mit dem Thema „Vegan“ neu los. Freut euch unter anderem auf den Selbstversuch eines leidenschaftlichen Fleischessers und veganes Bullshit Bingo.

Wozu?

Wir bleiben wir: unabhängig, vielfältig, einzigartig. (Foto: Freepht / pixabay.de)

Face2Face sollte von Anfang an ein Format sein, das für euch schreibt und anders ist, als andere Magazine. Nicht nur unabhängig, sondern auch in der Lage, Themen aufzugreifen, die andere übersehen oder meiden. Das neue Konzept erlaubt es uns, intensiver zu arbeiten, verschiedene Richtungen aufzuzeigen und wirklich ‚mehr‘ zu sein. Für uns bedeutet das, dass wir enger zusammenarbeiten, durchdachter, intensiver. Für euch heißt es, dass ihr mehr bekommt. Mehrere Sichtweisen, mehrere Ansätze, mehr Artikel zu einem Thema. Wir freuen uns über Rückmeldungen, über Verbesserungsvorschläge und Themenideen, zu denen ihr gerne mehr lesen würdet. Wir schreiben noch immer für euch. Face2Face.

Let´s go vegan – packen wir´s an!

Bewusster essen, ein „reines“ Gewissen haben, einfach nur mit dem Trend gehen wollen oder aber die Tatsache, dass über die Hälfte der Treibhausgase aus der Massentierhaltung – nicht nur zur Fleisch- sondern auch zur Milchproduktion – resultieren – es gibt viele Argumente für eine vegane Ernährung.

Aber natürlich gibt es auch Zweifel und Unbehagen, wenn es um die rein pflanzliche Ernährung geht. Wer mit dem Gedanken spielt, in Zukunft vegan zu essen, findet hier praktische Tipps, wie die Ernährungsumstellung gelingt.

Stichwort: Reinschnuppern

Ihr habt davon in einer Zeitschrift gelesen, im Internet ein wenig recherchiert oder euch einfach nur mit einem Freund über das Thema unterhalten. Und schon ist der Gedanke da: Vegane Ernährung – ist das vielleicht auch was für mich? Was wäre da naheliegender als es einfach auszuprobieren? Legt doch mal einen veganen Tag oder eine vegane Woche ein. So bekommt ihr am besten raus, ob eine rein pflanzliche Ernährung etwas für euch ist.

Ja, ich will! Aber wie geht´s jetzt weiter?

Vegan kochen ist keine Zauberei: Marokkanischer Kichererbseneintopf (Foto: T. Gartner)

Vegan kochen ist keine Zauberei: Marokkanischer Kichererbseneintopf (Foto: T. Gartner)

Von heute auf morgen kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier, keine Milchprodukte mehr und das obwohl der Kühlschrank voll von würzigem Käse ist und die angebrochene Tafel der heißgeliebten Vollmilch-Schokolade vom Couchtisch aus mit euch liebäugelt?In diversen Publikationen zum Thema Ernährungsumstellung wird dazu geraten Kühlschrank und Regale konsequent auszumisten. Alles, was nicht zur neuen Ernährungsweise passt, landet im Mülleimer. Aber entspricht das wirklich dem, was ihr mit der veganen Ernährung erreichen wollt? Sich umweltbewusst zu ernähren kann ein Argument für den Veganismus sein. Essbare Lebensmittel wegzuwerfen passt da leider so gar nicht rein oder was meint ihr?

Verschenken statt Tonne

Wenn ihr bestimmte Produkte auf keinen Fall mehr essen wollt, schenkt sie doch einfach weiter, zum Beispiel an Freunde. Über die Plattform foodsharing.de könnt ihr eure Lebensmittel außerdem Menschen aus der Umgebung anbieten – so schaffte es die Foodsharing-Initiative bereits über 8 Millionen Kilogramm essbare Lebensmittel vor der Tonne zu retten.

Obst und Gemüse

Vegane Leckerei: Jackfrucht im Pulled Pork-Style (Foto: T. Gartner)

Vegane Leckerei: Jackfrucht im Pulled Pork-Style (Foto: T. Gartner)

Vegan essen bedeutet, sich rein pflanzlich zu ernähren – ein Großteil des Einkaufs besteht also aus Obst und Gemüse. Qualitativ hochwertig und saisonal bekommt man das am besten in Hofläden oder auf dem Markt. Googelt einfach mal eure Heimatstadt mit dem Zusatz „Hofladen“ und ihr werdet mit hoher Wahrscheinlichkeit fündig. Der Vorteil hier: Ihr könnt euch die Mengen selbst zusammenstellen. Im Supermarkt sind die Portionen – gerade für kleine Haushalte – oft zu groß: Zitronen gibt´s im Netz, Paprika in Dreier-Packs usw. Im Hofladen nehmt ihr von jeder Sorte einfach so viel ihr braucht – das wird dann gewogen und abgerechnet. Noch umweltschonender wird´s mit Jutebeutel statt Plastiktüte. Wer keine Möglichkeit hat auf den Markt oder zum Hofladen zu gehen, hat oft Obst- und Gemüsereste, die schnell verderben und dann leider weggeworfen werden müssen. Wie wär´s stattdessen mal mit einem Rohkost-Snack auf der Arbeit? Obst wie Apfel, Birne, Trauben und Beeren eignet sich ebenso gut wie Gemüse. Kohlrabi, Karotte, aber auch der „Stamm“ vom Brokkoli sind der perfekte Snack, wenn es mal herzhaft sein darf. Jede Obstsorte und auch einige Gemüsesorten, zum Beispiel Karotte und Spinat, machen sich außerdem gut in Smoothies. Und dann gibt´s da ja noch die Buddha Bowl. Sieht nicht nur schön aus, sondern schmeckt auch noch und ist gesund. Gemüsereste einfach schnippeln, anbraten oder roh verwenden und eine kohlenhydratreiche Zutat, zum Beispiel Couscous, dazu nehmen. Den braucht ihr nur mit heißem Wasser übergießen, zwei Minuten ziehen lassen – fertig.

Nicht 100% vegan?

Übrigens spricht auch nichts dagegen, einige tierische Produkte erst einmal noch aufzubrauchen oder gar Ausnahmen für das Lieblingsgericht zu machen. Ihr entscheidet schließlich selbst, zu wie viel Prozent ihr euch vegan ernährt. Essen soll Spaß machen und nicht zur reinen Pflichtübung werden. Ihr fühlt euch wohl, wenn ihr statt zur veganen Alternative auch mal zur Vollmilchschokolade greift – was soll´s! Es ist euer Leben und ihr selbst zieht die Grenze.

In den Einkaufswagen: Deine vegane Woche

Ihr wollt einmal austesten, wie es ist sich vegan zu ernähren oder braucht ein bisschen Starthilfe bei der Ernährungsumstellung? Einen Essensplan plus Einkaufsliste könnt ihr für zehn Euro über diese E-Mail-Adresse bestellen: tatjana.gartner@face2face-magazin.de

  • 7 Hauptgerichte für zwei Personen
  • alle Zutaten gibt´s im Supermarkt
  • unkompliziert und schnell vegan kochen
  • Snackideen für zwischendurch
  • Zeit für die Zubereitung: max. 30min

Schreibt in den Betreff einfach „Vegane Woche“ und in die E-Mail euren vollständigen Namen plus Anschrift. Eure Daten werden nicht für Werbezwecke genutzt und nach Abwicklung der Bestellung wieder gelöscht. Viel Spaß bei eurer veganen Woche!

Vorschau: In zwei Wochen, am Sonntag, 23. April, geht es hier vegetarisch weiter – mit einem schnellen Rezept für Spinatnudeln.

 

Fleischlos glücklich? – Die Debatte um den Veggie-Tag

Große Aufregung herrschte in der letzten Woche in den Medien – über die Forderung der Partei Bündnis/90 die Grünen, einmal wöchtenlich in öffentlichen Kantinen einen sogenannten „Veggie-Tag” einzuführen, einen Tag an dem nur fleischlose Gerichte angeboten werden sollen. „Die Grünen wollen uns das Fleisch verbieten” lautete die Schlagzeile der Bild-Zeitung und auch der bayrische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer unterstellte den Grünen die Bevormundung der Bevölkerung. Es scheint nur wenig Bereitschaft in anderen Parteien zu geben, über den Vorschlag der Grünen eine ernsthafte Diskussion zu führen – dennoch hat sich in den letzten Tagen eine mediale Debatte über den sogenannten „Veggie-Tag” entwickelt. Aber was steckt nun eigentlich genau dahinter?

Vegane Lebensmittel

Vegane Lebensmittel – Alternative zu Fleisch? (Bild: Johannes Glaser

Angestoßen wurde die Debatte durch einen Satz im Programm zur Bundestagswahl 2013 der Grünen. Dort heißt es, dass öffentliche Kantinen eine Vorreiterrolle in der Reduzierung des deutschen Fleischkonsums einnehmen sollten und ein Veggie-Tag sowie die Einführung veganer und vegetarischer Gerichte zum Standard werden sollten. Laut Wahlprogramm handelt es sich demnach keinenfalls um die Planung einer Vorschrift oder eines Gesetzes, es geht lediglich um die Idee durch einen fleischlosen Tag ein größeres Bewusstsein für eine fleischlose Ernährung und die Konsequenzen hohen Fleischverbrauchs zu schaffen.

Laut dem Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie e.V. essen die Deutschen durchnschnittich 61 Kilogramm Fleisch pro Kopf pro Jahr. Gleichzeitig beansprucht Deutschland eine Vorreiterrolle in der Weltpolitik für sich, wenn es um Umweltschutz und andere moralische Standards geht. Die negativen Konsequenzen des Fleischkonsums werden in der deutschen Öffentlichkeit gerne vergessen. Nach einer Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ist die Tierhaltung für rund 18 Prozent der Treibhausgasemissionen, die von Menschen verursacht werden, verantwortlich. Zudem ist ein enorm hoher Wasserverbrauch notwendig, um Tiere zu halten. Dies hat negative Auswirkungen auf den Klimawandel sowie auf den Zugang zu Trinkwasser in wohlstandsarmen Ländern. Laut Greenpeace geschieht circa 80 Prozent der Rodung des Regenwaldes aufgrund von Tierhaltung. Wir sind gewöhnt an den permanenten Zugang zu billigem Fleisch, wodurch ein angemessener Tierschutzstandard nicht gehalten werden kann und durch Massentierhaltung ersetzt wird. All dies sind Fakten, die nicht im Bewusstsein der meisten Deutschen sind, wenn sie im Tiefkühlregal zu Fleischprodukten greifen oder eben beim täglichen Kantinengang Currywurst mit Pommes bestellen.

Würde durch die Einführung eines fleischfreien Tages denn nun wirklich die Freiheit der Menschen eingeschränkt? Gibt es denn eigentlich überhaupt ein Recht auf Fleisch? Wenn ja, woher leitet es sich ab? Ist es ein Gewohnheitsrecht?

Vielleicht könnte man bei einem fleischlosen Tag ja sogar von einem Zuwachs von Freiheit sprechen. Schließlich würde man (bei vernünftiger Umsetzung der Idee) eine größere Vielfalt an Gerichten zur Auswahl gestellt bekommen und könnte so seine Essgewohnheiten mit neuen Ideen auffrischen. Denn die deutsche Standard-Essenskombination Fleisch plus Sättigungsbeilage kann auf Dauer auch ziemlich langweilig werden!

Die Debatte um den Veggie- Tag hat trotz negativer Reaktionen der Politk vielleicht einen privaten Denkprozess bei einigen Menschen anregen können. Darauf zielt die Idee der Grünen letzlich ja auch ab. Beim Veggie-Tag geht es nicht um ein Fleischverbot, sondern um einen bewussteren Umgang mit Fleischgenuss. Man kann Fleisch lieben, und trotzdem darauf verzichten – zumindest manchmal!

 

Vegan in Mannheim Teil II: „Kombüse“

Ein Ort zum Wohlfühlen: Die „Kombüse“ lädt zum Schlemmen ein (Foto: Kombüse)

Die Sonne strahlt über Mannheim, über den Jungbusch und bereitet sich langsam aufs Untergehen vor. Das Besteck klirrt auf dem Teller. Menschen sitzen entspannt in der Sonne, verspeisen ihr Abendessen und löschen ihren Durst mit Bier und Tee. Dies geschieht alles vor der „Kombüse“, Mannheims neues veganes Restaurant in der Jungbuschstraße.

Wenn man das Lokal betritt, fühlt man sich gleich heimisch: Es ist nicht vollgestellt mit Tischen – stattdessen laden gemütliche Sitzmöglichkeiten zum entspannten Schlemmen ein und im separaten Sofaraum, der einem Wintergarten gleicht, kann man seine Privatsphäre genießen.
Die ganze Atmosphäre in der „Kombüse“ ist warm und freundlich und man fühlt sich auch als Nicht-Veganer sofort wohl. Sehr freundlich und herzlich wird man empfangen und die Wünsche werden unerwartet zügig erfüllt.

Beim Durchstöbern der Karte kann man sich trotz Übersichtlichkeit nicht gleich entscheiden, was man probieren soll, da alles sehr lecker klingt. Die Entscheidung fällt letztendlich auf den Falafelteller und Focaccia Sandwich mit gegrilltem Pestogemüse. Nach kurzer Zeit werden die zwei Köstlichkeiten an den Tisch gebracht. Voller Freude werden die Gerichte probiert.

Der Falafelteller ist perfekt: das gebratene Gemüse, der Reis, das Brot, die Falafel – alles. Das Focaccia Sandwich gleicht optisch einem Burger mit fluffigem Brot, viel Gemüse und leckerer Soße. Auf den ersten Blick wirken die Portionen einen Hauch zu klein, aber im Endeffekt sind sie genau richtig. Würde es sich um einen Film handeln, hätten sich die Speisenden ins Essen gelegen und den Teller noch abgeschleckt. Kurz und einfach gesagt: Selbst Hardcore-Fleischesser würden vergessen, dass Fleisch ihre Leibspeise ist.

Nach der leckeren Hauptspeise ist noch ein wenig Platz. Gerade noch genug für eine kleine, süße Leckerei und einen Verdauungskaffee. Die Wahl fällt auf einen Schokoladencookie mit einem Klecks Johannisbeer-Marmelade. Ein perfektes Ende für einen schönen, anregenden Abend, einen vollen Magen und das nachträgliche Bedürfnis auf etwas Süßes.

Das Résumé: Die „Kombüse“ punktet mit sehr gutem Essen, freundlichem Service und einer warmen, herzlichen Atmosphäre.

Teil I der Vegan in Mannheim-Serie über das „Café Vogelfrei“ findet ihr HIER.

Gewinnspiel

Damit ihr euch selbst von der Qualität der Kombüse überzeugen könnt, wie toll die, verlosen wir – in Zusammenarbeit mit der „Kombüse“ – 2×1 Freiverzehrgutschrift von 10 Euro.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, tut ihr Folgendes: Schickt unter dem Betreff „Kombüse“ euren Vor- und Nachnamen an selin.guengoer@face2face-magazin.de und beantwortet folgende Frage: Was unterscheidet Veganer von Vegetariern?

Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind bei der Verlosung ausgeschlossen.
Die Gewinner werden Donnerstag, 5. Juli per Email benachrichtigt.

Vorschau: Kommende Woche gibt es die Fortsetzung der Serie Farben in der Natur Teil 2. Diesmal geht es  um das Thema Tarnung.

Vegan in Mannheim, Teil I: „Café Vogelfrei“

Während sich immer mehr Menschen dazu entschließen, vegan (Anm. d Red.: vegan bedeutet, sich frei von tierischen Produkten zu ernähren) zu leben, zieht die Mannheimer Gastronomie nach und bietet Veganern immer mehr kulinarische Möglichkeiten, einfach an leckeres Essen zu kommen. In der Serie „Vegan in Mannheim“ werden in den nächsten Wochen drei verschiedene Angebote vorgestellt.

Umfangreich: Das Angebot im "Café Vogelfrei" (Foto: Rossel)

In C3, 20, also im Herzen der Quadratestadt , befindet sich seit einigen Monaten ein kleines Café, das „Café Vogelfrei“. Zu wohlklingenden Indie-Tönen wie beispielsweise dem neuen Album von „Florence and the Machine“ werden vegetarische und vegane Köstlichkeiten serviert.

Das Angebot besteht aus einem Grundgerüst, welches täglich wechselnde Variationen beinhaltet. Die Inhaberin, postet jeden Vormittag auf der „Facebook“-Seite des „Café Vogelfrei“ , welche Köstlichkeiten auf dem heutigen Speiseplan stehen. Täglich gibt es eine Suppe, je nach Jahreszeit warm oder kalt, und mindestens zwei verschiedene Quiches – eine vegetarisch, die andere vegan. Daneben wird auch immer vegane Pizza und ein Salat serviert, der in der Regel auch vegan ist.

Vegan: Schoko-Nugat-Kuchen (Foto: Rossel)

Neben den herzhaften Leckereien findet sich auch immer eine große Auswahl an diversen Süßspeisen. Fest im Programm sind ein laktosefreier Käsekuchen mit dem Namen „M´s Käsekuchen“ und „Mia´s Schokotörtchen“, kleine Schoko-Muffins. Des Weiteren gibt es immer einmal wieder Bananenbrot, Brownies, Torten und Kuchen, meistens mit frischem, saisonalen Obst, Cookies und oft auch kleine Kuchenlollies.

Auch die Getränkekarte kann sich sehen lassen: neben Kaffee und Espresso können auch Latte Macchiatto und Cappuccino bestellt werden, jeweils mit normaler, laktosefreier oder Soja-Milch. Die Sommerkarte, auf der auch köstlich-kühles Sorbet in verschiedenen Geschmacksrichtungen steht, beinhaltet einen leckeren Eiskaffee und verschiedene Milchshakes unter anderem in den Geschmackrichtungen Waldfrucht und Exotik. Im Kühlschrank gegenüber der Theke findet man Seltenheiten wie die Getränke „Club Mate“, ein koffeinhaltiges Getränk auf Mate-Basis, „Fritz Kola“, eine trendige Cola-Art und Bier der Marke „Astra“.

Neben den kulinarischen Köstlichkeiten finden sich im „Café Vogelfrei“ auch Kleinigkeiten zum Verschenken oder Selbst-Liebhaben: Die Besitzerin vertreibt Selbstgemachtes, was sie selbst bei dem Online Shop Dawanda.de bestellt. Wunderschöne Armbänder sind neben Ohrringen im Vintage-Look ausgestellt und in einem antiken Holzschrank findet man Nettigkeiten wie bedruckte Jute-Beutel und selbstgenähte Taschentücher-Täschchen.

Originell: Vegane Torte in Football-Form (Foto: Rossel)

An den meisten Sonntagen wird ab 20:15 Uhr der aktuelle „Tatort“ auf einer Leinwand gezeigt. Hierfür rücken alle Gäste im Raum zusammen. Ab und an bleibt der Beamer sonntags aber auch zugunsten kostenfreier Konzertabende aus. Auch hierüber wird via „Facebook“ informiert. Das „Café Vogelfrei“ erinnert mit seinen Vintage-Sesseln, der Tapete mit Waldmuster und den antiken Möbelstücken eher an ein Wohnzimmer als an ein Café und lädt einfach zum Verweilen ein. Ein Schrank, vollgepackt mit zerlesenen Büchern unterstreicht diese Atmosphäre noch.

Info:

Das „Café Vogelfrei“ hat von Dienstag bis Samstag jeweils von 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr und sonntags von 11:00 Uhr bis 22:00 Uhr geöffnet. Montags ist Ruhetag.

Vorschau: Nächste Woche findet ihr hier Informationen über einen Gentest für Gewässer, mit dem die gesamte Tierwelt eines Teiches aufgespürt werden kann.