Urlaub der ewig hält – das könnt ihr mit euren Urlaubsbildern machen

Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres. Immer ist er zu schnell vorbei und am Ende schaut man sehnsuchtsvoll auf die Bilder und wünscht sich in die freie Zeit zurück. Doch schnell kommt der Alltag wieder und die Bilder landen in der Fotokiste oder lagern auf der Festplatte. Doch mit diesen drei Tipps könnt ihr die Urlaubsbilder in euren Alltag integrieren.

Urlaub im Auge: Mit schönen Bildern erlebt man die schöne Zeit wieder (Quelle: Möller)

Urlaub im Auge: Mit schönen Bildern erlebt man die schöne Zeit wieder (Quelle: Möller)

1: Klassisch – Album, Aufstellen, Aufhängen

Ganz altmodisch könnt ihr euch natürlich eure besten Bilder in einem Rahmen setzen und aufstellen oder aufhängen lassen. So seht ihr die Urlaubserinnerung jeden Tag. Auch ein Fotoalbum ist heutzutage sehr beliebt. Hier könnt ihr jederzeit durch das Umblättern die tolle Zeit wieder aufleben lassen. Besonders schön werden solche Alben, wenn ihr nicht nur Fotos, sondern auch Eintrittskarten, Muscheln, Flyer oder ausländische Münzen mit einklebt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

2: Digital – Bewegt, Background

Wollt ihr eure Bilder immer bei euch haben? Dann helfen euch diese digitalen Kniffe. Arbeitet ihr zum Beispiel viel am Rechner, könnt ihr die Einstellungen so ändern, dass euer Hintergrund zu einer Urlaubserinnerung wird. Auf Wunsch der Bildschirm sogar in einem festgelegten Zeitintervall die Bilder. Alternativ könnt ihr euch einen digitalen Bilderrahmen kaufen, der eure Urlaubserinnerungen zeigt.

3: Selbstgemacht – Kreativ, Kunterbunt, Künstlerisch

Wollt ihr aus eurem Urlaubsbild etwas ganz besonderes und individuelles machen? Alles was ihr dafür braucht ist etwas künstlerisches Talent. Einfach euer Lieblingsurlaubsbild auf eine Leinwand – die es unter anderem im Künstlerbedarfsladen zu kaufen gibt – übertragen und ausmalen. Noch ein Tipp für nicht-hundertprozentige-Picassos: Etwas einfacher wird es, wenn ihr das Bild groß ausdruckt und auf die Leinwand paust.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier wie ihr aus euren Bildern Foto-Seifen herstellen könnt.

 

Ländersammlerinnen aufgepasst: Das ist die perfekte Packliste für euer nächstes Asienabenteuer

Während sich die einen vor allem viel Dschungel und Backpacker-Touren vorstellen, denken die anderen beim Asienurlaub zuerst an Luxusresorts und Traumstände. Tatsächlich kann ein Urlaub im südostasiatischen Raum so vielfältig sein, wie die Menschen die dorthin reisen. Egal, ob für dich der absolute Traumurlaub bedeutet, mit dem Rucksack durch die Wildnis zu schlendern oder einen Cocktail auf der Strandliege zu schlürfen – Face2Face stellt dir die ultimative Reisecheckliste für beide Szenarien vor.

In Gedanken am Strand: Mit den Face2Face-Tipps & Tricks klappt das ganz bestimmt (Foto: T. Gartner)

Traumkulisse: Die Strände auf Koh Samui (Foto: T. Gartner)

Was packe ich nur ein?
Habe ich auch genug dabei? Für alle, die sich das fragen, haben wir gute Neuigkeiten. Die wohl unkomplizierteste Packliste ist diejenige für Asien. Dies liegt daran, dass ihr so ziemlich alles, was ihr in Deutschland vergessen habt, vor Ort um ein vielfaches günstiger einkaufen könnt. Außerdem sind die Asiaten selbst so simpel gekleidet, dass ihr in einer aufwändigen Robe eher negativ auffallt, als dafür Bewunderung zu ernten. Nebenbei hilft das milde Klima dabei, das Gepäckstück leicht zu halten und trotzdem für jeden Anlass etwas dabei zu haben ohne Kompromisse einzugehen. Doch jetzt genug drumherum geredet – hier kommt die ultimative Asien-Packliste:

Kleidung
Für den Flug empfehlen wir den Zwiebellook. T-Shirts und eine lange Hose wirst du in Tempelanlagen immer wieder brauchen und auch ein dünnes Strickjäckchen sollte in religiösen Einrichtungen deine Schultern bedecken und hält dich mit Sicherheit in der ein oder anderen langen Strandnacht warm. Lange Kleidung verhindert außerdem, dass du dich bereits beim Hinflug erkältest. Ein Geheimtipp der Redaktion: Pack‘ dir einen dünnen Schal ein. Während dem Flug kannst du ihn als Decke oder Kissen verwenden und im Urlaub wird er entweder zum Pareo umfunktioniert oder abends galant über die Schultern geworfen.

Tagsüber in Asien
Sobald du angekommen bist, kannst du dich dann nur noch deinen kurzen Klamotten widmen. Tagsüber sind dabei ein T-Shirt und kurze Hosen vollkommen ausreichend. Da zum Standardprogramm des Asienurlaubs die Besichtigung von Großstädten oder Touren durch die Natur gehören, kannst du die schneeweißen Klamotten mit gutem Gewissen Zuhause lassen – du wirst dich nur ärgern, wenn sie nach einem erlebnisreichen Tag die Farbe des Bodens angenommen haben. Solltest du vorhaben sehr aktiv zu sein, vergiss nicht festes Schuhwerk – optimaler Weise luftdurchlässige Sportschuhe – mitzunehmen.

Ein Anblick zum Verlieben: Asien bietet Action und Entspannung (Foto: Paulwip / pixelio.de)

Ein Anblick zum Verlieben: Asien bietet Action und Entspannung (Foto: Paulwip / pixelio.de)

Wilde Nächte
Für das Abendprogramm, Restaurant- und Barbesuche oder auch nur für den „Sex and the City“-Strandauftritt, kannst du dir massenhaft Tuniken und lange Strandkleider mitnehmen, die nicht nur das ultimative Urlaubsfeeling vermitteln, du bist damit auch immer passend angezogen. Einen Cocktail in der Hand, eine riesige Blume im Haar und das Outfit ist komplett. Wenn du dich abends nicht nur an Strandbars oder auf Beachpartys aufhältst, wirst du das ein oder andere Mal auch am Abend Schuhe anziehen müssen. Hier reichen aber offene Riemchensandalen vollkommen aus. Da asiatische Städte nicht immer die saubersten sind, wirst du zwar regelmäßig mit kohleschwarzen Füßen zurückkommen, die sind jedoch schnell wieder abgewaschen.

Hygieneartikel
Absolutes Must-have für Asien ist ein starkes Spray gegen Insekten. Vor allem abends am Strand sind die Mücken sehr aggressiv und an vielen Orten gibt es Moskitos. Lass‘ dich dazu am besten in der Apotheke beraten – du kannst jedoch die Stärke eines Sprays immer am Deet-Wert erkennen. Je höher dieser Wert desto mehr Abstand halten die Mücken zu dir. Ansonsten können wir dir empfehlen Shampoo, Conditioner und sonstige Hygieneartikel nur in kleinen Mengen mitzunehmen. Entweder so, dass es genau für den Urlaub reicht oder ausreichend für die ersten Tage. Pflegeprodukte gibt es nämlich an jeder Ecke „en masse“ und außerdem oft um mehr als die Hälfte günstiger.

Reiseapotheke

Ein ganz besonderes Abenteuer: Asien ist vor allem wegen seiner Vielseitigkeit beliebt (Foto: K. Gießelmann / pixelio.de)

Ein ganz besonderes Abenteuer: Asien ist vor allem wegen seiner Vielseitigkeit beliebt (Foto: K. Gießelmann / pixelio.de)

Solltest du auf Medikamente angewiesen sein, solltest du diese natürlich in ausreichender Menge mit in den Urlaub nehmen. Auch Magenbeschwerden sind für viele Europäer in Asien keine Seltenheit, weshalb wir dir auch hier empfehlen deine Reiseapotheke entsprechend auszustatten. Ein Insider-Tipp vieler Asien-Urlauber ist es jedoch, bei gesundheitlichen Problemen eine örtliche Apotheke aufzusuchen, da die dortigen Bakterien oder Viren bei uns oft gar nicht vorkommen und somit die landesspezifischen Medikamente häufig wirkungsvoller sind als unsere heimischen.

Sonstiges
Selbstverständlich solltest du neben unserer Checkliste auch die typischen Reiseutensilien, wie Reisepass, Handyladekabel und Kreditkarte mitnehmen.

Die Koffer sind gepackt! Bleibt uns nur euch einen  wunderschönen Urlaub, der von Action bis Entspannung alles beinhaltet, zu wünschen.

 

Vorschau:

Life in Japan: Tipps zum zurechtfinden in einer fremden Welt

Kunterbunte Lichter, viele Menschen, eine laute Geräusch-Kulisse, fremde Gerüche – der erste Eindruck auf den Straßen Tokios ist überwältigend. Die Mega-Stadt besticht durch schiere Masse. Überall ist man von leuchtenden Neon-Schilder, herumlaufenden Menschen und dudelnder Musik umgeben . Gleichzeitig ist aber – wie überall in Japan – alles sehr sauber und die Menschen super höflich – auch wenn die Verständigung etwas schwierig ist. Doch wie wie findet man sich zurecht in der fremden Welt?

Sitten kennen

Aufpassen: Wer immer die Augen aufhält, kann nicht viele Fehler machen (Foto: Möller)

Aufpassen: Wer immer die Augen aufhält, kann nicht viele Fehler machen (Foto: Möller)

Vor allem in Ländern, mit anderen Traditionen und Sitten ist es wichtig ich mit den Gepflogenheiten des Landes vertraut zu machen. So gilt es in Japan etwa als unschicklich, sich geräuschvoll auf der Straße die Nase zu putzen. Das laute schlürfen einer Suppe aber gehört zum guten Ton und signalisiert dem Gastgeber, dass es einem gut schmeckt. Auch nach dem Weg fragen kann in Japan schwierig werden – nicht nur herrscht eine große Sprachbarriere: Japaner verlieren nicht gerne ihr Gesicht und geben zu, dass sie etwas nicht wissen. Deswegen kann es passieren, dass einem ein freundlicher Passant – obwohl er den gesuchten Ort nicht kennt – zielsicher eine bestimmt Richtung zeigt. Diese muss jedoch nicht unbedingt stimmen.

Anpassen

Ausprobieren: Natp-Bohnen und Seetang-Salat zum frühstpck? Warum nicht (Foto: Möller)

Ausprobieren: Nato-Bohnen und Seetang-Salat zum Frühstück? Warum nicht (Foto: Möller)

Manchmal muss man ins kalte Wasser springen und sich anpassen. Etwa wenn es heißt, dass vor einem Besuch des Tempels, einer Wohnung, oder eines Restaurants mit Tatami-Matten die Schuhe ausgezogen werden müssen. Ganz einfach gelingt dies, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht und die Menschen links und rechts beobachtet. Und im Zweifel gilt: Wenn etwas falsch läuft, wird einen schon jemand darauf hinweisen. Auch beim Essen gilt: Anpassen und Ausprobieren. Lokale Spezialitäten – wie etwa die fermentierten Nato-Bohnen – mögen nicht jedem schmecken. Ein Erlebnis ist ihr Genuss aber auf jeden Fall und am Ende der Reise hat man eine Geschichte mehr.

Kommunizieren

Vor allem in Ländern, deren Sprache man nicht spricht fällt das Kommunizieren oft schwer. Wenn dann noch eine gewisse Englisch- Unverständigkeit hinzukommt, will man anfangs gerne mal verzweifeln. Doch auch das gehört zum Urlaubsfeeling dazu. Einfach ein kleines Wörterbuch einstecken und im Falle eines Falles – etwa bei Allergien und Unverträglichkeiten beim Essen – dem Gegenüber  den Begriff im Wörterbuch zeigen. Auch mit Händen und Füßen lässt sich sehr gut kommunizieren – wobei man hier darauf achten sollte, dass für uns normale Gesten nicht überall auf der Welt das gleiche bedeuten.

Vorschau: Nächste Woche gibt es hier ein Rezept für einen leckeren Auberginen Salat.

Auf den Spuren von Harry Potter Teil 3

Die Reise auf den Spuren von Harry Potter neigt sich nun langsam dem Ende zu. Aber kein Grund zum Trübsal blasen, schließlich gibt es vorher noch viele Abenteuer in  Schottland und Irland zu erleben.

Cliffs of moher

Cliffs of moher, Irland

Angekommen in Schottland, ist Edinburgh ein Muss für jeden Harry Potter-Fan: Hier begann und endete die Geschichte Harry Potters. Im Cafe Spoon schrieb Joanne K. Rowling das erste  Buch, im Balmoral Hotel das letzte. Wer gerade nicht 1.000 Pfund pro Nacht für die „J. K. Rowling Suite“ in dem Hotel übrig hat, um im Raum 652 zu übernachten, in dem Rowling das letzte Harry Potter-Buch geschrieben hat, kann einen Abstecher auf den Friedhof machen. Friedhöfe haben, warum auch immer, oft eine inspirierende Wirkung auf Schriftsteller. So auch Greyfriars Kirkyard. Die Namen der Verstorbenen dienten als Vorlage für manche Charaktere (für die zukünftigen Schriftsteller: Die Schreibweise der Namen sollte immer ein wenig verändert werden, um  Urheberrechts-Klagen zu entgehen). Hier befindet sich also das Grab von Tom Riddell (im Buch Tom Riddle) oder auch William McGonagall (im Buch Minerva McGonagall). Nach einem Ausflug auf den Friedhof, ist das Spoon Cafe genau das richtige, um dort wie einst J.K. Rowling einen Kaffee zu trinken und selbst an einem Besteller zu arbeiten. Bestärkt kann nun am Potter Trail teilgenommen werden, eine kostenlose Tour über 1 ½ Stunden. Wer danach wieder Lust auf einen Tee oder Kaffee hat, kann das Elephant House aufsuchen. Auch dort sind viele Seiten des Potters Universums entstanden. Loch Etive liegt als nächstes auf den Weg. Ein 31,6 km langer Fjord, an dem Harry, Hermine und Ron damals campten. So langsam neigt sich der Trip dem Ende zu. Passend dazu steht als nächstes Glen Coe an, das auch als „Tal der Tränen“ bezeichnet wird. Das Tal wurde als Kulisse sowohl für Hagrids Hütte genutzt, als auch für die Brücke, die zum Eingang von Hogwarts führt. Wer bis jetzt nur mit dem Auto unterwegs war, sollte nun auf den Zug umsteigen, zumindest für die Strecke von Fort William nach Glenfinnan. Der Hogwarts Express ist nämlich der Jacobite Train und das Glenfinnan Viadukt ist die ‚Brücke nach Hogwarts‘, über die eben auch der Hogwarts Express fährt. Wer die Strecke von Fort William nach Glenfinnan fährt, wird also auch über die Brücke fahren, die einst Harry, Hermine und Ron überquerten. Wenn man vorher in den Harry Potter-Studios Bertie Botts Bohnen jeder Geschmacksrichtung gekauft hat, scheint Hogwarts nur noch eine Zugstation entfernt zu sein. Der Loch Eilit bringt das Thema Tod noch einmal auf. Nachdem sich in Oxford der real existierende Friedhof angeschaut wurde, diente der See als Aufnahmen für die Insel, auf der das Grab von Dumbledore ist. Zudem wurden dort auch Hogwarts Außenanlagen gedreht. Bevor der Flug nach Irland ansteht, sollte als letzte Aktion das Loch Arkaig geplant werden. Im Vergleich zu „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2“ muss der Flug allerdings mit einem Flugzeug bewältigt werden und nicht mit einem Drachen. Wer aber zumindest gerne sehen möchte, wo die Außenaufnahmen des Drachenflugs gefilmt wurden, ist am Loch Arkaig genau richtig. Zudem soll dort ein Schatz versteckt sein – eine gute Möglichkeit, um die Reisekasse wieder zu füllen.

Irlands Schönheit

Die letzte Station auf der Harry Potter-Reise stellt Irland dar: die Cliffs of Moher. In  Teil 6 zu sehen, als Dumbeldore und Harry sich auf die Spuren von Voldemorts Vergangenheit begeben und so auf die Klippen apparieren. Da Appararieren aber nur mit Lizenz, nach vorher erfolgreichen Apparierprüfung möglich ist, und genau deshalb wohl bei den meisten von uns scheitert, muss sich nun doch wieder per Flugzeug auf den Heimweg nach Deutschland gemacht werden. Für jeden, den jetzt endgültig die Traurigkeit über das Ende der Reise überfällt, sei jedoch an folgendes erinnert:

“Whether you come back by page or by the big screen, Hogwarts will always be there to welcome you home.” J.K. Rowling

Und nicht vergessen: Wer zwischen 1985 und 1998 geboren ist, hat seinen Hogwarts Brief nur nie erhalten, weil Voldemort das Verzeichnis gelöscht hat.

Vorschau: Am Freitag, 15. April wird die Fantasiewelt verlassen und sich wieder der Realität zugewandt.

Auf den Spuren von Harry Potter

Harry Potter Warner Bros. Studio Tour London: Hogwarts

Harry Potter Warner Bros. Studio Tour London: Hogwarts

„After all this time?“ „Always.“  Wer diese Zeilen sofort erkennt, ist hier genau richtig! Einer von diesen verkannten Muggels, der eigentlich für Größeres bestimmt war. Hogwarts sollte deine Schule sein, doch das Einzige, was an Hogwarts erinnert, ist die Tatsache, dass man in der Uni nun Professor anstatt Lehrer sagt und dass es auch so genug Menschen gibt, die von ihrem Charakter her Todesser ähneln.
Im Juni geht es also weiter: Ein neues Harry Potter Buch. Keine Fortsetzung, sondern ein Theaterscript. Egal – Grund genug, um für eine kurze Zeit der Muggel-Welt zu entfliehen. Juni ist in diesem Fall auch eine gute Zeit für eine UK-Rundreise. Zwar ist in der Hauptsaison alles noch mal teurer als es sowieso schon ist, aber es erhöht zumindest ein wenig die Chance auf das schier unvorstellbare Phänomen von gutem Wetter in UK.

London calling

Ankunft London Heathrow: Leider nicht mit dem Hogwarts Express, sondern mit dem Flugzeug geht es nach Hogwarts oder zumindest erst einmal nach London.

Bahnhof King’s Cross

Eine (für London-Verhältnisse relativ) preiswerte Unterkunft, das Generator, lässt sich vom Flughafen aus mit der Touristen oyster card einfach erreichen (die oyster card sollte am besten über das Internet, drei Wochen vor Abreise bestellt und nach Hause geschickt werden). Von dort aus lässt sich die erste Harry Potter-Station, der Bahnhof King’s Cross, in einem zehnminütigen Fußweg erreichen. Dort steht Gleis 9 3/4 mit Gepäckwagen, der in der Wand verschwindet, für ein Erinnerungsfoto bereit. Jedoch empfiehlt es sich, den Platz abends aufzusuchen. Dann ist zwar keine Eule mehr im Koffer, aber 12 Pfund mehr in der Tasche, da tagsüber nur ein „professionelles Foto“ möglich ist und dieses eben entlohnt werden möchte. Abends jedoch ist das Gleis frei zugänglich, daher kostenlos und ohne Wartezeit. Es fehlt eben nur die Eule und ein Schal.  Wer aber sein Tourigeld bereits am ersten Harry Potter-Anknüpfungspunkt ausgeben möchte, kann natürlich auch in den daneben gelegenen Touri-Shop verschwinden. Eulen, Zauberstäbe, Schuluniformen – dort gibt es alles für einen authentischen Harry Potter-Auftritt.

 

Auf dem Weg zum Hogwarts Express

Da es trotzt großer Anspannung nicht geklappt hat, mit dem Wagen die Wand zu durchqueren, muss sich der Harry Potter-Fan nun auf anderen Wegen dem Hogwarts Express nähern. Das geht am besten mit einem Ausflug zu der Harry Potter Warner Bros. Studio Tour London.

Harry Potter Warner Bros. Studio Tour London: Hogwarts Exxpress

30 Minuten von London entfernt, spart man sich viel Geld, wenn man erneut seine oyster Karte benutzt und selbstständig zum Bahnhof Watford Junction fährt und nicht das all inclusive Paket mit Abholung in London bucht. Vom Bahnhof fährt alle 30 Minuten ein Bus von den Studios zum Bahnhof und wieder zurück – kostet zwei Pfund und man wird schon auf der Hinfahrt mit einem Video auf die bevorstehende Zauberwelt eingestimmt. Dort angekommen erwartet einen die Original-Halle Hogwarts, der Hogwarts Express, das Gryffindor-Wohnzimmer und vieles mehr. Die Tickets sind natürlich teuer (40 Pfund), trotzdem begehrt, weshalb es sich empfiehlt, vor Anreise die Tickets übers Internet zu bestellen. Zurück in London sollten zwei weitere Tage für die noch ausstehenden Kulissen eingeplant werden: Die Millennium Bridge (zu Beginn des Films „Harry Potter und der Halbblutprinz“ sieht  man deren Einsturz), London City Hall (das Gebäude ist ebenfalls am Anfang von „Harry Potter und der Halbblutprinz“ von außen zu sehen) Piccadilly Circus („Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1“: Hermine, Ron und Harry fliehen durch London), Leadenhall Market („Harry Potter und der Stein der Weisen“: Außenaufnahmen der Winkelgasse + Pub zum Tropfenden Kessel), St. Pancras Renaissance Hotel („Harry Potter und der Stein der Weisen“: Außenaufnahmen des Bahnhofeingangs+Kammer des Schreckens ), Claremont Square („Harry Potter und der Orden des Phönix und „Die Heiligtümer des Todes: Teil 1“: Außenaufnahmen des Grimmauldplatzes), Australia House („Harry Potter und der Stein der Weisen“: Innenaufnahmen von Gringotts). Alles ist kostenlos zu besichtigen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen.
Um Harry Potter treu zu bleiben, findet auch dieser Text nun sein vorläufiges Ende. Natürlich gibt es aber einen Teil 2 und Teil 3.
Vorschau: Am Freitag, 01. April wird London verlassen und sich auf den Weg nach Schottland begeben.

 

Einmal um die Wette reisen

On the road - die Landschaft auf Reisen genießen (Foto: Mätzke-Hodzic)

On the road – die Landschaft auf Reisen genießen (Foto: Mätzke-Hodzic)

Was einem für Menschen auf Reisen begegnen. Da sind Weltenbummler, die ihren Job an den Nagel gehängt haben und für mehrere Monate die Welt bereisen. Rastlose Seelen, die einen kleinen Hafenort Tausende Kilometer vom eigentlichen zu Hause zu ihrem neuen Wohnsitz auserkoren haben. Da ist ein junger Schriftsteller, der zufälligerweise auch noch Ernest heißt und in einer marokkanischen Stadt deren Fassaden fast vollständig in blau leuchten, in einem ruhigen Garten an seinem Roman schreibt und hier neue Inspiration findet. Oder zwei ältere Berber, die kurzerhand unseren von uns ernannten Guide  (ein italienischer Schweizer, der uns unverhofft vom Straßenrand aufsammelte, wo uns die sengende Hitze fast einen Sonnenstich beschert hätte) darum baten einen Brief auf Italienisch zu übersetzen. Der tat ihnen den Gefallen und verschwand in einem Laden, der vor Berberschmuck, alten Spiegeln, Truhen und Möbeln nur so überquoll. Wenige Mintuen später saßen wir auf kleinen Hockern vor diesem lebenden Antiquariat, tranken Tee und der Inhaber wollte zum Dank für das Übersetzen (was ja nicht mein Verdienst war) mir Schmuck anbieten. Am Ende baumelte an meinem Arm ein riesiger Reif verziert mit kleinen Steinchen und ich war um ein Erlebnis reicher.

Lieblingshostel - ein Hostel, das uns in sehr guter Erinnerung bleibt (Foto: Mätzke-Hodzcic)

Lieblingshostel – ein Hostel, das uns in sehr guter Erinnerung bleibt (Foto: Mätzke-Hodzic)

Ich trefe auf Reisen auch immer auf eine besondere Spezies – junge Mitzwanziger, die schon die halbe Welt bereist haben. Ich begutachte sie meistens mit einer anfänglichen Skepsis. Eigentlich bin ich aber auch ein klein bisschen neidisch. Stampfe innerlich wie ein kleines Kind auf den Boden und schreie lauthals: Ich will aber auch für acht Monate am Stück weg.

Der Traum von der Weltreise -  zum Greifen nah? (Foto: M. Hermsdorf  / pixelio.de)

Der Traum von der Weltreise – zum Greifen nah? (Foto: M. Hermsdorf / pixelio.de)

Oft drehen sich die Gespräche während so einer Reise auch ums…genau Reisen. Jeder packt seine größten Abenteuer aus der Erzählkiste und der Stolz der in Stimme mitschwingt ist nicht zu überhören. Aber Reiseerinnerungen können einem sehr ans Herz wachsen. Manchmal fange ich dann auch an mich an diesem Wettstreit zu beteiligen, man schaukelt sich gegenseitig hoch und insgeheim geht es darum, dass jemand aus der Gruppe, die vorherige Urlaubsanekdote toppt. Ein Lieblingsspiel von Backpackern? Ich muss mich dann manchmal zurücknehmen und wieder darauf konzentrieren dem Verlauf des Gespräches zu lauschen. Ich muss doch nicht auf Teufel komm raus jedem meine für mich besondere Reisemomente ausplaudern – vor allem nicht, wenn ich das Gefühl habe, dass es eigentlich nicht um das Erlebnis geht sondern darum mächtig anzugeben.

Essen teilen - ein erster Freundschaftsbeweis (Foto: Mätzke-Hodzic)

Essen teilen – ein erster Freundschaftsbeweis (Foto: Mätzke-Hodzic)

Ja, auch ich würde gerne mal für eine Zeit aussteigen. Nicht nur einen Monat sondern gleich mehrere Monate am Stück verschiedene Länder bereisen. Doch dann kommen mir Zweifel auf. Während unserer Marokkoreise war ich oft völlig überwältigt von den vielen neuen Eindrücken. Wie ergeht es einem da, wenn man mehrere Monate quasi im Minutentakt mit neuen Eindrücken überflutet wird? Wenn man so viele Monate reist, lässt es das Budget auch nicht unbedingt zu bei den Übernachtungen wählerisch zu sein. Ich kann mich erinnern, wie sehr ich mich angekommen in Mainz auf mein Bett und eine richtige Dusche freute. In Marokko hatten wir in acht verschiedenen Hostels übernachtet – für den Preis waren alle akzeptabel. Eine Zeit lang kann man seine Bedürfnisse runterschrauben. Das ist eine super Sache und macht mal wieder deutlich was für einen Komfort wir in Deutschland gewöhnt sind. Die letzten Tage unserer Reise hatte ich dann aber genug. Eines Morgens war mein ganzer Körper mit roten Flecken übersät. Bisse von Bettwanzen. Das diese Mistviecher ausgerechnet an den letzten Tagen, die wir unbeschwert am Meer verbrachten, über mich herfielen und mein Mann völlig verschont von ihren mörderisch juckenden Bissen blieb. Ja, es gibt so einiges was man auf Reisen aushalten muss, wenn man backpackt. Und auch ein paar Sachen, die man nicht vermisst. Die Bettwanzen gehören definitiv dazu. Aber um eine weitere Reiseanekdote bin ich allemal reicher geworden.

Vorschau: Nächste Woche erwartet euch hier wieder eine spannende Kolumne.

Von einer verschollenen Fotobox

Erinnerungen - Kindheitsbilder versetzten einen zurück in die Vergangenheit (Elisabeth Patzal  / pixelio.de)

Erinnerungen – Kindheitsbilder versetzten einen zurück in die Vergangenheit ( Elisabeth Patzal / pixelio.de)

Ich bin aufgeregt. Seit einigen Tagen rede ich von nichts anderem mehr und fiebere meinem Urlaub wie ein kleines Kind entgegen. Die Rede ist von Marokko – ein langgehegter Traum, der nun Wirklichkeit wird. Für unseren Backpackingtrip haben mein Mann und ich uns eine gute Digitalkamera zugelegt – denn, wie ich mich kenne, werde ich dort völlig aus dem Häuschen sein und an jeder Ecke etwas erhaschen, das ich mit der Kamera unbedingt festhalten muss. Ich male mir schon jetzt aus, wie ich nach der Rückkehr im Wohnzimmer in einem Meer aus Bildern sitze und eine Auswahl der gelungensten Urlaubsmomente treffe, die dann an den Wänden unserer Wohnung eingerammt thronen sollen.

Ganz oldschool - wer entwickelt heute noch Bilder selbst? (Lupo  / pixelio.de)

Ganz oldschool – wer braucht heute noch Negative, wenn wir alles digital haben? (Lupo / pixelio.de)

Was Fotos anbelangt bin ich ziemlich oldschool. Am liebsten lasse ich Bilder im Drogeriemarkt entwickeln. Besonders groß ist die Spannung, wenn ich einen Film unserer analogen Kamera abgebe – ob die Bilder etwas geworden sind, ist nie sicher. Doch auch bei mir hat die Digitalisierung Einzug gewonnen und auf meinem Computer nisten sich still und leise die digitalen Fotonester ein – doch sind wir mal ehrlich, das ist einfach nicht dasselbe, als die Fotos in den Händen zu halten. Die digitalen Fotos nutzen wir am Ende ja doch nur dazu, um alle paar Wochen unsere Facebook-Profile aufzupolieren und mit unseren neuesten Bildern mächtig Eindruck zu schinden. Ich kann mir bessere Aussichten für Fotos vorstellen.

Vor kurzem schickte meine Mama mir Kinderfotos. Ich war hellauf begeistert. Nicht unbedingt, weil ich mich auf den Bildern superknuffig fand, (naja, vielleicht ein bisschen), aber so ein Foto hat eine ganz faszinierende Wirkung auf mich: Alleine es in den Händen zu halten, die Farbintensität, das Licht, zu bewundern – das erfüllt mich mit Freude und um mein Herz wird es plötzlich ganz wollig warm. So ein Paar „läppische Fotografien“ können auf mein Gesicht ein leuchtendes Strahlen zaubern. Kitschig. Ich weiß.

Ein anders Mal war ich gerade in Bonn, als mein Ehemann mich mit einem verheißungsvollen Fotoumschlag, in welchem sich nichts anderes als entwickelte Fotos tummeln konnten, überraschte – die Bilder stammten von einer Grillaktion mit Freunden. Mein Mann hatte immer wieder Leute aus der Gruppe in einem unbemerkten Moment fotografiert. Wieder lösten diese Bilder in mir ein besonders Gefühl aus – ich konnte die Wärme, die von den Bildern ausging förmlich spüren, eines davon zeigte mich und eine Freundin Arm in Arm – unsere Freude war uns wie ins Gesicht geschrieben. Wie kann es sein, dass eine Kamera Stimmungen so gut einfangen kann und diese plötzlich wieder auf einen überspringen?

Der originale Blitz zur Agfa Clack, einer Rollfilmkamera aus den 1960-er Jahren. Inzwischen sind Lampen zum Blitz hinzu gekommen.(Foto: Karl-Heinz Laube  / pixelio.de)

Fotohandwerk- Der originale Blitz zur Agfa Clack, einer Rollfilmkamera aus den 1960-er Jahren.  (Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de)

Fotos sind für mich unglaublich wertvoll. Als meine Internatszeit vorbei war, muss ich irgendwo bei meinen zig Umzügen innerhalb Münchens eine Fotobox verloren haben. Darin verbargen sich lauter Kindheitserinnerungen – Anna in klein, im Kindergarten im stylishen 90er-Outfit, in der Grundschule mit Zahnlücken, die mich nicht davon abhielten, frech in die Kamera zu grinsen, bei Leichtathletikwettkämpfen – Anna beim Schmollen in einem Wald während eines Schulaufsflug. Ich könnte viele, viele Tränen vergießen, wenn ich daran denke, dass diese Fotobox irgendwo verstaubt. Ihre letzten Tage in Einsamkeit in einer stockdusteren Ecke in einem Keller oder auf einem Dachboden fristet. Oder vielleicht wurde sie ja achtlos in den Mülleimer geworfen und die lodernden Flammen einer Verbrennungsanlage habe meine Kindheitserinnerungen gierig verschlungen.

Urlaub in Marokko - viel Inspiration für neue Fotos (Foto: ASchick01  / pixelio.de )

Urlaub in Marokko – viel Inspiration für neue Fotos (Foto: ASchick01 / pixelio.de )

Es versetzt mir jedes Mal auf das neue einen tiefen Hieb, wenn ich an diese verschollene Fotobox denke. Es ist, als hätte man mir damit ein Kapitel meines Lebens einfach wegradiert. Dabei sind einige dieser Fotos wie in mein Gedächtnis gebrannt. Teilweise kann ich mich sogar ganz genau an Gesichtsausdrücke auf den Bildern erinnern.

Fotografien haben so etwas wie einen eigenen Charakter, eine Seele – vielleicht macht sie das so wertvoll für mich. Sie versetzen einen zurück in eine Zeit, die man nicht mehr zurückholen kann. Sie lassen einen innehalten. Sie zeigen Veränderung. Sie sind genügsam. Wenn man dann gut auf sie Acht gibt und an einem sicheren Ort aufbewahrt.

Bilder auf dem Monitor anzuglotzen, ist für mich so ungefähr genauso attraktiv, wie Fritten und Burger bei McDonalds – digitales Fast Food und auf dem Handy hat man es gleich noch „to go“. Ich habe nichts gegen Burger, nur eben in einem guten Burgerladen – das hat einfach mehr Stil. Ich kann meine Fotografien vielleicht nicht mehr auftreiben (auch wenn ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben habe), aber in Marokko werde ich die Gelegenheit nutzen, Menschen, Märkte, die Landschaft und meine Reisebegleiter mit der Kamera in den verschiedensten Situationen einzufangen. Meine Urlaubsbilder sollen mich aber auch nach der Reise weiterhin begleiten – ich will sie nicht verdammen und einfach sich selbst auf der PC-Festplatte überlassen. Sie sollen es gut haben und hübsch in der Wohnung ausgestellt werden. Wie kleine Schätze werde ich sie behandeln. Ihnen ab und zu ein paar Streicheleinheiten geben. Ehrenwort. Einmal an der Wand aufgehängt, können sie mir auch nicht so leicht abhandenkommen.

Vorschau: Nächste Woche schreibt Eva hier davon, weshalb wir manchmal einfach machen sollen, statt zu viel nachzudenken.

Sommer, Sonne und Musik: Der Sound zur Urlaubsstimmung

Naturschauspiel: Sonnenuntergang am Meer (Foto: S. Holitzner)

Naturschauspiel: Sonnenuntergang am Meer (Foto: S. Holitzner)

Sommer. Die perfekte Zeit, um endlich wieder einmal ans Meer zu fahren, am Strand Sonne zu tanken oder an einem schönen Bergsee zu entspannen. Was aber, wenn der Urlaub noch in weiter Ferne liegt oder auf dem heimischen Balkon verbracht wird? In diesem Fall schafft eine gute Auswahl an Sommermusik Abhilfe.

So versetzt uns der Berliner Sänger Yasha gesanglich an den nächsten „Strand“. Die im Mai 2013 erschienene Single schafft es, einen binnen weniger Sekunden den stressigen Alltag vergessen und vom Meer träumen zu lassen. Yasha ist durch das Lied „Lila Wolken“ bekannt, das er zusammen mit Marteria und Miss Platnum sang.

Beeindruckende Pflanzen: Palmen (Foto: T. Gartner)

Beeindruckende Pflanzen: Palmen (Foto:               T. Gartner)

Obwohl der Hit „Summer Jam“ schon 15 Jahre alt ist, macht er immer noch gute Laune und lässt uns den Sommer musikalisch genießen. 2000 stieg der Song bis auf Platz drei der deutschen Singlecharts. Es war die erste und zugleich erfolgreichste Single von The Underdog Project, das von Musik-produzent und Rapper Toni Cottura ins Leben gerufen wurde.

Ein Song aus dem letzten Jahr, der sich bestens zum Tanzen bei lauen Sommerabenden eignet, ist „Summer“ des schottischen DJs, Produzenten und Sängers Calvin Harris. Tolle Stimmung ist mit diesem Hit vorprogrammiert. Laut einer 2014 vom US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ erstellten Liste gilt der mittlerweile 31-jährige Harris als bestbezahlter DJ der Welt.

Mit „Chan Chan“ aus der Feder des kubanischen Musikers Compay Segundo kann man bestens seinen Gedanken an ferne Länder nachhängen. Obwohl er das Lied bereits 1987 geschrieben und aufgenommen hatte, wurde es erst 1997 ein weltweiter Erfolg, als er es gemeinsam mit Eliades Ochoa und Ibrahim Ferrer als Teil des kubanischen Musikprojekts Buena Vista Social Club veröffentlichte.

Entspannung pur: Rauschende Wellen des Meeres (Foto: S. Holitzner)

Entspannung pur: Rauschende Wellen des Meeres (Foto: S. Holitzner)

Wer seinen Sommerurlaub am liebsten auf Rhode Island verbringen würde, der sollte sich den gleichnamigen Song der achtköpfigen Münchener Band Jamaram anhören. Bei diesem Lied fällt es einem leicht, sich malerische Sonnenuntergänge, Strand und rauschende Wellen vorzustellen. „Rhode Island“ ist perfekt für einen entspannten Sommertag.

Mit der richtigen Musik auf dem Ohr kann man sich also auch von zu Hause aus an ferne Sandstrände träumen.

Die Normandie: Étretat und Le Mont-Saint-Michel

Faszinierend: Der Küstenort Étretat (Foto:Champagne)

Faszinierend: Der Küstenort Étretat (Foto:Champagne)

Es duftet nach Fisch, Meeresfrüchten, Algen und Meer. Auf der Fußgängerzone schlendern ein paar Touristen, die gewissenhaft Souvenirs für die Daheimgebliebenen aussuchen. Magnete, Postkarten, Schlüsselanhänger. Man hört ganz leise das Peitschen der Wellen, die an den Steinfelsen brechen. Die salzige Luft führt einen automatisch Richtung Meer. Dort, wo sich Cafés aneinanderreihen und nahezu jeder einen Crêpe isst.

Im Nordosten von Frankreich gelegen, verschlägt es jährlich eine Menge Touristen in den

So weit das Auge reicht: Die steilen Klippen von Étretat (Foto:Champagne)

So weit das Auge reicht: Die steilen Klippen von Étretat (Foto:Champagne)

kleinen Küstenort Étretat, der nicht einmal 1.500 Einwohner zählt. Die Gemeinde ist eine der Ausflugsziele in einer der schönsten Gegenden in Frankreich: Der Normandie.
Étretat besticht durch seine steilen Felsklippen und die atemberaubende Aussicht auf das strahlend blaue Meer von höher gelegenen Aussichtsplattformen. Die Restaurants in dem kleinen Örtchen bieten typisch französische Küche an, der Fokus liegt natürlich auf Meeresfrüchten und Fisch.

UNESCO Weltkulturerbe: Le Mont-Saint-Michel (Foto:Champagne)

UNESCO Weltkulturerbe: Le Mont-Saint-Michel (Foto:Champagne)

Etwa zwei Stunden Autofahrt südöstlich von Étretat entfernt liegt die Insel Mont-Saint-Michel. Sie befindet sich inmitten des Wattenmeers der Normandie und ist nur einen Kilometer von der Küste entfernt. Seit über 30 Jahren zählen die Bucht und der Berg zum Weltkulturerbe der UNESCO, jährlich besuchen die Insel an die 3,5 Millionen Besucher.

Mit einem kostenlosen Shuttle-Bus erreicht man in etwa zehn Minuten bequem über einen

92 Meter hoch: Die Insel Mont-Saint-Michel (Foto:Champagne)

92 Meter hoch: Die Insel Mont-Saint-Michel (Foto:Champagne)

Steg  die Insel. Auf der Insel selbst ist man auf seine Füße angewiesen, denn dort gibt es ansonsten kein anderes Fortbewegungsmittel. Auf der Burg selbst gibt es viele Restaurants, die sich hauptsächlich auf französische Küche spezialisiert haben, Meeresfrüchte und Fisch stehen auch hier ganz oben auf der Speisekarte.
Neben den Restaurants gibt es  vier kleine Museen, die sich mit der Geschichte der Insel befassen und außerdem sehr kindgerecht gestaltet sind. Ein Highlight ist außerdem die Kathedrale, die sich fast auf dem höchsten Punkt des Bergs befindet. Der Eintritt ist für Personen unter 25 Jahre frei!

Vorschau: Nächste Woche entführen wir euch in Hessens Hauptstadt Wiesbaden!

Portugal im Februar, Teil 2: Atlantikluft, noch mehr Fisch und der Klang von Fado

Nazare ist ein am Atlantik gelegener Küstenort. Wir machten uns von Aveiro mit dem Bus dorthin auf. Bekannt ist Nazare vor allem für seine Riesenwellen – viele Orte an der Atlantikküste Portugals sind wahre Surferparadiese. Der erste Eindruck von Nazare wollte nicht so ganz überzeugen – viele Hotels dicht an dicht gebaut. Beim Ausstieg aus dem Bus wussten wir noch nicht, wo wir übernachten würden, hatten aber von einem Hostel gehört. Als wir uns nach dem Weg erkundigten, erklärte uns eine ältere, unglaublich liebenswürdige Frau, deren Haut von Sonne und Meer gegerbt war, auf Portugiesisch (wir sprachen alle kein Wort!) wie wir dorthin kämen. Sie kam gar nicht mehr aus ihrem Redefluss heraus und küsste uns alle vier zum Abschied auf die Backen. Was für eine Begrüßung! Als wir eine Häuserzeile nahe der Strandpromenade entlangschlenderten, winkte uns eine Frau zu, die uns mit unseren riesigen Backpacking-Rucksäcken wohl sofort als Touristen ausgemacht hatte. Sie zeigte uns ein Apartment in einem Hinterhof. Es hatte einen kleinen Balkon, Küche, zwei Schlafzimmer und Wohnzimmer. Der Preis war akzeptabel und wir wollten uns auch nicht länger als eine Nacht in Nazare aufhalten.

Unsere Abendplanung für Nazare – Fisch essen. Der Atlantik lag direkt vor unserer Nase und wir hatten bereits ein Fischrestaurant ins Visier gefasst. Das war bereits gut gefüll. Ein kleines Lokal mit, wen wundert es, Mosaiken an den Wänden. Wir wurden hereingebeten und bekamen erst einmal einen Schnaps serviert. An der Theke Fisch und Meeresfrüchte wo man hinsah. Allerdings taten wir uns bei der Bestellung schwer – doch der überaus nette und attraktive Kellner eilte uns zur Hilfe und verriet uns seine Lieblingsgerichte – er war der Sohn des Inhabers. Hier arbeiteten alle mit – Geschwister, Vater, Mutter. Ein richtiger Familienbetrieb. Wir bestellten zwei gegrillte Fische, Garnelen in Knoblauch, sowie einen Art Reiseintopf mit Meeresfrüchten, der in einem Tongefäß serviert wurde. Das Essen war himmlisch. Doch leider machten sie bei mir und einer Freundin Magenschmerzen bemerkbar während wir diese leckeren Gerichten schlemmten – nein, am Fisch war nichts auszusetzen, um euch zu beruhigen. Das Restaurant empfehle ich jedem weiter. Doch leider schienen unsere Mägen an eine solche Wucht an Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren nicht gewöhnt zu sein. Wir hatten den halben Tag im Bus verbracht und uns die Reise über nicht gerade ausgewogen ernährt. Leider verabschiedeten sich die Magenkrämpfe auch nachts nicht. Doch diesen Teil der Geschichte erspare ich euch lieber. Meinen Geburtstag verbrachte ich traurigerweise im Bett, während meine Freundinnen am nächsten Morgen Nazare erkundeten.

Faszinierender Ausblick auf Lissabon (Foto: Mätzke-Hodzic)

Faszinierender Ausblick auf Lissabon (Foto: Mätzke-Hodzic)

Gegen Mittag machten wir uns nach Lissabon auf. Die Stadt kam uns riesig vor. Am Busbahnhof angekommen, fuhren wir mit der U-Bahn ins Zentrum, wo sich unser Apartment befand, das wir über Airbnb gebucht hatten. Auch durch Lissabon schlängeln sich viele kleine Straßen steile Hänge hoch. In einer solchen Straße war unser Apartment gelegen. Die Lage war perfekt und wir fühlten uns sofort pudelwohl. Nachdem wir Lissabon eingehend erkundet hatten, eine abenteuerliche Bahnfahrt mit der ältesten Straßenbahnlinie, die enge Gassen knarrend bergauf (!) ächzt, nichts für schwache Nerven, erlebt und Kirschschnaps in portugiesischer Manier getrunken hatten – die Kirschkerne werden einfach auf den Boden gespuckt – unternahmen wir einen Tagesausflug  ins nahegelegene Sintra. Dort befinden sich gleich mehrere Unesco-Weltkulturerbe auf quasi einem Fleck – eine alte maurische Festung, Schlösser mit Einflüssen aus unterschiedlichen Epochen und ein großflächig angelegter Park mit einer beeindruckenden Flora und Fauna. (Ich habe das erste Mal einen Korkbaum gesehen!)

A Tasca de Maja - Berauscht von Wein und Fado (Foto: Mätzke-Hodzic)

A Tasca de Maja – Berauscht von Wein und Fado (Foto: Mätzke-Hodzic)

Unseren letzten Abend verbrachten wir ihm alten, maurischen Stadtteil Alfama, dem wir auch tagsüber schon einen Besuch abgestattet hatten. Nachts versprühte dieser Stadtteil einen ganz besonderen Charme. Eine ganze Straße war vom sanften Gitarrenklang und dem melancholischen Fado-Gesang erfüllt.  Fado – die Nationalmusik Portugals entstand vermutlich, als sich portugiesische Seemänner oft monatelang auf See befanden und sowohl die Männer als auch die zurückgelassenen Frauen in Liedern ihre Sehnsucht ausdrückten. A Tasca de Maja ist eine kleine gemütliche Fadobar. Gegründet wurde sich von Maja,  einer gebürtigen Bosnierin, die dort an der Musikakademie studierte, eher zufällig auf Fado aufmerksam wurde, als sie Lieder der populären Sängerin Amalia Rodrigues hörte und sich in die Musik verliebte. In Portugal hat sie bereits beächtliche Bekanntheit erlangt und spricht nebenher auch noch fließend Portugiesisch. Während wir Hauswein tranken und würzige Käsehäppchen naschten, lauschten wir gebannt dem für mich ganz neuen Klang der traditionellen Fado-Lieder. Eine junge Frau zeichnete während des Abends eine Karikatur von mir und meinen Freundinnen – ein Andenken, an diesen schönen Urlaub.