Socken zu Weihnachten?

Dass Männer nicht unbedingt gerne einkaufen gehen, ist wohl bekannt. Wenn Man(n) ganz ehrlich ist, zeigt sich das bei den meisten auch im Kleiderschrank.Leider reden wir hier nicht nur über das Lieblingsshirt und die Lieblingsjeans, die bei jeder Gelegenheit von „dem Stuhl“ genommen und angezogen werden – auch der Kauf von neuer Unterwäsche und Socken fällt den meisten Männern schwerer als man vermuten mag.Da werden die guten schwarzen Tennissocken trotz dem vierten Loch noch in Gebrauch genommen und mit den Shorts kombiniert, auf denen das CK-Logo schon lange nicht mehr lesbar ist.

Kaufverhalten der Männer

Welcher Mann greift bei seinem halbjährigen Shopping-Trip zu neuer Unterwäsche, wenn er stattdessen eine neue Bluejeans, neue Sneaker, ein neues einfarbiges Shirt oder zur Abwechslung mal einen neuen Anzug für die Arbeit kauft? Durch die medienwirksame Vermarktung von halbnackten Männermodels auf sozialen Netzwerken hat sich zum Glück schon einiges an dieser Front getan. Doch im Vergleich zu den Frauen hinken wir Männer bei dem Thema immer noch sehr hinterher.Dabei genießt es doch auch jeder von uns, wenn eine Frau schön eingepackt ist. Wieso sollte es den Damen mit den Männern da nicht ebenso gehen? Das Thema Verpacken ist aber auch genau das, worum es hier gehen soll, denn wer nicht aktiv den Schritt geht sich neu einzukleiden, darf sich auch nicht ärgern, wenn er  mit den nötigen Utensilien beschenkt wird.

Die Lösung wird manchmal nicht richtig gedeutet

Wenn eure Frau, eure Eltern, eure Geschwister oder eure Freundin sich dazu entscheiden, euch neue Wäsche oder neue Socken zu schenken, solltet ihr das nicht als komplette Ratlosigkeit deuten. Wahrscheinlich ist es der vorsichtige Hinweis darauf, dass ihr zu den eingangs erwähnten Herren gehört. Probiert das Geschenk also lieber einmal an und schaut ob es gut aussieht und sich gemütlich anfühlt, bevor ihr es enttäuscht zur Seite legt. Nehmt das zuerst vielleicht eher ungeliebte Präsent doch als Anstoß, mal auf „dem Stuhl“ nachzusehen. Und? Ist da möglicherweise mal eine komplette Überholung der Wäschesammlung nötig? Und für alle unschlüssigen Schenker gilt: Scheut euch nicht beim Weihnachtsshopping in der Wäscheabteilung für Herren zuzuschlagen!

Der Nächste Beitrag am 05.01.2017 wird eine Vorraussage über die Mode des neuen Jahres geben.

 

Business Styleguide für Sie

Vor allem Studentinnen, die ein Praktikum machen oder ins Berufsleben starten, stellt sich die Frage, was sie nun zu welchem Anlass tragen sollen, was beachtet werden muss und welche Fauxpas vermieden werden sollten. Um mit einem guten Gefühl ins Berufsleben zu starten reicht es, ein paar Stil-Regeln zu beachten.

Die wahrscheinlich wichtigsten Basics für berufstätige Frauen sind Blusen. Erstere sollten gut sitzen und farblich gedeckt gestaltet sein. Neben den klassisch-einfarbigen Blusen sind auch gestreifte und leicht karierte Blusen für den Berufsalltag angemessen. Auch schön sind feine Polo-Shirts, Schluppenblusen aus Seide oder T-Shirts mit moderatem Ausschnitt. Wichtig ist immer, dass die Schultern vom Oberteil bedeckt werden, alles andere wirkt schnell anrüchig.

Blazer sind vor allem bei Geschäftsterminen Pflicht und können im Frühling und Herbst eine dünne Jacke ersetzen. Die Farben schwarz, dunkelblau, beige, braun und grau gehen immer, weiß nur im Frühling und Sommer. In weniger konservativen Branchen wie zum Beispiel dem Medien- und Marketingbereich können auch Blazer in pink, hellblau oder grasgrün getragen werden, allerdings sollte der Rest des Outfits dann sehr schlicht gestaltet sein. Alternativ bringen auch leichte Strickwesten über Blusen oder Twin-Sets (Anm. d. Red: Strickwesten mit passenden T-Shirts oder Tops) Abwechslung in die tägliche Job-Garderobe.

Auf Schals und Tücher wird im Job eher verzichtet. Wer zu Halsschmerzen neigt oder im Winter etwas um den Hals tragen will, entscheidet sich deshalb für Rollkragen-Pullover.

Wichtig ist auch ein gut sitzendes Beinkleid: Stoff-Hosen in der Farbe des Blazers komplettieren das Business-Dress zu einem stimmigen Bild. „Gut sitzend“ bedeutet, dass die Hose nicht auf Hüfthöhe aufhört und bei der kleinsten Bewegung den Slip freigibt. Außerdem sollte sie auf Absatzhöhe abschließen. Sowohl zu weite als auch zu enge Hosen sollten vermieden werden.

Röcke und Kleider stellen, vor allem im Sommer, eine charmante Alternative zu Hosen dar. Für beide gilt, dass das Rockende maximal eine Handbreit über dem Knie endet. Schick sind Falten- und A-Linien-Modelle bei Röcken und Kleidern.

Als Jacken eignen sich im Frühjahr und Herbst beigefarbene Trenchcoats und dünne Mäntel. Im Winter leisten schwarze oder graue Wollmäntel oder Daunenjacken gute Dienste.

Viele Frauen hassen sie, trotzdem sind sie in Büro-Berufen unumgänglich: die Seidenstrümpfe. Gehasst werden sie dafür, dass sie unbequem sein sollen und dauernd Laufmaschen bekommen. Trotzdem bewirken die hautfarbenen Seidenschläuche kleine Wunder: Sie lassen Äderchen und leichte blaue Flecken verschwinden, sodass die Beinoberfläche ebenmäßiger wirkt. Stärkere blaue Flecken kann man mit Concealer oder Camouflage-Make-Up bekämpfen. Außerdem vermeidet man mit den Strümpfen schwitzende, in den Schuhen rutschende Füße und Blasenbildung.Vorsorglich sollte man immer ein zweites Paar Strümpfe in der Tasche oder im Schreibtisch griffbereit halten.

Heimtückisch sind weiße Blusen, T-Shirts und die weiße Anzugshose, die man im Sommer gerne trägt, erkennt man doch oft schon von Weitem, welche Farbe die Unterwäsche hat. Da weiße Blusen allerdings zur Grundgarderobe der Business-Dame gehören, hilft folgender Tipp: Hautfarbene, gut sitzende Unterwäsche zeichnet sich überhaupt nicht ab und trägt dadurch zum Wohlbefinden bei. Im Job ist es sehr wichtig, dass Slip und BH optimal passen- die Bequemlichkeit und nicht die Attraktivität steht hier im Vordergrund.

Den Knackpunkt eines Business-Outfits stellen gerade für Berufseinsteigerinnen oftmals die Schuhe dar: Der Absatz sollte nicht zu hoch sein, zwischen 3 und 5 cm sind optimal. Flache Ballerinas wirken oft zu mädchenhaft, weswegen man sich wenigstens für eine kleine Erhöhung der Sohle entscheiden sollte. Ein absolutes No-Go sind Schuhe mit Plateau-Absatz. Diese wirken schnell billig und unpassend. Ähnliches gilt auch für Peep-Toes. Während Pumps, Stiefeletten und Ankle-Boots immer und überall gehen, sollte man als Praktikantin oder Berufseinsteigerin anfangs auf Stiefel, Sandalen und Sandaletten verzichten und sich – sobald man ein gewisses Gespür für den individuellen Dress-Code des Unternehmens hat – am Stil der Kolleginnen orientieren.

Bei Schuhen gilt mehr als bei der Kleidung der Grundsatz „Qualität statt Quantität“. Es lohnt sich, in zeitlose, klassische Modelle aus hochwertigen Materialien und mit guter Verarbeitung zu investieren. Schöne Lederpumps in gedeckten Farben wie schwarz, grau und beige können beispielsweise in Kombination mit einer passenden Tasche, ein eher günstigeres Outfit aufwerten und passen zu fast allen Farbzusammenstellungen.

Die Handtasche – beste Freundin der Frau – fällt im Arbeitsalltag am besten etwas überdimensioniert aus, da sie neben den kleinen Helfern wie Make-Up-Täschchen, Ersatz-Strumpfhose, Blasenpflastern, Kopfschmerztabletten und Deo oft auch Transportmittel für Aktenmappen oder sogar den Laptop darstellt. Alternativ können die genannten Kleinigkeiten, die das Leben einer Frau erleichtern, auch im Schreibtisch deponiert werden. Der große Shopper kann dann durch ein kleineres Exemplar und eine schicke Laptoptasche getauscht werden. Wie auch bei den Schuhen sollte auch bei der Handtasche eher auf Qualität statt Quantität gesetzt werden. Schön ist, wenn die Tasche Stil und Farbe der Schuhe aufgreifen.

Bei Accessoires gilt die Faustregel ,,nie mehr als sieben Stücke“, wobei ein Paar Ohrringe und eine Brille jeweils als zwei Teile zählen. Auch der Gürtel fällt unter die sieben Stücke. Des Weiteren sollte Schmuck eher dezent ausfallen, beispielsweise ein paar Perlenstecker, eine zarte Goldkette oder ein feiner Ring. Es darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, als würde man sich hinter dem Schmuck verstecken. Auch sollte dieser die Persönlichkeit unterstreichen, nicht aber dazu dienen, sich zu verkleiden.

Ein gepflegtes Äußeres stellt darüber hinaus die halbe Miete dar: Hetzt man von einem Termin zum anderen, vom klimatisierten Besprechungsraum in das überhitzte Großraumbüro und auf dem Weg zum Auto vielleicht auch noch durch den Regen, ist die Frisur oftmals schnell zerstört. Abhilfe schaffen simple Hochsteckfrisuren, Haarknoten oder Pferdeschwänze, die nicht nur ein zerrupftes Aussehen vermeiden, sondern auch die Haare aus dem Gesicht halten und somit für gesteigerte Konzentration sorgen. Colorierte Haare sollten regelmäßig nachgefärbt werden, da nichts ungepflegter wirkt als ein zentimeterlanger Ansatz

Das Make-Up wird schlicht gehalten: In der Regel reicht eine getönte Tagescreme, ein wenig Rouge und Wimperntusche. Neigt man zu fettiger Haut, kann ein wenig Puder auf den glänzenden Stellen Wunder bewirken. In der Handtasche sollte immer auch ein Lipgloss zu finden sein, der nach dem Essen, vor Besprechungen und bei trockenen Lippen durch Heizungs- und Klimaanlagenluft eingesetzt wird. Lippenstifte und Lidschatten in zu auffälligen, dunklen Farben sollten vermieden werden

Auch wenn Tattoos und Piercings nach und nach immer gesellschaftsfähiger werden, so sollte doch vermieden werden, diese im Job all zu offen zu tragen: Piercings im Gesicht sind in den meisten Berufen unerwünscht und müssen herausgenommen werden. Tattoos sollte man nach Möglichkeit bedecken, zum Beispiel mit einer breiten Uhr am Handgelenk oder langen Hosen am Knöchel. Fühlt man sich dadurch dann doch zu eingeschränkt in seiner Persönlichkeit, sollte man auf seinen Chef zugehen: Immer mehr Führungspersonen akzeptieren Körperschmuck nach Absprache.

Eine Ausnahme des starren Business-Dress-Code ist der sogenannte Casual Friday, der mittlerweile in den meisten großen Unternehmen praktiziert wird. Freitags werden Stoffhosen durch Jeans, Blazer durch Strickwesten und Pumps durch Ballerinas ersetzt.

Vorschau: Nächste Woche gibt es hier einen Business Styleguide für Ihn.