Eure Meinung ist uns wichtig!

Alles neu – und nur für euch! Das verflixte siebte Jahr konnte Face2Face nicht kleinkriegen. Ganz im Gegenteil: Im Juni haben wir das Konzept unseres Online-Magazins auf den Kopf gestellt.

Jung, authentisch, unabhängig, Face2Face! Bei uns kommt jeden Monat ein Lifestyle-Thema nicht nur auf den Tisch, sondern auch auf den Prüfstand. Wir denken quer, wir fragen nach, wir schauen rein, wir testen – jeden Sonntag genau an dieser Stelle.

Seit Juni haben wir nicht nur getestet wie es sich ohne Fahrrad in einer Fahrradstadt lebt, wie ein Fleischliebhaber damit klarkommt, wenn er eine Woche lang auf tierische Produkte verzichtet, und ob die eigenen vier Wände ausreichen, um sich fit zu halten. Wir haben auch Interviews geführt – mit Karrierefrauen, einer ehemals sportsüchtigen Influencerin und einer Farb- und Stilberaterin. Und wir waren für euch zur Zeit der Lotusblüte in Japan unterwegs, im Fahrradland Nummer 1 und in zwei Ostseebädern mit ganz besonderem Flair.

Jetzt seid ihr gefragt! Wir möchten wissen, wie das neues Konzept bei euch ankommt! Dafür müsst ihr nur drei einfache Fragen beantworten.

Eure Meinung ist uns wichtig! (Foto:derateru / pixelio.de)

Hier geht´s zur UMFRAGE. Nehmt bis zum 7. Januar 2018 teil und helft uns dabei, Face2Face noch mehr nach eure Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten!

War for talents – oder doch nicht?

Freut sich über die Abgabe ihrer Bachelor-Arbeit - und wir freuen uns über die spannenden Ergebnisse: Alice Schweitzer (Foto: privat)

Freut sich über die Abgabe ihrer Bachelor-Arbeit – und wir freuen uns über die spannenden Ergebnisse: Alice Schweitzer (Foto: privat)

Sie sind gut ausgebildet und hochqualifiziert: Hochschulabsolventen. Ein regelrechter „war for talents“ (zu Deutsch: Kampf um Talente) ist um die Studenten der Generation Y entbrannt – so zumindest die Theorie. In ihrer Bachelor-Arbeit geht Alice Schweitzer den wirklich brennenden Fragen auf den Grund: Absolventen welcher Fächer werden zurzeit gesucht? Und liegt die größte Herausforderung von Hochschulabsolventen tatsächlich darin sich zwischen unzähligen, tollen Jobangeboten entscheiden zu müssen?

Face2Face: Wie sehen denn die Chancen für Hochschulabsolventen auf dem deutschen Arbeitsmarkt aus?
Alice: Aufgrund des demografischen Wandels stehen die Chancen für Hochschulabsolventen derzeit sehr gut. Es gibt mehr alte als junge Menschen. Vor allem  qualifizierte, junge Menschen werden deshalb händeringend gesucht.

Face2Face: In deiner Arbeit ist sogar von einem „war for talents“ die Rede. Spürst du als Hochschulabsolventin oder deine ehemaligen Kommilitonen etwas davon?
Alice: Leider nein. Das liegt wahrscheinlich an unserem Studiengang Medien- und Kommunikationsmanagement. Wirtschaftliche Studiengänge sind sehr beliebt. Hier gibt es viele qualifizierte Absolventen, daher ist die Nachfrage in diesem Bereich größtenteils gedeckt. Bei technischen Studiengängen sieht es da schon anders aus.

Face2Face: Absolventen welcher Fächer werden denn zurzeit besonders gesucht?
Alice: Absolventen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) werden dringend gesucht. Grund dafür ist unter anderem eine Rezession um 1993/94. Zu dieser Zeit fiel die Nachfrage nach Ingenieuren und es kam zu Einstellungsstopps. Daher wählten damals viele Hochschüler andere Fächer. Jetzt fehlen genau diese qualifizierten Fachkräfte. Die Auswirkungen spürt die Wirtschaft heute noch.

Face2Face: Für deine Arbeit hast du auch eine Umfrage unter Hochschulabsolventen durchgeführt und sie gefragt, was sie sich von ihrem zukünftigen Arbeitgeber wünschen. Was haben sie geantwortet?
Alice: Sie wünschen sich vor allem ein gutes Betriebsklima, einen sicheren Arbeitsplatz und Weiterbildungsmöglichkeiten. Selbstverständlich spielt auch eine gute Bezahlung eine Rolle.

Face2Face: Gibt es deiner Recherche nach Unternehmen, die sich große Mühe geben, den Anforderungen der Hochschulabsolventen gerecht zu werden? Stichwort: Employer Branding.
Alice: Ja, vor allem große Unternehmen wie Daimler, Bosch und Co. haben Ressourcen, um gutes Employer Branding zu betreiben. Kleiner Unternehmen liegen hier etwas zurück, da sie meist nicht die finanziellen Mittel haben, um die Unternehmenskultur nach außen tragen zu können.

Face2Face: Nun bist du ja selbst Hochschulabsolventin. Worauf legst du bei deinem zukünftigen Arbeitgeber besonders wert?
Alice: Als Vertreter der Generation Y lege ich vor allem Wert darauf, dass Privatleben und Beruf miteinander vereinbar sind. Flexible Arbeitszeiten finde ich besonders wichtig. Ein Beruf muss zudem Spaß machen und ein gewisses Maß an Verantwortung darf nicht fehlen.

Jetzt seid ihr dran, liebe Leser! Wie seht ihr das? Was ist euch bei der Berufswahl besonders wichtig?

Das Smartphone – Droge oder nützlicher Gebrauchsgegenstand?

Ständig in der Hand: Das Smartphone. Sind wir schon suchtgefährdet? (© Ute Mulder / pixelio.de)

Ständig in der Hand: Das Smartphone. Sind wir schon suchtgefährdet? (© Ute Mulder / pixelio.de)

Beim Treffen mit Freunden, beim Autofahren, während der Vorlesung – das Smartphone ist heutzutage fast überall dabei. Wenn dann noch Stichworte wie Handy-Sucht oder digitale Demenz durch die Medien geistern, bekommt es der eine oder andere mit der Angst zu tun.

Doch wie Smartphone-suchtgefährdet sind junge Menschen überhaupt? Und sind die Ängste, die mit der scheinbar ununterbrochenen Smartphone-Nutzung einhergehen, berechtigt?

15 Personen zwischen 20 und 30 haben uns in Form einer anonymen Umfrage Einblick in ihr Smartphone-Nutzverhalten gegeben. Acht der Befragten sind weiblich, sieben männlich, sodass wir euch ein ausgewogenes, wenn auch nicht repräsentatives Ergebnis präsentieren dürfen.

Hier ein Pfeifen, dort ein Summen und das im Minutentakt – kostenlose Messaging-Dienste und Gruppenchats sorgen dafür, dass am laufenden Band Nachrichten via Smartphone verschickt werden. Ein in der FAZ geschildertes Experiment mit Oberstufenschülern, die ihre Handys zwei Stunden lang ausschalten mussten, zeigt Erschreckendes: Teilweise erhielten die Schüler in besagtem Zeitraum rund zweihundert Kurznachrichten.
Tatsächlich gab ein Teilnehmer der Face2Face-Befragung an, im Durchschnitt über 50 Nachrichten pro Stunde zu erhalten.

Über 50 Nachrichten pro Stunde? Einer der 15 Umfrage-Teilnehmer gab diesen Wert an (Grafik: T. Gartner)

Über 50 Nachrichten pro Stunde? Einer der 15 Umfrage-Teilnehmer gab diesen Wert an (Grafik: T. Gartner)

Jedoch legten sich auch sechs Personen darauf fest, nur ein bis zwei Nachrichten pro Stunde zu erhalten.

Durchschnittlich drei Stunden pro Tag und damit fast 50 Minuten länger als im Jahr davor waren Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren 2013 online. Zu diesem Ergebnis kam der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest in der jährlich erscheinenden JIM-Studie (Jugend, Information, Multi-Media). Die Verbreitung von Smartphones wird als Hauptgrund für die verstärkte Internetnutzung gesehen: 2013 besitzen 73 % ein Handy beziehungsweise Smartphone – 2011 hingegen waren es nur 29 %.

Erschreckend oder längst Alltag? Drei Stunden am Tag beschäftigen sich viele mit ihrem Smartphone (Grafik: T. Gartner)

Erschreckend oder längst Alltag? Drei Stunden am Tag beschäftigen sich viele mit ihrem Smartphone (Grafik: T. Gartner)

Unsere Face2Face-Umfrage zeigt, dass drei Stunden ein durchaus realistischer Wert für die Beschäftigung mit dem Smartphone ist. Zwar gaben sechs Personen an, eine Stunde oder weniger pro Tag mit ihrem Smartphone zu verbringen, insgesamt 8 Befragte sehen sich jedoch bei zwei bis drei und drei bis fünf Stunden. Ein Teilnehmer gab sogar an, sich täglich fünf bis sechs Stunden mit dem Smartphone zu beschäftigen.

Unzählige Nachrichten, stundenlanges Online- und Erreichbarsein – sind wir denn nun Smartphone-abhängig oder nicht?
„Das Smartphone ist meine Droge an stressigen Tagen“ – so beschreibt ein an der Umfrage Teilnehmender sein Nutzverhalten. Ein weiterer Teilnehmer spricht sogar von einer „Mutter-Kind-Beziehung“ zwischen ihm und seinem Smartphone. Ohne Handy fühle er sich schutzlos, schreibt er.
Doch auch weniger emotionale Bindungen zwischen Smartphone und Nutzer offenbaren sich in unserer Umfrage: „Nützlicher Gebrauchsgegenstand“, „praktisch“ und „schön, wenn man’s hat, aber es geht auch ohne“ schreiben die Befragten.

Smartphone-Nutzung: Hauptsächlich zu Kommunikationszwecken (Grafik: T. Gartner)

Smartphone-Nutzung: Hauptsächlich zu Kommunikationszwecken (Grafik: T. Gartner)

Und was sagen die Experten?
„Viele Jugendlichen nutzen das Smartphone zwar intensiv, sie sind aber nicht abhängig“, sagte Medienpädagogin Angelika Beranek der FAZ. Stattdessen biete das Internet und damit verbunden auch das Smartphone „große Chancen für die sozialpsychologischen Reifungsprozesse in dieser Lebensphase“ weiß Mediensoziologin Sabina Misoch. Das Knüpfen und Pflegen von Kontakten ist also ein wesentlicher und vor allem positiver Aspekt der Smartphone-Nutzung. Das bestätigt auch die Face2Face-Umfrage: Am häufigsten wird das Handy zu Kommunikationszwecken genutzt.

Aber geht´s denn auch ganz ohne? Das wollten wir von unseren Umfrage-Teilnehmern wissen. Und siehe da: Die deutliche Mehrheit antwortete auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnten, einen oder mehrere Tage ohne Smartphone zu leben, mit „Ja, klar, kein Problem!“ Vier der Befragten würden sich immerhin problemlos einen Tag lang von ihrem Handy trennen – mehrere Tage aber auf keinen Fall.

Wer mehr über seine ganz persönliche Smartphone-Nutzung herausfinden möchte, dem empfehlen die Face2Face-Mitarbeiterinnen Vanessa und Melanie die an der Uni Bonn entwickelte Android-App „Menthal“. Sie analysiert, wie viel Zeit ihr am Tag mit dem Handy verbringt und welche Apps ihr am häufigsten nutzt.

Mehr zum Thema Smartphone gefällig? Wie der Selbstversuch einer Face2Face-Autorin, vier Tage lang ohne Whatsapp zu leben, ausgeht, lest ihr HIER.

Vorschau: Am Dienstag, 15. Juli erwartet euch an dieser Stelle ein Interview mit einer Autorin, die erotische Romane schreibt. 

Online-Lebensmittelhandel – Nischenmarkt mit Potenzial?

Ein paar Klicks und schon liegen die Zutaten für ein leckeres Essen im digitalen Einkaufskorb. Kurze Zeit später klingelt es an der Tür und Gemüse, Brot, Fleisch und Joghurt werden geliefert. So könnte der Lebensmitteleinkauf in naher Zukunft aussehen. Elisabeth Hander (27) hat im Rahmen ihrer Masterarbeit eine Konsumentenbefragung zum Thema Online-Lebensmittelhandel durchgeführt. Was sie dabei herausfand, erzählt sie uns im Face2Face-Interview.

Face2Face: Wie bist du auf die Idee gekommen, dich mit dem Thema Online-Lebensmittelhandel zu beschäftigen? Was ist so spannend an diesem Thema?
Elisabeth: Neben meinem Studium war ich neun Monate als Werkstudentin im Vertrieb tätig. Weil ich das sehr spannend fand, war für mich klar, dass das Thema meiner Masterarbeit in Richtung Vertrieb gehen wird. Ich habe dann einige Wochen im Internet recherchiert, um das passende Thema zu finden. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Thema „Online-Shop“ immer mehr in den Fokus rückt. Und so stand schließlich der Titel meiner Arbeit fest: „Einführung und Optimierung eines internetbasierten Shopsystems für Discounter im Online-Lebensmittelhandel in Deutschland – dargestellt am Beispiel von Aldi Süd und Lidl“.
Ich persönlich finde das Thema Online-Lebensmittelhandel besonders für Deutschland sehr spannend, da es in den kommenden Jahren wohl weiterhin ein Nischenmarkt bleiben wird. Das hängt einerseits mit dem mangelnden Vertrauen der Verbraucher gegenüber der Frischequalität der Lebensmittel und andererseits mit den wenig erfolgreichen und ausgereiften Geschäftsmodellen der Lebensmitteleinzelhändler im Onlinesegment zusammen. Im Ausland, beispielsweise in England und den USA, ist der Online-Lebensmittelmarkt weit fortgeschritten und wird vermehrt genutzt. Fest steht, dass der Online-Lebensmittelhandel in Deutschland viel Potenzial aufweist und damit eine neue Vertriebsart neben dem stationären Handel darstellt.

Ist mit ihrer Masterarbeit zum Thema Online-Lebensmittelhandel sichtlich zufrieden: Elisabeth Hander (Foto: privat)

Ist mit ihrer Masterarbeit zum Thema Online-Lebensmittelhandel sichtlich zufrieden: Elisabeth Hander (Foto: privat)

Face2Face: Im Rahmen deiner Masterarbeit hast du eine Umfrage durchgeführt – wie bist du dabei vorgegangen?
Elisabeth: Die Umfrage basiert auf einer quantitativen Erhebung. Ich habe die schriftliche Form gewählt, um die Konsumenten bei Aldi Süd und Lidl persönlich zu treffen und zu befragen, da diejenigen, die bei den beiden Discountern über den stationären Handel ihre Einkäufe tätigen, zu den potenziellen Onlinekäufern gehören.
Ich habe insgesamt 50 Personen befragt, 25 davon vor Aldi Süd und weitere 25 vor Lidl. Die Teilnehmer wurden zufällig ausgewählt und von mir beim Verlassen des Geschäfts angesprochen.
Der Fragebogen unterteilte sich in vier Teilbereiche. Befragungsteil A beinhaltet die Erfahrungen, Erwartungen und Bedürfnisse der Teilnehmer in Bezug auf den Online-Lebensmittelhandel. In Teilbereich B wurde der Trend im Hinblick auf den Online-Lebensmittelshop erfragt. Der Bereich C enthält die demografischen Daten der Teilnehmer und im Teilbereich D hatten die Befragten zusätzlich die Möglichkeit, Wünsche und Kommentare zum Thema Online-Lebensmittelhandel zu äußern.

Face2Face: Was sind die Ergebnisse deiner Studie?
Elisabeth: Den größten Anteil bei der E-Commerce-Nutzung machen die 21- bis 30-Jährigen aus, gefolgt von den 31- 40-Jährigen und den unter 20-Jährigen.
Zu den meistgekauften Produkten im E-Commerce zählen Textilien/ Accessoires, elektronische Geräte, Bücher in print und digital. Es zeigt sich, dass Lebensmittel verhältnismäßig wenig online eingekauft werden.
Auf die Frage, „Was erwarten Sie von Ihrem Discounter, wenn Sie Lebensmittel online bestellen?“, haben die meisten „hohe Qualität, flexible Liefer- und Abholzeiten sowie niedrige Liefer- und Abholgebühren“ angegeben.
Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch und Wurst, Milchprodukte und Ei, Joghurt und Dessert, Brot und Backwaren, Obst und Gemüse würde die Mehrheit der Befragten nicht über einen Online-Lebensmittelshop bestellen. Produkte mit einer längeren Haltbarkeit hingegen, wie Tabak, Konserven, Öl und Kaffee sind leichter über den Online-Shop zu vertreiben als frische Produkte.
Der Großteil der Teilnehmer ist bereit, bis zu einem Tag auf die Lieferung nach Hause zu warten. Bei der Selbstabholung wollen die Befragten lediglich eine bis sechs Stunden warten. Die meisten Teilnehmer wollen für die Lieferung weniger als fünf Euro bezahlen. Bei der Selbstabholung sind drei Euro für die Teilnehmer akzeptabel.

Lebensmittel im Internet kaufen - könntet ihr euch das vorstellen? (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Lebensmittel im Internet kaufen – könntet ihr euch das vorstellen? (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Face2Face: Gibt es Konzerne, die ihre Lebensmittel bereits online verkaufen? Und hast du den Eindruck, dass dieses Angebot gut bei den Kunden ankommt?
Elisabeth: Ja, REWE hat zum Beispiel bereits ein Pilotprojekt in einigen deutschen Städten gestartet und vertreibt Lebensmittel online. Zudem verfügt der Supermarkt über eine eigene Logistik und einige Abholstationen. REWE ist einer der ersten Einzelhändler, der seine Lebensmittel neben dem stationären Handel auch online vertreibt. Lidl vertreibt ebenfalls Produkte über einen Online-Shop, allerdings keine Lebensmittel. Aldi Süd verfügt derzeit über keinen Online-Lebensmittelshop.
Das Wichtigste ist, dass die Lebensmitteleinzelhändler ein erfolgreiches Geschäftsmodell im Onlinesegment aufbauen und das Vertrauen der Konsumenten gewinnen. Sie müssten den Verbraucher über Verpackung, Transport, Kühlkette und so weiter aufklären.
Laut meiner Recherchen waren nicht alle Onlinekunden mit dem Service ihrer Lebensmittelhändler zufrieden. Häufig gingen über den Kundenservice Beschwerden wegen der Qualität der gelieferten Produkte sowie der Wartezeit bei Lieferung ein. Das zeigt wiederum, dass der Onlinehandel in Deutschland noch nicht ausgereift und noch optimierbar ist.

Face2Face: Kaufst du selbst Lebensmittel online?
Elisabeth: Ich persönlich kaufe Lebensmittel gerne beim Einzelhändler vor Ort ein. Allerdings habe ich vor, auch einmal Lebensmittel online zu bestellen – einfach um das mal auszuprobieren. Leider liefert REWE nicht in meiner Gegend aus, sonst hätte ich es sofort getestet. Ich werde mich wohl noch gedulden müssen.

Face2Face: Wie siehst du die Zukunft des Onlinehandels mit Lebensmitteln?
Elisabeth: Ich bin davon überzeugt, dass der Onlinehandel mit Lebensmittel in den kommenden Jahren verstärkt zum Thema wird und immer mehr Menschen vertrauter damit umgehen werden, sobald sich die Serviceleistungen (Lieferung und Selbstabholung) der Einzelhändler vermehren und die Erwartungen und Bedürfnisse der Onlinekunden erfüllt werden. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt, und wie lange es dauern wird, bis sich der Onlinehandel mit Lebensmitteln in Deutschland etablieren wird.

Vorschau: Am Dienstag, 3. Juni berichten wir im Panorama über einen gelernten Werbefotograf und seine Prognose für die professionelle Fotografie.

 

„Ein guter Vorsatz ist der erste Schritt“

Von links: Anja Rambacher, Denis Pollach, Janita Sharifi, Sebastian Spies und Alexandra Perlowa (Fotos: privat)

Mit dem Rauchen aufhören, das Studium erfolgreich beenden, mehr Zeit mit den Liebsten verbringen – zu Beginn des neuen Jahres werden fleißig gute Vorsätze gesammelt. Was aber nehmen sich die Face2Face-Mitarbeiter für 2013 vor? Und wie haben sie Silvester verbracht? Fünf Face2Face-Autoren packen aus:

 „Ich feiere Silvester lieber mit Freunden zu Hause als in Clubs oder auf großen Plätzen“, sagt Anja Rambacher. Die Leiterin der Face2Face-Sportredaktion bevorzugt lockere Atmosphäre und gemeinsame Feierei am letzten Tag des Jahres. „Ich habe die letzten Jahre immer mit etwa zwanzig Leuten bei einer gemeinsamen Freundin Silvester verbracht und jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, sprich bei den Vorbereitungen geholfen“, erzählt sie, „ in diesem Jahr gab es gleich doppelt Anlass zum Feiern: Ein Freund von mir hat am 1. Januar Geburtstag und das haben wir mit einer riesigen Hausparty gefeiert.“ Obwohl sie sich bisher noch nie Neujahrsvorsätze gemacht habe, habe sie sich für 2013 einen Klassiker vorgenommen: Bis zum Sommer möchte sie ein paar Kilo abspecken. „Ich esse leider viel zu gerne, deswegen möchte ich in Zukunft bewusster auf meine Ernährung achten“, fügt die 22-Jährige hinzu. Was man sich vornehme, müsse man aber auch wirklich wollen und es nicht nur einfach so dahersagen, aber „ein guter Vorsatz ist der erste Schritt zur Umsetzung“, so Rambacher.

Verbrachte Silvester mit seiner Verlobten in der Schweiz: Denis Pollach (Foto: privat)

 Auch Denis Pollach (22), der Face2Face beratend zur Seite steht, findet es gut Vorsätze zu haben. „Auch wenn man mal seinen Vorsatz nicht erreicht hat, so hat man dennoch einen Schritt in die richtige Richtung getan“, ist sich der Student sicher. Seine Vorsätze für 2012 – mehr Sport treiben und abnehmen – habe er erfolgreich umsetzen können: „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man zur Abwechslung auch mal einen guten Vorsatz umgesetzt hat!“ Für 2013 nehme er sich vor seine Bachelorarbeit sehr gut abzuschließen und eine Arbeitsstelle zu bekommen, erzählt er. Auch möchte er weiterhin viel Sport treiben. Die Neujahrsnacht verbrachte er gemeinsam mit seiner Verlobten und einem befreundeten Pärchen in der Schweiz. „Wir haben gemütlich etwas gegessen und danach den Nachthimmel mit Feuerwerk beobachtet – ein rundum gelungenes Silvester“, findet er.

Beim gemeinsamen Silvesteressen mit Freunden: Janita Sharifi (links) (Foto: privat)

 „Feiertage wie Silvester – nein, danke!“, findet Tipps&Tricks-Mitarbeiterin Janita Sharifi. Im Dezember gebe es eindeutig zu viele Feiertage und von genießen könne da keine Rede sein, sagt sie. Die meisten befänden sich im Weihnachtsstress und jeder wolle an Silvester etwas Besonderes machen. „Was mir aber dennoch gut gefällt, ist die Tatsache, dass man zurückblicken kann“, erzählt die 22-Jährige, „selbst die Menschen verhalten sich viel herzlicher an dem Tag. Außerdem kann Silvester auch Hoffnung für ein erfolgreicheres nächstes Jahr mit noch mehr persönlichen Projekten geben.“ Deshalb hat die Studentin ein paar gute Vorsätze ins Auge gefasst: „Ich hoffe, dass ich 2013 meiner Familie und Freunden mehr Zeit widmen kann. Außerdem möchte ich noch mehr reisen, eine weitere Sprache lernen und einem weiteren sportlichen oder kreativen Hobby nachgehen. Vor allem aber, strebe ich das Organisieren eines klassischen Konzerts an.“ Vorsätze hält sie für sinnvoll, sofern die Ziele klar formuliert und realisierbar seien.

 Die Umsetzung seiner guten Vorsätze sei ihm 2012 „mehr oder weniger gelungen“, sagt Sebastian Spies, neues Mitglied der Musik-Redaktion. Für 2013 nimmt sich der 21-Jährige vor weiterhin fleißig seinen Weg zu gehen, aber auch nie zu vergessen woher er komme. „Gute Vorsätze sind in der Regel nicht schlecht“, findet er, „sie zeigen, dass sich Personen darum bemühen, sich positiv zu verändern.“ Silvester habe er gemeinsam mit Freunden in Landau verbracht. Obwohl es ein Tag wie jeder andere sei, komme es einem so vor, als würden die Karten neu gemischt – „man kann wieder mit neuem Mut neue Chancen wahrnehmen“. Weniger gut gefalle ihm, dass man meistens gar nicht weiß, wie man das vorherige Jahr eigentlich verbracht hat. „Es wird einem klar, dass man seine Vorsätze nicht eingehalten hat und dass man nicht alles tun konnte, was man vorhatte. Oft kommt es auch vor, dass man Schicksalsschläge des Jahres noch einmal durchlebt“, so der Auszubildende.

 Grenzenloses Geböller in der Nacht, das den Schützen zudem leider oft zum Verhängnis werde, kann Kolumnistin Alexandra Perlowa nicht leiden. Die vielen guten Wünsche, die man zum Jahreswechsel erhält und überhaupt das Zwischenmenschliche an Neujahr gefallen der 20-Jährigen hingegen sehr gut. „An Silvester haben wir es auf dem Dorf mit Freunden ruhig angehen lassen“, erzählt sie. Die Nähe zu lieben Menschen habe in diesem Jahr im Vordergrund gestanden. Nachdem sie in 2012 mehr geschafft habe, als sie erwartet hätte, besteht ihr einziger Vorsatz für 2013 daraus der Faulheit den Kampf anzusagen. Vorsätze können ihrer Meinung nach Start- und Orientierungshilfe geben – „alles Weitere sollte man dem Schicksal überlassen!“

Vorschau: Am Dienstag, 22. Januar, gibt es im Panorama ein erstes Review zur Speyerer Postgalerie.

Weniger prickelnd: Die Sektsteuer

Machen nur wenig aus: Die Einnahmen über die sogenannte Schaumweinsteuer (Quelle: BMF)

Vor genau einer Woche hieß es vielerorts wieder: Lasst die Korken knallen! Schließlich will das neue Jahr gebührend willkommen geheißen werden. Und was gehört zu Silvester wie Countdown und Feuerwerk? Richtig: Ein Glas Sekt.

Weniger prickelnd ist dagegen die Tatsache, dass auf den sogenannten Schaumwein seit 100 Jahren eine Steuer erhoben wird. 1902 wurde sie zur Finanzierung der deutschen Kriegsflotte eingeführt, während der Wirtschaftskrise kurzfristig ausge-setzt, um dann 1939 als sogenannter Kriegszuschlag erneut erhoben zu werden. Im Vergleich mit anderen Steuerarten machte die Schaumweinsteuer 2011 mit 454 Mio. Euro übrigens nur etwa 0,08 % der Gesamteinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden aus.

Laut Statistischem Bundesamt lag der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch an Sekt im Jahr 2011 bei etwa fünf handelsüblichen 0,75 Liter-Flaschen. Wie viel Schaumweinsteuer zahlt nun aber ein durchschnittlicher Bürger pro Jahr? Über den sogenannten Sektsteuer-Rechner auf FOCUS MONEY Online lässt sich ermitteln, dass man für eine 0,7 Liter-Flasche „Sekt, Champagner, Prosecco (mehr als 6 % Alkohol)“ pro Monat jährlich zwölf Euro an Sektsteuer bezahlt. Demzufolge entfällt etwa ein Euro pro 0,75 Liter-Flasche auf die Sektsteuer – jeder Deutsche zahlte 2011 also durchschnittlich fünf Euro an Sektsteuer.

Antworten auf die Frage: Wussten Sie, dass auch Sekt mittels der sogenannten Sekt- bzw. Schaumweinsteuer besteuert ist? (Diagramm 1: T. Gartner)

Grund genug einmal nachzufragen, wie bekannt die Schaumweinsteuer eigentlich ist, ob aufgrund der Steuer weniger Sekt gekauft wird und ob sie als gerechtfertigt empfunden wird. Hierzu hat Face2Face 100 Personen im Alter von 14 bis über 40 Jahre befragt. Ihr kanntet die Schaumweinsteuer bisher nicht? – Keine Sorge! Damit seid ihr nicht alleine. Während 58 % der Umfrage-Teilnehmer auf die Frage, ob sie sich über die Erhebung der Bier- und Branntweinsteuer bewusst wären, mit Ja antworteten, gaben nur 44 % an zu wissen, dass auch auf Sekt eine Steuer erhoben wird. Dass es starke Diskrepanzen zwischen dem Wissen von der Bier-/Branntweinsteuer und der Schaumweinsteuer gibt, wird besonders in der repräsentativsten Gruppe der Befragten, den 20- bis 30-Jährigen, deutlich (Vgl. Diagramm 1). Hier sind sich 60 % darüber im Klaren, dass auf Bier und Branntwein eine Steuer erhoben wird; jedoch wissen nur 42 %, dass eine Schaumweinsteuer existiert. Die Schaumweinsteuer ist damit wesentlich unbekannter als die Bier- und Branntweinsteuer.

Antworten auf die Frage: Kaufen Sie aufgrund der Steuer bewusst weniger Sekt bzw. kaufen Sie nun, da Sie über die Zweckungebundenheit der Steuer Bescheid wissen, weniger Sekt? (Diagramm 2: T. Gartner)

Wie das zweite Diagramm zeigt, gaben 89 der insgesamt 96 Personen, die auf die Frage „Kaufen Sie aufgrund der Steuer weniger Sekt bzw. kaufen Sie nun, da Sie über die Zweckungebundenheit der Steuer Bescheid wissen, weniger Sekt?“ antworteten, an, aufgrund der Steuer nicht weniger Sekt zu kaufen. Nur vier Teilnehmer beantworteten die Frage mit Ja. Da der Unterschied zur synonymen Frage bezüglich der Bier- und Branntweinsteuer ein ähnliches Ergebnis brachte – zwei von 96 Personen lassen sich bei der Kaufentscheidung von der Steuer beeinflussen, 90 Teilnehmern gaben an aufgrund der Steuern nicht weniger Bier und Branntwein zu kaufen – ergibt sich, dass die Steuern auf alkoholische Getränke nur minimale Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Konsumenten hat.

Aufgrund dessen könnte man vermuten, dass die Steuer als gerechtfertigt wahrge-nommen oder zumindest akzeptiert wird. Die Umfrage ergab jedoch etwas anderes: Wie in Diagramm 3 zu sehen ist, empfindet die Mehrheit der Befragten, nämlich 66 von 97 Teilnehmern, die Schaumweinsteuer als ungerechtfertigt. Die Argumentatio-nen sind vielfältig, vor allem jedoch der ursprüngliche Einsatz der Schaumweinsteuer zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte und die heutige, damit einhergehende Zweckungebundenheit stößt auf großes Unverständnis: „Genauso «unnötig» wie – mittlerweile – der Solidaritätszuschlag“, „Nicht mehr zeitgemäß“ und „Weil sie jetzt völlig ungerechtfertigt erhoben wird und auch nicht ersichtlich ist, was damit passiert, also wem oder was sie zugutekommt“ kommentieren die Umfrage-Teilnehmer.

Antworten auf die Frage: Die Sekt- bzw. Schaumweinsteuer wurde 1902 zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte eingeführt und wird heute – trotz Änderung der Verhältnisse – nach wie vor erhoben und das zusätzlich zur Mehrwertsteuer. Finden Sie das gerechtfertigt? (Diagramm 3: T. Gartner)

Die 27 Befragten, welche die Schaumweinsteuer als gerechtfertigt empfinden, argumentieren unter anderem mit der Tatsache, dass alkoholische Getränke zu den Genussmitteln zählen und diese zum Leben nicht notwendig seien. Besonders zuge-spitzt formuliert ein Teilnehmer: „Alkohol fällt unter Drogen. Muss nicht unterstützt werden“.

Die meisten der Antworten lassen jedoch auf Passivität und Resignation der Befrag-ten gegenüber der Erhebung der Schaumweinsteuer deuten: „Für irgendetwas wird es schon genutzt werden.“, „Alles wird besteuert, warum also nicht auch der Sekt?“, „Steuern werden einfach benötigt –> Sozialstaat“.

Die Umfrage hat gezeigt, dass die Schaumweinsteuer weitestgehend unbekannt ist. Darüber hinaus fühlen sich die Befragten nicht ausreichend über die Verwendung der durch die Steuer eingenommenen Gelder informiert. Um diese Problematiken zu lösen, ist es notwendig Informationen zu diesem Thema transparenter zu gestalten und somit Verständnis bei den Bürgern schaffen.

Da die Mehrheit der Befragten angab, in erster Linie durch die Medien von der Bier-, Branntwein- und Schaumweinsteuer erfahren zu haben, ist der logische Schluss daraus, dass die Medien mit der wichtigen Aufgabe der Wissensvermittlung betraut werden. Informationen zur Schaumwein- und anderen Steuern sollten dabei altersgerecht aufgearbeitet werden. Wirtschafts- und Politikmagazine sind oftmals auf älteres, überdurchschnittlich gebildetes Publikum ausgelegt; die Informationen sollten jedoch auch für Jugendliche und junge Erwachsene zugänglich gemacht werden. Dieser Lösungsansatz fördert möglicherweise die Bekanntheit der Schaumweinsteuer, aber vor allen Dingen das Verständnis und die Nachvollziehbarkeit seitens der Bürger.

Info:
Wer wissen möchte, wohin die Steuereinnahmen aus dem Jahr 2012 fließen, kann sich HIER schlau machen.

 

Hund, Katze oder Maus? – Die Face2Face-Redaktion packt aus

Vor allem in Bewerbungsgesprächen für Jobs im sozialen Bereich kommt immer häufiger die Frage nach dem Lieblingstier auf. Denn dieses kann teilweise den eigenen Charakter widerspiegeln und manches über das eigene Sozialleben aussagen. Die Tier&Umwelt-Rubrik hat unter den Face2Face-Mitarbeitern nachgefragt: Was ist euer Lieblingstier?

Melanie Denziger schreibt für die Tipps&Tricks-Rubrik und will sich gar nicht so recht auf ein Lieblingstier festlegen. „Jedes Tier, jede Art und jedes Individuum hat etwas Wunderschönes und Faszinierendes“, meint sie. Eine ganz besondere Verbindung bestehe bei ihr aber zu Hunden. Der neue Familienzuwachs, ein kleiner Jack Russel Terrier-Mischling, habe ihr Herz in einer Millisekunde erobert. „Hunde sind in der Regel sehr emphatische und liebenswerte Wesen, sie sind treuherzig und sorgen zudem für ausreichend sportliche Betätigung ihres Besitzers“, findet die 20-Jährige. Neben den Spaziergängen schätzt Denzinger auch die gemeinsamen Stunden auf dem Sofa.

Pflegeleicht und zum Knuddeln: der Hase (Foto: Sabine Menge / pixelio.de)

Pflegeleicht und zum Knuddeln: der Hase (Foto: Sabine Menge / pixelio.de)

Eigentlich findet Bernd Föhr als Journalist der Tier&Umwelt-Rubrik alle Tiere toll. Doch weil es sein chinesisches Tierkreiszeichen ist, hat er sich für den Hasen als sein Lieblingstier entschieden. Bei einem Hasen denken Föhrs Meinung nach die meisten Leute zuerst an die Eigenschaften „schnell“ und „schlau“, aber auch an die „Feigheit“. „Aber auch vorlaut kann er sein, wie: Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts“, erklärt der 25-Jährige. Das seien aber alles nur oberflächliche Sachen. Der Hase ist ein soziales Tier, das sich gerne mit seinesgleichen umgebe, erklärt der Diplom-Biologe. Er gilt bei den Chinesen als harmoniebedürftig und Glückspilz. Sympathie und Kreativität lassen sich den Menschen, die im Tierkreiszeichen Hasen sind, zuschreiben.
„Ich finde das chinesische Tierkreiszeichen sehr faszinierend und die Eigenschaften, die einem im Hase-Jahr geborenen Menschen zugeschrieben werden, als sehr treffend. Deshalb ist der Hase mein Lieblingstier“, so Föhr.

Die besten Freunde, die es gibt, sind für Muriel Heimes, Leiterin der Mode-Rubrik, Hunde. Sie wuchs in einer Familie mit Hund auf und lernte früh die Treue dieser Tiere kennen. „Hunde spüren, wenn es einem nicht gut geht. Es gibt nichts Tröstlicheres, als wenn man deprimiert auf der Couch liegt und der Hund kommt und einen mit der Schnauze an stupst“, so Heimes. Hunde seien zudem sehr intelligent, man könne ihnen viel beibringen und daher unterschiedliche Dinge mit ihnen machen. „Und sie sind für jede Kleinigkeit dankbar und vergessen positive Dinge nicht“, sagt die 24-Jährige über ihr Lieblingstier.

Auch Tipps&Trickslerin Nina Möller (22 Jahre) hat sich den Hasen verschrieben: „Sie sind süß, flauschig und perfekt für eine Familie.“ Besonders beeindruckend findet sie, dass sich Hasen trotz des Niedlichkeitsfaktors, wehren, wenn sie sich bedroht oder unsicher fühlen. Zudem seien Hasen recht pflegeleichte Haustiere, die man kuscheln und knuddeln kann.

Für ein etwas exotischeres Lieblingstier hat sich Johannes Glaserentschieden. Der Wirtschaft&Politik-Redakteur erinnert sich

Ein ganz besonders Lieblingstier: der Pinguin (Foto: Jaros / pixelio.de)

Ein ganz besonders Lieblingstier: der Pinguin (Foto: Jaros / pixelio.de)

noch an den Pinguin „Ping“ von „Urmel aus dem Eis“, aber die wirkliche Begeisterung für das Tier sei erst in den letzten Jahren gekommen. „Nicht nur weil der Pinguin einfach putzig ist, sondern weil ich vor einer Weile einen „Pinguin-Livestream“ der „California Academy od Sciences“ entdeckt habe“, berichtet der 25-Jährige, „unheimlich unterhaltsam!“ Pinguine sind flugunfähige, aufrecht gehende Vögel, die durch ihre Art sich fortzubewegen ziemlich tollpatschig wirken, so Glaser. „Vor allem aber die Art, wie Pinguine wahrgenommen werden, ist absolut faszinierend. Mit Pinguinen kann mein keine negative Assoziation ihnen in Verbindung bringen.“

Vorschau: Nächste Woche wird von einem Ortstermin bei „Fair Future“ berichtet.

Zusammenziehen – ja/nein/vielleicht?

Von links: Florian Büttner, Jule Frölich, Elvira Wilms, Sabrina Kuhn und Tobias Kloster (Fotos: privat)

„Liebe ist zwei Wohnungen gegen eine zu tauschen“ – so heißt es in einem von vielen „Liebe ist“-Sprüchen aus der berühmten Cartoon-Reihe von Kim Casali. Die Realität zeigt aber, dass sich heutzutage viele Paare noch nicht reif für den großen Schritt in Richtung gemeinsame Zukunft fühlen. Vor allem müssen gewisse Kriterien vorher erfüllt sein, damit die Entscheidung eines Zusammenzugs denkbar ist. Dass es sich dabei um etwas Besonderes handelt, sind sich die meisten einig. Es stellt sich nun die Frage, ab wann eine Beziehung bereit für den Zusammenzug ist. Face2Face hat sich an diese Frage gewagt und dazu fünf junge Menschen befragt.

„Natürlich ist der Zusammenzug etwas Besonderes, es markiert den Höhepunkt in der Beziehung und man möchte jede Nacht zusammen sein“, findet der 22-jährige Student Florian Büttner. Obwohl er selbst noch nie mit dem Gedanken gespielt habe, sei ein solcher Schritt nur dann möglich, wenn sich beide blind verstehen und dazu noch die finanziellen Mittel besitzen. Wichtig sei vor allem, dass man nicht in die Wohnung des anderen ziehe, sondern gemeinsam eine suche. Der 22-Jährige befürchtet nämlich, dass es sonst zu Streitigkeiten komme, da der zugezogene Partner sich zu stark anpassen müsse. Auf die Frage, was absolute No-Gos beim Zusammenleben wären, antwortet er: „Wenn der Partner nicht putzen kann und sich wegen jeder Kleinigkeit aufregt.“ Bei dem Gedanken „Zusammenzuziehen“ habe Büttner besondere Bedenken in Bezug auf die Harmonie einer Beziehung. Diese könne aufgrund von verschiedenen Ansprüchen und Geschmäckern, wie zum Beispiel die Einrichtung der Wohnung, leiden. Dennoch verbinde er mit diesem Schritt die gemeinsame Zukunftsplanung und ein eigenes Zuhause.

Auch Jule Frölich hat sich bisher keine ernsthaften Gedanken darüber gemacht. Allerdings sehe sie die Option „Zusammenzug“ als eine praktische und machbare Sache an, wie sie Face2Face berichtet. Schließlich würden ihr Partner und sie keine Termine für ein Wiedersehen mehr machen müssen, da sie sich beispielsweise abends noch Zeit füreinander nehmen könnten. Für die 19-jährige FSJ-lerin sei dies ein besonderer und gewaltiger Schritt in eine ernsthafte Langzeitbeziehung. „Entweder es klappt und man bleibt beieinander wohnen oder es klappt eben nicht“, äußert sie sich dazu. Eine Dramaqueenbeziehung sei für sie keine Grundlage dafür. Im Gegenteil, die Partner müssen sich ihrer Meinung nach gut verstehen, finanziell auf einen Nenner kommen und weitestgehend gleichberechtigt sein. Frölich vermutet, dass der Haushalt letzten Endes doch an der Frau hängen bleiben würde und das wolle sie auf keinen Fall. „Schon klar, man kann nicht über jede Kleinigkeit diskutieren, um am Ende auf eine gerechte Lösung zu kommen, aber grundsätzlich und im alltäglichen Leben sollte Gleichberechtigung herrschen.“ Ausgeschlossen sei ein „Zusammenzug“, wenn der Partner unmotiviert sei und nicht aktiv am gemeinsamen Leben teilnehmen möchte. Wann eine Beziehung reif dafür sei, ließe sich für die 19-Jährige nur schwer sagen. Großes Vertrauen und eine Mindestdauer von einem Jahr Beziehung sollten jedoch bestehen. Allerdings möchte sie sich darauf nicht festlegen, da zahlreiche Gründe, wie zum Beispiel beruflicher oder familiärer Art, mit in die Entscheidung fließen. „Das Schlimmste, was passieren kann, ist meiner Meinung nach, dass die Alltagsroutine die Liebe erstickt.“

Im Vergleich dazu hat Elvira Wilms bereits an das „Zusammenziehen“ gedacht. Das Thema Sicherheit ist ihr sehr wichtig. Daher seien eine langjährige Beziehung und Kompromissbereitschaft die Voraussetzung dafür. Zugleich müsse es finanziell stimmen – ein fester Arbeitsvertrag sei daher grundlegend. Besonders wichtig sei für die 22-jährige Fachangestellte für Bürokommunikation ein Zimmer, in dem sie sich zurückziehen könne. „Sollte dies nicht gegeben sein, wird ein Zusammenzug sehr schwierig werden“, so Wilms. In ihrem Umfeld habe sie Paare gesehen, die nach drei Monaten Beziehung diesen Schritt gewagt und sich dann getrennt haben, weil es ihrer Meinung nach zu früh war. Für die 22-Jährige ist das Zusammenziehen mit ihrem Partner schon gleichbedeutend mit Heirat, denn „immerhin sieht man dann den Partner jeden Tag und muss mit seinen Macken zurechtkommen.“ Außer der Angst sich auf die Nerven zu gehen, habe Wilms im Großen und Ganzen keine Bedenken. „Ich wünsche mir, dass mit dem Zusammenzug ein Anfang für eine gemeinsame Zukunft geschaffen werden kann. Die Beziehung sollte nicht einschlafen, sondern mit dem Zusammenzug trotzdem wachsen“, so die 22-Jährige im Gespräch mit Face2Face.

Erst in ihrer jetzigen Beziehung kam das „Zusammenziehen“ für die 23-jährige Sabrina Kuhn in Frage. Sie hätte von Beginn an mit dem Gedanken gespielt und es letztendlich nach vier Monaten Beziehung durchgezogen. Absolute Ehrlichkeit und Vertrauen seien für die Studentin und Angestellte bei der Drogerie Müller unverzichtbar. Die Bereitschaft eines „Zusammenzugs“ zeige sich darin, dass man nicht ohne den Partner aufwachen möchte und sich auf einen gemeinsamen Alltag freue. Auch wenn eine Beziehung schon Jahre dauere und man die Ticks des anderen kenne, hieße das für Kuhn noch lange nicht, dass ein „Zusammenleben“ funktionieren würde. Ansonsten hätte die 23-Jährige auf ihr Bauchgefühl gehört und sei der Meinung, „dass man es einfach weiß, wenn man soweit ist, diesen Schritt zu gehen.“ Unehrlichkeit und Misstrauen sprechen ihrer Meinung nach gegen eine gemeinsame Wohnung – ebenso wie wirtschaftliche Differenzen der Partner. Schließlich führe das zur finanziellen Abhängigkeit und könne viele Komplikationen verursachen. Etwas Gewöhnliches sei der „Zusammenzug“ für Kuhn keinesfalls, denn ab diesem Zeitpunkt teile man alles mit seinem Partner. Einen Rückzugsort gebe es ihrer Ansicht nach nicht im gemeinsamen Haushalt, da man sich dem Partner praktisch voll und ganz öffne. „Das ist auch eine gewisse Prüfung für die Beziehung“, ist sich die junge Frau bewusst. Obwohl Kuhn sich recht früh sicher war, habe sie auch Bedenken gehabt, was den Zusammenzug mit ihrem Partner betraf. Vor allem, ob sie sich ihm vollkommen öffnen könne. Weiterhin habe sie befürchtete in punkto Haushalt und Ordnung, sowie beim Geschmack in Bezug auf die Dekoration dem Partner nicht gerecht zu werden. Glücklicherweise haben sich diese Bedenken nicht bestätigt, denn derzeit sind die 23-Jährige und ihr Partner an einem Hausbau tätig. Für die Zukunft habe sie den Wunsch, weiterhin eine harmonische Beziehung zu führen und ein ganzes Leben vereint zu sein. Abschließend äußert sie: „Heiraten kann jeder, aber es zu schaffen, jahrelang zusammenzuwohnen, das ist mehr wert.“

Keine einfache Frage: Willst du mit mir zusammenziehen? (Foto: Sharifi)

Zu Beginn sollte man sich vergewissern, dass ein „Zusammenzug“ eine langfristig und ernst gemeinte Sache sei, findet Tobias Kloster. Der 21-jährige Student legt viel Wert auf einen ähnlichen, aber nicht gleichen Musikgeschmack, denn sonst könne es irgendwann öde werde. Mangelnde Hygiene, die Farbe Rosa und Kompromisslosigkeit wie zum Beispiel der Verzicht auf schlechte Musik oder Castingshows, die das Fernsehprogramm bestimmen, seien kontraproduktiv. Obwohl er der Ansicht ist, dass eine Beziehung nie reif für den Schritt in die gemeinsame Zukunft sei, sehe er es durchaus als etwas Besonderes an. Zum Thema Bedenken offenbart er: „Bedenken kaum, eher Angst, dass es nicht funktioniert, die Partner sich hassen und sich auf der Straße nicht mehr ansehen.“ Selbstverständlich hofft der 21-järige Student, der gerade mit seiner Freundin in eine Wohnung gezogen ist, „dass es so nie wird natürlich.“

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Date oder Fußball?

Erstaunlich: Knapp 80% der Männer würden für ein Date auf ein Fußballspiel verzichten (Statistik: eDarling)

Am Freitag, 8. Juni, ist es endlich soweit: Die Fußball-Europameisterschaft beginnt. Lautstarkes Fangegröle und Schwarz, Rot, Gold überall – spätestens ab Samstag, 9. Juni, wenn die deutsche Nationalmannschaft ihr Können gegen Portugal unter Beweis stellt, wird die Bundesrepublik kaum wiederzuerkennen sein. Um sich die Spiele in beliebter Public Viewing-Atmosphäre anzusehen, nimmt sich der ein oder andere sicher frei. Aber wie beeinflusst die EM die Beziehung zwischen Mann und Frau? Lässt er für ein Spiel das Date mit ihr sausen? Und wie geht sie damit um?

Diese Fragen hat die Online-Partnervermittlung „eDarling“ im Mai über eine Woche lang seinen Nutzern gestellt – mit unerwarteten Ergebnissen.

„Die Antworten unserer befragten 305 eDarling-Mitglieder überraschen in der Hinsicht, dass Singles offenbar mehr für Ihren Partner tun würden, als wir das gemeinhin annehmen“, erklärt Diplom-Psychologin und „eDarling“-Sprecherin Dr. Wiebke Neberich.

Überraschend: 82% der befragten Frauen zeigen Verständis für eine Date-Absage, wenn es um Fußball geht (Statistik: eDarling)

Tatsächlich würde laut Umfrage nur jeder fünfte Mann wegen eines Fußballspiels auf eine Verabredung mit seiner zukünftigen Partnerin verzichten. Bei den eingefleischten Fans wären bis zu 40% bereit, ihrer Mannschaft die Treue zu halten und dafür ein Date sausen zu lassen.

EM-Stress von der Herzdame? – Keinesfalls, wie die Umfrage belegt: 82% der Frauen zeigen angeblich Verständnis, wenn das Date lieber seiner Mannschaft die Daumen drücken will und ein Treffen absagt.

Die Ergebnisse seien als sehr positiv zu beurteilen und würden eine Bereitschaft des gegenseitigen Entgegenkommens zeigen, das in Beziehungen unverzichtbar sei, meint Neberich. Allerdings sei auch zu beachten, dass 60% der Frauen angegeben hätten, die Spiele ebenfalls gucken zu wollen, so die Diplom-Psychologin, daher falle es auch leichter, dem Partner hier entgegenzukommen.

Die Männer sind also womöglich nicht mehr länger die Einzigen, die ein Date wegen eines Fußballspiels absagen würden…

Vorschau: Am Dienstag, 19. Juni, lest ihr im Panorama einen Beschwerdebrief an die Deutsche Bahn, der sich gewaschen hat.

 

Bachelor – und was dann?

 

Von links: Selin Akyol, Thomas Steinbrecher, Freya Spindler, Marieke Pahlke, Alex Lesser (Fotos: privat)

Der Bachelor gilt seit 2010 als der erste internationale berufsqualifizierende und akademische Abschluss,den man an einer Universität oder Fachhochschulen erwerben kann. Mit ihm folgen viele Veränderungen und vor allem eine Verkürzung der Regelstudienzeit auf drei bis maximal vier Jahre. Zur Reform scheint es eine breitgefächerte Meinung zu geben, die von „besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ bis hin zu „ Unsicherheiten und Perspektivlosigkeit“ reicht. Doch welche Berufsaussichten hat man mit dem jeweiligen Bachelorabschluss? Über die Erfahrungen mit dem Bachelor berichten fünf Studenten in der Face2Face- Umfrage.

Vielen fällt es schwer den Stellenwert ihres Bachelors einzuschätzen, so auch Selin Akyol. Die 22- Jährige studiert Germanistik an der Universität Mannheim und habe den Eindruck, dass selbst Arbeitgeber nicht wüssten, was sie von Bachelorabsolventen zu erwarten haben. Die Komprimierung auf drei Jahre empfinde sie als puren Stress und fordere seitens der Universität eine engere Zusammenarbeit, die Studenten in Hinblick auf die Zukunft besser unterstützen.Auf die Frage, welche Berufsaussichten sie hat, antwortet sie: „ Das weiß ich nicht so genau. Vielleicht kann ich die Wegbeschreibung zum Arbeitsamt drauf schreiben.“ Für Akyol biete das Studium mehr Unsicherheiten und keine Spezialisierung, daher strebe sie auch keinen Master an.Wenn die 22- Jährige erneut die Wahl hätte sich zwischen einem Studium und einer Ausbildung zu entscheiden, dann würde sie lieber die Ausbildung machen, denn „da weiß man am Ende wenigstens wo man steht.“

Sehr zufrieden und glücklich mit dem BWL- Studium sei Thomas Steinbrecher (22). Den Bachelor sehe er als Chance an und nicht als „großes Ungeheuer“, mit dem er sicher einen Job finden würde. Im Vergleich zu Diplom- Betriebswirten ziehe der Bachelor auch mal den Kürzeren, dennoch stünden Wirtschaftswissenschaften im Gegensatz zu anderen Disziplinen im Vorteil, so Steinbrecher. Der 22-Jährige lobt die vielen Möglichkeiten und das große Angebot der Universität zu Köln, denn „im Wahlbereich ist da wirklich für jeden was dabei“. Allerdings wünscht auch er sich persönliche Betreuung, die die bürokratische Hürden etwas abbauen und beim anfänglichen Einfinden in das Studium behilflich wären. Mit einem direkten Einstieg in den Beruf beschäftige sich Steinbrecher nicht, denn während dem Bachelor habe er herausgefunden welche Bereiche der BWL ihm Spaß machen und ihm liegen. Diese möchte er im anschließenden Master vertiefen. „Mit einem Master steigen die Chancen“. Steinbrecher ist der Meinung, man solle sich nicht mit weniger zufriedengeben, vor allem weil die Studienzeit viel zu schön sei.

Ein Berg von Lernstoff: Der Bachelor hat´s gern interdisziplinär (Foto: Sharifi)

„In manchen Unternehmen gelten Bachelorleute als Studienabbrecher, weil sie keinen Masterabschluss haben, weshalb es sinnvoll wäre, ihn zu machen“, zeigt die Erfahrung von Freya Spindler. Die 23- Jährige BWL- Studentin habe das Gefühl, dass Bachelorabsolventen oftmals als günstigere Alternative zu Diplomabsolventen gesehen werden und dementsprechend auch ein niedrigeres Gehalt bekämen. Für sie stehe fest, dass ein Master folge, der ihr mehr Möglichkeiten biete. Spindler würde sich jederzeit wieder für den Trierer- BWL-Bachelor entscheiden. Dieser habe die Besonderheit, dass er noch Fächer wie VWL und Soziologie umfasse, welche je nach Interesse und Spezialisierung gewählt werden können. Im Allgemeinen biete das Studium nach dem dritten Semester eine Spezialisierung in Marketing, Management und Personalwirtschaft an. Die 23-Jährige äußert Verbesserungsvorschläge bezüglich der hohen Anzahl von Klausuren, die in einem größeren Zeitraum als innerhalb von zwei Wochen verteilt werden sollten. Auch die Regelstudienzeit solle um ein Semester verlängert werden, „weil es fast unmöglich ist das Studium in sechs Semestern zu schaffen“.

Ähnlich sieht das auch Marieke Pahlke. Mit der Studienwahl „Wirtschaftsmathematik“ an der Universität Bielefeld sei die 22-Jährige sehr zufrieden und glaube durchaus eine Arbeit zu finden. Sie ist der Ansicht, dass Wirtschaftsmathematiker schon gefragt sind, denn „als Wirtschaftsmathematiker hat man durch Kenntnisse in BWL und VWL Vorteile gegenüber den ‚reinen‘ Mathematikern“. Ab dem vierten Semester könne sie Profilierungen und Spezialisierungen wählen, um sich von der Masse besser abzuheben. Auch Pahlke finde die vielen Klausuren auf engem Zeitraum negativ. Oft bleibe einem dadurch nichts anderes übrig als sich vieles nur im Kurzeitgedächtnis einzuprägen und das sei ihrer Meinung nach nicht Sinn der Sache. „Ich bin mir eigentlich fast sicher nach meinem Bachelorabschluss noch den Master zu machen“, so die 22-Jährige, denn auch ihr mache das Studieren Spaß. Da der Master nur zwei Jahre dauere, lohne sich der Aufwand. Anderenfalls befürchte sie, dass „wenn man den Master nicht direkt nach dem Bachelor macht, verpasst man leicht den Anschluss und macht ihn dann nie“.

„Mein Studium macht mir Spaß. Es weckt sowohl mein Interesse und fordert meinen Ehrgeiz zu gleich“, findet Alex Lesser. Der 22-Jährige studiert an der Universität Mannheim den einmaligen Studiengang: Unternehmensjura. Da dieser auch ein ziemlich neuer sei, wisse er nicht wie die Arbeitgeber auf ihn reagieren. Jedoch könne er sich gut vorstellen, dass er beispielsweise bei einer Unternehmensberatung gute Einstiegschancen hätte. Die Zusammensetzung aus Wirtschaft und Jura sehe Lesser aber auch etwas problematisch, denn beide Bereiche seien sowohl umfangreich als auch zeitaufwändig. Somit finde nur ein grober Überblick und Anschneiden statt, denn für eine Vertiefung biete die Regelstudienzeit keinen Platz. „Der größte Knackpunkt beim Bachelor ist das Abarbeiten und Abhacken von Lerninhalten“. Mit dem Master habe sich der 22-Jährige noch nicht auseinandergesetzt. „Ich denke, dass ich den Master auch einfach unterschätze“. Im Gegensatz dazu strebe er die Möglichkeit an, sein erstes Staatsexamen zu machen und ergo den juristischen Teil zu erweitern.

Vorschau: Nächste Woche gibt es interessantes zum Thema „Interview Stress“.