SoulMe – eine Dating-App auf der Suche nach dem Seelenverwandten

Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass man seine wahre Liebe im echten Leben trifft und dass sich zum Beispiel aus einer Freundschaft mehr entwickeln kann, weil schon mal eine gemeinsame Basis vorhanden ist, auf der man aufbauen kann. Dating-Apps sind deshalb nichts für mich. Eigentlich. Das Konzept der Dating-App SoulMe – den Seelenverwandten statt einen schnellen Flirt finden – hat mich dann aber doch ein wenig neugierig gemacht.

Von Freundschaft zum Start-up

Die Freunde Florian, Johannes und Luca, die sich ursprünglich mal in einem Fitnessstudio kennengelernt haben, haben die App ins Leben gerufen. Inzwischen gehören noch zwei weitere Jungs zum Team von SoulMe. Die Idee, eine Dating-App zu entwickeln, entstand schlicht und ergreifend aus Eigenbedarf: „Wir hatten uns im Sommer 2016 getroffen, um „krampfhaft“ irgendeine – damals noch andere – Idee zu entwickeln, allerdings hatten wir es immer wieder über die oberflächliche Online-Dating-Schiene. Florian kam gerade aus einer langjährigen Beziehung und fand es im ersten Moment schwierig und ungewohnt, wieder Anschluss zu finden. Selbst mit seinen besten Kumpels konnte er nicht so richtig darüber reden, weil keiner wirklich verstanden hat, wie er sich dabei fühlt. So langsam kam also die Idee, ein Konzept zu entwickeln, das einem ermöglichen kann, Leute mit gleichen Interessensgruppen und/oder Charaktereigenschaften zu finden.“ Die Jungs haben dann noch verschiedene Dating-Apps getestet und festgestellt, dass sich ihrer Meinung nach das Meiste nur auf der Oberfläche abspielt. Deshalb wollten sie einen Umbruch im digitalen Kennenlernen starten. „Ab einem gewissen Zeitpunkt ist man auch in einem Alter, in dem eine tiefe, innige Beziehung das Ziel ist; das ist auf oberflächlichen Kontaktbörsen zwar auch machbar, jedoch sehr schwierig zu finden. Genau deshalb haben wir also auch SoulMe entwickelt, um eine tolle Alternative zu bieten“, sagen die Entwickler. Obwohl sie bei ihrem Start-up mit Patrick nur einen Programmierer im Team haben und die Wort- und Bildmarke erst kreieren mussten, hat es dennoch von der Idee bis zum Release der momentanen Version nur etwa sechs Monate gedauert. Florian, Johannes und Luca sehen ihre Dating-App allerdings vielmehr als generelle Kennenlern- und Freundes-App: „Wir wollen wirklich ALLEN Menschen ermöglichen, online Leute kennenzulernen, egal, ob Schüler, Student, Erwachsener mit Kind, verheiratete Person oder Senior.“

Was eine Dating-App so alles wissen will

Also gut, es kann nie schaden, neue Leute kennenzulernen und man weiß ja nie, ob sich nicht vielleicht doch mehr daraus ergibt. Gesagt, getan! Nach dem kostenlosen Download melde ich mich mit Benutzernamen, E-Mail und Passwort bei SoulMe an.

Originell: Jedes Mal ein neues Zitat beim Start von SoulMe (Foto: SoulMe/S. Holitzner)

Zuvor wurde ich auf dem Startbildschirm mit originellen Zitaten wie „Wer in der Zukunft blättern will, muss in der Vergangenheit lesen“ und „Ich komme eigentlich nie zu spät, die anderen haben es bloß immer so eilig“ begrüßt – eine lustige Idee, die das ganze Thema „Partnersuche“ gleich ein wenig auflockert! Mein Geburtsdatum, mein Geschlecht und meinen Wohnort will die App ebenfalls von mir wissen. Aus einer Liste kann ich meinen Berufsstand und meinen Beziehungsstatus auswählen, muss ich aber nicht. Ich habe kein Problem damit, „Studentin“ und „Single“ anzugeben. Ein Profilbild stelle ich jedoch erst mal nicht ein, da ich zuerst sehen möchte, wer so auf SoulMe unterwegs ist, bevor ich mich auch optisch zu erkennen gebe.

Mit Charaktereigenschaften einen Schritt näher zum Ziel

Nach den erforderlichen Angaben komme ich endlich zu den spannenden und vermutlich einzigartigen Optionen der App, nämlich zur sogenannten „Soulerstellung“. Dazu fordert mich SoulMe auf, aus Listen acht positive, vier ambivalente und vier negative Eigenschaften auszuwählen, die mich einzigartig machen.

Noch recht leicht: Die Auswahl der positiven Charaktereigenschaften (Foto: SoulMe/S. Holitzner)

Es fällt mir recht leicht, bei 31 positiven Eigenschaften, die zur Wahl stehen, acht, die zu mir passen, herauszupicken. Da kann ich mir dann so etwas wie „kreativ“, „romantisch“, „familiär“, „zuverlässig“, „gewissenhaft“ und „kommunikativ“ aussuchen. Zur Angabe von vier ambivalenten Eigenschaften aus insgesamt 22 möglichen kann ich mich auch noch entschließen. Dazu gehören dann Dinge wie „emotional“ und „sensibel“. Es fällt mir jedoch echt schwer, vier negative Eigenschaften von mir aus den 28 Vorgaben zu selektieren. Vieles davon sehe ich tatsächlich wirklich nicht bei mir. Ich hätte keine Schwierigkeit damit, so etwas wie „unpünktlich“ (ja, das bin ich leider wirklich manchmal, auch wenn daran zumindest bei 50% der öffentliche Nahverkehr schuld ist) anzugeben. Das fehlt jedoch komplett in der Auflistung. Stattdessen ringe ich mich notgedrungen dazu durch, „stur“ und „launisch“ in die engere Auswahl zu nehmen. Die Gründer von SoulMe haben mir im Vorfeld verraten, wieso man überhaupt Negatives von sich preisgeben muss: „Da wir einen Umbruch im digitalen Kennenlernen starten, sollen die User auf jeden Fall Charakter zeigen. Damit wollen wir uns von der Oberflächlichkeit verabschieden. Da wir nicht wollen, dass sich jeder nur von seiner besten Seite präsentiert – denn: nobody’s perfect –, haben wir uns das überlegt.“ Ich mache weiter: Nach den Charaktereigenschaften habe ich die Möglichkeit, mir drei Interessen aus 17 verfügbaren herauszusuchen, die zu mir passen. Ganz klar: „Musik“, „Fotografieren“ und „Reisen“. Das war jetzt nicht so schwer. Für die Charaktereigenschaften und Interessen haben die Gründer der App im Internet verschiedene Listen durchgesehen und aus über 1.600 möglichen eine Auswahl getroffen, mit der sich jeder grob beschreiben kann.

Per Knopfdruck zum passenden Soul

Für mein Profil muss ich mich dann nochmal für zwei positive Eigenschaften sowie eine ambivalente und eine negative Eigenschaft entscheiden, die dort auftauchen sollen. Auch, dass ich nur Männer angezeigt bekommen möchte, kann ich dort einstellen. Über einen Schieberegler kann ich jetzt bestimmen, zu wie viel Prozent meine Souls mit mir, also meinen gemachten Angaben zu Charakter und Hobbys, übereinstimmen sollen. Souls sind alle Nutzer, die sich bei der App angemeldet haben und zu einem potentiellen Freund werden können. „Unser Konzept war von Anfang an darauf ausgelegt, dass man mit der App Gleichgesinnte, Gleichdenkende und Gleichfühlende finden kann, echte Seelenverwandte, also SoulMates. Da wir allerdings unser eigenes „Wort“ kreieren und den Namen auch etwas abkürzen wollten, haben wir uns für „SoulMe“ entschieden. In der App erstellt jeder Nutzer später seinen individuellen Soul, weswegen wir auch hier das „SoulMe“ mit „text me“ oder „message me“ assoziieren wollen“, sagen die Gründer über die Auswahl des Namens für die App. Von der Grundidee bin ich begeistert. Mal gucken, wer mir jetzt so angezeigt wird, wenn ich auswähle, dass meine Souls zu 50% mit mir übereinstimmen sollen. Klar, es hat auch was, völlig unterschiedliche Eigenschaften und Interessen zu haben, aber für eine erste Kontaktaufnahme schadet es sicher nicht, wenn man doch bei manchen Sachen auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Der Algorithmus des automatisierten Matchings sucht mir nun alle Souls heraus, die mindestens die Hälfte aller eingegebenen Eigenschaften mit mir gemeinsam haben.

Finde deinen Prinzen (oder auch nicht)

Unter dem Menüpunkt „Generals“ kann ich danach festlegen, aus welchem Umkreis meine potentiellen Souls kommen sollen. Ich könnte das auch auf ganz Deutschland ausweiten, entschließe mich aber dazu, die Suche erst mal auf 50 Kilometer Umkreis zu beschränken. Nun werden mir nach und nach rund 40 Männer, manche mit Profilbild, manche ohne, präsentiert. Bei jedem sehe ich neben Alter und Wohnort auch die Entfernung zu meinem Wohnort, die drei Interessen und die insgesamt vier für das Profil ausgewählten Charaktereigenschaften. Mindestens 15 der Männer meiner Suchergebnisse sind über 40 und mindestens 15 weitere unter 20 Jahre alt. Blöd, dass ich so gar nicht nach Alter filtern kann.

Geplant für 2018: Anhand von vier Emojis sollen sich Nutzer gegenseitig bemerkbar machen können (Foto: SoulMe)

Das soll sich zum Glück im Frühjahr 2018 mit dem geplanten Update von SoulMe mit komplettem Redesign und neuen Features ändern. Dann sind zum Beispiel noch viele neue Eigenschaften und Interessen geplant, die das SoulMe-Team durch das für sie wichtige Feedback von Nutzern aufgegriffen hat. Auch wenn die Idee hinter SoulMe ist, Menschen mit ähnlichen Interessen und Charaktereigenschaften anzuschreiben, wandert der erste Blick trotzdem auf das Foto der einzelnen Nutzer. Das mag jetzt vielleicht oberflächlich klingen, aber ich möchte niemanden kontaktieren, der allein schon vom Foto her aussieht, als er sei einem Gruselkabinett entsprungen oder in einen Jungbrunnen gefallen. Auch alle ohne Profilbild fallen daher für mich raus. Von den wenigen verbleibenden Suchergebnissen schreibe ich einen 24-Jährigen und einen 26-Jährigen an, die beide wirklich sympathisch aussehen. Beide haben bei ihren Interessen ebenfalls „Reisen“ und „Fotografieren“ vermerkt. Das ist jetzt drei Wochen her. Noch heute warte ich auf ihre Antwort. Es ist, finde ich, ein Ding der Höflichkeit, wenigstens mal zu antworten, dass man kein Interesse hat oder vorher erst wissen möchte, wer sich optisch hinter einem Profil verbirgt. Aber selbst das war den werten Herren scheinbar zu viel. Auch sonst hat mich niemand von sich aus über die App kontaktiert.

Man muss es wirklich wollen

Das Konzept hinter SoulMe ist meiner Meinung nach wirklich durchdacht und gut gemacht. Doch das bringt mir leider alles nichts, wenn es an geeigneten Souls mangelt. Vielleicht probiere ich nochmal, die Suche deutschlandweit und ohne große Profilübereinstimmung auszuweiten. Vielleicht bin ich auch zu anspruchsvoll oder habe am falschen Ort gesucht. Ich habe jedoch wieder einmal festgestellt, dass ich Menschen einfach lieber im echten Leben kennenlerne und anspreche, als mich auf einen digitalen Kuppler zu verlassen. Der Versuch, eine App wie SoulMe auszuprobieren, schadet sicher nicht. Allerdings muss jeder selbst entscheiden, ob das der geeignete Weg ist, um nette Bekanntschaften zu machen oder den Partner fürs Leben zu finden.

Mit Dating-Apps zum Erfolg?

Mit Dating-Apps kann man ungezwungen Leute kennenlernen – da sind sich die beiden Studenten Katja (26) und Tobias (27) einig. Katja hat bereits Erfahrungen mit den Apps „Tinder“, „Once“ und „OkCupid“ gesammelt und durch letztere ihren derzeitigen Freund gefunden. Auch Tobias hat schon einige Dating-Apps ausprobiert; seiner großen Liebe ist er dadurch jedoch noch nicht begegnet.

Erstmals genutzt hat Katja eine Dating-App während eines Aufenthaltes in Rumänien, weil sie dort niemanden kannte und Kontakte gesucht hat. Tobias hingegen hat sich auf Empfehlung von Freunden, die auf diese Weise ihren Partner getroffen haben, bei verschiedenen Dating-Apps angemeldet. Als jahrelanger Single dachte er, dass dies seine Chance erhöhen würde, interessante Frauen kennenzulernen. Doch wie hilfreich sind Dating-Apps wirklich und wie unterschiedlich sind die Erfahrungen mit den digitalen Kupplern?

Katja: Viele haben ja Vorurteile, was Dating-Apps angeht, aber ich finde, dass es damit nicht „besser oder schlechter“ ist als jemanden in der „realen“ Welt kennenzulernen.

Dating mal anders: Romantisches Date per Smartphone? (Foto: S. Holitzner)

Tobias: Ich fand „Lovoo“ ziemlich niveaulos. Alles andere war okay. Natürlich gab es auch da sehr seltsame Sachen: Fake-Accounts, Werbung, pornographische Inhalte und schlüpfrige Angebote. Aber dem ist man als Frau bestimmt noch mehr ausgesetzt.

Katja: Wahrscheinlich. Das liegt aber bestimmt auch daran, dass es zum Beispiel bei „Tinder“ deutlich mehr Männer als Frauen gibt. Selbst ohne aktiv etwas zu tun, wurde ich von Männern angeschrieben.

Tobias: Bei „Tinder“ sind sicher mehr die Typen aktiv, die sich im realen Leben nicht trauen, Frauen anzusprechen und dann einen auf dicke Hose machen. Also gibt es da doch viele notgeile Typen, die nur ne schnelle Nummer schieben wollen und dementsprechend direkt oder versaut schreiben, oder?

Katja: Ich hatte eher das Gefühl, dass es zwei große „Gruppen“ gab: Die, die auf schnellen Sex aus waren, und ganz viele ganz Schüchterne. Also klar gab es auch Männer „dazwischen“, aber viele, die eben in eine dieser Gruppen passen. Ich denke aber, dass die Typen, die nur auf eine schnelle Nummer aus sind, Frauen auch in Bars auf diese Weise anflirten würden. Aber gab es keine Frau bei dir, die „schnell zur Sache“ kommen wollte?

Tobias: Ja, bei mir gab es auch Frauen, die schnell zur Sache kommen wollten. Eine schrieb mir, dass sie mit mir Sex will. Als ich dann meinte, dass ich nicht auf One-Night-Stands aus wäre, schrieb sie, dass man es ja auch zweimal treiben könne. Das war schon wieder so krass, dass es fast amüsant war.

Katja: Oha. Ich glaube, so direkt war da niemand bei mir. Es war dann doch noch ein bisschen mehr „durch die Blume“.

Tobias: Mein Eindruck ist, dass es nur wenige gibt, die eine Beziehung suchen und dies auch so formulieren.

Katja: Das finde ich aber auch schwierig, das von Anfang an so zu formulieren. Es ist immer noch „nur“ ein Weg, um Leute kennenzulernen, und nicht mehr. Mich hat es immer sehr unter Druck gesetzt, wenn ich nach kurzem Chatten die „Ansage“ bekommen habe, dass der andere eine Beziehung sucht.

Tobias: Stimmt, so Ansagen wie „Beziehung gesucht“ sind manchmal nicht einfach und setzen unter Druck. Aber man weiß dann, woran man ist und kann entsprechend damit umgehen. Und erzwingen kann man sowieso nichts.

Katja: Aber wenn du jemanden in einer Bar oder sonstwo kennenlernst, dann stellt sich die Frage nach einer Beziehung auch nicht nach drei Sätzen, oder? Ich glaube etwas „Ungewissheit“ gehört auch einfach dazu und da sind Dating-Apps für mich auch nicht anders als das reale Leben. Ich hatte einmal ein Date mit jemandem, der ziemlich „offen“ und wahrscheinlich auch ein bisschen verzweifelt eine Beziehung gesucht hat. Während des Dates habe ich richtig gemerkt, wie er manche Themen „abgeklopft“ hat, um zu schauen, ob es passt. War super unangenehm.

Tobias: Ich sage meinen Dating-App-Dates schon, dass ich nicht zum Spaß hier bin. Also ich bin nicht auf One-Night-Stands, Abenteuer, Affären oder so aus. Wenn wir uns sympathisch sind, können wir uns mal treffen. Und dann muss man sowieso mal sehen, ob es in eine freundschaftliche Richtung geht oder ob vielleicht mehr daraus wird. Es ist gar nicht so einfach, den guten Mittelweg zwischen „Ausfragen“ und lockerem Gespräch zu finden, weil einfach die Situation schon erzwungen ist.

Katja: Ja, das stimmt. Ich war aber auch jemand, der sich immer relativ schnell treffen wollte, weil ich nicht so hohe Erwartungen haben wollte.

Tobias: Ich kann vielfach von Frauen berichten, die irgendwann nicht mehr zurückschreiben oder kurz vor einem ersten Treffen grundlos absagen und nicht mehr reagieren. Finde das immer ein wenig charakterlos, weil man ja schreiben kann, dass man „kalte Füße“ bekommen hat, jemand anderes kennengelernt hat oder kein Interesse mehr besteht.

Katja: Das geht gar nicht! Ist mir aber auch mit Männern passiert.

Tobias: Ich glaube, manche suchen die Bestätigung und ihnen reicht, wenn man sich mit ihnen treffen will. Oder sie treffen lieber jemand anderes, weil sie parallel mit anderen schreiben. Für mich ist das erste Treffen auch immer ein Kennenlernen bzw. Beschnuppern, weil man sich eben noch nicht persönlich kennt. Erst danach, wenn man sich nochmal trifft, würde ich von einem Date reden.

Katja: Okay. Ich habe da nie wirklich einen Unterschied gemacht. Ich fand meinen Freund nach dem ersten Treffen noch nicht so cool. Ich habe ihn über „OkCupid“ kennengelernt. Er hat mich angeschrieben und er war mit Bild drin. Ich war bei dieser ganzen Online-Dating-Sache ziemlich unverkrampft und hatte einfach Lust, mich mit ihm zu treffen. Das war jetzt aber kein erstes Date, wo es gleich mega gefunkt hatte. Es war nett, aber mehr halt auch nicht. Und ich war zu dem Zeitpunkt auch eigentlich gar nicht so interessiert, aber er hat da nicht locker gelassen. Ich habe es die ersten Treffen nicht so ernst genommen und dann ist mir langsam gedämmert, dass ich ihn schon mag und daraus ist mehr geworden.

Tobias: Das hat sich ja dann gelohnt, dass er drangeblieben ist. Mit wie vielen Männern hast du dich vorher getroffen?

Katja: Mehr als zehn. Und du?

Tobias: Ich habe mich mit weniger als zehn Frauen getroffen. Vermutlich neige ich dazu, manchmal zu lange mit Frauen zu schreiben. Und dann entstehen beidseitig schon irgendwelche Erwartungen bzw. Hoffnungen. Wenn dann bei einem Treffen nicht so der Funke überspringt vom optischen Eindruck her oder weil man nicht so die Gesprächsthemen findet, ist die Enttäuschung irgendwo beidseitig schon vorhanden.

Katja: Ich glaube, dass es hilft, einfach nicht so krampfhaft nach irgendwas zu suchen. Habe ich auch eine Zeit gemacht und es ist ziemlich danebengegangen.

Tobias: Es gab sicher Phasen, in denen ich zu krampfhaft gesucht habe. Die Tatsache, dass ich nicht so die Erfahrungen mit Frauen habe, macht es auch nicht besser. Wenn man mit jemandem schreibt, weiß man halt auch gar nicht, wer am anderen Ende sitzt. Die Emotionen fehlen und das persönliche Kennenlernen ist das A und O. Auch die Optik spielt definitiv eine Rolle und lässt sich nur zum Teil durch Fotos beurteilen, was ja auch oberflächlich ist. Mir gefällt der Spruch: „Die Optik ist die Eintrittskarte und der Charakter die Dauerkarte.“ Aus dem Grund habe ich für mich nun auch gemerkt, dass diese Apps für mich nicht geeignet sind und mich mittlerweile überall abgemeldet. Allerdings hatte es für mich auch nicht nur Schlechtes. Ich habe darüber eine richtig gute Freundin kennengelernt. Da war aber schon beim Schreiben vor dem ersten Treffen klar, dass es rein freundschaftlich ist.

Ob Liebe oder Freundschaft – sowohl Katja als auch Tobias haben über verschiedene Dating-Apps jemanden kennengelernt. Jetzt wollen wir von euch wissen: Welche Erfahrungen habt ihr mit Dating-Apps gemacht?

„Bist du mein Typ?“ – Beuteschemata im Alltag

„Bist du mein Typ?“. Ein einfacher Fragesatz, der an der Innentür einer Damentoilette meiner Universität prangt. Er gehört zu einem Plakat, das für die Untersuchung unserer Gewebemerkmale – eine sogenannte Typisierung – wirbt. Wer sich typisieren lässt, wird automatisch Teil einer weltweit verfügbaren Spenderkartei und somit auch eventueller Lebensretter für einen Blutkrebspatienten.

Die an sich nicht verkehrte, wenn auch zweifelsohne an fragwürdiger Stelle angebrachte Werbemaßnahme – schließlich möchte ich mich nach dem Klo eigentlich lieber entspannt, als an Krebskrankheiten erinnert fühlen – brachte mich jedoch unweigerlich auch auf einen anderen Gedanken: Ist die Frage nach einem bestimmten Typ, ob nun auf Stammzellen oder Menschen angewandt, nicht ohnehin allgegenwärtig? Entscheidet die Frage nicht a priori, welchen Typ wir an unserer Seite haben?

DSCF5656

Typisch: Schubladendenken, das unseren Alltag durchzieht. (Foto: Perlowa)

Mich selbst ertappe ich ständig beim Nachdenken und Sprechen über „meinen Typ“. Er ist rothaarig, groß und sommersprossig – kurzum: typisch britisch. Das brachte mich nicht nur früh dazu, Bilder von Prinz Harry aus Frauenzeitschriften auszuschneiden und einen Fanclub für Ron Weasley aus Harry Potter zu gründen – immerhin hatte der drei Mitglieder! – sondern auch zu vorschneller Oberflächlichkeit. Rote Haare sind sexy. Andersfarbige (Haare) schlicht nicht mein Typ. Liest sich schwarz auf weiß beinahe wie eine rassistische Aussage; unfair gegenüber potentiellen Kandidaten, deren blond-brünette oder ebenfalls orange Eltern nicht zufällig einen Rotschopf hervorbrachten, ist es ganz obendrein auch noch.

Außerdem kann ja nicht jeder, der rote Haare hat, auch ausschließlich wegen seines Phänotyps ein Schönling sein. Ganz zu schweigen von der Grundannahme, dass jeder Kobold auch zugleich ein toller Mensch ist. Ich bin natürlich schon mit „Redheads“ ausgegangen, manche von ihnen waren sogar groß und hatten zu allem Überfluss tatsächlich auch noch Sommersprossen im Gesicht und am Körper. Langfristig zum Erfolg geführt hat das weder mich noch meine Typen. Auch wenn ich ganz offensichtlich ebenfalls in ihr Beuteschema gepasst haben muss – oder? Woher kann ich schon wissen, ob einer dieser zeitweiligen Abschnittsgefährten nicht möglicherweise eine Art ästhetischen Kompromiss eingegangen ist und es daher ausnahmsweise einer Brünetten mit Locken anstatt der sonst präferierten Blonden Kurzhaarigen gestattete, ihm ins Netz zu gehen?

Und da haben wir es scheinbar: Wenn Fische auf See einem Angler ins Netz gehen, dann geschieht das zufällig. Sie werfen ihren Köder aus und hoffen, dass überhaupt ein Fisch anbeißt. Und auch, wenn sie heimlich auf den waschechten Regenbogenfisch mit seinen schimmernden Schuppen hoffen, ist und bleibt der – anders als im Kinderbuch – auf dem Wasser leider eine Seltenheit. Selbstverständlich bedeutet das – um uns wieder von hohen Gewässern zu distanzieren und den menschlichen Selektionskategorien anzunähern – noch lange nicht, dass alle Männer und Frauen sich verzweifelt auf alles und jeden einlassen, der ihnen gerade vor die Flinte läuft. Vielmehr bedeutet das in den meisten Fällen eine gewisse Flexibilität, die glücklicherweise nicht zuletzt der Persönlichkeit zu verdanken ist. Denn die sollte doch gegenüber optischen Idealbildern immer noch im Vordergrund stehen und über die Frage entscheiden, ob du mein Typ bist oder nicht.

Vorschau: Und es geht schön weiter – mit Kolumnist Sascha und seinen Gedanken zum heutigen Jugend-und Schönheitswahn.

Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – welcher Typ bist du?

Beraterin in Farb- und Stilfragen: Image-Consultant Birgit Diehsle (Foto: Hoff)

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance – da ist sich Birgit Diehsle sicher. Die 45-Jährige berät seit zwölf Jahren als Image-Consultant Frauen und Männer in Sachen typgerechtes Auftreten. Exklusiv für Face2Face verrät sie wie man ein paar Pfunde zu viel wegzaubert, bei der Oberweite trickst und vieles mehr.

Face2Face: Wie wichtig ist typgerechtes Auftreten in Alltag und Beruf?
Diehsle: Sehr wichtig! Mit nur geringem Aufwand kann man das Optimale erreichen, nämlich seinen Typ zu unterstreichen, um so einen optimalen ersten Eindruck zu machen. Nach einer Typberatung fühlt man sich selbstsicherer und lässt sich seltener zu Fehlkäufen hinreißen. Der Einkauf geht viel schneller und man braucht auch weniger, da die Basisgarderobe sehr gut kombinierbar ist. Wie sagt man so schön: Gute Produkte verkaufen sich in entsprechender Verpackung besser.

Face2Face: Wie läuft eine Typberatung bei Ihnen ab?
Diehsle: Ich beginne mit einer Farbanalyse, stelle also fest, ob der Kunde ein warmer oder ein kalter Typ ist. Dementsprechend folgt dann die Farbberatung, in der ich die Farben aufzeige, die dem Kunden besonders gut stehen. Bei Frauen folgt danach ein typgerechtes Makeup und dann eine Stilanalyse und -beratung. Ziel ist es hierbei Problemzonen zu erkennen und zu kaschieren. Bei der folgenden Gesichtsformanalyse achte ich besonders auf Faktoren wie Brille oder nicht, Haarlänge und -farbe und so weiter. Außerdem beschäftige ich mich gemeinsam mit dem Kunden mit Accessoires, erörtere also welcher Schmuck, welche Taschen und welcher Gürtel zum jeweiligen Stil und Typ passen. Am Schluss erhält der Kunde einen individuellen Farbpass, der als Einkaufshelfer dienen soll sowie einen Stilratgeber, in dem die insgesamt drei Stunden dauernde Typberatung festgehalten wird.

Face2Face: Wie unterscheiden Sie die verschiedenen Typen?
Diehsle: Es gibt zwei Farbfamilien: warm und kalt. Diese zwei Farbfamilien unterscheidet man wiederum in die zwei kalten – Winter und Sommer – und die zwei warmen – Frühling und Herbst – Typen. Kalte Typen haben einen rosigen beziehungsweise bläulichen Hautunterton – ihnen stehen kalte Farben, da diese einen hohen Blauanteil haben. Warme Typen haben einen gelblichen Hautunterton. Warme Farben haben einen hohen Gelbanteil, daher stehen sie den warmen Typen. Im Grunde genommen baut also die gesamte Analyse auf dem Farbton der Haut auf. Um zuverlässig zu beraten, kommen bei mir über 70 Tücher zum Einsatz, die ich dem jeweiligen Kunden in Gesichtsnähe anhalte – wirkt das Gesicht jünger, frischer und gesünder, ist es die richtige Farbe. So kann ich nach und nach den Farbtyp ermitteln und Tipps zur passenden Farbe von Kleidung, Haaren und Makeup geben.

Face2Face: Apropos Tipps: Wie kann man beispielsweise geschickt von ein paar Pfunden zu viel ablenken?
Dieshle: Korpulentere Frauen sollten dunkle Farben – vor allem an der stärksten Stelle – bevorzugen und darauf achten, dass die Kleidung aus matten, glatten Materialien besteht. Zudem sollten sie zu feineren, eher kleinen Mustern greifen. Längsnähte und -musterungen strecken zusätzlich.

Face2Face: Welche Tricks kann man anwenden, um zum Beispiel bei einem Vorstellungsgespräch oder Geschäftsessen seriös zu wirken?
Diehsle: Um seriös zu wirken, sollte man außen dunkel und innen hell tragen, also beispielsweise ein dunkles Kostüm mit einer hellen Bluse drunter. Die umgekehrte Variante, also außen hell und innen dunkel, wirkt im Gegensatz dazu sportlich. Vermeiden sollte man außerdem zu kurze Röcke, tiefe Ausschnitte und zu hohe Absätze. Insgesamt sollte man eher bei dunklen Tönen bleiben und das Geschäftsoutfit dann mit einer helleren Farbe, wie zum Beispiel der bereits erwähnten hellen Bluse, auffrischen. Wichtig ist zudem, nicht zu viel Makeup und Schmuck zu tragen.

Finde es heraus: Welcher Typ bist du? (Foto: www.typservice.de)

Face2Face: Gibt es einen Trick, die Oberweite optisch größer beziehungsweise kleiner aussehen zu lassen?
Diehsle: Mit aufgesetzten Taschen, Rüschen und Applikationen wirkt die Oberweite größer. Bei einem großen Busen, der kleiner geschummelt werden soll, sollte man darauf völlig verzichten und anstatt dessen V-Ausschnitte sowie sämtliche Muster und Stoffe, die in die Länge strecken, tragen.

Face2Face: Was gibt es in Sachen Makeup zu beachten?
Diehsle: Zuerst einmal muss man zwischen Tages- beziehungsweise Businessmakeup und Abendmakeup unterscheiden. Beim Tagesmakeup sollte man sich entscheiden, ob man die Augen oder den Mund betont, da man sonst schnell überschminkt wirkt. Grundsätzlich sollte ein Tagesmakeup immer gepflegt, aber nicht geschminkt aussehen, also eher dezent. Beim Abendmakeup kann man es ruhig auch mal wagen Mund und Augen zu betonen. Wichtig ist, dass man immer – ob am Tag oder in der Nacht – bei seiner Farbpalette bleibt und nicht kalte und warme Farben mischt. Außerdem sollte das Makeup mit dem individuellen Stil korrespondieren: Der dramatische Typ kann gerne mal etwas extravaganter geschminkt sein, der sportliche Typ eher zurückhaltend.

Face2Face: Kann man auch ohne die professionelle Meinung eines Image-Consultant herausfinden, welche Farben einem stehen und welcher Typ man ist?
Diehsle: Das ist relativ schwer – selbst professionelle Farbberater können dabei Fehler machen. Zudem gibt es ja mehr als die vier genannten Typen, weil es nämlich auch Mischtypen gibt. Um wenigstens ein ungefähres Ergebnis zu ermitteln, kann man sich mit zwei Tüchern, einem weißen und einem beigen, weiterhelfen: Man hält sich beide abwechselnd in Gesichtsnähe und stellt so fest, welches einem besser steht. Ist es das weiße, dann ist man ein kalter Typ, passt das beige besser, ist man ein warmer Typ. Es ist aber wirklich eine gefährliche Sache, die auch leicht nach hinten losgehen kann.

Gewinnspiel:
Face2Face verlost eine eineinhalbstündige Farbberatung plus typgerechtes Makeup bei Image-Consultant Birgit Diehsle. Die Gewinnerin sollte in der Nähe wohnen beziehungsweise in der Lage sein, Frau Diehsle in Bellheim aufzusuchen.
Um zu gewinnen, schreibt bitte bis einschließlich Freitag, 30. März, 23.59Uhr eine E-Mail mit dem Betreff „Typberatung“ an tatjana.gartner@face2face-magazin.de. Inhalt der E-Mail sollte euer vollständiger Name, sowie eine aktuelle E-Mail-Adresse sein. Die Gewinnerin wird am Samstag, 31. März per E-Mail benachrichtigt und darf dann ihren ganz persönlichen Beratungstermin mit Frau Diehsle vereinbaren.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Mitarbeiter von Face2Face dürfen nicht am Gewinnspiel teilnehmen.

Die Tipps&Tricks-Redaktion wünscht allen Teilnehmerinnen viel Glück!

Kontakt:
Birgit Diehsle, Image-Consultant
Bellemer-Heinerstraße 20
76756 Bellheim
Tel.: 01728779899
E-Mail: diehsle@typconsult.de
Homepage: www.diehsle.typconsult.de

Vorschau: Nächsten Sonntag erklärt euch Melanie wie man selbst Brot backen kann.

„Ich bin wie saure Gurken mit Nutella“

Sie liebt es das Schubladendenken der Leute durcheinander zu bringen, hat Spaß am Fernsehen aber auch an Wirtschaftspsychologie – Annabelle Boom ist die neue Katze an der Seite von TV-Sternchen Daniela Katzenberger. Gegen 1000 Bewerberinnen setzte sich die blonde Heidelbergerin durch. Heute spricht sie mit Face2Face über Schönheits-Operationen, ihre Zukunft in Fernsehen und Uni, aber natürlich auch über ihren Traummann.

Face2Face: Wie hat sich dein Leben seit der Castingshow verändert?
Boom:
Ich arbeite jetzt an meinem eigenen Fernsehprojekt und stehe weiter viel vor der Kamera. Außerdem werde ich auf der Straße erkannt, habe meine eigenen Autogrammkarten und ich bin bei „Facebook“ eine sogenannte Person des öffentlichen Lebens – ich kann es selbst immer noch kaum glauben.

Mit Daniela Katzenberger auf derselben Wellenlänge: Annabelle Boom (Foto: www.schokoauge.de)

Face2Face: Wie würdest du die Beziehung zwischen Daniela und dir beschreiben?
Boom:
Daniela und ich verstehen uns sehr gut, wir schwimmen auf derselben Wellenlänge und haben denselben Humor.

Face2Face: Gibt es einen Mann in deinem Leben?
Boom:
Momentan leider nicht. Ich warte noch auf meinen Traumprinzen und hoffe, dass sich eines Tages ein Frosch als solch einer entpuppt (lächelt). Aber regelrecht auf der Suche bin ich nicht, denn das funktioniert so nicht – ich lasse mich lieber finden.

Face2Face: Wie kann man(n) bei dir punkten? Auf welchen Typ stehst du und was geht gar nicht?
Boom:
Das Wichtigste an einem Mann ist für mich, auch wenn das abgedroschen klingen mag, sein Charakter, seine Intelligenz, sein Humor und allem voran sein Ehrgeiz. Da ich selbst sehr ehrgeizig bin, erwarte ich das auch von meinem Traummann. Er sollte außerdem irgendwann mal heiraten und eine Familie gründen wollen und mich bei meinen Karrierepläne unterstützen, denn wenn die Ziele nicht übereinstimmen, kann man sich nicht in dieselbe Richtung entwickeln und nichts gemeinsam aufbauen. Natürlich wäre gutes Aussehen noch das Sahnehäubchen, aber wie gesagt, ich setze meine Priorität eher auf die inneren Werte.
Was gar nicht geht, sind arrogante Macho-Männer, die denken sie seien die absolute Krönung des Lebens einer Frau und ihr Dasein wäre der Grund zur vollkommenen Vergötterung.

Face2Face: Was denkst du über Schönheitsoperationen? Und würdest du dich trauen selbst eine zu machen beziehungsweise hast du schon einmal etwas machen lassen?
Boom:
Ich habe zu meinem 18. Geburtstag meine Ohren angelegt bekommen – ein Geschenk, an dem ich mein Leben lang Freude haben werde. Wobei ich sagen muss, dass ich mich seit dem Tag, an dem ich mich das erste Mal mit angelegten Ohren gesehen habe, sofort an das Bild gewöhnt habe. Es fühlt sich so an, als wäre ich damit geboren worden. Ich schließe keine weiteren Schönheitsoperationen in meinem weiteren Leben aus, auch wenn ich momentan keine konkreten Pläne habe.

Face2Face: Würdest du sagen Daniela Katzenberger und du seid gute Vorbilder für junge Mädchen? Und wenn ja, wieso?
Boom:
Von sich selbst zu behaupten, man sei ein gutes Vorbild für andere ist schon sehr anmaßend. Ich finde, das sollten die jungen Mädchen für sich selbst entscheiden. Daniela ist meiner Meinung nach auf jeden Fall ein gutes Vorbild, da sie ihren Weg geht, zu sich selbst steht, sich nicht verstellt, intelligent, sehr ehrgeizig und zusätzlich noch sehr erfolgreich ist. „Nothings gonna stop me now“ heißt ihr Song und genau das bringt es auf den Punkt.

Face2Face: In welchem Outfit, mit welcher Frisur und welchem Makeup fühlst du dich am wohlsten?
Boom:
Ich fühle mich momentan am wohlsten mit einem seitlichen Flechtzopf, schwarzem Lidstrich und Lipgloss. Dazu trage ich gerne verspielte Kleidchen und ganz wichtig High Heels.

Liebt das Spiel mit den Klischees: Die "neue Katze" (Foto: www.schokoauge.de)

Face2Face: Was sind deine Pläne für die Zukunft, sowohl beruflicher als auch privater Art?
Boom:
Nächstes Jahr steht mir mein Studienabschluss bevor. Das wird viel Zeit beanspruchen, denn ich möchte mein Studium natürlich erfolgreich beenden. Dann arbeite ich an meinem Fernsehprojekt. Ich möchte, dass die Leute mir gerne zusehen und mich gerne einschalten. Privat gefällt mir mein Leben sehr gut. Ich liebe es, dass ich meinen Traum leben kann und ich hoffe natürlich, dass ich trotz allem noch genügend Zeit mit meinen Freunden verbringen kann. Auch wenn ich viel vor habe: Natürlich würde ich mich freuen, wenn ein Frosch vorbeihüpft, der zu meinem Märchenprinzen wird (lächelt).

Face2Face: Was sind deine Beauty- und Wohlfühltipps für unsere Leserinnen?
Boom:
Ich tanke meine Kraftreserven mit einem regelrechten Gammel-Tag wieder auf: da igle ich mich mit Schlumpi-Klamotten richtig ein, bleibe den ganzen Tag im Schlafanzug und schaue Liebesschnulzen, telefoniere stundenlang, gehe baden, nehme mir Zeit für mich. Hauptsache ist: ich muss an solch einem Tag das Haus nicht verlassen. Dann kann ich förmlich meine Energiespeicher wachsen sehen. Meine Beautytipps sind nicht  neu:  regelmäßig viel schlafen, was ich selbst nicht schaffe, aber ein Gammeltag bewirkt auch Wunder, Sport treiben, gesunde, ausgewogene Ernährung, ausreichend trinken, jeden Abend – egal wie müde man ist – abschminken und nach jedem Duschen seinen Körper eincremen und allem voran: sein Leben so leben, wie man es möchte, sich mit den Menschen umgeben, die einem gut tun. Diese innere Zufriedenheit und das „Mit-sich-selbst-im-Reinen-sein“ verhilft zu mehr Schönheit als jede Antifalten Creme!

 
Vorschau:
Am Dienstag, 20. September, erwartet euch an dieser Stelle eine Reportage über die Internationale Automobilausstellung, kurz IAA, in Frankfurt.