32 Konzerte in 21 Ländern – Depeche Mode auf „Global Spirit Tour“

35 Jahre rocken sie bereits die Bühnen dieser Welt und im Mai geht es wieder los.  Die britische Synthie Pop-Gruppe  Depeche Mode  feierte schon zu ihren Anfängen große Erfolge: so enthält das zweite Album „Some Great Reward“, das sie herausbringen, die Nummer „People are People“, die in Deutschland auf Platz eins der Charts landet. In Ländern wie England und Österreich erreicht der Song ebenfalls die Top 10! Die Nummer ist mit elektronischen Klängen durchzogen und schon jetzt mit dem Markenzeichen der Band versehen: der klaren, marken Stimme von Frontmann Dave Gahan.

Internationaler Erfolg

Bereits in den Anfängen hat Depeche Mode Erfolg: Mit ihren düsteren, elektronisch angehauchten Klängen begeistert die Band nicht nur Europa. Denn auch in den USA treten Depeche Mode nach der Veröffentlichung ihrer LP „Music for the masses“ im Jahre 1984 vor großen Massen im Rahmen ihrer ersten Welttournee auf.

Tiefer Fall

Nach dem erfolgreichen Höhepunkt der Band kommen einige Tiefschläge: Alan Wilder, der Keyboarder und Schlagzeuger, verlässt die Band für eigene Soloprojekte. Sänger Dave Gahan unternimmt aufgrund seiner schweren Heroinsucht einen Suizid-Versuch. Dave Gahan fasst nach schwerer Leidenszeit den Entschluss einen Entzug zu machen und begibt sich mit den anderen beiden verbleibenden Bandkollegen, Andrew  Fletcher und Martin Gore, wieder ins Studio. Sie nehmen weitere Alben auf und gehen 1989 sogar wieder auf Welttournee.

Kämpfen für die Musik

2001, drei Jahre nach der großen Tour, erscheint das Album „Exitor“ des Trios, das sich nicht unterkriegen lässt und weiter seiner Leidenschaft – der Musik – nachgeht. Vier weitere Jahre später, im Jahre 2005, schaffen sie es mit „Playing the Angel“ in sage und schreibe 18 Ländern an die Spitze der Charts!

Sie gehen wieder auf Tour

Am vergangenen Freitag ist das 14. Studioalbum „Spirit“ erschienen. Im Anschluss an dieses wird die Band im Mai ihre „Global Spirit Tour“ starten. Bisher sind 32 Konzerte in 21 Ländern bestätigt worden. In Deutschland werden die drei in den Städten Köln, Dresden, München, Hannover, Gelsenkirchen, Leipzig, Frankfurt und Berlin auftreten. Es gibt noch Karten für die Konzerte. Lasst euch das nicht entgehen! Hier könnt ihr Tickets bestellen.

Musik aus den Niederlanden – The Common Linnets und Dotan

Flandern und die Niederlande waren in diesem Jahr gemeinsamer Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Doch nicht nur die Literatur aus den Niederlanden wird hierzulande immer beliebter, sondern auch die Musik. Grund genug, einen genaueren Blick auf eine niederländische Band und auf einen niederländischen Sänger zu werfen, die auch das deutsche Publikum mit ihrer Musik begeistern.

Der „Eurovision Song Contest“ als Sprungbrett

Ganz in ihrem Element: Ilse DeLange und JB Meijers von der Band The Common Linnets (Foto: S. Holitzner)

Ganz in ihrem Element: Ilse DeLange und JB Meijers von der Band The Common Linnets (Foto: S. Holitzner)

Seit ihrer Teilnahme im Mai 2014 für Niederlande am „Eurovision Song Contest“ – kurz ESC genannt – kennen viele in Deutschland die Band The Common Linnets. Beim ESC erreichten sie mit ihrem Song „Calm After The Storm“ den zweiten Platz. Die Single schaffte es bis auf den dritten Platz der deutschen Charts und wurde im September 2015 zudem mit Platin ausgezeichnet. Auch ihr im Mai 2014 veröffentlichtes Debütalbum „The Common Linnets“ war hierzulande äußerst erfolgreich. Die im Herbst 2015 erschienene zweite Platte „II“ konnte an diesen Erfolg anknüpfen. Auf „II“ ist die musikalische Weiterentwicklung von The Common Linnets deutlich zu hören. Großartige Songtexte und beeindruckende Instrumentierungen zeichnen das Album aus. Einen weiteren Hit hatten The Common Linnets Ende letzten Jahres zusammen mit der Band The BossHoss: Gemeinsam nahmen sie eine neue und musikalisch überzeugende Version des Dolly Parton-Klassikers „Jolene“ auf. Im November 2016 sind The Common Linnets wieder live auf großer Deutschlandtour zu erleben.

„Home“ auch in Deutschland

Sänger Dotan war in den Niederlanden schon erfolgreich, bevor er in Deutschland mit seiner Musik ebenfalls auf begeisterte Resonanz stieß.

Mit Spaß dabei: Sänger Dotan (Foto: S. Holitzner)

Mit Spaß dabei: Sänger Dotan (Foto: S. Holitzner)

Seine Platte „7 Layers“ ist in seiner Heimat bereits Dotans zweite Albumveröffent-lichung und erschien dort Anfang 2014. Hier musste man bis Mai 2015 auf das Werk warten. Zuvor brachte Dotan seine Singleauskopplung „Home“ heraus, die es unter anderem in die Top-Ten-Liste der deutschen iTunes-Charts geschafft hat. Ende letzten Jahres konnte der Sänger das Publikum auch live auf seiner Deutschlandtour überzeugen.

The Common Linnets und Dotan sind nur zwei Beispiele dafür, dass es in den Niederlanden großartige Künstler gibt, die auch international mit ihrer Musik begeistern können. Da bleibt nur zu hoffen, dass es weitere niederländische Musiker schaffen, sich in der Musiklandschaft Deutschlands zu etablieren.

Freiheit auf Solopfaden – Benjamin Boyce im Interview

Benjamin Boyce war in den 1990er Jahren Mitglied der niederländisch-englischen Boygroup Caught in the Act, die sich 1998 trennte. Wie Face2Face berichtete, feierten Caught in the Act an Silvester 2015 ihren Neubeginn, allerdings ohne Benjamin. Er widmet sich ganz seinen Soloprojekten und ist erfolgreich auf seiner „One man, one mission“-Tour unterwegs. Am Freitag, den 30. September, hat Benjamin, der sich mittlerweile in Köln zuhause fühlt, nun endlich seine neue Single „I‘m free“ veröffentlicht. Diese thematisiert seine Vergangenheit, für die er dankbar ist. Aber sie handelt auch davon, dass die Dinge sich weiterentwickeln müssen sowie seinem heutigen Gefühl von Freiheit.

Face2Face: Wie würdest du deine neue Single vom Klang her beschreiben?

Benjamin: Das finde ich ehrlich gesagt sehr schwer zu beschreiben. Eine Mischung aus Pop und House, würde ich sagen. Es gefällt mir. Der Produzent hat gut auf meinen Text gehört und hat die passenden Elemente reingebracht, damit der Song auch wirklich frei und offen klingt. Das höre ich darin. Ein echt schönes Gefühl.

Gut gelaunt: Sänger Benjamin Boyce (Foto: S. Holitzner)

Gut gelaunt: Sänger Benjamin Boyce (Foto: S. Holitzner)

Face2Face: Warum ist „I‘m free“ deiner Meinung nach hörenswert?

Benjamin: Für den einen wegen des Textes, für den anderen vielleicht wegen der schönen Melodie. Aber ich hoffe natürlich am meisten, dass es jedem rundum gefällt und dass andere einfach die Gefühle, die ich dabei habe, auch haben. Vor allem das Gefühl von Freiheit.

Face2Face: Ist bald auch ein neues Album von dir geplant?

Benjamin: Ich hoffe, dass ein neues Album kommen wird. Das ist ein bisschen abhängig davon, wie das jetzt mit der neuen Single weitergeht. Aber wir haben es auf jeden Fall vor.

Face2Face: An welchem Ort würdest du gerne noch einmal auftreten?

Benjamin: Ich finde es immer ganz toll, in Berlin aufzutreten. Berlin verbinde ich immer mit einem sehr schönen Gefühl, denn in Berlin hat der Erfolg damals mit Caught in the Act angefangen. Da haben wir auch „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ gedreht, kurz bevor wir zum ersten Mal ganz groß in den Charts rausgekommen sind. Das Erfolgsgefühl ist immer in Berlin. Aber ich freue mich natürlich auch immer sehr in Köln aufzutreten, weil das jetzt meine Heimatstadt ist.

Mehr Informationen zu Benjamin Boyce gibt es auf seiner Facebook-Seite und seiner Homepage.

KYGO auf Wolke Sieben

Nachdem Avicii erst vor kurzem seinen Rücktritt als DJ angekündigt hat, ist es erfreulich zu hören, dass ein anderer bekannter DJ für neue Ohrwürmer sorgt. Die Rede ist von KYGO und seinem neuen Album und der dazugehörigen Tour „Cloud Nine“.

Rätselraten um neue Tour

Mit einer simplen Tour-Ankündigung versetzte KYGO zuletzt seine Fans in Rätselraten. Erst nach und nach wurden mehr Informationen bekannt, bis schließlich eine Preview seines kommenden Albums veröffentlicht wurde. Bei Soundcloud wurde die sieben Minuten lange Preview bereits über 1,8 Millionen mal angehört und hat über 56 Tausend Likes, obwohl man nur kurze, stückhafte Einblicke in die neuen Songs bekommt.

Neuer Sound

Die Preview macht Lust auf mehr, der Sound klingt aber nicht mehr wie der typische KYGO-Sound von früher. KYGO hat sich verändert, aber keine Angst – nicht im negativen Sinne. Die typischen tropisch angehauchten Klänge tauchen nur noch vereinzelt auf. Mit gefühlvollen und aussagekräftigen Texten und Melodien, die zugleich modern und zeitlos wirken, trifft KYGO den Nerv der Zeit.

Album-Release

Mittlerweile ist auch das Release-Datum des Albums bekannt: 13. Mai 2016. Das Album umfasst 15 Tracks, in denen KYGO mit bekannten Künstlern wie Sia oder auch Labrinth zusammen arbeitet. Unter den 15 Liedern sind auch seine letzten Hits „Stole the Show“, „Firestone“ und „Stay“. Der Name „Cloud Nine“ macht zudem aufmerksam. „Cloud Nine“ steht im Englischen für „Wolke Sieben“. KYGO lässt zwar durch viele, bisher noch nicht bekannte Songs seines neuen Albums offen, ob das Thema Liebe eine übergeordnete Rolle spielt. Die bereits bekannten Tracks könnten aber ein Indiz dafür sein.

Tour-Info

Die Tour zieht sich durch das komplette Jahr 2016, KYGO tritt dabei in allen erdenklichen europäischen Städten auf. Die Deutschlandauftritte sind leider schon vorbei, doch allein in London spielt KYGO zwei Tage hintereinander.

Vorschau: Nächste Woche berichtet Face2Face über das neue Album „Max“ von Max Mutzke.

Hurts in Wiesbaden – das Warten hat sich gelohnt

Die Synthie-Pop-Band Hurts aus Manchester besteht aus Theo Hutchcraft und Adam Anderson. 2010 wurden sie durch ihren Hit „Wonderful Life“ in Deutschland bekannt. Am 16. März 2016 waren sie im Rahmen ihrer Europa-Tour auch für ein Konzert im Schlachthof in Wiesbaden.

Lange Wartezeit

Der Einlass startete bereits um 19 Uhr, war allerdings äußerst schlecht organisiert, da die Schlange der Besucher bis fast zum Wiesbadener Hauptbahnhof zurückreichte. Auch wer pünktlich da war, musste rund 45 Minuten warten, bis er endlich die Konzerthalle betreten konnte. Als Support-Act hat die Berliner Indie-Pop-Band Tüsn ab 20 Uhr eine halbe Stunde lang gespielt. Umso froher war man da, als das Warten ein Ende hatte und Hurts gegen 21 Uhr die Bühne betraten und mit ihren Songs „Surrender“ und „Some kind of heaven“ von Anfang an für tolle Stimmung sorgten.

Mit viel Spaß auf der Bühne: Hurts bei ihrem Konzert im Schlachthof in Wiesbaden am 16. März 2016 (Foto: S. Holitzner)

Mit Spaß auf der Bühne: Hurts bei ihrem Konzert im Schlachthof in Wiesbaden am 16. März 2016 (Foto: S. Holitzner)

Sympathische Band

In Wiesbaden haben Hurts Songs von all ihren drei Alben präsentiert. Besonders schön waren dabei „Blood, Tears and Gold“, „Evelyn“ und „Lights“. Bei diesen Songs konnten Hurts besonders gut zeigen, wie vielfältig ihre Musik ist, was mit großem Applaus belohnt wurde. Das Publikum konnte bei vielen ihrer Lieder mitsingen, wozu Sänger Hutchcraft stets animierte. Bei ihrem Song „Illuminated“ forderte er die Zuschauer auf: „Please take your phones and your lighters out and put them hoch.“ Generell versuchte er im Laufe des Abends, manche Wörter und Sätze auf Deutsch auszusprechen, was ihn sehr sympathisch machte. Wiesbaden bildete den Abschluss ihrer „Surrender“-Tournee, wie Hutchcraft erzählte. Hurts hatten sichtlich Spaß auf der Bühne. Immer mal wieder warf Hutchcraft Rosen in die Besuchermenge. Begleitet wurden Hurts von ihrer dreiköpfigen Band und zwei Backgroundsängerinnen.

Tolles Live-Erlebnis

Das Konzert war nahezu ausverkauft. Nach rund 90 Minuten und zwei Zugaben, von denen eine ihr Hit „Stay“ war, verabschiedeten sich Hurts vom Publikum. Hurts haben in Wiesbaden unter Beweis gestellt, dass sie eine großartige Liveband sind. Mit ihrer Musik haben sie die Besucher begeistert und dafür gesorgt, dass alle einen wunderschönen Konzertabend hatten. Wir hätten ihnen gerne noch länger zugehört!

Caught in the Act – wieder vereint nach 17 Jahren

An Silvester 2015 ist für viele ein Traum in Erfüllung gegangen. Caught in the Act, eine der beliebtesten Boygroups der 1990er Jahre, feierten nach 17 Jahren ihr Comeback auf der Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin und präsentierten einen ihrer größten Hits in Neuauflage: „Love is everywhere 2.0“. Allerdings traten Lee Collin Baxter, Eloy de Jong und Bastiaan Ragas nur zu dritt auf. Benjamin Boyce ist nicht mehr dabei, da er sich auf seine Soloprojekte konzentrieren möchte.

Erfolge in den 1990ern

Die niederländisch-englische Boygroup war 1992 gegründet worden und wurde 1994 in Deutschland durch einen Gastauftritt in der Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bekannt. Mit Hits wie „Love is everywhere“, „Don´t walk away“ und „Baby come back“ waren Caught in the Act in den 1990er Jahren regelmäßig in den deutschen Charts vertreten. Insgesamt verkauften sie über 20 Millionen Platten, für die sie mehrfach Gold und Platin bekamen. Im August 1998 trennte sich die Gruppe.

Wieder vereint: Eloy de Jong, Lee Collin Baxter und Bastiaan Ragas (Foto: Michael Kremer)

Wieder vereint: Eloy de Jong, Lee Collin Baxter und Bastiaan Ragas (Foto: Michael Kremer)

Langes Warten auf eine Wiedervereinigung

Im April 2015 hatten sich alle vier Bandmitglieder in Amsterdam das erste Mal nach der Trennung wiedergesehen. Ein weiteres gemeinsames Treffen fand im August 2015 in Köln statt. Über eine Reunion der Boygroup wurde in dieser Zeit immer wieder spekuliert, bis sie schließlich Mitte Dezember 2015 endlich bekannt gegeben wurde. Lee Collin Baxter, der im letzten Jahr einige Solokonzerte in Deutschland gegeben hat, teilte zu seinen Plänen für 2016 mit: „My priority is Caught in the Act.“

Große Pläne für 2016

Der Auftritt von Caught in the Act auf der Silvesterparty in Berlin war erst der Anfang. Für dieses Jahr ist eine gemeinsame Tour unter dem Namen „The Hit Party 2016“ geplant. Auf der Tour will die Boygroup neben eigenen Hits auch erfolgreiche Songs von anderen Künstlern performen.

Mehr Infos gibt es auf der Facebookseite von Caught in the Act.

Vorschau: Nächsten Samstag berichtet Yasmin über die Grammys 2016.

„Heavy Heavy“ – afrikanische Klänge treffen auf typischen Jamaram-Sound

Musikalische Kooperation: Jamaram und die Acoustic Night Allstars (Foto: „Jamaram“)

Musikalische Kooperation: Jamaram und die Acoustic Night Allstars (Foto: „Jamaram“)

Jamaram – das sind Tom Lugo, Sam Hopf, Murxen Alberti, Lionel Wharton, Benni Beblo, Nik Thäle, Hannes Beblo und Daniel Noske. Die achtköpfige Band aus München gibt es bereits seit 2000. Am 13. März 2015 haben Jamaram ihr neuntes Album veröffentlicht, das den Titel „Heavy Heavy“ trägt. Dabei handelt es sich um eine musikalische Kooperation mit den Acoustic Night Allstars. Das sind mehrere Sänger aus Harare in Simbabwe, die sich einmal pro Monat treffen, um sich öffentlich ihre neuesten Songs vorzuspielen.

Kennengelernt haben sich Jamaram und die Acoustic Night Allstars im Mai 2012, als sie zusammen auf dem Harare International Festival of the Arts (HIFA) in Simbabwe gespielt haben. 2013 luden Jamaram dann drei der Acoustic Night Allstars ein, um mit ihnen auf Deutschlandtour zu gehen. Dabei entstand die Idee zu einem gemeinsamen Album. Das wurde mit sechs Musikern der Acoustic Night Allstars im Sommer 2014 in Deutschland aufgenommen. Die Finanzierung des Albums erfolgte per Crowdfunding.

Herausgekommen ist eine Mischung aus dem typischen Jamaram-Sound – Reggae, Dub, Ska, Latin, Pop – und traditionellen, afrikanischen Klängen, die wiederum gepaart sind mit Soul, Hip Hop und Swing. Auch der Albumtitel „Heavy Heavy“ nimmt Bezug auf Afrika, denn „Heavy Heavy“ ist in Simbabwe eine typische Antwort auf die Frage „Wie geht’s dir?“ und bedeutet, dass alles in Ordnung ist.

Neues Album: „Heavy Heavy“ von Jamaram (Foto: „Jamaram“)

Neues Album: „Heavy Heavy“ von Jamaram (Foto: „Jamaram“)

Auf dem Album sind 16 Songs, die alle sehr unterschiedlich klingen. Das liegt vermutlich auch an den verschiedenen Songwritern, die entweder Mitglied von Jamaram oder von den Acoustic Night Allstars sind. Ein absoluter Ohrwurm auf dem Album ist der Song „I´m Ready“, den Murxen Alberti von Jamaram geschrieben hat. Aus der Feder des afrikanischen Künstlers Fungai Nengare stammt die großartige Soulnummer „Why“. „Go Away“ macht große Lust zum Tanzen. Den Song haben Sam Hopf und Nik Thäle von Jamaram geschrieben. Bei „Miles Away“ handelt es sich um ein besonders gefühlvolles Lied, das der afrikanische Musikers Prayersoul beigesteuert hat. Die traditionellen, afrikanischen Klänge kommen vor allem beim Track „Ndikakutarisa“ zum Ausdruck, den Rutendo Machiridza von den Acoustic Night Allstars geschrieben hat.

Doch das sind nur fünf Songs von einem empfehlenswerten Album, das einfach gute Laune macht. Zurzeit sind Jamaram auf Deutschlandtour und präsentieren ihr neues Album „Heavy Heavy“ live. Tourtermine und mehr Infos zur Band gibt es auf www.jamaram.de.

Tim Bendzko ist mehr als nur der „Weltretter“

Tim Bendzko ist mehr als nur der "Weltretter"
Mehr als nur ein „Weltretter: Tim Bendzko (Foto: Paul Ripke)

Der erfolgreiche deutsche Pop-Sänger Tim Bendzko wird im April 30 Jahre alt. Mit seinem ironischen Song „Nur noch kurz die Welt retten“ landete der gebürtige Berliner 2011 einen sprichwörtlichen Ohrwurm und schaffte damit den endgültigen Durchbruch ins Musik-Business. Für sein Debüt-Album „Wenn Worte meine Sprache wären“ erhielt er Doppelplatin und stand damit 69 Wochen in den Charts.

Face2Face: Ab Ende März sind Sie zusammen mit Ihrer Band auf „Mein Wohnzimmer ist dein Wohnzimmer “ Tour und werden elf Konzerte geben. Wie halten Sie sich körperlich und stimmlich fit?

Bendzko:  Das Singen an sich hält mich stimmlich fit. Und zwischen den Konzerten wird so wenig gesprochen wie irgendwie möglich. Was die körperliche Fitness angeht bin ich eigentlich schon im Trainingslager.

Face2Face: Sie selbst bezeichnen sich als „Frohnatur“, aber Ihre Songs sind teilweise sehr melancholisch. Wie entstehen Ihre Texte? Gibt es dafür bestimmte Anlässe aus Ihrem eigenen Leben?

Bendzko: Eigentlich weiß ich selbst nicht so richtig woher die Texte kommen. Das ist ein ziemlich unterbewusster Prozess. Ich schreibe also meine Lieder nicht zu gewissen Anlässen. Meist fällt mir der passende Anlass erst später dazu ein.

Face2Face: Sie haben bereits mit erfolgreichen Künstlern wie dem irischen Sänger Rea Garvey, Xavier Naidoo und Kool Savas (Xavas) sowie der Sängerin Cassandra Steen zusammengearbeitet. Wie kam es zu dieser sehr interessanten und vielseitigen Zusammenarbeit?

Bendzko: Nach der Fertigstellung meines zweiten Albums hatte ich ein paar Wochen Luft bevor die ganze Promo-Tour losging. Da habe ich mir gedacht, ich könnte die Zeit einfach effektiv nutzen und weitere neue Songs schreiben. Mit Rea hatte ich mal zwischen Tür und Angel besprochen, dass wir mal was zusammen schreiben sollten. Das haben wir in dieser Zeit dann auch getan. Es war für mich eine ganz neue Erfahrung, die mir sehr viel Freude bereitet hat. Deshalb habe ich dann einfach andere Künstler wie Xavier, Kool Savas und Cassandra gefragt, ob sie nicht Lust auf eine Zusammenarbeit hätten. Und ich finde, die Ergebnisse können sich sehen und hören lassen.

Face2Face: Sie haben selbst schon bei einem Talentwettbewerb der Söhne Mannheims erfolgreich teilgenommen und waren Juror der deutschen Castingshow „The Voice Kids“. Denken Sie, dass der Gewinner einer solchen Show tatsächlich langfristig Karriere machen kann oder ist das Ihrer Meinung nach doch meistens nur eine Eintagsfliege?

Bendzko: Der Wettbewerb der Söhne Mannheims, an dem ich teilgenommen hatte, war eigentlich kein richtiger Talentwettbewerb. Dort wurden hauptsächlich Protagonisten für ein Musikvideo gesucht und „TVK“ hatte es gar nicht zum Ziel überhaupt eine Karriere zu starten. Da geht es eher darum, den Kindern die Möglichkeit zu geben sich mal in der Welt ihres Traumberufes zu bewegen und zu schauen, ob das wirklich was für sie ist. Was Casting-Shows mit Erwachsenen angeht, also Formate wie „DSDS“, „X-Faktor“ und „The Voice“ glaube ich schon, dass es möglich ist danach eine langfristige Karriere zu starten. Das hängt aber weniger an den Sendungen, als an einem selbst und den Leuten, die hinter einem stehen.

Face2Face: Was vielleicht wenige wissen, aber Sie haben damals nach Ihrem Abitur ein Theologiestudium an der Freien Universität in Berlin begonnen. Welche Rolle spielt der Glaube denn heute noch in Ihrem Leben?

Bendzko: Der Glaube im religiösen Sinne spielt eigentlich keine große Rolle für mich.  Aber ich „glaube“ natürlich, also glauben im Sinne von vertrauen. Ich vertraue darauf, dass am Ende irgendwie alles gut wird. Ich denke, dass mich dieses Vertrauen überhaupt bis hierher gebracht hat.

Face2Face: Sie sind ein großer Motorsportfan und haben sogar schon eine Rennlizenz in der Tasche. Träumen Sie denn selbst davon mal an einer Ralley teilnehmen zu können?

Bendzko: Dieser Zahn wurde mir schon während des Lehrgangs gezogen. Es macht mir unglaublich viel Spaß, alles mit anzusehen und natürlich auch selbst auf einer Rennstrecke Gas zu geben und schnell zu fahren. Aber in einem Rennen gibt es auch noch andere Fahrer und das ist mir dann letzten Endes irgendwie zu gefährlich.

 


Fotograf Paul Ripke

Auf Tour: Tim Bendzko (Foto: Paul Ripke)

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Tourdaten

23.03.2015 Hamburg (Laeiszhalle)

24.03.2015 Essen (Colosseum)

26.03.2015 Ludwigshafen (Feierabendhaus)

27.03.2015 Freiburg (Konzerthaus)

28.03.2015 Nürnberg (Meistersingerhalle)

11.04.2015 München (Circus Krone)

13.04.2015 Heidelberg (Kongresshalle)

14.04.2015 Stuttgart (Theaterhaus)

16.04.2015 Bonn (Beethovenhalle)

17.04.2015 Bremen (Musical Theater)

19.04.2015 Berlin (Admiralspalast)

Vorschau: Nächsten Freitag lest ihr hier über kulturelle Veranstaltungen und Events rund um die Sonnenfinsternis.

 

Spiel das ab, Scotty!

Eine Rakete ist laut Wikipedia.org „ein Flugkörper mit Rückstoßantrieb der während des Betriebs unabhängig von externer Stoffzufuhr ist und daher auch im luftleeren Raum beschleunigen kann“. Würde man diese Beschreibung umändern und beispielsweise eine Band als Rakede (man bemerke den gewollten Unterschied im Namen) bezeichnen, dann muss diese Band in der Lage sein, angefeuert mit der Kraft ihrer Triebwerke den Zuhörer zu packen und mit ihm so hoch zu fliegen, sodass dieser im luftleeren Raum (also in der Konzerthalle) völlig allein von der Musik in seinem eigenen Kosmos autark leben kann.
Nun gibt es rein zufällig eine Band mit dem Namen „Die Rakede“, zu der diese Beschreibung perfekt passt.
Die Jungs, die sich selbst als Triebwerke bezeichnen, schaffen ihren eigenen Sound, der Hip-Hop-, Reagge- und Dubstepelemente und vor allem eine große Portion Überraschung bei jedem Song enthält. Sei es, dass im Stile von Alex Clare ein Lautsprecher-zerreißendes Dubstepelement auf feine Gitarrenakkorde folgt oder dass ein anfänglicher Reagge-Song sich zu einer Sommerhymne zum Tanzen hochschaukelt, die Triebwerke wissen genau, welche Knöpfe sie zur richtigen Stimmungsrichtung drücken müssen. Versucht man den Klang der Band einzuordnen, dann stehe die Rakede im Vorgarten eines Deichkindes, dass fröhlich mit seinen Seeeds spielt. Durch zahlreiche eigene Konzerte, Auftritte auf verschiedenen Festivals und Fernsehshows, stehen die Triebwerke am Rande des Sprungs zu größeren Bekanntheit.

Diese Faktoren reichten auf jeden Fall aus, um sich die Neugier der Musikredaktion von Face2Face zu sicher:

Face2Face: Erst einmal die wichtigste Frage: Wie geht es euch Jungs?
Rakede: Uns geht’s gut, danke der Nachfrage.

Face2Face: Auf der Website eures Labels „Warner Music“ steht, dass 2006 auf einer nächtlichen Zugfahrt von Berlin nach Köln die „Rakede“ gegründet wurde. Wie kam es denn zu der Gründung und war auf dieser Zugfahrt irgendetwas Besonderes?
Rakede: Genau genommen wissen wir es nicht, denn wir waren nicht dabei. Die damaligen Triebwerke 2 und 3 haben den Zugfahrt-Mythos geschaffen und später sich wieder von Bord genommen.
Dazu muss man wissen: Einen Triebwerkposten „besitzt“ man nicht, man erfüllt ihn nur solange man fit genug ist – wie der Kapitän der Nationalelf oder die King’s Singers. Anfang 2013 war das gesamte Schiff in einem ziemlich rostigen Zustand und Triebwerk 1 und (das heutige) Triebwerk 2 haben das Ding mit viel Energie wieder aufpoliert – Das hat bis in dieses Jahr hinein gedauert; eine Neugründung 2014 gewissermaßen.

Musikalische Kosmonauten: 2 Triebwerke der Rakede - Der Rest ist noch nicht gelandet (Foto: Rakede)

Musikalische Kosmonauten: 2 Triebwerke der Rakede – Der Rest ist noch nicht gelandet (Foto: Rakede)

Face2Face: Durch das Tischkonzert eures Songs „Bitte Bitte“ 2013 habt ihr gezeigt, dass ihr auch akustisch sehr stark seid. Habt ihr denn vor noch ein paar Tracks auf diese Art zu remixen? Sprich: Gibt es denn bald weitere kleine Tischkonzerte?
Rakede: Wir haben nicht vor, hauptberufliche Tischklopfer zu werden, so schön das auch war. Aber wir suchen immer nach Neuem – und das nicht nur „unplugged“: Wir werden uns weiter selbst covern, unsere Songs remixen, auflegen, umstricken. Einerseits weil es uns Freude macht, besonders aber, um auf unser Debut-Album aufmerksam zu machen, das wir im November rausbringen und auf das wir uns sehr freuen.

Face2Face: Der Hype zu dem Video war im November 2013 in Medien sehr präsent. Würdet ihr sagen, dass diesen Bekanntheitsschub gut nutzen konntet?
Rakede: Natürlich hat die Aufmerksamkeit uns weitergebracht. Wir hatten ein paar TV-Auftritte und eine gute Handvoll neuer Fans. Andererseits hat das Tischkonzert verhältnismäßig wenig mit unserem Album zu tun und daran hängt unser Herz nun einmal am meisten.
Deshalb hieß und heißt es: Entspannt bleiben. Wir wollten keinen nervösen Verkaufs-Anfall bekommen, in dem wir jedem, der das Tischvideo mag T-Shirts, Buttons und Konzertkarten andrehen wollen. Wer mag, darf das allerdings natürlich tun.
Man kann das gesamte Album auf Soundcloud hören. Vorbestellungen helfen uns sehr, alleine das Reinhören auch schon!

Face2Face: Ihr habt tolle Features auf eurem „Ja…aber was, wenn alles klappt“-Album: Bei „Bitte bitte“ und „Volldampf“ ist Samy Deluxe mit an Bord und bei „St. Tropez“ arbeitet ihr mit Frank Dellé von Seeed. 1. Wie kam es dazu und 2. Wie war denn die Zusammenarbeit?
Rakede: Die Zusammenarbeit mit Samy war ungefähr so, wie man sich das vorstellen würde. Wir haben damals Aufnahmen in seinem Studio gemacht und uns im Zuge dessen immer wieder gegenseitig über die Schulter geschaut. Manchmal ist dabei dann etwas rausgekommen, wie die beiden Features. Die Zusammenarbeit mit Dellé war da eher futuristisch. Wir haben uns tatsächlich nie getroffen. Norbert von Downbeat hat ihm den Song gezeigt und Dellé war so angetan, dass er „ungefragt“ eine Strophe über den Instrumentalteil gesungen hat – Fanden wir gut und haben wir so genommen.

Face2Face: Über euren Sound wurde ja schon viel geschrieben: Ihr habt Pop, Reagge, Hip-Hop und Dubstep-Elemente in euren Songs. Was kann man nun für das Album, das im November 2014 erscheinen wird, erwarten? Bleibt ihr diesem Stil-Mix treu oder erweitert ihr ihn sogar?
Rakede: Wir hatten keine Vision von unserem eigenen Sound. Wir wussten nur, dass wir
alles tun würden, das Beste aus uns raus zu holen. Nur unser Geschmack, der nochmal
breiter gefächert ist als die Einflüsse die man letztlich benennen kann, und unsere handwerklichen Fähigkeiten – wie wir produzieren, welche Instrumente wir spielen – waren formgebend. Insofern kann man nicht von Stil¬treue sprechen. Ich denke, wenn man das Album hört, dann ist ein roter Faden und ein eigenständiger Charakter hörbar, ohne das man nach dem dritten Song schon erahnen kann, wie die nächsten neun klingen werden. Natürlich können auch wir das Rad nicht neu erfinden, klingen wie wir klingen, und sind wie wir sind, aber unsere Grundmotivation ist, ständig besser zu werden in dem was wir tun, und ich glaube das schützt ein wenig davor, uns selbst zu wiederholen, oder sich von vorn herein zu definieren und sich Genre bedingte Grenzen aufzuerlegen.

Face2Face: Diese Frage betrifft nun jeden Einzelnen: Gibt es DIR ein Lied das rückblickend DEINEN Musikgeschmack geprägt hat? So einen All-Time-Favoriten? Und wenn ja, welches Lied ist es und warum?
Rakede: TW1: Es gab da ein paar fette Blitzeinschläge: „We Are the Champions“ von Queen hat mich als 6 jähriger, der zu Hause nur Klassik gewöhnt war komplett geflasht, später dann „Black or White“ von Michael Jackson. Und noch später, als nach Düsternis suchender Teenager „Unforgiven“ von Metallica und überhaupt das ganze Black Album.
TW2: Einen einzelnen Song zu wählen kann ich nicht, davon gibt es zu viele. Wenn es um Alben geht, tu ich mich da leicht: Am meisten geprägt hat mich definitiv Tool¬ – Lateralus. Musik, die einen weiterdenken und reflektieren lässt und nicht nur an der Oberfläche kratzt, sowas mag ich.
TW3: Für mich war „High Way to Hell“ von AC/DC der Song, der sofort nach dem Auftakt des Gitarrenriffs, mein Leben mit 12 Jahren veränderte. Als ich hörte wie der Drummer anfing den Beat zu spielen wurde mir die Funktion von meinem Instrument kristallklar. Die Disziplin mit der er jeden Schlag spielte, so als hätte es vor ihm keinen anderen Drummer auf dieser Welt gegeben, der seine Absicht so deutlich machen wollte und konnte.
TW4: Also ich hätte da eins, weiß zwar nicht in wie fern das meinen Musikgeschmack geprägt hat aber jut…Europe – The Final Countdown. Das war jedenfalls das erste Mal das ich eine Band quasi richtig wahrgenommen hab und ich war total geflasht als ich die im Fernsehen bei Formel Eins live gesehen habe. Ich habe wahrscheinlich meine Eltern auch tierisch genervt wenn ich zum tausendsten Mal die Platte aufgelegt hab und in Fantasieenglisch mitgesungen hab. Da war ich ungefähr 7…

Face2Face: Eure Tour beginnt am 12. September auf dem Soundgarden Festival in Bad Nauheim. Habt ihr eine Art Ritual, dass ihr vor einem Konzert immer durchführt?
Rakede: Ausladen, schleppen, aufbauen! Nein im Ernst, diese automatisierten Abläufe, die einfach dazugehören, haben tatsächlich etwas fokussierendes und gelten für uns schon als Ritual. Direkt vorm Auftritt reicht meistens ein High¬five.

Face2Face: Wie erklärt ihr einem ahnungslosen Vielleicht-Rakede-Konzertbesucher, was euch von anderen Bands abgrenzt und warum er unbedingt mit der Rakede auf einem Konzert mitfliegen muss?
Rakede: Erstmal vorweg, um nicht zu selbstverliebt zu klingen: Es gibt auch andere
gute Bands. Ein Rakedekonzert ist schon was ziemlich eigenes und ich glaube, es gelingt uns gut, Elektronik mit live-Instrumenten auf die Bühne zu bringen. Außerdem – hoffen wir – merkt man uns auch an, dass wir vom ersten bis zum letzten Ton alles selber machen, voll hinter dem stehen was wir tun, und das Glück haben, mit sehr talentierte Musikern auf der Bühne zu stehen.

Face2Face: Was dürfen wir von der Rakede demnächst noch erwarten?
Rakede: Erstmal wird’s wundervolle Musikvideos, ein paar kleine Specials und die Club¬tour im Dezember geben. Musikalisch entwickeln wir uns stetig weiter, viele kleine Ideen schwirren schon rum, die gerade beginnen in ein nächstes Album zu münden.

Vielen Dank! Wenn ihr mehr über die Jungs von Rakede erfahren wollt, dann klickt am besten hier.

Vorschau: Nächstes Mal an dieser Stelle erwartet euch ein Review zum Mixtape „Hardcore“ von Lil Kim!

Seid ihr hungrig? Kelis* serviert „Food“

Kelis*, mit bürgerlichem Namen Kelis Rogers, veröffentlicht mit „Friday Fish Fry“ den bereits dritten Song ihres aktuellen Studioalbums „Food“. Vier Jahre nach ihrem letzten Album „Flesh Tone“ aus dem Jahre 2010 erschien das neue Werk im Februar diesen Jahres.

„Food“ wird von ihrem vier-jährigen Sohn Knight Jones, der auf dem Track „Breakfast“ mit „Hey guys! Are you hungry? My mom made Food!“ fragt, was übersetzt soviel wie: „Hey Leute, seid ihr hungrig? Meine Mama hat Essen gemacht!“ bedeutet. Buchstäblich. Denn die 34-jährige tourte in einem kleinen Van durch die Staaten und promotete ihr Album aus einem Imbisswagen, der ihre Musik spielt. Neben Mini Burgern, Pommes Frites und Spare Ribs mit selbstkreierten Saucen war es Kelis* höchstpersönlich, die für zufriedene Kunden sorgte, indem sie die Speisen selbst servierte.

Zu ihrer gewohnten Mischung aus RnB, Neo Soul, House und Alternative Hip Hop, kommen Richtungen wie Electronic Dance und Dance Pop dazu. Songs wie „Jerk Rips“ und „Rumble“, in dem sie die Scheidung von Rapper Nasir Jones, besser als Nas bekannt, verarbeitet, veröffentlichte sie bereits im Februar und April. Ihr Track „Cobbler“ ist ein der ultimative Dance Floor Song, den Billboard (Anm. d. Red.: Fach- und Branchenblatt für Musik und Entertainment in den USA)bereits als „Bobbi-Brown-esque-Funk“-Workout betitelte.

Ihre Leidenschaft für das Kochen entdeckte Kelis* vor einigen Jahren, als sie sich 2006 als Saucier, als Saucenkoch, in der Le Courdon Bleu culinary School ausbilden ließ. In dieser Zeit schrieb sie sogar ein Kochbuch, welches zusammen mit einer Saucen-Linie, auf dem Las Vegas Food und Wine Festival im April vorgestellt wurde. All das, führte dazu, dass Kelis* ihrer Liebe zum Essen und Kochen ein ganzes Album widmete.

Im August kommt die Ex-Frau von Rapper Nas, mit dem sie den gemeinsamen Sohn Knight hat, auf Europa Tour auch nach Deutschland.

Hierzu gibt es Termine in Frankfurt, Köln und Berlin. Tickets gibt es unter www.eventim.de/kelis.

Vorschau: Am Samstag, dem 02. August, gibt es es einen Bericht über den Festivalsommer und seinen Festivaltypen.