Ingwer – das verschmähte Superfood

Supermärkte, Drogerien, Reformhäuser und Bioläden werben mit Superfoods – Lebensmitteln, die weitaus mehr zu bieten haben als herkömmliche Nahrung. Darunter findet sich auch die Wurzel der Ingwerpflanze, deren scharfer Geschmack von vielen oftmals verschmäht und zugleich unterschätzt wird. Zu Recht? Fakt ist, dass der Ingwer mit seinen vielzähligen Heilwirkungen in der aktuellen Forschung als Wundermittel zur Prävention und Behandlung von verschiedenen Erkrankungen erscheint. Doch was hat diese würzig-scharfe Wurzelknolle wirklich zu bieten? Face2Face gibt einen Überblick:

Was steckt in der Knolle?

Ob im Tee, in Suppen, im Smoothie, als Gewürz für ein asiatisches Pfannengericht oder als Marinade – der tropischen Gewürzpflanze sagt man vor allem seine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung nach. Dies liegt überwiegend an den sogenannten COX-2-Hemmern. Dies sind stark entzündungshemmende Verbindungen, die ein Schmerzenzym im Körper blockieren.

Bei welchen Beschwerden kann ich Ingwer konkret anwenden?

Der Anwendungsbereich von Ingwer ist unglaublich breit aufgestellt. Als Tablette, Kapsel oder Tropfen sorgt Ingwer für eine sofortige Linderung bei Reiseübelkeit. Auch ¼ Teelöffel roher Ingwer, an dessen Geschmack man sich jedoch erst gewöhnen muss, mindert Übelkeit und Brechreiz beachtlich.

Die Wurzel der Ingwerpflanze (Foto: Wikimedia Commons)

Die Wurzel der Ingwerpflanze (Foto: Wikimedia Commons)

Allgemein ist Ingwer für jegliche Beschwerden im Hals zu verwenden. Soll aus der Wurzel Tee werden, empfiehlt sich ein daumennagel-großes Stück Ingwer in eine Tasse zu reiben, den Saft einer halben Zitrone hinzuzugeben und mit kochendem Wasser aufzugießen. Diesen allerdings einen Moment lang ziehen lassen. Als Alternative oder besser zusätzlich zum Tee sollte man ein kleines, rohes Stück Ingwer möglichst lange kauen. Dies betäubt die Halsschmerzen längerfristig.

Aber nicht nur für den Hals, sondern auch für den Magen ist das Superfood geeignet. Ingwer regt die Verdauungssekrete und die Darmperistaltik an. Er besitzt keimtötende und blähungswidrige Eigenschaften und wirkt auf unser Blut, die Schleimhäute und den Darm entgiftend. Zudem hat Ingwer eine gallenflussfördernde Wirkung: Das bedeutet, dass Ingwer die Fettverdauung unterstützt, weshalb das Superfood besonders bei der Verdauung von fetten Gerichten ein willkommenes Gewürz ist. Vor üppigen Mahlzeiten ist daher das Trinken eines Ingwer-Tees absolut empfehlenswert, da dieser durch die Stimulation der Darmperistaltik die Verdauungssäfte anregt und die Magen-Darm-Muskulatur entkrampft.

Ingwer-Shot – die scharfe Vitaminbombe

Wer nun Interesse an der Wurzelknolle gefunden hat, sei der sogenannte Ingwer-Shot ans Herz gelegt. Mit nur wenigen Zutaten ist die scharfe Vitaminbombe in kurzer Zeit zu Hause zusammengemixt: 50g geschälten Ingwer und den Saft einer halben Zitrone mit etwa einem Teelöffel Honig gut mixen. Dies genügt als tägliche Vitaminbombe am Morgen. In diesem Zusammenhang besonders praktisch: Ingwer verleiht Konzentration und Frische für den ganzen Tag. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Knallbunt und ultralang: Modetrends für Herbst und Winter 2016/17

Na, Lust auf Plätzchen und Lebkuchen? Bei den sinkenden Temperaturen da draußen wärmen wir euch auf – mit heißen Trends für kühle Herbst- und Wintertage. In den Supermärkten finden wir schon langsam die ersten Plätzchen und Lebkuchen, die wir dann, gemütlich eingewickelt in einer Wolldecke, auf dem Sofa vernaschen.
Trotz der kalten Tage wollen wir aber irgendwie noch stylisch aussehen und die heißesten Trends für den Winter nicht verpassen.

Lang, länger, super-lang

Wer vor kurzem einkaufen war und ein Oberteil zu groß gekauft hat, wird sich freuen: Ganz oben auf der Liste der Herbst- und Wintertrends für diese Saison stehen nämlich XXL-Ärmel. Egal, ob bei Pullovern, Jacken oder Mänteln, es sieht überall lässig aus. Einen klaren Vorteil verschaffen wir uns damit auch: Die Handschuhe werden überflüssig. Aber mal ganz ehrlich, ist das alltagstauglich?

Gut verpackt

Ein anderes Must-Have für diesen Winter eignet sich da schon eher für den Alltag – Capes sind jetzt wieder total angesagt und bieten eine super Alternative zum normalen Wintermantel. Wer allerdings doch lieber auf Nummer sicher gehen möchte und auf eine warme Jacke ungern verzichtet, kann Ausschau nach Daunen-oder Steppjacken halten. Sie sind dieses Jahr kaum wegzudenken.

Flauschiger wird’s nicht

Diesen Herbst und Winter haben Kuschelbedürftige einen echten Vorteil: Strick, Plüsch und Samt sind die Trend-Stoffe für die kalte Jahreszeit. Wir dürfen uns auf flauschige Strick-Pullover aus dem sogenannten Bouclé-Garn, freuen, ein Garn, bei dessen Herstellung oft Knoten und Schlingen verwendet werden, und uns in Kleider aus Samt hüllen. Am besten funktionieren die Trends in XXL – Samt am ganzen Körper und auch die Pullis dürfen schön lang sein.

Romantik pur

Ein Lieblingstrend für die kalten Monate sind Rüschen. Mit Rüschen wirkt auch ein cooler Look sofort verspielt und romantisch. Diese Saison findet man sie überall: An Kleidern, Blusen oder sogar an Hosen.
Auch Schleifen und Schluppen können das Outfit versüßen. Die Größe spielt dabei keine Rolle. Als modisches Accessoire zieren sie Mäntel, Pullis und Blusen.

Farbenfrohe Dunkelheit

Etwas widersprüchlich wird es diese Wintersaison bei den Trendfarben. Statt schlichten und einfachen Farben findet man knallbunte Blumen-Prints, meistens auf schwarzem Hintergrund. Pudrige Töne wie Nude sind zwar auch in, aber diesen Herbst und Winter wollen die Fashionistas der tristen Jahreszeit entgegenwirken. Kleidung in Beerentönen, von Brombeere, Heidelbeere bis Himbeere, sollte in keinem Kleiderschrank fehlen. Auch die Farbe Grün in allen Nuancen ist total angesagt.

Wenn wir also bald gemütlich unseren Tee schlürfen, mit der besten Freundin auf der Couch die Kekse verdrücken und spontan Lust auf einen Absacker in der nächstgelegenen Bar bekommen, brauchen wir garantiert keine halbe Ewigkeit mehr, bis wir unser perfektes Winteroutfit gefunden haben.

Vorschau:

Sieben Tipps für eine gemütliche Vorweihnachtszeit

Egal ob Studium, Beruf, Stress mit dem Haushalt oder einfach allgemein zu wenig Zeit – wer kennt das Problem nicht? Das ganze Jahr über hetzen wir von Termin zu Termin und haben selten die Gelegenheit , einmal inne zu halten und das Leben wirklich zu genießen. Besonders die Zeit kurz vor Weihnachten, wenn sich das Jahr langsam dem Ende zuneigt, die Fenster und Promenaden der Straßen leuchtend geschmückt sind und die Menschen über den Weihnachtsmarkt schlendern,  lädt ganz besonders dazu ein, mal für ein paar Momente die Zeit stehen bleiben zu lassen und die Atmosphäre der Vorweihnachtszeit zu genießen. Face2Face hat euch sieben Tipps für eine gemütliche Zeit im Winter zusammen gestellt.

 

1. Zeit mit den Liebsten verbringen! Man nimmt es sich immer wieder vor und doch kommt man viel zu selten dazu. Unterschiedliche Arbeits- oder Studienzeiten, weit voneinander entfernte Wohnorte oder zu viele andere Termine sorgen dafür, dass man seine Liebsten, beispielsweise alte Freunde aus der Schulzeit, schon lange nicht mehr gesehen hat. Aber auch wenn man es das ganze Jahr über nicht geschafft hat, spätestens um die Vorweihnachtszeit treibt es alle wieder nach Hause und schafft somit die Gelegenheit, endlich mal wieder mit allen Liebsten eine gemütliche Zeit zu verbringen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen!

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Gehört zur Vorweihnachtszeit einfach dazu: Das Backen und Verzieren von Plätzchen. (Quelle: Gänseblümchen/pixelio.de)

2.  …In der Weihnachts-bäckerei! Dies gilt auch für alle, die sich sonst nicht gerade mit  dem größten Back-Talent rühmen: Plätzchen backen gehört in der Vorweihnachtszeit einfach dazu! Verwandle deine Küche in eine Weihnachtsbäckerei, schnapp dir ein paar Freunde, leg Weihnachtsmusik auf und wartet nach vollendeter Arbeit, bis der leckere Plätzchen-Duft durch den Raum strömt. Fabelhaft!

 

3. Freude schenken und Gutes tun! Weihnachten ist das Fest des Gebens und was gibt es zu diesem Anlass schöneres, als jemand anderem eine Freude zu machen. Egal ob eine kleine Spende oder solche Aktionen wie der „Wunschbaum“ der MVV in Mannheim, für alle Menschen, die gerne etwas Gutes tun würden, gibt es besonders in der Vorweihnachtszeit genügend Optionen.

 

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Macht den Liebsten eine Freude: Ein selbstgebastelter Adventskalender. (Quelle: Uwe Wagschal/pixelio.de)

4. … und dabei gerne auch kreativ werden! Es muss auch nicht immer gleich viel Geld ausgegeben werden, um sich eine schöne Weihnachtszeit zu machen oder seine Liebsten zu überraschen. Wie wäre es denn dieses Jahr mal mit „Do-It-Yourself“-Geschenken? Egal ob ein selbstgemachtes Körperpeeling, ein eigens zusammen gestellter  Adventskalender oder eine handgestrickte Mütze – die Geschenke sind mit Liebe gemacht und daher viel mehr wert, als ein für hunderte von Euros gekauftes Elektrogerät.

 

5. Die Natur genießen! Auch wenn die Temperaturen auf dem Thermometer immer tiefer klettern sollte euch das nicht abschrecken, sich mal wieder die Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang zu nehmen! Gerade im Winter flüchten sich die meisten von einem beheizten Raum in den nächsten, statt die Natur auch mal im Winter bewusst wahr zu nehmen. Spätestens wenn der erste Schnee gefallen ist, sollte man sich warm einpacken und für einen Spaziergang an die frische Luft rüsten. Das bringt den Kreislauf in Schwung und anschließend freut man sich doppelt, wieder in die warme Wohnung zu kommen und seine Hände an einer heißen Tasse Tee aufzuwärmen.

 

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Wärmt nach einem Spaziergang im Kalten wieder auf: Eine Tasse Tee. (Quelle: gänseblümchen/pixelio.de)

6. Probier’s mal mit Gemütlichkeit…! Wenn man von dem Spaziergang zurück kommt, es draußen klirrend kalt und die Sonne bereits der Dunkelheit gewichen ist, was gibt es da Schöneres, als es sich in der warmen Wohnung mit einer Tasse Tee, eingewickelt in eine kuschlige Decke und mit einem guten Buch zu Hause gemütlich zu machen. Zünde ein paar Kerzen an, mach es dir bequem und nimm dir einmal die Zeit, komplett in die Geschichte und somit eine andere Welt einzutauchen. Welche Bücher sich besonders für die kalte Jahreszeit eignen, hat Face2Face in diesem Artikel für euch zusammen gestellt. Tipp: Schalte doch mal für diese Zeit die Elektrogeräte (Laptop, Fernseher, Radio, Handy – ja auch das Handy!) einfach ab. Das hilft ungemein, auch mal den Kopf wieder „auszuschalten“ und sich komplett auf eine Sache zu konzentrieren!

 

7. Einen gemeinsamen Leseabend veranstalten! Sich beim Lesen eines guten Buches mal Zeit für sich selbst zu nehmen, ist sehr entspannend. Doch warum immer nur alleine lesen? Wie wäre es denn mal mit einem gemeinsamen Leseabend? Haben du und deine Freunde vielleicht ein gemeinsames Lieblingsbuch? Oder wie wäre es denn mal mit einer klassischen Weihnachtsgeschichte? Egal ob jeder eine kleine Geschichte vorbereitet, ihr im Wechsel lest oder eine Person die „Märchenstunde“ leitet, eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Findet euch mit Plätzchen und Tee zusammen und genießt die weihnachtliche Atmosphäre. Wenn ihr wollt könnt ihr im Hintergrund auch noch Weihnachtsmusik laufen lassen, das macht die Idylle perfekt!

 

 

Schaurig-leckere Halloween-Rezepte

Das Kostüm steht, das Essen fehlt? Kein Problem: Mit den „Last Minute“-Rezeptideen der Tipps&Tricks-Redaktion lässt sich garantiert jedes Halloween-Fest retten. So bleiben einem – zumindest bei den Speisen – böse Überraschungen am „All Hallows‘ Eve“ erspart.

Knusprig: Gebäck-Gräber mit Geistern (Foto: Onat)

Knusprig: Gebäck-Gräber mit Geistern (Foto: Onat)

Knusper-Gräber mit schaumigen Spukgeistern
Aus schokolierten Puffreis-Häppchen und etwas Zwieback lassen sich blitzschnell Gräber mit den dazugehörigen Schaumkuss-Geistern herzaubern. Hierfür einfach etwas Kuvertüre schmelzen, den unteren Rand des Zwiebacks damit bestreichen und die Puffreis-Gräber ankleben. Wer mag, kann mit der Kuvertüre zudem Grabinschriften auf dem Zwieback anbringen.

Für die Spuk-Geister wiederum weiße Schaumküsse nehmen und mit der restlichen Kuvertüre Augen aufmalen.

Schokoladig: Eulen-Muffins (Foto: Onat)

Schokoladig: Eulen-Muffins (Foto: Onat)

Muffin-Uhus
Neben Fledermäusen verzaubern auch Eulen als Nachtvögel jedes Halloween-Fest. Wer bei der Süßigkeiten-Suche Oreo-Kekse, Mini-Smarties und Schokoladen-Muffins ergattern konnte, kann diese als Uhus zum Fliegen bringen: Zwei Oreo-Kekse halbieren und die cremigen Hälften nach oben als Augen auf den Muffin legen. Die übrigen Keks-Deckel erneut halbieren und als Ohren nutzen. Für mehr Halt sorgt erneut geschmolzene Kuvertüre, der als Kleber an die Kekse angebracht wird. Die Smarties wiederum können – ganz ohne Klebemittel – als Pupillen und Schnabel eingedrückt werden.

Cremig: Gehirntorte (Foto: Borrmann)

Cremig: Gehirntorte (Foto: Borrmann)

Cremige Gehirne
Zombies dürfen – entweder als Kostüm oder als Dekoration – auf keiner Party fehlen. Eine cremig-süße Gehirntorte zaubert dabei nicht nur Untoten ein Lächeln auf die Lippen. Dafür werden ein Liter Vanillepudding, ein Glas Himbeer-Marmelade, 375 Gramm Butter, 150 Gramm Zucker und ein heller, dreiteiliger Biskuit-Tortenboden benötigt: Den Zucker mit dem Vanillezucker in eine große Schüssel geben und zu einer cremigen Masse schlagen. Anschließend den Pudding unter ständigem Rühren hinzugeben. Einen Drittel der Füllung auf dem untersten Tortenboden verteilen und einen weiteren Boden darauflegen. Diesen mit der Himbeer-Marmelade bestreichen. Nun den letzten Tortenboden darüber legen und die Buttercreme in der Mitte zu einem kleinen Hügel verteilen. Den Rand ebenfalls mit der Creme bestreichen und den Rest in einen Spritzbeutel füllen. Nun müssen damit nur noch die Hirnwindungen aufgespritzt werden. Mit pürierten Himbeeren, etwas Zucker und Zitronensaft lassen sich zudem schnell noch Blutflecken herstellen.

Hart gekocht: Spinnen-Eier (Foto: Onat)

Hart gekocht: Spinnen-Eier (Foto: Onat)

Versponnene Eier
Spinnen gehören zu den Klassikern und sind – neben Kürbissen – an Halloween nicht wegzudenken. Mit Eiern und Oliven machen sie dabei jedes Essen unsicher: Für die Spinnen-Eier lediglich Eier kochen und halbieren. Eine Hälfte wird als Spinnenkörper auf das Eidotter gedrückt. Das übrige Olivenstück achteln und als Beine rundherum um den Körper legen. Bei Bedarf können zudem kleine Köpfe ausgeschnitten werden. Die Oliven-Spinnen verzieren dabei nicht nur Eier, sondern auch jede Pizza.

Bei den Spinnennetzen wiederum handelt es sich um Tee-Eier, die sich vor allem in China großer Beliebtheit erfreuen. Aufgrund der Muster eignen sie sich aber hervorragend als Halloween-Imbiss. Benötigt werden lediglich schwarzer Tee, Sojasoße und viel Geduld. Zunächst werden die Eier gekocht und mit kaltem Wasser abgeschreckt. Anschließend muss man diese vorsichtig zerbrechen, ohne dabei die Schale abzupellen. Am einfachsten lässt sich das meistern, indem man die Eier auf eine ebene Fläche legt und mit dem Handballen fest hin- und her rollt. Nun in einem Topf einen starken, schwarzen Tee kochen und mit Sojasoße würzen. Die Eier darin mindestens zwei Stunden ziehen lassen und pellen. Je länger sie in der Mischung baden, desto intensiver wird ihre Farbgebung.

Knackig: Mumienwürstchen (Foto: Onat)

Knackig: Mumienwürstchen (Foto: Onat)

Mumifizierte Wiener und heiße Würmer
Je einfacher die Party-Gerichte sind, desto weniger Aufwand muss man als Gastgeber betreiben. Mumifizierte Würstchen, die bei archäologischen Untersuchungen von Wien in Ägypten gelandet sind, zeigen dabei, dass dem Auge auch bei schnellen Gerichten etwas geboten wird: Hierfür etwas Pizzateig in dünne Streifen schneiden und als Bandagen sowie Kopfverband um die Würstchen wickeln. Bei 180 Grad Celsius müssen die Mumien für circa 10 Minuten in den Ofen-Sarkophag. Nach Belieben können den Untoten anschließend mit Sesamsamen, Pinienkernen oder Olivenstückchen lustige Gesichter aufgetragen werden.

Mit den Würstchen lassen sich aber auch Hotdogs dem Anlass entsprechend zubereiten. Dafür müssen die Wiener – bevor sie im Kochtopf landen – lediglich in Streifen geschnitten werden. Dadurch ziehen diese sich zu Kringeln zusammen, die Würmern ähnlich sind. So werden zu Halloween aus „Hot Dogs“ eben „Warm Worms“.

Kross: Gespenster-Kekse (Foto: Onat)

Kross: Gespenster-Kekse (Foto: Onat)

Gespenstische Kekse
Mit Geister-Keksen kann man sich bereits im Herbst auf die Weihnachtszeit einstimmen. Auch Cake Pops – als Kürbisse oder Augäpfel dekoriert – versüßen die Feierlichkeiten. Zudem werden schokolierte Bananen und Birnen, denen mit Kuvertüre Gesichter aufgemalt werden, schnell zu fruchtigen Poltergeistern. Mit etwas Fantasie lässt sich jedes Essen zur Gruselspeise machen. Der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt.

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit von Gülcin Onat und Alexander Borrmann.
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Vorschau: Nach der Süßigkeiten-Jagd an Halloween erwarten euch nächste Woche wieder gesunde Snacks.

Die vielseitigen Wirkungen der Tees – Teil 2

Jeder von uns hat mindestens einmal in seinem Leben über folgende Umstände geklagt: Stress, Ma­gen-Darm- und Verdauungsprobleme, innere Unruhe oder auch Schlafprobleme. Beschwerden, de­nen wir am liebsten entgegenwirken wollen und deswegen meistens gleich zu Medikamenten grei­fen. Allerdings gibt es einige sehr wirkungsvolle und leckere Teesorten, die in solchen Fällen einge­setzt werden können. Face2Face stellt euch einen weiteren Teil der verschiedenen, gesunden Tees vor:

Große Auswahl: Es gibt unzählige gesunde Teesorten (Foto: Sharifi)

Große Auswahl: Es gibt unzählige gesunde Teesorten (Foto: Sharifi)

1. Baldrian Tee
Die Pflanze gilt in der Medizin als leichtes Beruhigungs- und Schlafmittel. Daher wirkt sich der Tee ebenfalls schlaffördernd und beruhigend aus. Häufig wird er auch gegen innere Un­ruhe, Nervosität und Angst getrunken. Schließlich ist Baldrian stimmungsaufhellend und er­zeugt einen Ausgleich für das Nervensystem. Daher wird dieser Tee auch Schlaf- und Ner­ventee genannt.
Wer unter enormer Prüfungsangst leidet, dem wird empfohlen Baldrian mehrere Tage vorher schon zu trinken, da es die Angst etwas mindert.

2. Hagebutten Tee
Dieser Tee ist eine wahre Vitaminbombe, vor allem besitzt er sehr viel Vitamin C. Aus die­sem Grund empfiehlt es sich diesen vorbeugend zu trinken, um die natürlichen Abwehrkräf­te zu unterstützen. Der Hagebutte wird eine wundheilungsfördernde Wirkung zugesprochen, welche auch bei Magen-Darm-Problemen hilft. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern ist der Tee förderlich. Da der Tee eine Normalisierung der Darmtätigkeit wieder herstellt, wird er sowohl bei Verstopfungen als auch bei Durchfall gerne getrunken.

Gesunde Tees: Verschiedene Tees wie Johanniskraut helfen ähnlich gut wie Medikamente (Foto:Sharifi)

Gesunde Tees: Verschiedene Tees wie Johanniskraut helfen ähnlich gut wie Medikamente (Foto:Sharifi)

3. Johanniskraut Tee
Seit mehr als 2000 Jahren gilt diese Pflanze als eine sehr wirksame und entzündungshem­mende Heilpflanze. Sie kann bei Menschen und Tieren angewandt werden. Eine äußerliche als auch innerliche Behandlung ist möglich, wie zum Beispiel zur Wundheilung durch äu­ßerliche Anwendung.
Johanniskraut gilt als bestes pflanzliches Mittel gegen Depressionen und wirkt besonders bei mehrwöchigem oder monatlichem Gebrauch. Außerdem hilft Johanniskrauttee gegen Ver­stimmungszustände, Ängste, innere Unruhe, Nervosität und Verdauungsproblemen. Da die Pflanze nicht mit allen Medikamenten kompatibel ist, sollte vorher eine Absicherung bei ei­nem Arzt oder Apotheker eingeholt werden. Darüber hinaus wird von einer Verwendung bei Kindern unter zwölf Jahren abgeraten, ebenso bei Schwangeren oder Stillenden. Grund hier­für ist die unzureichende Untersuchung der Wirkungen, auf die oben zutreffenden Personen­kreise.

4. Malvenblätter Tee
Die Malvenblätter führen eine Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum herbei. Ebenso ist der Tee gut für den Magen-Darmtrakt, gegen Reizhusten, Zahnfleischentzündungen und Halsschmerzen.

5. Melissen Tee
Die Melisse wird hauptsächlich bei Erkältungskrankheiten und Magenbeschwerden verwen­det. Allerdings kann diese Pflanze weit aus mehr, wie zum Beispiel Herz und Nerven beru­higen und damit Herzrasen und -klopfen vermindern. Darüber hinaus ist die Melisse gut für das Wohlbefinden und kann bei regelmäßiger Einnahme depressive Zustände mildern. Auch kann durch das Trinken erhöhter Blutdruck gesenkt, Leber- und Gallenleiden vermindert und das Immunsystem gestärkt werden.

6. Pfefferminz Tee
Der Pfefferminze wird eine antivirale Wirkung zugeschrieben und sie ist gegen viele Be­schwerden hilfreich. Der Tee wirkt sich krampflösend bei Magen-Darm- und Menstruations­problemen aus. Häufig wird Pfefferminztee auch bei einem verdorbenem Magen getrunken, da der Tee einen beruhigenden Effekt hat. Außerdem tötet die Pfefferminze Keime im Mun­d- und Rachenraum, weswegen sie auch gerne bei Halsschmerzen und – kratzen eingesetzt wird. Die Pflanze hat einen positiven Effekt bei Husten, da sie sich schleimlösend auswirkt und die Atemwege befreit. Auch bei Spannungskopfschmerzen und Migräne ist Pfefferminz­tee gut, denn der Schmerz wird gelindert. Weiterhin wird der Tee bei Übelkeit, Brechreiz und zur Appetitförderung eingesetzt.

Vorschau: Nächste Woche präsentiert Face2Face ein kreatives Geldgeschenk.

Die vielseitigen Wirkungen der Tees – Teil 1

Eines der beliebten Heißgetränke mit etwa 3000 verschiedenen Sorten ist der Tee. Dieser stammt hauptsächlich von der Pflanze Camellia ab. Darüber hinaus werden die zahlreichen Teesorten auch von verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen, wie z. B.: aus Blättern, Rinde, Knospen, Blüten, Wurzeln oder Stängeln. Auch Kräuter- und Früchteaufgüsse werden als Tee bezeichnet. Einige davon haben auch eine heilende Wirkung und werden je nachdem für verschiedene Zwecke angewendet. Diese stellen euch Face2Face im Folgenden vor:

Die Qual der Wahl: Welchen Tee trinke ich heute? (Foto:Sharifi)

Die Qual der Wahl: Welchen Tee trinke ich heute? (Foto:Sharifi)

1. Schwarztee:
Dieser Tee wird häufig bei leichtem Durchfall oder Magenbeschwerden angewandt, da er eine hemmende Wirkung auf verschiedene Durchfallerreger hat. Bei übermäßigem Genuss kann er allerdings auch Magenbeschwerden verursachen. Auch senkt der Schwarztee den Blutdruck, wirkt beruhigend auf die Nerven und fördert die Konzentration. Vor allem aber, wird ihm eine vorbeugende Wirkung gegen Karies und Knochenschwund zugesprochen, die sich auf den hohen Fluoridgehalt stützen. Allerdings kann Schwarztee die Eisenaufnahme behindern und zu Eisenmangel führen oder die bestehende Blutarmut verschlimmern.

2. Grüner Tee:
In Asien gilt der grüne Tee als Heilmittel, da er Herz-und Kreislaufprobleme sowie Krebs vorbeugt. Auch er soll Karies verhindern.

3. Kamillentee:
Das Allheilmittel bei Erkältungen und Entzündungen. Kamillentee ist gut für den Magen-Darmtrakt, da er diesen beruhigt. Außerdem wird er bei Erkältungen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum empfohlen.

4. Weißer Tee:
Wer seinen Stoffwechsel anregen und der Hautalterung entgegenwirken möchte, sollte es mit dem weißen Tee versuchen. Schließlich wirkt er sich dabei positiv aus und ist zudem ein entzündungshemmender Tee, welcher zusätzlich das Immunsystem stärkt, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel senkt.

5. Oolong Tee:
Dieser Tee wird gerne zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Vor allem aber senkt der Oolong Tee den Blutzuckerspiegel und schützt vor Bluthochdruck.

6. Rooibos Tee:
Als einer der gesündesten Tees gilt der Rotbuschtee (Rooibos Tee). Seine Wirkungen auf die Gesundheit reichen von entzündungshemmend, krampflösend bis hin zu blutdrucksenkend. Der Rotbuschtee ist gut bei Magen-Darmbeschwerden, Nervosität und Schlafproblemen.

7. Fencheltee:

Fenchel-und Anistee: Der Tee ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch richtig gut! (Foto:Sharifi)

Fenchel-und Anistee: Der Tee ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch richtig gut! (Foto:Sharifi)


Wer häufig unter Husten leidet, der sollte öfters Fencheltee trinken. Dieser ist schleimlösend und hilft bei Erkältungen und Husten. Darüber hinaus beruhigt er den Magen und wer Fenchel-Anistee trinkt, leidet weniger häufig unter Blähungen.

In diesem Sinne wünscht die TIPPS&TRICKS Redaktion euch frohe und gesunde Osterfeiertage!

Vorschau: Nächste Woche lest ihr wie man erfolgreich auf Schnäppchenjagd geht.

Einmal Jungbrunnen bitte

Trinken ist wichtig: Wasser hält uns jung (© Michael Grabscheit / pixelio.de)

Trinken ist wichtig: Wasser hält uns jung (© Michael Grabscheit / pixelio.de)

Trinken ist wichtig! Das bekommen wir früh eingetrichtert. Bei jeder Erkältung gibt es literweise Tee, im Sommer läuft die Werbung von trinkenden Menschen nur so über und in guten Restaurants gibt es zum Kaffee ein großes Glas Wasser dazu. In gewisser Weise ist Trinken sogar wichtiger als Essen. Wird verdursten viel schneller, als dass wir verhungern, unsere Zellen dehydrieren, die Haut wird faltig.

Noch als Säugling haben wir einen Wassergehalt von 90%, er sinkt stetig und rapide. Schon als Kind ist er nur noch bei 70%, ein Erwachsener hat noch 65% Wasser im Körper, ein alter Mensch nur noch 60%. Zwei Liter Flüssigkeit sollten pro Tag eigentlich drin sein, doch viele schaffen das nicht. Meine Oma muss man zu jedem kleinen Glas regelrecht zwingen. Kein Wunder, in vielen Köpfen steckt noch der Fokus auf Kaubarem. Als Kind hieß es bei meinen Großeltern immer: erst wird gegessen, danach getrunken. „Sonst ist dein Bauch voll“, sagte meine Oma. So unrecht hatte sie damit nicht. Viele Menschen essen, wenn sie eigentlich durstig sind, eben weil sie schon als Kind gelernt haben, feste Nahrung sei wichtiger.

Ideale Erfrischung: Saftschorle (© Jonathan Keller / pixelio.de)

Ideale Erfrischung: Saftschorle (© Jonathan Keller / pixelio.de)

Tatsache ist, über Säfte und Mineralwasser bekommt der Körper notwendige Nährstoffe genauso gut, eigentlich sogar schneller, als durch feste Nahrung. Darum trinken Diabetiker, wenn ihr Blutzucker stark gesunken ist, etwas Saft, um schnell versorgt zu sein. Ein Glas Wasser vor dem Essen hilft außerdem dem Körper, schneller zu merken, dass er tatsächlich satt ist, und ist darum in jeder Diät einer der ersten Tipps. Essen wir dann weniger, als wir brauchen? Meistens nicht, denn Flüssigkeit wird im Magen auch leichter verdaut. Der Körper würde also einfach nochmal Nachschlag verlangen, wenn er noch hungrig wäre.

Die Einstellung zum Trinken hat sich geändert und ist immer noch schwierig. Im Kindergarten wie zu Hause können wir trinken, wann und oft auch so viel wir wollen. In vielen Kindergärten sind Getränke mit Zuckerzusätzen nicht erlaubt: Ungesüßter Tee, Wasser oder reiner Saft kommt dort auf den Tisch. Zu Hause sind viele nicht immer so konsequent. Limonade, gesüßter Saft oder gar Cola, eben das, was auch die Eltern gerne trinken. Wer greift im heißen Sommer nicht gerne zu einem Glas eisgekühlte Limonade oder Cola mit Eiswürfeln? Ich. Denn ich weiß, dass diese Getränke eigentlich gar keine Getränke sind, zumindest im Sinne von Durstlöscher. Der hohe Zuckergehalt zwingt den Körper dazu, Wasser aus den Zellen ins Blut zu geben, um die Zuckerkonzentration wieder zu verringern. Das führt dazu, dass der Körper Wasser verliert und wir gleich noch viel mehr Durst haben. Ähnliches gilt für Getränke, die zumindest kurzzeitig entwässern, wie bestimmte Teesorten oder Kaffee. Von Alkohol ganz zu schweigen.

Oft sagt mein Mann, wenn ich ihn frage, ob er genug getrunken hat: „Klar, vier Tassen Kaffee“. Dann ist er müde und schlecht gelaunt und versteht nicht, dass es schon gereicht hätte auch etwas Wasser zu trinken, um den Körper bei Laune zu halten. Es gibt immerhin auch Studien, die zeigen, dass Kinder, die auch während des Unterrichts etwas trinken dürfen, (was viele Lehrer aber nicht erlauben) konzentrierter arbeiten. Später scheint uns das wieder klar zu werden. An der Uni treffe ich selten jemanden, der keine Flasche zu trinken in seiner Tasche hat. Einer unserer Freunde hat in seinem Rucksack immer, selbst wenn er zu Besuch kommt, eine Flasche Mineralwasser.

Wahrer Jungbrunnen: Wasser hält die Zellen fit (© Rainer Sturm / pixelio.de)

Wahrer Jungbrunnen: Wasser hält die Zellen fit (© Rainer Sturm / pixelio.de)

Trinken ist so eine Sache, die bei vielen einfach nebenher läuft, auf die nicht geachtet wird. Mal trinken wir mehr, mal weniger, manchmal merken wir gar nicht, dass wir kaum Flüssigkeit zu uns genommen haben, an anderen Tagen kommen wir mit leeren Flaschen aus der Uni. Ein bisschen mehr auf unsere Getränke und unser Trinkverhalten zu achten hilft uns aber nicht nur, den Tag fitter zu überstehen. Es stärkt unseren ganzen Körper, hilft gegen Krankheitserreger und nebenbei ist Trinken das beste Mittel, um jung zu bleiben. Ein echter Jungbrunnen also. Wenn wir etwas weniger auf die Gesellschaft und etwas mehr auf unseren Körper hören könnten, würde am Essenstisch das Trinken im Mittelpunkt stehen, es wäre selbstverständlich in der Schule, in Prüfungen oder auf der Arbeit jederzeit etwas trinken zu können und Flüssigkeiten, die mehr Zucker haben, als unser Körper vertragen kann, hätten ein Warnzeichen auf dem Etikett. Denkt mal bei eurem nächsten Getränk daran. Und Prost.

Vorschau: Sascha erzählt euch nächste Woche, warum er ein notorischer Kantinenverweigerer ist.

Tee, Trend und Tradition: Wiener Kaffeehäuser

Auf dem Silbertablett serviert: Kaffee und heiße Schokolade (Foto:Dreer)

Auf dem Silbertablett serviert: Kaffee und heiße Schokolade (Foto: Dreer)

Tradition, Kaffee, Gemütlichkeit: Das sind nur einige der Begriffe, die einem durch den Kopf schießen, wenn man an die Wiener Kaffeehäuser denkt. Der Ursprung der berühmten Kaffehäuser liegt in einer Legende: Nach der Türkenbelagerung 1683 überließen die Türken dem polnischen Geschäftsmann und Dolmetscher Franz Georg Kolschitzky 300 Säcke mit Kaffeebohnen, bevor sie fluchtartig die Stadt verließen. Dieser sei es auch gewesen, der noch im selben Jahr das erste Kaffeehaus der Stadt eröffnete, welches er „Zur blauen Flasche“ taufte. Andere Quellen jedoch behaupten der Armenier Johannes Diodato habe 1685 den ersten Kaffeeausschank in Wien betrieben.

Doch was ist das Besondere an der Wiener Kaffeehauskultur, die sogar seit 2011 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO gehört? „Ins Kaffeehaus gehen Leute, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen.“, sagte einst Schriftsteller und Feuilletonist Alfred Polgar. Vor allem im 19. und Anfang des 20. Jahrhundert waren die urigen Kaffeehäuser bei Künstlern, Literaten und anderen Intelektuellen beliebt. Das gemütliche Ambiente diente als Ort des Gedankenaustauschs und Schreibens, zudem hat man bis heute die Möglichkeit aus einem Angebot von dutzenden verschiedenen Zeitschriften und Tageszeitungen zu wählen. Zunehmendes Interesse an der Kaffeehaus-Tradition kann man seit den 1990er Jahren erkennen, sodass die Wiener Kaffeehäuser keinesfalls als unmodern oder überholt bezeichnet werden können.

Ein Genuss: Ein Stück Schoko-Torte der Konditorei "Demel" (Foto:Hohmann)

Ein Genuss: Ein Stück Schoko-Torte der Konditorei „Demel“ (Foto: Hohmann)

Das kulinarische Angebot reicht von Kuchen und Torten bis hin zu kleinen Speisen wie Würstel oder auch verschiedene Mehlspeisen. Das Besondere im Vergleich zu anderen Cafés ist, dass man ungestört Stunden dort verweilen kann, ohne dass die Kellner in immer kürzeren Abständen eine neue Bestellung aufnehmen möchten. Im Gegenteil: Die Kellner servieren traditionell auf einem Silbertablett zu jeder Tasse Kaffee oder Tee ein Glas Wasser, was in den Wiener Kaffeehäusern als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Beim Verzehr der Getränke und Speisen hat man die Gelegenheit, es sich in den „Schanigarten“, also im Sitzbereich vor dem Café, gemütlich zu machen.

Rund 500 Kaffeehäuser verteilen sich quer durch Österreichs Hauptstadt. Die drei Bekanntesten möchten wir euch vorstellen.

Das Café Hawelka ist wohl das traditionsreichste Kaffeehaus im Stadtbezirk. Im Jahre 1939 eröffnet das frisch vermählte Ehepaar Leopold und Josefine Hawelka das Kaffeehaus. Die Einrichtung hat sich seitdem kaum verändert, wodurch man sich beim Eintreten in das Lokal in eine andere Zeit versetzt fühlt. Empfehlenswert sind die hausgemachten Buchteln (Hefegebäck) mit Vanillesoße. Ein Besuch lohnt sich also!

Von Außen: Das Hotel Sacher (Foto: Dreer)

Von Außen: Das Hotel Sacher (Foto: Dreer)

Ein weiteres bekanntes Kaffeehaus ist das Café Sacher, wo man selbstverständlich ein originales Stück Sacher-Torte kosten muss. Das Café ist an das Hotel Sacher gekoppelt und befindet sich gegenüber der neuen Oper. Dementsprechend ist es sehr zentral gelegen. Durch den vorhandenen Wintergarten kann man das turbulente Treiben außerhalb beobachten und sich trotzdem einen Moment Ruhe gönnen.

Das Café Sperl ist eines der ältesten Kaffeehäuser in Wien und gleichzeitig denkmalgeschützt. Seit der Eröffnung 1880 wird dort die Sperl Torte angeboten, die wegen der Mischung aus Vanille, Zimt, Milchschokolade und Mandelmasse eine wahrhaftige Leckerei ist.

Und, läuft euch auch schon das Wasser im Mund zusammen? Dann schaut doch bei eurem nächsten Städtetrip in Wien mal in einem der zeitlosen Kaffeehäuser vorbei und genießt einen Schluck Wiener Melange, die österreichische Kaffeespezialität, oder ein Stück der originalen Sacher-Torte.

Wer sich für traditionelle Cafés aus der Region interessiert, sollte sich unsere Serie hierzu nicht entgehen lassen. Zu Teil 1 geht’s HIER.

 Vorschau: Nächste Woche starten wir mit unserer kulinarischen Reihe. Den Anfang macht Württemberg!

Der Ginkgo Baum

Unsere Rubrik heißt zwar „Tier&Umwelt“, jedoch sollten die Pflanzen nicht vernachlässigt werden. Die Pflanzenwelt hat ebenso Erstaunliches vorzuweisen wie die Tierwelt und bildet mit der Photosynthese die Grundlage für den Stoffkreislauf und somit für die ganze Welt. Der Ginkgo Baum zum Beispiel gilt als lebendes Fossil und wird in der traditionellen chinesischen Medizin gerne eingesetzt.

Unverwechselbar: Das Blätterwerk des Ginkobaums (Foto: Günter Schüttauf  / pixelio.de)

Unverwechselbar: Das Blätterwerk des Ginkobaums (Foto: Günter Schüttauf / pixelio.de)

Der Ginkgo Baum ist der einzige heute noch lebende Vertreter einer Gruppe von Samenpflanzen, die es schon vor 300 Millionen Jahren gab. Wie seine Verwandten, die es nur noch als Fossilien gibt, zeichnet sich der Ginkgo durch gabelig verzweigte Blattadern und fächerförmige Blätter aus. Ein Individuum kann bis zu 40 Meter hoch wachsen und majestätische 1000 Jahre alt oder sogar älter werden.

Der in China heimische Baum fand anfangs als Tempelbaum Verwendung. Ab dem 18. Jahrhundert wurde er als Zierbaum genutzt und weltweit angebaut. Seine gerösteten Samen werden im östlichen Raum noch heute gerne verzehrt.

Sein hohes Alter und seine Resistenz gegenüber Krankheiten, durch Bakterien oder Viren, aber auch Pilzbefall, oder gegenüber Pflanzenfressern, haben zur Mystik beigetragen, die über dem Baum liegt. Die Japaner und Chinesen verehren ihn als lebensverlängernd und kraftspendend und das Erfüllen von Wundern wird ihm nachgesagt. Der gongsun shu, wie der unter Naturschutz stehende Baum noch genannt wird, war Teil vieler daoistisch schamanischer Rituale. Nur Ginkgos und Kakerlaken sollen die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki überlebt haben.

Auch in der westlichen Medizin werden die Inhaltsstoffe der Blätter, wie zum Beispiel die ätherischen Öle, zur Durchblutungsförderung und zur Verbesserung des Gedächtnisses eingesetzt. Die Forschung beschäftigt sich oft mit Extrakten mit den Namen EGb 761 und LI 1370. Viele klinische Studien belegen, dass die Flavonoide und Terpenoide aus dem Ginkoblattextrakt bei der Behandlung von Gefäßstörungen, Demenz, Alzheimer und ADHS helfen.

Der Effekt, den der Baum auf die Welt hatte und noch heute hat, ist enorm. Die Form des Blattes veranlasste sogar Johann Wolfgang von Goethe ein Gedicht zu schreiben, welches seiner Liebe gewidmet war:

„Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Giebt geheimen Sinn zu kosten,
Wie’s den Wissenden erbaut,

Ist es Ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Daß man sie als Eines kennt?

Solche Frage zu erwidern,
Fand ich wohl den rechten Sinn,
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Daß ich Eins und doppelt bin?“

 

Stressfreie Weihnachtszeit

„Oh du fröhliche, oh du selige – gnadenbringende Weihnachtszeit!“ – Ein allbekanntes Weihnachtslied, das wir immer wieder gerne singen und hören. Doch die Adventszeit ist auch die stressigste und konfliktreichste Zeit des Jahres. Hie und da müssen wichtige berufliche und private Termine eingehalten, Geschenke besorgt und die Festtage geplant werden. Außerdem treffen unterschiedliche Idealbilder sowie Wunschvorstellungen aufeinander, die zu Streits führen können.
Wie man trotz allem in den Genuss einer besinnlichen und schönen Weihnachtszeit kommt, verrät euch Face2Face:

1. Tipp: Auf dem Boden bleiben

Um sich vor Enttäuschungen oder falschen Vorstellungen zu schützen ist es wichtig seine Erwartungen nicht allzu hoch zu setzen. Das medial verbreitete Idealbild von weißen Weinachten im harmonischen Beisammensein der Familie entspricht leider oft nicht der Realität. Ebenso bringt es nichts, Kindheitserinnerungen nachzueifern.

2. Tipp: Den Überblick nicht verlieren

Weihnachten: Die schönste und auch stressigste Zeit im Jahr (Foto: Sharifi)

Weihnachten: Die schönste und auch stressigste Zeit im Jahr (Foto: Sharifi)

Es empfiehlt sich bereits Anfang Dezember einen Plan zu erstellen, auf dem die Geschenke, die Dekoration, die Gäste und das Essen vermerkt sind. Vor allem erleichtert es einem, wenn die Aufgaben verteilt werden und die Liste der Erledigungen gemeinsam bis zur Feier abgearbeitet wird. Selbst ein grober Organisationsplan beruhigt die Nerven und kann Druck damit reduzieren.

3. Tipp: Absprachen treffen

Der Austausch von Bedürfnissen und Vorstellungen ist wichtig, geht aber oftmals in der stressigen Weihnachtszeit unter. Für Paare entstehen hier die häufigsten Konfliktpunkte wie zum Beispiel, bei welchen Eltern dieses Jahr das Essen stattfindet. Hierbei müssen Kompromisse bereits im Vorfeld getroffen werden, sonst werden die Feiertage alles andere als harmonisch. Mögliche Lösungen: Das Weihnachtsessen bei der Familie jährlich abzuwechseln oder die Tage aufzuteilen.

4. Tipp: Überflüssigen Stress vermeiden

Zweitrangige Termine, Herbst-Winterputz oder unwichtige Reparaturen bis nach Weihnachten vertagen. Generell sollte man sich nicht all zu viel vornehmen, denn damit sind Enttäuschungen und eine negative Stimmung vorprogrammiert.

5. Tipp: Lernen „Nein“ zu sagen

Wer es allen Recht machen möchte, gerät schnell in eine unangenehme Situation oder ist mit rastlosen Besuchen an den Feiertagen überfordert. Daher sollte man sich ab und zu die Freiheit nehmen mal „Nein“ zu sagen und Dinge tun, die man selbst gerne machen würde.

6. Tipp: Zeit zum Genießen nehmen

Damit die Adventszeit nicht nur nervenaufreibend vorbeizieht, können Genussmomente etwas Erholung und ein Weihnachtsgefühl schaffen. Wichtig ist es sich hierfür Zeit zu nehmen. Ein Spaziergang durch die weihnachtlich geschmückten Straßen, der Duft von Apfel-Zimt-Kerzen oder Tee wie auch das Singen und Hören von Weihnachtsliedern bringt einen auf andere Gedanken. Vor allem lässt es sich nach einem anstrengenden Arbeitstag mit einer Tasse Tee, einer kuscheligen Decke bei Kerzenlicht oder Weihnachtsbaumbeleuchtung schön entspannen.

Vorschau: Nächste Woche geht es weihnachtlich weiter und wir verraten euch jede Menge Ideen zum Einpacken von Geschenken.