Wir sind Anders – Elektrobässe und Wohnzimmeratmosphäre

Ein Muss für alle Elektro- und Deephouse-Fans im Rhein-Main-Gebiet ist die Elektroreihe „Wir sind Anders“. Bekannte Künstler wie Sasha Braemer und Chris Hartwig gaben sich am Samstag den 11. Februar im Ponyhof Darmstadt die Klinke in die Hand. Face2Face war vor Ort.

Zwei Floors, sechs Künstler

Neben den bereits genannten Mainacts legten auf zwei Floors weitere DJs wie Ben Brown, Timo Soriano, Merlin Drüg und Flixx auf. Viele sind bei eingefleischten Fans bekannt, aber auch als Besucher des Stadt.Land.Bass-Festivals erkennt man doch so einige Lieder und DJs wieder.

Wir sind Anders in Darmstadt – Ein Muss für Elektrofans (Foto: L. Holfelder)

Gemütliche Atmosphäre zu hämmernden Elektro-Bässen

Der Ponyhof in Darmstadt bot eine kontrastreiche Atmosphäre zur Musik. Während ein Floor ein typischer Clubraum war, bot der zweite Raum gemütliche Sofas, die an ein Wohnzimmer der Großeltern erinnerten.  Mit einer auf den Beat abgestimmten bunten Lichter- und Visualsshow wurde das alte Interieur wieder modern eingehaucht. Durch die Effekte konnte man sich zur Musik gehen lassen.

Shuffeln gewünscht

Wer sich in der Elektro-Szene auskennt, weiß dass man hier nicht tanzt, sondern shuffelt. Bei diesem Tanzstil kombiniert man Hüpfschritte mit bestimmten Fußbewegungen. Ganz klar versammelten sich die besten Shuffler direkt vor dem DJ-Pult und zeigten ihr Können.

Stimmungsbarometer

Vor Ort trafen wir Lara (21) und Mareike (22), die das erste Mal bei „Wir sind Anders“ waren. Aufmerksam auf die Veranstaltung sind sie über soziale Netzwerke geworden. Vor allem die Location fanden sie „passend und hammer“, leider konnten sie aber nicht alle Künstler sehen und hören, da das Event bis früh in den Morgen ging. Sasha Braemer und Chris Hartwig waren aber ihre Favoriten. Das Shuffeln ging bei ihnen aus Platzgründen leider nicht so gut, „es war einfach zu voll“, erzählt Lara. Trotzdem wollen beide beim nächsten Event wieder dabei sein. Und Mareike fügt hinzu: „So Techno- und Elektroevents passen super in den Ponyhof“.

Format B am 11. März

Die nächste „Wir sind Anders“- Veranstaltung findet am Samstag den 11. März wieder im Ponyhof im Darmstadt statt. Mit dabei sind wieder die gleichen DJs (bis auf Sasha Braemer) sowie Format B als diesmaliger Special-Act. Der Eintritt kostet 15 Euro.

AirPley! Festival – Sounds am Badesee

Das Wetter meinte es gut mit den Besuchern des AirPley! Festivals am letzten Samstag am Bensheimer Badesee. Trotz weniger Wolken schien den ganzen Tag über die Sonne und es fiel kein einziger Regentropfen. Passend zur tropischen Location war das Motto „Sommer. See. Sand. Sound.“

Sicherheit steht an erster Stelle

Bereits um 11 Uhr begann das Open-Air-Festival. An den Einlasskontrollen wurde äußert sorgfältig darauf geachtet, dass keine gefährlichen Gegenstände auf das Gelände gelangten. Zusätzlich sorgten Securities für die Sicherheit rund um den Badesee.

Erholsam: Das Airpley!-Festival am Bensheimer Badesee (Foto: Teschner)

Erholsam: Das Airpley!-Festival am Bensheimer Badesee (Foto: Teschner)

Ein musikalisches Treffen internationaler und lokaler DJs

Von Deephouse über Techhouse bis hin zu Techno war alles an Musikstilen vertreten. Vor allem die weiblichen DJanes hatten an diesem Tag das Zepter in der Hand: von Bebetta über Hanna Hansen bis hin zu Anna Reusch waren top Stars der elektronischen Musikszene vertreten. Aber auch lokale Größen, wie Niklas Becker, Omnikid und DA FUNK heizten den Festival-Besuchern ordentlich ein.

Entspannung pur am Badesee

Einige Besucher saßen auf Decken rund um die Bühne, alle sahen sie super entspannt aus. Neben gemütlichen Strandkörben, in denen ebenfalls einige Besucher bequem den musikalischen Klängen lauschten, gönnten sich andere in dem sauberen Badesee eine Abkühlung. Besonders der breite Steg lud zum Sitzen ein.

Natürlich kam aber auch die Bewegung nicht zu kurz: Vor der Bühne tanzten die Besucher ausgelassen Und auch ein Volleyball-Feld war nicht weit.

Das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz

Für das leibliche Wohl war auch gesorgt: Neben kühlen Getränken stärkten sich die Besucher bei leckeren Feuerwürsten und Pommes für weitere Tanzeinlagen.

Und wem das nicht genug war, der konnte den Chill-Out am See bis 1 Uhr genießen und anschließend an der Afterhour im Club Fantasy-Night teilnehmen.

Zusammengefasst war das AirPley! ein ausgelassenes Open-Air-Festival mit entspannten Sitzmöglichkeiten und guter elektronischer Musik zum kleinen Preis (9,80 Euro im Vorverkauf!). Wir freuen uns auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!

Vorschau: Sommerzeit ist festivalzeit – nächste Woche berichten wir vom Stadt.Land.Bass.-Festival.

Das Wunderkind kommt nach Deutschland

„Der Tag ist mein Feind“ (im Original: „The day is my enemy“): Mit diesem Album gehen die drei Jungs von The Prodigy nun im Herbst auf Welttour und geben auch in Deutschland vier Konzerte.

Bekannt wurde die englische Band in den 1990ern mit Ohrwürmern wie „Out of space“, „No good (start the dance)“ und „Poison“. In Deutschland erlangten sie ihren Durchbruch mit den durchaus partytauglichen Tracks wie „Firestarter“ und „Breathe“.

Die Band besteht aus den Mitgliedern Liam Howlett, Keith Flint und Maxim und wurde nach dem Synthesizer Moog Prodigy benannt. The Prodigy übersetzt heißt „Wunder“, beziehungsweise „Wunderkind“. Und bei ihrem einzigartigen Stil kann alle Mal von einem Wunder gesprochen werden.

Keine Band vor oder nach ihnen vereint Breakbeats, Acid House und Techno so gut zusammen und fügt Drum und Bass und Jungle hinzu.  Aktuell mischen sie auch Big Beat und Trip Hop, sowie Alternative und Punk in ihre unvergleichbare Musik.

„The day is my enemy“ ist das bereits sechste Studioalbum der Jungs und erschien am 27. März 2015.

 Am 07. Oktober 2015 beginnen sie ihre Welttour auf dem UKA Festival in Norwegen und touren sich durch Russland, Finnland, Schweden und Dänemark, bis sie am 06. November 2015 dann Deutschland erreichen. Hier starten sie in Oberhausen und treten noch in Hamburg, München und Frankfurt am Main auf.

Karten für die Shows gibt es beim Ticketverkäufer deines Vertrauens oder hier.

Vorschau: Am nächsten Samstag gibt es passend 25 Songs zum Tag der Deutschen Einheit.

150 DJs auf zwölf Floors – der World Club Dome 2015

Nicht mehr lange, dann ist Weihnachten! Und wer jetzt so kurz vor Weihnachten doch noch eine Geschenkidee braucht und mal was anderes schenken will, der liegt mit einem Ticket für den World Club Dome goldrichtig.

Der World Club Dome ist ein Festival, das im Juni nächsten Jahres an drei Tagen stattfinden wird. Genauer gesagt vom 5. bis 7. Juni. Wo? In der Commerzbank Arena in Frankfurt am Main. Was euch dort geboten wird? Über 150 DJs auf über zwölf Floors heizen jedem Partybegeisterten ein. Vornehmlich wird House, Techno und Dubstep gespielt, aber die großen DJs bringen natürlich auch ihre Mainstream- Chartstürmer mit.

Bei Festivals sind die Hände wichtig: zum Hochreißen und Mittanzen (Foto: L. Holfelder)

Bei Festivals sind die Hände wichtig: zum Hochreißen und Mittanzen (Foto: L. Holfelder)

Seit 2013 organisiert der Radiosender „You FM“ und dessen Show „Big City Beats“ den World Club Dome, der anfangs noch „World Music Dome“ hieß und nur einen Tag ging. 2014 wurde das Festival erstmals an zwei Tagen ausgetragen und bekam seinen jetzigen Namen. Die Commerzbank Arena in Frankfurt wird an den Festivaltagen zur Partylocation umfunktioniert. Innerhalb der Arena befindet sich die Hauptbühne. Pluspunkt der Location: Sobald das Wetter nicht mehr mitspielt, lässt sich das Dach der Arena schließen, so dass auch der heftigste Regenschauer der guten Laune nichts anhaben kann. Um die Arena herum gibt es verschiedene Dancefloors, auf denen verschiedene DJs ihre Musik spielen. Und für Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt, es gibt reichlich Essens- und Trinkstände. Wichtig ist dabei nur, dass man sich zu Beginn Verzehr-Karten holt, denn auf dem Festival wird überall mit Märkchen bezahlt. Diese lassen sich aber jederzeit nachholen oder auch umtauschen, falls man am Ende doch noch ein paar Märkchen über hat.

Jetzt aber zum Wichtigsten: Wer tritt denn überhaupt auf? You Fm und Big City Beats.FM halten sich mit diesen Informationen immer etwas bedeckt und geben nur häppchenweise Künstler bekannt. Im letzten Jahr zählten Hardwell, Tiësto, Steve Aoki, Martin Garrix, Alesso, Dada Life, Krewella, Dimitri Vegas & Like Mike und David Guetta als Schlussact zu den bekanntesten Acts.

Und für nächstes Jahr gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack. Denn erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass kein geringerer als Avicii freitags das Festival eröffnen, und David Guetta sonntags das Festival schließen wird.

In den letzten zwei Jahren waren rund 30.000 Menschen auf dem Festival. Schon jetzt gibt es nur noch wenige Early Bird Tickets. Nach Ausverkauf dieser Tickets steigt der Preis. Beim Kauf der Tickets kann man zwischen verschiedenen Kategorien wählen, das günstigste kostet etwa 100 Euro. Mit diesem Ticket hat man freien Zugang zu allen Floors und, als Neuerung zu den letzten Jahren, auch Zugang zu den Sitzplätzen. Um nicht nur im Innenfeld feiern zu können, sondern direkt an der Hauptbühne, also im Front-Stage-Bereich, gibt es das so genannte „Club Ticket Deluxe“ für etwa 170 Euro.

Der World Club Dome 2014 - viele Menschen und gute Laune (Foto: L. Holfelder)

Der World Club Dome 2014 – viele Menschen und gute Laune (Foto: L. Holfelder)

Für alle Interessierten, die nicht aus der Umgebung von Frankfurt am Main kommen: Leider gibt es keine Zeltmöglichkeiten, Big City Beats stellt aber auf der offiziellen World Club Dome-Seite eine Auswahl an Schlafmöglichkeiten vor.

Wer jetzt Lust bekommen hat, kann sich auf der offiziellen Seite des Festivals umschauen: http://www.worldclubdome.com/

Musik aus den 90ern – heute wieder beliebt

Manche Lieder scheinen für die Ewigkeit gemacht zu sein. Egal ob jung oder alt – hört man die ersten Takte, weiß man immer schon, was nun kommt. Gemeint sind die typischen Lieder der 90er Jahre. Ob „Wannabe“ von den Spice Girls oder „Everybody“ von den Backstreet Boys, jeder kennt sie und jeder kann, ob er es zugeben mag oder nicht, mindestens ein paar Strophen Text mitsingen.

Anfang der 2000er, als der ganze 90er-Zauber vorbei war, nahmen viele an, zusammen mit den grellen Klamotten des letzten Jahrhunderts auch die Musik der letzten Jahre irgendwie aus seinem Leben verbannen zu können. Hier und da hörte man noch ein paar Klassiker aus den vorherigen Jahren. Aber die wirklich richtigen Lieder der 90er, die wahren Techno-Kompositionen, waren aus dem Leben der breiten Masse verschwunden. Nicht verwunderlich, fragt man sich doch heute beim Anhören alter Lieder, warum genau man die hämmernden Techno-Klänge eigentlich so toll fand.

Doch es gibt verschiedene Wege, auf denen sich genau diese Lieder in unser Leben zurückgeschlichen haben. Denkt man genauer darüber nach und hört im Radio mal ganz genau hin, sind diese alten Kompositionen noch lange nicht verschwunden.

Natürlich gibt es Radiosender, die sich auf die Musik der letzten 40 Jahre spezialisiert haben oder die neben der neuen, aktuellen Musik auch mal alte Lieder spielen. Aber selbst bei den Sendern, die sich nur auf das Neueste vom Neuesten spezialisiert haben, kann man alte Lieder hören. Zwar nicht mehr in ihrer originalen Version, dafür aber gecovert. Fast jeder bekannte Sänger hat schon einmal Lieder gecovert. Gerade die Newcomer im Musikbusiness werden heutzutage durch Youtube oder andere soziale Netzwerke berühmt, in denen sie ihr Gesangstalent in selbst gedrehten Videos mit alten Liedern zur Schau stellen. Beispiele zu Coversongs werden am 8. November bei Face2Face vorgestellt.

Aber nicht nur Cover von alten Liedern sind momentan beliebt, auch einfache Remixe. Plattformen wie Soundcloud haben es für jedermann einfach gemacht, die selbst gemischte Musik hochzuladen und der Welt zum Anhören oder sogar Downloaden anzubieten.

Aber wer dann doch das Original hören will, der geht am besten auf eine 90er-Party. In fast jeder großen Stadt gibt es regelmäßig Veranstaltungen, auf denen man sich von den Klängen der 90er Jahre beschallen lassen kann. Nicht nur die 90er Musik wird dort gespielt, die DJs greifen auch meist auf Musik der 80er oder auch der 2000er zurück. Dort trifft man nicht nur auf junggebliebene Mitt-Vierziger oder Mitt-Fünfziger, sondern auch auf junge Leute, die diese Musik eigentlich nur aus Kindertagen kennen.

Und genau diese jungen Erwachsen kennen trotzdem so gut wie jeden Text. Man ist ja schließlich damit aufgewachsen. Ob man diese Musik schlussendlich mag oder nicht, bleibt einem selbst überlassen. Wer weiß was die nächste Generation über die heutige Musik sagt…

Vorschau: Nächste Woche berichtet Vanessa zusammen mit Radio Rheinwelle.

Der Sommer unseres Lebens – Festivals 2014

Der Sommer ist nun endlich auch bei uns in Deutschland angekommen. Und wie kann man die warme Jahreszeit besser genießen als mit dem Besuch von einem oder mehreren Festivals? Ob Reggae, Elektro oder Popmusik – für alle Musikliebhaber gibt es die passenden Festivals. Und so unterschiedlich die Festivals sind, so unterschiedlich sind auch die Besucher.

Beliebt: Festivals sind das Sommerhighlight für Viele. (Foto: V. Wahlig

Beliebt: Festivals sind das Sommerhighlight für Viele. (Foto: V. Wahlig)

Heute stellt euch die Face2Face Musikredaktion die angesagtesten Festivals des Sommers vor.

Festival-Highlights in Deutschland

Gerade auf Hochtouren läuft eins der beliebtesten Elektro-Festival Deutschlands das Nature One, auf der Raketenbasis Pydna in Kastellaun / Hunsrück. Vom 1. Bis 03.August wird dieses Jahr unter dem Motto „The Golden Twenty“ zu Newcomer wie Alle Farben abgetanzt. Aber auch die festen Größen der Branche Paul von Dyk, Axell oder Sven Väth werden die Festivalgänger mit ihren Klängen beschallen.

Die Hauptstadt zieht uns ja immer in ihren Bann, aber wenn dort das rs2 Sommerfestival steigt gibt es kein Halten mehr für Popmusik-Fans. Am 16.August  treten in Berlin-Wuhlheide neben Anastacia, Hermes House Band, Luxuslärm und Madcon auch Berliner Originale wie Tim Bendzko und Culcha Candela auf.

Von Norden bis Süden finden im August zahlreiche Festivals statt. Eins der bekanntesten Festivals Bayerns ist das Afrika Karibik Festival, das vom 14. Bis 17.August in Aschaffenburg stattfindet. Die Stars der Reggae-Szene geben sich hier die Klinke in die Hand. Von Gentleman über Wyclef Jean bis hin zu Samy Deluxe sind alle dabei.

Wem Deutschland zu klein ist, oder wer seinen Urlaub gerne mit einem Festival verbinden möchte, der sollte sich diese Festivals nicht entgehen lassen.

Kreativ: Tolle Grafiken zum Thema Festivals findet ihr auf der Seite von CAMP4.de (Foto: Camp4.de)

Kreativ: Tolle Grafiken zum Thema Festivals findet ihr auf der Seite von CAMP4.de (Foto: Camp4.de)

Europäische Festivalszene

Ende Augst richtet Migros, einer der größten schweizer Supermärkte, das Festival SummerDays aus. Das Festivalgelände liegt direkt am Bodensee bei den Quaianlagen Arbon im Kanton Thurgau. Mit dabei niemand Geringeres als Jamiroquai, The Boss Hoss und Tim Bendzko. Vom 29. bis 30. August wird am Bodensee mit viel Popmusik der passende Sommersound geschaffen.

Wer lieber noch weiter weg will, dem sei vom 8. bis 11.August ein Trip nach Barcelona geraten. Unter dem Motto 3 DAY PARTIES – 3 NIGHT PARTIES findet in der spanischen Metropole das Borders Control statt. Mit dabei Nicolaz und Dimitri Vegas & Like Mike, die für tanzbare Musik bekannt sind.

Zum Last Summer Dance wird in Mersch/ Luxemburg geladen. Das Last Summer Dance Festival ist ein alternatives Musikfestival. Neben einem abwechslungsreichen Musikprogramm, gibt es auch Kunstaustellungen, Workshops und Diskussionsrunden. Vom 30.bis 31.August gibt es von Balkan Punk über Folk und Chanson jede Menge Musik auf die Ohren.

Im Netz gibt es zahlreiche Artikel, die diesen Festivalsommer bestücken. Tolle Grafiken zum Thema Festivals findet ihr auf der Seite von CAMP4.de. Uns hat besonders gut die Grafik zum Thema Festivalgänger gefallen.

Vorschau: Am 16. August erfahrt ihr hier in der Musikrubrik, welche Musik auf keinem Roadtrip fehlen darf.

Erleuchtend:  vor allem in den Abendstunden ist die Stimmung einzigartig. (Foto: M. Denziger)

Erleuchtend: vor allem in den Abendstunden ist die Stimmung einzigartig. (Foto: M. Denziger)

„Techno Tenderness“ aus Berlin — The/Das

The/Das aus Berlin sind Bodi Bill aus Berlin. Es fehlt lediglich ein Mitglied, nämlich Alex Stolze. Die anderen beiden, Fabian Fenk und Anton Feist, machen nun eben als Duo Musik. Bandmitglieder kommen, Bandmitglieder gehen, manchmal wird der Name geändert, manchmal eben nicht. Das ist alles nichts Ungewöhnliches in der Musikszene. Warum sich The/Das plötzlich The/Das nennen und trotzdem klingen wie Bodi Bill, ist für den ein oder anderen vielleicht fragwürdig. Fest steht jedoch, dass die Musik Qualität hat. Das Fehlen von Alex ist für den durchschnittlichen Hörer wohl kaum zu bemerken. Und wer sich jetzt fragt, ob Bodi Bill nun Musikgeschichte ist, der kann beruhigt aufatmen, denn Bodi Bill macht lediglich ein Jahr Pause.

Pause? Zumindest für Fabian und Anton sieht die Pause eher nach Arbeit aus. The/Das könnte musikalisch genauso erfolgreich werden wie das Hauptprojekt Bodi Bill. Mit vier veröffentlichten Alben sowie einer großen Fanbase in Deutschland und auch im Ausland hat Bodi Bill zwar einen großen Vorsprung, doch The/Das legte 2012 nach und veröffentlichte ihre EP Fresh Water beim italienischen Dance Label Live and Death. Im April 2013 kam auch in Deutschland ihre EP heraus, hier auf dem Label Sinnbus, wo neben Hauptprojekt Bodi Bill auch weitere Electro Acts wie Me and My Drummer und Hundreds vertreten sind.

Musikalisch bleibt The/Das seinen Wurzeln treu. Sie selbst nennen ihre Musik „Techno Tenderness“. Man könnte das Berliner Duo irgendwo zwischen Deep House und Minimal verorten, trotzdem bleibt ihr Sound so individuell und speziell, dass man The/Das keiner Musikrichtung eindeutig zuordnen kann. The/Das sind nicht nur Perfektionisten, was die Musik betrifft, sie geben sich auch bei ihren Musikvideos Mühe. Der Clip zu ihrer Single „Have no fear“ ist außergewöhnlich gut, interessant und im Vergleich zu den sonst eher bunten Bodi Bill Clips sehr unbunt. Er passt sehr gut zur Musik, die ja schließlich auch genau davon lebt– von Berlin, von Subkulturen und Subkulturen, die gar keine mehr sind. Eben dadurch wird der Vibe kreiert, der The/Das ausmacht.

The/Das Kontakt: The/Das Facebook
The/Das bei Sinnbus Records
Musikvideo zu Have No Fear

Vorschau: am 24.08. lest ihr hier ein Review zum Rock’n’Heim Festival

 

Unter der Sonne Hamburgs

Sie tanzen unter der Sonne: Hamburg ist berühmt für seine Open Air Partys. (Foto: Güngör)

Per Email bekommt man eine der wichtigsten Daten fürs Wochenende zugeschickt: Die Angabe des Platzes, an dem der nächste Open Air Rave startet. Ein Highlight dieser Stadt, fast schon eine Kultur unter den jungen Erwachsenen, ein überwältigendes Erlebnis. Unter der Sonne Hamburgs sind wir alle gleich, sind wir alle eins.

Kaum ist die Sonne am untergehen und der Feierabend wird eingeleitet, plant man sich die Open Airs zusammen. An einem Wochenende kann es bis zu acht Open Airs geben, die sich über Samstag und Sonntag ziehen. Sie finden immer an einem abgelegenen Ort statt und man muss weit fahren und dazu immer noch ein gutes Stück laufen. Das liegt vor allem daran, dass diese Open Airs ohne Genehmigung stattfinden und die Organisatoren ohne große DJs und reiche Sponsoren abläuft. Doch der Weg lohnt sich immer.

Die Sonne strahlt über den Himmel. Die Musik hört man schon in weiter Entfernung auf dem Weg zum Open Air und die Massen strömen ihr entgegen. Es sieht aus wie eine Pilgerreise, doch soll in dem Fall keine Göttlichkeit verehrt werden, sondern die Musik und die Menschen, die sie mit ihren Händen und Stimmen? schaffen.

Angekommen werden erst einmal die Picknickdecken ausgebreitet, das kalte Bier wird in die Mitte gelegt, geöffnet und nach dem Anstoßen, getrunken. Im Vordergrund läuft die Musik und die ersten Menschen tanzen bereits. Der DJ ist nicht immer bekannt, das stört aber weder den DJ selbst noch die Besucher, die zu seiner Musik tanzen, denn darum geht es. Die Beats dröhnen und die Füße versinken im künstlich angelegten Sandstrand, der Himmel ist blau und die Tanzenden scheinen sich unendlich frei zu fühlen.
Das Gefühl von Freiheit ist es nämlich, was die Menschen zu diesen Open Airs treibt. Für dieses Gefühl kommen sogar einige von weit außerhalb Hamburgs.

„Es ist so toll hierher zu kommen, es ist warm, es gibt was zu trinken und sogar Eis und man lernt viele nette Menschen kennen. Ich liebe es einfach“, sagt die Besucherin Rabea (22).

Die Stimmung ist ausgelassen und locker. Es gibt keine Randale, keine Pöbeleien, niemand dreht durch. Auch auf die Umwelt wird bei solchen Open Airs geachtet. Zwischendurch stoppt die Musik, damit die tanzende Meute ihren Müll in Müllsäcke räumen kann, denn trotz dessen, dass alles ohne Genehmigung stattfindet, legen die Veranstalter sehr großen Wert darauf, dass alles ordentlich bleibt. Der Spaß und die Freude hällt Stunden an und es kommen immer mehr Besucher. Ein Gemisch aus Jugendlichen, jungen Erwachsenen und der älteren Generation, die im Rahmen eines Fahrradausflugs zum Open Air stößt, feiert zusammen.

Irgendwann passiert es aber doch und die Polizei erfährt von dem Open Air. Doch auch dann entsteht keine Panik. Die Musik geht aus, die Feiernden sammeln ihren restlichen Müll und auch die übrigen Getränke ein und pilgern in aller Ruhe und Zufriedenheit zum nächsten Open Air.
Es wirkt wie eine endlose Reise von der einen Parallelwelt zur nächsten und der Spaß wiederholt sich. Ein großes Plus, das für Hamburg und den näher rückenden Sommer spricht.

Vorschau: Und kommende Woche findet ihr an dieser Stelle einen Beitrag zum Thema Musik und Fernsehen.

Mango mal anders

Ruhiger Typ, eingängige Musik: Sascha Funke (Foto: Pressefoto Kompakt FM)

„Mango“ heißt der Song, der ihn bekannt machte. Paul Kalkbrenner heißt der Mensch, dem er das zu verdanken hat. Denn kein geringerer als jener Titan der Electroszene hat „Mango“ in seinem hochgelobten Film „Berlin Calling“ gefeatured. Die Rede ist von DJ und Produzent Sascha Funke.

1977 in Ostberlin geboren und aufgewachsen, ist es so gut wie vorhersehbar, dass der junge Funke recht schnell in Kontakt mit Techno und House kommen wird. Besonders die Radioshow „Rave Satellite“ von DJane „Marusha“ inspiriert Funke. Vom Technohype in Berlin angetan, spürt er schnell, dass er nicht nur auf der Tanzfläche aktiv sein möchte, sondern dass er selbst hinter dem DJ-Pult stehen will. So kommt es, dass er Anfang der neunziger Jahre selbständig Rave Parties für Jugendliche organisiert und erste Erfahrungen als DJ sammelt. Schnell entwickelt sich aus einem Hobby eine Leidenschaft. Schon früh lernt Funke Paul Kalkbrenner kennen, mit dem er sich nicht nur die Wohnung, sondern auch das DJ-Equipment teilt. Für Funke ist das eine Bereicherung, da er von seinem erfahreneren Kumpanen einiges lernen kann.

Er vernetzt sich weiter und lernt bald Eileen Allien kennen, eine weitere Größe der elektronischen Musik. Die DJane, Produzentin und Labelinhaberin vom Berliner Electro Label „BPitch Control“, zählt zu Funkes größten Inspirationen. 1997 hat er seine ersten größeren Auftritte in Berliner Clubs und ist bereit, sich einen Namen zu machen. Anfangs noch sehr technolastig, bleibt Funke lange ein Geheimtipp. 2000 veröffentlicht er endlich seine erste Single bei „BPitch Control“. Ein Jahr später gelingt ihm der internationale Durchbruch mit der Single „When will I be famous“. Funke tauscht allmählich seinen trancigen Sound gegen einen minimalistischeren und ruhigeren Sound ein. Dies ist offensichtlich der richtige Schritt, denn 2003 folgt sein Debutalbum „Brave“ mitsamt einer Welttournee. Auch wenn die Einflüsse seines ehemaligen Mitbewohners Paul Kalbrenner deutlich rauszuhören sind, gelingt es Funke noch heute, seine eigene Linie zu bewahren. Er schafft die Gratwanderung zwischen Electrosounds, die zum Entspannen, und Electrosounds, die zum Partymachen einladen.

Neuestes Projekt: Saschienne (Foto: Pressefoto Kompakt FM)

Der Berliner Winter ist ihm im Jahre 2007 zu kalt, sodass er sich nach Südfrankreich aufmacht und dort die Klänge des Mittelmeers studiert. Von der Sonne inspiriert veröffentlicht er 2008 sein von Kritikern gelobtes Album „Mango“, mit der gleichnamigen Single, die ihn endgültig in der gesamten Musikszene bekannt macht. Funke gehört nun mit seinem modernen, eingängien Sound sicherlich zu den Top Electro-DJs weltweit. Auch in diesem Jahr ist er nicht inaktiv. Vor kurzem veröffentlichte er zusammen mit seiner Frau, der Französin Julienne Dessange, das Album „Unknown“ unter dem Namen „Saschienne“. Hier versucht Funke sein minimalistischen Sound mit sphärischem Gesang zu kombinieren, was ihm ebenfalls einwandfrei gelingt.

Vorschau: Nächste Woche erfahrt ihr mehr über den Komponisten und Produzenten Moritz Wagner.

Shop-Eröffnung des neuen „ME’PARTY“-Stores in Mannheim

Lässt Modeherzen höher schlagen: Der neue "ME'PARTY"-Shop in Mannheim (Foto: Kollmar)

Bereits vergangene Woche berichtete die Face2Face-Redaktion im Porträt der Designerin Nazli Yigit über deren Modelabel „ME’PARTY“ und „SHE LOVES ME“ und die herannahende Eröffnung des ersten offiziellen „ME’PARTY“-Shops. Vergangenen Samstag, 11. Februar, war es nun endlich soweit: der „ME’PARTY“-Store eröffnete in der Kopernikusstraße 31 in Mannheim.

Zahlreiche Neugierige fanden sich ab dem späten Samstagnachmittag in der Schwetzinger Vorstadt ein, um den neuen Laden für Party- und Vintage-Mode zu begutachten. Begrüßt wurde man auf Wunsch mit einem Becher Glühwein und kleinen Snacks –  so konnte man in entspannter Atmosphäre Shop und Kollektion bewundern. Und die konnten sich sehen lassen: der neue „ME’PARTY“-Shop spiegelt mit seiner liebevollen und kreativen Inneneinrichtung den lässigen Charakter des Szene-Labels wieder. Vintage-Kommode statt Kleiderstange, Stapel voller Fashion-Magazine und ein winkender Bill Cosby an der Wand – Nazli hat ihrem Laden eine ganz individuelle Note gegeben.

Mit Liebe zum Detail eingerichtet: der "ME'PARTY"-Store (Foto: Kollmar)

Im Mittelpunkt standen aber natürlich vor allem die Kleidungsstücke. Neben den partytauglichen Shirts der „ME’PARTY“-Kollektion überzeugten hier vor allem die aufgearbeiteten Vintage-Stücke von „SHE LOVES ME“. Lässige Oversize-Strickpullover, paillettenverzierte Blusen oder kuschelige Cardigans ließen das Modeherz höher schlagen.

Nach dem Besuch der Eröffnungsparty steht fest: Mannheim darf sich seit dem vergangenen Wochenende über eine wunderbare neue Einkaufsmöglichkeit freuen. Ein Besuch im neuen „ME’PARTY“-Shop lohnt sich!

Vorschau: Nächsten Donnerstag wird ein Exklusiv-Interview mit Shopbesitzerin und „La Gamine“-Bloggerin Kerstin Görling erscheinen. Seid gespannt!