Cremiger Spekulatius-Aufstrich

Auch wenn das Weihnachtsfest im Vergangenen liegt, finden sich in dem einen oder anderen Haushalt heute noch Süßigkeiten, die uns sonst nur der Winter beschert. So versüßen Lebkuchen, Zimtsterne und Spekulatius die Adventszeit, während Schokoladen-Weihnachtsmänner vermeintlich zu Osterhasen eingeschmolzen werden. Das übrige Weihnachtsgebäck lässt sich dabei als Spekulatius-Aufstrich mindestens ebenso verlockend in neue Formen bringen.

Zutaten und Materialien:

Cremig: Spekulatius-Aufstrich (Foto: Onat)

Cremig: Spekulatius-Aufstrich (Foto: Onat)

  • 150 Gramm Spekulatius
  • 100 Milliliter Kondensmilch
  • zwei Esslöffel Honig
  • gemahlene Gewürze wie Zimt, Vanille, Nelken und Koriander
  • 30 Gramm weiche Butter
  • zwei Schüsseln, ein Schneebesen, ein Mixer oder ein Nudelholz samt Gefrierbeutel

Zubereitung:

  1. Die Spekulatius in einer Schüssel mit einem Mixer fein zerbröseln. Alternativ können die Kekse in einen Gefrierbeutel getan und mit einem Nudelholz zerstampft werden. Je pudriger die Krümel werden, desto cremiger wird der Spekulatius-Aufstrich. Etwas knuspriger wird die Creme wiederum durch gröbere Brösel.
  1. Die Kondensmilch, den Honig und die weiche Butter in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen verrühren. Anschließend mit etwas Zimt, Vanille, Nelken und Koriander würzen.
  1. Die Spekulatius-Krümel in die Schüssel hinzugeben und kräftig verrühren, bis eine gleichmäßige Creme daraus entsteht. Lagern lässt sich der Aufstrich am besten in wiederverschließbaren Gläsern.

Klein, aber oh là, là – Frische Petits Fours

Petits Fours gehören bereits seit dem 19. Jahrhundert zu den Klassikern der französischen Küche. Ob zum Tee gereicht, als Appetithäppchen serviert oder zum Geschenk gemacht – die essbaren Kunstwerke passen zu jeder Gelegenheit. Wörtlich heißt das feine Kleingebäck so viel wie „kleiner Ofen“ und deutet somit auf die Entstehungs- und Herstellungsweise hin: Erst, nachdem die Bäcker ihre Hauptproduktion beendet hatten, nutzten sie die Restwärme der Steinöfen, um kleine Patisserie-Produkte herzustellen. Mit etwas Geduld lassen sich die Miniatur-Küchlein dabei auch im heimischen Ofen herzaubern.

Kunstvoll: Petits Fours sind Gaumen- und Augenschmaus zugleich (Foto: Onat)

Kunstvoll: Petits Fours sind Gaumen- und Augenschmaus zugleich (Foto: Onat)

Zutaten und Materialien:

  • Kuchen
  • Konfitüre
  • Puderzucker, alternativ auch Fondant oder Marzipan
  • Wasser
  • für die Dekoration je nach Belieben Zuckerglasur, Lebensmittelfarbe, Schokolade, Marzipan und Früchte
  • ein Messer, ein Kochtopf, ein Löffel, Spritzbeutel

Zubereitung:

1. Man backe einen Kuchen. Auch wenn dies ein unkonventioneller Start für ein Rezept sein dürfte, so sei doch bei der Kuchenwahl keine Grenze gesetzt. Auf Käsekuchen, Fruchtstücke, Sahne, Schokoladenüberzug und Füllungen sollte jedoch verzichtet werden. Eher bieten sich trockene Biskuits wie Sand- oder Marmorkuchen an.

2. Den Kuchen in mehrere Böden schneiden und diese mit Marmelade bestreichen. Klassische Petits Fours bestehen zwar aus einer Aprikosenkonfitüre. Aber auch hier lässt sich jede beliebige Füllung dafür verwenden – seien es Himbeermarmelade, frische Erdbeeren, Vanillepudding oder Schokolade.

3. Nun die Böden aufeinanderstapeln und für einen Tag im Kühlschrank beschweren: Hierfür einfach eine schwere Auflage – beispielsweise ein Getränkekarton – auf den Kuchenstapel legen. Dadurch werden die einzelnen Böden samt Füllung enger aneinander gepresst. Die Kühlung sorgt zudem dafür, dass sich der Kuchen später leichter anschneiden lässt.

3. Das ganze aus dem Kühlschrank nehmen und in kleine, quadratische Häppchen schneiden. Die Petits Fours sollten dabei maximal eine Größe von drei Mal drei Zentimetern nicht überschreiten.

4. Erneut etwas Konfitüre unter stetigem Rühren in einem Kochtopf aufkochen, bis diese leicht geliert. Nun die Kuchenstücke darin eintauchen und für 15 Minuten abkühlen lassen. Hier lässt sich erneut jede beliebige Marmeladensorte als Glasur verwenden, die keine Fruchtstücke enthält. Da klassische Petits Fours jedoch mit Aprikosenmarmelade glasiert werden, nennt sich dieser Vorgang „Apricotieren“.

5. Puderzucker mit etwas Wasser zu einer dickflüssigen Glasur anrühren und in einen Spritzbeutel geben. Mit einem Spritzbeutel die Oberseite der Würfel mit genügend Zuckerglasur bedecken, sodass diese seitlich hinabläuft und den ganzen Kuchen ummantelt. Alternativ lässt sich statt Puderzucker auf Fondant oder Marzipan verwenden. Wer seine Petits Fours farbig umhüllen möchte, kann die Puderzuckerglasur sowie den Marzipan noch mit etwas Lebensmittelfarbe einfärben oder auf bunte Fondants zurückgreifen.

6. Nachdem die Zuckerglasur festgeworden ist, können die Petits Fours kunstvoll verziert werden. Hierfür einfach etwas von der Zuckerglasur nehmen, mit Lebensmittelfarbe einfärben und in einen Spritzbeutel füllen. So lassen sich leichter kleine Motive auf die Stücke aufspritzen. Aber auch Schokolade, Marzipan-Rosen, Zuckerperlen oder frische Früchte eignen sich zur Dekoration.

Das ist ja so süß – Alltagsdroge Zucker

„Sweets for my sweet“ heißt es in einem Lied älteren Datums von The Drifters, dessen Erfolg sich nicht nur in unzähligen Adaptionen zeigt, sondern auch darin, dass es ein wahrer Ohrwurm ist. Süß, süßer, am süßesten. Wir lieben alles, was mit Zucker veredelt wurde und das Adjektiv selbst ist im Alltagsgebrauch schon ein Synonym für niedlich geworden. Dabei sollten wir es besser wissen, denn unsere Abhängigkeit von der Süße des Lebens kann ganz schön gefährlich werden.

Auswegslos? Zucker begleitet uns von Kindesbeinen an (©Simone Hainz / pixelio.de)

Und wirklich, wir sind abhängig, auf süß geprägt, von Natur aus, sozusagen. Schon die Muttermilch schmeckt uns gut, weil sie süß ist, ähnlich wie etwas wässrige Milch mit Honig. Doch wo die Muttermilch auch mal scharfe oder bittere Geschmacksknospen ansprechen kann, je nachdem, was Mama so isst, bleibt industrielle Babymilch immer gleich süß und darum auch lecker. Und weil schon Babys von Süßem nicht nur mehr Trinken, sondern auch wegen der Kohlehydrate satter werden und besser schlafen, ist oft auch schon der erste Getreidebrei gesüßt. Kindergries beispielsweise enthält schon genug Zucker, sodass beim Griesbreikochen eigentlich keiner mehr dazugegeben werden muss. Und auch viele Tees oder Fruchtgetränke für Kinder sind gesüßt.

Kaum Ausweg also in Sicht, oder? Glücklicherweise gibt es auch immer die ungesüßten Alternativen, die zu 100 Prozent aus Frucht bestehen, keine Zuckerzusätze haben und auch frei von Süßungsmittel sind. Die muss der Verbraucher nur erst mal finden und erkennen. Bei Getränken kann das noch einfach sein, denn wo nur Saft draufsteht, darf auch nur Saft drinnen sein. Anders beispielsweise bei Fruchtsaftgetränken. Und dank viel Chemie können auch unsere liebsten Zuckergetränke wie Cola in Zero-Form getrunken werden. Der süße Geschmack ohne Zucker, ein Trick gegen den Körper, und dass das wirklich gesünder ist, als die originale klebrige Brühe, wage ich zu bezweifeln.

Doch Zucker hat nicht nur längst den Babymarkt und die Getränkeabteilung überrollt. Wir finden ihn in fast allen Bereichen unseres Lebens. Im Müsli, im Brot, in Fertiggerichten, in Joghurt, in Wurstwaren, in Käse, die Liste ist endlos. Noch dazu kommt, dass Zucker ja nur die Spitze des Eisberges ist. Zucker ist ein Kohlehydrat, anders gesagt, jedes Kohlehydrat lässt sich zu Zuckerringen, Polysacchariden, zerlegen. Darum schmeckt auch das sauerste Roggenbrot nach langem Kauen süß und aus weichgekochten Kartoffeln lässt sich ohne Mühe eine leckere Nachspeise kreieren.

Industriell oder versteckt – Zucker findet sich auch in natürliche Lebensmitteln wie Früchten (© Andrea Damm / pixelio.de)

In seiner Stellung als König der Kohlehydrate liegt auch die Macht des Zuckers. Denn Kohlehydrate sind neben Fett und Eiweiß Grundnährstoff unseres Lebens. Nur haben Fett und Eiweiß gewohnheitsgemäß pur eher wenig Geschmack. Der Zucker zeigt uns also, wo es lang geht, wo wir satt werden, wo wir im kalten Winter und trockenem Sommer genug Nährstoffe bekommen. Gut, wir sind nicht mehr in der Steinzeit, nur unser Körper braucht eben ein bisschen länger, um das zu verstehen. Und weil Lebensmittelkonzerne das schon lange herausgefunden haben, locken sie uns mit der natürlichsten aller Drogen, dem Zucker.

Dass zu viel Zucker aber auch gefährlich werden kann, wissen wir schon lange. Nicht nur die Zahnärzte sehen eine Gefahr in dem süßen Stoff. Zucker macht nicht nur abhängig, er macht hungrig, weil wir immer mehr Zucker wollen, und damit erhöht sich die Gefahr, dass wir unseren Körper mit Übergewicht belasten. Außerdem steigt das Risiko an Diabetes zu erkranken, genauso wie an Herzkrankheiten und anderen Leiden. Zucker, so süß er auch ist, hat es faustdick hinter den Ohren.

Gibt es denn aber überhaupt einen Ausweg aus der Zuckerabhängigkeit? Ja und nein. Wir können ohne Kohlehydrate, also auch ohne Zucker, einfach nicht überleben, aber wir können sie reduzieren. Nicht nur, indem wir unseren Körper mit künstlichen Süßungsmitteln hinters Licht führen, denn allzu viel bringt das leider nicht – wir wollen immer noch mehr Zucker. Nein, da heißt es einfach mal besser auf die Verpackung unseres Essens schauen, Zuckerzusätze vermeiden, den Kaffee schwarz lassen, den Tee pur, Schokolade gegen Obst tauschen, eigentlich das, was wir ohnehin wissen. Das Gute dabei: Je früher wir anfangen, desto leichter wird es. Ein Kind, das mit Obst, statt mit Süßigkeiten aufwächst, sucht den Zuckerflash gar nicht so. Jemand, der auf gesüßte Getränke verzichtet, wird beim Probieren erst mal angeekelt das Gesicht verziehen. „Ihh, ist das süß“. Und wer sich guten Gewissens ernährt, darf eben auch hin und wieder guten Gewissens naschen.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier was Sascha uns über Hierarchien zu sagen hat.

Do-it-yourself-Projekt: Krümelmonster-Muffins

Es ist blau, es ist pelzig – und der Held eines jeden Kindes. Die Rede ist natürlich vom Krümelmonster. Bei der „Sesamstraße“ einst für seine maßlose Vorliebe für Kekse berühmt geworden, wurde es seit 2005 auf Diät gesetzt. Nur noch gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse gehören zu seinem Speiseplan. So soll in den USA und in Deutschland gegen das Übergewicht bei Kindern vorgegangen und die jungen Zuschauer an eine gesundheitsbewusste Ernährung erinnert werden. Dadurch den eigenen Grundprinzipien „Kekse!“ untreu geworden, wird bei den Krümelmonster-Muffins der Entzug des Keks-Fetischisten aufgehoben. Denn solange man Kekse in Maßen isst, können sie sicherlich nicht schaden.

Zutaten und Materialien:

Muffins statt Kekse: Krümelmonster-Muffins (Grafik: Onat)

Muffins statt Kekse: Krümelmonster-Muffins (Grafik: Onat)

  • Muffins
  • Kekse
  • Marzipanrohmasse (gegebenenfalls Mandeln)
  • Schokotropfen oder Schokolade
  • Kokosraspeln
  • Puderzucker
  • geschmolzene Butter
  • blaue Lebensmittelfarbe
  • Messer
  • Löffel oder Gabel zum Rühren
  • Schüssel

Zubereitung:
1. Zunächst werden die Augen des Monsters vorbereitet. Hierfür Marzipanrohmasse mit Puderzucker vermengen, bis sich das Marzipan gut formen lässt. Nun kleine Bällchen daraus formen. Die Schokotropfen dienen als Pupillen und können eingedrückt oder – leicht angewärmt – auf die Kügelchen geklebt werden. Aber auch geschmolzene Schokolade genügt, um die Pupillen aufzumalen.

2. Für das Fell dienen die Kokosraspeln. Hierfür diese in eine Schüssel geben und blaue Lebensmittelfarbe hinzugeben. Beides gut durchmischen, bis die Raspeln einheitlich gefärbt sind. Eine Gabel beim Mischen sorgt dafür, dass die Finger sauber bleiben.

3. Mit einem Messer horizontal einen Schlitz in die Muffins einschneiden. Dieser Schnitt soll als Mund dienen, in dem später noch ein Keks gesteckt wird.

4. Um die Muffins mit dem blauen Fell einzukleiden, müssen sie mit Icing, einer Art Zuckerguss, versehen werden. Dieser fungiert als Kleber für die Dekoration. Um Icing herzustellen, muss lediglich geschmolzene Butter und Puderzucker miteinander vermengt werden. Anschließend das Icing mit der Lebensmittelfarbe blau einfärben, gut verrühren und die Muffins damit bestreichen.

5. Die Muffins in die gefärbten Kokosraspeln eintauchen bis die Fläche gleichmäßig abgedeckt ist: dann die Augen ankleben. Hierfür kann ebenfalls der Zuckerguss verwendet werden. Falls auf Marzipan verzichtet werden soll, können Augen aus Mandeln eingesteckt werden. Natürlich können auch Zahnstocher zur Fixierung dienen. Jedoch sollte man – vor allem bei Kindern – wegen der Verletzungsgefahr darauf verzichten.

6. Die Kekse in den geschlitzten Mund einklemmen. Gegebenenfalls können die Kekse erst halbiert und dann eingesteckt werden. Zuletzt bleibt nur einen guten Appetit zu wünschen – nicht nur für das Krümelmonster.

Vorschau: Nächste Woche gibt es nützliche Motivationstipps gegen den inneren Schweinehund.