So vergeht der Flug wie im Flug

Nicht gerade als Wohlfühloase bekannt: Flugzeuge… Wir zeigen, wie die Zeit bis zum Urlaubsziel wie im Flug vergeht (Fotos: RainerSturm / pixelio.de)

Urlaub – für viele die schönste Zeit des Jahres. Bis wir aber schließlich am karibischen Strand in der Sonne liegen, auf dem Rücken eines Kamels die Wüste Afrikas erkunden oder im brasilianischen Regenwald auf Entdeckungstour gehen können, werden wir erstmal stundenlang im Flugzeug zusammengepfercht. Wer sein Handgepäck dabei clever zusammenstellt, für den vergeht die Zeit buchstäblich wie im Flug.

Wie viel darf ich mitnehmen?

Rucksack, Aktenkoffer oder ein kleiner Trolley – normalerweise sind solche Gepäckstücke im Flieger erlaubt. Allerdings hat jede Airline eigene Regeln, was die Maße des Handgepäcks angeht. Bevor es ans Packen geht, solltet ihr euch also informieren, was in eurem Fall erlaubt ist. HIER findet ihr eine Auflistung verschiedener Fluglinien und deren Vorschriften für Maße und Gewicht des Handgepäcks (Stand: Mai 2016).
Wichtig ist, dass eure Gepäckstücke (meist ist nur eins pro Person erlaubt – eine zusätzliche Jacke sollte aber kein Problem sein) gut zu verstauen sind. Schließlich wollt ihr die teilweise doch recht gering ausfallende Beinfreiheit nicht noch mit eurem Köfferchen teilen.

Fliegen kann so schön sein! Wenns mal nicht ganz so schön ist, hilft clever gepacktes Handgepäck (Foto: T. Gartner)

Wir müssen leider draußen bleiben!

Waffen sind im Handgepäck natürlich nicht erlaubt. Auch gefühlt harmlose, spitze Gegenstände mit einer Klingenlänge über sechs Zentimeter, wie Nagelscheren oder Stricknadeln, dürfen nicht mit an Bord gebracht werden. Außerdem gibt es länderspezifische Verbote, was die Mitnahme von Gegenständen betrifft. In Thailand darf beispielsweise keine Durian alias Stinkefrucht mit ins Flugzeug. Wer die Frucht schon einmal gerochen hat, weiß warum. HIER gibt´s einen Überblick, was alles nicht mit in den Flieger darf.

 

 

 

Die Handgepäck-Packliste:

  • Reisepass und ein wenig Geld, falls ihr vor dem Flug im Duty Free etwas kaufen oder am Zielflughafen unkompliziert an etwas Geld kommen wollt. Ein bisschen was schon am Startflughafen zu wechseln, kann hilfreich sein, wenn in eurem Urlaubsland keine Euro akzeptiert werden.
  • Zeitschriften/ Buch/ Gameboy (manchmal kostet das Entertainment-Programm extra – Sparfüchse, die nicht stundenlang aus dem Fenster starren wollen, können so vorsorgen)
  • Snacks, z.B. Salzstängel oder Chips, um die Zeit zwischen den Mahlzeiten zu überbrücken oder aber wenn das Flugzeugessen mal nicht ganz euren Geschmack trifft
  • Augenmaske und Ohrstöpsel, wenn ihr ungestört zu ein paar Stunden Schlaf kommen wollt
  • (Nacken-)Kissen, um es sich noch bequemer zu machen. Weniger Nackenschmerzen, weil der Kopf nicht ganz so abknickt, gibt´s übrigens mit dem J-Pillow, Gewinner der Britischen Erfindung des Jahres 2013 und von der Face2Face-Redaktion ausgiebig getestet und für gut befunden (kein Sponsoring!)
  • Kuschelsocken, damit ihr an Bord eure Schuhe loswerden und es euch so gemütlich wie irgend möglich machen könnt (keine Sorge wegen komischer Blicke – ihr seid bestimmt nicht die einzigen!)
  • Dicke Kleidung, denn vor allem bei Nachtflügen kann es im Flieger empfindlich kalt werden. Wenn man richtig Pech hat, wird man sogar direkt angepustet. Da hilft ein Hoodie und ein Schal – im Urlaub erkältet sein will schließlich niemand
  • Sonnenbrille je nach Reiseziel
  • Pille bzw. Medikamente, die um feste Uhrzeiten eingenommen werden müssen.
  • Zahnbürste und -pasta, damit ihr euch vor der Landung kurz frisch machen könnt
  • Kosmetik, wer sich ein bisschen aufhübschen will
  • Creme, da die Luft im Flieger sehr trocken ist, wird vor allem sonnengebräunte Haut auf dem Heimflug strapaziert.

WICHTIG: Alle Flüssigkeiten, also auch Zahnpasta und Handcreme, dürfen nicht mehr als 100 Milliliter umfassen und in einem durchsichtigen, wieder verschließbaren 1-Liter-Kunststoffbeutel verpackt sein. Kleine Größen eurer Lieblingscreme bekommt ihr beispielsweise bei DM – dort gibt es ein Extra-Regal, meist in der Nähe der Kasse, mit Mini-Portionen. HIER gibt´s weitere Infos zur Mitnahme von Flüssigkeiten.

Also dann: Guten Flug!

Vorschau: Am Samstag, 12. März beglückt uns Nina an dieser Stelle mit einer Hommage an den inneren Schweinehund.

Yoga – die Medizin gegen Stress?

In unserer heutigen Gesellschaft und vor allem im Berufsleben wird der Alltag immer stressiger. Viele Arbeitgeber verlangen von ihren Angestellten, dass sie immer schneller, effizienter und produktiver arbeiten. Eben weil die Konkurrenz immer stärker wird. Je mehr Einnahmen erzielt werden können, desto besser, lautet die Devise. Dabei vergessen sich viele oftmals selbst, wenn sie Überstunden machen oder auf den wohl verdienten Urlaub verzichten. Aber vielleicht lässt sich dieses Problem doch noch lösen – mit Yoga.

Im indischen Sanskrit bedeutet Yoga Einheit und Harmonie. Mithilfe von Yoga werden Körper, Geist und Seele in Einklang gebracht, indem viele Techniken wie zum Beispiel Körper- und Atemübungen, Tiefenentspannung und Meditation darauf abzielen.

Entspannung pur: Die Meditation hilft dem Ausübenden seine innere Ruhe zu finden - auch im Alltag. (Foto: V.Kalra)

Entspannung pur: Die Meditation hilft dem Ausübenden seine innere Ruhe zu finden – auch im Alltag. (Foto: V.Kalra)

Auch die Friseurin Jana, 27, hat Yoga für sich entdeckt und schwört darauf: „Freitag ist für mich der Tag der Entspannung. Nach der Arbeit fahre ich direkt zum Yoga-Kurs. Habe es noch nie ausfallen lassen, weil ich das einfach brauche. Ich bin viel gelassener als vorher, glücklicher und mich bringt nichts mehr so schnell aus dem Gleichgewicht.“

Tatsächlich verbessert Yoga die Gesundheit eines Menschen: Es vermindert Stress und Rückenschmerzen, reguliert den Hormonhaushalt und stärkt das Herz. Laut Focus Online bestätigt dies auch eine Studie des American College of Sports. Die Forscher stellten fest: Patienten, die unter Bluthochdruck und Depression leiden oder asthma- oder herzkrank sind, und mindestens pro Woche 2,5 Stunden Yoga ausübten, spürten eine deutliche Verbesserung ihrer Krankheit.

Aber auch nur wenn die verschiedenen Techniken richtig ausgeübt werden, kann Yoga helfen. Sonst droht Verletzungsgefahr. Also bloß keinen gedanklichen Wettbewerb mit den anderen Teilnehmern im Kurs beginnen. So nach dem Motto: Was meine Nachbarin schafft, das kann ich auch!

„Den Fehler, den ich anfangs immer gemacht habe, war, dass ich die Übungen zu schnell gemacht habe, um als Erste damit fertig zu sein. Ich wollte mich mit den anderen messen. Daher hatte ich mir eine Zerrung und Krämpfe eingeholt. Nun mache ich die Übungen in meinem Tempo und achte währenddessen nur auf mich. Seitdem habe ich keine Probleme mehr- “, gibt Jana zu erkennen.

Wer sich also nicht sicher ist, wo die eigenen Grenzen bei den jeweiligen Übungen liegen, sollte die Warnsignale des eigenen Körpers immer beachten, um seiner Gesundheit nicht zu schaden.

Es gibt einige Optionen, um sich Yoga anzueignen: in Einführungsseminaren oder in einer Lehrerausbildung.

Denn egal ob Kind, Erwachsene oder Senioren – jeder kann Yoga ausüben. Sogar Erkrankte. Je nach Zustand des Körpers können die Übungen nämlich so angepasst werden, dass sie für den Praktizierenden machbar und angenehm sind.

Das Gute an diesem Sport ist, dass er sich optimal in den Alltag integrieren lässt. Kombiniert einfach einmal pro Woche die Yoga-Stunde mit einfachen Entspannungsübungen, um so die ersten positiven Effekten zu spüren. Mit anderen Worten: Mehr Passion. Neue Lebenskraft. Neues Selbstbewusstsein. Menschen, die schon über Jahre hinweg Yoga praktizieren, erfahren nach eigener Aussage sogar besseres Gespür, Innovation und Verantwortung. Mit Yoga könnt ihr also weit mehr erreichen als nur Stress abzubauen.

Wenn die Zeit nicht richtig tickt

Sommerzeit - und die Zeit läuft langsamer (Foto: www.helenesouza.com  / pixelio.de )

Sommer – an den See fahren, Eis essen und die Seele baumeln lassen (Foto: www.helenesouza.com / pixelio.de )

Unendlich kommen mir diese hitzigen, schwülen Sommertage, die die Zeit wie zähen Kaugummi in die Länge dehnen, vor.

Unzählige Eisportionen habe ich verputzt, im See geplanscht, Wolken beim Vorüberziehen betrachtet, mindestens 1000 Liter Sonnenstrahlen getankt und genauso viel Schweiß ist vermutlich aus meinen Poren geschossen. Ich habe ebenfalls Stunden im Büro zugebracht, der Sonne aus dem Bürofenster sehnsüchtig zugewinkt, mit trockener Kehle und schwitzigen Händen in die Tasten gehauen, was das Zeug hält. Es war ein Sommer der Extreme – der zwischen Faulenzerei und übertriebener Produktivität pendelte. Die Zeit läuft diesen Sommer langsamer als gewöhnlich. Irgendwie existiert da aber noch diese andere Zeit – eine imaginäre Uhr, die mich mit ihrem unruhigen Ticken in den Wahnsinn treiben will. Rasend schnell bewegen sich ihre Zeiger im Kreis und das Echo des Tickens lässt mein Herz bis zum Anschlag klopfen.

Wenn die Zeit mal wieder rast (Foto: Rudolpho Duba  / pixelio.de )

Wenn das Leben nur so an einem vorbeirast – kurz Mal den Stop Button betätigen (Foto: Rudolpho Duba / pixelio.de )

Ich habe das Gefühl, dass mir die Zeit entgleitet, wie heißer Sand, der mir durch die Hände rinnt. Endlich den Bachelor in der Tasche, ein Praktikum in Bonn, neue Freundschaften, ja ein neuer Lebensabschnitt sogar, der direkt vor der Haustür irgendwo auf mich wartet – es gibt wenig Grund, sich zu beschweren. Und trotzdem habe ich als frischgebackene Bachelorette erst Mal Trübsal geblasen. Schuld ist die Zeit, die mir große Angst einjagt. Statt Freudentänze zu vollführen, verkroch ich mich unter der Bettdecke und prophezeite mir selbst eine düstere Zukunft. „Ich will noch so viel machen und erreichen, wie soll ich das bloß alles schaffen“, schoss es mir durch den Kopf. Der Teenager in mir wurde wieder zum Leben erweckt. Andererseits tat ich gerade so als wäre ich mit meinen 26 Jahren auf einmal unsagbar alt. Für den Arbeitsmarkt schon gar nicht mehr zu gebrauchen. Insgeheim rechne ich mir aus, was ich bis 36 geschafft haben will – und wenn meine Pläne nicht aufgehen? Das will ich mir gar nicht ausmalen.

Die Zeit beherrscht unseren Alltag (Foto: Marvin Siefke  / pixelio.de )

Die Zeit bestimmt unseren Alltag – Wir richten uns nach ihr, Tag und Nacht (Foto: Marvin Siefke / pixelio.de )

Mal bin ich die Gelassenheit in Person und in der nächsten Sekunde verwandle ich mich in ein zuckendes Nervenbündel. Nachts bekomme ich kein Auge zu, sehe Bewerbungsfristen und To Do’s vor meinen Augen flimmern –  vielleicht nur eine  Fata Morgana? Mir ist jeden Falls schon ganz schwindelig. Neben mir vernehme ich das unveränderte Schnarchen meines Mannes, das mich ausnahmsweise nicht um den Schlaf bringt. Nein, schuld sind meine Gedanken, die sich im Kreise drehen. Das Schnarchen hat auf mich sogar eine beruhigende Wirkung. Etwas Konstantes, Bekanntes, an das ich mich sofort schmiegen will.

Wieso bloß setzt mich die Zeit so unter Druck? Wie war das eigentlich mit Momo von Michael Ende? Die hat doch durchschaut was die Männern in den grauen Anzügen im Schilde führen. Dass sie uns die Zeit klauen.

Tick Tack Tick Tack - wenn einen die Zeit in den Wahnsinn treibt (Foto: Wolfgang Dirscherl  / pixelio.de)

Tick Tack Tick Tack – wenn einen das Ticken der Uhren in den Wahnsinn treibt (Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de)

Alles soll immer schneller erledigt werden: Studium in Regelzeit, Auslandsaufenthalte, nicht ein sondern gleich mehrere Praktika – hopp, hopp! Bloß keine Zeit verlieren. Und was ist mit denen, die nicht mit Karacho auf der Überholspur zum Erfolg rasen wollen – denen dieser rasante Lebensstill gegen den Strich geht? Die auch mal am Straßenrand verschnaufen wollen, ein paar Blumen, ja ganz Hippie-Like, von dem Feld pflücken, das bei steigendem Tacho, sowieso nur noch als bunter Farbklecks zu erkennen ist.

Beppo der Straßenfeger, der die kleine Momo bei sich zu Hause aufnimmt, erzählt ihr in einer bekannten Szene, wie unendlich lang ihm die Straße oftmals vorkommt. Dann hetzt er sich, will seine Arbeit immer schneller erledigen und kommt gar nicht mehr zum Verschnaufen. Beppo gibt Momo den Rat einen „Besenstrich“ nach dem anderen zu  machen: „Atemzug und Schritt und Besenstrich, dann macht es Freude, dann machst du deine Arbeit gut.“ „Man soll nie die ganze Straße denken“, konstatiert der weise Straßenfeger Beppo.

Man, denke ich. Beppo hat verstanden worum es geht. Jetzt muss ich das nur selbst noch umsetzen. Kein Wunder das Momo eine meiner Lieblingsgeschichten ist, die ich erst mit dem Erwachsen werden entdeckte und jedem nur wärmstens ans Herz legen kann. Bevor es zu spät ist!

Der prüfende Blick auf die Uhr: Ich muss noch Einkaufen gehen, eine Bewerbung schreiben und zur Bibliothek. Das Ticken spielt sich schon wieder mächtig auf. Da packe ich die Zeit an der Gurgel und sage (ich werde sonst nie handgreiflich): „Ey, halt mal die Luft an! Du gehst mir mit deinem lauten Ticken und ständigem in den Mittelpunktstellen gehörig auf die Nerven!“

Manchmal hat die Zeit uns einfach zu sehr im Griff – höchste Zeit, dass wir den Spieß umdrehen!

Vorschau: Nächste Woche berichtet Anne hier von ihren Beobachtungen bei einer Kreuzfahrt.

Basenfasten – Raus aus der Übersäuerung!

Akne, Kopfschmerzen und Zellulitis – in der heutigen Zeit haben wir mit mindestens einem dieser Problemen zu kämpfen. Sei es in der Pubertät oder im Erwachsensein. Wer eines dieser Krankheitsbilder aufweist, weiß wie schwer es ist, die Beschwerden loszuwerden. Daher versuchen wir es mit aggressiven Waschcremes, starken Tabletten oder teuren Lasertherapien, um unsere Gesundheit wieder auf Trab zu bringen – vergeblich. Denn die Beschwerden werden durch diese Methoden meist nur oberflächlich bekämpft, und tauchen deshalb immer wieder auf. Es ist ein Teufelskreis, in dem wir uns bewegen. Allerdings gibt es vielleicht doch noch eine Lösung: Basenfasten…

Der Säure-Basen-Haushalt ist für den Mensch ein wichtiger Regulierungsmechanismus, der unsere körperlichen Funktionen aufrechterhält. Befindet sich dieser, aufgrund einer Stressphase, nicht mehr im Gleichgewicht, so wird der Körper kurzfristig übersäuert und reagiert z.B. mit einer Erkältung. Das ist jedoch völlig normal und gehört zum Leben dazu. Was aber passiert, wenn wir dauerhaft übersäuert sind? Die Folgen können Migräne, Hautunreinheiten, Zyklusstörungen, Gelenkentzündungen, Osteoporose und vieles mehr sein. Dabei liegt die Hauptursache einer chronischen Übersäuerung bei falscher Ernährung und Dauerstress.

Vitaminreich: Diese Obst- und Gemüsesorten sind nicht nur gesund, sondern auch köstlich (Foto: Privat)

Vitaminreich: Diese Obst- und Gemüsesorten sind nicht nur gesund, sondern auch köstlich (Foto: Privat)

Genau in diesem Moment denken sich die meisten, dass sie sich „normal“ ernähren. Und unter „normale“ Ernährung versteht sich: Weißmehl-, Milchprodukte, Fleisch, Süßigkeiten, Alkohol und so weitere. Doch der Schein trügt: All das sind nur Säurebildner und haben nichts mit gesunder Ernährung zu tun. Eine Hilfe kann es sein das Basenfasten in den Alltag einzuplanen. Durch diese Ernährungsumstellung wird der Körper stabilisiert. Sabine Wacker, Heilpraktikerin und Autorin (Basenfasten für Eilige) gibt als Tipp: „Optimal wäre es aber, wenn unsere tägliche Ernährung aus 80% Basenbildnern bestehen würde, also aus Obst und Gemüse.“

Nahrungsmittel, die zu 100% basenbildend sind, reagieren im Körper neutral, wie Wasser oder Pflanzenöle. Verzichtet man für eine bestimmte Zeit völlig auf die säurebildende Ernährung, so werden die im Körper abgelagerten Säuren aufgelockert und mit ausreichender Wasserzufuhr ausgeschwemmt. Somit wird der Körper entgiftet.

Basenfasten bedeutet jedoch nicht sich ausschließlich von Obst und Gemüse zu ernähren. Wichtig ist es einen gesunden Lebensstil zu pflegen.
In erster Linie sollte man am Tag zwei bis drei Liter stilles Wasser zu sich nehmen. Dadurch werden Lymphe und Nieren komplett durchgespült und lästige Stoffe aus dem Körper ausgeschieden. Zusätzlich sollte pro Tag mindestens eine Tasse Heiltee, wie zum Beispiel Brennnesseltee getrunken werden.

Darüber hinaus sollte auf ausreichende Bewegung in der Basenzeit geachtet werden. Es genügt vollkommen, sich mit Joggen oder Laufen 30 bis 45 Minuten am Tag fit zu halten. Die Ausdauer wird dadurch gestärkt und das Herz-Kreislauf System verbessert sich.

Schließlich darf auch die Erholung nicht zu kurz kommen, die dazu dient, den ganzen Organismus zu entsäuern. Die Voraussetzung dafür sind mindestens acht bis neun Stunden Schlaf, und vor Mitternacht zu Bett zu gehen. Die Haut und das Nervensystem danken uns dafür.

Ziel des Basenfastens ist es, sich im Alltag zu 80 % aus Basen- und zu 20 % aus Säurebildnern zu ernähren. So bleibt der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht, der Körper ist dann säurefrei und somit weniger anfällig für Krankheiten.

Wer etwas Gutes für seine Gesundheit tun möchte und sich für diese Art der Ernährungsumstellung entschieden hat, sollte es nicht müssen, sondern wollen. Allerdings ist Basenfasten nicht nur eine grobe Umstellung der Ernährung. Vielmehr geht es hierbei darum einen gesunden Lebensstil zu erkennen und dauerhaft zu pflegen. Und das tut nicht nur dem Körper gut, sondern eben auch dem Geist und der Seele.

Eine Liste der Basenbildner:

• Alle obst- und Gemüsesorten – sofern sie reif sind und gerade Saison haben
• Alle Gemüsesorten der Saison: außer Spargel, Rosenkohl und Artischocken
• Alle Blattsalate der Saison
• Alle essbaren Pilze, auch Trüffel
• Alle Kräuter und Gewürze: außer Knoblauch
• Alle frischen Sprossenarten
• Alle frisch gepressten Säfte, auch Obst-Gemüse Saftmischungen
• Alle Trockenfrüchte -bitte nur ungeschwefelte
• Alle kaltgepressten Öle
• Alle stillen Wassersorten, die mineralienarm sind
• Alle Kräutertees, die keine Aromazusätze, keine Früchte wie Hagebutten enthalten,          keinen Rotbusch und frei von schwarzem, grünem und weißem Teeanteil sind
• Folgende Nüsse: Mandeln, frische Walnüsse, Makadamianüsse, Paranüsse, Pistazien,     Zedernüsse
• Samen wie Sesamsamen, Hanfsamen, Kürbiskerne, Leinsamen, Sonnenblumenkerne,     Ölsaatenmischung
• Kokosnuss, Kokosnussmilch
• Maronen
• Sesampalz
• Blütenpollen
• Apfelsaftkonzentrat
• Apfel-oder Birnenkraut
• Agaven- oder Birnendicksaft

(Quelle: Sabine Wacker: Basenfasten für Eilige – Das 7-Tage-Erfolgsprogramm, Trias, Stuttgart 2012)

Vorschau: Florian Leithmann ist zusammen mit seinem Hund Rusty Deutscher Meister im Geländelauf geworden. Mehr über das Team lest ihr am Mittwoch, den 13. Mai.

Ein Plädoyer für die Spontanität

Kaffeepause - sich spontan mit der Freundin auf einen Kaffee verabreden, ist immer eine gute Idee! (Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de)

Kaffeepause – sich spontan mit der Freundin auf einen Kaffee verabreden und für einen Moment den Alltagsstress hinter sich lassen. Das ist immer eine gute Idee! (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)

Spontanität – das ist etwas Herrliches und eröffnet einem oftmals ganz neue Möglichkeiten. Doch natürlich muss man gewillt sein, sich darauf einzulassen und die Magie der Spontanität schätzen und lieben lernen. In gewisser Weise muss jeder sich auch mit der Ungewissheit anfreunden, dass spontane Vorhaben nicht unbedingt immer so ausgehen, wie jemand sie sich vorher ausgemalt hat. Sie können aber auch zu großartigen und unvergesslichen Erlebnissen und Begegnungen mit tollen Menschen führen, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben. Doch einige scheinen mit dem Konzept der Spontanität nicht ganz so gut zurechtzukommen und ihm eher feindselig gegenüber zu stehen. Ich war schon immer geneigt mich spontan mit Freunden auf einen Kaffee zu treffen, wenn mir ganz plötzlich danach war. Oder aber wenn ich gerade etwas in einem Stadtmagazin herumstöberte und zufällig über ein interessantes Konzert oder eine Ausstellung stolperte, griff ich sodann zum Telefonhörer, um eine Freundin oder einen Freund mit meiner bereits bis ins kleinste Details ausgemalten Abendplanung vertraut zu machen.

Unter Zeitdruck - nicht immer bleibt Zeit für Spontanitiät, angesichts vieler Termine und Verpflichtungen (Foto: Bernd Kasper  / pixelio.de)

Unter Zeitdruck – angesichts vieler Termine und Verpflichtungen scheint Spontanität oftmals ein wirklicher Luxus zu sein (Foto: Bernd Kasper / pixelio.de)

Oft werde ich allerdings enttäuscht. Denn nicht alle meine Freunde sind für meine recht kurzfristigen Vorhaben zu begeistern oder haben schlicht und einfach schon eine Verabredung oder einen anderen wichtigen Termin. Natürlich habe auch ich meine Verpflichtungen und sitze nicht den ganzen lieben langen Tag zu Hause und drehe Däumchen. Allerdings vermute ich, dass meine Herangehensweise eine ganz andere, als die, der nicht so spontanen Menschen ist – wenn ich im Voraus weiß, dass die kommende Woche einen freien Tag zulässt, werde ich deshalb nicht zwangsläufig sofort eine Verabredung vereinbaren.

Bei anderen Freunden bemerke ich des Öfteren einen Mechanismus, ja förmlich den Drang, dass schnell alle Tage für die folgenden Wochen mit Terminen im bereits überquellenden Terminplaner gefüllt werden müssen. Eine freigebliebene Spalte im Wochenplan scheint dabei verwunderlicher Weise eine gewisse Panik und Unruhe in Ihnen auszulösen. Wenn ich dann bei der Losvergabe für eine begehrte Verabredung noch einen Hauptreis, nämlich einen einstündigen Kaffeetermin ergattere, der irgendwie noch zwischen am gleichen Tag, stattfindenden Terminen, reingequetscht wird, kann ich mich enorm glücklich schätzen.

Termine über Termine - das kann einem schon mal über den Kopf hinauswachsen (Foto: I-vista  / pixelio.de)

Termine über Termine – das kann einem schon mal über den Kopf hinauswachsen (Foto: I-vista / pixelio.de)

Manch einer würde wohl anmerken wollen, dass Spontanität viel mit Ungebundenheit oder weniger Verpflichtungen zu tun hat. Da ist mit Sicherheit etwas dran. Und auch mit der Berufstätigkeit kann ein jeder nicht mehr tun und lassen, wonach es ihm beliebt. Ich bin Studentin und habe bisher noch keine Kinder, um die ich mich kümmern oder die ich vor der Arbeit noch bei der KiTa vorbeibringen muss. Andere Lebensumstände können einen in der Spontanität einschränken und von einem viel Disziplin und einen meist durchgeplanten Tagesablauf abverlangen. Sonst würden die ganzen Aufgaben und Erledigungen wohl nicht gelingen und einem früher oder später über den Kopf hinaus wachsen. Da bleibt zugegebenermaßen wenig Platz für den Zauber der Spontanität.

Spontan etwas freie Zeit übrig?! Endlich mal wieder Pinsel sowie Farbe aus dem Schrank holen und seiner Kreativität freien Lauf lassen (Foto: www.hamburg-fotos-bilder.de  / pixelio.de)

Spontan etwas freie Zeit übrig?! Endlich mal wieder Pinsel sowie Farbe aus dem Schrank holen und seiner Kreativität freien Lauf lassen (Foto: www.hamburg-fotos-bilder.de / pixelio.de)

Aber vielleicht gibt es auch Menschen, die mehr den Drang nach Spontanität verspüren als andere. Ich werde mich nochmal zu Wort melden, sobald sich meine Lebensumstände drastisch verändert haben sollten – sprich, ich meine eigene Familie gründe. Vielleicht spreche ich dann nicht mehr in den höchsten Tönen von der Spontanität. Vielleicht werde ich dann meine damalige Naivität belächeln. Bis dem aber nicht so ist, gehe ich weiterhin meinem Impuls nach, verreise kurzentschlossen über das Wochenende, versuche Freunde von meinen brillanten Spontaneinfällen zu überzeugen, sie wenn möglich sogar mit meinem Spontanitäts-Fieber anzustecken und schwelge glücklich in meiner bunten Spontanitäts-Luftblase.

Vorschau: Eva geht nächste Woche dem Wahnsinn der Perfektion auf die Spur

Alle Jahre wieder – Deutschland im Weihnachtskaufrausch

Es beginnt wieder. Oder eigentlich muss ich sagen, dass es sich schon vor einer ganzen Weile ankündigte. Etwa in Form von Scharen in der Innenstadt herumwuselnder Menschen. Auffällig bepackt mit bunten Einkaufstüten der unterschiedlichsten Warenhäuser gleichen sie emsigen Ameisen, die ihren Beitrag zum prachtvollen Ameisenhaufen leisten. Was im übertragenen Sinne sogar zutrifft – Denn Weihnachten steht vor der Tür! Und da hat jeder gefälligst seinen Beitrag zu leisten. Am besten in Form von überteuerten und besonders kreativen Geschenken.

Glitzernde Geschenke: Zur Weihnachtszeit bleibt der Gang ins Kaufhaus meist nicht erspart (© Helene Souza  / pixelio.de)

Glitzernde Weihnachten: Zur Weihnachtszeit bleibt der Gang ins Kaufhaus meist nicht erspart (© Helene Souza / pixelio.de)

Ich habe mich damit abgefunden, dass es ab Oktober Lebkuchen und andere Weihnachtsgebäcke zu kaufen gibt und reagiere auch nicht mehr völlig verstört, wenn im Supermarkt das erste Weihnachtslied ertönt, ich selbst aber noch meinen Gedanken an den Sommer nachhänge. Doch woran ich mich nie gewöhnen werde, sind die Menschen, die schon im November beginnen, sich den Kopf über Weihnachtsgeschenke zu zerbrechen. Menschen die mir drei bis vier Wochen vor Weihnachten, damit auf die Nerven gehen, dass sie noch nicht alle Geschenke zusammen haben. Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie jemand sich für das Fest der Liebe, solch einem Stress aussetzt und zum Sklaven seiner selbst macht.

Okay, verständlich, dass den meisten Christen etwas darin liegt, ein besinnliches Weihnachten im familiären Kreise zu feiern, und dafür nun mal auch viel Zeit für Vorbereitungen und Besorgungen aufgeopfert wird.

Doch es ist sicherlich niemandem entgangen, dass in den letzten Jahren die Zahl der kaufsüchtigen Zombies, die zur (Vor)Weihnachtszeit in der Stadt herumtingeln, überhandgenommen hat. Ich kann die Unruhe dieser Zombies, die mit ihren glühenden Augen alles nach potenziellen Geschenken absuchen, förmlich spüren und weiche automatisch aus, sobald mir ein solcher über den Weg läuft. Ich mache das aus dem ganz einfachen Grund – Ich muss mich schützen. Ich habe Angst, dass mich diese Zombies mit ihrer Panikmache und ihrem krankhaften Kaufverhalten anstecken.

Besinnliche Weihnachten? So richtig Weihnachtsstimmung will gar nicht aufkommen, wenn alles sich nur ums Geschenke kaufen dreht (© Julien Christ  / pixelio.de)

Besinnliche Weihnachten? So richtig Weihnachtsstimmung will gar nicht aufkommen, wenn sich alles nur ums Geschenke kaufen dreht (© Julien Christ / pixelio.de)

Zur Vorweihnachtszeit scheinen die meisten nur noch damit beschäftigt ellenlange Geschenkelisten notorisch abzuarbeiten. Schnell ein, zwei, drei Tassen Glühwein runterkippen, um den Stress für einen Moment zu entkommen und sich selbst vorzutäuschen, dass die Vorweihnachtszeit ja im Grunde eine ganz besondere, besinnliche Zeit ist. Mit dem Duft von Zimt in der Nase und dem zirkulierenden Alkohol im Blut wird die Lüge glaubhafter. Dann geht der Shopping-Marathon auch schon in die zweite Runde.

Was ist passiert, dass sich zu Weihnachten bei einigen alles nur noch um die Geschenke zu drehen scheint?

Gehen wir ein paar Jahrtausende zurück. Weshalb beschenken wir uns überhaupt zu Weihnachten? Das Sich-Beschenken zur Weihnachtszeit geht ursprünglich zurück auf Bischof Nikolaus. Dieser Heilige soll um 280 nach Christi an der türkischen Mittelmeerküste gelebt haben und es ranken sich allerhand Legenden um seine Person. Er soll ein sehr großzügiger Mann gewesen sein, der sich zum Beispiel den Armen annahm. Sein Todestag, der 6. Dezember, wurde fortan ihm zu Ehren gefeiert und die Kinder erhielten Geschenke.

Endlich Heiligabend: Vor allem Kinder könen es bis zur Bescherung an Heiligabend  kaum abwarten  (© Lupo  / pixelio.de)

Endlich Heiligabend: Vor allem Kinder können es bis zur Bescherung an Heiligabend kaum abwarten (© Lupo / pixelio.de)

Martin Luther und die evangelische Kirche wollten Mitte des 16. Jahrhunderts im Zuge der Reformation die Verehrung Heiliger ganz abschaffen. Damit die Bescherung aber nicht ganz wegfiel, wurde diese auf Weihnachten verlegt. Plötzliche war es das Christkind, das den Kindern die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legte. Nach und nach stoß dies sowohl bei Protestanten als auch Katholiken auf Anklang. Das Sich-Beschenken zur Weihnachtszeit blickt also schon auf eine lange Tradition zurück auch wenn die Beweggründe dafür nicht ganz so durchschaubar scheinen.

Der ganze heutige Wahnsinn, der Weihnachten begleitet, ist wohl dem Kapitalismus und seinen folgenreichen Auswüchsen, wie dem zunehmenden Materialismus, zu Schulden. Ich für meinen Teil beginne eine Woche vor Weihnachten langsam mir Gedanken über das ein oder andere Geschenk zu machen. Ich finde auch nichts Verwerfliches daran, Menschen mit einem Geschenk eine Freude zu machen. Bis jetzt bin ich aber eben immer gut damit gefahren, mich von diesem Weihnachtsstress nicht anstecken zu lassen und einen kühlen Kopf zu bewahren. In diesem Sinne: Ein frohes und vor allem besinnliches Weihnachten.

Vorschau: Eva berichtet nächste Woche davon, warum sie kein großer Freund von Silvester ist.

Tipps gegen Stress im Advent

Heute ist der zweite Advent und Weihnachten steht vor der Tür. Was?!? Schon?!? Das mag sich angesichts von Weihnachtsfeiern – ob vom Verein, den Freunden oder der Arbeit aus – Geschenken, die noch gefunden werden mögen, Weihnachtsdekoration, die noch aufgehängt werden möchte oder dem Weihnachtsessen, das noch geplant werden muss, so manch einer denken. Doch all der Stress muss nicht sein, wir verraten euch heute drei Tipps dagegen:

Planung pur: Dann bleibt auch Zeit und Muße für kleine Kunstwerke (Foto: Möller)

Planung pur: Dann bleibt auch Zeit und Muße für kleine Kunstwerke (Foto: Möller)

1: Alle Jahre wieder….

Weihnachten ist immer am 24. Dezember. So einfach sich dieser Satz auch anhören mag, so wahr ist er doch. Weihnachten ist immer zu selben Zeit und somit auch planbar. Wer frühzeitig anfängt sich über Geschenke, Essen und Dekoration Gedanken zu machen, ist im Advent weniger im Stress und kann die besinnliche Zeit besser genießen. Geschenkelisten helfen etwa, den Überblick zu behalten, wem man was schenken möchte. Auch frühzeitiges Absprechen mit der lieben Verwandtschaft, wie denn Heiligabend und die beiden Weihnachtsfeiertage ablaufen sollen, hilft dabei, unnötigen Stress zu vermeiden.

2: Weniger ist mehr!

Das gilt nicht nur für Geschenke, bei denen kleine Dinge, die von Herzen kommen, oft mehr bedeuten als teure Designer-Produkte. Auch für den Besuch von Weihnachtsmärkten, Weihnachtsfeiern und Adventsausstellungen gilt: Überlegt euch, welche ihr besuchen wollt und plant den Besuch. Lieber eine Weihnachtsfeier ausfallen lassen und dafür nicht am Ende auf drei Weihnachtsfeiern an einem Wochenende ausharren. Auch muss nicht jeder Weihnachtsmarkt in 100 Kilometern Umgebung besucht werden. Es lohnt sich viel mehr den einen, auf den man gerne gehen würdet, mit Zeit und Muße zu besuchen und sich über Glühwein und gebrannte Mandeln zu freuen.

3: Zeit für dich!

Besinnlichkeit: DerAdvent ist die Zeit, in der man zur Ruhe kommen kann (Foto: Möller)

Besinnlichkeit: DerAdvent ist die Zeit, in der man zur Ruhe kommen kann (Foto: Möller)

In all der Hektik des Jahres soll der Advent eine Zeit der Ruhe und der Besinnung sein. Diese solltet ihr Nutzen. Schaltet doch etwa einfach einen Abend den Fernseher aus, zündet eine Kerze an und lest ein schönes Buch. Oder backt Plätzchen und saut dabei die Küche so richtig ein. Kleine Rituale helfen gerade zur Weihnachtszeit, die Vorfreude zu erhöhen und den Stress außen vor zu lassen.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine schöne Adventszeit mit viel (Vor-)Freude und schönen, besinnlichen Stunden.

Vorschau: Nächste Woche verraten wir euch, wie ihre eure Weihnachtsgeschenke besonders schön einpackt.

Nicht schon wieder Shopping …

Der Gang in die nächstgelegene Einkaufsmeile ist für viele etwas Entspannendes. Das ist ein Erlebnis, hilft, abzuschalten und Abstand vom Alltag zu bekommen. Nichts geht doch über Menschenmassen, die sich durch die Straße pressen und in wohl klimatisierten Läden dem Konsum frönen.

Hektisch: In einer Einkaufsmeile geht es meist sehr stressig zu.

Hektisch: In einer Einkaufsmeile geht es meist sehr stressig zu. (©romelia/Pixelio.de)

Leider gehöre ich zu den Menschen, die diesem Erlebnis nichts abgewinnen können. Dabei hätte ich jede Gelegenheit dazu, reiht sich in München doch eine Einkaufsmeile an die andere. Die weithin bekannte Fußgängerzone in der Innenstadt und in fast jedem Stadtteil ein gigantisches Einkaufszentrum. Nur zehn Minuten von mir entfernt liegt das Olympia-Einkaufszentrum, doch trotzdem bin ich dort nur selten, immer dann, wenn es eben sein muss. Einkaufen, vor allem wenn es um Kleidung geht, ist einfach nicht mein Fall.

Der große Einkaufsbummel kostet auch jede Menge Geld. Wenn ich jede Woche regelmäßig zum „Shoppen“ gehen würde, dann würde der ohnehin schon schmale Geldbeutel schnell noch schmaler werden. Und das kann ich mir in einer ohnehin teuren Stadt wie München einfach nicht leisten. Wenn die Miete schon drei Viertel des Azubi-Gehalts verschlingt, die Monatskarte für die Öffentlichen auch ordentlich zu Buche schlägt und ich abends auch mal etwas unternehmen möchte, dann ist regelmäßiger Konsum von Klamotten einfach nicht drin.

Wechselhaft: Regelmäßig gibt es einen neuen Trend, zum Beispiel bei Hosen.

Wechselhaft: Regelmäßig gibt es einen neuen Trend, zum Beispiel bei Hosen. (Foto: T. Gartner)

Doch das ist auch gar nicht so schlimm, denn das ständige Kaufen von neuer Mode ist unglaublich schlecht für die Umwelt. Nur weil es wieder einen neuen Trend gibt, nur weil auf einmal Slim-Fit-Jeans der letzte Schrei sein mögen, muss ich doch nicht in das nächste Geschäft stürmen und mir eine solche Hose kaufen. Dann bin ich eben nicht hip, was soll’s. Die Umwelt wird es mir danken, dass ich zu meiner alten Hose stehe.

Denn auch wenn meine Kleidung alt und ausgewaschen sein mag, ist sie noch lange nicht kaputt. Sie sieht gebraucht aus, aber das darf sie ja auch – wer aktiv ist, dem darf man das gerne auch an seiner Kleidung ansehen. Und sollte die Hose tatsächlich mal ein Loch haben, dann kann ich es auch flicken. Das passiert zwar recht häufig, da Radfahren wahrer Hosenmord ist. Aber sei’s drum. Kaum ist das Löchlein geflickt, schon hält die Hose den Arbeitsweg auf dem Drahtesel wieder aus.

Andere Leute in ärmeren Ländern wären sicher froh, wenn sie noch eine Hose wie die meine hätten. Mag so mancher hier in unseren Gefilden auch die Nase rümpfen und sich denken: „Also so etwas würde ich nie und nimmer tragen“. Das macht mir nichts aus. Ich halte mir immer vor Augen, dass meine Kleidung noch gut ist und ihren Zweck erfüllt: Im Winter hält sie mich warm, damit ich nicht ganz so schlimm friere. Und sie sorgt dafür, dass ich nicht nackt durch die Welt rennen muss, leistet also gleich noch einen Beitrag zum Allgemeinwohl.

Wenn es doch mal so weit ist und meine Jeans wirklich und beim besten Willen nicht mehr zu tragen ist, muss ich halt einmal einkaufen gehen, hilft ja alles nichts. Dann geht es am besten in den Second-Hand-Laden, auf diese Weise entkomme ich dem ganzen Designer-Wahn und habe am Ende trotzdem etwas Vernünftiges zum Anziehen.

Doch bis es soweit ist und ich ein paar von meinen Sachen ausrangieren muss, habe ich einfach Besseres zu tun, als mich durch ein überfülltes Kaufhaus zu zwängen. Ein bisschen Bewegung an der frischen Luft ist meiner Meinung nach viel entspannender und gesünder als alles andere.

Vorschau: Das kennen sicher viele: Die Not, sich selber verplanen zu müssen. Deshalb widmet Eva ihre Kolumne nächste Woche ganz dem Thema Organisation.

Bloß keine Zeit verlieren

Aufbruchstimmung: Am Bahnhof Roma Termini kurz vor der Abfahrt des Nachtzuges gen Norden.

Aufbruch: Am Bahnhof Roma Termini kurz vor der Abfahrt des Nachtzuges gen Norden. (Foto: Resch)

In nur einem Tag von München nach Rom und wieder zurück. Klingt ein wenig schräg, ist es vielleicht auch, aber es ist möglich. Mit dem Nachtzug ab in die Ewige Stadt, sich so viel wie eben geht anschauen, und dann mit dem nächsten Nachtzug wieder zurück in die Bayern-Metropole. Stressig, aber zu schaffen – ich spreche aus Erfahrung.

Dass so etwas überhaupt möglich ist, ist nur die Konsequenz unserer immer mobileren Gesellschaft. Immer größere Distanzen in immer kürzeren Zeiten mit noch dichteren Taktungen. Hier in meiner Heimatstadt München gehören Nachtzüge und Express-Flüge in aller Herren Länder schon lange zum Alltag.

Immerhin haben wir keine Zeit zu verlieren. Die globalisierte Welt besteht aus Wirtschaftsbeziehungen über alle Länder und Kontinente hinweg. Außerdem ist Zeit bekanntermaßen Geld, und da wir das Geld im Sekundentakt verdienen wollen, muss unsere Mobilität eben genauso getaktet sein. Die Kehrseite der Medaille: Wir brauchen eine immer komplexere und ergo teurere Infrastruktur, die uns diesen Wahnsinn ermöglicht.

Allein hier innerhalb der Grenzen Münchens geht es schon ordentlich rund. Die Verkehrssysteme sind dem Bersten nahe, wenn es so weiter geht, dann droht meinem geliebten „Minga“ der Verkehrsinfarkt. Der „Mittlere Ring“, also die Schnellstraße innerhalb der Stadt ist genauso überlastet wie die A99, die Autobahn um München herum. Und auch bei den Öffentlichen sieht es nicht besser aus: Neue U-Bahnlinien sind schon in Planung, denn nicht einmal ein Zwei-Minuten-Takt scheint zu Stoßzeiten mehr zu reichen. Und bei der S-Bahn braucht man nur „Zweite Stammstrecke“ oder „Transrapid-Alternative“ zu nennen, und schon ist alles klar.

Wir sehen: Es ist eine Menge los und München ist dabei eben nicht die einzige Stadt, hier nur ein Beispiel unter vielen. Kann das gesund sein? Ist es gut, wenn wir immer mehr Verkehr brauchen? Sicher, Städteplaner und Lokalpolitiker freut’s, arbeitslos werden sie so ganz bestimmt nicht.

Doch wie sieht es mit uns normalen Leuten aus? Ist es sinnvoll, wenn es immer schneller und direkter geht? Die Erfahrungen von meiner Romreise haben mich eines gelehrt. Es geht, aber das heißt noch lange nicht, dass es auch so sein muss. Ich weiß noch, wie fertig ich war, nachdem ich zweimal zwölf Stunden nachts in meinem Sitzabteil verbracht hatte. Gott sei Dank waren alle in meinem Abteil sehr nett, sodass beide Fahrten noch erträglich waren. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie unmenschlich es werden kann, wenn man die falschen Mitreisenden erwischt. Dann kommt zum Schlafentzug noch elender Frust dazu.

Gedrängt: Immer mehr Verkehr belastet Nerven und Gesundheit

Gedrängt: Immer mehr Verkehr belastet Nerven und Gesundheit (©Jens Märker/Pixelio.de)

In jedem Fall ist der menschliche Körper einfach nicht gemacht für unsere hyperaktive Mobilität. Wir Menschen sind von der Natur nicht für diesen Stress geschaffen, derartigen Zeitdruck haben wir uns schon selbst auferlegt – unser Organismus konnte da nicht mithalten und sich anpassen. Folglich bleibt es einfach nur eine Vergewaltigung von Körper und Psyche, wenn man sich so viel Stress zumutet. Ab und an als kleines „Abenteuer“ mag es ja noch in Ordnung und zu verkraften sein, aber wenn es anfängt, dass so ein Lebenstempo zum Alltag wird, dann ist es nur noch ungesund.

Da lob ich mir mein Fahrrad. Jetzt darf mich gerne jeder beschmunzeln oder auch herzlich auslachen, sei’s drum. Denn es tut mir einfach gut, wenn ich bewusst auf Hochgeschwindigkeit verzichte und dafür begrenztes Tempo und beschränkte Reichweite wähle. Ich finde, gerade das brauchen wir heute, eine „Entschleunigung“ des Alltags.

Vorschau: Nächste Woche wird es erfrischend in der Kolumne, denn Eva berichtet dann über Trinken und Getränke in unserer Gesellschaft.

Stressfreie Weihnachtszeit

„Oh du fröhliche, oh du selige – gnadenbringende Weihnachtszeit!“ – Ein allbekanntes Weihnachtslied, das wir immer wieder gerne singen und hören. Doch die Adventszeit ist auch die stressigste und konfliktreichste Zeit des Jahres. Hie und da müssen wichtige berufliche und private Termine eingehalten, Geschenke besorgt und die Festtage geplant werden. Außerdem treffen unterschiedliche Idealbilder sowie Wunschvorstellungen aufeinander, die zu Streits führen können.
Wie man trotz allem in den Genuss einer besinnlichen und schönen Weihnachtszeit kommt, verrät euch Face2Face:

1. Tipp: Auf dem Boden bleiben

Um sich vor Enttäuschungen oder falschen Vorstellungen zu schützen ist es wichtig seine Erwartungen nicht allzu hoch zu setzen. Das medial verbreitete Idealbild von weißen Weinachten im harmonischen Beisammensein der Familie entspricht leider oft nicht der Realität. Ebenso bringt es nichts, Kindheitserinnerungen nachzueifern.

2. Tipp: Den Überblick nicht verlieren

Weihnachten: Die schönste und auch stressigste Zeit im Jahr (Foto: Sharifi)

Weihnachten: Die schönste und auch stressigste Zeit im Jahr (Foto: Sharifi)

Es empfiehlt sich bereits Anfang Dezember einen Plan zu erstellen, auf dem die Geschenke, die Dekoration, die Gäste und das Essen vermerkt sind. Vor allem erleichtert es einem, wenn die Aufgaben verteilt werden und die Liste der Erledigungen gemeinsam bis zur Feier abgearbeitet wird. Selbst ein grober Organisationsplan beruhigt die Nerven und kann Druck damit reduzieren.

3. Tipp: Absprachen treffen

Der Austausch von Bedürfnissen und Vorstellungen ist wichtig, geht aber oftmals in der stressigen Weihnachtszeit unter. Für Paare entstehen hier die häufigsten Konfliktpunkte wie zum Beispiel, bei welchen Eltern dieses Jahr das Essen stattfindet. Hierbei müssen Kompromisse bereits im Vorfeld getroffen werden, sonst werden die Feiertage alles andere als harmonisch. Mögliche Lösungen: Das Weihnachtsessen bei der Familie jährlich abzuwechseln oder die Tage aufzuteilen.

4. Tipp: Überflüssigen Stress vermeiden

Zweitrangige Termine, Herbst-Winterputz oder unwichtige Reparaturen bis nach Weihnachten vertagen. Generell sollte man sich nicht all zu viel vornehmen, denn damit sind Enttäuschungen und eine negative Stimmung vorprogrammiert.

5. Tipp: Lernen „Nein“ zu sagen

Wer es allen Recht machen möchte, gerät schnell in eine unangenehme Situation oder ist mit rastlosen Besuchen an den Feiertagen überfordert. Daher sollte man sich ab und zu die Freiheit nehmen mal „Nein“ zu sagen und Dinge tun, die man selbst gerne machen würde.

6. Tipp: Zeit zum Genießen nehmen

Damit die Adventszeit nicht nur nervenaufreibend vorbeizieht, können Genussmomente etwas Erholung und ein Weihnachtsgefühl schaffen. Wichtig ist es sich hierfür Zeit zu nehmen. Ein Spaziergang durch die weihnachtlich geschmückten Straßen, der Duft von Apfel-Zimt-Kerzen oder Tee wie auch das Singen und Hören von Weihnachtsliedern bringt einen auf andere Gedanken. Vor allem lässt es sich nach einem anstrengenden Arbeitstag mit einer Tasse Tee, einer kuscheligen Decke bei Kerzenlicht oder Weihnachtsbaumbeleuchtung schön entspannen.

Vorschau: Nächste Woche geht es weihnachtlich weiter und wir verraten euch jede Menge Ideen zum Einpacken von Geschenken.