Weihnachtslust? – Weihnachtsfrust? – So kommt die Weihnachtsstimmung auch zu Euch

An manchen Tagen fühlt man sich schon fast wie der Grinch. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist auf der Arbeit oder in der Uni unglaublich viel zu tun. Daneben warten Geschenke darauf eingekauft und verpackt zu werden, der Weihnachtsmarkt ruft, die Wohnung will auch dekoriert werden und Freunde rufen zum Plätzchen backen auf. Vor lauter Stress will sich die besinnliche Stimmung und die Vorfreunde auf Weihnachten dabei irgendwie gar nicht einstellen. Damit sich das ändert und die Weihnachtsstimmung zu Euch kommt, haben wir hier drei Tipps für Euch zusammengestellt:

  1. Licht aus – Kerzen an
Weihnachtsstimmung: Die Vorfreude auf Weihnachten wird oft durch Stress gemindert (Foto: Möller)

Weihnachtsstimmung: Die Vorfreude auf Weihnachten wird oft durch Stress gemindert (Foto: Möller)

Weihnachten ist immer auch ein Fest der Lichter. Egal ob Kerzen oder Lichterketten – funkelnde Lichtquellen gehören zu Weihnachten dazu. Damit sich die Weihnachtsstimmung einstellt, empfehlen wir deshalb einfach mal das Deckenlicht und den Fernseher auszumachen, Smartphones und Tablets wegzulegen und eine oder mehrere Kerzen anzuzünden. Dazu vielleicht ein leckerer Tee und ein paar Plätzchen (gerne auch selbstgekaufte) und ein paar Minuten die Stille genießen – oder aber sich mit Weihnachtsmusik auf das kommende Fest einstellen.

  1. Weihnachtsgewürze

Nicht nur Lichter erzeugen automatisch Weihnachtsstimmung: Bestimmte Gewürze und Gerüche bringen uns automatisch in unsere Kindheit zurück und zu der Zeit, als Weihnachten noch etwas ganz besonderes war. Daher lohnt es sich diese zurückzubringen. Etwa durch weihnachtliche Duftkerzen, die nach Zimt oder Tanne duften oder durch winterliche Tees (zum Beispiel mit Zimt- oder Nelken-Aroma), selbstgemachten Glühwein oder leckere Lebkuchen. Einfach die Augen zu und den Weihnachtsduft oder –geschmack genießen schon ist der Stress nicht mehr so präsent.

  1. Traditionen pflegen

Wer Weihnachtstraditionen hat, sollte diese pflegen. Denn sie helfen dabei, die Weihnachtsstimmung aufleben zu lassen. Egal ob ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, Plätzchen backen oder das Lauschen eines Weihnachtskonzertes – Traditionen sollten gepflegt sein. Ganz wichtig dabei ist es, sich nicht abzuhetzen weil die Tradition ja noch „erledigt“ werden muss, sondern sich bewusst eine Auszeit zu nehmen und etwas für sich zu tun. Und wer noch keine Weihnachtstradition hat, kann ja dieses Jahr damit beginnen.

Eine schöne Weihnachtszeit wünscht Euch die Tipps&Tricks-Redaktion.

Gefühle – ganz nüchtern betrachtet

Wann hattet ihr das letzte Mal so richtig gute Laune? Vielleicht ein Erfolgserlebnis, eine Aufgabe geschafft, ein Ziel erreicht. War das Hochgefühl nicht klasse, die Freude, der Stolz, die Zufriedenheit?

Nüchtern: Im Grunde genommen sind Gefühle unromantische Biochemie.

Nüchtern: Im Grunde genommen sind Gefühle unromantische Biochemie. (©Tim Reckmann/Pixelio.de)

Ich weiß, dass mich viele jetzt für kalt und unsensibel halten werden, dennoch: So schön diese Gefühle auch sein mögen, am Ende sind sie nichts weiter als eine Mischung aus Elektrizität und Biochemie. Überall in unserem Körper sind Nerven, die elektrische Signale weiterleiten, die meisten davon finden wir logischerweise im Gehirn. Dort kommen die elektrischen Signale an und setzen Neurotransmitter frei, kleine chemische Zauberer, die dafür sorgen, dass andere Nerven wiederum elektrische Signale abfeuern.

Zugegeben – das Zusammenspiel ist deutlich komplizierter, als ich es hier heruntergebrochen habe. Trotzdem ist es so, dass Milliarden solcher Nerven-Neurotransmitter-Interaktionen unsere Welt ausmachen, unser Bewusstsein, unser Denken, genauso wie unser Fühlen.

Heißt das jetzt, dass Gefühle unsinnig sind? Ich finde, dass sie trotz des unromantischen Hintergrunds gut und richtig sind. Mit unseren Emotionen ist es da ähnlich wie mit anderen Dingen des Lebens. Nehmen wir als Beispiel mal einen Neuwagen. Ist es nicht herrlich, in einem fabrikneuen Auto zu sitzen, der edle Duft, die unberührten Armaturen? Alles sieht noch so frisch und unverbraucht aus. Was steckt aber hinter diesem tollen Neuwagen? Richtig, jede Menge hochkomplexe Technik. Mit unseren Gefühlen ist es ähnlich. Äußerlich sind sie schlichtweg klasse, unter der Haube steckt allerhand Kompliziertes.

Außerdem haben Emotionen ja auch eine ganz klare Aufgabe, die Evolution hat sie uns nicht zum Spaß verpasst. Gefühle waren für unsere Vorfahren überlebenswichtig, die Angst – zum Beispiel half den Urmenschen sich nicht mit einem Säbelzahntiger anzulegen. Ekel wiederum sorgte dafür, dass die frühen Menschen giftige Stoffe gar nicht erst in den Mund nahmen oder zumindest ungenießbare Speisen kein zweites Mal probierten. So hat jede unserer Emotionen ihren Sinn und ihre Berechtigung – die guten wie die schlechten.

Auch wenn wir heute nicht mehr vor wilden Tieren weglaufen müssen, helfen uns Emotionen immer wieder. Die Freude ist ein gutes Beispiel: Wenn ich vom Rennradtraining komme, dann fühle ich mich so richtig gut, bin zufrieden und glücklich. Dieses gute Gefühl hilft mir, dass ich mich immer wieder und regelmäßig in den Sattel schwinge. So motiviert mich meine Freude zu mehr Radfahren und bewirkt, dass ich gesund und fit bleibe – schon hat die Freude einen klaren Zweck.

Gute Laune: Wir können ganz bewusst für positive Gefühle in uns sorgen.

Gute Laune: Wir können ganz bewusst für positive Gefühle in uns sorgen. (©Stefan Emilius/Pixelio.de)

Trotzdem kann es Sinn machen, sich daran zu erinnern, dass Gefühle im Grunde „nur“ schnöde Biochemie sind. Jeder kennt schlechte Laune, vor allem im Winter überkommt zumindest mich leicht eine Stimmung, in der ich auf nichts Lust habe, alles ist nervig und langweilig. In solch einer Situation hilft es mir, wenn ich die Gefühle „entzaubere“. Die schlechte Laune ist ja nichts weiter als ein Hormoncocktail, nichts Besonderes. So etwas schnöde Rationales braucht mich doch nicht so runter zu ziehen. Also, Mundwinkel nach oben und aktiv für eine positive Hormonflut sorgen, die der negativen entgegenwirkt. Immerhin setzt auch ein aufgesetztes Lachen schon Glückshormone frei. Für mich hat sich bisher Bewegung an der frischen Luft bewährt, sei es nur ein kurzer Spaziergang.

Die guten Gefühle hingegen müssen wir ja nicht so nüchtern sehen wie die schlechten, wir können uns über die Emotion freuen und sie genießen. Denn auch wenn wir unsere Gefühlswelt logisch erklären und begründen können, bleibt das komplexe Zusammenspiel von Nerven und Hormonen ein kleines Wunder, über das wir gerne staunen dürfen.

Vorschau: Wieviel Medien braucht der Mensch? Eva berichtet nächste Woche von Fernsehen, PC und Handy im täglichen Leben.

Mixtape für deinen Roadtrip

Der Sommer ist die Lieblingsjahreszeit, wenn es darum geht mit seinen Freunden in einem Auto die Welt zu erkunden. Man lässt den Motor an, legt den ersten Gang ein und sobald man langsam die Kupplung kommen lässt, schnurrt der Wagen in die gewünschte Richtung los. Jetzt fehlt nur noch eine kaum befahrene Straße und man kann ganz ungezwungen und frei überall hinfahren. Der hier stattfindenden Autonomie des Fahrers sind als einzige Grenze die Menge an Benzin und Geld gesetzt. Doch diese Faktoren  werden für diesen Artikel zunächst ausgeblendet. Es kommt nur auf das Gefühl der Freiheit an. Um ein richtiges Roadtrip – Freiheitsgefühl zu bekommen, hat die Face2Face-Musikredaktion folgende Formel aufgestellt:

Das physikalische Gesetz lautet: Gummi des Reifen auf der Straße + passende Musik = Freiheit

Schaut man sich diese Formel genauer an, so erkennt man, dass für einen perfekten Roadtrip der Leser an dieser Stelle zunächst nur einen Wagen braucht und der Treibstoff Musik kommt natürlich von uns. Gänzlich exklusiv und kostenlos für den Face2Face-Leser gibt es hier die Roadtrip-Playlist für den Sommer:

Freiheit: Ein Roadtrip mit der richtigen Musik (Foto: Spies)

Freiheit: Ein Roadtrip mit der richtigen Musik (Foto: Spies)

1.    Stereophonics – Maybe Tomorrow
Übersetzt heißt es „Vielleicht Morgen“ und dreht sich um die Lösung alltäglicher Probleme und dem Wunsch für sich allein und frei zu sein!

2.     Cat Power – Cherokee
In diesem Song geht es um Liebe, Tod, Heirat und noch vieles mehr….ach ja und um ein Indianervolk – ideales Lied um die Hand aus dem Fenster zu halten und immer schneller weiterzufahren!

3.    Kakkmaddafakka – Restless
Die jungen Norweger singen von einer ruhelosen Frau, der Man(n) sehr gerne gefallen würde. Mit melodischem Zusammenspiel zwischen Gitarren und Schlagzeug ein Muss auf der Roadtrop-Playlist!

4.    Youth – Daughter
Hier haben wir einen tollen Song, der den Mythos der Jugend besingt – positiv und aber auch negativ!

5.    The Klaxons – Golden Skans
Um was es hier genau geht, kann uns wahrscheinlich nur der Interpret sagen. Wir wissen es geht um Licht und um das Vergessen von Zukunftsplänen. Trotzdem ein Song mit Roadtrip-Qualität!

6.    London Grammer – Darling are you gonna leave me
Ein Song bei dem die Sängerin den Zuhörer fragt, ob er sie verlässt. Da wir gerade am Fahren sind, kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er gerade eher etwas oder jemanden hinter sich lässt oder doch eher einem konkretem Ziel entgegen fährt.

7.    Dan Croll – From Nowhere
Der Interpret verliert sich in diesem Song in den Augen seines Gegenübers und vergisst zeitweise jedwede Konsequenzen für seine Handlungen. Wir finden das gut! Weniger denken – mehr genießen!

8.    Selah Sue – Crazy Vibes
Selah Sue, eine belgische Musikerin, singt, dass sie uns durch ihre Musik und Freude und Glück bringt. Dem stimmt die Face2Face-Musikredaktion zu und dreht jetzt erst Recht die Anlage lauter!

9.    Vance Joy – Riptide
Ein verliebter Musiker fragt seine große Liebe, ob sie bei ihm bleibt. Sorry, aber die sitzt bei uns gerade auf dem Beifahrersitz – trotzdem danke für ein tolles Lied!

10.    The Proclaimers – 500 Miles
Dieser Klassiker darf natürlich nicht fehlen. Durch die Serie „How I met your Mother“ als der Roadtrip-Song glorifiziert, finden auch wir, der gehört mit auf die Playlist!

11.    The Mowgli´s – San Francisco
Auch hier geht es um Liebe und um eine Stadt: San Francisco. Wenn ihr den Song richtig verstehen wollt, dann dreht doch mal die Lautstärke voll auf und gebt doch mal folgendes in euer Navigationsgerät ein: S-A-N- -F-R-A-N-C-I-S-C-O … Dann wisst ihr was wir meinen!

12.    The Kingsmen – Louie Louie
Ging es in einem der Songs schon um Liebe? Falls nein, haben wir zum Abschluss noch einen Track aus den 60er-Jahren, in dem der Interpret auf der Rückfahrt zu seiner geliebten Freundin ist.

Die kleine Auswahl ist nicht als „die perfekte Roadtrip-Playlist“ zu sehen, sondern vielmehr als Tribut an die vielen kleinen CDs, USB-Sticks etc., die sich gerade in eurem Auto befinden und nur darauf warten gehört zu werden. Also – los geht´s!

Vorschau: Und in zwei Wochen geht es weiter mit einem Review zu dem aktuell erschienenem Album „Illmatic XX“ von Nas!