Sport im Winter – so schützt ihr euch in der kalten Jahreszeit

Der Winter naht und mit ihm Kälte, Schnee und Dunkelheit. Für viele ein Grund das Sportprogramm einzustellen oder nach drinnen zu verlagern. Doch das muss nicht sein: Auch im Winter brauchen wir sportliche Betätigung – gerade im Hinblick auf den kommenden Festschmaus aus Gänsebraten, Plätzchen und Glühwein. Zudem schüttet Sport das Glückshormon Serotonin aus, welches grade in der dunklen Jahreszeit Depressionen vorbeugt. Und Sport im Freien hilft unserem Körper beim bilden von Vitamin D, was unser Immunsystem stärkt und vor Erkältungen schützt. Also nichts wie raus – aber mit der richtigen Vorbereitung.

Schichtenlook beim Sport im Freien

Eisige Kälte: Da hilft Funktionskleidung in mehreren Schichten beim Sport an der frischen Luft. (Foto: Möller)

Gerade bei Kälte spielt die Kleidung beim Sport im Freien eine entscheidende Rolle. Sie sollte nicht zu dick sein, denn sonst schwitzt man zu schnell, was die Erkältungsgefahr erhöht. Beim Rausgehen sollte man eher frieren und erst nach einigen Minuten warm bekommen. Zudem ist es empfehlenswert Funktionskleidung zu benutzen die Feuchtigkeit nach außen abgibt und Reflektorstreifen hat, damit Auto- und Radfahrer Jogger in der Dunkelheit nicht übersehen. Baumwollkleidung ist eher schlecht geeignet, sie saugt sich voll Schweiß und der Körper friert dann schnell. Mehrere Lagen an Kleidung sind übrigens super, da sich die Wärme dann zwischen den Schichten sammeln kann. Auch Handschuhe und Mütze sind unbedingt zu empfehlen, schließlich sollen auch Hände und Ohren – die eher schlecht durchblutet sind – schön warm bleiben.

Bei Kälte: Aufwärmen!

Nicht einfach losrennen: Vor dem Sport im Winter ist ein Aufwärmprogramm unverzichtbar (Foto: Möller)

Ohne Aufwärmprogramm loszurennen oder mit Höchstgeschwindigkeit loszuradeln birgt eine hohe Verletzungsgefahr. Gerade bei Kälte müssen Sehnen und Bänder ausreichend aufgewärmt werden zum Beispiel durch ein Dehnprogramm in dem die Hacken Richtung Po gezogen werden oder ein Läufer sich vor eine Wand stellt und die Fußspitze hochzieht und dagegen stellt. Danach sollten Sportbegeisterte auch nicht gleich losspurten sondern erst einmal langsam lostraben um sich an die Temperatur zu gewöhnen. Grundsätzlich solltet Ihr bei Kälte nicht durch den Mund sondern die Nase zu atmen um ein Schmerzen der Atemwege durch diese Kälte zu vermeiden. Die Nase hingegen wirkt wie ein Filter und wärmt und feuchtet die Luft an bevor die in die Lunge und die Atemwege gelangen.

Eine Erkältung vermeiden

Da direkt nach dem Sport die Erkältungsgefahr am größten ist, sollten Läufer nachdem sie ihr Programm beendet haben sofort ins Warme gehen und sich warm duschen. Wer verschwitzt in der Kälte stehen bleibt um beispielsweise noch einige Minuten mit dem Trainingspartner zu quatschen, riskiert eine böse Erkältung. Bei Eisglätte hilft übrigens noch nicht einmal gutes Profil: Um Verletzungen zu vermeiden sollten Jogger und Fahrradfahrer lieber auf den Sport im Freien verzichten und auf Gymnastik oder den Hometrainer zurück greifen.

E-Bikes nur noch auf ärztliches Rezept?

Fahrrad fahren ist ein tolles Hobby – da sind sich unsere beiden IT-Spezialisten Denis Pollach und Sascha Resch einig. Während Denis am liebsten mit dem Mountainbike das Gelände unsicher macht, ist Sascha leidenschaftlich gern mit dem Rennrad auf alpinen Passstraßen unterwegs. Doch es gibt ein Thema, das die beiden vollends entzweit: E-Bikes. Sind sie nun eine wertvolle technische Errungenschaft oder ein lästiges und gefährliches Übel?

Hält E-Bikes für eine moderne und umweltfreudliche Form von Mobilität: Denis Pollach, IT-Manager bei Face2Face

Hält E-Bikes für eine moderne und umweltfreudliche Form von Mobilität: Denis Pollach, IT-Manager bei Face2Face

Denis: Bisher habe ich zwar kein E-Bike, aber ich muss sagen, ich liebäugle seit einiger Zeit schon damit, mir ein schnittiges E-Bike zuzulegen. Ein wichtiger Punkt für mich ist dabei das Pendeln zur Arbeit als sportliche und gesunde Alternative zum Auto. Und ich bin in guter Gesellschaft: Der deutsche Durchschnittspendler muss mehr als 15 Kilometer von zu Hause bis zur Arbeit zurücklegen. Das ist schon ziemlich weit mit dem normalen Rad. Vor allem im Sommer kommt dann noch das Problem mit dem Schwitzen dazu. Nach 15 Kilometern ist die Kleidung völlig durchnässt. Das ist für einen selbst unangenehm genauso wie für Kollegen oder Kunden. Duschen wäre natürlich optimal, aber leider haben wir nicht alle eine Dusche am Arbeitsplatz.

Sieht E-Bikes als Mobilitätsform eher kritisch: Sascha Resch, zweiter IT-Manager bei Face2Face

Sieht E-Bikes als Mobilitätsform eher kritisch: Sascha Resch, zweiter IT-Manager bei Face2Face

Sascha: Nun ja, das mit dem weiten Arbeitsweg ist relativ. Ich pendle auch täglich zweimal 15 Kilometer mit dem Rad durch München – bei Schnee genauso wie bei 37 Grad im Schatten. Ich mache es einfach so, dass ich zur Arbeit langsam und locker fahre, sodass das Schwitzen kein Problem ist. Das Waschbecken in der Toilette ist so völlig ausreichend. Und nach Hause kann ich ja bolzen, wie ich will. Ich kann mich ja am Ende duschen und umziehen. Außerdem finde ich, dass das E-Bike gar nicht so gesund und sportlich ist. Es ist doch viel besser, wenn man etwas trainiert und dadurch schneller wird. Der Körper passt sich vor allem am Anfang schnell an neue Trainingsreize an. Das heißt, man muss gar nicht stundenlang trainieren – man darf natürlich. Gerade als Einsteiger reicht schon das Pendeln zur Arbeit, um fit, gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Denis: Das mag schon stimmen. Aber es gibt viele ältere Menschen, die ihren Körper einfach nicht mehr in dem Maße belasten können, dass sich ein Trainingsreiz einstellt. Und sollen Senioren zu Hause eingesperrt sein, nur weil sie alt sind? Ich finde, ein E-Bike ist eine ideale Möglichkeit für ältere Menschen, mobil zu bleiben. Sie können an die frische Luft und sich bewegen. Dadurch bleiben sie körperlich und geistig länger fit.

Sascha: Ich habe auch nichts gegen E-Bikes für ältere Mitbürger. Was mich vor allem aufregt, sind die vielen jungen Leute, die ein E-Bike wollen, nur weil es „in“ ist oder weil sie glauben, sie könnten so den ganzen Tag rumsitzen und trotzdem echten Sportlern davonfahren – ganz ohne Training und Anstrengung. Deswegen bin ich der Meinung, es sollte eine ärztliche Attestpflicht für E-Bikes geben. Natürlich dürfen und sollen Ältere die Chance haben, mit E-Bikes mobil zu bleiben. Aber gerade bei Älteren ist das mit der Mobilität auch wieder ein zweischneidiges Schwert. Schon normales Radfahren ist ab einem bestimmten Alter und bei schlechter körperlicher Verfassung anspruchsvoll. Mit einem E-Bike werden die Probleme aber potenziert! Die Leute sind viel schneller unterwegs als sie es mit einem normalen Rad jemals waren. Klar fahre ich mit dem Rennrad 30-40 km/h, in der Abfahrt in den Bergen auch mal 80 Sachen und mehr. Aber ich wage es zu behaupten, dass genau diejenigen, die ein E-Bike brauchen, um mobil zu bleiben, selbst mit 25 km/h überfordert sind. Es fehlt einfach an Reaktionsvermögen. Und das ist doch ein echtes Sicherheitsrisiko. Sowohl für die Senioren auf den E-Bikes als auch für andere Verkehrsteilnehmer. Das ist es doch besser, wenn ein Arzt im Vorfeld abklärt, ob erstens ein E-Bike überhaupt nötig ist. Und zweitens, ob der Patient dieses E-Bike auch sicher nutzen kann. Ich bin überzeugt, durch eine Attestpflicht für E-Bikes könnten viele Unfälle vermieden werden.

Denis: Irgendwie gefällt mir die Idee nicht wirklich. Warum sollen wir den Senioren noch mehr Steine in den Weg legen als nötig? Zum einen sind E-Bikes ohnehin teuer und für viele Rentner eine echte Investition, auf die sie sparen müssen. Außerdem müssen sie sich in die neue Technik einarbeiten. Das ist im Alter auch nicht immer einfach. Also, ich bin dafür, dass man den Zugang zu E-Bikes lieber offenhalten sollte. Ist es denn besser, wenn die älteren Mitbürger mit dem Auto oder Reisebus fahren, nur um ein bisschen rauszukommen? Ich denke, da ist das E-Bike die umweltschonendere Alternative.

Sascha: Naja, das mit der Umwelt und E-Bikes ist ja auch so eine Sache. Klar, ein Radsportler, der Kalorien verheizt, um vorwärts zu kommen, produziert so gut wie kein CO2 bzw. ist zumindest CO2-neutral unterwegs – das bisschen Schnaufen können die Bäume gut in Sauerstoff umwandeln. Bei E-Bikes sehe ich da eher das Problem, dass sie so „öko“ wirken und beworben werden. Man tankt ja weder Benzin noch Diesel. Schön, aber Strom braucht es trotzdem. Solange der Strom in Deutschland aus Kohlekraftwerken oder wie in Frankreich aus dem AKW kommt, finde ich das E-Bike genauso schmutzig wie eine alte Vespa. Was zum Thema Ökologie auch noch zu sagen ist: Die Produktion von Akkus ist auch alles andere als sauber. Und dann noch die Entsorgungsprobleme, wenn die Dinger kaputt sind. Da finde ich die Behauptung, E-Bikes seinen umweltfreundlich, einfach nur dreist.

Denis: Also, ganz so drastisch würde ich es nicht ausdrücken. Natürlich ist das Thema ein brisantes und drängendes Problem unserer Zivilisation überhaupt. Deswegen sollte elektrische Energie prinzipiell aus erneuerbaren Energien bezogen werden. Das gilt für E-Bikes genauso wie für den heimischen PC. Entsprechende Öko-Tarife der Stromversorger gibt es ja bereits. Man muss halt ein paar Cent mehr bezahlen, aber dafür ist der Stromverbrauch dann umweltverträglich. Und was die Akkus angeht, kann ich nur sagen, dass moderne Li-Ionen-Akkus in der Regel nicht entsorgt, sondern wiederverwertet werden. So entsteht so gut wie keine Umweltbelastung. Deshalb ist das E-Bike für mich definitiv eine umweltfreundliche Form moderner Mobilität.

Ist das E-Bike nun eine umweltfreundliche Form moderner Mobilität? Unsere IT-Spezialisten sind sich trotz langer Diskussion noch nicht einig. Zum einen sollte Älteren Mobilität natürlich nicht verwehrt werden. Andererseits gibt es auch Bedenken in Sachen Sicherheit und tatsächlicher Umweltbilanz. Unsere beiden Informatiker werden jedenfalls noch ein Weilchen diskutieren, bis sie einen Kompromiss finden.

Cellulite: Eine Tüte voller Trauben

Kritisch betrachte ich mich im Spiegel, nehme jeden Zentimeter meiner Haut genauestens unter die Lupe. Sieht eigentlich ganz ok aus… Man soll sich ja so lieben, wie man ist, oder? Wenn ich lange Hosen trage, würde ich glatt behaupten, mein Körper und ich führen eine durchaus passable Beziehung. Aber bei näherer Betrachtung, zum Beispiel hier im Badezimmer nach dem Duschen ist das was anderes. Resigniert begutachte ich die unschönen Dellen am Hintern und an den Oberschenkeln. Offensichtlich gehöre ich nicht zu denen, die in der Praxis über dem weiblichen Schönheitsideal stehen. „Orangenhaut“ ist da doch noch eine Verniedlichung, denke ich trotzig.

Der Hintern: Problemzone vieler Frauen - wir zeigen, welche einfachen Tricks gegen Cellulite helfen (Foto:Hans-Peter Reichartz / pixelio.de)

Der Hintern: Problemzone vieler Frauen – wir zeigen, welche einfachen Tricks gegen Cellulite helfen (Foto:Hans-Peter Reichartz / pixelio.de)

Das Problem

Kurze Röcke, Shorts und Bikini geben den Blick frei auf die weibliche Problemzone Haut. Denn die ist – in dem Fall „leider“ – ganz anders gestrickt als beim Mann. Die Haut bei Frauen ist dünner, die Fettzellen darunter dafür dicker. Das kann man sich ähnlich vorstellen wie eine dünne Plastiktüte (Haut) voller Trauben (Fettzellen). Und wie sieht das aus? Richtig: irgendwie hubbelig. Dass sich die Natur dabei etwas gedacht hat – in der Schwangerschaft können sich die durch das Bindegewebe nur locker vernetzten Fettzellen flexibel auf den wachsenden Bauch einstellen – ist für den Moment nur ein schwacher Trost. Soweit das Problem. Kommen wir zur guten Nachricht: Mit nur geringem Zeitaufwand lässt sich Cellulite wesentlich reduzieren. Und so geht´s!

Trick 1: Ein bisschen Sport muss sein

Stellt euch vor ihr habt unter den Trauben in eurer Plastiktüte etwas, das die Trauben von innen nach außen drückt. Die Abstände zwischen den Früchten werden kleiner, die Hubbel außen an der Tüte ebenfalls. Dieses wunderbare Etwas, das da drückt, ist euer Muskel. Besonders effektiv gegen Cellulite soll das sogenannte HIIT-Training sein. Face2Face-Autorin Vritti hat das für euch mal ausprobiert (HIER). Wer jetzt die Augen verdreht, weil er keine Zeit oder auch einfach nur keine Lust auf intensives, schweißtreibende Training hat, den können wir beruhigen. Einmal am Tag die Treppe statt den Aufzug nehmen oder mit dem Fahrrad zur Uni anstatt mit dem Bus ist schon mal ein guter Anfang. Auf YouTube gibt es außerdem zahlreiche Fitness-Videos, die euch in nur 10 bis 15 Minuten tolle Übungen für die betroffenen Körperregionen vermittelt, hier zum Beispiel eines für die Beine und eines für den Hintern*. Wenn ihr die Programme ein paarmal mitgemacht habt, sind die Übungen im Kopf und ihr könnt variieren. Täglich mindestens fünf der Übungen – ob morgens zum Wachwerden oder abends vor dem TV – und ihr legt eine gute Grundlage für eine straffe Haut.

Trick 2: Heißkalte Duschen für eine straffe Haut

Das sogenannte Bindegewebe vernetzt die Fettzellen miteinander – ähnlich wie die Stängel der Trauben in unserem Plastikbeutel. Stärken wir diese Verbindungen, wird das Gewebe stabiler und die sichtbare Haut optisch straffer. Dabei können Wechselduschen hilfreich sein. Aber Vorsicht: Zu heißes und zu kaltes Wasser strapazieren den Kreislauf. Unser Tipp: Bevor ihr aus der Dusche steigt, lasst ihr abwechselnd sehr warmes und kaltes Wasser über die betroffenen Stellen laufen. Drei bis fünf Wechsel genügen. Solange ihr es mit der Temperatur nicht übertreibt, bringt ihr so ganz nebenbei euren Kreislauf in Schwung und fühlt euch anschließend erfrischt und munter – der perfekte Start in den Tag.

Trick 3: Die klassische Orangenhaut-Massage

Teure Cellulite-Cremes? Braucht ihr gar nicht! Eine ganz normale Bodylotion genügt völlig. Denn beim Einreiben der betroffenen Körperstellen geht es weniger um die Inhaltsstoffe der Creme, sondern vielmehr um die Berührung an sich. Klar, die Lotion spendet Feuchtigkeit, aber den größeren Effekt erzielt ihr durch die Massage. Sie fördert die Durchblutung und stärkt so wiederum das Bindegewebe. Dabei dürft ihr ruhig auch ein bisschen grober sein und leicht auf die Haut klopfen oder daran zupfen, bis sie ein bisschen rot wird – das Indiz für eine gute Durchblutung.

*Für die Erwähnung der Videos erhält Face2Face keinerlei Gegenleistung. Es handelt sich um eine persönliche Empfehlung der Autorin dieses Beitrags.

Vorschau: Nächste Woche verrät euch Nina Tricks&Tipps dazu, was ihr mit den Massen an Urlaubsbildern machen könnt.

 

Stehen die Olympischen Spiele auf der Kippe?

Wenige Wochen vor dem Start der Olympischen Spiele macht das diesjährige Austragungsland Brasilien immer wieder durch schlechte Nachrichten von sich reden. Mittlerweile häufen sich gesundheitliche Risiken, Bauverzögerungen und Raubüberfälle in der Olympiastadt und es stellt sich die Frage, ob die Olympischen Spiele dieses Jahr verschoben oder möglicher Weise gar abgesagt werden müssen.

Der Austragungsort der Segelwettkämpfe? Eine Mülldeponie

Beim Gedanken an Brasilien assoziiert man augenblicklich den feinen, weißen Sandstrand der Copacabana, das glasklare Wasser.

Trügt der Anblick der Copacabana? (Foto: Astrid Götze-Happe/pixelio.de)

Trügt der Anblick der Copacabana? (Foto: Astrid Götze-Happe/pixelio.de)

Doch die Bilder der Guanabara-Bucht, dem Austragungsort der Segelwettkämpfe, zeigen exakt das Gegenteil: Die Bucht ist schon fast ein Tümpel voll von Bakterien, Viren und Müll. Zwar wurde bereits mit der Entsorgung der Abfälle begonnen, doch ist es weiterhin fraglich in wie weit das Problem bis zum Startschuss der Rennen beseitigt werden kann und ob die Keime nicht sogar krankheitsgefährdend für die Teilnehmer sein könnten.

Gefahr einer Zika-Pandemie?

Auch wenn das größte Risiko weiterhin für ungeborene Kinder besteht, kann der in Südamerika verbreitete Zika-Virus ebenso auf Sportler und Zuschauer übertragen werden.  Schwangere sollten unbedingt von einer Reise zu den Olympischen Spielen absehen. Ob durch die Besucher und Teilnehmer aus aller Welt nun eine Gefahr einer Pandemie bestünde, prüft die World Health Organisation (WHO) nun. Da bereits auf allen Kontinenten Fälle von Zika bekannt sind, geht man nicht davon aus, dass die Olympischen Spiele Hauptverursacher der schnellen Ausbreitung werden.

 Politische Aufruhre sorgen für Proteste

Nachdem zuerst die Präsidentin Dilma Rousseff aus ihrem Amt enthoben wurde und das Land nun von einer Übergangsregierung geleitet wird, werden die Proteste auf den Straßen des Landes nicht weniger. Korruption und böswilliges Absetzen der Amtsinhaberin werfen die Demonstranten den jetzigen Machthabern vor. Drei Prozent der Baugelder von Olympischen Sportstätten soll in die Taschen der Politiker geflossen sein, doch gerade diese Bauvorhaben erweisen sich als weiteres Problem.

Bauverzögerung bei Olympia-Velodrom

Die Austragungsstätte der Bahnradrennen ist wenige Wochen vor den Sommerspielen noch nicht fertig gestellt. Ähnlich sieht es beim U-Bahn-Netz aus, das das einfache Erreichen der Sportstätten für die Zuschauer ermöglichen soll. Und schließlich wurde diesen Montag der Bau des Beachvolleyballstadions an der Strandmeile Copacabana gestoppt. Eine fehlende Umweltgenehmigung ist die Ursache, die aber schnellst möglich eingeholt werden soll. Außerdem muss man sich dann auch mit den bereits vorhandenen Schäden eines zu hohen Wellenganges beschäftigen.

Auch für die Sportler ist es eine brisante Situation

Doch nicht nur Angst vor Krankheiten bestehen für die Sportler im südamerikanischen Land. Beispielsweise wurde das spanische Segel-Duo auf offener Straße überfallen, blieb jedoch unversehrt. So viel Glück hatte die brasilianische Sportschützin Anna Paula Cotta nicht. Ihr wurde bei einem Angriff in den Kopf geschossen, ihr Zustand sei weiterhin kritisch. Die Regierung reagiert auf die stark zunehmenden Angriffe auf Passanten und hat bereits alle zur Verfügung stehenden Soldaten für den Zeitraum der Sommerspiele geordert.

Austragung weiterhin fraglich

Noch gibt es keine offizielle Bestätigung, dass eine Absage der diesjährigen Spiele in Betracht gezogen wird. Doch wenn die WHO den Zika-Virus als zu großes gesundheitliches Risiko einstuft, Sportstätten weiterhin nicht fertiggestellt werden können und Rio zu gefährlich für Zuschauer und begeisterte Fans bleibt, muss ernsthaft über den Abbruch der Spiele nachgedacht werden.

Die machen euch fit – Sporttrends 2016

Wie das nun mal so ist im Leben, bestimmen Trends unseren Alltag. Das kann bei Film-, Musik- und Büchertrends beginnen, die Mode wird sowieso immer von ihnen aufgesucht, denn schließlich möchte jeder das Neueste tragen und auch beim Sport lassen sich immer wieder neue Möglichkeiten entdecken, die mit Spaß Bewegung in unseren Alltag integrieren sollen. Einige dieser neuen Sporttrends hat die Face2Face-Sportredaktion aufgespürt.

HIIT – Hoch-Intensives-Intervall-Training

HIIT verspricht schnelle Resultate nach nur kurzem Training, denn das Training bestehend aus ständig wechselnden Workouts fördert sowohl Ausdauer, Fettverbrennung als auch Muskelaufbau. Doch wie genau muss ich mir so ein HIIT Workout vorstellen? Wie der Name schon verspricht, bestehen diese aus Intervallen, welche Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination trainieren. In den intensiven Phasen werden Übungen wie Liegestütze, Klimmzüge, Sprünge oder Sprints in der Ebene und am Berg trainiert und auf sie folgen kurze Pausen. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass das Training draußen und mit vielen anderen Sportbegeisterten zusammen durchgeführt werden kann. Jeder kann sich nach Stand seiner Fitness anschließen und Ausdauer und Kraft durch viele Sprinteinheiten und kräftezehrende Übungen trainieren.

Stand Up Paddling Yoga

Im letzten Sommer kam man nur ganz schwierig um den Trend des SUP (Stand-Up-Paddling) herum. Anfangs ganz wacklig stand man auf dem Brett und überquerte den See mit Hilfe eines Paddles in der Hand. Wenn man sich einmal mit dem Board vertraut gemacht hat, gelingen auch Wendungen oder das Aufstehen und Hinsetzen. Nun haben sich auch Yoga-Begeisterte das Brett vorgenommen und ohne ein Paddle werden nun auf dem Wasser Yoga Übungen praktiziert. Die Balance zu halten, ruhige fließende Bewegungen zu machen und gleichzeitig die Übungen sauber auszuführen stellt beim SUP Yoga die Herausforderung dar. Dennoch ist diese Sportart ein tolles Workout, da es unglaublich viel Spaß bereitet und ein Ganzkörpertraining bietet, da man die komplette Zeit über jeden Muskel angespannt hat, um nicht vom Brett zu rutschen.

Freeletics

Dass Sport auch mit unseren Gewohnheiten und Smartphone-Nutzung mitzieht, zeigt das Beispiel Freeletics. Der Vorteil dieser App ist auf alle Fälle, dass sie durchaus günstiger ist als etwa eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio und man keine Geräte benötigt, denn das Training besteht rein aus funktionalen Übungen, die mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt werden. Auch Gewichte sind nicht von Nöten, um Übungen wie Kniebeugen oder Hampelmänner durchzupowern. Doch das Beste: Man kann jederzeit und überall trainieren – sei es in der Wohnung, im Garten oder im Park und ist für jeden geeignet. Auch ermöglicht die App ein Zusammentreffen mit anderen Benutzern für gemeinsame Workouts, gegenseitige Motivation und Austauschen von Erfahrungen.

Piloxing

Bei Piloxing handelt es sich schlicht und ergreifend um eine Mischung aus Pilates und Boxing und durch Tanzübungen werden zusätzlich Kilos verbrannt, Muskeln aufgebaut und der Körper gestrafft. Wie auch HIIT vereint das Intervall-Training kraftvolle, schnelle Bewegungen des Boxens mit den ästhetischen und feinen Übungen von Pilates. Hierzu können auch Boxhandschuhe zum Einsatz kommen, die durch ihre Gewichte zusätzlich den Muskelaufbau fördern. Besonders Spaß machen vor allen Dingen die Tanzeinlagen, die man gut zu rhythmischer Musik ausführen kann. Auch hier gilt: Je mehr desto besser!

Ballett – Barre Concept

„Neu?“, wird sich nun der ein oder andere fragen, denn immerhin gibt es den klassischen Tanz schon seit mehreren Jahrhunderten. Doch ist es wohl die Wiederentdeckung des Jahres und bekommt unter dem Namen „Barre Concept“ eine neuartige Ausführung verliehen. Dabei handelt es sich um einen Mix aus Yoga, Pilates, Tanz und funktionalen Übungen, die vorrangig an einer Ballettstange durchgeführt werden. Neben Beweglichkeit, Körperspannung und dem Gleichgewichtssinn, wird vor allen Dingen die Haltung trainiert. Auch diese Sportart eignet sich für jeden und wird mittlerweile in immer mehr Fitnessstudios angeboten.

Vorschau: Letzter Spieltag in der Fußball-Bundesliga. Wer steigt wie ab, wer qualifiziert sich wie noch für den internationalen Wettbewerb? FACE2FACE rechnet vor.

Wettlauf der Sportschuhhersteller

Joggen, Krafttraining, Handball, Fußball, Volleyball und viele andere Sportarten bringen Abwechslung in unseren Alltag. Doch spielt dabei nicht nur der Spaßfaktor eine Rolle, sondern auch die richtige Ausrüstung, allem voran das richtig passende und gutsitzende Paar Sportschuhe.

Sportschuhe als Motivationsspritze 

Sie geben uns nicht nur Halt und Stabilität, sondern erweisen sich durch bunte Designs und modisches Aussehen auch als einmalige Motivationsspender.

Großes Angebot: Laufschuhe sind in vielen Varianten und Farben zu kaufen (Foto: Vogel)

Großes Angebot: Laufschuhe sind in vielen Varianten und Farben zu kaufen (Foto: Vogel)

Doch nicht nur die Farben und Designs variieren  – Adidas und Nike werfen ständig neue Modelle auf den Markt, die mit der neuesten Technik ausgestattet sind. Da stellt sich die Frage, ob sich die beiden großen Sportschuhhersteller nur einen Wettlauf leisten, bei dem sie ständig neue, verbesserte, innovative Laufschuhe auf den Markt bringen. Lohnt es sich in die neuen Schuhe zu investieren?

Der Nike Lunar Epic

Rein optisch gesehen ist das neuste Modell von Nike, der Lunar Epic, wohl etwas gewöhnungsbedürftig, da an den Schuh eine Art Socke mit angenäht wurde. Angezogen passt sich diese Verlängerung des Schuhs aber genau an den Fuß an, wie das Nike auch auf seiner Internetseite verspricht: „unvergleichlich geschmeidiges Laufgefühl und eine revolutionäre Passform, die sich wie eine zweite Haut anfühlt“. Auch beim Laufen überzeugt die Strumpfverlängerung, die einem zusätzlich Stabilität und Halt während des Laufens bietet und keine Angst des Umknickens besteht. Als weiterer Pluspunkt kann man die Leichtigkeit des Schuhs ansehen, welche aber auch einige Läufer der zu dünnen Sohle als Kritikpunkt zuschreiben. Auch mit einem stolzen Preis von 180€ ist der Nike Lunar Epic nicht ganz billig und Nike weist ausdrücklich daraufhin, dass die Verlängerung des Schuhs keine Laufsocken ersetzen.

Der Adidas Pure Boost X

Auch Adidas brachte eine neue Variante des Pure Boost auf den Markt: Ein Laufschuh, der passgenau für schmale Frauenfüße entworfen wurde. Der Pure Boost  zeichnet sich durch seine Sohle aus, die aus vielen kleinen styroporähnlichen Kügelchen zusammengesetzt ist. Wie „auf Wolken gehen“ – so beschreiben Läufer den Lauf auf dieser neuartigen Sohle.  Neu beim Pure Boost X ist, dass nur die Stellen an Ferse und Fußballen mit der Sohle vernäht sind und dazwischen ein Freiraum besteht, der beim Laufen der besseren Dämpfung dient. Und auch die auf der Internetseite angepriesene „leichte, flexible STRETCHWEB Gummiaußensohle“ überzeugt beim Laufen. Mit 120€ liegt der Schuh in der normalen Laufschuh-Preisklasse.

Wettlauf außerhalb der Laufbahn

Doch auch in der Präsentation der Schuhe liefern sich die beiden Unternehmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit groß inszenierten Veröffentlichungen der Schuhe mit Fitnessbloggern und Profisportlern. Diese durften den Schuh bei einem Lauf testen und teilten ihre Erfahrungen augenblicklich mit ihren Lesern in den sozialen Netzwerken. Adidas führte so zum Beispiel den Hashtag #pureboostx ein, um alle Läufer medial mit dem Schuh zu verbinden. Nike hingegen setzt auf personalisierte Laufschuhe, die man sich im Online-Shop für 220 Euro selbst zusammenstellen kann oder schickt Bloggern ein Exemplar mit aufgestickten Name des Blogs zu.

Gewappnet für den Wettlauf

Generell sollte man sich aber nicht von der Werbung und Inszenierung der Schuhe leiten lassen, sondern vor allen Dingen bei neuen Laufschuhen auf guten Halt und die optimale Passform achten. Am besten beraten seid ihr, wenn ihr ein Fachgeschäft mit geschultem Personal aufsucht und dort verschiedene Modelle anprobiert. Helfen können hierbei auch die alten Laufschuhe, da der Fachverkäufer Abnutzungen und besonders stark belastete Partien erkennen kann.

Fitnessblogger — Motivation oder digitale Schwindelei?

Instagram, Facebook und Snapchat sind so gut wie nicht mehr aus unser aller Alltag wegzudenken. Doch mittlerweile gehen sie über das reine In-Kontakt-Treten mit Freunden hinaus. Die Themen werden immer häufiger durch gesunde Ernährung und ausreichend Sport bestimmt.

Früher war alles besser
Begonnen hatte alles damit, dass ab und zu auf Instagram ein Bild veröffentlicht wurde, meistens umringt von Freunden, aus dem Urlaub und eigentlich wollte man sowieso nur die Filter benutzen. Doch mittlerweile sind die sozialen Netzwerke voll von professionellen Instagrammern, Bloggern und leider auch von großen Werbeanzeigen.

Raus aus der Komfort-Zone
Positiv an dieser Entwicklung ist natürlich, dass man sich selbst besser motivieren kann. Die gesunde Obstschale zum Frühstück posten, nach dem erfolgreichen Workout im Fitnessstudio ein Bild hochladen oder andere bei Snapchat an seinem Lauftraining teilhaben lassen — all das führt doch dazu, dass man plötzlich Lust an Bewegung und gesunder Ernährung bekommt.

Große Auswahl: Die sozialen Netzwerke wimmeln von Fitnessangeboten Foto: Privat

Große Auswahl: Die sozialen Netzwerke wimmeln von Fitnessangeboten (Foto: Vogel)

Ansporn und Ehrlichkeit
Den Spaß an Bewegung und gesunder Ernährung zu übermitteln, schaffen auch einige, wie zum Beispiel die Träger des Fitness Awards 2015, Louisa und Jan von fit-trio.com . Im Vordergrund steht bei den beiden erst einmal Selbstakzeptanz und sich so zu lieben, wie man ist. Neben kurzen Workouts, leckeren und gesunden Rezepten und Tipps und Tricks, wie gesunde Ernährung und Bewegung in den Alltag integriert werden kann, findet man in ihrem Instagram-Feed vor allem Dingen auch Ehrlichkeit: Tage, an denen sie überhaupt keine Lust auf Sport haben, Waffeln mit Nutella kurz vor Mitternacht und Dehnungsstreifen, machen die beiden so herrlich sympathisch.

Trügerischer Schein?
Doch schaut man sich die Seiten von anderen professionellen Fitnessbloggern genauer an, dann wimmeln diese nur von so ihren eigenen, hoch angepriesenen Fitnessguides und Workoutplänen, die sie verkaufen möchten, von geglückten Transformationen der Käufer. Generell scheint jedes Sportoutfit, das sie selbst tragen, von großen Marken gesponsert worden zu sein. Auch die Bilder ihrer Essgewohnheiten sind oftmals überspitzt dargestellt: Vegan oder glutenfrei, obwohl keine Unverträglichkeit besteht, und reine Saft- oder auch Detoxkuren genannt, sind dort an der Tagesordnung.

Eigenen Weg finden
Wie gehe ich nun mit solchen geposteten Bildern um? Natürlich dürfen sie als Motivation und Ansporn verstanden werden, aber der Spaßfaktor ist das, was zählt. Zu schnell zieht man Vergleiche mit diesen Personen, obwohl man gar nicht weiß, wer eigentlich hinter diesem Account steht. Auf Rezepte und Fitnessübungen von Bloggern zurückgreifen — kein Problem! Trotzdem ist es wichtig, seinen eigenen Weg zu finden — frei von Zwang und mit viel Spaß an Bewegung und gesunder Ernährung.

Vorschau: Trainer-Karussell in der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga. Face2Face nimmt die neuen Übungsleiter unter die Lupe.

Ab in die Sauna!

Die meisten wissen es: Wer regelmäßig sauniert, der tut seiner Gesundheit etwas Gutes: Im besten Fall wird unser Immunsystem massiv gestärkt, das Herz bleibt fit und die Haut entgiftet.

Warum es sich lohnt

Entspannung pur: Es reichen acht Minuten aus, um den Alltagsstress abzubauen (Foto: V.Kalra)

Entspannung pur: Es reichen acht Minuten aus, um den Alltagsstress abzubauen (Foto: V.Kalra)

Von regelmäßigen Saunagängen profitiert langfristig unser gesamter Organismus. Der Stoffwechsel wird enorm angekurbelt, die Stimmung aufgelockert, man wird weniger reizbar, Schlafstörung und Migräne reduzieren sich mit der Zeit ebenso. Giftstoffe werden beim Schwitzen über die Haut ausgeschieden. Dadurch säubert sich die Haut, ihre Durchblutung geht steil bergauf. Die Folge ist dann eine schöne, straffe, ebenmäßige Haut und ihr werdet seltener krank.

Wer hat Saunaverbot?

Menschen, die ein schwaches Immunsystem haben und deshalb an Bluthochdruck, Fieber, Herzproblemen oder ähnlichem leiden, sollten sich lieber von Saunen fernhalten. Wer sich bezüglich seiner Gesundheit noch unsicher ist, kann vorher einen Arzt konsultieren.

Wie oft in die Sauna?

Ein Besuch pro Woche mit jeweils drei Durchgängen – das raten Experten, um das Immunsystem in Form zu halten. Das Wichtigste ist aber, dass ihr euch beim Saunieren wohlfühlt. Richtet euch deshalb einfach nach eurem persönlichen Wellness-Geschmack. Zu häufige Saunabesuche solltet ihr jedoch vermeiden, da sonst Kreislauf-Probleme drohen.

Tipps, um das Saunaerlebnis zu optimieren:

• Weder mit überfüllten noch mit leerem Magen in die Sauna gehen, denn hier droht sonst der Kreislauf abzustürzen.

• In der Ruhe liegt die Kraft: unter Zeitdruck zu saunieren, ist alles andere als Entspannung. Also nehmt euch die Zeit.

• Kurz und konzentriert: setzt euch acht bis zehn Minuten auf die obere Bank, dort ist die Hitze am stärksten. Die letzten zwei Minuten verbringt ihr dann auf die unterste Bank, um den Kreislauf nicht zu überfordern.

• Abkühlungsphase: mit kaltem Wasser langsam erst die Füße, Beine, Arme und dann den Oberkörper erfrischen.

• Ruhephase: Den Körper nun mit einem Bademantel oder einer Decke verhüllen und sich ebenfalls acht bis zehn Minuten zur Entspannung hinlegen.

Vorschau: Am Mittwoch, den 17.Februar erfahrt ihr die aktuelle Lage beim Deutschen Eishockeybund!

Farbe, Licht und etwas Krieg

Einer meiner Lieblingsfilme ist „10 Dinge, die ich an dir hasse“, eine schön kitschige Shakespeare-Adaption von Der Widerspenstigen Zähmung. Heath Ledger mimte den Bezähmer, der die wilde Kat ausgerechnet mit einem Paintball-Spiel aus der Reserve lockt und auflockern kann. Sie klatschen sich Farbe ins Gesicht und knutschen. Hach. Make love not war.

Farbbälle und Lichterschüsse

Licht und Farbe: Lasertag und Paintball haben jeder seine eigene Besonderheit (©Peter Kästel / pixelio.de)

Licht und Farbe: Lasertag und Paintball haben jeder seine eigene Besonderheit (©Peter Kästel / pixelio.de)

Der Kontrast ist natürlich genial gemacht. Beim Kriegsspiel küssen, Spaß haben, eben mehr spielen, als Krieg. Was wir früher mit Knallplatikpistolen an Fasching gemacht haben, geht jetzt in groß, mit bunten Bällen. Ja, ok, es tut ganz schön weh, wenn jemand so ein Geschoss abbekommt, so ein Druckluftgewehr ist eben doch kein Spielzeug. Über 200 km/h hat so ein Ball beispielsweise in Stuttgart. Schutzkleidung ist Pflicht und unter 18 ist mitspielen oft verboten. Die Grenze zwischen Sport, Spiel und Ernst schwankt hier ganz schön. Spaß und Spiel stehen angeblich auch bei Lasertag im Vordergrund. Wesentlich weniger schmerzhaft ist das Hallenspiel, schon allein, weil mit Licht geschossen wird und nicht mit Farbkugeln. Trotzdem gibt es auch hier Altersbeschränkungen. Auf Lastertag-Deutschland wird das Spiel als Räuber und Gendarm Variante beschrieben. Zwei Gruppen spielen gegeneinander – wie auch bei Paintball. Je nach Spielvariante geht es aber nicht darum, der letzte zu sein, der noch steht, sondern es werden pro Treffer Punkte gesammelt. Anders als bei den bunten Geschossen wird der Spielspaß auch nicht erstmal unterbrochen, wenn ich abgeschossen werde. Nach wenigen Sekunden geht es weiter – voll elektronisch.

Spiel und Spaß?

So lustig einfach wie bei „10 Dinge, die ich an dir hasse“, geht es in einer Paintball-Arena also wahrscheinlich nicht zu. Aber was finden wir überhaupt an diesen Kriegsspielen? Oh Gott, denkt ihr, kommt jetzt das böse, zeternde Muttertier, dass Gewaltspiele verbieten will? Eher nicht. Denn erstens sind diese Waffenspiele ja altersbeschränkt (wie virtuelle Varianten ja auch), und zweitens sind es genau das. Spiele. Kinder spielen, um zu lernen. Meine Tochter imitiert an ihrer Puppenküche, wie ich koche, während der kleine Bruder die Seiten seines Bilderbuches umblättert (ich tue es ihm synchron mit meinem Roman gleich). Und der große zockt am PC, ganz wie Papa. Dass er dabei wieder etwas lernt, logisches Denken, Textverständnis, Medienumgang, kommt noch dazu. Wir spielen Arzt und werden später vielleicht Mediziner, wir bauen Matschbrücken und können später Architekten werden. Und selbst wenn nicht, haben wir spielerisch erfahren, wie wir uns um Wunden kümmern und etwas bauen können. Kein Kind spielt, um Spaß zu haben, es hat Spaß am Lernen und wir Erwachsenen interpretieren es als Spielen.

Die armen Fußballer

Macht's noch Spaß? Wenn aus Spaß Ernst wird, ist das Spiel vorbei (© Hasan-Anac / pixelio.de)

Macht’s noch Spaß? Wenn aus Spaß Ernst wird, ist das Spiel vorbei (© Hasan-Anac / pixelio.de)

Sind Kriegsspiele also Lernspiele für den Krieg? Nur, wenn wir mit bunten Farbkugeln und Lasern aufeinander schießen. Natürlich lernen wir in diesen spielen taktisches Verständnis. Wo wir Deckung suchen können, wie wir uns anschleichen, den nächsten Zug des Gegners voraussehen, miteinander arbeiten, um als Gruppe erfolgreicher zu sein. Wir erwerben soziale und kognitive Kompetenzen. Und wir haben jede Menge Spaß dabei. Unser Alltag wird aus Pause gestellt und in diesen Versionen gelingt das wesentlich besser, als vor einem Bildschirm, wenn wir doch wissen, dass wir nur auf unserem Hintern sitzen. Bei Paintball und Lasertag bewegen wir uns tatsächlich, unser Körpergefühl verändert sich für diese paar Minuten. Adrenalin schießt in unseren Körper, alles arbeitet. Und, ich wiederhole es gerne noch einmal, das macht Spaß. Es gibt Menschen, die Fifa auf der Playstation zocken und solche, die mit Freunden auf dem Bolzplatz stehen. Beide Gruppen haben ihren Spaß und kennen die Vorzüge ihres jeweiligen Spiels. Manche sind an der Konsole besser, andere auf dem Feld, wieder andere können beides. Und dann gibt es noch die armen Schweine, die das als Beruf machen. Immer Trainieren, immer Kicken, immer Treffen müssen. Ein Fußballheld zu sein klingt in diesem Vergleich plötzlich gar nicht mehr so rosig. In der Paintball- oder Lasertag-Arena geht es nicht zu wie auf dem Schlachtfeld. Das ist ein Unterschied von Welten.

Vorschau: In zwei Wochen erzähle ich euch, warum ich auf meine Familie nicht verzichten kann.

Sportliche Last-Minute-Geschenke

Verdammt, morgen ist Weihnachten! Wie jedes Jahr kommt dieser Feiertag viel zu schnell. Es fehlen noch ein paar Geschenke? Dann habt ihr hier die Last-Minute-Geschenkideen für sportbegeisterte Väter, Onkel, Brüder, Mütter, Tanten oder Schwestern – zusammengestellt von der Sportredaktion.

Gutscheine.
Gutscheine gelten als sehr, sehr unkreativ, haben aber schon so manche Familienfeier vor dem Totalkollaps bewahrt. Wenn du nicht gerade zwischen drei und 13 Jahre alt bist und weniger als zehn Euro Taschengeld von deinen Eltern bekommst, sind selbst gebastelte Gutscheine NICHT MEHR OKAY! Fast in jeder gut sortierten Tankstelle gibt es alle möglichen Gutscheine, zum Beispiel IKEA, Spotify, Galeria Kaufhof oder Karstadt, mit denen man seinen Liebsten eine Freude machen kann.
Probeabos von Zeitungen und Zeitschriften, wie 11Freunde, Kicker oder SportBILD, eignen sich übrigens super als Weihnachtsgeschenk für die fußballbegeisterten Familienangehörigen.

Bücher.
Bücher rangieren auf der Beliebtheitsskala für Geschenke gefühlt direkt hinter Socken. Aber das Schöne ist: der Bücherwurm unter den zu Beschenkenden ist für JEDES Buch dankbar, egal wie schlecht es eigentlich ist. Vor allem im Bereich Sport gibt es alle möglichen Arten von Büchern: Romane, Autobiographien, zum Beispiel die Biographie von Zlatan Ibrahimovic: „Ich bin Zlatan“, oder auch Sachbücher, die überaus interessant sein können. Eine kleine Auswahl unserer Lieblingsbücher haben wir euch im November anlässlich des Bundesvorlesetags vorgestellt. Wagt euch in die Buchhandlung eures Vertrauens und lasst euch von den Verkäufern beraten!

Basteln.
Selbstgebasteltes fällt ebenso wie Gutscheine unter die Kategorie „wenn du nicht mehr zwischen drei und 13 Jahre alt bist…“ ist aber immerhin kreativer als ein Gutschein. Wagemutige Bastelkandidaten suchen heute Abend noch Fotos zusammen und überraschen Oma und Opa oder Mutti am 24. mit einem selbstgebastelten Fotokalender.

Fotokalender zum selbst gestalten gibt es sowohl bei Rossmann als auch bei DM und oft auch in größeren Einkaufszentren von Edeka oder Rewe. Darum sich am 24. noch mal in die Stadt zu wagen, kommen Bastelfreunde nicht herum. Vor allem wenn weder Kleber noch Schere vorhanden sind. Für die Sportfans: Ausschnitte aus Stadionheften, Zeitungsschnipsel und alles, was mit der Lieblingsmannschaft zusammenhängt auf einem DIN A4-Blatt arrangieren und eine Collage basteln. Das Ganze dann noch in einen schönen Rahmen ist ein super-schönes Last-Minute-Geschenk, wenn der Beschenkte Fan einer bestimmten Mannschaft ist.

DVDs / Blu-Rays / Spiele für Spielekonsolen.
Es gilt ähnliches wie bei Büchern: die Auswahl ist riesig. Bitte unbedingt auf die passende Spielkonsole achten! Nein, PlayStation 4-Spiele passen nicht in die Xbox360. Passend zum Weihnachtsgeschäft kommen jedes Jahr die größten Sportklassiker in der neusten Version heraus: Fifa 16 – VÖ 24.09.2015, ProEvolutionSoccer 2016 – VÖ 15.09.2015, Handball 2016 – VÖ 27.11.2015. Aber es muss auch nicht immer das neuste Spiel einer Reihe sein! Auch Klassiker wie Fifa 2001 feiern ein Revival bei vielen Gamern.

Last-Minute-Schenker sollten am 24. Dezember vor allem auf die Öffnungszeiten der verschiedenen Geschäften achten. Diese variieren nämlich von Bundesland zu Bundesland, von Stadt zu Stadt. Am besten früh aufstehen. Und immer dran denken: Ihr seid sicherlich nicht die einzigen, die Weihnachten mal wieder „vergessen“ haben. Noch ein paar kleine Tipps:

Nehmt die Hilfe von Verkäufern an und seid bitte freundlich, denn die Verkäufer können nichts dafür, dass ihr euch am 24. noch mal in das Weihnachtschaos stürzen müsst. Außerdem: Macht euch nicht verrückt! Ihr werdet bis zur Bescherung vielleicht nicht mehr das passende Geschenk finden, aber eure Eltern haben euch sicherlich trotzdem lieb. Und zum Schluss: Genießt es mit eurer Familie zusammen zu sein, auch wenn es anstrengend sein kann. Schließlich sind Geschenke ja nicht das Wichtigste zum Fest der Liebe.

Fröhliche Weihnachten. Merry Christmas. Joyeux Noël. Feliz Navidad. Buon Natale. عيد ميلاد مجيد. God Jul. счастливого Рождества. Mutlu Noeller. hyvää joulua.

Vorschau :  Jahresrückblick: Die besten Sprüche aus dem Sport im
Jahr 2015