Do-It-Yourself-Projekt: Häkel- und Spitzendecken-Teelichter

„Mutterliebe altert nie“, weiß der Volksmund. Dennoch sind Alter und Muttertag untrennbar miteinander verknüpft: Die jüngere Generation zeugt der älteren durch Worte, Gesten und Geschenke ihre Liebe und Wertschätzung. Symbolisch lässt sich dieses Thema auch beim Muttertags-Geschenk aus Häkel- und Spitzendecken-Teelichtern aufgreifen: Während das Licht und der Kerzenschein der Teelichter die Zukunft weisen, bietet der Dekorationsstoff den Charme vergangener Tage. „Upcycling“ heißt das englische Zauberwort, bei dem man die altmodisch scheinenden Deckchen durch Wieder- und Weiterverwertung in neuem Gewand kleidet.

Benötigte Materialien für die Teelichter:

Aus Alt mach Neu: Teelichter aus Häkel- und Spitzendecken (Foto: Onat)

  • Häkel- und Spitzendeckchen
  • Luftballons in der Anzahl der Decken
  • Gläser oder Tassen in der Anzahl der Decken
  • eine Nadel
  • etwas Zeitungspapier
  • Gummibänder in der Anzahl der Decken
  • Spezialkleister aus dem Baumarkt

Vorgehen für die Teelichter:

1. Zunächst den Kleister nach Packungsanweisung zubereiten und die Bastelunterlage mit Zeitungspapier auslegen, damit dieser sich nicht auf den Möbeln festsetzt.

2. Die Luftballons aufblasen, zuknoten und so auf die Öffnung der Gläser und Tassen platzieren, dass sie festen Halt haben.

Fest fixiert: Trocknende Teelichter aus Häkel und Spitze (Foto: Onat)

3. Die Spitzendeckchen in den Kleister tunken und auswringen. Dadurch erhalten die Decken genug Kleister zum Kleben, wohingegen der überschüssige Rest abfließt und Klebereste vermieden werden. Wer mag, kann dabei auch Handschuhe tragen, um die Hände sauber zu halten. Der Kleister lässt sich im feuchten Zustand aber auch problemlos mit Wasser abwaschen.

4. Die klebenden Decken auf die Luftballons legen, mit einem Gummiband fixieren und trocknen lassen.

5. Nun die ausgehärteten Häkel- und Spitzendecken von ihrer Befestigung befreien: Hierfür einfach die Gummibänder abziehen und mit einer Nadel die Luftballons aufplatzen lassen beziehungsweise entfernen.

6. Sollten die Teelichter trotz des Gewichts der Kerzen nicht gut auf Unterlagen stehen, so lässt sich der Boden durch etwas Druck leicht ebnen.

Do-It-Yourself-Projekt: Spitzen-Pfannkuchen

Da Liebe – wie der Volksmund weiß – durch den Magen geht, beginnt der Valentinstag bereits am Frühstückstisch: Wie essbare Spitze präsentieren sich die Valentins-Pfannkuchen, die einen Hauch von Nichts versprühen. Auch wenn hierbei auf vegane Vertreter zurückgegriffen wurde, lassen sich jegliche Lieblings-Rezepte in Spitzen-Pfannkuchen verwandeln. Die Tipps&Tricks-Redaktion verrät, wie ihr dabei nichts anbrennen lässt.

Zutaten und Materialien für Spitzen-Pfannkuchen:

Ein Hauch von Nichts: Spitzen-Pfannkuchen (Foto: Onat)

Ein Hauch von Nichts: Spitzen-Pfannkuchen (Foto: Onat)

  • 300 Gramm Mehl
  • drei Esslöffel Zucker
  • zwei Teelöffel Backpulver
  • eine Prise Salz
  • 500 Milliliter Wasser
  • nach Belieben Vanillezucker und Zimt
  • eine Gabel, ein Schneebesen, eine Pfanne samt Pfannenwender
  • Spritztüten oder angeschnittene Gefrierbeutel

Zubereitung der Spitzen-Pfannkuchen:

1. Das Mehl, den Zucker, das Backpulver und eine Prise Salz in eine Schüssel geben und mit einer Gabel kurz miteinander verrühren.

2. Anschließend das Wasser hinzugeben und so lange mit einem Schneebesen verrühren, bis ein gleichmäßiger, geschmeidiger Teig daraus entsteht. Sollte dieser zu flüssig sein, kann etwas Mehl – bei zu festem wiederum Wasser – hinzugefügt werden. Etwas Vanillezucker und Zimt versüßen dabei den Geschmack der Pfannkuchen.

3. Die Herdplatte auf eine niedrige Stufe stellen und eine beschichtete Pfanne darauf erhitzen. Am einfachsten gelingt die essbare Spitze nämlich ohne Öl oder Butter.

4. Derweil den Teig in eine Spritztüte oder einen eingeschnittenen Gefrierbeutel füllen und die Motive direkt in die warme Pfanne zeichnen. Hierbei mit den äußeren Rändern beginnen. Während diese über der Herdplatte fest werden, lassen sich die inneren und äußeren Verzierungen – ganz ohne Zerlaufen – problemlos anbringen.

5. Mit einem Pfannenwender vorsichtig den ausgehärteten Spitzen-Pfannkuchen vom Boden schaben und auf beiden Seiten goldbraun braten.

Vorschau: Nächste Woche gibt es Tipps zum Packen von Handgepäck.

Haute Couture Ostern: Eier im Kochtopf dekorieren

Bunt dekoriert: Verzierte Ostereier gehören zu jedem Osterfest (Foto: Onat)

Bunt dekoriert: Verzierte Ostereier gehören zu jedem Osterfest (Foto: Onat)

Ein Osterfest ohne bunte Eier wäre zwar undenkbar. Doch wie verwandelt man Otto-Normal-Eier nicht nur innerlich zu Wundertüten, sondern auch optisch zu „egg-cellenten“ Festtags-Accessoires? Die Tipps&Tricks-Redaktion verrät, wie ihr – ganz ohne Pinsel und Stifte – bereits beim Kochen die weiße Schalen-Leinwand in Kunstwerke verwandelt. So werden die runden Gesellen dieses Jahr garantiert zu modebewussten Trendsettern auf dem Ostereier-Laufsteg.

Chic: Modische Eier mit Krawatten-Motiven (Foto: Onat)

Chic: Modische Eier mit Krawatten-Motiven (Foto: Onat)

Zutaten und Materialien für Seiden-Eier:

  • weiße Eier
  • zwei Esslöffel weißer Essig
  • etwas Wasser
  • pure Seide – beispielsweise in Form von Krawatten
  • weißer Stoff – beispielsweise in Form alter T-Shirts oder Kissenbezüge
  • eine Schnur oder Gummibänder
  • ein Topf, ein Löffel und eine Schere
  • gegebenenfalls eine Nadel und Schüssel zum Ausblasen sowie etwas Öl

Zubereitung:

  1. Zunächst wird – falls das Ei ausgeblasen werden soll – dieses mit Löchern an beiden Enden versehen. Hierfür mit einer Nadel die Löcher hineinstechen und das Ei über einer Schüssel auspusten. Falls das Ei nicht ausgeblasen werden soll, wird direkt mit dem folgenden Schritt verfahren.
  2. Die Krawatten und den weißen Stoff mit einer Schere in Stücke schneiden, die groß genug sind, um das Ei zu umhüllen. Anschließend das Ei in den Seidenstoff wickeln und mit einer Schnur oder Bändern zubinden, wobei die vordere Seite die Schale berühren muss. Bei einer Krawatte ist dies die Seite, die nach außen zeigt. Mit dem weißen Stoff ebenso verfahren und die Krawatten-Eier darin verhüllen.
  3. Den weißen Essig mit etwas Wasser in einen Topf geben und auf mittlerer Stufe erhitzen. Die verpackten Eier hineingeben und für mindestens 20 Minuten auskochen. Anschließend die gefüllten Säckchen mit einem Löffel aus dem Wasser nehmen, auskühlen lassen und mit einer Schere aus ihrer Stoffhülle befreien. Wer die bunten Eier noch zum Glänzen bringen möchte, kann diese mit etwas Öl bestreichen.

 

Natürlich: Sowohl beim Motiv als auch bei der Farbe wurde auf die Natur zurückgegriffen (Foto: Onat)

Zutaten und Materialien für Zwiebelschalen-Eier:

  • weiße oder braune Eier
  • zwei Esslöffel weißer Essig
  • etwas Wasser
  • Stretch- oder Nylon-Strümpfe
  • braune oder violette Zwiebelschalen
  • Blätter, Blüten oder Spitze
  • ein Topf, ein Löffel und eine Schere
  • gegebenenfalls eine Nadel und Schüssel zum Ausblasen sowie etwas Öl

Zubereitung:

  1. Auch hier muss das Ei nach Bedarf zuerst ausgeblasen und von seinem Inhalt befreit werden. Die Zwiebelschalen-Methode eignet sich aber für gefüllte Eier und Eierschalen gleichermaßen.
  2. Etwas Essig in einen Topf mit Wasser und den Zwiebelschalen geben und alles aufkochen lassen.
  3. Nun die Motive wie Blätter, Blüten oder Spitze an das Ei legen und fixieren: Hierfür die Strümpfe mit einer Schere in kleine Stücke schneiden und das Ei darin einwickeln. Der Nylon-Mantel lässt sich einfach verschließen, indem man beide Enden des Stoffes am Ei zusammendreht und miteinander verknotet.
  4. Die verpackten Eier in das kochende Wasser geben und für 15 Minuten kochen. Anschließend die Eier mit kaltem Wasser abschrecken, mit einem Löffel aus dem Wasser nehmen und auspacken. Auch hier sorgt etwas Öl für Glanz auf den bunten Ostereiern.

Tipps:

  • Mit dieser Methode lassen sich Motive ebenfalls durch Lebensmittelfarbe an das Ei anbringen. Wer weiterhin auf natürlichem Wege die Ostereier färben möchte, kann auch hier mit den Farben variieren: Spinat sorgt für ein sattes Grün, Rote-Bete-Saft für einen kräftigen Rot-Ton und Kurkuma wiederum für gelbe Eier.
  • Falls keine Vorlage vorhanden ist, einfach die Eier ohne Essig kochen und mit einem in Essig getauchten Pinsel direkt bemalen.

Vorschau: Nächste Woche gibt es ein leckeres Rezept für Käsekuchen à la Mama.

Von Trenchcoat bis Satin – die Frühjahrstrends 2014

Der Frühling steht vor der Tür und wem es nicht schnell genug geht, kann mit den neuen Fashion-Trends von Face2Face jetzt schon durchstarten.

(© Melling Rondell  / pixelio.de)

Die bunte und blumige Jahreszeit steht vor der Tür: Diesen Frühling warten wieder wunderschöne Trends auf uns.
(© Melling Rondell / pixelio.de)

Besonders das Spitzenkleid lässt die Temperaturen diesen Frühling steigen. Feine Stoffe in pastell- oder unifarbenen Tönen umspielen nicht nur unsere weibliche Figur – wir kombinieren sie mit einer konträren Leder- oder Denimjacke. Das peppt den Look richtig auf und ist auch als Alltagslook eine cooles Fashionstatement.

Selbstverständlich darf in der Übergangszeit der altbewährte Trenchcoat nicht fehlen. Der Klassiker unter den Mänteln hält beim wechselhaften Frühlingswetter nicht nur warm, sondern besticht auch mit seinem schicken und zeitlosen Design jedes Jahr aufs Neue.

Bekannt aus den letzten Jahren blüht es auch dieses Jahr wieder bunt auf Tops, Röcken und Hosen. Gleich den farbenfrohen Blumenbeeten, zieren Rosen und andere Blumenarten unsere Modeteile. Die bunten Klamotten sind ein stylisher Eyecatcher und lassen sich optimal mit klassischen Basics kombinieren.

Ein bisschen Eleganz in jedes Outfit zaubert Satin. Ob als Kleidungsstück oder als Stoff in Accessoires verarbeitet, lassen Satinstoffe jedes Outfit erstrahlen. Kombiniert mit einem schlichten Outfit, tritt der Satin besonders in den Vordergrund und wirkt sehr glamourös.

Letztendlich dürfen diesen Frühling auffällige Accessoires absolut nicht fehlen. Große Sonnenbrille, blumiger Haarreif oder goldene Love-Ringe untermalen unsere trendigen Frühlingslooks und lassen uns mit der Sonne um die Wette strahlen.

Und nun die erfreuliche Nachricht für alle Fashionistas: Jetzt heißt es Schrank ausmisten und für den Frühling aufrüsten. Raus mit den dicken Pullis und rein mit den heißen Frühlingsteilen.

Vorschau: Nächste Woche geht es um das Thema: Hauptsache Bunt.

Long live Lanvin! Geschichte und Zukunft eines Luxus-Labels

Ein Jubiläum jagt derzeit das Nächste: Gerade noch feierten wir Geburtstag mit Topmodel Kate Moss und nun ist es Lanvin – ein Modehaus, dem man seine 125 Jahre ebenso wenig ansieht wie Kate ihre frischgebackenen 40. Wie sich das dienstälteste französische Unternehmen bis heute so mädchenhaft jung gehalten hat und auf welche Weise Gründerin Jeanne Lanvin ihre große Liebe unsterblich gemacht hat, erzählt Face2Face in einer kleinen Hommage an das Label pünktlich zum runden Geburtstag.

L’amour et Lanvin

Uns wird früh beigebracht, dass auch noch so tiefe Gefühle vergänglich, ja dass wir es vor allem selbst sind, die nicht ewig währen. Müsste uns demnach die junge Jeanne-Marie Lanvin – 1867 in Paris geboren – nicht vom Glauben abfallen lassen? Schließlich hat die mit sechzehn Jahren als Hutmacherin gestartete Modedesignerin uns gelehrt, auf welche Liebe es im Leben tatsächlich ankommt – in ihrem kamen und gingen schließlich einige Männer, während die Verbindung zu ihrer Tochter Marguerite bis zum Schluss derart vertraut und herzlich blieb, dass sie ihr sogar das Lanvin-Imperium nach ihrem Tode übergab.  Es scheint, dass Familie und Fashion Trends durchaus miteinander vereinbar sind. So nähte Lanvin noch lange bevor der bloße Nachname zu einem Synonym für Haute Couture erklärt wurde, zunächst für ihre einzige Tochter und ihre geliebte Schwester. Bereits zur damaligen Zeit markierten die locker sitzenden Schnitte, die bunte Farbauswahl und nicht zuletzt das aufwendig gestaltete Handwerk aus drapierten, luftigen Stoffen an ihren Kleidern einen geradezu nahtlosen Übergang zwischen mädchen-und damenhaftem Understatement . Romantische Zierde vermengte sich mit zuvor kaum dagewesener Beinfreiheit und einer für das 19. Jahrhundert gar revolutionären Kürze des Rocks. Tüll, Spitze, florale Elemente – bis heute typische Elemente einer jeden Lanvin-Kollektion.

L’amour et la mode

Ihren glänzenden Auftritt legte zum einen die Machart ihrer Mode und zum anderen die Person der Modeschöpferin selbst hin, betrachten wir einmal das in die Geschichte des Hauses Lanvin eingegangene Logo aus 1907. Jeanne-Marie selbst ziert es, nebst ihrer Tochter, einander bei den Händen haltend. Sie sind scheinbar in einen Partnerlook gehüllt, präsentieren sich auf der Schwarzweißfotografie beide in schimmerndem, Lackleder ähnelndem Stoff. Einzig die Kopfbedeckungen unterscheiden sich in ihrer Opulenz und dem Grad der Verspieltheit. Vielleicht lässt uns dies auch bereits einen „Schimmer“ davon haben, in welche Richtung sich Lanvin mit der Zeit wohl weiterentwickeln würde: In aktuellen Lancierungen und Vorgriffen auf den kommenden Sommer ist zwar – von den Accessoires einmal abgesehen – nicht alles Gold, was glänzt, doch sorgt dafür ein auffällig glänzend-futuristischer Farbrausch bei den Damen für eine garantiert extravagante Alltags-und Abendgarderobe.

Bei den Männern hingegen setzt das seit 2001 zentral aus Taiwan geführte Unternehmen auf sportlich-eleganten Purismus, vorwiegend in den Un-Farben Schwarz und Weiß. Blazer und Bundfaltenhosen aus Stoff zählen hier zu den Evergreens. An warmen Sommertagen bleiben die Herren bei Lanvin zudem cool mithilfe von extra kurzen Shorts aus Wollstoff, die gerade das Nötigste bedecken und an den Waden viel Platz für lange, schwarze oder grauschwarze Anzugsocken schaffen. Doch selbst dieser klassische Chic wird bisweilen durchbrochen von Farbakzenten, ob nun in Form von knalligen Hemden in Magenta oder farblich abgestimmten Zweiteilern im altbekannten „Lanvin-Blau“.

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Erschwinglicher Luxus: H&M hat es möglich gemacht (Foto: Perlowa)

L’amour et l’argent

Wer es nun kaum erwarten kann, den nächsten Shop zu plündern, sobald das Monatsgehalt eingetroffen ist, sollte darauf vorbereitet sein, dass Eines davon für Lanvin vermutlich nicht reicht. Das könnte einerseits am Suchtpotential liegen, das von den qualitativ hochwertigen und nicht zuletzt ästhetisch ansprechenden Teilen ohne Zweifel ausgeht, andererseits jedoch schlicht an der Tatsache, dass Qualität ihren Preis hat – das gilt auch für Produkte von Lanvin, für Pieces und Düfte gleichermaßen.

Grund zur Freude für etwas sparsamere Luxus-Anhängerinnen war da eindeutig die Kooperation mit H&M in 2010, die ein bisschen Lanvin an die Stange und damit einen Hauch von Haute Couture an die Frau gebracht hat. Im Unterschied zur vereinzelt anzutreffenden Riesenschleife – unter dem israelischen Designer Alber Elbaz seit 2001 stets mit Bedacht als Markenzeichen eingesetzt – setzt Lanvin für H&M auf das Motto „Mehr ist mehr“, gestaltet Cocktail-Kleider wie Knallbonbons und übersät Shirts mit einem Mix aus Tüll, Applikationen und Aufdruck.

Lanvin ist, Traditionen aus über zwei Jahrhunderten zum Trotz, also noch immer für eine Überraschung gut. Dieses Sich-Immer-Wieder-Neu-Erfinden bei gleichbleibender Attitüde muss schon während der Anfänge in Paris Teil des Erfolgsrezepts gewesen sein. Bleibt nur noch, dem Label die besten Wünsche für die nächsten 125 Jahre mit auf den Weg zu geben. Hoch lebe der Luxus! Hoch lebe Lanvin!

Vorschau: In der nächsten Woche fragen wir uns, was es eigentlich mit dem Hype um Model Cara Delevingne auf sich hat.

I love Rock’n‘Roll – die Lederjacke erobert unsere Frühjahrsmode

Die Vögel singen es bereits von den Dächern: Der Frühling kommt! Damit wir in den ersten, warmen Tagen weder schwitzen noch (schon wieder) frieren müssen, ist in diesem Frühjahr die Lederjacke unser treuer Begleiter. Ob in klassischem Schwarz, in mattem Braun oder warmem Rostrot – farblich ist in 2013 alles erlaubt. Auch in Sachen Schnitt kommt die Lederjacke, die für Tierfreunde und Sparfüchse gern aus Kunstleder bestehen darf, vielfältig daher. Vom kurzen Biker-Modell bis hin zur gerade geschnittenen, schlichten Blouson-Jacke ist in diesen Tagen jede Menge in den Shops vertreten.

Face2Face zeigt, wie vielseitig diese „kleine Schwarze“ kombinierbar ist – sowohl im Büro, als auch zur Abendgarderobe.

Steht unter starkem Trendverdacht: Die Lederjacke. (Foto: Perlowa)

 

 

Den Anfang macht ein echter Trendsetter – der Pastellton. Helle, frühlingshafte Farbtöne wie mint oder rosé gehören jetzt in jeden Kleiderschrank. Und wer es passend mag, trägt beides auf einmal.

Merke: Stylish ist schnell, wer trägt Pastell.  (Foto: Perlowa)

Pastellkleid + Pastell-Ballerinas + Lederjacke = Frühlingsgefühle.

Flower-Power ist gerade in der blühenden Jahreszeit absolut gefragt. Wer auch hier auf das altbewährte Motto „Doppelt hält besser“ setzen möchte, kombiniert ein geblümtes Kleid mit dominantem Blau zu tiefblauen Blüten-Sandalen. Lasst Blumen sprechen!

 

Blumig: Natur pur auf Kleid und Sandalen.(Foto: Perlowa)

 

 Blumig geht es  auch in der Abendplanung zu. Wie wäre es also beispielsweise mit einem rosenbedeckten3D-Mesh-Jumper, wiederum in kräftigem Pastell? Deutlich edler und dennoch trendy geht es mit einem floralen Spitzen-Oberteil in schwarz zu – in Verbindung mit ausgewaschenen Röhrenjeans wird die Party garantiert spitzenmäßig!

Die Qual der Wahl: rosig oder spitze? (Foto: Perlowa)

Back to the roots of rock’n’roll: Mit diesem Outfit erinnern wir uns an die Zeit unserer Rockstar-Idole zurück. Ein Body in Leo-Print macht -zu schwarzen Jeans oder Rock mit hohen Hacken – besonders viel her. Modisches Must-Have ist dabei das Modell „Lita“ von Schuh-Guru Jeffrey Campbell (Tipp: Auch hier kann Kunstleder eine günstige Alternative darstellen). Die perfekte Ergänzung zur Biker-Jacke mit gesteppten Details bietet eine ebenfalls schwarze, genauso gesteppte Tasche goldenen Elementen an den Henkeln. Let’s rock the dancefloor!

 

Heiß, heißer, High Heels: Mit Lederjacke,Leo und Stepptasche ein Feuerwerk (Collage: Perlowa)

Auch, wenn feiern mehr Spaß macht: Der nächste Morgen kommt bestimmt. Doch auch im Büro kann sich unser Alleskönner aus Leder sehen lassen. Die Lederjacke nämlich nimmt jedem klassischen Büro-Outfit, bestehend aus weißer Bluse und schwarzem, engen Bleistiftrock, die Strenge – ob zu Ballerinas oder hochhakigen Pumps.

Aufgepeppt: Mit Lederjacke wird das Alltags-Bürooutfit zum Hingucker (Foto: Perlowa)


Vorschau:  Und in der nächsten Woche berichtet Mode-Redakteurin Ilona von Luxus-Schuh-Designer Christian Louboutin – dem  mit der roten Sohle.

 

Die Alternative zum Sommerkleid: Shorts!

Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne sich von ihrer besten Seite zeigt, ist es wieder soweit: der Sommer ist da!

Dann werden erst einmal passend zur warmen Jahreszeit die Winterklamotten in die Tiefen des Kleiderschranks verbannt und die Stoffe für die heißen Tage hervorgeholt. Dabei ist und bleibt das Sommerkleid ein heißer Favorit, erweist sich aber als suboptimal, wenn man schnell mal mit dem Fahrrad in die Uni oder zum Einkaufen muss. Welches Kleidungsstück bietet deshalb die perfekte Alternative? Natürlich Shorts!

Besonders im Trend dieses Jahr sind Nieten, Neonfarben, Plisseeshorts, Spitze, Seidenshorts mit Print oder Aztekenmuster. Immer aktuell und angesagt bleibt jedoch der absolute Klassiker unter ihnen: die guten, alten Jeans-Shorts. Ob zerrissen, gebleicht, tief geschnitten oder, bis zur Taille reichend – mit diesem pflegeleichten Kleidungsstück kann man einfach nichts falsch machen. Von Ankle Boots über Chucks zu Cowboyboots, kombiniert mit feinen Blusen oder schlichten Shirts, Jeans-Shorts passen zu allem.

Besonders stylisch wird es, wenn man Modelle wie die von „Topshop“ oder „H&M“ besitzt, denn solch kleine Details wie Nieten oder Aztekenmuster ersetzen Accessoires und steigern das Trendpotential eines Outfits.

Wer es im Vergleich zu den robusten Jeans-Shorts etwas schicker mag, liegt mit Shorts aus Seide oder mit Spitze goldrichtig. Kombiniert mit Sandalen bieten sie  die perfekte Alternative an besonders heißen Tagen. Durch die Vielfalt von Farben und Mustern genügen unifarbene Oberteile, damit das Outfit nicht zu überladen wirkt.

Vorschau: Nächste Woche folgt in unserer Moderubrik ein Artikel über alternative Materialien.

Spitze: Ein Stoff zwischen Sexbombe und Oma

Denkt man an Spitzenstoff, fallen einem verschiedene Varianten ein: Da gibt es das gehäkelte weiße Deckchen, dass den Couchtisch von Oma ziert oder die Vorhänge, die sie in der Küche hängen hat. Rüschige Kleidchen in rosa – Albträume kleiner Mädchen – weil sich darin so schlecht toben lässt. Und das schwarze, hautenge Kleid, das nur an delikaten Stellen unterfüttert ist und in dem man sich ausnahmslos sexy fühlt. Vielleicht sogar zu sexy.

Spitze: verführerisch und sexy (© Gisela Peter / pixelio.de)

Die unterschiedlichen Assoziationen, die man mit Spitze verbindet, zeigen, dass sehr viel mehr hinter dem durchbrochenen Stoff steckt als Omas Häkeldeckchen oder die Sexbombe im Club.

Unter hohem Aufwand wurden Spitzenstoffe früher von Hand hergestellt, sodass nur wohlhabende Menschen sich Spitzenverzierungen an Ärmeln und Kragen in Form von dünnen Borten leisten konnten. Im Laufe der Zeit wurden Spitzenstoffe durch den

Einsatz neuer Verfahren wie zum Beispiel das Häkeln und das Besticken von Tüllstoff günstiger, sodass sich auch weniger wohlhabende Menschen Verzierungen mit Spitze leisten konnten. Die ersten Verfahren beherrscht mittlerweile niemand mehr, sodass gewisse Spitzenarten ausgestorben sind und das Herstellen von „echter“ Spitze zu einer selten Kunst geworden ist.

Erinnert man sich als junge Frau an die Sandkastenzeiten zurück, fallen einem im Zusammenhang mit gerüschten, mächtigen Kleidchen sicherlich zwei Punkte ein: Zum einen waren die Kleider, in die man von Mama gesteckt wurde, lästig – Toben und Spielen waren tabu. Zum anderen fühlte es sich aber auch großartig an, schick gemacht zu werden und ein Kleid zu tragen, das dem ähnelte, dass die Prinzessin im Märchenbuch trug.

In Omas Wohnzimmer zu finden: Häkeldeckchen (© Erika Hartmann / pixelio.de)

Kleider, Tops und Westen mit Einsätzen oder komplett aus Spitze gibt es heute recht günstig bei den Modeketten „H&M“, „Zara“ und auch „Vero Moda“. Ein kleines bisschen Luxus verspürt man aber doch, wenn man sich eines der Teile überstreift, vielleicht auch, weil die Erinnerungen an das Rüschenkleid aus Sandkastenzeiten noch so präsent sind. Trägt man das bereits erwähnte schwarze und hautenge Kleid, zieht man zwangsläufig Blicke auf sich, seien es bewundernde oder missgünstige. Bewusst muss einem dabei sein, dass man in einem solchen Kleid vor Attraktivität sprühen kann, dass das Kleid mit seinen Aussparungen und dem dünnen Stoff alleine aber noch lange kein Garant dafür ist, sexy zu sein.

Um Spitze auch im Alltag tragbar zu machen, sollte sie mit bodenständigen, schlichten Stücken kombiniert werden: Das Spitzentop zu Cardigan, Jeans und Ballerinas, das Kleid mit dicken Wollstrumpfhosen und Stiefeln.

Die von Hand hergestellten Deckchen im großmütterlichen Wohnzimmer bewahren also ein kleines Stück Kultur. Kleine Mädchen in Rüschenkleidern freuen sich insgeheim darüber, sich ein kleines bisschen wie eine Prinzessin fühlen zu dürfen. Und mit der handgearbeiteten Spitze aus dem 15. Jahrhundert hat das sexy Spitzenkleid zwar nicht mehr viel zu tun, über die bewundernden, vielleicht auch neidvollen Blicke, die man damals wie heute damit auf sich gezogen hat beziehungsweise zieht, freut man sich trotzdem.

Vorschau: In der nächsten Woche könnt ihr an dieser Stelle einen Beitrag  über das Label „Schwerelosigkite“ finden.