Rohkost und Fitness – „FitnRaw“ im Selbstversuch

Fit werden mit Rohkost – geht das überhaupt? Sabine aus Remscheid, Gewinnerin des FitnRaw-Gewinnspiels, hat das für uns getestet. Vier Wochen lang „kochte“ und trainierte sich die 33-jährige Mediengestalterin durch das Fitness- und Ernährungsprogramm „FitnRaw“. Ihr unabhängiges Fazit – nur auf Face2Face.

Gesünder und ausgeglichener dank Rohkost?

Viermal die Woche mache ich Kraftsport – beim Fitness-Teil des Online-Kurses sehe ich also keine größeren Probleme auf mich zu kommen. Bauchschmerzen bereitet mir dagegen der Ernährungs-Part: Ich esse zwar bereits rein pflanzlich, aber komplett auf Rohkost umzustellen, wird sicher eine Herausforderung. Wieso ich „FitnRaw“ trotzdem unbedingt ausprobieren will?
Ich denke, dass ich mit dem richtigen Wissen über Rohkost noch einiges mehr an sportlicher Leistung und gesundheitlichem Wohlbefinden erreichen kann. Außerdem verspreche ich mir eine gesündere und ausgeglichenere Darmflora. Mal schauen, was sich innerhalb der kommenden vier Wochen tut!

Woche 1: Nicht zu streng mit sich sein

Kommt gut an: Rohkost-Pizza (Foto: Sabine)

Kommt gut an: Rohkost-Pizza (Foto: Sabine)

Mit einem Morgenritual in den Tag starten – das gefällt mir gleich zu Anfang richtig gut und lässt sich auch super in den Alltag integrieren. Bei den anderen Übungen fehlt es mir noch ein bisschen an Balance und Beweglichkeit, aber das kommt hoffentlich noch!
Eine Aufgabe der ersten Woche besteht darin, Rezepte für leckere Rohkost-Mahlzeiten zu suchen und sie dann auszuprobieren – das macht richtig Spaß. Weniger Spaß hatte ich dabei, meinem Partner warmes Essen vorzubereiten, während ich nur etwas Kaltes bekommen habe.
Der Appetit auf etwas Warmes war leider da – auch wenn alles, vor allem die grünen Smoothies, sehr lecker war. Außerdem hatte ich mit Verdauungsproblemen zu kämpfen und war zeitlich damit überfordert, meine Rohkosternährung richtig zu planen. Die erste Woche hat mich definitiv gelehrt, dass aller Anfang schwer ist. Aber ich habe auch gelernt, dass man nicht zu streng mit sich selbst sein darf, wenn etwas mal nicht so klappt. Also mache ich einfach weiter!

Woche 2: Altes loslassen und Platz für Neues schaffen

Die Rohkostpizza war ein Gedicht! Mein Partner war sogar neidisch, sodass ich am Wochenende nochmal eine zubereiten durfte. Neben Essen und Sport ging es die Woche auch ans Mindset: Bei einer Selbstdiagnose sollte ich unter anderem negative „Ich bin“-Aussagen treffen. Das ist mir eher schwergefallen, weil ich mich doch als sehr positiven Menschen bezeichnen würde.
Das Zubereiten der Speisen hat dagegen wieder sehr viel Spaß gemacht und ich bin wirklich überrascht, wie schnell man neue Gewohnheiten in seinen Alltag einbringen kann, wenn der Wille stark genug ist.
Ich fühle mich diese Woche viel besser als in der ersten. Die Verdauungsprobleme haben sich gelegt und ich spüre insgesamt eine Verbesserung.

Woche 3: Kleine Veränderungen, große Wirkung

Grüne Smoothie-Bowls: Richtig lecker, findet Sabine (Foto: Sabine)

Grüne Smoothie-Bowls: Richtig lecker, findet Sabine (Foto: Sabine)

Ich fühle mich super! In dieser Woche habe ich mich sehr mit Gewohnheiten und Veränderungen beschäftigt. Jeden Tag Liegestützen machen, das Handy auch mal auslassen oder den Schrank ausmisten – alles vermeintliche Kleinigkeiten, die aber doch richtig guttun.
Der sportliche Part hat mir die Woche auch sehr gut gefallen: Das leichte Beintraining ist super für zu Hause oder wenn man mal unterwegs ist, nicht so viel Zeit hat, sich aber trotzdem bewegen möchte. Insgesamt komme ich mit den Übungen gut zurecht, obwohl mir manchmal etwas die Puste fehlt. Da merke ich dann, dass Ausdauertraining auch wichtig ist.
Beim Essen bin ich zwiegespalten: Kürbissuppe schmeckt mir warm und mit Kokosmilch einfach besser als in der Rohkostversion. Dagegen waren die Zucchini-Karotten-Zoodles mit Tomatensauce und Hefeflocken richtig lecker.
Ich finde es toll, dass ich immer weiter an mir arbeiten kann, wenn ich nur erstmal die Blockaden in meinem Kopf löse.

Woche 4: Sonnengruß und Wirsing-Chips

Ich habe eine neue Lieblingsübung: Den Sonnengruß! Dabei kommt der Kreislauf in Schwung und der ganzen Körper wird gedehnt. Man kann die Übung auch einfach zwischendurch mal machen, wenn man sich gerade abgeschlagen oder müde fühlt, einem kalt ist und man sich etwas aufwärmen will. Perfekte Übung – Daumen hoch! Außerdem habe ich festgestellt, wie entspannend ein kleines Workout am Abend sein kann.
Essenstechnisch waren die marinierten Wirsing-Chips aus dem Dörrautomaten eine echte Offenbarung für mich: einfach eine super-leckere Knabberei für zwischendurch.

Fitter, frischer, wacher

Alltagstauglich: Sport im eigenen Wohnzimmer (Foto: Sabine)

Alltagstauglich: Sport im eigenen Wohnzimmer (Foto: Sabine)

Mein Fazit nach vier Wochen „FitnRaw“: Zu 100% Rohkost kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre mir auf Dauer zu anstrengend. Vor allem das Essengehen mit Freunden und das spontane Eis in der Sonne oder Popcorn im Kino haben mir gefehlt.
Auf jeden Fall werde ich aber mehr Rohkost oder auch komplette Rohkosttage in meinen Alltag integrieren. Damit fühle ich mich einfach viel fitter, frischer und wacher.
„FitnRaw“ ist ein gutes Einsteigerprogramm: Nelly gibt einen spannenden Einblick in Sachen Rohkosternährung und Kay motiviert zum Sport und zu Veränderungen im gesamten Lebensstil.
Etwas gefehlt haben mir Angaben zu Kalorien, Nährstoffen und Vitaminen, damit ich auch weiß, wie viel von welchen Lebensmitteln ich zu mir nehmen sollte.
Was ich auf jeden Fall beibehalten werde, ist das Morgenritual, damit ich immer gut in den Tag starten kann, und die Motivation, etwas zu ändern, wenn ich es wirklich will.

Gewinnspiel: Fit werden und rohköstlich essen mit „FitnRaw“

Von Daniel Aminatis „Mach dich krass“ bis zu Sophia Thiels „Strong & Sexy“ – Fitness- und Ernährungsprogramme gibt es viele.
Die Face2Face-Redaktion möchte euch aber ein ganz besonderes Programm vorstellen – und nicht nur das: Mit etwas Glück könnt ihr eines von insgesamt zehn Modulen kostenlos testen.

„FitnRaw“ – worum geht´s eigentlich?

Mit Rohkost und Sport wollen sie den Teilnehmern ihres Online-Kurses „FitnRaw“ zu einem neuen, selbstbewussten ICH verhelfen – Nelly Reinle-Carayon und Kay Fitzgibbons sind Expertinnen auf ihrem Gebiet. Nelly ist ausgebildete Ernährungs-, Lebens- und Gesundheitsberaterin, betreibt das vegane RohKöstlich BistRoh® in Speyer und bietet als Leiterin der Rohkost-Schule kulinaRoh® unter anderem einen einjährigen Weiterbildungskurs „Fachberater für Rohkosternährung (IHK)“ an. Kay ist Fitnesstrainerin, Massagetherapeutin und Motivationscoach. Die Leiterin des Fitnessstudios KANKUNAfit weiß, wie man den inneren Schweinehund besiegt.
Gemeinsam haben die beiden Speyrerinnen 10 Module, 33 Arbeitsskripte, 44 Videoanleitungen und 55 Rezept- und Trainingsvideos erarbeitet. Weitere Infos zum Online-Kurs findet ihr auf Facebook und auf der Website.

Fit und gesund dank Rohkost-Ernährung und Sport - das verspricht der Online-Kurs "FitnRaw" (Foto: FitnRaw)

Fit und gesund dank Rohkost-Ernährung und Sport – das verspricht der Online-Kurs „FitnRaw“ von Nelly und Kay (Foto: FitnRaw)

Mittrainieren, -kochen und -essen – das Gewinnspiel

Face2Face verlost exklusiv die Teilnahme am ersten Modul von „FitnRaw“ im Wert von etwa 50 Euro. Dabei lernt der Gewinner bei Kay unter anderem, wie er alte Gewohnheiten hinter sich lassen und dafür neue Gewohnheiten in seinen Alltag integrieren kann. Nelly erklärt im ersten Modul alle wichtigen Grundlagen zum Thema Rohkost. Außerdem könnt ihr mithilfe eines Drei-Tage-Plans herausfinden, ob Rohkost überhaupt eine Alternative für euch ist.

Was ihr für die Teilnahme am Gewinnspiel tun müsst: Schreibt bis einschließlich Donnerstag, 31. August 2017, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „FitnRaw“. In der Mail sollte euer Vor- und Nachname enthalten sein. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Montag, 4. September 2017 via Mail.
Der glückliche Gewinner berichtet dann im Oktober auf Face2Face über seine Erfahrungen mit „FitnRaw“ – dabei wird er natürlich von der Redaktion unterstützt. Wir drücken die Daumen!

 

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel
(1) Das Gewinnspiel wird vom Online-Magazin Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme
(1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier und im Folgenden schließt die männliche Form die weibliche ein. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-Mail-Adresse schreibt und dort ihren Namen bzw. den Namen des möglichen Gewinners hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden. (5) Mit seiner E-Mail erklärt sich der Teilnehmer bereit in Absprache mit der Face2Face-Redaktion einen Artikel über seine Erfahrungen mit dem „FitnRaw“-Programm zu schreiben, sodass dieser im Oktober auf www.face2face-magazin.de publiziert werden kann.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel
(1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich das Online-Magazin Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des Weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung
(1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per E-Mail über ihren Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das die Teilnahme an Modul 1 von „FitnRaw“ durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz
(1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes ihr Name öffentlich bekannt gegeben wird, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle eingesandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges
(1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Die Partyszene in der „schönsten Stadt der Welt“

Heimat und Zuhause – das bedeutet Speyer für Caroline Gartner. Seit sie denken kann, lebt die 20-Jährige in der Domstadt, hat also auch deren Ausgehmöglichkeiten ausgiebig getestet. Aber nicht nur das: Für eine Hausarbeit hat sie jetzt 130 Jugendliche aus Speyer und Umgebung befragt, wie zufrieden sie mit der Partyszene sind. Und wir wollten natürlich wissen, was da herauskam!

Home is where the heart ist: Caroline hat sich eine Brezel in Herzform als Symbol für ihre Liebe zu Speyer tätowieren lassen (Foto: C. Gartner)

Home is where the heart ist: Caroline hat sich eine Brezel in Herzform als Symbol für ihre Liebe zu Speyer tätowieren lassen (Foto: C. Gartner)

Face2Face: Wieso hast du dich in deiner Arbeit ausgerechnet mit den Ausgehmöglichkeiten für Jugendliche in Speyer beschäftigt?
Caroline: Meine eigene Erfahrung ist, dass das Angebot gerade für die unter 18-Jährigen nicht allzu umfassend ist. Oft war ich traurig, wenn ich an einer der wenigen Partys, die stattfanden, nicht teilnehmen konnte, denn das Warten auf die nächste kam einem da schon seeehr lange vor. Darum hat mich natürlich brennend interessiert, wie das meine Altersgenossen sehen. Gerade durch die vielen Schulen tummeln sich in Speyer ja sehr viele Jugendliche. Deshalb sind sie auch so wichtig für eine Stadt wie Speyer – eine bunte Mischung aus Jung und Alt trägt dazu bei, dass sich eine Stadt weiterentwickeln kann und nicht in der Zeit stehenbleibt.

Face2Face: Was hat deine Umfrage ergeben?
Caroline: Leider sind die Jugendlichen eher unzufrieden mit den Ausgehmöglichkeiten in Speyer. Man muss aber ganz klar unterscheiden zwischen Bars/ Cafés und Diskotheken. Die Umfrage-Teilnehmer wünschen sich eine neue Diskothek bzw. wollen die vorhandenen Locations häufiger für Partys nutzen. Für mich bedeutet das, dass die Jugendlichen gerne mehr Trubel und mehr Möglichkeiten im Speyrer Nachtleben hätten. Wenn das gegeben wäre, würden sie sicher seltener auf die umliegenden Städte ausweichen, um mit ihren Freunden tanzen und feiern zu gehen. Die Bar- und Café-Auswahl ist dafür laut meiner Umfrage durchaus ausreichend für die Jugendlichen – hier bleiben kaum Wünsche offen.

Face2Face: Und was würdest du dir für die Speyrer Partyszene wünschen?
Caroline: Natürlich wäre auch ich von einem neuen Club in Speyer nicht abgeneigt. Allerdings habe ich während meiner Recherchen auch festgestellt, dass Speyer doch einiges an Veranstaltungen zu bieten hat, von denen man jedoch leider oft zu spät oder gar nicht erfährt. Helfen kann es da, wenn die Stadt mit den Jugendlichen in Kontakt tritt. Mit der Facebook-Seite der Stadt Speyer ist hier aus meiner Sicht bereits ein wichtiger Schritt getan.

Face2Face: Schon während der Recherche für deine Arbeit standest du ja in Kontakt zur Stadt Speyer. Was fängt die nun mit dem Ergebnis deiner Umfrage an?
Caroline: Ich glaube die Stadt ist sich dessen bewusst, dass die Jugendlichen doch eher unzufrieden sind mit den Ausgehmöglichkeiten und versucht bereits gemeinsam mit dem Jugendstadtrat etwas zu verändern. Ich habe den Eindruck, dass die Stadt sehr bemüht ist um ihre jungen Bewohner und auch gerade dabei ist etwas in Bewegung zu bringen. Eins bleibt natürlich für mich dabei festzuhalten: Natürlich sind Ausgehmöglichkeiten wichtig – wenn sich die Bürger diese wünschen umso mehr, trotzdem sind es ja nicht nur die Ausgehmöglichkeiten, die Speyer zu einer wunderschönen Stadt machen, sondern auch viele andere Dinge.

Vorschau:

Tierisch was los – auch bei Regenwetter

Fröstelnd ziehe ich den Reißverschluss meiner Jacke noch ein Stückchen höher. Der Wind zerzaust meine Haare und die ständigen Regenschauer sind ebenfalls weder vorteilhaft für meine Frisur noch für meine Stimmung. Sich wegen des trostlosen Wetters da draußen das ganze Wochenende auf der Couch verkriechen? Ist zugegebenermaßen mal ganz nett. Wer neben dem Fernsehprogramm aber auch etwas Anderes sehen will – ohne dabei Gefahr zu laufen, weggeweht oder pitschnass zu werden – kann sich von diesen tierischen Ausflugstipps in der Rhein-Neckar-Region inspirieren lassen.

Einfach mal abtauchen!
Einen Seestern berühren, Haie und Rochen beobachten oder die heimische Unterwasserwelt entdecken – ein Besuch im SEA LIFE in Speyer ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Über 3.000 Tiere in mehr als 40 Becken und Aquarien begeistern hier Groß und Klein. Apropos klein: Viele der Becken sind scheinbar vor allem auf Kinder ausgerichtet und gehen Erwachsenen nur bis zur Hüfte. Man muss also schon in die Hocke gehen, um die dortige Unterwasserwelt anschauen zu können. Der Anblick, der sich dann eröffnet, ist es aber auf jeden Fall wert. Wer zum Beispiel glaubt, Schildkröten gebe es nur in fernen Ländern und tropischen Gewässern, wird hier eines Besseren belehrt: Ein wenig tollpatschig an Land, umso eleganter im Wasser und in jeder Situation zum Kreischen niedlich zeigt sich der Nachwuchs der europäischen Sumpfschildkröte. Zusammen mit dem Naturschutzbund Rheinland-Pfalz engagiert sich das SEA LIFE Speyer für ihre Wiederansiedlung in den heimischen Gewässern.
Von putzigen Schildkröten zum schaurigen „Wassermonster“ – kurz vor dem Ausgang gibt’s einen Axolotl zu bestaunen. Der Schwanzlurch wird auch als „ewiges Kinde“ bezeichnet, weil er zeitlebens in seinem Larvenstadium bleibt.
Das SEA LIFE in Speyer öffnet Montag bis Freitag seine Pforten von 11 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Tipp: Wer nicht so lange draußen in der Kälte anstehen will, kann sich für 15,50 Euro online ein Express-Ticket kaufen und so an der Warteschlange vorbeigehen.

 Heißer Anwärter auf den Titel "Reptiliums next Topmodel": Auch dieses farbenfrohe Kerlchen gibt´s in Landau zu bestaunen (Foto: T. Gartner)

Heißer Anwärter auf den Titel „Reptiliums next Topmodel“: Auch dieses farbenfrohe Kerlchen gibt´s in Landau zu bestaunen (Foto: T. Gartner)

Auf Safari mit Krokodil und Anakonda
Wer es gerne kuschlig-warm hat, ist im Reptilium in Landau genau an der richtigen Adresse. Spinnen, Schlangen, Schildkröten, Fische, bunte Frösche und  Erdmännchen – zu bestaunen gibt es laut Website 1.100 Tiere aus 125 verschiedenen Arten und das bei sommerlichen Temperaturen. Mehrfach am Tag können die Besucher bei Fütterungen dabei sein und in der „Kinderstube“ den Nachwuchs begutachten.
Der mit 3.400 Quadratmetern Fläche angeblich größte Reptilienzoo Deutschlands wirkt beim Durchlaufen leider nicht ganz so groß wie erwartet. In einer bis maximal zwei Stunden hat man alles gesehen – vorausgesetzt man findet die gut versteckte Gottesanbeterin. Eine willkommene Abwechslung vom trüben Nass und ein faszinierender Einblick in die Tierwelt bietet das Reptilium allemal. Erwachsene ab 15 Jahre zahlen 15,50 Euro, Studenten 11,50 Euro – an den Studententagen an jedem ersten Mittwoch im Monat sogar nur 11 Euro. Das Reptilium hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Vorschau: Ihr werdet Taufpate? Na, herzlichen Glückwunsch! Nächste Woche lest ihr in der Tipps&Tricks-Rubrik, wie ihr diesen Job perfekt macht.

Zarte 14 und schon Schwarzgurt

„Ich bin ein ganz normales Mädchen“, sagt Louisa Winstel über sich selbst. Die Titel, die die zierliche 14-Jährige bisher errungen hat, sprechen eine andere Sprache: Sie ist zweimalige Rheinland-Pfalzmeisterin sowie Deutsche Meisterin im Karate. Während andere Mädchen ihres Alters mit Makeup experimentieren trainiert Louisa vier- bis fünfmal in der Woche beim Speyerer Shotokan-Karate Verein. Viel Freizeit bleibt da nicht.

Face2Face: Wie verbringst du deine Freizeit?
Louisa: Schule und Karate füllen fast den ganzen Tag aus. Standart-Tanzen gehört mittlerweile auch zu meiner Freizeitbeschäftigung – das macht mir richtig Spaß!

Face2Face: Unser letztes Interview liegt fast vier Jahre zurück. Würdest du sagen du hast dich seitdem verändert?
Louisa: Ich glaube nicht, dass ich mich persönlich in den letzten Jahren verändert habe, außer vielleicht ein bisschen im Aussehen. Nach wie vor trainiere ich vier- bis fünfmal in der Woche und vor Wettkämpfen sogar täglich 1,5 bis 2 Stunden. Außerdem trainiere ich nicht nur bei meiner Heimtrainerin, Nina Jäger, sondern auch einmal pro Woche beim Bundestrainer Efthimios Karamitsos in Frankfurt.

Face2Face: Du trägst einen Junior-DAN. Was heißt das?
Louisa: Die Prüfung zum Junior-DAN kann man ab dem 12. Lebensjahr ablegen. Das Prüfungsprogramm ist das gleiche wie beim ersten DAN der Erwachsenen, entspricht also einem Schwarzgurt. Der Junior-DAN-Gürtel ist schwarz-rot gestreift. Mit 16 kann ich dann die Prüfung zum ersten DAN nochmal ablegen und bekomme dann einen ganz normalen schwarzen Gürtel.

Kämpft sich auf die vorderen Plätze: Karateka Louisa Winstel (Foto: Christian Grüner)

Kämpft sich auf die vorderen Plätze: Karateka Louisa Winstel (Foto: Christian Grüner)

Face2Face: Wer begleitet dich auf Turniere und wie kann man sich so ein Turnier vor Ort vorstellen?
Louisa: Meine Trainerin und meine Eltern begleiten mich bei jedem Turnier. Meistens müssen wir weite Strecken zurücklegen, das heißt schon sehr früh am Morgen aufstehen, damit ich pünktlich um  8:30 Uhr auf der Tatami (Anm. d. Red.: eine Tatami ist eine Matte aus Reisstroh) stehen kann. Mittlerweile kenne ich die meisten meiner Gegnerinnen, aber es ist trotzdem immer wieder aufregend und eine Herausforderung gegen diese anzutreten. Meine Trainerin unterstützt mich direkt an der Matte und weiß genau wie sie mich am besten motiviert. Fehler darf ich mir keine erlauben, denn die Kampfrichter sehen ALLES.

Face2Face: Worauf achten die Kampfrichter besonders?
Louisa: Die Kampfrichter achten besonders auf eine saubere Ausführung der Techniken, einen tiefen Stand, eine perfekte Schrittfolge und nicht zu vergessen auf die Vollendung der Technik, also darauf, dass sie mit Kime, also mit einem kraftvollen Endpunkt, ausgeführt wird.

Face2Face: Auf welche deiner sportlichen Leistungen bist du besonders stolz?
Louisa: Im Februar dieses Jahres habe ich mit meinem Kata Team bei der Europameisterschaft in Zürich die Bronzemedaille gewonnen. Das ist mein bisher größter Erfolg.

Face2Face: Bei so vielen beeindruckenden Titeln und Siegen – gibt es etwas, das du noch nicht geschafft hast? Was sind deine Ziele?
Louisa: Mein nächstes großes Ziel ist natürlich die Deutsche Meisterschaft im Juni in Erfurt, um meinen Titel zu verteidigen, und die Nominierung mit meinem Team für die Weltmeisterschaft.

Face2Face: Momentan bist du noch Schülerin. Was möchtest du nach deinem Abschluss machen?
Louisa: Das weiß ich noch nicht. Ich habe zwar schon zwei Praktikumswochen im Bereich der Kinderbetreuung gemacht, bin aber noch nicht überzeugt. Ich konzentriere mich deshalb erstmal noch auf meine Schule. Für meine Zukunft wünsche ich mir einen guten Schulabschluss und viel Zeit, dass ich weiterhin meinen Sport betreiben kann.

Begriffserklärungen:
Shotokan bezeichnet die älteste Stilrichtung im Karate, die von dem Japaner Gichin Funakoshi begründet wurde. Außerdem gibt es noch die Stilrichtungen Shito-Ryu, Goju-Ryu, Wado-Ryu. Das Kyu-System dient dazu das Voranschreiten des Karatekas in Stufen mittels Gürtelfarben zu symbolisieren. Der Schüler beginnt mit dem neunten Kyu (weißer Gürtel) und kann sich bis zum ersten Kyu (brauner Gürtel) hocharbeiten. Die verschiedenen Schwarzgurt-Stufen werden als Dan bezeichnet. Eine Kata ist eine Übungsform, die aus stilisierten Kämpfen gegen imaginäre Gegner besteht.

Vorschau: Nächstes Mal lest ihr im Sport einen Rückblick zur Play-off-Finalserie zwischen den Adlern Mannheim und dem ERC Ingolstadt.

Die Magie der Realität – Bettina Belitz über ihren Roman ‚Vor uns die Nacht‘

Der neue Roman von Bettina Belitz: Liebe mal anders mit einer einzigartigen Sprachmelodie und vielen Einflüssen (mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

Der neue Roman von Bettina Belitz: Liebe mal anders mit einer einzigartigen Sprachmelodie und vielen Einflüssen (mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

In ihrem neuen Roman Vor uns die Nacht betritt die Autorin Bettina Belitz, die für ihre Fantasyreihen Splitterherz und Luzie und Leander bekannt ist, neues, wenn auch nicht ganz unbekanntes Terrain. Die Liebesgeschichte spielt in der realen Welt und überzeugt dabei mit realistischen Details. Face2Face sprach mit der Autorin über ihren Roman und die Zukunft.

face2face: Bettina, du hast mit Vor uns die Nacht diesmal einen Roman geschrieben, der nicht in einer Fantasie-Welt spielt. Warum hast du die Entscheidung getroffen, die reale Welt als Hintergrund zu wählen?
Bettina Belitz: Mit ist aufgefallen, dass viele Leser gerne in die Fantasy-Welten meiner Bücher geflüchtet sind und am liebsten gar nicht mehr heraus wollten. Das hat mir zu denken gegeben, weil ich finde, dass auch in der Realität viel Magisches existiert. Ich wollte mit dem Roman auch zeigen, wie wundervoll es ist, Mensch zu sein.

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face2face: Im Roman wird die Sprache des Herzens für den Werdegang der Heldin Ronia entscheidend. Ist die Herzsprache auch ein besonders Anliegen deinerseits?
Bettina Belitz: Mein Kopf denkt unheimlich gerne, aber ich habe mich in den letzten Jahren durch das Schreiben wieder zur Herzsprache entwickelt. Das ist träumerischer und poetischer. Da schwingt mein Herz mit und ich hoffe, auch das Herz der Leser zu erreichen. Im Schreiben versuche ich ja auch, Dinge zu beschreiben, die sich den Worten entziehen. Das spielt besonders in Vor uns die Nacht eine Rolle. Auch Ronia muss erst lernen, die Herzsprache, die jedes Kind noch beherrscht, wieder zu entdecken.

Ein Herz, das schwingt: Autorin Bettina Belitz schreibt mit einer Herzsprache, die den Leser erreicht (Foto:  Fabian Stürtz)

Ein Herz, das schwingt: Autorin Bettina Belitz schreibt mit einer Herzsprache, die den Leser erreicht (Foto: Fabian Stürtz)

face2face: Da könnte der Leser ja schon eine Gemeinsamkeit zwischen dir und deiner Figur erkennen. Gibt es denn tatsächliche Parallelen zwischen deinem Leben und der Romanhandlung?
Bettina Belitz: Eigentlich nicht. Manchmal kommt natürlich ein kleines Anekdötchen mit hinein, aber zu eigenem erlebten fehlt dann doch die Distanz, die für einen Autor meiner Meinung nach gut ist. Trotzdem ist ein Buch immer wie ein Baby, es ist immer ein Stück von mir selbst. Im regionalen Bezug sieht man da mehr Gemeinsamkeiten. Wie Ronia habe ich eine Zeit lang in Heidelberg studiert und Vorlage für die namenlose Heimatstadt im Roman war Speyer. Der Fluss, an dem Ronia laufen geht, war in meiner Vorstellung immer der Rhein.

face2face: Dein Roman zeigt ja neben der besonderen Sprache auch viele Motive. Woher kommen denn die vielen religiösen Verweise?
Bettina Belitz: Die haben sich auch zu meiner Überraschung eingeschlichen. Während einer nötigen Pause wegen Erschöpfung habe ich viel Meditatives gemacht und das ist fester Bestandteil meines Lebens geworden. Ich setze mich auch mit den damit verbundenen Themen auseinander. Das hat mich wohl unbewusst beeinflusst und für eine gewisse Spiritualität zwischen Ronia und Jan, dem Mann, in den sie sich verliebt, gesorgt. Aber ich finde, das passt gut zum Roman und den Figuren.

face2face: Ziemlich entgegen gesetzt sind ja die durchaus erotischen Momente, wenn Ronia und Jan aufeinandertreffen. Hattest du keine Angst, „Vor uns die Nacht“ könnte als Erotikroman abgestempelt werden?
Bettina Belitz: Eher weniger davor, dass die Leser das tun, als davor, dass die Presse und Kritiker darauf aufspringen. Das ist aber nicht passiert. Wobei es schon ein komisches Gefühl ist, wenn die eigene Mutter dann dieses Buch liest. Aber die tiefere Bedeutung in diesen Szenen scheint klar geworden zu sein.

Regionaler Bezug und weltoffene Geschichte: Bettina Belitz vereint in ihrem neuen Roman viele Elemente zu einer berauschenden Liebesgeschichte (Foto: Fabian Stürtz)

Regionaler Bezug und weltoffene Geschichte: Bettina Belitz vereint in ihrem neuen Roman viele Elemente zu einer berauschenden Liebesgeschichte (Foto: Fabian Stürtz)

face2face: Daneben gibt es auch großen psychologischen Einfluss auf die Geschichte. Auch Ronias und Jans anfängliches Unvermögen, miteinander zu reden, fällt da rein. Ist das denn Absicht?
Bettina Belitz: Der psychologische Einfluss kommt bei mir immer automatisch. Ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch sein Päckchen trägt und das es in jeder Familie ein Geheimnis gibt, das ans Licht kommen muss. Im Roman ist Jan da ganz wichtig, weil er Licht auf den Staub wirft und einen Reifeprozess für Ronia anstößt. Das Problem der mangelnden Kommunikation betrifft ja auch nicht nur Jan und Ronia, sondern alle Beziehungen in Ronias Leben, zu ihren Eltern, ihren Freunden, ihrem Professor. Meine Lieblingsszene ist darum auch die, wenn Jan in Ronias Badewanne liegt und die zwei endlich miteinander reden. Da zeigt Jan etwas Bodenständiges, aber auch etwas Weiches. Wenn zwei Menschen etwas aneinander liegt, ist es wichtig auf sprachlicher Ebene zusammen zu finden. Insofern ist das Buch durchaus ein Plädoyer für Gespräche und Kommunikation.

face2face: Zum Schluss noch: Gibt es denn schon einen Ausblick auf deinen nächsten Roman?
Bettina Belitz: Der ist bereits geschrieben und wird im Frühjahr 2015 erscheinen. Viel darf ich noch nicht verraten, aber es wird wieder ein Liebesroman für junge Erwachsene mit ungewöhnlichen Helden. Handwerklich wird er allerdings etwas anderes sein, als die bisherigen Romane.

Vor uns die Nacht ist im März 2014 bei Script5 erschienen als gebundene und elektronische Ausgabe.

Weitere Infos zur Autorin:
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Vorschau: Nächste Woche durchleuchten wir  die deutsche Fernsehkultur und fragen uns: Was schauen wir nach der Fußball WM?

Welcome to the Jungle

Ein stechender Schmerz in meinem Kopf zwingt mich dazu, meine Augen zu öffnen. Ich fasse mir an die Schläfe. Meine Hände sind mit schwarzem Lack besprenkelt. Unter meinen Fingernägeln findet sich das halbe Farbspektrum eines Regenbogens wieder. Bei einem Tablettenfrühstück in Form von Maaloxan und Dolormin verlese ich biedermeierliche Weltschmerzpoetik.

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Prägen die Szenerie: Bauschutt und Absperrband (Foto: Privat)

Retrospektive: Wir befinden uns irgendwo in der Speyrer Innenstadt – irgendjemand feiert eine Party. Wir kennen jemanden, der jemanden kennt und so weiter – man kennt das ja. Vor einem unscheinbaren Haus machen wir Halt. „Zur Party“ steht auf einer ausgehängten Tür, die auf dem vermeintlichen Boden liegt. Erst beim Überschreiten der Türschwelle fällt uns der klaffende Abgrund auf, der sich unter der Tür als provisorische Brücke befindet. Ein Schutthaufen versperrt uns die Sicht. Dahinter befinden sich leere Zimmerfluchten, ein kafkaeskes Wirrwarr aus Durchgangszimmern und abgetretenen Treppenstufen in weitere Stockwerke. Auf dem Dachboden eine 80er Jahre Motiv-Tapete, getüncht in rötliches Zwielicht. Ein lebensgroßer Posterausschnitt von Frank Zappa strahlt uns, in Unterhosen bekleidet, von der Wand aus an.

Überall im Haus tummeln sich Menschen, und ergießen sich in kreativer Destruktion. „Kick here“, steht an der merklich von Fußtritten mitgenommenen Wand. Daneben: Ein steht ein Affe mit übergroßem Schweif und Penis. Phallussymbolik überall – „Fuck U“ lautet der schonungslose Gruß auf der Fensterscheibe an die Außenwelt.

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Ein wiederkehrendes Motiv: Ein Phallus schmückt die Wand (Foto: Privat)

 Im ersten Obergeschoss ist die Party in vollem Gange. Gut dreißig Menschen tanzen zu dem Song „Aerials“ von der Band System Of A Down. Spekulationen über einen Mord in jüngster Vergangenheit machen ebenso die Runde, wie Gerüchte über den „Gender-Trouble“ des DJs. Die Badewanne, in der eine Frau ihren Mann erstochen haben soll, bietet uns an diesem Abend kühle Erfrischung in Form von alkoholischen Getränken. Der Dachboden des Abrisshauses wird kurzerhand zur Trinkspielarena erklärt. Die suboptimalen räumlichen Verhältnisse konfrontieren die Spieler mit Schmutz auf den Handflächen und Spinnweben in den Haaren. Im Mayhem-Raum erfahren die Spiele eine Fortsetzung. Eine Flasche, ein Würfel und eine Friedenspfeife zirkulieren unter den Mitspielern. Für demokratische Abstimmungen sorgt das „Schnick-Schnack-Schnuck“-Verfahren. Der Brunnen ist dabei keine zulässige Geste.

Das Haus fällt – einer Sandburg gleichend – der infantilen Zerstörungswut zum Opfer. In unbestimmter Zukunft werden Abrissbirnen das vollenden, was wir an diesem Abend begonnen haben. Unser Kunstprojekt kann nur in dieser ephemeren Gegenwelt existieren.

Wutnacht

Es ist heiß, der Sommer hat Deutschland fest im Griff. Die Sonne ballert derartig vom Himmel herunter, dass man schon wieder vor Schweiß starrt, wenn man die Dusche verlässt. Nicht, dass mich das stören würde; wenn die Sonne so richtig knallt, fühle ich mich wohl. Warum also nicht in die Strandbar gehen?

Dieser Gedanke kommt mir an einem Donnerstagabend gegen halb zehn. Das ist einigermaßen problematisch. In einer Kleinstadt wie Speyer ist man unter der Woche quasi stets mit dem Dilemma konfrontiert, dass ungefähr jede Kneipe so früh schließt, dass man noch nicht einmal den Gutenmorgenkaffee halb heruntergewürgt hat. Doch mir als Großmeister der Soziologie erscheint das an diesem Abend als vernachlässigbar. Vor gerade einmal zwei Tagen hat das Speyrer Brezelfest seine Tore geschlossen. Ungeachtet des Wochentags wankten Dienstagnacht unzählige Schnapsleichen durch die Partyzelte auf dem Messplatz. Und die müssen ja heute Abend auch irgendwo sein! Wo? Na klar, bei dem Wetter hängen die selbstverständlich alle in der Strandbar rum! So früh wird da schon noch nicht dicht sein…

Schnell ist ein Kumpel organisiert, der mich begleitet. Besonders flott kommen wir allerdings nicht voran. Mehrfach müssen wir rasten, um Kippen zu drehen und mit den Weizendosen zu kämpfen, an denen wir uns wässern. Ernsthaft: Wer kauft eigentlich Weizen in der Dose? Vermutlich sind das dieselben Leute, die sich die Wohnung mit „Swarovski“-Kristallfiguren vollstellen.

Nach langen Umwegen und einer unterhaltsamen Diskussion über die Weltreligionen kommen wir endlich in der Strandbar an. Aber wo sind denn alle? Vor der Bar hat sich eine längere Schlange gebildet. Bringen die etwa gerade alle ihr Pfand zurück?

„Öy!“, will ich von der Barkeeperin wissen, „Öy! Macht ihr schon zu?“.
„Nein, erst um zwölf, wie jeden Abend“, erklärt sie.
Ich schaue auf mein Handy. Viertel nach elf. Shit.

Zwei Bier später verlassen wir die Strandbar und stehen vor der beißenden Frage: Wohin? Das Problem löst sich an diesem Abend jedoch verblüffend schnell. Etwa hundert Meter entfernt vom Ausgang der Strandbar sitzt eine Gruppe aus etwa fünfzehn Hippies auf dem Boden. Die Hippies, die eigentlich gar keine Hippies sind, haben zwar keine Ahnung, wo noch etwas los sein könnte, laden uns aber freundlich ein, uns zu ihnen zu setzen. Ein Abschlussseminar eines freien sozialen Jahres wird hier gefeiert, danach will ein Großteil der Gruppe scheinbar soziale Arbeit studieren. Sympathische Leute, eigentlich.

Wir sitzen also am Rhein, die knallende Sonne ist längst untergegangen. Irgendein Fabian drückt mir ein Bier in die Hand, was viel zu schnell verzehrt ist. Wir könnten an die Tankstelle laufen, denke ich mir, bleibe dann aber doch sitzen. Die Gruppe ist ziemlich unterhaltsam. Ein Mexikaner und ein Kolumbianer sitzen neben mir und erzählen irgendwelche Geschichten, denen ich nicht mehr so ganz folgen kann.

Stattdessen werfe ich mit allgemeinen Ratschlägen um mich: „Ihr solltet studieren gehen!“, „Fahrt mit uns nach Rock’n’Heim!“ und „Ey, lasst uns mal an die Tanke laufen, wir brauchen Bier!“. Die Leute fangen an, mich mit dem Namen eines Hendrix-Songs anzureden. Da fällt mir ein: Wir brauchen eine Gitarre!

Also schnell hinters Telefon geklemmt und ein wenig Sozialkapital mobilisiert. Es ist kurz vor eins, als ich tatsächlich eine Gitarre aufgetrieben habe. Problem: Sie steht im Nachbarkaff am Bahnhof. Noch problematischer: Keine Sau kann mehr Auto fahren. Tja.

Viele unserer Probleme an diesem Abend hängen mit unserer Immobilität zusammen. „Lasst uns mal zu mir nach Hause fahren, Ghettoblaster holen!“ – Geht nicht. „Lasst uns mal zur Tanke fahren, wir brauchen Bier“ – Pech gehabt. „Alter, wir müssen sofort nach Freiburg, da gibt’s ’ne Wasserrutsche mit ’nem Looping!“ – Woah, geil! Kann noch wer fahren? Wir drehen uns ein wenig im Kreis.

Zumindest Musik kriegen wir tatsächlich aufgetrieben. Irgendjemand zaubert einen CD-Spieler herbei, den ich nach wenigen Minuten kapere. „Los! Alle müssen tanzen! Major Lazer!“, verkünde ich – und alles tanzt. Danach Deichkind. Danach Prodigy. Danach Prinz Pi. Und immer noch tanzt alles.

Doch da kippt die Stimmung. Offensichtlich davon überzeugt, dass wir ihr Bier oder ihre Telefone klauen wollen, beginnt eine Frau – nennen wir sie „Conny“, denn ich weiß leider nicht mehr, wie sie wirklich hieß – die Grüppchen abzuschreiten und gegen meinen Kumpel und mich herumzuhetzen. Ich mag manchmal ein wenig paranoid sein, aber so etwas merke ich dann doch. Mein Gewissen schaltet sich ein. Gehen wir den Leuten hier etwa auf den Wecker? Ich frage in die Runde. „Nö, alles okay!“. Beruhigt tanze, trinke, rauche ich weiter.

Der Hammer kommt um kurz vor zwei. Conny baut sich vor der Gruppe auf: „Ey, wir hauen jetzt ab!“, brüllt sie.
„Was? Wieso?“, will ich wissen.
„Verpiss dich jetzt, du blöder Spack!“, schreit es mir entgegen. Was zur Hölle?!

Sinnlose Streitereien kann ich einfach nicht mehr ertragen. Ständig raufen sich die Leute aus den allerschwachsinnigsten Gründen. Ich habe diesen Sommer schon einige wirklich doofe Anfeindungen erlebt: „Du hast beim Flunkeyball übertreten. Fick dich, du Spastie! Du hast einen anderen Glauben als ich, gleich macht’s Klatsch“. „Woah, bist du blöd. Ich trete dir gleich ins Gesicht!“. Ich kann einfach nicht verstehen, dass sich manche Leute immer wieder streiten müssen. Warum denn auch? Ist unsere Gesellschaft heute wirklich so frustriert, dass da nur noch ungezügelte Wutausbrüche Abhilfe schaffen? Mich macht das traurig.

Und Lust zu streiten habe ich auch nicht. „Yeah, ich bin ein blöder Spack! Aber was hab ich dir eigentlich getan?“.

Darüber will Conny nicht sprechen. Stattdessen befiehlt sie mir plötzlich, die Hosentaschen auszuleeren. Scheinbar unzufrieden über das Ergebnis und über die Tatsache, dass wir wirklich nichts geklaut haben, steigert sie sich immer weiter in einen Wutanfall hinein. Mehrfach entschuldige ich mich für was weiß ich was. Ich habe wirklich keine Lust, einen so schönen Abend kaputtzustreiten. Es wird Zeit, sich vom Acker zu machen.

Aber nicht, ohne was zu rauchen. Vorher müssen natürlich Wegkippen gedreht werden. Conny links liegen lassend verkünde ich in die gerade aufbrechende Runde: „Tja, also Leute. War schön, euch kennengelernt zu haben. Wir machen uns noch ’ne Kippe und sind dann auch weg“. Das will sie aber auch nicht hören. Conny baut sich vor uns auf und brüllt uns laut an. Abhauen sollen wir. „Chill jetzt, verdammt. Wir machen noch Kippen und sind dann weg“. Schließlich wird sie weggezerrt. „Zu viel gesoffen“, verkündet ihr Seminarkollege und verabschiedet sich. Und lässt uns doch einigermaßen desillusioniert zurück am Rhein sitzen.

Was ist da gerade passiert? Keine Ahnung, aber es ist doch alles in allem ein ziemlich niederschmetternder Einblick in die menschliche Psyche.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Model Samantha Stone

Zeigt sich gerne sexy: Model Samantha Stone (Foto: Florian Lohmann)

Zeigt sich gerne sexy: Model Samantha Stone (Foto: Ender Akdogan)


Mit neun Jahren lief sie ihre erste Modenschau, im vergangenen Jahr war sie BILD Girl und 2014 will sie mit einem Bildband von sich reden machen: Samantha Stone arbeitet hauptberuflich als Model. Trotz ihrer, für die Modelbranche recht ungewöhnlichen Größe von 160 cm ist die 25-Jährige zurzeit gefragt wie nie. Mit Face2Face sprach das Model aus Frankenthal über Erfolgserlebnisse, Castingshows und ihren Sohn.

Face2Face: Wie bist du zum Modeln gekommen?
Stone: Als ich das erste Mal gemodelt habe, war ich neun Jahre jung und noch in der Grundschule. Damals bin ich eine Modenschau für Kinder gelaufen. Ich erinnere mich noch, dass ich unglaublich aufgeregt war. Allerdings war das Modeln damals noch nichts für mich – das kam erst später.

Face2Face: Wie viele Aufträge hast du pro Monat und wie viel bekommst du beispielsweise für ein Fotoshooting?
Stone: Meistens modele ich nur am Wochenende, außer es steht etwas Größeres an. Natürlich werde ich für meine Arbeit auch bezahlt – über Geld spreche ich allerdings nicht.

Face2Face: Samantha Stone ist dein Künstlername. Wie lautet dein bürgerlicher Name und wieso hast du dich für einen Künstlernamen entschieden?
Stone: Eigentlich heiße ich Samantha Stein, aber „Stone“ passt einfach besser zu meinem Vornamen.

Face2Face: Machst du ausschließlich Fotos oder auch Laufstegjobs?
Stone: Ich mache beides – je nachdem, was gerade an Aufträgen reinkommt. Natürlich durfte ich schon Modenschauen mitlaufen und das bei meiner Größe von 160 cm… Ich hatte allerdings auch die höchsten Schuhe an und jede Menge Laufstegtraining.

Tanzt am liebsten nackt: Samantha in der BILD-Zeitung - fotografiert von Florian Lohmann

Tanzt am liebsten nackt: Samantha in der BILD-Zeitung – fotografiert von Florian Lohmann

Face2Face: Was war dein bisher größtes Erfolgserlebnis im Model-Business?
Stone: Mein größtes Erfolgserlebnis bis jetzt war, dass ich ein Casting gewann und so zu einem eigenen Management kam. Allerdings wechsele ich mein Management gerade wieder.

Face2Face: Was war dein spannendstes Shooting bisher?
Stone: Ein Shooting für das Reptilium Landau war bisher das spannendste Shooting für mich. Dort stand ich mit Schlangen, Spinnen, Skorpionen und weiteren Tierchen vor der Kamera – und das, obwohl ich eine riesige Angst vor Spinnen habe.

Face2Face: Was bedeutet dir das Modeln? Gibt es auch etwas, das dir am Modeln weniger gut gefällt?
Stone: Modeln bedeutet für mich abschalten und in eine andere Welt eintauchen. Was mir am Modeln weniger gefällt, ist ganz klar, dass man zwar viele interessante Menschen und auch andere Models trifft, mit diesen aber nach Miss-Wahl oder Shooting nur noch online oder via Handy Kontakt halten kann. Mit Glück sieht man sich einmal im Jahr und das ist sehr schade.

Face2Face: Auf den meisten deiner Bilder bist du eher spärlich bekleidet. Möchtest du bewusst durch nackte Haut herausstechen oder wieso lässt du dich gerne so fotografieren?
Stone: Ich arbeite in allen Bereichen außer Pornografie. Ich mag meinen Körper so wie er ist und muss nichts dafür tun, also kann ich ihn auch zeigen. Andere können gerne gucken, aber anfassen darf mich nur mein Mann.

Face2Face: Du bist auch Mutter eines vierjährigen Sohnes – wäre es dir unangenehm, wenn er dich irgendwann einmal auf deine Fotos anspricht oder hast du Angst davor, dass er später einmal wegen deiner Fotos gehänselt wird?
Stone: Mein Sohn kennt das schon von klein auf und war schon oft bei Shootings dabei. Er ist das gewohnt und freut sich immer auf die ersten Ergebnisse. Er weiß auch ganz genau, wer seine Mama ist, wenn er mich in Magazinen, Zeitungen oder im Netz sieht.

Samanthas spannendstes Shooting: Für das Reptilium Landau posierte sie unter anderem mit Spinnen (Foto: Jürgen Wegner)

Samanthas spannendstes Shooting: Für das Reptilium Landau posierte sie unter anderem mit Spinnen (Foto: Jürgen Wegner)

Face2Face: Was hälst du von Casting-Shows wie Germany´s Next Topmodel? Könntest du dir vorstellen, selbst einmal an so einem TV-Format teilzunehmen?
Stone: Nein, an so etwas habe ich kein Interesse. Mir ist das Gezicke zu doof und das viele Geschwätz.

Face2Face: Du hast seit Kurzem eigene Autogrammkarten – erkennen dich die Leute auf der Straße? Und wenn ja, wie findest du das?
Stone: Anfangs fand ich das total komisch, vor allem, als ich im März auf einer Motorradmesse drei Tage lang Autogramme geben sollte und sich Fans mit mir fotografieren lassen konnten. Auf der Straße werde ich mal erkannt und mal nicht. Privat lege ich keinen Wert auf Make-up, trage meistens einen Dutt und habe eine Brille auf der Nase (lacht). Wenn ich erkannt werde, werde ich angesprochen und gebe natürlich Autogramme. Aber jedes Mal denke ich mir dabei: Eigentlich bin ich ja nur das nette Mädchen von nebenan.

Face2Face: Was möchtest du im Bezug auf das Modeln noch erreichen? Hast du schon konkrete Pläne?
Stone: Ich plane nie. Es kommt, wie es kommt! Als nächstes steht ein Buchprojekt an: Ein Bildband mit Fotos von mir und dem Titel „Samatha Stone“, das man dann in der Buchhandlung kaufen kann.

Face2Face: Hast du einen Tipp für alle angehenden Models? Auf was sollten sie speziell achten, was ist wichtig im Model-Business?
Stone: Angehende Models müssen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein – das ist alles, denn es öffnet Türen!

Vorschau: Nächsten Dienstag beschäftigt sich die Panorama-Redaktion mit Missstände in deutschen Krankenhäusern und Ausbeutung der Pflegekräfte. Wir stellen uns die Frage: Was bewegt junge Leute, diesen Beruf dennoch zu erlernen?

Gewinnspiel:
Ihr seid von Samantha begeistert? Dann sichert euch mithilfe von Face2Face eine Autogrammkarte von ihr mit exklusiver, persönlicher Widmung!

Was ihr dafür tun müsst: Schreibt bis einschließlich Freitag, 16. August, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „Samantha“. Darin enthalten sein sollten euer Vor- und Nachname, eine Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort), eine gültige E-Mail-Adresse sowie eure Wunsch-Widmung! Verlost wird unter allen Einsendungen. Mitarbeiter von Face2Face sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt dann am Samstag, 17. August via Mail.

Die Panorama-Redaktion wünscht allen Teilnehmern viel Glück!

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Nutzungsbedingungen 

§ 1 Gewinnspiel
(1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme

(1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
(2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-mailadresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner hinterlässt.
(3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen.
(4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel


(1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die Online-zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen.
(2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden.
(3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden.
(4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht.
(5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden.
(6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung
(1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert.
(2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich.
(3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden.
(4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz.
(5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz
(1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten.
(2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face.
(3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren.
(4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle einsandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges
(
1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
(2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar.
(3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Ihr Ziel: Die Shisha-Weltherrschaft – zwei Jungunternehmer packen aus

Wollen die Weltherrschaft in Sachen Shisha an sich reißen: Rida Karkaba (links) und Toni Udiljak (rechts) mit ihrem Team (Foto: privat)

Wollen die Weltherrschaft in Sachen Shisha an sich reißen: Rida Karkaba (links) und Toni Udiljak (rechts) mit ihrem Team (Foto: privat)

Jugendkultur Shisharauchen“ titelten wir vor etwa einem Jahr auf unserer Website. An diesem Trend scheint sich bis heute wenig geändert zu haben: Viele, vor allem jüngere Menschen schätzen es in gemütlicher Runde – daheim oder in einer der zahlreichen Shishabars in der Umgebung – beisammen zu sitzen, Wasserpfeife zu rauchen und über Gott und die Welt zu quatschen. Zwei jungen Männern war das allein aber nicht genug: Toni Udiljak (24) und Rida Karkaba (28) gründeten im März ein eigenes Unternehmen rund um den Shisha-Bedarf. Über ihren Onlineshop verkaufen sie unter anderem Shishas, Tabak und Mundstücke, aber auch selbstentwickelte Produkte wie den „THS Diamond“, einen Glasaufsatz, der mittels indirekter Hitze das Einatmen von Schadstoffen aus der Kohle vermindert.

Am vergangenen Samstag eröffneten die Jungunternehmer zudem eine Filiale in Sinsheim. Face2Face war für euch vor Ort und hat mit den beiden über ihre größte Leidenschaft, das Shisharauchen, und die Herausforderungen einer Unternehmensgründung gesprochen.

Die Qual der Wahl: Verschiedene Tabaksorten im Shop der Jungunternehmer (Foto: T. Gartner)

Die Qual der Wahl: Verschiedene Tabaksorten im Shop der Jungunternehmer (Foto: T. Gartner)

Es ist 12 Uhr an einem verregneten, grauen Samstag. Nur bei dem Gedanken daran heute noch vor die Tür treten zu müssen, fröstelt man unweigerlich. Im Bett oder vor dem Kamin, eingemummelt in kuschelige Decken, den Duft eines dampfend heißen Kakaos einatmen – an etwas anderes ist an einem Tag wie diesem nicht zu denken. Oder doch? Mitten im tristen Industriegebiet Sinsheims hat eine Handvoll junger Männer beschlossen, den Samstag anders zu verbringen: In gemütlicher Runde sitzen sie in einem Eckhaus mit Glasfassade. Beim Eintreten steigt einem gleich der fruchtige Geruch von Shishatabak in die Nase. An den Wänden des großzügigen, hellen Raumes stapeln sich kunterbunte Tabakboxen – von klassischem Doppelapfel, über Frozen Maracuja bis hin zu Zimt-Kaugummi ist alles dabei. In blitzblanken Glasvitrinen werden Köpfe und Mundstücke präsentiert. Zur Eröffnung des Shops können die Besucher diverse Tabaksorten ausprobieren, was sich die Shishaliebhaber aus der Umgebung natürlich nicht zweimal sagen lassen. Begierig saugen sie an den Schläuchen der Shishas und pusten den duftenden Rauch in die Luft.

„Shisharauchen bedeutet für uns einerseits Entspannung, andererseits das Verlangen die heutigen Standards im Bezug auf das Shisharauchen zu verbessern“, erklären die beiden Jungunternehmer. Da sei es für beide naheliegend gewesen, einen Shop für Shishabedarf zu gründen. Gute Konzepte und Produkte seien die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung, wissen sie. „Das Wichtigste aber ist der Ehrgeiz etwas durchzuziehen, obwohl viele Leute das nicht für gut befinden und einem Steine in den Weg legen“, ist sich Udiljak sicher. Nach dem Boom des Onlineshops durch den Verkaufsstart des „THS Diamond“ im März, möchten die beiden jungen Männer nun mit ihrer Filiale etwas mehr Präsenz zeigen und den Leuten die Möglichkeit geben, die Produkte vor Ort zu testen.

Das Fazit der Eröffnung fällt jedenfalls positiv aus: „Ich schätze mal, es waren um die 100 Besucher da“, berichtet Karkaba. Das läge minimal unter den Erwartungen, sei aber vermutlich auf das schlechte Wetter zurückzuführen, spekuliert er. Zufrieden seien sie dennoch und sehen zuversichtlich in die Zukunft: „Wir wünschen uns natürlich, dass der Shop weiterhin gut besucht ist, dass sich die Kunden hier wohlfühlen und die Beratung sowie Chillzone in Anspruch nehmen.“ Das Ziel auf längere Sicht: „Die Weltherrschaft in Bezug auf Shisha an uns zu reißen“, sagt Udiljak mit einem Augenzwinkern.

Kontakt:
THS Shisha Bedarf Shop:
Langestraße 22
74889 Sinsheim

www.shisha-bedarf.com
info@shisha-bedarf.com


Vorschau:
Nächste Woche geht es im Panorama um das Thema Couchsurfing.