Programmiertes Hibbeln – The Voice of Germany und Aufklärung

Irgendwann konnte ich es nicht mehr verhindern. Mit seiner Oma zusammen sah mein ältester Sohn das erste Mal „Deutschland sucht den Superstar“. Ich war erst einmal sauer. Stinksauer. Erstens, weil die Oma die Schlafenszeiten ignorierte, aber viel schlimmer fand ich, dass sie ihn voller Naivität eine sogenannte Castingshow hat sehen lassen, in denen Talent erst einmal zweitrangig ist und Beleidigungen nicht selten. Es hätte kaum schlimmer sein können, höchstens noch mit Klumms eigener Magersuchtzucht. Doch nun hatte ich den Salat. Das Kind verstand meine Aufregung nicht und ich wusste, da hilft nur Aufklärung.

Aufklärung beim Schauen
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Stimme statt Show? Stimmt auch bei The Voice of Germany nicht ( Grafik: giselly / pixabay.de)

Darum durfte er letzten Sonntag wieder länger aufbleiben und wir haben uns gemeinsam das Finale von „The Voice of Germany“ angeschaut. Es war die zweite Staffel, die er sehen durfte. Wenn er hibbelt und hofft, erkläre ich ihm, dass es nur eine Show ist, ein Schauspiel. Dass alle Teilnehmer wissen, wann sie rausfliegen, wie weit sie kommen, wer gewinnt. Trotz Telefonwertungen. Er hört zu, versteht, hibbelt trotzdem. Aber ich sitze daneben und erkläre weiter. Wie die Auftritte platziert sind, wann das Miro leiser gedreht wird, um einen anderen Kandidaten zu bevorzugen. Das ist auch gar nicht böse oder schlimm. Pro Sieben ist ein Unternehmen und muss wirtschaften. Herzklopfen für den Zuschauer, Kassengeklimper für Pro Sieben. Für „The Voice of Germany“ habe ich mich aber bewusst entschieden. Gerade in der ersten Runde erfährt der Zuschauer keine Beleidigungen von den Teilnehmern. Nur Buzz oder nicht. Und dann das „Buhlen“ um die Teilnehmer, statt das Flehen an die „Coaches“.

System funktioniert?
Jedes Jahr eine neue Stimme: Tay Schmedtmann ist The Voice of Germany 2016 (Foto: AxxLC / pixabay.de)

Jedes Jahr eine neue Stimme: Tay Schmedtmann ist The Voice of Germany 2016 (Foto: AxxLC / pixabay.de)

Ja, das System funktioniert. Das „Mädchen“, das es mit seiner Euphorie gerne übertreibt, dieses Mal war es Yvonne Catterfeld und ihre Jubelrufe, die mitunter lauter waren, als die Sänger am Mikro. Der „Ausländer“, bereits zum zweiten Mal Samu Haber von Sunrise Avenue, der nicht nur auf Englisch flucht, sondern auch auf Deutsch. Warum der Finne kein finnisch von sich gibt, habe ich aber nicht verstanden. Dann noch die lässigen Fanta 2 Michi Beck und Smudo. Meine Kinder wachsen mit der Musik der Fantastischen Vier auf, „Die Da“ ist Standardrepertoire unserer Musikauswahl. Seit er The Voice schaut, steht mein Großer vor der Anlage und schreit „Ich hör Michi“ oder „Das ist Smudo“. Und zuletzt der immer kritisch schauende Andreas Bourani, der damit bisher wenig punkten konnte und vielleicht gerade deswegen dieses Mal mit seinem Kandidaten Tay gewonnen hat. Klischee, es leben hoch. Geradezu überraschend war es da, dass ins Finale keine Quotenfrau kam und auch sonst die so geforderte „Diversity“ nicht erzwungen wurde. Ja, ich bin für Vielfalt und weiß, dass die Welt bunt ist. Nur jemanden ins Finale zu holen, weil er eine bestimmte Hautfarbe, Ethnie oder Geschlecht hat, ist aber genauso falsch, wie ihn deswegen auszuschließen.

Fokus auf den Sängern
Auch nur eine Casting-Show - aber besser als viele andere (Foto: Nachrichten_mus / pixabay.de)

Auch nur eine Casting-Show – aber besser als viele andere (Foto: Nachrichten_mus / pixabay.de)

Warum ich „The Voice of Germany“ trotz allen Klischees und „Show“ dennoch mag, liegt auch daran, dass der Fokus hier weniger auf den bereits bekannten Künstlern liegt. Ja, die scherzen und blödeln, geben an und machen natürlich für ihre eigenen Scheiben Werbung. Sie wären ja auch schön blöd, wenn nicht. Doch hier gibt es wirklich konstruktive Kritik und Hauptsache ist, wie die Künstler singen, nicht wie sie zicken, aussehen, spinnen. Das Konzept geht auf und mein Sohn lern nicht nur, wie das System „Castingshow“ funktioniert, sondern auch noch etwas über gute Musik. Was eine klare Stimme ist, warum Atmen nicht gleich Atmen ist, dass viel Stimme nicht alles ist und Töne treffen auch nicht. Am Ende der Staffel scheinen manche der Talente besser zu singen, als die, die einmal für sie gedrückt haben. Und die geben das ohne Scheu zu. Unser Favorit, Friedemann aus Yvonnes Team, war am Sonntag bereits nicht mehr dabei. Mir persönlich macht das nichts. In der ersten Staffel landete mein Favorit Max Giesinger auf dem dritten Platz. Heute hat er den Sprung geschafft. Von Ivy, dem Mädchen, dass damals gewonnen hat, habe ich dagegen schon lange nicht mehr gehört. Ob Tay Schmedtmann eine große Karriere vor sich hat, bleibt abzuwarten. Ich hatte ihn nie als Sieger auf dem Schirm, aber ich bin ja auch keine Musikerin.

Völlig ohne Taktgefühl

Dank iPod und Smartphone können wir heute in jeder Lebenslage Musik genießen und sei es auf dem stillen Örtchen. Ja, so mancher hält es gar nicht mehr ohne musikalische Berieselung aus, die Stille wirkt sofort bedrückend und beklemmend.

Schwierig: Musik ist schön, erfordert aber auch jede Menge Talent.

Schwierig: Musik ist schön, erfordert aber auch jede Menge Talent. (©Günther Gumhold/Pixelio.de)

Auch ich mag Musik sehr gerne. Es ist schon entspannend, meinen Lieblingsstücken zu frönen, darunter die von Zucchero; der Stil des italienischen Rock-, Blues-, Jazz-Alleskönners ist einfach einzigartig. Trotzdem: Selber bin ich das genaue Gegenteil von musikalisch.

Es fängt schon damit an, dass Musik für mich eben kein Muss ist. Ich halte es gut und gerne auch ohne Beschallung aus, gerade dadurch empfinde ich das Musikhören wieder als Genuss, wenn ich denn dazu komme. Das Radio lasse ich ohnehin bewusst ausgeschaltet. Früher habe ich zwar noch öfters für den Wetterbericht eingeschaltet, doch der ist inzwischen auch so schlecht geworden, hat mich schon so oft in den nächsten Platzregen geschickt, dass ich darauf ohne Reue verzichten kann.

Da passt es ins Schema, dass ich auch überhaupt nicht singen kann. Schon in der Schule hieß Singen für mich: Text lesen und deutlich erkennbar die Lippen zum Text bewegen – so gab der Lehrer Frieden und ich ersparte mir und den anderen meine Sangeskünste.

Schlimm wird es für meine Umwelt, wenn ich mir wieder einen lästigen Ohrwurm eingefangen habe, der mich zum Trällern verleitet. So wie vor kurzem. Ich habe mir im Internet auf Kroatisch „Bob, der Baumeister“ angesehen. Bevor mir einige jetzt den Vogel zeigen: Das bringt wirklich etwas, denn die einfache Sprache in den Kindersendungen trainiert ganz toll das Hören und ich verstehe wenigstens den Inhalt ohne Wörterbuch. Wie dem auch sei, die anderen Fahrgäste in der U-Bahn haben mich schon verstört und gequält angeschaut, als mir unbewusst „Bob graditelj, naravno da možemo“, „Bob der Baumeister, jo wir schaffen das“ über die Lippen ging.

Singen kann ich nicht, geschweige denn ein Instrument spielen. Das einzige, was ich zu Stande bringe, ist ein wenig mit der rechten Hand auf dem Klavier zu klimpern. Das auch nur, weil ich vor Jahren unzählige Stunden damit verbrachte, ein paar Weihnachtsmelodien einzustudieren. Alles, um auf der Weihnachtsfeier der Familie aufzutrumpfen. „Einstudieren“ ist hier wörtlich zu nehmen, es war mehr erbarmungsloses Auswendiglernen denn musikalisches Können. Daran ändert auch nichts, dass ich mit ein bisschen Glück und verkrampften Armen „Stille Nacht, heilige Nacht“ sogar zweihändig schaffe.

Feierlaune: Tanzen ist für viele gleichbedeutend mit Party.

Feierlaune: Tanzen ist für viele gleichbedeutend mit Party. (©Marco Karch/Pixelio.de)

Wer meint, dass er dann wenigstens mit mir tanzen könnte, den muss ich leider erneut enttäuschen. Ich bin Radfahrer aus Leidenschaft und Radfahrerbeine – insbesondere meine – können nur eines: Pedalieren, auch wenn sie das sehr gut und stundenlang können. Ich bin wirklich froh, dass ich in meinem Sport keine grazilen Bewegungen brauche, denn beim Tanzen liege ich schneller auf dem Parkett als mir liebt ist – geborener Grobmotoriker eben.

Ich hadere keineswegs mit meinem mangelnden Taktgefühl. Klar, wäre es schon schön, wenn ich wenigstens etwas in Richtung Musik könnte. Doch jeder hat sein individuelles Talent, ich bleibe lieber bei Radsport und Sprachen – darin bin ich bedeutend besser, es macht mir mehr Spaß und auch meine Mitmenschen werden es mir danken.

Vorschau: Eva berichtet euch nächste Woche von Freud und Leid eines Hauskaufs.

Rekordträchtiger Bodensee Kanu-Marathon 2013

Wir schreiben das Jahr 490 vor Christus zwischen Athen und Sparta: Laut dem antiken griechischen Geschichtsschreiber Herdot läuft ein Bote diese Strecke, um Hilfe im Krieg gegen die Perser zu suchen. Später entwickelt sich daraus eine Legende, die besagt, ein Läufer habe die rund 40 Kilometer von der Stadt Marathon nach Athen zurückgelegt, um dort das Ende einer siegreichen Schlacht zu verkünden.

Jene historischen 42 Kilometer bestritten beim 19. Bodensee Kanu-Marathon am vergangenen Samstag, 15. Juni, ganze 237 Teilnehmer. Jedoch mit dem Unterschied, dass sie die Strecke nicht laufend, sondern in einem Kanu zurücklegten. Face2Face war für Euch nicht nur live dabei, sondern ging mit der Leiterin der Film-Kunst-Kultur-Redaktion Nadine Schwalb (21) sogar im Halbmarathon an den Start.

Massenstart: Beim diesjährigen Kanu-Marathon am Bodensee gingen ganze 237 Teilnehmer an den Start. (Foto: Schwalb)

Massenstart: Beim diesjährigen Kanu-Marathon am Bodensee gingen ganze 237 Teilnehmer an den Start. (Foto: Schwalb)

Der Startschuss für die insgesamt 209 Boote fiel um 9 Uhr in Iznang, beim Kanu-Club Singen, der zusammen mit dem Bodensee-Kanu-Ring das Rennen organisierte. Sowohl die Strecke des Halbmarathons als auch des Marathons, verliefen durch den sogenannten Untersee rund um die Insel Reichenau herum. Mit den angrenzenden Naturschutzgebieten und den idyllisch gelegenen Häusern direkt am See gab es also für jene, die keinen neuen Streckenrekord aufstellen wollten, auch etwas fürs Auge.

Um dies zu genießen, blieb dem diesjährigen Sieger im Kajak Einer bei den Herren, Thomas Zastera, der die Strecke in einer neuen Rekordzeit von 03:24:04 Stunden zurücklegte, wohl wenig Zeit. Der Vorjahresgewinner Zastera zeigte sich schon am Vorabend des Rennens siegessicher, so äußerte er scherzhaft, er bringe den Wanderpokal nur vorbei, um ihn am nächsten Tag gleich wieder mit nach Hause nehmen zu können. Bei den Damen entschied  Sarah Zurbrügg-Greenaway mit einer Zeit von 04:15:07 Stunden das Rennen für sich. Das schnellste Rennen fuhren jedoch Dennis Möller und Thomas Klemm im Kajak-Zweier, die nach bereits 3:11:08 Stunden die Ziellinie passierten.

Bot für Zuschauer und Familienmitglieder eine gute Möglichkeit zum Jubeln: Der Bruckgraben. (Foto: Schwalb)

Bot für Zuschauer und Familienmitglieder eine gute Möglichkeit zum Jubeln: Der Bruckgraben. (Foto: Schwalb)

Das seit 1982 stattfindende Sportevent bot an diesem Wochenende mit zwar schwülem Wetter aber wenig Wellengang ideale Rahmenbedingungen für einen reibungslosen Ablauf. Auch das Hochwasser, das überall in Deutschland im Moment viele Schäden verursacht, konnte dem Rennen keinen Dämpfer verpassen. Es machte sich lediglich beim sogenannten Bruckgraben bemerkbar, bei dem die Teilnehmer die Köpfe einziehen mussten, um nicht von der dortigen Brücke zum Kentern gebracht zu werden. Die Organisatoren zeigten dessen ungeachtet den betroffenen Kanu-Vereinen, die teilweise hohe Sachschäden an ihren Bootshäusern hinnehmen mussten, gegenüber Solidarität und forderten zum Spenden auf. Auch die gesonderte Ehrung zweier Kanuten, die ihre Spitzenposition aufgaben, um einem gekenterten Kollegen zu helfen, trug zur familiären Atmosphäre bei, die den Bodensee Kanu-Marathon 2013 zu einem unvergesslichen Erlebnis machten.

Vorschau: Nächste Woche erscheint an dieser Stelle der vierte Teil der Radsportartenserie von Anja über Brennball.

„Vergesst nicht: Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen“ – ein Interview mit der deutschen Popsensation „Kraftklub“

Am Freitag, 20. Januar ist ihr Album „Mit K“ erschienen – dies bescherte der Band „Kraftklub“ bundesweite Aufmerksamkeit und bereits musikalische Lobeshymnen. „Kraftklub“ das sind: Sänger Felix Brummer, Gitarrist Karl Schumann, Bassist Till Brummer, Gitarrist Steffen Israel und Schlagzeuger Max Marschk. Die fünf Chemnitzer sprachen mit Face2Face unter anderem über Mädchen, Umwelt und ihren Erfolg.

Erfrischende Popmusik aus Chemnitz: „Kraftklub“ mischen mit ihrem Album „Mit K“ die Deutschen Charts auf (Foto: Deobald)

Face2Face: Euer Debüt-Album „Mit K“ ist gleich nach der Veröffentlichung gefeiert worden – verliert man bei so vielen Lobeshymnen nicht den Überblick?
Kraftklub: Das Wichtige ist, dass wir immer zu fünft als Gang unterwegs sind. Das war auch schon so bevor wir mit dem Musikmachen begonnen haben. Wer meint, er müsste Starallüren bekommen, wird auf den Boden der Tatsachen gebracht. Vor einem Jahr war alles noch überschaubar. Damals haben wir noch jeden „YouTube“-Kommentar gekannt – „Susie92“ – was ist dein Problem?

Face2Face: An welchem Punkt habt ihr gemerkt, dass etwas Großes im Anmarsch war?
Kraftklub: Da gab es nicht den einen unvergesslichen Moment, ab dem wir sagen können, jetzt haben wir es geschafft – sondern alles ist nach und nach passiert. Es fing damit, dass wir für größere Bands wie „Fettes Brot“, „Beatsteaks“ und „Casper“ als Support-Band spielen durften. Sicherlich war auch der Auftritt beim „Bundesvision Song Contest“ für Sachsen und der damit verbundene fünfte Platz eine gute Chance, um noch mehr Fans für unsere Musik zu begeistern.

Face2Face: Was findet ihr am kuriosesten an eurer Erfolgsgeschichte?
Kraftklub: Wir hatten immer wieder Zeit, um die Ereignisse zu verarbeiten. Das Krasseste aber war, dass wir eine fast ausverkaufte Tour ohne ein Album auf dem Markt zu haben, gespielt haben.

Face2Face: Wie empfandet ihr euer Leben nach Unterzeichnung eures Plattenvertrages?
Kraftklub: Mit der Unterzeichnung an sich hat sich nichts Wesentliches verändert. Es gibt uns nur die Möglichkeit wieder auf Tour zu gehen und auf Festivals zu spielen. Viele Leute haben da eine falsche Vorstellung. Mit der Unterzeichnung hat man nicht automisch so viel Geld, dass man sich einen Ferrari leisten kann. Mit dem Plattenvertrag hatten wir keine Geldsorgen und konnten ins Aufnahmestudio gehen, ohne dass wir uns bei der Oma Geld leihen zu mussten. Gerade wenn man so viel unterwegs wie wir, braucht man weniger Geld zum Leben – grundsätzlich nur Benzin und Kippen.

Face2Face: Findet ihr, dass Erfolg sexy macht?
Kraftklub: Definitiv – ja! Aber auf der Ebene, dass Mädchen, die was auf dem Kasten haben, immer viel sexier sind als solche, die nur herumlungern – sozusagen diese „Alles scheißegal“-Mentalität an den Tag legen. Am deutlichsten wird der Erfolg dadurch, dass man mehr Freundschaftsanfragen bei Facebook bekommt.

Face2Face: Aber durch euren Erfolg klappt es jetzt besser beim Mädchen abzuschleppen?
Kraftklub: Eben gerade nicht – wir sind keine guten Abschlepper. Wir benötigen viel Alkohol – nüchtern sind wir schüchtern.

Face2Face: Was haltet ihr von der Genre-Bezeichnung „selbstironischer-neologistischer Randie-Pop“ (Anm. d. Red. „Randie“ ist eine Mischung aus Rap, Indie und Pop)?
Kraftklub: Wir können mit ziemlich viel leben, wir sind sehr dickhäutig. Wir verstehen es nicht aber es hört sich gut an. Irgendwann haben wir dieses Wort einmal erfunden – früher fanden wir das mit unserem jugendlichen Leichtsinn noch amüsant.

Face2Face: Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Kraftklub: Jungsmusik für Mädchen trifft es am besten oder Rockmusik, zu der auch Mädchen tanzen können.

Ihre Liveauftritte sind ein Aufruf zum Tanzen: Felix Brummer und Karl Schumann (von links) von der Randie-Pop Band „Kraftklub“ (Foto: Deobald)

Face2Face: Ist euer Album „Mit K“ auch eine Hommage an alle tanzenden und singenden Menschen?
Kraftklub: Unser Album ist eine Hommage an alle tanzenden Menschen und unsere Liveauftritte sind ein Aufruf zum Tanzen.

Face2Face: Wie würdet ihr eure Songtexte beschreiben?
Kraftklub: Unsere Texte sind bei uns wie ein Gespräch im Freundeskreis. Man drückt sich die ganze Zeit irgendwelche blöde Sprüche,macht Quatsch und dann in einem anderen Moment fängt man an über ernste Probleme zu sprechen. Und so versuchen wir es auch in unsere Texte zu übernehmen.

Face2Face: Was ist euer Geheim-Tipp gegen einen Kater?
Kraftklub: Die Kombination aus Wasser und viel Schlaf. Ins leere Bier Wasser füllen – somit denkt man, man trinkt noch Bier dabei ist es nur Wasser. Aber Wasser hilft generell gegen fast alles.

Face2Face: Gehört das Wort „Scheiße“ zu euren Lieblingswörtern, liegt es euch am Herzen das Wort salonfähiger zu machen?
Kraftklub: „Scheiße“ ist ein starkes Wort, dass so vernichtend klingt – es hat etwas Endgültiges. Das macht das Wort für uns unheimlich sympathisch.

Face2Face: Würdet Ihr mit einem Berliner Hipster eure Wohnung teilen?
Kraftklub: Das wäre kein Problem, wir sind da recht offen. Wir würden nur die Miete erhöhen.

Face2Face: Wenn Ihr nicht gerade unterwegs seid – wo trifft man euch in Chemnitz an?
Kraftklub: Es gibt die Tabeldance-Bar „Paradies“, an der wir immer vorbei fahren, wenn wir nach Chemnitz rein fahren. Wir fragen uns jedes Mal wie es da drin wohl aussieht – das ist unser nächstes Projekt. Sonst findet man uns in unserem Stammclub „Atomino“, in dem wir auch schon mehrere Auftritte hatten.

Face2Face: Würdet ihr denn Groupies mit auf eure Tour nehmen?
Kraftklub: Wenn man von richtigen Groupies sprechen kann, sind das verrückte Mädchen, die einen Dachschaden haben – so etwas würden wir uns nicht antun.

Face2Face: Was sind eure Wünsche und Ziele für das Jahr 2012?
Kraftklub: Da stehen Dinge an wie Führerschein machen, mehr zu rauchen – wir wissen, was wir unserem Körper schuldig sind. Wir versuchen allgemein auf die Umwelt zu achten – der ökologische Fußabdruck wird immer größer. Denn wir dürfen nicht vergessen: Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen. Wir versuchen jetzt noch eine kurze Zeit mit dieser lala-Popmusik Erfolg zu haben und dann wollen wir mit El Gore zusammen die Welt zu retten.

Verlosung von handsignierten Autogrammkarten von „Kraftklub“:

Exklusive Autogrammkarten von „Kraftklub“ zu gewinnen: Mit ein wenig Glück gehört eine der beiden euch (Foto: Jenowein)

Im Rahmen des Interviews mit „Kraftklub“ verlosen wir zwei jeweils eine handsigniertes Autogrammkarte. 
Was ihr für eines der zwei unterschriebenen Autogrammkarten tun müsst: Schreibt bis einschließlich Mittwoch, 28.März, 23:59 eine Mail an jean-claude.jenowein@face2face-magazin.de. Schickt einfach eine Mail mit dem Betreff  „Kraftklub“. Darin enthalten sein sollte eurer Name sowie eure Postadresse. 
Verlost wird unter allen Teilnehmern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am Montag, 2.April via E-Mail.

Vorschau: Nächsten Samstag berichten wir über die Band „Herpes“.