Selbstgemachte Bagel für Arbeit oder Uni

Keine Lust auf Kantine? Der Asiate neben dem Büro hat auch immer nur dasselbe Zeug? Wir zeigen euch heute, wie ihr ganzeinfach leckere Bagels selber herstellen könnt, die euch dann die Pause auf der Arbeit und in der Uni versüßen.

Zutaten:

  • 500 Gramm Mehl
  • 1 Paket Hefe
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Salz
  • 2 Esslöffel Öl
  • 1 Ei

Zubereitung:

Mehl mit Hefe, Zucker, Salz, Wasser und Öl mischen und zu einem Teig. Diesen mindestens eine Stunde an einem warmen Ort aufgehen lassen. Anschließend den Teig in circa 10 Stücke teilen, diese zu kleinen Würsten ausrollen und dann zu einem Kreis mit einem Loch in der Mittel zusammenlegen. Die Rohlinge vor dem Backen noch mit Eigelb bestreichen, damit sie eine schöne goldgelbe Farbe bekommen. Jetzt könnt ihr je nach Belieben noch Mohn oder Sesam drüber streuen. Danach den Ofen auf 200 Grad Ober- Unterhitze vorheizen und die Teigrohlinge circa 20 Minuten backen. Anschließend die Bagels vorsichtig aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Schon sind sie fertig zum genießen. Ein kleiner Tipp: Besonders gut sind sie noch leicht warm.

Lecker schmecken die Bagel als herzhafte Variante mit Lachs, Frischkäse und Kräutern wie Petersilie oder mit Schinken, Käse und Gurkenscheiben. Doch auch als süße Variante mit leckerer Marmelade sind sie einfach ein Genuss.

Ein Kalender im Advent

Alle Jahre wieder kommt die Weihnachtszeit und mit ihr Lebkuchen, Glühwein, Adventskranz und Adventskalender. Von letzteren werde ich beim Einkaufen geradezu erschlagen. In jeder erdenklichen Form strahlen sie mir entgegen. Die kleinen Kalender für die Vorweihnachtszeit sind schon lange kein bunter Spaß für kleine Kinder mehr.

Einfache Bildchen? Gibt es schon fast gar nicht mehr. Mindestens Schokolade muss sein. Dabei wird vor den einfachen Schoko-Kalendern seit ein paar Jahren wegen Verunreinigungen durch Erdöl gewarnt. Ist auch wirklich keine so leckere Vorstellung. Und mal ehrlich, komisch geschmeckt haben diese Dinge schon, als ich klein war. Aber es gibt ja auch noch genug andere, so dass niemand auf Erdöl-Kalender zurückgreifen muss – außer er will natürlich.

Kleine Freude im Advent: der Adventskalender (© Stefan Bayer / pixelio.de)

Kleine Freude im Advent: der Adventskalender (© Stefan Bayer / pixelio.de)

Sämtliche Schokoladenhersteller, so scheint es mir, haben beschlossen, eigene Adventskalender zu machen. Ob als Mischung verschiedener Sorten oder einfach nur unterschiedlicher Geschmacksrichtungen, aufgebaut wie der Big Ben oder als riesiges Herz, kein Wunsch bleibt unbeantwortet im Konsumspiel der Vorweihnachtszeit. Kein Wunder, dass viele nicht nur einen Kalender zu Hause haben. Warum nur Schokolade der einen Marke, wenn die andere auch schmeckt?

Aber bei Süßigkeiten macht die Industrie ja schon lange nicht mehr Halt. Kalender voller Spielzeug, Bücher oder Drogerie-Produkte, Teesorten, Kaffeeproben, Bier oder Sexspielzeuge – für jeden etwas, für alle Alles. Selbst unsere Apotheke verschenkte einen Streifen mit 24 Hustenbonbons und am Montag wurden am Mannheimer Bahnhof Kalender mit Schokokugeln verteilt. Mir wird dabei ganz schwindelig. Habt ihr einmal einfach im Internet nach Adventskalendern gesucht? Es gibt Tassen zum Abrubbeln und Kerzen zum Abbrennen. Der Advent ist fast noch wichtiger geworden als Weihnachten.

Überblick verloren? Manche Adventskalender sind keine Kleinigkeit mehr (© Uwe Wagschal / pixelio.de)

Überblick verloren? Manche Adventskalender sind keine Kleinigkeit mehr (© Uwe Wagschal / pixelio.de)

Wobei natürlich klar ist, wenn das Crescendo bereits am Anfang kräftig ist, wird es am Ende ein Knall. Sprich: Wenn es im Advent schon täglich eine Geschenkeorgie gibt, ist Weihnachten der Multiorgasmus. Natürlich steigt unsere Erwartung, wenn wir schon im Vorneherein überschüttet werden. Schon zu meiner Zeit auf der Schule haben wir Kinder den Inhalt unserer Kalender verglichen. Und schon damals konnte ich nicht glauben, was manch einer da angeblich bekommen hat. Ist das Maß denn nie voll?

Und ich behaupte hier nicht, an mir ginge dieser Kelch vorüber. Natürlich habe ich meinem Gatten und den beiden großen ihre Kalender bereits aufgehängt. Natürlich kein Kalender von der Stange, sondern eigens befüllt. Natürlich ist die Vorfreude bereits jetzt riesig und mehr als die Tage bis Weihnachten zählt mein Großer die Tage bis zum ersten Dezember. Sogar auf meinem Blog gibt es wie bei so vielen eine Adventsaktion. Und natürlich plagt mich jetzt das schlechte Gewissen. Wie kann ich da nur mitmachen und die Erwartungshaltung meiner Kinder schüren?

Besinnliches Warten? Adventskalender können auch Kleines groß machen (Foto: Obermann)

Besinnliches Warten im Advent? Adventskalender können auch Kleines groß machen (Foto: Obermann)

Vielleicht ist es die eigene Erinnerung an den Kalender, den meine Mutter uns damals selbst gebastelt hat und den wir zwei Kinder abwechselnd öffnen durften. Es waren nie große Dinge darin. Gebrauchsgegenstände, die wir wahrscheinlich auch so bekommen hätten. Aber im Kalender wurden sie zu einer großen Überraschung, einem Geschenk, einer Besonderheit. Das Normale wurde entrückt und gewann an Wert. Der Advent wurde tatsächlich besinnlich, auch weil wir eben die Alltäglichkeit neu schätzten. Und natürlich sind deswegen auch die Kalender meiner Lieben mit alltäglichen Dingen gefüllt, die so zu einem kleinen Fest werden.

„Ein Buntstift, hurra“, „Labello, super“ und „Ja, ein Lesezeichen“. Wenn wir den Adventskalender vorsichtig zelebrieren kann er uns vielleicht tatsächlich vorbereiten und besinnlich werden lassen. Und darum glaube ich auch, dass wir nie zu alt werden für einen kleinen Kalender, der uns die Vorweihnachtszeit versüßt, solange er sie uns nicht überzuckert.

Mein Mann sprach neulich übrigens davon, er wünsche sich einmal einen Werkzeug-Adventskalender (nein, kein Witz). Also liebe Industrie: hier ist eine Marktlücke, denn auch Hobbyhandwerker feiern Weihnachten.

Das ist Wahnsinn …

Wahnsinn im Büro: Wenn sich alles gegen einen verschworen hat (©Stefan Bayer / pixelio.de)

Wahnsinn im Büro: Wenn sich alles gegen einen verschworen hat (©Stefan Bayer / pixelio.de)

Ich suhle mich gerade wieder im selbstgemachten Wahnsinn. Alles um mich scheint verkehrt, ich selbst scheine verkehrt, nichts passt mehr und eigentlich, eigentlich will ich einfach nur weg. Dabei mag ich es, so ab und an, wirklich wahnsinnig zu werden. Aber egal, ob er sich richtig anfühlt oder mir die Zehennägel nach oben biegt, der Wahnsinn ist fast immer hausgemacht.

Seien wir doch mal ehrlich. Wenn wir uns beschweren, ein Mitmensch mache uns wahnsinnig, ist es vielmehr unsere Reaktion auf ein Verhalten, das ihm oder ihr vollkommen normal vorkommt. Wenn der Straßenverkehr uns zur Weißglut treibt, liegt das weder daran, dass über Nacht die Straßenverkehrsordnung ausgesetzt wurde oder jeder gerade uns ärgern will. Die zu laut empfundene Musik des Nachbarn, der nervige Kommentar einer Bekanntschaft, der komische Blick des Gegenübers – es sind unsere Interpretationen, unsere persönlichen Gefühle, die diese Dinge zum Wahnsinnsfaktor machen. Und manchmal lassen wir uns nur zu gerne darauf ein.

Nach mir die Sintflut: Ein bisschen Wahnsinn braucht der Mensch (©Stephan Bratek geralt / pixelio.de)

Nach mir die Sintflut: Ein bisschen Wahnsinn braucht der Mensch (©Stephan Bratek geralt / pixelio.de)

Wie einfach ist es doch, den anderen die Schuld zu geben. Dafür, dass wir schlecht geschlafen, Kopfschmerzen oder einfach nur schlechte Laune haben. Und wie schön ist es, ein bisschen paranoid zu werden und sich selbst ausnahmsweise wichtiger zu nehmen, als alle anderen. „Die ganze Welt dreht sich um mich, denn ich bin nur ein Egoist“, sang Falko und traf den Nagel auf den Kopf. Wir sind alle kleine Egoisten, die doch nur eines wollen: Im Mittelpunkt stehen. Selbst wenn wir das nicht mal vor uns selbst zugeben würden.

Und dann ist da noch der reizvolle Faktor des mystischen. Wenn sich die Welt gegen uns verschworen hat und wir hinter jeder Ecke Gespenster sehen, uns an Stimmen erinnern und glauben sie zu hören und irgendwie neben uns stehen, dann muss auch der härteste Realist zugeben, dass die Welt etwas Geheimnisvolles gewinnt und uns darin zu etwas Besonderem macht. Der kleine Egoist jubelt, er wirft die Arme in die Luft und tanzt den Tanz der Wahnsinnigen. Ich bin einmalig, ich bin besonders und alle anderen können mich mal gerne haben.

Durchblick? Der glatte Wahnsinn macht uns schon mal vorrübergehend irre (©Lisa Sprechelmeyer / pixelio.de)

Durchblick? Der glatte Wahnsinn macht uns schon mal vorrübergehend irre (©Lisa Sprechelmeyer / pixelio.de)

Ja, ab und zu verkrieche ich mich ganz gern in diese wahnsinnige Welt und klammere den Wahnsinn um mich herum aus, davon gibt es immerhin mehr als genug. Schlimm dagegen, wenn es kommt und ich es gerade so gar nicht gebrauchen kann. Vor einem Treffen mit der Schwiegermutter, vor einer wichtigen Prüfung oder wenn die Kinder krank sind. Nicht auszumalen, wie so ein Tag enden könnte, wenn ich nur noch ins Bett fallen und die Decke erlösend über meinen Kopf ziehen will. Nein, heute wird kein Artikel mehr geschrieben, das Schlaflied wird gekürzt und egal, was heute noch zu besprechen wäre, es muss warten. Der Wahnsinn fordert seinen Tribut.

Er ist hausgemacht unser Wahnsinn, fängt im Kleinen an, fast unbemerkt und steigert sich, so dass er uns den Tag versauen kann. Das gute: meist ist es dann auch wieder vorbei. Ein ausgiebiges Schläfchen, der Lieblingsfilm, ein gutes Buch, ein Mensch, der uns immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holt. Unsere Hausmittelchen. Da ist es auch mal leichter zu verstehen, dass Menschen, die alleine sind und denen solche Mittelchen einfach fehlen, etwas länger mit ihrem natürlichen Wahnsinn zu kämpfen haben. Nur blöd, wenn sie uns damit wahnsinnig machen.

Vorschau: Nächste Woche schreibt Sascha hier, was er sich zum Thema Trinkgeld denkt und dass es nicht so einfach ist, das richtige Maß zu erreichen.

Gesunde Snacks für Schule, Uni und Arbeit, Teil 1: Frühstücks-Vitaminbombe

Ein Genuss für Auge und Gaumen: Die Frühstücks-Vitaminbombe (Foto: T. Gartner)

Ein Genuss für Auge und Gaumen: Die Frühstücks-Vitaminbombe (Foto: T. Gartner)

Ihr legt Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung und habt keine Lust auf Mensa- oder Kantinenessen?

Face2Face hat für euch leckere Snackideen parat, die euch den Tag in der Schule, der Uni oder bei der Arbeit versüßen sollen. Außerdem verraten wir euch, weshalb die Zutaten für unsere Snacks so gesund sind. Wir starten unsere Serie mit einer wahren Vitaminbombe.

Gerade mal zwei Stunden im Büro und schon meldet sich der Magen mit einem unüberhörbaren Grummeln? Dann wird es Zeit für eine kleine Frühstücks-Vitaminbombe, die ihr ganz unkompliziert auch schon am Abend vorher vorbereiten könnt.

Ihr braucht:
• ein sauberes Glas mit möglichst großer Öffnung (es sollte ein Esslöffel durchpassen)
• einen Esslöffel
• Müsli je nach Geschmack
• ein Naturjoghurt
• frische, gefrorene und/ oder getrocknete Früchte nach Wahl

Schnell gemacht: Aus Joghurt, Müsli und Früchten entsteht die Frühstücks-Vitaminbombe (Fotos: T. Gartner)

Schnell gemacht: Aus Joghurt, Müsli und Früchten entsteht die Frühstücks-Vitaminbombe (Fotos: T. Gartner)

Und so geht´s:
1. Verteilt einen Löffel Joghurt auf dem Boden des Glases. Das Kalzium im Joghurt stärkt Knochen und Zähne, ist aber auch für die Muskeln wesentlich.

2. Die zweite Lage bildet ein Löffel Müsli. Die Haferflocken darin sind besonders nährstoffreich. Hafer hat einen Eiweißgehalt von beinahe zwölf Prozent und setzt sich überwiegend aus essentiellen Aminosäuren zusammen, also Bausteinen, die der Körper nicht selbst herstellen kann.

3. Jetzt ein paar Früchte, zum Beispiel getrocknete Cranberries, auf das Müsli streuen. Cranberries sind frei von Cholesterin und Fett, dafür voller Vitamine. Außerdem wird der aus Nordamerika stammenden Frucht nachgesagt, dass sie den Alterungsprozess verlangsamen soll.

4. Jetzt wieder mit Schritt Eins, einem weiteren Löffel Joghurt, beginnen und die Schritte 2 und 3 wiederholen. Für die nächste Fruchtschicht könnt ihr beispielsweise zu getrocknete Aprikosen greifen. Der hohe Eisengehalt – 3,8 mg/ 100g – kommt vor allem Vegetariern zugute.

Tipp:
Wer mag, kann anstelle von Früchten auch ein Fruchtmus verwenden. Dazu einfach das gewünschte Obst – besonders eignen sich hier Himbeeren oder Erdbeeren – mixen und anstelle der Früchte auf die Müsli-Schicht geben.

Vorschau: Nächste Woche hat Nina für euch ein paar Tipps zum Reinigen von Schmuck vorbereitet.

Ein Kranz erobert die Welt

Einmalig: der selbstgemachte Adventskranz

Einmalig: der selbstgemachte Adventskranz (Foto: Obermann)

Der Termin steht im Kalender, meine Mutter hat Urlaub, ich habe frei. Unserem alljährlichen Adventskranzbinden steht nichts mehr im Weg. Wenn andere ihre Lichter auf gekauften, universellen Kränzen anzünden, auf runden immergrünen Versionen oder länglichen modernen Varianten die Adventskerzen aufleuchten lassen, greifen wir auf Selbstgemachte zurück. Manch einer greift dafür auch ganz schön in die Tasche. Ich weiß gar nicht mehr, wann wir damit angefangen haben. Schon als ich noch bei ihr wohnte, machte ich mir einen kleinen eigenen Kranz für mein Zimmer, aus Liebe zu Tannennadelduft und Kerzenschein. Später kam ein Kranz für meinen heutigen Schwiegervater hinzu, heute verharze ich meine Finger für meine kleine Familie.

Wie immer sind wir damit spät dran. Manches Jahr kamen wir erst am ersten Advent zusammen und konnten nach ein paar Stunden das erste Licht anzünden. Die Idee des Adventskranzes stammt aber nicht etwa von einem heidnischen Vorläufer des Weihnachtsbaumes, der die Christianisierung überlebt hätte. Tatsächlich wurde der Adventskranz erst 1839 erfunden, als eine Art Adventkalender – oh Schreck, den muss ich ja auch noch aufhängen – , den ein protestantischer Pastor für arme Kinder gebastelt hatte, die er betreute. Neben kleinen Kerzen für die Tage des Dezembers hatte er dabei auch vier große für die Adventssonntage angebracht. Noch heute gibt es diese Variante des Adventskranzes beispielsweise in der Sankt Michaelis Kirche in Hamburg. Die Version des Kranzes, den meine Mutter und ich basteln – mit Tannengrün – gibt es seit etwa 1860. Der Siegeszug der vier Kerzen in die Wohnzimmer ist dennoch ungebrochen. Aus Deutschland in die ganze Welt.

Inwieweit die beliebten Deutungen der Symbolik stimmen, wenn es doch eigentlich ein Adventskalender war, der den Anfang machte, sei dahingestellt. Mit dem beliebten Lied „Wir  sagen euch an den lieben Advent“ wird aber suggeriert, die vier Kerzen stehen für die zunehmende Helligkeit, die durch die Ankunft Jesu Christi auf Erden entstünde. Ob die Kreisform für die Ewigkeit steht und das Tannengrün das Bestehen des Lebens in der kalten Jahreszeit darstellt, ist noch einmal eine andere Frage. Für mich steht der Adventskranz ganz einfach für Weihnachten. Für ein paar besinnliche Minuten beim Anzünden der Kerzen in einer der hektischsten Zeiten des Jahres, wenn noch Geschenke besorgt und Schnee geschippt werden muss.

Weihnachtlich: Mit dem Adventskranzbasteln beginnt für mich die Weihnachtszeit (Foto: Obermann)

Weihnachtlich: Mit dem Adventskranzbasteln beginnt für mich die Weihnachtszeit (Foto: Obermann)

Methoden, den Adventskranz zu basteln, gibt es viele. Manche kleben die Zweige und Dekorationen mit Heißkleber an einem Stroh- oder Styroporkranz fest. Das finde ich weniger praktisch, denn Kranz und Deko können dann nur einmal benutzt werden. Andere binden den Kranz ganz klassisch mit Schnüren, die oft auch noch bunt sind oder glitzern und so schon Teil der Deko werden. Meiner Meinung nach sieht das Ganze dann verpackt aus und die Zweige wirken eben eingeschnürt. Meine Mutter und ich stecken mit Metallkrampen die Zweige an den Kranz, rundherum, bis er schön voll ist. Mit wenig Schnur wird zu Buschiges zurückgehalten, Dekorationen werden festgesteckt und Untersetzer für die Kerzen.

Doch das Stecken des Adventskranzes ist für mich der Eingang in die Weihnachtszeit. Selbst wenn meine Hände danach vor Harz kleben und ich drei Tage nach Tannennadeln dufte. Schon das Aussuchen der diversen Nadelzweige bei der Baumschule hat etwas Besinnliches. Doch das Zusammenkommen und Arbeiten danach beruhigt. Zweig für Zweig stecken wir fest, atmen die ätherischen Dämpfe ein, reden über dieses und jenes. Oft sitzen wir den halben Tag an den Kränzen – vor allem wenn zwischendurch irgendein Kind irgendwas will – bis wir mit uns zufrieden sind. Auf großen Tellern bekommen die guten Stücke dann Sonderplätze auf den Wohnzimmertischen. Und weit über Weihnachten hinaus steht der Adventskranz bei uns für etwas Grün im Winter, etwas Licht im Dunkeln, etwas Ruhe im Stress, denn so ein selbstgemachter Kranz hält um einiges länger, als ein gekaufte Massenware.

Wer selbst aber nicht dazu kommt und trotzdem gern ein Unikat hätte, sollte nicht verzagen. Nicht nur auf Weihnachtsmärkten gibt es immer wieder einzigartige Kränze, auch das Internet hat mittlerweile gute Quellen für Selbstgemachtes, beispielsweise der Markplatz DaWanda. Ich werden jetzt erst mal meine lila Lieblingsadventskranzdeko aus dem Keller holen, die vier großen Kerzen richten und dann kann es losgehen. In diesem Sinne einen schönen Advent aus der Kolumnenrubrik.

Vorschau: Bei Alexandra lest ihr hier nächste Woche  alles über das Prinzip Öffnung und darüber, wie viel davon im Zwischenmenschlichen gut tut.

 

Coole Drinks zum Selbermachen

Stellt euch vor: Es ist Sommer, so richtig Sommer – mit Sonnenschein, Hitze, im Grünen sitzen und kühle Getränke trinken. Auch wenn die Temperaturen dieses Jahr nicht wirklich mitspielen wollen, ist eines sicher: Irgendwann kommt der Sommer –  ganz bestimmt. Wenn er da ist, dann gibt es nichts Erfrischenderes als kalte, selbstgemachte Getränke, mit denen man seine Freunde und sich selbst verwöhnen kann. Drei leckere, leicht herzustellende Drinks stellen wir euch heute vor:

Pure Erfrischung: Tee mit Saft gemischt schmeckt und erfrischt zugleich (Foto: Möller)

Pure Erfrischung: Tee mit Saft gemischt schmeckt und erfrischt zugleich (Foto: Möller)

1. Eistee mal anders

Selber Eistee zu machen ist nicht wirklich schwer. Einfach „normalen“ Tee kochen, kalt werden lassen, mit Zucker oder Süßstoff süßen, in den Kühlschrank stellen stellen und genießen. Doch es geht auch noch raffinierter. So kann man zum Beispiel ganz leicht einen leckeren Saft-Eistee herstellen. Einfach den Eistee wie oben beschrieben herstellen und dann mit Saft vermischen. Dadurch entstehen ganz neue Aromen. Ein leckerer Tipp ist es etwa Zitronentee mit Apfelsaft zu mischen. Am besten eignet sich hierfür naturtrüber Apfelsaft, da er geschmacklich perfekt zum Zitronentee passt und dem Getränk noch ein trendiges Aussehen verleiht. Pfefferminztee hingegen schmeckt hervorragend mit Orangensaft. Hierbei kann man die Orangen selber pressen und die Schalen dann in Streifengeschnitten als Dekoration für den Glasrand benutzen. Ein weiterer Vorteil der selbstgemachten Eistees: Sie sind nicht nur lecker, sondern – wenn man nicht zu viel Zucker verwendet – auch kalorienarm und gesund.

2. Selbstgemachter Sirup

Getränke, die aus Sirup hergestellt werden, sind vor allem im Sommer beliebt. Doch der Sirup im Geschäft schmeckt meistens irgendwie künstlich. Dabei kann man ihn problemlos selbst herstellen. Einfach einen Liter Wasser mit 500 Gramm Zucker, dem Saft von zwei Zitronen und zwei Orangen und einem Kilo von den Früchten, aus denen man den Sirup herstellen will, mischen. Das Ganze dann in einen großen Topf geben, die Früchte pürieren und mit dem Wasser-Zucker-Saft-Gemisch aufkochen lassen. Das Gemisch dann circa 30 Minuten köcheln lassen und dann mithilfe eines  Baumwolltuchs die Fruchtreste rausfiltern. Schon kann man den selbstgemachten Sirup mit Sprudel mischen und hat einen erfrischenden Sommerdrink. Alternativ zu Früchten kann man auch Blüten – etwa Rosenblätter oder Holunderblüten – verwenden. Das Rezept funktioniert genauso wie oben, nur dass man das Kilo Früchte mit zwei vollen Händen von Blüten ersetzt.

Abkühlung pur: Vor allem im Sommer sind kühle Drinks schön erfrischend (Foto: Möller)

Abkühlung pur: Vor allem im Sommer sind kühle Drinks schön erfrischend (Foto: Möller)

3. Fruchtpüreedrinks

Nicht nur für die Sirupherstellung sind Früchte geeignet. Auch aus Fruchtpüree kann man ganz schnell leckere Drinks zaubern. So etwa indem man das frische Fruchtpüree in Sekt gibt und verrührt. Das geht natürlich in der alkoholfreien Variante auch mit Sprudel – oder indem man selbstgemachte Cocktails mit Fruchtpüree verfeinert. Ein Beispiel ist Orangensaft – mit oder ohne Alkohol gemischt – der mit Erdbeerpüree gemischt wird. Das schmeckt nicht nur, sondern sieht wegen der Farbmischung auch klasse aus. Also ran an die Drinks und den Sommer genießen, notfalls auch ohne Sonne. Die Drinks schmecken trotzdem.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier den fünften Teil unserer asiatischen Essensserie. Diesmal geht es um Sesam- und Grüntee-Eis, auch ein Sommer-Thema.