AirPley! Festival – Sounds am Badesee

Das Wetter meinte es gut mit den Besuchern des AirPley! Festivals am letzten Samstag am Bensheimer Badesee. Trotz weniger Wolken schien den ganzen Tag über die Sonne und es fiel kein einziger Regentropfen. Passend zur tropischen Location war das Motto „Sommer. See. Sand. Sound.“

Sicherheit steht an erster Stelle

Bereits um 11 Uhr begann das Open-Air-Festival. An den Einlasskontrollen wurde äußert sorgfältig darauf geachtet, dass keine gefährlichen Gegenstände auf das Gelände gelangten. Zusätzlich sorgten Securities für die Sicherheit rund um den Badesee.

Erholsam: Das Airpley!-Festival am Bensheimer Badesee (Foto: Teschner)

Erholsam: Das Airpley!-Festival am Bensheimer Badesee (Foto: Teschner)

Ein musikalisches Treffen internationaler und lokaler DJs

Von Deephouse über Techhouse bis hin zu Techno war alles an Musikstilen vertreten. Vor allem die weiblichen DJanes hatten an diesem Tag das Zepter in der Hand: von Bebetta über Hanna Hansen bis hin zu Anna Reusch waren top Stars der elektronischen Musikszene vertreten. Aber auch lokale Größen, wie Niklas Becker, Omnikid und DA FUNK heizten den Festival-Besuchern ordentlich ein.

Entspannung pur am Badesee

Einige Besucher saßen auf Decken rund um die Bühne, alle sahen sie super entspannt aus. Neben gemütlichen Strandkörben, in denen ebenfalls einige Besucher bequem den musikalischen Klängen lauschten, gönnten sich andere in dem sauberen Badesee eine Abkühlung. Besonders der breite Steg lud zum Sitzen ein.

Natürlich kam aber auch die Bewegung nicht zu kurz: Vor der Bühne tanzten die Besucher ausgelassen Und auch ein Volleyball-Feld war nicht weit.

Das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz

Für das leibliche Wohl war auch gesorgt: Neben kühlen Getränken stärkten sich die Besucher bei leckeren Feuerwürsten und Pommes für weitere Tanzeinlagen.

Und wem das nicht genug war, der konnte den Chill-Out am See bis 1 Uhr genießen und anschließend an der Afterhour im Club Fantasy-Night teilnehmen.

Zusammengefasst war das AirPley! ein ausgelassenes Open-Air-Festival mit entspannten Sitzmöglichkeiten und guter elektronischer Musik zum kleinen Preis (9,80 Euro im Vorverkauf!). Wir freuen uns auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!

Vorschau: Sommerzeit ist festivalzeit – nächste Woche berichten wir vom Stadt.Land.Bass.-Festival.

Beachboys aufgepasst! So macht ihr Am Strand eine gute Figur

Welcher Mann möchte  keinen guten Eindruck machen, wenn er auf die Badenixe trifft, die für ihn zur echten Sirene wird? Egal ob am Heimischen Baggersee oder auf der Karibikinsel gilt es eine gute Figur zu machen.

Die Sommermonate  und die Urlaubszeit sind da! Und auch wenn das gute Wetter noch etwas auf sich warten lässt, solltet ihr die ersten Vorbereitungen für die Strandsession jetzt schon treffen, denn nicht nur ein definierter Körper ist etwas, mit dem Mann punkten kann.

Das wenige, was man trägt, sollte jedenfalls gut gewählt sein. Dies gilt sowohl für Badeshorts, Sonnenbrille, Shirt als auch für das passende Schuhwerk.Bei all diesen Kleidungsstücken gilt es eine gute Kombination zu finden, die zum Typ passt.

Jedoch gibt es auch ein paar No-Gos , die  ihr  ganz einfach vermeiden könnt.

Im Badestring macht selbst der definiertest Männerkörper keine gute Figur und Adiletten kombiniert mit Tennis-Socken sind nicht nur auf der Lieblingsurlaubsinsel der Deutschen, Mallorca, ein Horror-Anblick.

Von den No-Gos zu den absoluten Gos: Bei einer guten Badeshorts ist die Wahl der Farbe oder des Musters sehr typabhängig.

Stilcher am Strand (Foto: Robert Obermaier)

Stilcher am Strand (Foto: Robert Obermaier)

Ein echter Beachboy darf sich ruhig an Blumenmuster oder Neonfarben wagen. Das ist auf keinen Fall unangebracht und jeder weiß um die Wirkung von Signalfarben. Bei Männern mit empfindlicherer Haut oder für den Besuch in einer Strandbar mit Shirt solltet ihr das passende Oberteil zur Hose wählen. Da man sich ja in der Kombination nur auf zwei Kleidungsstücke beschränkt, sollte dies durchaus eine machbare Aufgabe sein. Zu wilde Muster Kombinationen sind hier genau so wenig angebracht wie eine wilde Farbmischung. Knalligere Farben bei dunkler Haut und schlichtere Farben bei heller haut sind hier klar zu empfehlen.

 

Zusätzlich ist natürlich auch ein passendes Strand-Schuhwerk wichtig. Hier empfiehlt sich der Griff zu Flipflops oder Espadrilles. 

Letztere haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Fans gewonnen und Einzug in so manchen Schuhschrank gehalten. Das das freie Barfuß-Gefühl in einem geschlossenen Schuh suggerieren sie perfekt.

Aber auch Kleinigkeiten wie die Wahl einer Strandtasche, eines Badetuchs oder einer Sonnenbrille können Stilsicherheit ausstrahlen, denn auch hier gibt es Trends und zeitlos schicke Accessoires. So macht ein Seesack oder eine Picknicktasche meist einen besseren Eindruck als die Plastiktüte vom nächstgelegenen Supermarkt.

Und sobald man die neugirigen Blicke der Frauen am Strand spüren kann, weiß man das sich all die Mühe gelohnt hat.

 

„Bist du mein Typ?“ – Beuteschemata im Alltag

„Bist du mein Typ?“. Ein einfacher Fragesatz, der an der Innentür einer Damentoilette meiner Universität prangt. Er gehört zu einem Plakat, das für die Untersuchung unserer Gewebemerkmale – eine sogenannte Typisierung – wirbt. Wer sich typisieren lässt, wird automatisch Teil einer weltweit verfügbaren Spenderkartei und somit auch eventueller Lebensretter für einen Blutkrebspatienten.

Die an sich nicht verkehrte, wenn auch zweifelsohne an fragwürdiger Stelle angebrachte Werbemaßnahme – schließlich möchte ich mich nach dem Klo eigentlich lieber entspannt, als an Krebskrankheiten erinnert fühlen – brachte mich jedoch unweigerlich auch auf einen anderen Gedanken: Ist die Frage nach einem bestimmten Typ, ob nun auf Stammzellen oder Menschen angewandt, nicht ohnehin allgegenwärtig? Entscheidet die Frage nicht a priori, welchen Typ wir an unserer Seite haben?

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Typisch: Schubladendenken, das unseren Alltag durchzieht. (Foto: Perlowa)

Mich selbst ertappe ich ständig beim Nachdenken und Sprechen über „meinen Typ“. Er ist rothaarig, groß und sommersprossig – kurzum: typisch britisch. Das brachte mich nicht nur früh dazu, Bilder von Prinz Harry aus Frauenzeitschriften auszuschneiden und einen Fanclub für Ron Weasley aus Harry Potter zu gründen – immerhin hatte der drei Mitglieder! – sondern auch zu vorschneller Oberflächlichkeit. Rote Haare sind sexy. Andersfarbige (Haare) schlicht nicht mein Typ. Liest sich schwarz auf weiß beinahe wie eine rassistische Aussage; unfair gegenüber potentiellen Kandidaten, deren blond-brünette oder ebenfalls orange Eltern nicht zufällig einen Rotschopf hervorbrachten, ist es ganz obendrein auch noch.

Außerdem kann ja nicht jeder, der rote Haare hat, auch ausschließlich wegen seines Phänotyps ein Schönling sein. Ganz zu schweigen von der Grundannahme, dass jeder Kobold auch zugleich ein toller Mensch ist. Ich bin natürlich schon mit „Redheads“ ausgegangen, manche von ihnen waren sogar groß und hatten zu allem Überfluss tatsächlich auch noch Sommersprossen im Gesicht und am Körper. Langfristig zum Erfolg geführt hat das weder mich noch meine Typen. Auch wenn ich ganz offensichtlich ebenfalls in ihr Beuteschema gepasst haben muss – oder? Woher kann ich schon wissen, ob einer dieser zeitweiligen Abschnittsgefährten nicht möglicherweise eine Art ästhetischen Kompromiss eingegangen ist und es daher ausnahmsweise einer Brünetten mit Locken anstatt der sonst präferierten Blonden Kurzhaarigen gestattete, ihm ins Netz zu gehen?

Und da haben wir es scheinbar: Wenn Fische auf See einem Angler ins Netz gehen, dann geschieht das zufällig. Sie werfen ihren Köder aus und hoffen, dass überhaupt ein Fisch anbeißt. Und auch, wenn sie heimlich auf den waschechten Regenbogenfisch mit seinen schimmernden Schuppen hoffen, ist und bleibt der – anders als im Kinderbuch – auf dem Wasser leider eine Seltenheit. Selbstverständlich bedeutet das – um uns wieder von hohen Gewässern zu distanzieren und den menschlichen Selektionskategorien anzunähern – noch lange nicht, dass alle Männer und Frauen sich verzweifelt auf alles und jeden einlassen, der ihnen gerade vor die Flinte läuft. Vielmehr bedeutet das in den meisten Fällen eine gewisse Flexibilität, die glücklicherweise nicht zuletzt der Persönlichkeit zu verdanken ist. Denn die sollte doch gegenüber optischen Idealbildern immer noch im Vordergrund stehen und über die Frage entscheiden, ob du mein Typ bist oder nicht.

Vorschau: Und es geht schön weiter – mit Kolumnist Sascha und seinen Gedanken zum heutigen Jugend-und Schönheitswahn.

Eine salzige Angelegenheit: Das Tote Meer

Das Tote Meer hat viele Facetten. Seine Ufer sind der tiefste Landpunkt auf der Erdoberfläche. Darüber hinaus erlaubt sein hoher Salzgehalt auch Nichtschwimmern ein Bad zu nehmen. Um den See herum existiert eine ganze Kosmetikindustrie – es werden  reinigende Cremes produziert und Wellness-Spas direkt vor Ort laden zum Entspannen ein. Doch aufgepasst: Das Tote Meer schrumpft und schrumpft und es stellt sich die Frage wie lange es  noch existiert?

Totes Meer von Massada aus

Landschaft mit Verdunstungsnebel: Das Tote Meer mit dem Kibbuz Ein Gedi im Vordergrund (Foto: Tautz)

„Schwimmen“ im Toten Meer ist eine einzigartige Erfahrung. Über den steinigen Untergrund geht es ins Wasser. Mit einem Salzgehalt von 33% ist das Tote Meer so salzig, dass ein menschlicher Körper leichter ist als das Wasser selbst. Toter Mann im Wasser des Toten Meeres zu spielen, ist also kein Problem. Tauchen oder wildes Herumplantschten ist jedoch nicht zu empfehlen. Denn wem die Augen schon bei Kontakt mit Wasser aus dem Mittelmeer, das  einen Salzgehalt von 3,8% hat, brennen, kann sich ungefähr vorstellen wie sich das bei einer zehnfachen Konzentration anfühlt.

Ganz stimmt es ja nicht, dass das Tote Meer wirklich ohne Leben ist (im Hebräischen heißt es im Übrigen Iam Hamelach: Salz-Meer und nicht Totes Meer), so gibt es Bakterienarten, die sich von Schwefel und Salpeter ernähren und Algenarten, die sich über den ganzen See verbreitet haben. Das Lebewesen, das am meisten Einfluss auf das Tote Meer ausübt, ist aber der Mensch.

Sonnenuntergang am Toten Meer

Wie oft wird die Sonne noch über dem Toten Meer untergehen können? Das Tote Meer ist vom Austrocknen bedroht (Foto: Tautz)

Das Salz und der Schlamm des Toten Meeres wirken reinigend auf die menschliche  Haut und sind deswegen auf der ganzen Welt gefragte Kosmetikprodukte. Kurhotels und Shops sind daher sowohl auf der israelischen als auch auf der jordanischen Seite des Toten Meeres zu finden. Zudem wird das Salz für sich aus Salinen gewonnen und industriell zu Speisesalz aufbereitet.

Doch wer heute sich aufmacht einen Erholungsurlaub am Toten Meer zu verbringen, der sollte sich darauf gefasst machen, seinen Kindern nur noch davon erzählen zu können. Mehrere Meter zieht sich das Tote Meer pro Jahr zurück. Da kein Wasser mehr in das Tal nachfließt  und das trockene Wüstenklima zu einer großen Verdunstungsmenge führen, nimmt Jahr für Jahr das Volumen des Sees ab. Den größten Rückgang des Wassers hat aber der Mensch zu verantworten. Durch die oben beschriebene Industrie am Toten Meer werden dem See jährlich mehrere tausend Kubikmeter Wasser entzogen. Dies verstärkt die natürliche Verdunstung noch und lässt den See immer kleiner werden.

Ob dieser Vorgang noch aufzuhalten ist, ist fraglich. An den Ufern des Toten Meeres ist jedes Jahr zu beobachten, wie Badestrände und Hotels ihre Stege immer weiter nach vorne bauen müssen. Wer im toten Meer noch baden will: Die Zeit läuft!

Vorschau: Am Dienstag, 18. Juni geht es nach Bangkok.

Seepferdchen- Männer in einem neuen Licht

Mythen um die Seepferde: Eine Skulpur in der schweizer Stadt Vevey (Foto: © tokamuwi/pixelio.de)

Anmutige Rösser zogen einst Poseidons Wagen. Ihre Nachfahren, die Hippokampen, waren Wesen, deren vordere Hälfte einem Pferd und die hintere Hälfte einem Fisch, nahezu schlangenähnlich lang, glich. Dieses Bild des Seepferdes ist wohl durch eine falsche Beschreibung eines echten Seepferdchens entstanden. Beide Wesen sind in der Heraldik, also in der Gestaltung eines Wappens, oft genutzte Wappentiere und sollten nicht miteinander verwechselt werden.

Seepferdchen kommen weltweit in allen tropischen Meeren vor, die meisten Arten leben um Neuseeland und Südaustralien. Sie ernähren sich von Plankton und sind einzigartig in ihrer Form. Anders als normale Fische, die ihren Schwanz zur Fortbewegung seitlich bewegen, nutzen die Seepferdchen ihren Wickelschwanz hauptsächlich, um sich an Seegras festzuhalten.

Seepferdchen gehören zu den Seenadeln, deren Gemeinsamkeit der langgezogene, dünne Körper ist. So gibt es unter den Seenadeln ebenfalls Nadelpferdchen, die aussehen wie langgestreckte, auseinandergezogene Seepferdchen, Fetzenfische, die wie Seepferdchen mit blätterförmigen Anhängen zur Tarnung scheinen, und Schlangennadeln, die kleinen langen Röhrchen in der Küstenlandschaft gleichen, ohne eine einzige Flosse.

Verliebt: Ein Seepferdchenpaar bei der Balz (Foto: © Joachim-Reisig /pixelio.de)

Die größten Seepferdchen werden bis zu 35 Zentimeter lang. Die kleinsten unter ihnen, die Zwergseepferdchen, sind zwischen 13 und 22 Millimeter klein. Diese haben sich in ihrem Erscheinungsbild so stark an ihre Umgebung angepasst, dass Forscher sie in einer eigenen Gattung neben den eigentlichen Seepferdchen zusammenfassen.

Eine der bekanntesten Eigenarten der Seepferdchen ist ihre Fortpflanzung. Das Weibchen wählt sich das Männchen mit dem größten Bauch aus. Dort hinein legt sie nach dem langwierigen Balztanz im Seegras ihre Eier, die das Männchen befruchtet und ausbrütet. Das Seepferdchen ist das einzige Tier bei dem allein das Männchen die Eier ausbrütet und sozusagen schwanger wird. Nach neun bis 45 Tagen werden die klitzekleinen aber bereits voll entwickelten Jungen geboren. Von da an sind sie auf sich selbst gestellt.

Einem Seepferd doch sehr ähnlich: Eine Seenadel (Foto: © joakant/pixelio.de)

Die umgekehrten Geschlechterrollen können auch evolutionäre Folgen haben. Zwar sind Seepferdchen innerhalb einer Brutsaison monogam, doch andere Seenadeln, die die gleiche Fortpflanzungsstrategie haben, nicht. Während sich in vielen Spezies Merkmale entwickeln mit denen das Männchen auf sich aufmerksam macht, zum Beispiel der Pfauenschwanz, so können sich bei manchen Seenadel – Weibchen ebenfalls Merkmale entwickeln mit denen diese auf sich aufmerksam machen, wie zum Beispiel eine leuchtend farbige Verzierung. Oft haben andere Spezies auch ein polygynes Fortpflanzungssystem, also ein Männchen paart sich mit vielen Weibchen. Seenadeln haben ein polyandrisches System, also ein Weibchen paart sich mit vielen Männchen.

Wieder einmal können die Menschen nur von der Natur lernen. Geschlechterrollen sind nicht strikt und können auch umgedreht sein. Wenn die männlichen Leser unter euch also einmal Väter werden, solltet ihr an das Seepferdchen denken. Denn so eine Schwangerschaft ist nicht leicht und ihr solltet euch überlegen, ob ihr dazu bereit wärt diese Rolle zu übernehmen.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr in der Tier&Umwelt Rubrik was sich hinter dem Begriff der „Essbaren Stadt“ verbirgt.