Neues Jahr, neue Mode – oder doch nicht?

Man sagt ja bekanntlich „alle Jahre wieder“. Soll heißen: Irgendwann kommt jeder Trend wieder in Mode. Ob Schlaghosen aus den 70ern oder Karottenhosen aus den 80er Jahren – alles hat man die letzten Jahre schon mal gesehen. Doch was ist der neue Trend für das Jahr 2016?

Was landet 2016 in eurem Kleiderschrank? Wir haben die aktuellen Trends mal unter die Lupe genommen (Foto: T. Gartner)

Was landet 2016 in eurem Kleiderschrank? Wir haben die aktuellen Trends mal unter die Lupe genommen (Foto: T. Gartner)

Fangen wir von unten an, bei den Schuhen. Letztes Jahr waren weiße Snikers hoch im Kurs. Die Lieblingsmodelle unter ihnen: Stan Smith und Superstar von Adidas. Doch was kommt dieses Jahr? Nike scheint Adidas abzulösen. Der Schuhklassiker für 2016 wird der Cortez von Nike sein. Er kam 1972 das erste Mal auf den Markt. Schauspieler-Ikone Farrah Fawcett, bekannt aus der Fernsehserie „Drei Engel für Charlie“, war großer Fan von ihnen. Das Original des Modells ist weiß mit einem roten Nike-Haken. Es ist übrigens auch das Modell, in dem Schauspieler Tom Hanks als Forrest Gump im gleichnamigen US-Drama 1994 läuft. Der kultige Schuh wurde im Rahmen der „Holiday“-Kollektion von Nike neu aufgelegt. Untenrum bleibt es im Jahr 2016 also bei weiß, nur die Marke ändert sich.

Und was tragen Frau und Mann im neuen Jahr drunter? Bunte Socken als Hingucker waren 2015 schon in, auch 2016 dürfen sie nicht fehlen. Mit Neonfarben zu einem ansonsten minimalistischen Look und weißen Snikern könnt ihr also nichts falschmachen!

Bleiben wir bei weiß. Wer denkt, weiß im Winter sei zu sommerlich, der hat sich getäuscht. Gerade jetzt in den kalten Wintermonaten sind weiße oder cremefarbene Strickpullis total angesagt. Fotogarfen sichteten Model-Ikone Heidi Klum in solchen Teilen auf den Straßen Amerikas.

Wer Schwarz liebt, muss jetzt stark bleiben, denn: Die Trendfarbe wird durch dunkles Blau ersetzt. Fashion-Bloggerin Leandra Medine trägt gerne Ton-in-Ton-Looks und kombiniert dazu bunte Accessoires. Was früher mal als ein Mode-Tabu galt, wird heute zum Trend. Die Kombination von Schwarz und Blau ist jetzt erlaubt! Auch bei anderen Farben darf wieder experimentiert werden. Color Blocking ist jetzt wieder in. Plakative Streifen in Farben wie Gelb, Lila oder Orange werden zum Trend. Auch Ringelshirts, die 2015 in keinem Kleiderschrank fehlen durften, bleiben ein modisches It-Piece.

Oben angekommen sind wir beim Schmuck, genauer bei den Ohrringen. Falls ihr Creolen in Gold oder Silber habt, dürft ihr sie wieder herauskramen. Der Ohrschmuck aus den 90er Jahren mit mindestens zwei bis drei Zentimetern Durchmesser feiert sein Comeback.

Wer aufgepasst und mitgedacht hat, ist beim nächsten Aussortieren des

Kleiderschranks etwas vorsichtiger, und behält manche Teile lieber noch ein oder zwei Jahre länger. Denn alles kommt irgendwann wieder – auch die heißesten Fashion-Trends der 70er, 80er oder 90er Jahre!

Vorschau: Nächsten Monat geht es um den Fastnachts-Chic: Zu lesen gibt es einen Styleguide für die fünfte Jahreszeit.

Eine kleine Stadt mit großen Unternehmen – Im Interview mit der Schmuckfirma Hellmuth GmbH

Pforzheim ist nicht unbedingt jedem ein Begriff, doch wer aus der Nähe Baden-Württembergs kommt, weiß vielleicht, dass sie oft die Schmuck- und Goldstadt genannt wird. Nicht ohne Grund – etwa 75 Prozent der deutschen Schmuckwaren werden dort produziert. Zudem besitzt sie die einzige Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Deutschlands. Eine Firma, die sogar den Sprung ins internationale Business geschafft hat, ist die Firma Hellmuth GmbH. Im Interview hierzu Daniel Maffert.

Face2Face: Sie heißen Daniel Maffert und arbeiten in der Firma Hellmuth GmbH. Was genau tun sie dort?

Maffert: Ich habe seit dem 1. März 2014 die Geschäftsleitung der Firma übernommen, in der ich bereits zwei Jahre zuvor als Vertriebsleiter tätig war. Als Geschäftsführer eines kleinen mittelständischen Unternehmens ist man eigentlich für alles zuständig. Meine Tätigkeiten reichen von der Büroumstrukturierung und dem damit verbundenen Putz- und Aufräum-Part über Messe- und Kundenbesuche bis hin zur komplexen Liquiditätsplanung für die kommenden Jahre.

Face2Face: Hellmuth ist für seinen ‚Kroko‘-Schmuck bekannt. Woher stammt die Inspiration?

Maffert: Es gibt nur wenige Labels, die durch typische Merkmale geprägt sind, welche man sofort wwiedererkennt. Seit 20 Jahren zeichnen sich alle Designs von Hellmuth durch ein elegantes Krokomuster aus. Die sogenannte „Crocoprägung“ zieht sich durch wie ein roter Faden, von der Verpackung und dem Firmeninterieur über die Schmuckstücke bis hin zum Messestand und dem Displaymaterial. Übrigens: Das Reptil hat sich nicht von ungefähr bei Hellmuth eingeschlichen. Gert Hellmuth gründete seine Firma 1983. Von Beginn an fühlte er sich von seinem Urgroßvater Karl Friedrich Hellmuth, der schon 1870 Krokohandtaschen und Accessoires herstellte, und seinem Vater, der die Tradition mit Krokouhrenarmbändern weiterführte, inspiriert. Seitdem schnappt das Urtier immer wieder beim Design zu: Mal hinterlässt es deutliche Spuren, mal nur ganz leise Hinweise auf sein Wirken.

Face2Face: Schnell entwickelte sich das Unternehmen auch international. Seit wann sind Sie auch auf dem weltweiten Markt unterwegs?

Maffert: Die Firma hat sich wirklich in rasender Geschwindigkeit auf dem internationalen Markt entwickelt und etabliert. Dies haben wir ganz klar unserem außergewöhnlichen und trotzdem klassischen Design mit der Crocoprägung zu verdanken, das schlicht weg wie eine „Bombe“ auf dem US-Markt, Russland und den Emiraten eingeschlagen ist. Den internationalen Markt bearbeiten wir nunmehr seit 1995.

Face2Face: Wie ist das Gefühl, aus einer doch relativ kleinen Stadt wie Pforzheim zu kommen und nun international zu agieren?

Maffert: Dieses Gefühl kann ich natürlich nicht in gleichem Maße schildern, wie es Herr Hellmuth könnte, da er diesen gigantischen Schritt mit dieser Firma gemacht hat. Was ich Ihnen sagen kann ist, dass es keine bessere Infrastruktur in einer anderen Stadt für die Schmuckmanufaktur in Deutschland gibt, da ich im operativen Geschäft auf sehr gute Heimarbeiter zurückgreifen kann und dadurch in Auftragsspitzen meinen Personalstamm nicht unnötig aufstocken muss. Ebenfalls sitzen in Pforzheim zwei der bekanntesten Gießereien, die uns schnelles Handeln im Alltag ermöglichen.

Face2Face: War es schwer, den Sprung ins internationale Business zu schaffen? Und was würden Sie kleineren Unternehmen auf den Weg geben, die Ähnliches vorhaben?

Maffert: Für mein Empfinden ist es wie mit Allem: Viel Fleiß, ein Produkt mit einer Story – das finden sowohl Juweliere als auch Endkunden super. Und beim „Türklinken putzen“ wie es so böse heißt, nicht aufgeben und immer freundlich und nicht enttäuscht verabschieden auch wenn sie zehn Stunden geflogen sind und kein Auftrag zustande kommt.

Face2Face: Wenn Hellmuth weltweit tätig ist, gibt es bestimmt auch Stars, die den Schmuck tragen. Sind darunter auch ein paar bekannte Namen?

Maffert: Design und Herstellung von edlem Schmuck ist bei Hellmuth eine perfekte Mischung aus hohem künstlerischem Anspruch und präzisem Handwerk mit Liebe zum Detail. Hellmuth hat sich zu einem Must-Have zahlreicher Promis gemausert: Christina Aguilera, Emma Roberts, Hilary Swank, Jennifer Lopez, Jessica Simpson, Kate Hudson, Katy Perry, Kim Kardashian und Rihanna, um nur einige zu nennen, lieben den Croko-Look. Davon profitiert auch der deutsche Fachhandel, da ihre Bilder mit dem Schmuck regelmäßig in den Lifestyle-Zeitschriften auftauchen.

Face2Face: Und nun zum Abschluss: Wenn Sie das Unternehmen in drei bis fünf Wörtern beschreiben müssten, welche wären diese?

Maffert: Einzigartig, rockig, elegant, Made in Germany, innovativ.

Vorschau:

Männerschmuck: Mit was sich ein Mann zieren darf

Das Thema Schmuck und Geschmeide war historisch bedingt schon immer für beide Geschlechter interessant. Während Frauen bereits in der Antike oder im alten Ägypten mit Juwelen oder Edelmetallen ihren Hals und ihre Arme zierten, waren es bei Männern meist Kriegserrungenschaften oder Trophäen, welche mit Stolz getragen wurden.

Heutzutage ist Schmuck bei Männern weit weniger heldenhaft und symbolträchtig – vielleicht sogar eine kleine Herausforderung.

Was sollte und was darf ein Mann eigentlich an Schmuck tragen?

Eine der präsentesten Meinungen unserer Zeit ist, dass der einzige Schmuck, der einen Mann wirklich ziert, eine gute Uhr sein sollte.

Auch hier gilt im Allgemeinen eher der Vorzug der schlichten Eleganz und einem ordentlichen Uhrwerk.

wild: ein großer Mix aus verschiedenen Männeraccesoires

wild: ein großer Mix aus verschiedenen Männeraccesoires

Es muss ja nicht gleich eine Omega, Rolex oder Breitling sein. Auch eine Mittelklasse-Uhr mit gutem Automatiklaufwerk erfüllt ihren Zweck und sollte sich jedem Outfit anpassen

An der Meinung zum Thema Uhren als einziges Schmuckstück ist an sich nichts auszusetzen, da man hier zumindest nur schwer zu dick auftragen kann.

Doch kann man beim Thema Schmuck wie so oft, wenn es um Mode geht, nicht pauschalisieren.

Nehmen wir als Beispiel eine der größten männlichen Stilikonen unserer Zeit: Johnny Depp. Der Schauspieler trägt viel Schmuck! Wer sich Bilder von ihm anschaut, bemerkt sicher, dass er unterschiedlichste Stilrichtungen wild mixt. So kombiniert er beispielsweise bunte Perlenarmbänder mit Lederbändern, Metalarmreifen und Bettelarmbänder. Dazu noch einen Ring oder zwei und auch unterschiedlich lange Ketten.

Gut, nicht jedem Mann gelingt es mit egal welchem Mix an Kleidung gut auszusehen, so wie es Depp gekonnt vormacht. Und trotzdem können wir uns eins auf jeden Fall bei ihm abgucken:

Highlights, Basics, und klassisch schlicht – mit diesen drei Ebenen im Mix gelingt jedes Outfit.

Das zieht sich durch jede Thematik im Outfit des Mannes. Ob Farben, Muster, Formen, Schmuck, Accessoires oder Schuhe.

Außerdem gilt: Immer am eigenen, ganz persönlichen Stil fest halten und versuchen mit schlichten, einfarbigen Basics, eleganten Details und auch ein-zwei Highlights zu arbeiten. So wird euch die Aufmerksamkeit der hübschen Nachbarin gewiss sein.

Vorschau:

Kämpfe stilvoll gegen Verschwendung!

Eingängig ist dieser Slogan, das muss man den Erfindern von „kleiderkreisel.de“, DER Flohmarkt-und Tausch-Plattform im Internet, einfach lassen. Doch Kleiderkreisel ist noch mehr als das: Mal als perfekter Ort für einen ausgelassenen Plausch, mal als Selbstdarstellungsstätte in reinster Form und mal als erste Anlaufstelle für Schnäppchenjäger, kommt die Webseite verdammt vielseitig daher.

Begonnen hat alles mit Sophie, Susanne und Martin, drei jungen Kreativen, und einer Osteuropareise. Ausgerechnet hier, – im littauischen Vilnius – lernten sie mit ihrem Gastgeber auch das innovative Sharing-Konzept kennen, das als Pilot-Projekt in Litauen bereits erfolgreich angelaufen war. In Deutschland geriet die Umsetzung, mit freundlicher Unterstützung aus Litauen, schnell in Gang. Die Werbetrommel wurde auf allen möglichen Social-Media-Wegen gerührt und erregte so rasend schnell die Aufmerksamkeit einiger einflussreicher Mode-Blogger. Das alles war in 2008. Heute zählt das Portal stündlich wachsende Mitgliederzahlen und virtuelle Kleiderkataloge wie Sand am Meer.

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Mal wieder richtig ausmisten: Dank kleiderkreisel kein Problem mehr. (Foto: T.Gartner)

Mich hat vor rund drei Jahren eine Freundin auf den Geschmack gebracht. Auf die altbewährte Methode der Mund-zu-Mundpropaganda scheint also selbst heute, im medialen Zeitalter, noch Verlass zu sein. Die Funktionsweise von kleiderkreisel ist zudem schnell erklärt: Wenn du auf der Suche nach einer neuen modischen Errungenschaft bist, gibst du sie ins Suchfeld ein und filterst die Kriterien für ein präziseres Ergebnis gegebenenfalls noch mithilfe der Suchmaske. So kannst du beispielsweise nach Waren, beziehungsweise nach Mitgliedern, fahnden, die ausschließlich aus deiner Stadt stammen.Im Allgemeinen genügt jedoch ein einziges Stichwort mit Größenangabe, etwa „Jeanskleid 36“, um fündig zu werden. Ähnlich unkompliziert gestaltet sich das Anbieten eigener Artikel. Das einzig Umständliche daran ist, wenn davon überhaupt die Rede sein kann, das Fotografieren seiner Kleidungsstücke, die natürlich möglichst clever in Szene gesetzt werden sollen. Oder, um es in den Worten des „Kleiderkreisel-Kommandos“ auszudrücken: Niemand will wissen, wie eure Kleider auf dem Sofa aussehen.

Da heißt es also anziehen, posieren, Bildperspektiven ausprobieren. Wer es gut machen will, braucht dafür schonmal ein Weilchen – oder eine Mutter, die gezwungenermaßen als Modell für eure jugendsündigen Outfits herhalten muss. Nur gut, dass man das missmutige Gesicht dank Photoshop nachträglich herausschneiden kann.

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Schon als Knirps stylish wie die Großen: Pendant Mamikreisel macht’s möglich.  (Foto:  Pressefoto mamikreisel.de)

Hat man also den Grundaufbau der Plattform durchdrungen, können im nächsten Schritt die Randfunktionen genauer betrachtet werden. Die wohl Wichtigste dürfte dabei das Forum sein. Dieses ist nicht nur ziemlich stark frequentiert, sondern weist auch eine Themenvielfalt auf, wie man sie sonst höchstens auf gutefrage.net oder bild.de erlebt. Bedauerlicherweise schaffen es viele thread interne Diskussionen inhaltlich häufig auch nicht über BILD-Niveau hinaus: Von „Hilfe, ich bin verliebt in meine Freundin!“ über „Welchem Star sehe ich ähnlich?“ bis hin zu „Glaubt ihr auch an Außerirdische?“ tun sich im nach Themengebieten sortierten Kleiderkreisel-Forum schon mal so einige Abgründe auf. Bleibt nur zu hoffen, einiges davon wurde mit einem intendierten Augenzwinkern verfasst.

Nichtsdestotrotz lassen sich zwischen vielen Beiträgen mit wenig Sinn auch hilfreiche Threads entdecken. So tauschen sich die KreislerInnen, wie sie sich intern nennen, nicht selten über die richtige Haarpflege oder etwaige modische Kniffe aus. Bisweilen geben die Damen und Herren, welche nicht nur innerhalb des Forums, sondern auch auf ihren persönlichen Blogs schwer aktiv zu sein scheinen, einander auch Tipps, die eine höhere Besucheranzahl für das eigene Weblog versprechen – natürlich darf dabei der Link zum Verfasser-Blog nicht fehlen.

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Kleines Logo, große Bedeutung: Das Portal ist für viele eine soziale Konsumalternative geworden. (Foto: Pressefoto kleiderkreisel.de)

Schenkt man den Stimmen aus den Erfahrungsberichten Glauben, so liegt das entscheidende Manko von Kleiderkreisel genau dort, wo auch sein Vorzug liegt, nämlich bei der Art und Weise, wie Geschäfte gemacht werden.
Die Kauf-und-Tausch-Plattform rühmt sich zurecht damit, keinerlei Gebühren zu verlangen, weder für die Anmeldung noch für die Kaufabwicklung. Kosten, für den Verkäufer inform von Versand und für den Käufer eben als Kaufpreis, entstehen lediglich im Falle eines abgeschlossenen „Kaufvertrags“ – einer, der streng genommen gar nicht existiert. Beide Seiten verlassen sich gutgläubig auf die Einhaltung der im E-Mail-Verkehr festgelegten, wenn nicht sogar von vorneherein im Nutzerprofil angegebenen Bestimmungen. Dazu zählen neben Versand-und Zahlungsart auch Fragen nach Reservierungsdauer bestimmter Artikel und eben allerhand Regeln, die jedem auf den ersten Blick furchtbar kleinkariert vorkommen dürften. In Wahrheit sind diese jedoch nötig, um dem worst case vorzubeugen: Einem Betrug – zugleich leider ein alltägliches Phänomen auf Kleiderkreisel. Betrüger sind alle, die kassieren, ohne zu versenden; schwarze Schafe, die Ware als neuwertig anbieten, welche sich schlussendlich als abgetragen und nach Schweiß miefend herausstellt.

Da sich Betrüger leider erst im Nachhinein als solche entlarven, ist für Jungs und Mädels auch bei ernstzunehmendem Tausch-Rausch Vorsicht geboten. Auf Nummer sicher geht man, indem man die bisherigen Bewertungen der potentiellen Verkäufer genauer unter die Lupe nimmt. Das mag gegenüber neuen, noch bewertungslosen Nutzern ungerecht sein, ist jedoch die einzige Methode, sich der Verlässlichkeit des Verkäufers zu vergewissern. Ist man doch einmal in die Falle getappt, so gibt es immerhin noch das Kleiderkreisel-Kommando, bestehend aus einer handvoll Administratoren, die sich um das Problem zu kümmern versprechen und dies auch zuverlässig tun – mit mal mehr, mal weniger zufriedenstellendem Erfolg. Fälle, in denen selbst ein noch so ausgebildetes Spezialeinsatzkommando nichts mehr ausrichten kann, finden wir bei sogenannten „Rachebewertungen“ vor. Diese werden typischerweise als Racheakt auf eine ebenfalls recht miese Bewertung vom Gegenüber verfasst und kommen meist Schimpftiraden voller unflätiger Ausdrücke gleich.

Spätestens hier dürfte klar geworden sein, welche Zielgruppe Kleiderkreisel bis heute vorwiegend anspricht.

Vorschau:  Beim nächsten Mal gibt es an dieser Stelle nichts geringeres zu sehen als das Lookbook für den Sommer.

Ohren auf Mädels: Jetzt könnt ihr elegante Abendkleider mit Ear-Cuffs rocken

Hört, hört – nun können wir unsere Ohren richtig in Szene setzen! Ab jetzt schmücken Fashionistas ihre Ohren mit kleinen Klettermännern in Edelmetall. Du bist noch nicht im Ear-Cuff-Fieber? Dann lass dich von den trendigen „Ohrklemmen einringen“

Goldene Ear-Cuffs zum „Hinter’s Ohr klemmen“
(Foto: Schöniger, www.glitter-everywhere.net)

Extravagant, rockig und einmalig – Ear-Cuffs sind der absolute Ohrtrend, gerade aus den USA zu uns herübergeschwappt. Ob Silber, Gold, opulent oder mit Nietenbesatz – die modischen Ohrklammern passen dank ihrer vielen unterschiedlichen Modelle und individuellen Motive zu jedem Stil. Vom eleganten Abendkleid zur schlichten Bluse lassen sich alle Outfits in nur wenigen Sekunden in einen hippen Rockchic-Look verwandeln und bieten somit einen tollen Kontrast zu eher dezenten Stilen.

Für Schnellentschlossene gibt es attraktive Neuigkeiten: Für dieses einmalige Ohrschmuck-Statement braucht ihr nicht einmal Ohrlöcher. Es gibt unzählige Modelle, die einfach hinter das Ohr geklemmt werden. Für alle Anderen gibt es Ear-Cuffs, die mit einem Ohrstecker verbunden sind.

Wunderschöne Kettenreihen zieren das Ohr
(Foto: Schöniger, www.glitter-everywhere.net)

Damit Funkel-Ketten und Steine optimal zur Geltung kommen, trägt man das Accessoire am Besten zum Donut Bun mit herausgezupften Strähnen oder hohem unordentlichen Ponytail. Damit der Look nicht überladen wirkt, empfiehlt sich mit Armreifen und Halsketten eher sparsam umzugehen – die einzigartigen Ohrspangen haben schließlich eine Hauptrolle verdient.

Mädels, zieht die Blicke auf euch und rockt euer nächstes Outfit mit diesem ganz besonderen Highlight: Ear-Cuffs!

Vorschau: Nächste Woche zeigen wir euch alle Frühlings-Essentials für den Mann.

„Nachhaltigkeit und Funktionalität im Design sind einmal mehr die Trends“ – ein Besuch auf der 20. „blickfang“ in Stuttgart

Dezent und auffällig zugleich: Schmuck von Maike Gericke aus Pforzheim (Foto: Blickfang)

Von Freitag, den 9. bis Sonntag, den 11. März hat zum 20. Mal die internationale Designmesse „blickfang“ im Stuttgarter Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle Halt gemacht. Ein Jubiläum, das sich dieses Jahr rund 22.000 interessierte Besucher nicht entgehen lassen wollten. Ein neuer Rekord für die Messe. An über 220 Ständen und auf einer um 40 Prozent größeren Ausstellungsfläche als in den Vorjahren, konnten die Besucher neben Möbeln auch die aktuellen Trends der progressiven Modeszene ins Visier nehmen und die Teile natürlich auch vor Ort erstehen. Entscheidungen fallen da alles andere als leicht.

Der Trend geht ganz klar hin zu Minimalismus, Funktionalität, Natur und Nachhaltigkeit. So kann man bei Zirkeltraining by Bernd Dörr Recycling Goods zum Beispiel Taschen und Geldbörsen kaufen, die früher ein Leben als Sportgerät inne hatten und so manchem Schüler das Leben schwer gemacht haben – ich spreche da aus Erfahrung. Schlichte, schwarze Eimer wurden ebenfalls hier und da als Deckenlampen präsentiert und Glühbirnen kurzerhand zu schicken Vasen gemacht. Alltagsgegenstände, die jeder von uns in der Regel zu Hause hat, werden von manchem kreativen Designer zu ausgefallener Deko und Einrichtungsgegenständen umfunktioniert. Das ist so einfach wie genial.

Schlicht, aber dennoch ein toller Blickfang: das zusammensteckbare Regalsystenm "cubit" (Foto: Blickfang)

„Back to basics“, das Motto konnte der Messebesucher vor allem im Möbeldesign klar erkennen. Schlicht waren die meisten Möbel und vor allem praktisch sollten sie sein. Überwogen haben dabei verschiedene Würfelmodule, die beispielsweise wie beim „cubit“ ineinander gesteckt werden können. Mit Preisen ab 22 Euro für ein Modul kann sich das auch leisten, wer nicht gerade zufällig im Lotto gewonnen hat. Aber auch Wein- und Obstkisten lassen sich toll in ein ungewöhnliches und ausgefallenes Regal umgestalten. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Vor allem im Bereich Mode und Schmuck haben die Designer und Standbesitzer mit viel Liebe zum Detail, nicht nur bei ihren Ständen, sondern auch bei ihren Klamotten und Schmuckstücken, überzeugt. Hier und da mal schön bunt, an anderer Stelle wieder schlichter und funktioneller. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei gewesen. Das Publikum ging hierbei vom Kreativling bis hin zur Familie mit Kind und Kegel, es waren alle Altersgruppen vertreten.

Ein großer Unterschied zu vielen anderen Fachmessen besteht darin, dass die „blickfang“ auch für das Endpublikum, also den Normalbürger zugänglich ist. Die „blickfang“ findet neben Stuttgart ebenfalls in Basel, Wien und Zürich statt, Hamburg und Kopenhagen werden in diesem Jahr noch dazu kommen. Wer also zum passenden Zeitpunkt in einer der Städte ist, sich zudem noch für Design interessiert und Anregungen sucht, für den ist die Messe absolut empfehlenswert.

Vorschau: Wie läuft eigentlich die Organisation einer Fashionweek und was werden die Trends der Herbst- und Wintersaison 2012 sein? Face2Face spricht mit dem Managment der „Vancouver Fashion Week“.

Mein Lieblingsaccessoire: Chockers

In den letzten Wochen habe ich sehr oft E-mails von Lesern bekommen, die wissen wollten, was mein Lieblingsaccessoire ist und zu was ich dieses am liebsten kombiniere.

Nun – ich muss gestehen, dass sich meine Favourites immer mal wieder ändern. Dennoch liegt mein Fokus dann immer nur auf einem großen Accessoire, während ich die anderen immer schlicht halte und somit auch im Hintergrund, sodass mein Liebling die volle Aufmerksamkeit bekommt.

Seit ein paar Monaten greife ich bei meinen Accessoires gerne zu sehr großen, prachtvollen Ketten wie zum Beispiel die sogenannten Chockers. Chockers kommt vom englischen „choke“ was soviel wie würgen bedeutet, denn sie werden ganz nah an der Kehle getragen. Ich trage Chockers aber auch oft nicht direkt am Hals, da das kurze Hälse noch kürzer aussehen lässt.

 Wenn ihr Chockers oder generell große, aufwendige und auffallende Ketten tragt, solltet ihr beim Kombinieren mit dem Outfit und weiteren Accessoires sehr gut Acht geben: Schlicht lautet die Devise! Ein schlichtes Kleid kann so

Golder Chocker von Aldo (Foto: Bauder)

Golder Chocker von Aldo (Foto: Bauder)

schnell zum Hingucker des Abends werden. Alltags-tauglich sind die Chokers aber auch: zu einer Bluse und Röhrenjeans ist die Kette ein kleines Highight. Bei den Accessoires solltet ihr auf jeden Fall die Finger von Kreolen lassen und lieber zu Ohrsteckern greifen, da die Kombination ansonsten zu sehr aufträgt.

 Die Chockers gibt es auch in allen möglichen Farben und in verschiedenem Stil, sodass für jeden etwas dabei ist. Ob mit Perlen, im Hippie-Stil mit Holz, oder ganz elegant in Gold – Chockers sind derzeit meine Lieblinge und wer für den Klunker nicht zu tief in die Tasche greifen will, dem kann ich an dieser Stelle „H&M“, „six“, oder „Bijoux Brigitte“ empfehlen.

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Verlängerung des Autogrammkartengewinnspiels: Bis einschließlich Donnerstag, 6. Oktober, könnt ihr Autogrammkarten von „Germanys Next Topmodel“-Gewinnerin Jana Beller gewinnen. Näher Informationen findet ihr HIER.