Mannequin-Challenge mit Kinderkeyboard

Jeder kennt ihn – den Mann mit der Panda-Maske. Mit seinem erfolgreichen Ohrwurm „Easy“ hat er die Musikszene im Sturm erobert. Hinter seiner Maske versteckt sich aber nicht nur ein cooler Typ: Cros gefühlvolle Stimme gepaart mit emotionalen Texten, die aber auch gute Laune verbreiten, verzaubern Jung und Alt.

Rapper Cro in Mannheim

Rapper Cro in Mannheim

Party der Generationen

Sein Erfolg zeigt sich auch bei seiner „MTV-Unplugged“-Tour, die wegen der großen Nachfrage verlängert wurde. So strahlen dem Rapper am vergangenen Samstag 7.000 Fans in der Mannheimer SAP-Arena entgegen, als er nach seiner Vorband VONA die Bühne betritt. Es reicht ein lässiges „Hi Leute“ und die Menge beginnt aus vollem Halse zu kreischen. Es erinnert an die Boyband-Zeiten, in denen die Mädchen reihenweise Ohnmachtsanfälle erlitten, wenn ihre Idole auch nur in Sichtweite waren.

Die Vielfalt der Besucher ist dabei beachtlich: Von jungen Mädchen in den Zwanzigern, die zu den Tönen mitwippen über Teenies, die sich in den ersten Reihen tummeln und Kleinkindern, deren Eltern sie für eine bessere Aussicht auf den Schultern tragen, ist alles dabei. Vor allem die jüngsten Besucher des Abends tanzen begeistert zu den Tönen des 25-jährigen Rappers, als wären sie schon geübte Party-Gänger. Einige Mütter trällern mit ihren Söhnen die gemeinsamen Lieblingssongs mit.

 Bewegende Bühnenshow

Entgegen der altbekannten „MTV-Unplugged“-Reihe ist Cros Auftritt klanglich eher dick aufgetragen. Das Einsetzen von E-Gitarren und die Soundeffekte des DJs übertönen das Orchester.

Die grandiosen Background-Sängerinnen, die die Menge so richtig mit ihren Soul-Stimmen anheizen, bekommen aber zum Glück noch ein paar Soloeinlagen. Das „Unplugged“-Feeling setzt zum Ende hin dann doch ein: Aus dem Boden taucht plötzlich passend zur Zugabe, die aus ganzen acht Nummern besteht, ein Klavier auf. Darauf bezeugt Cro bei Hits wie „Melodie“ sein musikalisches Talent und wird von 7.000 leuchtenden Handys begleitet – Gänsehaut ist vorprogrammiert.

Großes Entertainment

Cro belässt es aber nicht bei den besinnlichen, ruhigen Nummern. Er tauscht sein Klavier kurzerhand gegen ein Kinderkeyboard und zeigt den Zuhörern, wie lange er und sein Orchester still halten können bei der Mannequin-Challenge.

Highlight für die kreischenden Fans ist natürlich Cros Gang durch die Menge – Selfie-Möglichkeiten mit dem Rapper inklusive.

Bei seinen Hits „Bad Chick“ und „Easy“ können wir uns nochmal von dem Orchester überzeugen, denn die Nummern werden spitze von dem Kontrabass und den restlichen Streichern untermalt. Ein echter Erfolgstyp eben, dieser Cro.

Vorschau

Adler Mannheim sind Meister – WM voller Fragezeichen

Die Adler Mannheim haben es geschafft. Mit dem 3:1-Erfolg beim ERC Ingolstadt sicherten sich die Mannheimer zum siebten Mal die deutsche Eishockeymeisterschaft und entrissen dem Titelverteidiger, trotz zwischenzeitlichem 1:2-Serienrückstand, den Pokal. Unterdessen steht dem deutschen Eishockey eine WM voller Fragezeichen bevor 

Es war 21.59 Uhr als am vergangenen Mittwoch Helme, Stöcke, Handschuhe und sonstige Gegenstände den Weg aufs Eis fanden. Die Adler Mannheim waren zum siebten Mal deutscher Meister. Minuten später stemmte Adler-Kapitän Marcus Kink dann auch den großen Silberpokal in die Höhe. Er hatte sich zuvor mit seinen Mannen eine begeisternde Finalserie gegen den Titelverteidiger ERC Ingolstadt geliefert und diese am Ende mit 4:2-Siegen für sich entschieden.

Besser konnte es im Vorfeld dieses Finals sowieso nicht kommen: Der Vorrundenerste Adler Mannheim trifft auf den Titelverteidiger aus Ingolstadt. Mannheim galt aufgrund des beeindruckenden Saisonverlaufes zwar als Favorit, doch es waren die Ingolstadter, die in den ersten drei Partien größtenteils den Ton angaben. Glück für die Adler, dass sie die erste Begegnung zuhause mit 2:1 nach Verlängerung für sich entscheiden konnten. Ronny Arendt erlöste die 13.600 überwiegenden Adler-Anhänger in der SAP-Arena mit einem Rückhandschuss. Einen Schuss, den ERC-Torwart Timo Pielmeier später als „Wurstsemmel“ titulierte. Und in der Tat: Der ansonsten so stark haltende Pielmeier ließ ausgerechnet diesen haltbaren Puck in seinen Kasten rutschen.

Das Momentum lag nun bei den Adlern. Sollte man zumindest meinen. Es war der ERC, der in Form eines Meisters zurückschlug. 5:2 und 6:1 standen in den darauffolgenden Partien für den ERC auf der Anzeigetafel. Die Adler waren entnervt, die Meisterschaftseuphorie verflogen. Doch nun war es die Mannschaft aus der Quadratestadt, die – wie schon so oft in den diesjährigen Play-offs – zurückschlug. Mit einem beeindruckenden 6:2-Auswärtsserfolg läutete die Mannschaft von Cheftrainer Geoff Ward das Titelrennen ein. Zwei folgende 3:1-Erfolge krönten schließlich die Adler zum verdienten Meister. „ Wir haben so viel Scheiße gefressen die letzten Jahre“, sagte Arendt, aber nun: „Ich liebe diese Mannschaft!“. Adler-Schlussmann Dennis Endras gestand: „Ich hatte beim 3:1 Tränen in den Augen.“ Und „Sprachrohr“ Christoph Ullmann ließ verlauten: „Wir haben acht Jahre darauf gewartet, dann können wir jetzt auch acht Tage lang feiern!“

Eine Sause erwartete die Adler bereits bei ihrer Ankunft in der SAP-Arena. Knapp 3000 Fans harten in dieser noch aus, um dem neuen Deutschen Meister um halb vier morgens (!) einen entsprechenden Empfang zu bereiten. Bereits zuvor hatten sich 10.787 Fans in der Mannheimer Arena zum Public-Viewing getroffen und verfolgten von dort aus den Meistercoup ihrer Mannschaft.

Meisterlich: über 10.00 Fans schauten beim Public-Viewing in der SAP-Arena das entscheidende Finalspiel. Foto: Privat

Meisterlich: über 10.00 Fans schauten beim Public-Viewing in der SAP-Arena das entscheidende Finalspiel. Foto: Privat

Nach dem Empfang einen Tag später im Rathaus – inklusive anschließendem Autokorso bis zum Mannheimer Wasserturm – luden die Adler zur offiziellen Meisterfeier in der SAP-Arena. Zwei Tage waren seit dem entscheidenden Meisterschaftsspiel vergangen. Klar, dass da die einen Adler-Akteure etwas mehr, die anderen etwas weniger Schlagseite hatten. Gefeiert wurde trotzdem, als gäbe es keinen Morgen. Mit teilweise nacktem Oberkörper präsentierten die Spieler ihren Fans das Objekt der Begierde.

Am morgen erlebte Arendt bereits eine Begegnung der dritten Art: Im Café traf der Stürmer seinen Nachbarn. Dieser ist kein geringerer als Marcus Kink. Und der Adler-Kapitän hatte nicht etwa einen Kaffe oder eine Tüte Brötchen in der Hand – nein! Es war, wie sollte es auch anders sein: Der silberne Henkelpokal!…

Aber nach der Meisterschaft ist wie jedes Jahr vor der WM: Bundestrainer Pat Cortina ist bei dieser allerdings alles andere als zu beneiden. Bereits 21 Spieler, darunter die vier NHL-Legionäre Marcel Goc (St. Louis Blues), Dennis Seidenberg (Boston Bruins), Christian Erhoff und Thomas Greiss (beide Pittsburgh Penguins) haben Cortina für die Titelkämpfe in Prag (01. bis 17. Mai) bereits abgesagt. Auch die Adler-Spieler Frank Mauer, Dennis Reul (beide Knieverletzung) und Sinan Akdag (Schulter-OP) winkten ab. Mit Dennis Endras, Nikolai Goc, Christoph Ullmann, Marcus Kink, Matthias Plachta und Kai Hospelt stehen aber dennoch sechs Akteure aus der Quadratestadt für Deutschland auf dem Eis. Vom Vizemeister Ingolstadt stoßen Timo Pielmeier, Benedikt Kohl und Patrick Hager zum deutschen Aufgebot dazu. Zwei Jahre vor der Heim-WM und ein Jahr vor der Olympia-Qualifikation wird es für die Jungs mit dem Bundesadler auf der Brust dennoch schwer, sich eine gute Platzierung zu erkämpfen. Deutschland steht eine WM voller Fragezeichen bevor. Etwas Hoffnung gibt zumindest NHL-Stürmer Tobias Rieder, der es in seiner ersten Saison für die Arizona Coyotes auf 13 Tore und sieben Vorlagen brachte.

Das vorläufige deutsche WM-Aufgebot: 

Tor: Dennis Endras (Adler Mannheim), Timo Pielmeier (ERC Ingolstadt), Danny Aus den Birken (Kölner Haie)

Abwehr: Benedikt Kohl (ERC Ingolstadt), Moritz Müller (Kölner Haie), Justin Krueger (SC Bern), Nikolai Goc (Adler Mannheim), Oliver Mebus (Krefeld Pinguine), Björn Krupp (Grizzly Adams Wolfsburg), Jens Baxmann (Eisbären Berlin), Stephan Daschner (Düsseldorfer EG)

Sturm: Kai Hospelt, Marcus Kink, Matthias Plachta, Christoph Ullmann (alle Adler Mannheim), Daniel Pietta (Krefeld Pinguine), Patrick Reimer, Yasin Ehliz (beide Ice Tigers Nürnberg), Tobias Rieder (Arizona Coyotes), Michael Wolf, Yannick Seidenberg (beide EHC München), Patrick Hager (ERC Ingolstadt), Thomas Oppenheimer, Nicolas Krämmer (beide Hamburg Freezers), Brent Radeke (Iserlohn Roosters).

 Vorschau:  Basenfasten – eine andere Art um sich gesund zu ernähren. Lest mehr darüber am 06.05.

„Wir werden die Welt verbessern“ – Joko Winterscheidt stellt neue „German Garment“-Kollektion in Mannheim vor

Diesen Mittwoch, 20. Juni beginnt in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro der Uno-Umwelt-Gipfel „Rio+20“. Bereits vor 20 Jahren hatte sich die Staatengemeinschaft zusammengefunden und unter anderem über das Grundprinzip getagt.
Dieses Prinzip verfolgt seit der Gründung 2009 das Berliner Modelabel „German Garment“, das am Samstag, 16. Juni seine neue Kollektion im Mannheimer „Engelhorn-Trendhouse“ vorstellte. Mit Mannheim verbindet Joachim „Joko“ Winterscheidt, Repräsentant des Labels, nach eigener Aussage den weltbesten Fleischsalat, das Steigenberger Hotel und seine Moderation bei „The Dome“ in der SAP-Arena. „Das Besondere an Mannheim sind die Quadrate“, schwärmt er. Angereist ist das Team um Winterscheidt mit dem Zug. Wir er zu verstehen gibt, besitzt er eine „Bahn-Card 25“, um ein Stück die Umwelt zu entlasten.

Zuvor hatte der Moderator und Label-Mitgründer auf seiner „Facebook“-Seite mit den Worten „Facebook-Party-Zustände wären geil“ auf seine bevorstehende Promotion-Tour aufmerksam gemacht. Schauspieler Matthias Schweighöfer, der ebenfalls Mitgründer von „German Garment“ ist, konnte aufgrund der Produktion seines neuen Kinofilms „Schlussmacher“ nicht an der Präsentation teilnehmen – was vor allem von den weiblichen Besuchern sehr bedauert wurde.
Die prophezeiten „Facebook-Party-Zustände“ blieben aus, was vermutlich an der frühen Uhrzeit des angesetzten Events lag. Eine überschaubare Anzahl von Neugierigen – überwiegend weiblichen Fans – kamen um 10 Uhr dennoch um die neuen Modestücke zu beäugen. Der Rahmen war somit sehr familiär in den modern gestalten Räumlichkeiten des Modehauses.

Gewohnt ironisch: „German Garment“-Mitgründer Joko Winterscheidt leistet Aufklärungsarbeit in Sachen Nachhaltigkeit (Foto: Deobald)

Die präsentierten T-Shirts sind salonfähig: Gut ausgearbeitete Schnitte, die auf gute Verarbeitung und Materialien schließen lassen. Sie können sowohl lässig auf Jeans, als auch auf einen sportlich geschnitten Sakko getragen werden – erhältlich in den Farben Weiß, Navy und Schwarz. Die fünf Printmotive sind auffallend und dynamisch gestaltet, jedoch keinesfalls zu vergleichen mit den Motto-T-Shirts der frühen 2000er Jahre.
Thema der aktuellen Palette ist das Leben im Digitalzeitalter: Die „Digital Age“ in ironischer Art vorgetragen, passend zu Schweighöfers und Winterscheidts Mentalität, spiegelt sich unter anderem in Informationschaos, Zensur und Identität im Internet wider.
In der vorangangenen Kollektion zierten die T-Shirts Designspielereien, die sich mit dem Labelnamen beschäftigen oder mit Berlin, dem Ursprung der ausschließlich in Deutschland produziertem Marke. Besonders hervorzuheben ist das aktuelle Motiv „Fingerprint“, das neben „NOBODY READS YOUR FUCKING BLOG“, „Edding Stripes“, „Good Morning“ und „Logo“, hervorsticht und den umweltbewussten Gedanken des Labels unterstreicht. Vermutlich bediente sich der Designer Oliver Schleith für seine Inspiration am ökologischen Fußabdruck, den er in diesem Fall durch einen überdimensionalen Fingerabdruck ersetzte. „NOBODY READS YOUR FUCKING BLOG“ stellt den Bezug zur aufkommenden Hipsterbewegung, sowie den sogenannten „Scenester“ (Anm. d. Red. „Scenester“ ist jemand, der sich auffällig in Verhalten und Kleidung einer bestimmten Szene anpasst) her. Winterscheidt sagt, er habe sich bereits die gleichnamige Domain gesichert, um anderen zuvorzukommen. Für Hipster habe er allerdings weniger übrig und zitiert den Song „Ich will nicht nach Berlin“ von der Chemnitzer Band „Kraftklub“, um seiner Abneigung Nachdruck zu verleihen.

Trotz des übersättigten Angebots auf dem T-Shirt-Markt ist es gelungen eine Nische zu finden für „German Garment“, indem man sich durch konsequent nachhaltige Produktion in Deutschland bewusst vom Mainstream absetzt. „Einzig der Anbau von Bio-Baumwolle ist aufgrund der klimatischen Bedingungen in Deutschland noch nicht möglich, räumt Winterscheidt ein, „beim Bedrucken der T-Shirts setzen wir auf schadstoffarme und rückstandsfreie Handhabung der Farben“.

Riesen der Branche, wie beispielsweise „Zara“, „H&M“ oder „Primark“, produzieren ausschließlich in Billiglohnländer, um ihre Gewinne auf Kosten günstiger Arbeitskräfte einzufahren. Aber: Wie billig darf Kleidung sein? „Wir wollen zum Nachdenken anregen, dass den Leuten bewusst wird, was sie kaufen und welchen Wert ein Produkt besitzt. Junge Menschen sollen sich fragen woher ein Produkt kommt und somit auch ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit mit unserem Label bekommen. Wer möchte schon gerne, dass seine Kinder einmal mit Gasmasken auf der Straße rumlaufen müssen“, so Winterscheidt.

Signiert fleißig Autogrammkarten nach der Präsentation seiner Kollektion: Joko Winterscheidt, „Neoparadies“-Moderator und „German Garment“-Mitgründer (Foto: Deobald)

Qualität hat ihren Preis. „Wer eines unserer Shirts in der Hand gehabt hat, weiß, was Qualität bedeutet. Diese versuchen wir zu einem angemessenen Preis zu verkaufen. Die Intention, die dahinter steckt, ist, dass die Garderobe nicht mit billigen Fetzen gefüllt wird, sondern seltener, aber dafür überlegter eingekauft wird“, erläutert Winterscheidt das Problem der Wegwerfgesellschaft. Die Shirts der aktuellen „German Garment“-Kollektion bewegen sich in einem gehobenen Preissegment zwischen 39 und 49 Euro.

Für die Zukunft ist eine Kollektion aus Strickware geplant: eine Pullover- und Jackenkollektion sei anvisiert. Zumindest scheint dies realistischer als die Umsetzung einer Sneaker-Kollektion, da hier das Vorhaben an der Finanzierbarkeit des Produkts scheitern könnte – wer ist schon bereit für ein Paar Schuhe 500 Euro auszugeben? Auch ohne eigne Sneakers-Kollektion blickt Winterscheidt zuversichtlich in die Zukunft: „Mittelfristig möchten wir uns als deutsches Qualitätslabel auf dem Markt etablieren und ich bin davon überzeugt, wir werden die Welt verbessern.“

Wer vor dem Preis der „German Garment“-T-Shirts noch zurückschreckt , sollte sich vielleicht bei seinem nächsten Einkauf bei „H&M“ und Co. überlegen, ob ein Preis von fünf Euro für zehn T-Shirts tatsächlich realistisch ist.

Kontakt „German Garment“:
Offizielle Homepage

Vorschau: Nächste Woche geht es hier um sportliche Eleganz – einen Trend weitab von Jogginghosen und Schweißband.

Kultursommer 2011

Zugegeben, der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und besonders viel hatten wir dank des schlechten Wetters leider nicht davon. Doch ein Blick auf den Kalender gibt Hoffnung, denn offizieller Herbstanfang ist erst am 23. September. Es bleibt also noch jede Menge Zeit, um den verbleibenden Rest-Sommer in vollen Zügen zu genießen. Die besten Events, Konzerte und Geheimtipps für ein gelungenes Summerfeeling findet ihr hier!

Freitag bis Sonntag, 05.-07.08.2011

„Alles Muss Raus“ – Musik- und Theaterfestival (Kaiserslautern)
Unter dem Motto „Alles Muss Raus“ veranstaltet die Lebenshilfe zum fünften Mal das Straßentheaterfestival in Kaiserslautern. 20 internationale Ensembles verwandeln die Innenstadt in eine riesige Bühne: Die etwa 200 behinderten und nicht behinderten Akteure bieten von Akrobatik über Kleinkunst bis hin zu Konzerten allerlei Sehenswertes. Wer Teil der außergewöhnlichen Fantasiewelt werden will, hat dazu Samstag ab 20 Uhr, Sonntag ab 13 Uhr Gelegenheit.

Samstag, 06.08.2011

„Mannheimer Brückenaward“ (Mannheim)
Von Elektro und Funk bis hin zu Indie und Progressive Rock, auf dem Mannheimer Undergroundfestival wird einiges geboten. Veranstaltungsort ist direkt am Flussufer unterhalb der Eisenbahnbrücke in Neckarstadt-West. Die sechs auftretenden Bands „Madventure“, „Super Pancho“, „8-Balls On Fire“, „HomeBeatHome“, „Bonobo Riot“ und „Glanz Und Gloria“ decken wirklich jeden Musikgeschmack ab. Das Beste daran: nicht nur der Eintritt, sondern auch Verköstigung ist frei. Veranstaltungsbeginn ist 17 Uhr.

Freitag bis Sonntag, 12.-14.08.2011

„Jazz & Joy“ Festival (Worms)
Auf fünf Open-Air-Bühnen bieten beim Wormser „Jazz & Joy“ Festival 39 Künstler Jazz und Pop vom Feinsten. Neben Ronan Keating, Selig und Auletta treten unter anderem auch Ana Popovic, Lisa Bassenge, Emil Mangelsdorff, Brian Auger, Nils Landgren und Renaud Garcia-Fons auf. Eindeutiger Star des Festivals ist aber Soul-Queen Joy Denalane, die Sonntag ab 20 Uhr auf der Bühne steht. Alle Infos und Tickets gibt’s im Internet: www.worms.de

„Speyrer Kaisertafel“ (Speyer)
Alljährlich laden die Speyrer Gastronomen zum Schlemmen und Feiern auf der Maximilianstraße ein. Los geht’s Freitag ab 17:30, Samstag und Sonntag darf bereits ab 11 Uhr geschlemmt werden. Das komplette Programm gibt es online unter www.kaisertafel.com

Samstag, 13.08.2011

Mais-Labyrinth (Hockenheim)
Zugegeben, mit Kultur hat diese Empfehlung eigentlich wenig zu tun. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass sich der Begriff der Kultur schließlich von der Natur ableitet. Mit dieser, wohl etwas fadenscheinigen Begründung, hat es auch dieser Freizeittipp auf die Liste geschafft. Auf 30.000 Quadratmetern bietet das Mais-Labyrinth in Hockenheim den etwas anderen Zeitvertreib. Mit Taschenlampen ausgestattet, können die Besucher am 13. August ab 21 Uhr durch die Dunkelheit irren und in den 2,5 km langen Gängen des Labyrinths den Ausgang suchen. Der Eintrittspreis beträgt 2,50 Euro. Alle Infos dazu gibt es im Internet: www.maislabyrinthhockenheim.de

Mittwoch bis Sonntag, 17.-21.08.2011

„Zirkus Charles Knie“ (Mannheim)
„Manege frei“ für Artisten, Clowns und Tiere, heißt es ab dem 17. August, wenn der „Zirkus Charles Knie“ seine Zelte auf dem Neuen Meßplatz in Mannheim aufschlägt. Laut eigener Aussage erwartet die Besucher: „Menschen, Tiere, Sensationen – Liveunterhaltung der Extraklasse für Groß und Klein!“ Neben all dem Zauber, den ein Zirkusbesuch mit sich bringt, sollte man das Spektakel jedoch mit Vorsicht genießen. Denn wirklich tiergerechte Haltung kann ein Zirkus schwerlich bieten. Trotzdem steht der „Zirkus Charles Knie“ für das Wohlergehen seiner Tiere ein und wirbt damit, “nichts zu verbergen” zu haben. Die Ticketpreise liegen zwischen 16 und 37 Euro, erhältlich bei www.eventim.de

Sonntag, 21.08.2011

Führung durch Ausstellung „Rebellische Künstlerinnen der DDR“ (Mannheim)
Feministische Kunst in der DDR? Als erstes und einziges Museum der Alten Bundesländer widmet die Kunsthalle Mannheim einem so brisanten wie überraschenden Aspekt der Kunstgeschichte im anderen Deutschland eine Ausstellung. Nie haben die Fotografien, Filme, Performances und Grafiken einer kleinen Gruppe jüngerer Künstlerinnen das Licht der Kunstöffentlichkeit erblickt. Die Kuratorin Susanne Altmann zeigt nun, wie nah diese inoffizielle Kunst der späten DDR in Qualität und Ausdruck dem internationalen Feminismus, vor allem in den USA war: über Grenzen hinweg wurden rebellische Künstlerinnen zu Pionieren heutiger Konzeptkunst. Am 21. August bietet das Museum ab 16 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung an.

Mittwoch 24.08.2011

„30 Seconds to Mars“ (Mannheim)
Die Kultband rund um Frontmann Jared Leto kommt nach Mannheim in die SAP-Arena! Wer die Jungs live erleben will, hat dazu am 24. August die Gelegenheit. Die Tickets kosten um die 40 Euro, bei www.eventim.de

Freitab bis Sonntag, 26.-28.08.2011

Theater – Klapsmühl’-Ensemble: “Schnüffler, Sex und schöne Frauen” (Mannheim)
Das Klapsmühl’-Ensemble bietet eine Komödie wie aus den besten Zeiten der Schwarzen Serie. Da ist Phil Dick, ein hart gesottener Privatdetektiv à la Philip Marlowe. Natürlich hat er den Durchblick. Natürlich trinkt und raucht er viel. Natürlich trifft er auf eine unglaublich schöne und unglaublich verlogene Frau. Eine Achterbahn der Gefühle. Natürlich gibt es eine mysteriöse Leiche und natürlich sind brutale Cops und stinkreiche Männer mit von der Partie. Und Phil Dick bringt alle zu Fall. Tickets kosten zwischen 14 und 21 Euro, erhältlich im Internet: www.klapsmuehl.eu

Samstag, 27.08.2011

„SWR 1 Pop & Poesie“ (Mannheim)
Ein außergewöhnliches Erlebnis für Musikliebhaber bietet die Veranstaltung „SWR 1 Pop & Poesie“ in Mannheim. Neun Musiker, Sänger und Schauspieler entführen die Zuschauer über zwei Stunden in die faszinierende Welt der Popmusik. Im Mittelpunkt der Show steht ein Konzert, bei dem exzellente Musiker die ausgewählten Songs in ganz individuellen Versionen spielen – in der jeweiligen Originalsprache. Die deutschen Übersetzungen werden durch die Schauspieler harmonisch in die Inszenierung eingewoben und auf der Bühne dargeboten. Jedes Ensemblemitglied musiziert, singt, schauspielert und tanzt, so dass alle Sinne der Zuschauer angesprochen werden. Veranstaltungsort ist die Seebühne, Beginn ist 20 Uhr. Tickets gibt’s ab 25 Euro im Internet: www.eventim.de

August bis Oktober 2011

Ausstellung „Geschmack, der gute, der schlechte und der wirklich teure“ (Baden-Baden)
„Geschmäcker sind verschieden“ heißt es so schön. Diesen Spruch hat sich die Ausstellung „Geschmack“ in der Baden-Badener Kunsthalle zum Credo gemacht. Hier hat alles seine Daseinsberechtigung, von klassischer Kunst bis hin zu kitschigem Allerlei. Nicht fehlen darf dabei natürlich die absolute Ikone der Popkultur: Andy Warhol. Sein Experimentalfilm „Camp“, der in dem berühmten Studio „The Factory“ des Künstlers gedreht wurde und die Hochkultur auf die Schippe nimmt. Ein weiteres Highlight ist die Modenschau-Parodie von Aktionskünstler John Bock.