Wunderwaffe Saftkur?

Drei Tage lang nur Flüssignahrung – meine Saftkur liegt inzwischen fast genau einen Monat zurück (hier geht´s zum Bericht). Zeit einmal zu resümieren und mit Vorurteilen aufzuräumen.

Nur lecker oder auch gesund? Saftkur im Selbstversuch (Foto: Rike / pixelio.de)

Nur lecker oder auch gesund? Saftkur im Selbstversuch (Foto: Rike / pixelio.de)

Abnehmen?

Weniger essen = weniger Kalorien = weniger Körpergewicht – diese Gleichung geht auf. Während meiner dreitätigen Saftkur, wobei ich ja nur zwei Tage komplett auf feste Nahrung verzichtet habe, habe ich etwa ein Kilo abgenommen. Über Saftkuren dauerhaft abzunehmen, funktioniert allerdings nicht. Sobald ich wieder normal gegessen habe, habe ich das verlorene Gewicht wieder zugenommen.

Keine Nährstoffe? Keine Energie?

Obwohl dem Körper viel weniger Nahrungsmittel zugeführt werden, erhält er Vitamine und Mineralstoffe, denn die sind ja schließlich auch in Saft, Smoothies und Suppe enthalten. Um meinen Kreislauf nicht zu überfordern, habe ich bewusst auf schweißreibenden Sport verzichtet und täglich nur ein paar Übungen daheim gemacht. Vielleicht war ich ein bisschen müder als sonst, aber nicht so, dass es sich wesentlich auf meinen Alltag ausgewirkt hätte. Kurzum: Bei drei Tagen Saftkur kam es bei mir zu keinem erwähnenswerten Energiemangel, folglich bestand wohl auch kein Nährstoffmangel.

Reinere Haut?

Diesen Effekt habe ich leider nicht bemerkt. Schade!

Den Körper reinigen?

Wenn ihr euch einmal bewusst damit auseinandersetzt, stellt ihr sicher schnell fest: Nahezu alles, was wir essen, ist industriell verarbeitet – die wenigstens Produkte verzehren wir direkt und genauso wie sie zum Beispiel vom Baum fallen. Bei meiner Saftkur habe ich fast ausschließlich Obst und Gemüse vom regionalen Anbieter verwendet. Das mache ich allerdings auch, wenn ich normal esse. Nur kommen da dann eben auch mal Nudeln aus dem Supermarkt, Brühepulver und Milch zum Einsatz.

Die Flüssignahrung soll dagegen sogar eine eventuell vorhandene Übersäuerung neutralisieren. Ob mein Körper nach drei Tagen Saftkur „sauberer“ ist als vorher? Einen Beweis habe ich nicht, dafür aber:

Ein Freies, leichtes Gefühl?

Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen: Am dritten Tag meiner Saftkur hatte ich auf dem Heimweg einen kurzen Zwischenstopp zum Umsteigen am Mannheimer Hauptbahnhof. Der Duft von frischen Backwaren stieg mir in die Nase. Vor meinem inneren Auge konnte ich es sehen: Knackiges Ciabatta, saftige Tomaten, cremiger Mozzarella und der intensive Geschmack von frischem Basilikum. Plötzlich erregte ein komplett anderer Leckerbissen meine Aufmerksamkeit. Eine Frau spazierte mit einem Becher Softeis vorbei. Wie zarte Zuckerwattewölkchen schwebte die weiße Eiscreme portionsweise in ihren Mund. In meinen Futterträumen schmiegte sich die Karamellsauce wie ein warmer, ultimativ leckerer Lavastrom an den Berg aus eiskaltem Genuss. Aber etwas war anders als bisher: Ich habe mir nichts gekauft – kein Eis, kein belegtes Brötchen. Ich habe ganz frei entschieden, ohne mich gezwungen zu fühlen meinem spontanen Appetit nachzugeben, aber auch – und das ist das Wichtigste – ohne dabei das Gefühl zu haben auf etwas zu verzichten. Das Geschmackserlebnis war nur in meinem Kopf und das war einfach großartig.

Saftkur im Selbstversuch

Mein Bauch ist so voll, dass mir fast schlecht ist. In der Kantine gab es heute Nudeln mit Sauce. Aber ich habe trotzdem noch Appetit – ein Nachtisch geht doch eigentlich immer! Also schiebe ich noch zwei bis drei Brownies hinterher. „Jetzt ist aber wirklich Schluss“, sagt mein Magen – aber mein Appetit zwinkert ihm nur frech zu. Weiß ich das Essen überhaupt noch wertzuschätzen? Stopfe ich nicht einfach wahllos alles Mögliche – auch wenn es überwiegend gesund ist – in mich hinein? Braucht meine Körper eine Pause? Braucht mein Gehirn eine, um sich wieder intensiver auf jedes einzelne Geschmackserlebnis einlassen zu können?

Selbstgesteckte Regeln

Ich beschließe eine dreitätige Saftkur zu machen, um meinen Körper zu entlasten und vielleicht auch, um meine Seele, meinen Geist oder wie auch immer wir es nennen wollen, loszulösen, zu befreien von dem Zwang ständig zu essen. Seit zehn Jahren verzichte ich auf Fleisch ohne es auch nur zu bemerken, weil es inzwischen Normalität geworden ist. Ob das mit allen anderen festen Nahrungsbestandteilen ebenso einfach geht?
Wenn man googelt, ist die Grundlage der meisten Saftkuren – wer hätte es gedacht – Saft. Und zwar eigenhändig entsaftet. Ich habe aber weder einen Entsafter, noch gefällt mir der Gedanke, dass ich große Teile des Obstes, nachdem der Saft herausgepresst wurde, wegwerfen müsste. Also stecke ich mir die Regeln für meine individuelle Kur selbst: Suppe, Tee, Wasser, Saft und Smoothies sind erlaubt.

Tag 1

Los geht’s am Sonntag-Morgen mit einem großen Smoothie. Anschließend Training. Dann eine heiße Brühe und mehrere Gläser Kirschsaft. Bis etwa 15 Uhr denke ich noch, dass das ganze Projekt „Saftkur“ ein Kinderspiel wird. Dann kommt die Übelkeit. Ich kann keinen einzigen Schluck Saft mehr trinken. Durchhalten! Klappt auch – bis etwa 18 Uhr. Mein Kopf schmerzt und mir ist schlecht. Also sündige ich. Griechischer Salat (hey, immerhin Salat!) und ein Knoblauch-Brot werden mir direkt an die Haustür geliefert – viel weiter hätte ich mich in meinem Elend auch nicht bewegen können. Ich versuche langsam zu essen, was in Anbetracht meines Heißhungers eine echte Herausforderung ist. Es schmeckt richtig lecker. Die Kopfschmerzen bleiben (mit etwas zu Essen im Bauch kann ich aber wenigstens eine Tablette nehmen), das schlechte Gewissen auch.

Tag 2
Frühstück an Tag 2 der Saftkur: Eine leckere Smoothiebowl (Foto: T. Gartner)

Frühstück an Tag 2 der Saftkur: Eine leckere Smoothiebowl (Foto: T. Gartner)

Nachdem der erste Tag in einer kleinen Lieferservice-Eskalation geendet hat, beuge ich an Tag 2, den ich im Homeoffice verbringe, vor: Aus Haferflocken, Leinsamen, Himbeeren und Vanillesojamilch wird eine Frühstücks-Smoothiebowl. Ich löffle die durchgemixte Masse, damit ich trotz der Konsistenz das Gefühl habe etwas zu essen. Den restlichen Tag über gibt es Tee, Tee und nochmals Tee. Am Ende des Tages dürften es etwa acht Tassen gewesen sein. Bei den Sorten greife ich auf mein gewohntes Sortiment zurück: Kamille für den Magen, Pfefferminz für den Kopf, Hagebutte wegen des Vitamin Cs und Apfel, weil´s einfach schmeckt. Nachmittags gibt es einen grünen Smoothie – meine neue Lieblingskombination aus Wassermelone, Zitronensaft und Petersilie. Abends wird dann munter weiterpüriert: Es gibt Brokkoli-Suppe mit Chili.

Tag 3

Käsebrezel – beim bloßen Gedanken an den weichen Teig und die knusprigen Käseränder, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Während der Mann neben mir im Zug ein Käsebrot isst (ich hätte nie gedacht, dass Brot so unglaublich gut duften kann), trinke ich brav meinen Smoothie. Ananas, Mango, Ingwer, Honig – schmeckt gut, obwohl ich eigentlich keinen Ingwer mag.
Den Tag auf der Arbeit überstehe ich gerade so. Während die anderen in der Kantine Paella essen, gönne ich mir eine Minestrone, aus der ich gewissenhaft die Gemüsestücke raussortiere. Überall lauert die Versuchung: Kuchen, Brownies, Gummibärchen. Aber ich bleibe stark und wiederstehe. Abends dann nach zwei Tellern Tomatensuppe und einem halben Liter Smoothie aus Granatapfel, Banane und Khaki fühle ich mich so vollgefressen wie sonst nach einem Teller Nudeln. Ich muss also nicht hungrig ins Bett – juhu!

Tag 4
Morgens im Zug an Tag 4: Die erste feste Nahrung nach drei - ok zwei Tagen Saftkur (Foto: T. Gartner)

Morgens im Zug an Tag 4: Die erste feste Nahrung nach drei – ok zwei Tagen Saftkur (Foto: T. Gartner)

Wieso Tag 4? Nach dem Fasten soll man langsam wieder einzusteigen, um den Körper, der nun ja an die geringe Energiezufuhr gewöhnt ist, nicht zu überfordern. Ich starte mit einer Brezel – keine Käsebrezel wie sonst. Trotzdem ist sie göttlich. Nach drei herzhaften Bissen scheint mein Magen geringfügig verwundert zu sein und schaltet erstmal auf stur. Die Brezel, zwei Apfelschnitze, zwei Smoothies und etwas roher Brokkoli halten bis zum Mittagessen vor. Für mich gibt es Spinatsuppe, Kartoffeln und Salat. Als Nachtisch gönne ich mir einen Brownie und genieße jede Sekunde dieses unglaublichen Geschmackserlebnisses. Das muss dieser #foodporn sein, von dem immer alle reden.

Abnehmen? Mangelerscheinungen? Was eine Saftkur angeblich bewirkt und was sie im Selbstversuch tatsächlich bewirkt hat, könnt ihr Wunderwaffe Saftkur nachlesen.

Vorschau: Nächsten Sonntag wird es wieder lecker in der Tipps&Tricks-Redaktion. Wie verraten euch wie ihr Bagel selbermachen könnt.

 

Einmal Jungbrunnen bitte

Trinken ist wichtig: Wasser hält uns jung (© Michael Grabscheit / pixelio.de)

Trinken ist wichtig: Wasser hält uns jung (© Michael Grabscheit / pixelio.de)

Trinken ist wichtig! Das bekommen wir früh eingetrichtert. Bei jeder Erkältung gibt es literweise Tee, im Sommer läuft die Werbung von trinkenden Menschen nur so über und in guten Restaurants gibt es zum Kaffee ein großes Glas Wasser dazu. In gewisser Weise ist Trinken sogar wichtiger als Essen. Wird verdursten viel schneller, als dass wir verhungern, unsere Zellen dehydrieren, die Haut wird faltig.

Noch als Säugling haben wir einen Wassergehalt von 90%, er sinkt stetig und rapide. Schon als Kind ist er nur noch bei 70%, ein Erwachsener hat noch 65% Wasser im Körper, ein alter Mensch nur noch 60%. Zwei Liter Flüssigkeit sollten pro Tag eigentlich drin sein, doch viele schaffen das nicht. Meine Oma muss man zu jedem kleinen Glas regelrecht zwingen. Kein Wunder, in vielen Köpfen steckt noch der Fokus auf Kaubarem. Als Kind hieß es bei meinen Großeltern immer: erst wird gegessen, danach getrunken. „Sonst ist dein Bauch voll“, sagte meine Oma. So unrecht hatte sie damit nicht. Viele Menschen essen, wenn sie eigentlich durstig sind, eben weil sie schon als Kind gelernt haben, feste Nahrung sei wichtiger.

Ideale Erfrischung: Saftschorle (© Jonathan Keller / pixelio.de)

Ideale Erfrischung: Saftschorle (© Jonathan Keller / pixelio.de)

Tatsache ist, über Säfte und Mineralwasser bekommt der Körper notwendige Nährstoffe genauso gut, eigentlich sogar schneller, als durch feste Nahrung. Darum trinken Diabetiker, wenn ihr Blutzucker stark gesunken ist, etwas Saft, um schnell versorgt zu sein. Ein Glas Wasser vor dem Essen hilft außerdem dem Körper, schneller zu merken, dass er tatsächlich satt ist, und ist darum in jeder Diät einer der ersten Tipps. Essen wir dann weniger, als wir brauchen? Meistens nicht, denn Flüssigkeit wird im Magen auch leichter verdaut. Der Körper würde also einfach nochmal Nachschlag verlangen, wenn er noch hungrig wäre.

Die Einstellung zum Trinken hat sich geändert und ist immer noch schwierig. Im Kindergarten wie zu Hause können wir trinken, wann und oft auch so viel wir wollen. In vielen Kindergärten sind Getränke mit Zuckerzusätzen nicht erlaubt: Ungesüßter Tee, Wasser oder reiner Saft kommt dort auf den Tisch. Zu Hause sind viele nicht immer so konsequent. Limonade, gesüßter Saft oder gar Cola, eben das, was auch die Eltern gerne trinken. Wer greift im heißen Sommer nicht gerne zu einem Glas eisgekühlte Limonade oder Cola mit Eiswürfeln? Ich. Denn ich weiß, dass diese Getränke eigentlich gar keine Getränke sind, zumindest im Sinne von Durstlöscher. Der hohe Zuckergehalt zwingt den Körper dazu, Wasser aus den Zellen ins Blut zu geben, um die Zuckerkonzentration wieder zu verringern. Das führt dazu, dass der Körper Wasser verliert und wir gleich noch viel mehr Durst haben. Ähnliches gilt für Getränke, die zumindest kurzzeitig entwässern, wie bestimmte Teesorten oder Kaffee. Von Alkohol ganz zu schweigen.

Oft sagt mein Mann, wenn ich ihn frage, ob er genug getrunken hat: „Klar, vier Tassen Kaffee“. Dann ist er müde und schlecht gelaunt und versteht nicht, dass es schon gereicht hätte auch etwas Wasser zu trinken, um den Körper bei Laune zu halten. Es gibt immerhin auch Studien, die zeigen, dass Kinder, die auch während des Unterrichts etwas trinken dürfen, (was viele Lehrer aber nicht erlauben) konzentrierter arbeiten. Später scheint uns das wieder klar zu werden. An der Uni treffe ich selten jemanden, der keine Flasche zu trinken in seiner Tasche hat. Einer unserer Freunde hat in seinem Rucksack immer, selbst wenn er zu Besuch kommt, eine Flasche Mineralwasser.

Wahrer Jungbrunnen: Wasser hält die Zellen fit (© Rainer Sturm / pixelio.de)

Wahrer Jungbrunnen: Wasser hält die Zellen fit (© Rainer Sturm / pixelio.de)

Trinken ist so eine Sache, die bei vielen einfach nebenher läuft, auf die nicht geachtet wird. Mal trinken wir mehr, mal weniger, manchmal merken wir gar nicht, dass wir kaum Flüssigkeit zu uns genommen haben, an anderen Tagen kommen wir mit leeren Flaschen aus der Uni. Ein bisschen mehr auf unsere Getränke und unser Trinkverhalten zu achten hilft uns aber nicht nur, den Tag fitter zu überstehen. Es stärkt unseren ganzen Körper, hilft gegen Krankheitserreger und nebenbei ist Trinken das beste Mittel, um jung zu bleiben. Ein echter Jungbrunnen also. Wenn wir etwas weniger auf die Gesellschaft und etwas mehr auf unseren Körper hören könnten, würde am Essenstisch das Trinken im Mittelpunkt stehen, es wäre selbstverständlich in der Schule, in Prüfungen oder auf der Arbeit jederzeit etwas trinken zu können und Flüssigkeiten, die mehr Zucker haben, als unser Körper vertragen kann, hätten ein Warnzeichen auf dem Etikett. Denkt mal bei eurem nächsten Getränk daran. Und Prost.

Vorschau: Sascha erzählt euch nächste Woche, warum er ein notorischer Kantinenverweigerer ist.

Coole Drinks zum Selbermachen

Stellt euch vor: Es ist Sommer, so richtig Sommer – mit Sonnenschein, Hitze, im Grünen sitzen und kühle Getränke trinken. Auch wenn die Temperaturen dieses Jahr nicht wirklich mitspielen wollen, ist eines sicher: Irgendwann kommt der Sommer –  ganz bestimmt. Wenn er da ist, dann gibt es nichts Erfrischenderes als kalte, selbstgemachte Getränke, mit denen man seine Freunde und sich selbst verwöhnen kann. Drei leckere, leicht herzustellende Drinks stellen wir euch heute vor:

Pure Erfrischung: Tee mit Saft gemischt schmeckt und erfrischt zugleich (Foto: Möller)

Pure Erfrischung: Tee mit Saft gemischt schmeckt und erfrischt zugleich (Foto: Möller)

1. Eistee mal anders

Selber Eistee zu machen ist nicht wirklich schwer. Einfach „normalen“ Tee kochen, kalt werden lassen, mit Zucker oder Süßstoff süßen, in den Kühlschrank stellen stellen und genießen. Doch es geht auch noch raffinierter. So kann man zum Beispiel ganz leicht einen leckeren Saft-Eistee herstellen. Einfach den Eistee wie oben beschrieben herstellen und dann mit Saft vermischen. Dadurch entstehen ganz neue Aromen. Ein leckerer Tipp ist es etwa Zitronentee mit Apfelsaft zu mischen. Am besten eignet sich hierfür naturtrüber Apfelsaft, da er geschmacklich perfekt zum Zitronentee passt und dem Getränk noch ein trendiges Aussehen verleiht. Pfefferminztee hingegen schmeckt hervorragend mit Orangensaft. Hierbei kann man die Orangen selber pressen und die Schalen dann in Streifengeschnitten als Dekoration für den Glasrand benutzen. Ein weiterer Vorteil der selbstgemachten Eistees: Sie sind nicht nur lecker, sondern – wenn man nicht zu viel Zucker verwendet – auch kalorienarm und gesund.

2. Selbstgemachter Sirup

Getränke, die aus Sirup hergestellt werden, sind vor allem im Sommer beliebt. Doch der Sirup im Geschäft schmeckt meistens irgendwie künstlich. Dabei kann man ihn problemlos selbst herstellen. Einfach einen Liter Wasser mit 500 Gramm Zucker, dem Saft von zwei Zitronen und zwei Orangen und einem Kilo von den Früchten, aus denen man den Sirup herstellen will, mischen. Das Ganze dann in einen großen Topf geben, die Früchte pürieren und mit dem Wasser-Zucker-Saft-Gemisch aufkochen lassen. Das Gemisch dann circa 30 Minuten köcheln lassen und dann mithilfe eines  Baumwolltuchs die Fruchtreste rausfiltern. Schon kann man den selbstgemachten Sirup mit Sprudel mischen und hat einen erfrischenden Sommerdrink. Alternativ zu Früchten kann man auch Blüten – etwa Rosenblätter oder Holunderblüten – verwenden. Das Rezept funktioniert genauso wie oben, nur dass man das Kilo Früchte mit zwei vollen Händen von Blüten ersetzt.

Abkühlung pur: Vor allem im Sommer sind kühle Drinks schön erfrischend (Foto: Möller)

Abkühlung pur: Vor allem im Sommer sind kühle Drinks schön erfrischend (Foto: Möller)

3. Fruchtpüreedrinks

Nicht nur für die Sirupherstellung sind Früchte geeignet. Auch aus Fruchtpüree kann man ganz schnell leckere Drinks zaubern. So etwa indem man das frische Fruchtpüree in Sekt gibt und verrührt. Das geht natürlich in der alkoholfreien Variante auch mit Sprudel – oder indem man selbstgemachte Cocktails mit Fruchtpüree verfeinert. Ein Beispiel ist Orangensaft – mit oder ohne Alkohol gemischt – der mit Erdbeerpüree gemischt wird. Das schmeckt nicht nur, sondern sieht wegen der Farbmischung auch klasse aus. Also ran an die Drinks und den Sommer genießen, notfalls auch ohne Sonne. Die Drinks schmecken trotzdem.

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier den fünften Teil unserer asiatischen Essensserie. Diesmal geht es um Sesam- und Grüntee-Eis, auch ein Sommer-Thema.