Sechs Monate Frankreich: From Paris with Love

Am 14. Juli: Der Eiffelturm während des Nationalfeiertags. (Foto: Marjolaine Champagne)

Am 14. Juli: Der Eiffelturm während des Nationalfeiertags. (Foto: Marjolaine Champagne)

Ich wagte das Abenteuer und begab mich sechs Monate in die Stadt der Liebe und Köstlichkeiten: Paris. Ein halbes Jahr sagte ich Frankfurt „Goodbye“ und machte mich auf in die meistbesuchte Stadt Europas. Mit 12 Millionen Bewohnern ist Paris das Zentrum Frankreichs – sowohl ökonomisch als auch kulturell. Ob das Musée du Louvre, L’arc de Triomphe, die Basilique du Sacré Coeur oder der berühmtberüchtigte Eiffelturm: All diese gigantischen Gebilde sah ich nun jeden Tag. Ob auf dem Weg in die Uni, auf dem Nachhauseweg, wenn ich mich mit Freunden traf und einfach das Pariser Leben genoss. Nach ein paar Tagen hatte ich mich durch den französischen bürokratischen Universitätsdschungel gekämpft und erste Freunde gefunden. In einer Metropole wie Paris mit zwölf Universitäten findet sich schnell Anschluss zu anderen Erasmus-Studenten, was schon nach kurzer Zeit eine Art Heimatgefühl aufkommen lässt. Als ich im Juli letzten Jahres meine ersten Schritte in Paris machte, durfte ich direkt den Nationalfeiertag am 14. Juli miterleben. Militäraufmarsch, ein Konzert und beeindruckendes Feuerwerk direkt am Eiffelturm. Ganze acht Stunden saß ich auf einer Picknickdecke auf dem Champs de Mars und sicherte mir damit einer der besten Plätze für das Feuerwerk am Abend – und es hat sich gelohnt!

Durch die vielen Studenten und jungen Menschen ist es in einer Stadt wie Paris nicht einfach (und vor allem sehr teuer!) ein kleines, bezahlbares Studio zu finden. Ich wurde fündig und für schlappe 520 Euro konnte ich zehn Quadratmeter inklusive Badezimmer im Westen von Paris mein Eigen nennen.
Ob laue Sommerabend an der Seine, ausgelassene Partyabende oder ein gemütliches

Bei strahlendem Sonnenschein: Der L'arc de Triomphe. (Foto: Isabelle Hohmann)

Bei strahlendem Sonnenschein: Der L’arc de Triomphe. (Foto: Isabelle Hohmann)

Abendessen: Mit meiner neuen (überwiegend deutschen) Clique verbrachte ich viel Zeit und innerhalb von kurzer Zeit hatte ich das Gefühl, dass wir uns schon ewig kennen. Wahrscheinlich ist diese kurze, begrenzte Zeit das, was ein Erasmus-Aufenthalt ausmacht: Man genießt jede Sekunde, denkt nicht an morgen und erlebt alles mit neuen Augen.
Diese Ausgelassenheit wurde einem fast wie der Boden unter den Füßen weggerissen, als im November bei den Attentaten in Paris 130 Menschen ihr Leben verloren. Die sonst so lebendige, aufbrausende Stadt war am darauffolgenden Wochenende und Montag fast wie leergefegt. In meiner ganzen Zeit in Paris habe ich die Stadt und Metro nie so leer gesehen. Ich wurde achtsamer, am Universitätsgebäude wurden Taschenkontrollen durchgeführt. Aber eins stand für mich fest: Ich werde mich nicht unterkriegen lassen!
Ich wollte nicht nur Paris sehen, ich fuhr in die wunderschöne Normandie, besuchte im Dezember ein Konzert in Lille und reiste zum Abschluss meines Aufenthalts in Frankreich an die Côte

Atemberaubend: Die Basilique du Sacré Coeur. (Foto: Marjolaine Champagne)

Atemberaubend: Die Basilique du Sacré Coeur. (Foto: Marjolaine Champagne)

d’Azur: Monaco, Nizza, Montpellier ließen mich eine andere Seite von Frankreich kennenlernen. Der hektische Alltag in Paris war weit weg, das Meer schlug gegen die Felsen und die Yachten in Monte Carlo warteten auf die Weiterfahrt. Ich verabschiedete mich (vorerst) von Frankreich und wusste zugleich, dass es mich irgendwann hierherziehen wird: An das wohl schönste Fleckchen Europas.

Vorschau: Im Mai entführen wir euch in das kleine hessische Städtchen Marburg- seid gespannt!

Reisen clever planen – Tipps für Weltenbummler

Vorfreude ist die schönste Freude: Das gilt auch beim Urlaub. Vor allem wenn längere Reisen geplant sind, ist allein der Gedanke an die freien Tage schon eine Wohltat. Gleichzeitig lohnt es sich, sich vorab gut zu informieren und die Reise zu planen, damit der Urlaub sorgenfrei bleibt. Daher präsentiert die Tipps&Tricks-Redaktion drei Tipps für eine clevere Planung:

Schlange sparen: Für einige Sehenswürdigkeiten können Tickets vorab gekauft werden (Foto: Möller)

Schlange sparen: Für einige Sehenswürdigkeiten können Tickets vorab gekauft werden (Foto: Möller)

Der Weg ist das Ziel

Transportmittel sind für jede Urlaubsplanung wichtig: Wie komme ich zum Flughafen? Wo steht das Hotel? Wie bewege ich mich am Urlaubsort von A nach B? Besonders bei Rundreisen gilt es, die Route genau zu planen und sich vorab im Internet zu informieren. Denn hier gibt es viel Sparpotential: Für einige Länder können Touristen verbilligte Karten kaufen, so etwa wie der sogenannte „Rail Pass“ in Japan. Doch Vorsicht ist geboten: Manchmal können diese nur im Ausland gekauft werden. Man sollte sich also schon vor Reisebeginn über die Konditionen informieren.

Vorher buchen – Schlange sparen

Nichts ist ärgerlicher als verschwendete Urlaubszeit – zum Beispiel durch stundenlanges Warten vor beliebten Sehenswürdigkeiten. Das können Reisende vermeiden, indem sie bereits vor Antritt der Reise Karten im Internet kaufen. Manchmal sind diese jedoch auf einen bestimmten Tag oder eine bestimmte Zeit begrenzt. Daher heißt es hier: Ordentlich planen! Für einige Attraktionen lohnt es sich nicht nur aus Zeitgründen die Eintrittskarten im Netz zu bestellen; Manchmal sind hier auch Preisnachlässe zu ergattern.

Sprache beachten

Vor allem bei Reisen in Länder, deren Sprache man nicht spricht, sollten Abenteuerlustige einige Vorkehrungen treffen – etwa durch ein kleines Wörterbuch für Sprachbarrieren oder eine Liste mit wichtigen Begriffen für den Alltag. Das hilft bei der Kommunikation und zeigt gleichzeitig dem Gegenüber, dass man sich mit dem Reiseland vertraut gemacht hat. Auch Hotelbuchungen sollte man in der Landessprache oder in Englisch ausdrucken, damit das Einchecken problemlos verläuft. Für Weltenbummler, die mit dem Auto unterwegs sind, ist es zudem sehr hilfreich, sich die Benzinnamen in der jeweiligen Landessprache zu notieren. Denn ganz ohne Benzin fährt kein Auto der Welt.

Vorschau: Nächste Woche wird es österlich: Wir zeigen euch, wie ihr aus Eierschalen Teelichter basteln könnt.

Einmal um die Wette reisen

On the road - die Landschaft auf Reisen genießen (Foto: Mätzke-Hodzic)

On the road – die Landschaft auf Reisen genießen (Foto: Mätzke-Hodzic)

Was einem für Menschen auf Reisen begegnen. Da sind Weltenbummler, die ihren Job an den Nagel gehängt haben und für mehrere Monate die Welt bereisen. Rastlose Seelen, die einen kleinen Hafenort Tausende Kilometer vom eigentlichen zu Hause zu ihrem neuen Wohnsitz auserkoren haben. Da ist ein junger Schriftsteller, der zufälligerweise auch noch Ernest heißt und in einer marokkanischen Stadt deren Fassaden fast vollständig in blau leuchten, in einem ruhigen Garten an seinem Roman schreibt und hier neue Inspiration findet. Oder zwei ältere Berber, die kurzerhand unseren von uns ernannten Guide  (ein italienischer Schweizer, der uns unverhofft vom Straßenrand aufsammelte, wo uns die sengende Hitze fast einen Sonnenstich beschert hätte) darum baten einen Brief auf Italienisch zu übersetzen. Der tat ihnen den Gefallen und verschwand in einem Laden, der vor Berberschmuck, alten Spiegeln, Truhen und Möbeln nur so überquoll. Wenige Mintuen später saßen wir auf kleinen Hockern vor diesem lebenden Antiquariat, tranken Tee und der Inhaber wollte zum Dank für das Übersetzen (was ja nicht mein Verdienst war) mir Schmuck anbieten. Am Ende baumelte an meinem Arm ein riesiger Reif verziert mit kleinen Steinchen und ich war um ein Erlebnis reicher.

Lieblingshostel - ein Hostel, das uns in sehr guter Erinnerung bleibt (Foto: Mätzke-Hodzcic)

Lieblingshostel – ein Hostel, das uns in sehr guter Erinnerung bleibt (Foto: Mätzke-Hodzic)

Ich trefe auf Reisen auch immer auf eine besondere Spezies – junge Mitzwanziger, die schon die halbe Welt bereist haben. Ich begutachte sie meistens mit einer anfänglichen Skepsis. Eigentlich bin ich aber auch ein klein bisschen neidisch. Stampfe innerlich wie ein kleines Kind auf den Boden und schreie lauthals: Ich will aber auch für acht Monate am Stück weg.

Der Traum von der Weltreise -  zum Greifen nah? (Foto: M. Hermsdorf  / pixelio.de)

Der Traum von der Weltreise – zum Greifen nah? (Foto: M. Hermsdorf / pixelio.de)

Oft drehen sich die Gespräche während so einer Reise auch ums…genau Reisen. Jeder packt seine größten Abenteuer aus der Erzählkiste und der Stolz der in Stimme mitschwingt ist nicht zu überhören. Aber Reiseerinnerungen können einem sehr ans Herz wachsen. Manchmal fange ich dann auch an mich an diesem Wettstreit zu beteiligen, man schaukelt sich gegenseitig hoch und insgeheim geht es darum, dass jemand aus der Gruppe, die vorherige Urlaubsanekdote toppt. Ein Lieblingsspiel von Backpackern? Ich muss mich dann manchmal zurücknehmen und wieder darauf konzentrieren dem Verlauf des Gespräches zu lauschen. Ich muss doch nicht auf Teufel komm raus jedem meine für mich besondere Reisemomente ausplaudern – vor allem nicht, wenn ich das Gefühl habe, dass es eigentlich nicht um das Erlebnis geht sondern darum mächtig anzugeben.

Essen teilen - ein erster Freundschaftsbeweis (Foto: Mätzke-Hodzic)

Essen teilen – ein erster Freundschaftsbeweis (Foto: Mätzke-Hodzic)

Ja, auch ich würde gerne mal für eine Zeit aussteigen. Nicht nur einen Monat sondern gleich mehrere Monate am Stück verschiedene Länder bereisen. Doch dann kommen mir Zweifel auf. Während unserer Marokkoreise war ich oft völlig überwältigt von den vielen neuen Eindrücken. Wie ergeht es einem da, wenn man mehrere Monate quasi im Minutentakt mit neuen Eindrücken überflutet wird? Wenn man so viele Monate reist, lässt es das Budget auch nicht unbedingt zu bei den Übernachtungen wählerisch zu sein. Ich kann mich erinnern, wie sehr ich mich angekommen in Mainz auf mein Bett und eine richtige Dusche freute. In Marokko hatten wir in acht verschiedenen Hostels übernachtet – für den Preis waren alle akzeptabel. Eine Zeit lang kann man seine Bedürfnisse runterschrauben. Das ist eine super Sache und macht mal wieder deutlich was für einen Komfort wir in Deutschland gewöhnt sind. Die letzten Tage unserer Reise hatte ich dann aber genug. Eines Morgens war mein ganzer Körper mit roten Flecken übersät. Bisse von Bettwanzen. Das diese Mistviecher ausgerechnet an den letzten Tagen, die wir unbeschwert am Meer verbrachten, über mich herfielen und mein Mann völlig verschont von ihren mörderisch juckenden Bissen blieb. Ja, es gibt so einiges was man auf Reisen aushalten muss, wenn man backpackt. Und auch ein paar Sachen, die man nicht vermisst. Die Bettwanzen gehören definitiv dazu. Aber um eine weitere Reiseanekdote bin ich allemal reicher geworden.

Vorschau: Nächste Woche erwartet euch hier wieder eine spannende Kolumne.

Rom, die ewige Stadt – Trevi-Brunnen und Piazza Navona

Nachdem wir beim letzten Mal über das Kolosseum und den Petersdom berichtet haben, widmen wir uns heute dem Trevi-Brunnen und dem Piazza Navona – zwei Orte, die man auf jeden Fall sehen sollte, wenn man eine Besichtigungs-Tour durch Rom macht.

Fontana di Trevi. So der italienische Name des 26 Meter hohen Trevi-Brunnens. Er ist der größte und zugleich einer der bekanntesten Brunnen Europas. Erbaut wurde er im 18. Jahrhundert zwischen 1732 und 1762. Seitdem wurde er drei Mal renoviert. Vor acht Jahren, im Jahre 2007, wurde wegen eines Bauschadens die Wasserleitung unterbrochen, die den Brunnen mit Wasser versorgte. Seit diesem Fauxpas wird dem Brunnen normales Leitungswasser zugeführt. Nur dadurch war es möglich, dass man das Wasser für ein paar Stunden rot färbte.
Der Legende nach bringt es Glück Münzen in den Brunnen zu werfen. Wirft man zwei Münzen verliebt man sich in einen Italiener oder in eine Italienerin, wirft man drei Münzen in den Brunnen so wird man seinen Liebsten oder seine Liebste sogar heiraten. Also dann: Auf die Münze, fertig, los!
Unglaublich: Jedes Jahr werden die Münzen von Angestellten der Stadt Rom aus dem Brunnen gefischt – das sind jährlich etwa 600.000 Euro!

Der Piazza Navona ist ein typischer Platz des barocken Roms. Im Stadtviertel Parione gelegen kann man hier gemütlich essen, bei Unmengen von Straßenhändlern ein kleines Mitbringsel kaufen oder zuschauen, wie die Maler sich künstlerisch verausgaben. Die Form des Platzes erinnert an das einstige römische Stadion, welches dort 86 n. Chr. erbaut wurde.
Sage und schreibe drei Brunnen befinden sich heutzutage auf dem Piazza Navona. Der größte Brunnen im Zentrum ist der so genannte Vierströmebrunnen: Der Fontana die Quattro Fiumi stellt die vier Flüsse Donau (für Europa), Ganges (für Asien), Nil (für Afrika) und der Rio della Plata (für Amerika) dar.

Petersdom, Kolosseum, Piazza Navona, Trevi-Brunnen – vier Sehenswürdigkeiten, die Rom in all seinen Facetten präsentieren. Wer diese verpasst, ist selbst schuld! Also viel Spaß in Rom und genießt „la dolce vita“!

Vorschau: Nächste Woche geht es weiter in Italien – mit Mailand!

Auf der Suche nach (m)einer Heimat

Es ist ein interessantes Phänomen: Sobald ich in einer Mitfahrgelegenheit sitze, tausche ich mich mit den Leuten voller Enthusiasmus über Reiseerfahrungen aus. Natürlich kommen auch andere Themen zu Sprache. Alles in allem vergeht die Fahrt so meist wie im Fluge. So hatte ich angenommen, dass auch meine Fahrt von Köln nach Mainz mit drei jungen, aufgeweckten, Frauen, zu dieser Sorte von bereichernden Erlebnissen gehören würde.

Auf der Suche nach der Heimat: Kolumnistin Anna-Sophie richtet den Blick in die Ferne (Foto: Maetzke-Hodzic)

Auf der Suche nach der Heimat: Kolumnistin Anna-Sophie richtet den Blick in die Ferne (Foto: Maetzke-Hodzic)

Bevor sich solch schöne Gespräche überhaupt ergeben, fällt zumeist aber die für mich eher unangenehme Frage, woher man denn eigentlich komme. Eine ganz harmlose, einfach zu beantwortende Frage. Könnte man meinen. Oft ist sie aber ein richtiger „Gesprächs-Killer“. Ich reagiere auf diese Frage allergisch und muss meist ein hysterisches Lachen unterdrücken. Jedes Mal aufs Neue treibt mir diese Frage die Schweißperlen auf die Stirn. Meine über die Zeit einstudierte Antwort, die durchaus noch Verbesserungspotenzial hat, lautet in etwa so: „Also, bevor ich nach Mainz kam, habe ich ein Jahr in Bosnien gelebt. Davor habe ich in München gelebt.“ Darauf entgegnet mein Gegenüber: „Achso. Schön. Dann bist du also eine richtige Münchnerin?“ Mein Gegenüber hatte sich naiver Weise schon am Ziel seiner Frage gewähnt. Weit gefehlt! „Nein, nein. Ich habe dort nur 3 Jahre gelebt.“ Ich hole einmal tief Luft, um mit meiner ganz persönlichen Version der unendlichen Geschichte fortzufahren. „Davor lebte ich ein Jahr in Singapur. Davor fünf Jahre in Karlsruhe. Meine Kindheit habe ich in Kassel verbracht. Geboren bin ich in allerdings in Neubrandenburg, in Mecklenburg-Vorpommern.“ Ein erleichtertes Verschnaufen meinerseits ertönt, als hätte ich glücklich vor Erschöpfung endlich die Zielgerade eines Halbmarathons erreicht.

Manchmal wünschte ich mir, ich könnte einfach nur einen Ortsnamen nennen und damit hätte sich die Sache. Das scheinen auch meine Zuhörer von mir zu erwarten. Meine Sitznachbarin wirkt latent gereizt und wirft mir einen vorwurfsvollen Blick zu. „Spielverderberin“, lese ich aus ihrem Blick. Ich wende meinen darauf schnell gen Fenster. Wie noch nie zuvor, wünsche ich mir, dass diese Fahrt wirklich wie im Fluge vergeht.

"Willkommen": Ein kleiner "Trödelladen" lädt zum Eintreten ein (Foto: Maetzke-Hodzic)

„Willkommen“: Ein kleiner „Trödelladen“ lädt zum Eintreten ein (Foto: Maetzke-Hodzic)

Aber was bezweckt man eigentlich mit dieser Frage? Geht diese Frage davon aus, dass es eben normal ist, von einem bestimmten Ort „herzukommen“. Ich bin ganz sicher nicht die einzige Person, die behaupten kann, von einem solchen Ort nicht sprechen zu können. Bin ich dann aber in den Augen der Anderen, die sich mit einer ach-so-wunderbaren Heimat rühmen können, heimatlos? Ich für meinen Teil, fühle mich zumindest ab und an so. Mein Verlangen nach diesem für mich fantastischen Ort steigt des Öfteren ins Unermessliche. Wo zu Hölle befindet sich diese ominöse Heimat von der alle Welt spricht? Braucht jeder Mensch eine? Macht es einen unglücklich keine Heimat zu haben? Das suggeriert diese Frage zumindest für mich. So bin ich nun schon eine Weile auf der Suche nach einer Heimat. Lauere ihr aufmerksam hinter jeder Ecke auf. Bin immer darauf vorbereitet meinem heimlichen Schwarm, der Heimat, doch noch über den Weg zu laufen. Bis jetzt hatte ich kein Glück. Leider wurden auch noch keine Zeitungsannoncen für Heimatsuchende erfunden — „Biete kuschelige Heimat inklusive Heimatgefühl.“

So sehr ich mich nach einer Heimat sehne, so sehr neige ich auch dazu Orten nach einer gewissen Zeit den Rücken zuzukehren. Irgendwann macht sich in mir wieder diese Unruhe bemerkbar, der ich nachgebe, sogar nachgeben muss und die nichts anderes sagen will als: Es ist Zeit. Auf zu neuen Horizonten. Ob das in irgendeinem Zusammenhang dazu steht, dass ich meinen ersten Umzug schon im jungen Alter von 3 Monaten vollzog (und zwar von der damaligen DDR in den Westen), kann ich nur vermuten. (selbstverständlich war damals meine Mutter die Initiatorin der Reise) Geblieben ist offensichtlich, dass ich mich gerne Hals über Kopf in Abenteuer stürze. Sich auf das „Fremde“ einzulassen, sich nicht immer in Sicherheit zu wiegen, das lässt einen als Person wachsen. Und deswegen genieße ich es auch, mir die Freiheit zu nehmen, selbst zu entscheiden, wo ich leben will. Aber woher jemand kommt? Das sucht derjenige sich für gewöhnlich ja nicht selbst aus. Manchmal fühle ich mich meiner Heimat beraubt! Tief in mir schlummert da die Sehnsucht nach einem Ort, den ich ganz fest in meine Arme schließen und zärtlich Heimat nennen will. Vielleicht wird es mich noch an einige Flecken der Erde verschlagen, bevor ich begreife was meine ganz persönliche Heimat ist, oder dass diese im schlimmsten Fall wohnmöglich gar nicht existiert.

Meine Sitznachbarin scheint auf einmal um 180 ° gewandelt und reißt mich jäh aus meinen Gedanken. Sie quasselt wie ein Wasserfall und erkundigt sich bei mir, was ein Besucher in Mainz Nettes machen und erkunden könne. Meine Mitfahrgelegenheit gleitet fast geräuschlos über die Theodor-Heuss-Brücke in Mainz. Die Stadt ist bereits in Dunkelheit gehüllt. Doch ich spüre in mir so etwas wie Freude aufsteigen. Fast automatisch verfasse ich im Kopf eine Liste der Dinge auf die ich mich, angekommen in Mainz, besonders freue: Ein Spaziergang an der Rheinpromenade, über den Wochenmarkt zu schlendern, ausgedehntes Kaffeetrinken mit Freunden in der Neustadt. Fast sieht es danach aus, als hätte es Mainz geschafft, sich heimlich still und leise einen Platz in meinem Herzen zu erkämpfen. Meine Sitznachbarin stellt sich letztendlich doch als liebenswürdige Person heraus. Ich verrate ihr sogar ein paar meiner Lieblingsorte, die sie sich dankend aufschreibt. Was es mit dem bösartigen Blick zu Beginn auf sich hatte, habe ich aber bis jetzt noch nicht herausgefunden.

Was meine Heimat anbelangt… Ich weiß, dass ich irgendwann noch zu dem Land aufbrechen muss, indem ich meine Heimat vermute. Bis dahin gebe ich mich aber sehr gerne mit Mainz als vorübergehender Heimat zufrieden.

Vorschau: Eva-Maria berichtet hier nächste Woche von Demenz und ihren Folgen für das Umfeld.

„Hasta Alaska“: Mit dem Kombi von Chile nach Alaska

Im November 2011 startete Ben (32) in Chile ein unglaubliches Abenteuer. Sein Ziel: Mit einem

Das ist er: Abenteurer Ben (Foto:Ben)

Das ist er: Abenteurer Ben (Foto:Ben)

Kombi und seinem Hund namens Alaska nach Alaska!

Doch schon zuvor zog es ihn von seinem Heimatort Jersey, einer kleinen Insel im Ärmelkanal, in die große weite Welt: Angefangen im November 2008 in Kanada, snowboardete er in den Bergen von Kanada und Neuseeland, surfte an der australischen Küste, lebte mit einem Mönch in den Bergen von Thailand, arbeitete als Tiger-Trainer und trampte durch Kambodscha. Furchtlos durch die Welt, immer nach der Suche nach einem nächsten Abenteuer. Nach Kanada, Südostasien, Australien und Neuseeland landete er schließlich im Winter 2011 in Chile, kaufte sich einen Kombi und startete sein Projekt „Hasta Alaska“. Begleitet von seiner Kamera, teilt er seine Erfahrungen mit Leuten aus

Farbenfroh und einzigartig: Bens Kombi (Foto: Ben)

Farbenfroh und einzigartig: Bens Kombi (Foto: Ben)

aller Welt auf seiner eigenen Homepage, seiner Facebook- und Twitter-Seite und seinem Youtube-Channel. Es liegt ihm sehr am Herzen jeden, der Interesse hat, an seiner Reise teilhaben zu lassen und wie gelingt dies einfacher als durch das Internet? Mittlerweile zählt er 6.199 „Gefällt mir-Angaben“ bei Facebook und 13.921 Abonnenten bei Youtube – die Tendenz ist weiter steigend. Nahezu täglich berichtet er mit Bildern und kleinen Anekdoten von seinem teilweise beschwerlichen Trip und erntet damit Respekt und Anteilnahme von allen Seiten. Laut eigenen Angaben verbringt Ben wöchentlich über 20 Stunden mit der Pflege und Erweiterung seiner diversen Kanäle und jede einzelne Sekunde, so Ben, lohnt sich.

Sein treuster Freund: Hund "Alaska" (Foto:Ben)

Sein treuster Freund: Hund „Alaska“ (Foto:Ben)

Ganz allein mit seinem Cocker Spaniel im Gepäck machte er sich also auf den weiten Weg. Er entschied sich bewusst diese Reise allein anzutreten, um sich die Freiheit zu bewahren, tun und lassen zu können, was er möchte. Jedoch begrüßt er nach dem CouchSurfing-Prinzip zwischendurch immer mal wieder Mitreisende, die mal kürzer und mal länger mit ihm auf Tour sind. Die Kosten für das Benzin teilen sie sich, sodass für Ben sein Projekt bezahlbar bleibt. Allerdings sind er und Hund Alaska die einzigen dauerhaften Mitglieder der Kombi-Crew.

Bis zum heutigen Zeitpunkt musste er seine Reise bereits zwei Mal nahezu abbrechen, da

Auch Pannen gehören dazu: Reparaturen am Straßenrand (Foto:Ben)

Auch Pannen gehören dazu: Reparaturen am Straßenrand (Foto:Ben)

der Kombi, noch bevor er Chile verlassen hatte, fast auseinanderbrach. Nachdem er in Costa Rica Ersatzteile gekauft hatte, der Kombi aber nach zehn Kilometern schon wieder streikte, war er kurz davor aufzugeben, seinen Kombi zu verkaufen und sich stattdessen zwei Esel zu kaufen. Er versicherte mir, dass dies ein ernsthafter Gedanke war! Jedoch ermutigten ihn seine Online-Freunde weiterzumachen und so ging seine Reise trotz mancher schwieriger Situation stetig weiter – bis heute!

Auf meine Frage, was seine Pläne für die Zukunft sind und wie lange er dies noch machen möchte, sagte er:“ Ich hoffe mit dem Eintreffen in Alaska im August oder September 2015. Allerdings kann ich dies natürlich nicht zu hundert Prozent vorhersehen. Was ich nach sieben Jahren machen möchte, in denen ich quer durch die ganze Welt gereist bin, weiß ich noch nicht. Aber eins weiß ich ganz genau: Ich werde bei meiner Ankunft in Alaska nicht derselbe Mann sein, der Chile im November 2011 verlassen hat!“

Euch begeistert, wie mich, das Projekt von Ben und ihr möchtet seine Reise weiter verfolgen und mehr Bilder von seinem abenteuerlichen Abenteuer sehen?

Der große Mentalitätencheck, Teil 5: Kroatien

Wie sieht es in einem fremden Land aus? Sind Impfungen notwendig, um dorthin zu reisen? Und: Was kann man dort unternehmen? Das sind nur einige der Fragen, die man sich vor Antritt einer Reise nur allzu häufig stellt. Mit eine der interessantesten Fragen ist jedoch die nach dem Verhalten der Einheimischen, ihren Bräuchen und Sitten, ihrem Umgang mit Fremden – kurzum: die Frage nach ihrer Mentalität. Im großen Mentalitätencheck stellt euch die Face2Face-Reiseredaktion daher die Bevölkerung der verschiedensten Länder der Erde und ihre individuellen Mentalitäten vor. Heute: Kroatien.

Die Zeiten, in denen gefragt wurde, ob man in Kroatien gefahrlos umherreisen kann, sind lange vorbei. Dieses kleine Land im Südosten Europas, hat seine Vergangenheit überwunden, so scheint es an der Oberfläche. Fährt man jedoch im Landesinneren durch verlassene, kleine Dörfer, kann man sie teilweise sogar noch sehen: Die Einschusslöcher in den Hauswänden. Es wird jedoch fleißig Restaurationsarbeit geleistet – alles soll in neuem Glanz erstrahlen.

Erinnerungen an den Krieg: Einschusslöcher in Hauswänden erinnern hier und da an die schmerzhafte Vergangenheit (Foto: Lukenda)

Die Menschen in Kroatien sind es leid, immer wieder an die schmerzhafte Vergangenheit erinnert zu werden. Sie wollen nach Vorne blicken, auch wenn der Schmerz hier und da immer noch tief sitzt. Und nein, Kroaten und Serben hassen sich nicht! Was können wir heute für das, was früher passiert ist? Diese veraltete Denkweise existiert aber vereinzelt noch, vor allem bei der älteren Generation und auf dem Dorf. Die Jugend aber blickt nach vorne und so kommt Kroatien am 1. Juli 2013 als 28. Mitgliedsstaat in die Europäische Union.

Im Land blickt man mit Freude, aber auch besorgt in die Zukunft. Kroatien geht es zurzeit wirtschaftlich nicht so gut. Zu den wichtigsten Einnahmequellen des Landes gehört der Tourismus. Viele Menschen, darunter auch Deutsche und vor allem Italiener, fahren gerne ins benachbarte und nahe Istrien in den Urlaub. Die Halbinsel Istrien ist die touristisch am weitesten erschlossene Gegend Kroatiens. Das kleine Land hat jedoch noch viel mehr zu bieten.

Die Insel Brač in Mitteldalmatien: hier ein Blick auf das kleine Örtchen Sumartin (Foto: Appelt)

Insgesamt gibt es in Kroatien 1264 Inseln, von denen etwa 47 dauerhaft bewohnt sind. Zu den größten gehören die Inseln Cres, Krk, Brač und Hvar, wo auch gerne mal der internationale Jetset seine Anker auswirft. Auf die knapp 2000km Küste sind die Kroaten ganz schön stolz und belächeln da auch gerne die Slowenen, die gerade einmal wenige Kilometer davon ihr eigen nennen können.

Überhaupt sind sie ein ganz schön stolzes Völkchen. Sie sind schnell mal beleidigt, vor allem, wenn man sie Balkaneinwohner (balkanci) nennt, was für sie das Synonym für Hinterwäldler ist. Hier endet für viele der Spaß, gehört Kroatien doch schließlich zu Europa. Nein, Hinterwäldler sind sie nun wirklich nicht. Oder, wenn ein Gast die ihm üppig dargebotenen Speisen ablehnt. Dies gilt für viele als unhöflich, denn ein kroatischer Gastgeber scheut keine Mühen und Kosten, um Gästen ein gutes Essen zu bescheren. Ob man nun viel Geld zur Verfügung hat oder nicht, am Essen spart hier niemand. Außerdem nimmt man sich für die Zubereitung des Essens, sowie für die Mahlzeiten selbst, sehr viel Zeit.

Allein sind die Kroatien auch nicht gerne. So sind die Feste, die sie feiern auch stets voller Menschen. Ob Verwandter, Freund oder die halbe Nachbarschaft, alle sind herzlich eingeladen und jederzeit willkommen. Da kommt dann auch mal der vom Nachbarn selbstgebrannte Sliwowitz (Šljivovica; zu Deutsch: Pflaumenschnaps) oder die selbst gemachten Würste zum Einsatz. An Hunger wird garantiert niemand leiden.

Tipp: wer solche und noch schönere Ausblicke auf die vielen Inseln haben möchte, der sollte unbedingt die Küstenstraße der Autobahn vorziehen – es lohnt sich (Foto: Appelt)

Die kroatische Küche zeichnet sich durch eine große Vielfältigkeit in den einzelnen Regionen aus und hat weit mehr zu bieten als Čevapčiči, Ajvar und Đuveđreis, den ich noch niemals auf einer kroatischen Speisekarte gefunden habe. In Küstengegenden ist sie mediterran, es gibt viel fangfrischen Meeresfisch und Gemüse. Im Landesinneren hingegen wird die Küche deftiger und ungarische Einflüsse machen sich bemerkbar, es werden mehr Fleisch und Eintöpfe gegessen. Bekannte kulinarische Mitbringsel sind beispielsweise der Paški sir, ein bekannter Käse der Insel Pag, der dalmatinische Schinken, Dalmatinski pršut genannt oder aber auch der slawonische Kulen, eine meist pikante, geräucherte Wurst.

Die beste Reisezeit für Kroatien ist die Nebensaison. Im Sommer ist es sehr heiß und es sind viele Touristen unterwegs, auch die meisten Kroaten nehmen dann ihren Sommerurlaub und an den Stränden wird es eng. Am schönsten ist es im September, wenn die Strände und Städte nicht mehr überfüllt sind und es noch immer warm genug ist, um den ganzen Tag am Strand und im Wasser zu verbringen. Sandstrände sucht man in Kroatien aber vergeblich, dafür ist das Wasser umso klarer. Beim Mieten einer Strandliege mit Sonnenschirm sollte man sich nicht übers Ohr hauen lassen, die Liegenvermieter zwacken dem Gast gerne mal etwas mehr ab.

UNESCO Weltkultur- und Naturerbe der Menschheit: die historische Altstadt von Split (Foto: Appelt)

Auch fernab der Strände bietet Kroatien zahlreiche Aktivitäten. Es gibt beispielsweise acht große Nationalparks, unter denen die Plitvicer Seen zu den bekanntesten zählen. Sie gehören auch zum UNESCO Weltkultur- und Naturerbe der Menschheit, von denen es in Kroatien noch sechs weitere gibt, wie zum Beispiel die Altstadt von Dubrovnik oder den historischen Komplex der Stadt Split mit dem Palast Kaiser Diokletians.

Wer also nach Kroatien in den Urlaub fährt, sollte nicht nur am Strand liegen, sondern auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten nicht zu kurz kommen lassen. In diesem Sinne: Willkommen in Kroatien oder wie wir Kroaten sagen würden „Dobrodošli“.

Vorschau: Am Dienstag, 25. September erscheint der nächste Teil der Hoteltest-Serie, diesmal über das Hotel Seeblick am Starnberger See.

Nicht vergessen: Die Reise-Redaktion verlost bis einschließlich Dienstag, 25. September das Buch „1000 palces to see before you die“. Weitere Infos zum Gewinnspiel findet ihr HIER.

Ich packe meinen Mode-Koffer und nehme mit…

Ob man für ein paar Tage dem stressigen Alltag entkommen möchte oder vor dem unbeständigen, deutschen Sommerwetter flüchtet, um endlich ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen: Sommerzeit ist Urlaubszeit! Wenn das Reiseziel dann ausgewählt und das Hotel gebucht ist, steht zwischen Alltag und lang ersehntem Urlaub nur noch eines: lästiges Kofferpacken.

So sieht man sich jedes Jahr aufs Neue verzweifelt vor dem noch leeren Koffer mit der Frage konfrontiert: Was ziehe ich im Sommerurlaub bloß an? Worauf kann ich keinesfalls verzichten? Und was sollte lieber im heimischen Kleiderschrank bleiben?

Generell gilt beim Kofferpacken: weniger ist mehr! Bei Flugreisen liegt das maximal zulässige Koffergewicht in der Regel bei 20 Kilogramm. Überschreitet man dieses Maximalgewicht führt dies meist zu unnötigen und sehr ärgerlichen Mehrkosten. Besonders Schuhe oder Kleidungsstücke aus schweren Stoffen, wie beispielsweise Jeans, fallen stark ins Gewicht und sollten daher mit Bedacht und in geringer Stückzahl eingepackt werden.

Damit die Hälfte der Kleidung zudem nicht ungetragen auf die Heimreise geschickt wird, empfiehlt es sich, im Vorhinein für jeden der Urlaubstage ein komplettes Outfit, inklusive passender Schuhe und Accessoires, zusammenzustellen.


  • Die Kleidung
    Der Sommerurlaub ist in den meisten Fällen auch mit sommerlichen Temperaturen verbunden, somit sollte die Urlaubskleidung luftig und locker sein, um auch das heißeste Klima darin zu überstehen.
    Für einen heißen Tag am Strand braucht man zwar die meiste Zeit nicht viel mehr als Bikini oder Badehose, möchte man sich dennoch kurz mal etwas überwerfen, sind luftige Sommerkleider oder ein kurzer Jumpsuit ideal, da diese wegen der meist dünnen Stoffe im Koffer wenig Platz verbrauchen und dennoch sofort ein komplettes Outfit kreieren. Für warme, durchtanzte Nächte stellen kurze Jeansshorts und lässige Tops eine ideale Kombination dar.
  •  Die Schuhe
    Schuhe nehmen meist sehr viel Platz im Koffer ein und fallen schwer ins Gewicht, man sollte sich daher auf zwei bis drei Paar beschränken. Flache, offene Sandalen sind ideal, da sie leicht, bequem und luftig sind und im Sommerurlaub sowohl am Strand, als auch beim Sightseeing oder Ausgehen getragen werden können. Wer auch im Urlaub nicht auf sportliche Betätigung verzichten möchte oder größere Lauftouren geplant hat, sollte natürlich auch an festes, bequemes Schuhwerk denken.
  • Die Accessoires
    Am Strand dürfen Sonnenbrille und Strohhut keinesfalls fehlen. Sie verleihen jedem noch so schlichten Outfit den letzten Schliff und schützen zudem vor schädlicher UV-Strahlung und unschönem Sonnenbrand. Jegliche Art von Schmuck sieht auf der gebräunten Urlaubshaut natürlich noch schöner aus als sonst, jedoch sollte man bedenken, dass Meer- oder Poolwasser unschöne Verfärbungen hinterlassen können. Ansonsten sind der Accessoire-Wahl auch im Urlaub keinerlei Grenzen gesetzt!

Ist der Koffer dann gepackt, wünscht euch das gesamte Face2Face-Redaktionsteam einen wunderbar erholsamen Sommerurlaub!

Vorschau: Nächste Woche erwartet euch an dieser Stelle der zweite Teil unserer Serie über außergewöhnliche Mode mit dem Online-Shop „Colour me bad“.

Gut geplant ist schon halb angekommen

Stundenlange Staus, überfüllte Züge und lange Schlangen am Flughafen. Diese Bilder wiederholen sich alljährlich in den Hauptreisezeiten. Wenn man dann endlich am Urlaubsort angekommen ist, fällt einem dann auf, dass man die Hälfte der benötigten Sachen natürlich zu Hause vergessen hat. Diese Situation kennt auch fast jeder. Doch was kann man dagegen tun? Wir zeigen euch drei einfache Tipps, wie derUrlaub ganz entspannt starten kann.

Gut geplant ist halb genossen: Damit man den Urlaub richtig genießen kann muss man nur einige kleine Vorbereitungen treffen (Foto:Möller)

1. Antizyklisch Reisen  

Staus entstehen dann, wenn viele Menschen auf der gleichen Stecke in den Urlaub fahren wollen. Deshalb lohnt es sich früh morgens oder spät abends aufzubrechen und um vor oder hinter dem Stau zu fahren. Auch ein Blick in die diversen Staumelder im Internet lohnt sich. Hier kann man sehen, ob auf der eigenen Strecke ein Stau erwartet wird, oder sogar schon vorhanden ist und sich mögliche Alternativrouten überlegen. Steckt man auf der Autobahn doch einmal in einem Stau lohnt es sich manchmal schnellst möglich abzufahren und den Stau zu umfahren. Man fährt zwar meistens dann mehr Kilometer, ist aber  letztendlich doch schneller. Auch bei Zugreisen sollte man planen und auf Züge achten, die nicht so stark frequentiert sind. Wenn man aber doch einen wahrscheinlich vollen Zug nehmen muss, lohnen sich vor allem bei langen Strecken Platzreservierungen. Egal ob man mit dem Zug oder dem Auto verreist, bei beiden sollte man an ausreichend Verpflegung denken. Eine Flasche Wasser oder ein paar Kekse reichen meist aus, um auch die längste Fahrt erträglicher zu gestalten. Auch lustige Reisespiele, wie das altbekannte „ich sehe was was du nicht siehst“ oder „Autokennzeichenraten“, verkürzen so manche Reisedauer.   Bei Flugreisen gilt: Lieber zu früh da sein, als zu spät. Am Flughafen sollte man immer viel Zeit einplanen. Schlange stehen muss man meist an der Gepäckaufgabe, beim Sicherheitscheck und dann nochmal am Gate. Das sollte einen aber nicht aufregen. Wer früh genug da ist, kann das Schlange stehen ganz entspannt sehen und die Zeit vielleicht noch einmal nutzen um einen Blick in den Reiseführer zu werfen und so die Urlaubsvorfreude noch einmal zu steigern.

2. Planen, Planen, Planen

Wer sich vor der Anfahrt Gedanken macht, kann den Urlaub später besser genießen. Deshalb hilft zum Beispiel eine Liste dabei auch wirklich an alles zu denken. Einfach die Liste eine Woche vorher beginnen und alles aufschreiben, was für den Urlaub gebraucht wird. Dann denkt man auch an Sachen, die extra gekauft werden müssen, etwa Sonnencreme Zahnpasta. Zudem sollte man sich, wenn man in einem Hotel Urlaub macht vorher informieren, was dort schon vorhanden ist. Sind etwa Handtücher für Poolliegen oder ein Föhn schon vorhanden, braucht man solche Sachen nicht extra einzupacken. Auch sollte man sich genau überlegen, was man für den Urlaub eigentlich braucht und wie viel davon benötigt wird.  So lohnt es sich zum Beispiel für kürzere Reisen kleine Tuben Duschgel oder Haargel einzupacken. Auch wichtig vor allem bei Flugreisen: Pässe vorher auf ihre Gültigkeit kontrollieren.

3. Informiert urlaubts sich besser

Wer sich vorher informiert, hat mehr vom Urlaub. Viele Tickets z.B. für Freizeitparks oder Sportveranstaltungen kann man schon vor Reisebeginn im Internet bestellen und sich so lästiges Schlange stehen vor Ort ersparen. Manchmal gibt’s dort auch billigere Karten oder Kombi-Angebote, die sich lohnen. Auch ein Blick in den Reiseführer lohnt sich schon vor Reisebeginn. Hier kann man sich über die Attraktionen, die man sich auf jeden Fall anschauen will, schon vorher informieren und sich dann mögliche Tipps dazu im Internet anschauen. Dort findet man auch Erfahrungsberichte von anderen Urlaubern, die zum Beispiel gute Restaurants oder schöne Bars empfehlen. So gut informiert kann dann im Urlaub gar nichts mehr schief gehen!

Vorschau: Am 5.6. erfahrt ihr hier, was alles in eine gute Reiseapotheke gehört!

Loslassen, Ausziehen, Neues entdecken…

Das Leben besteht aus unterschiedlichen Phasen, die jeder von uns irgendwann einmal durchläuft. Phasen, die uns dabei helfen, unsere Persönlichkeit sowie verschiedene Kompetenzen zu entwickeln. Manche nennen es auch Stufen – was an das gleichnamige Gedicht von Hermann Hesse erinnert, in dem daran erinnert wird, den Lebensfluss zu akzeptieren und stets offen für Neues zu sein. Natürlich bringt nicht jede Phase nur schöne Seiten mit sich, man erinnere sich selbst vielleicht an die eigene Pubertät. Da hatte jeder mit Pickeln, dem Stimmbruch und dem ersten Liebeskummer zu kämpfen. Und dennoch hat auch diese Zeit jeden individuell intensiv geprägt und dazu beigetragen, dass wir heute die Menschen sind, die wir sind.

Aber damit endet ja der Entwicklungsprozess nicht auf einmal. Er geht weiter. Immer.

Und plötzlich bemerken wir eine innere Unruhe, ein Gefühl der Sehnsucht, vielleicht sogar Fernweh. Der Gedanke, das Altgewohnte hinter sich zu lassen und zu neuen Ufern aufzubrechen, ist allgegenwärtig und treibt uns an. Zweifel gibt es vielleicht auch – bei den ein oder anderen, aber warum sich davon aufhalten lassen? Das habe ich mich auch gefragt, habe die Gelegenheit, die sich mir geboten hat, beim Schopf gepackt und bin nach Dresden zu einer Freundin gefahren. Da ich an meiner jetzigen Uni nicht den Master machen kann, werde ich also ab nächstem Jahr woanders studieren. Und wieso nicht in einer Stadt, die mir gefällt, die etwas weiter weg von zu Hause liegt, in der es so viel Neues zu entdecken gibt?

Natürlich ist Dresden nicht die einzige Stadt, die auf meiner Liste steht, aber ich muss zugeben, dass ich schwer beeindruckt gewesen bin und mich schon etwas verliebt habe. Da gibt es die Semperoper, den Zwinger, die Prager Straße und natürlich die Frauenkirche. Und noch etliches mehr, was es sich zu erkunden lohnt…
Für mich persönlich steht fest, dass ich mich dort bewerben werde – und der Rest liegt ja ohnehin nicht in meiner Hand. Für mich beginnt ab nächstem Jahr eine neue Lebensphase: raus von zu Hause und rein in ein neues Leben. Selbständiger werden und daran wachsen. Neue Leute kennenlernen und sich alleine zu Recht finden. Ein Stück weit erwachsener werden. Natürlich sind mit diesem Gedanken auch Zweifel verbunden und gewisse Ängste, aber irgendwann wird es Zeit, loszulassen und seinen eigenen Weg zu gehen. Der eine findet ihn früher, der andere eben etwas später – außerdem muss man sich das Ausziehen auch erst einmal leisten können.

Viele Schüler in Rheinland-Pfalz schreiben ja gerade ihre letzten Kursarbeiten vor dem schriftlichen Abitur. Manche wissen schon, was sie danach machen wollen. Andere weniger. Für die einen steht fest, dass sie gleich anfangen wollen zu studieren oder eine Ausbildung zu machen. Für die anderen kommt das erst einmal nicht infrage – da wird erst einmal ein freiwilliges soziales Jahr angestrebt oder Work and Travel. Ganz im Sinne von: loslassen, losreisen und Neues kennenlernen. Und auch wenn immer ein bisschen Mut zu einem solchen Schritt dazugehört, so ist es doch im Nachhinein eine wunderbare Erfahrung, die einen beeinflusst und vielleicht auch zur Entwicklung beigetragen hat.
Und wenn wir die Möglichkeit doch haben, warum sie dann nicht einfach ergreifen?

In diesem Sinn: eine schöne Woche!

Eure Lea

Vorschau: Eva schreibt nächste Woche über die Welt des Tees und warum sie so gerne darin eintaucht.