Portugal im Februar, Teil 2: Atlantikluft, noch mehr Fisch und der Klang von Fado

Nazare ist ein am Atlantik gelegener Küstenort. Wir machten uns von Aveiro mit dem Bus dorthin auf. Bekannt ist Nazare vor allem für seine Riesenwellen – viele Orte an der Atlantikküste Portugals sind wahre Surferparadiese. Der erste Eindruck von Nazare wollte nicht so ganz überzeugen – viele Hotels dicht an dicht gebaut. Beim Ausstieg aus dem Bus wussten wir noch nicht, wo wir übernachten würden, hatten aber von einem Hostel gehört. Als wir uns nach dem Weg erkundigten, erklärte uns eine ältere, unglaublich liebenswürdige Frau, deren Haut von Sonne und Meer gegerbt war, auf Portugiesisch (wir sprachen alle kein Wort!) wie wir dorthin kämen. Sie kam gar nicht mehr aus ihrem Redefluss heraus und küsste uns alle vier zum Abschied auf die Backen. Was für eine Begrüßung! Als wir eine Häuserzeile nahe der Strandpromenade entlangschlenderten, winkte uns eine Frau zu, die uns mit unseren riesigen Backpacking-Rucksäcken wohl sofort als Touristen ausgemacht hatte. Sie zeigte uns ein Apartment in einem Hinterhof. Es hatte einen kleinen Balkon, Küche, zwei Schlafzimmer und Wohnzimmer. Der Preis war akzeptabel und wir wollten uns auch nicht länger als eine Nacht in Nazare aufhalten.

Unsere Abendplanung für Nazare – Fisch essen. Der Atlantik lag direkt vor unserer Nase und wir hatten bereits ein Fischrestaurant ins Visier gefasst. Das war bereits gut gefüll. Ein kleines Lokal mit, wen wundert es, Mosaiken an den Wänden. Wir wurden hereingebeten und bekamen erst einmal einen Schnaps serviert. An der Theke Fisch und Meeresfrüchte wo man hinsah. Allerdings taten wir uns bei der Bestellung schwer – doch der überaus nette und attraktive Kellner eilte uns zur Hilfe und verriet uns seine Lieblingsgerichte – er war der Sohn des Inhabers. Hier arbeiteten alle mit – Geschwister, Vater, Mutter. Ein richtiger Familienbetrieb. Wir bestellten zwei gegrillte Fische, Garnelen in Knoblauch, sowie einen Art Reiseintopf mit Meeresfrüchten, der in einem Tongefäß serviert wurde. Das Essen war himmlisch. Doch leider machten sie bei mir und einer Freundin Magenschmerzen bemerkbar während wir diese leckeren Gerichten schlemmten – nein, am Fisch war nichts auszusetzen, um euch zu beruhigen. Das Restaurant empfehle ich jedem weiter. Doch leider schienen unsere Mägen an eine solche Wucht an Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren nicht gewöhnt zu sein. Wir hatten den halben Tag im Bus verbracht und uns die Reise über nicht gerade ausgewogen ernährt. Leider verabschiedeten sich die Magenkrämpfe auch nachts nicht. Doch diesen Teil der Geschichte erspare ich euch lieber. Meinen Geburtstag verbrachte ich traurigerweise im Bett, während meine Freundinnen am nächsten Morgen Nazare erkundeten.

Faszinierender Ausblick auf Lissabon (Foto: Mätzke-Hodzic)

Faszinierender Ausblick auf Lissabon (Foto: Mätzke-Hodzic)

Gegen Mittag machten wir uns nach Lissabon auf. Die Stadt kam uns riesig vor. Am Busbahnhof angekommen, fuhren wir mit der U-Bahn ins Zentrum, wo sich unser Apartment befand, das wir über Airbnb gebucht hatten. Auch durch Lissabon schlängeln sich viele kleine Straßen steile Hänge hoch. In einer solchen Straße war unser Apartment gelegen. Die Lage war perfekt und wir fühlten uns sofort pudelwohl. Nachdem wir Lissabon eingehend erkundet hatten, eine abenteuerliche Bahnfahrt mit der ältesten Straßenbahnlinie, die enge Gassen knarrend bergauf (!) ächzt, nichts für schwache Nerven, erlebt und Kirschschnaps in portugiesischer Manier getrunken hatten – die Kirschkerne werden einfach auf den Boden gespuckt – unternahmen wir einen Tagesausflug  ins nahegelegene Sintra. Dort befinden sich gleich mehrere Unesco-Weltkulturerbe auf quasi einem Fleck – eine alte maurische Festung, Schlösser mit Einflüssen aus unterschiedlichen Epochen und ein großflächig angelegter Park mit einer beeindruckenden Flora und Fauna. (Ich habe das erste Mal einen Korkbaum gesehen!)

A Tasca de Maja - Berauscht von Wein und Fado (Foto: Mätzke-Hodzic)

A Tasca de Maja – Berauscht von Wein und Fado (Foto: Mätzke-Hodzic)

Unseren letzten Abend verbrachten wir ihm alten, maurischen Stadtteil Alfama, dem wir auch tagsüber schon einen Besuch abgestattet hatten. Nachts versprühte dieser Stadtteil einen ganz besonderen Charme. Eine ganze Straße war vom sanften Gitarrenklang und dem melancholischen Fado-Gesang erfüllt.  Fado – die Nationalmusik Portugals entstand vermutlich, als sich portugiesische Seemänner oft monatelang auf See befanden und sowohl die Männer als auch die zurückgelassenen Frauen in Liedern ihre Sehnsucht ausdrückten. A Tasca de Maja ist eine kleine gemütliche Fadobar. Gegründet wurde sich von Maja,  einer gebürtigen Bosnierin, die dort an der Musikakademie studierte, eher zufällig auf Fado aufmerksam wurde, als sie Lieder der populären Sängerin Amalia Rodrigues hörte und sich in die Musik verliebte. In Portugal hat sie bereits beächtliche Bekanntheit erlangt und spricht nebenher auch noch fließend Portugiesisch. Während wir Hauswein tranken und würzige Käsehäppchen naschten, lauschten wir gebannt dem für mich ganz neuen Klang der traditionellen Fado-Lieder. Eine junge Frau zeichnete während des Abends eine Karikatur von mir und meinen Freundinnen – ein Andenken, an diesen schönen Urlaub.

Festivalsommer im Wohnzimmer

Kennt ihr das Gefühl: Während ihr für Uni, Schule oder andere Projekte am Büffeln seid, sind eure Freunde auf zahlreichen Festivals. Dabei machen sie euch die Nase lang mit den coolsten Front-stage-Fotos von Künstlern wie David Guetta, Clueso oder Marylin Manson, die sie natürlich direkt über Facebook, Twitter oder Instagram verbreiten. Aber keine Sorge hier kommt nun für euch der ultimative Tipp, wie ihr den Festivalsommer in euer Wohnzimmer holt.

Abdancen zu sphärischem Tamburinpop

Sie ist die Queen der eingängigen Melodien. Mit ihrer Band Florence+The Machine ist Florence Welch schon seit Jahren eine Größe im Musikgeschäft und vor allem ein gern gesehener Gast auf Festivals. Genau sie könnt ihr euch mit ihrem neuen Album „How Big, How Blue, How Beautiful“ in eure vier Wände holen. Wenn der Sommer uns mit seinen Sonnenstrahlen und der warmen Luft zum Schwärmen bringt, singt uns der britische Rotschopf das Lied von der Liebe.

Sommerlich: Die Sonnenbrille gehört auch im Wohnzimmer zum Festivalsommer dazu. ( Foto: V.Wahlig)

Sommerlich: Die Sonnenbrille gehört auch im Wohnzimmer zum Festivalsommer dazu. ( Foto: V.Wahlig)

Abrocken mit Muse

Auch diese Briten sind mit ihrem Rock das Must-Have im Festivalsommer. Die Rede ist von Muse. Mit ihrem dritten Album „Drones“ liefern die Jungs keinen Krawall, sondern starken Rock. Kein Gegröle sondern sehnsuchtsvolle Klänge, die jedes Festivalherz höher schlagen lassen und auch eure Nachbarn bestimmt zu einem Tanz einladen.

Abgehen auf Isländisch

Die sechs Isländer von „Of Monsters and Men“ sind echte Jetsetter und reisen diesen Festivalsommer einmal um die Welt. Eurer Wohnzimmer kann zum Zwischenstopp werden. Die zweite Platte „Beneath the Skin“ liefert melancholischen Indie-Rock. Der auch für alle verliebten Herzen die perfekte Musik zum Schmusen liefert.

Und denkt dran zum Festivalsommer im Wohnzimmer gehört natürlich auch das perfekte Festival Outfit. Wie das aussehen kann, lest ihr natürlich auch bei uns.

Und falls ihr dann doch Lust habt alles Stehen und Liegen zulassen und euch dem Festivalsommer doch ganz hinzugeben, hier eine kleine Übersicht zu dem was noch kommt:

Florence + The Machine

19.-21.06: „Hurricane“ in Schleeßel /Deutschland

24.-28.06: „Glastonbury Festival“ in England

Muse

2.07: „Rokskilde“ in Dänemark

Of Monsters and Man:

19.-20.06: „Southside“ in Neuhausen ob Eck

2,08: „Lollapalooza“ in Chicago

Und jetzt seid ihr gefragt! Postet euer schönstes Festival im Wohnzimmer Foto oder auch eure Festivalfotos bei uns auf der Facebookseite.

Vorschau: Einen Rückblick auf den diesjährigen World Club Dome gibt es für euch in der nächsten Woche.

 

Preview: Juni 2015

Der Mai geht zuende und der Juni klopft an die Tür. Zeit für uns euch die Highlights des kommenden Monats vorzustellen und auf den vergangenen Monat zurück zu schauen.

Im Mai berichteten wir bei Face2Face unter anderem über Florian Leithmann und seinen Hund Rusty, die zusammen Deutscher Meister über 2000m Hindernis wurden. Auch einen Artikel über den Rheingau und seine Weine konntet ihr im Mai bei uns lesen.

Der Juni startet wie immer famos bei Face2Face. In den TIPPS&TRICKS könnt ihr ein Interview mit der Kristallglasherstellerin Petra Schütte lesen. Sie gibt Einblicke in ihre kreative Arbeit und verrät, wie ihr Kristallglas pflegen könnt.

In der SPORT Rubrik wartet ein Bericht über die Special Olympics in Speyer aus euch und das PANORAMA berichtet über den Alltag bei der Polizei.

Die REISE Redaktion entführt euch im Juni in die Normandie. In der TIER&UMWELT Rubrik geht es im Juni unter anderem um den Wasserverbrauch in Deutschland.

Viel Spaß im Juni mit Face2Face.

Wenn ihr Anmerkungen oder Kritik habt, dürft ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

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Preview: Mai 2015

Der Wonnemonat Mai steht vor der Tür. Wie immerverraten wir euch an dieser Stelle, was euch bei Face2Face erwartet. Doch zunächst gibt es einen kurzen Rückblick auf den vergangenen Monat.

Im April berichteten wir unter anderem von der Insel Malta und führten ein Interview mit der Schmuckfirma Hellmuth.

Auch im Mai warten wieder spannende Themen auf euch. So berichtet das Panorama vom Alltag bei der Polizei und die Tier&Umwelt-Redaktion berichtet von Krebsen. Die Tipps&Tricks-Mädels zeigen euch, wie ihr eine sommerliche Tomaten-Ziegenkäse Tarte zaubern könnt.

Eine Nachtwächter-Führung in der Limburger Altstadt acht die FilmKunstKultur-Redaktion im Mai mit euch und die Reise-Redaktion entführt euch in die über die Modemetropole Mailand.

Ein Porträt über Florian Leithmann und seinen Hund Rusty, die zusammen Deutscher Meister im Geländelauf wurden gibt es in der Sport-Redaktion.

Viel Spaß im Mai mit Face2Face.

Wenn ihr Anmerkungen oder Kritik habt, dürft ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

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„Ich war noch niemals in New York“ – Eine musikalische Weltreise

Sänger besingen in ihren Liedern Gefühle, Menschen und manchmal auch Städte. Über welche Städte am meisten gesungen wird und warum, verraten wir euch jetzt und gehen mit euch auf eine musikalische Weltreise.

Ob Udo Jürgens, Jay-Z oder Alicia Keys – sie alle haben Noten aufs Papier gebracht, um diese eine Stadt zu besingen. Die Rede ist von New York. Der Big Apple ist neben der britischen Hauptstadt die meist besungene Stadt der Musikbranche. Insgesamt gibt es rund 2.707 Lieder, die die amerikanische Metropole musikalisch in den Mittelpunkt stellen. Aber werden eigentlich auch Städte wie Ankara, Honolulu oder gar Vaduz besungen?

Der Programmierer Javier Arce entwickelte eine interaktive Karte namens „Spotimap“. Auf dieser musikalischen Weltkarte kann man sich als Hörer von Land zu Land und von Stadt zu Stadt klicken. So kann man sich mit einem Klick beispielsweise über tausend Lieder aus der Stadt der Liebe, Paris, anhören. So hört man Audrey Hepburn mit „Bonjour, Paris“ und Frank Sinatra, der seine Liebe zur französischen Hauptstadt besang. Viele verschiedene Lieder kann man erwarten einen in der Städteplaylist  und wenn man die Augen schließt, manchmal sogar in die Stadt entfliehen.

Aber auch deutsche Städte wurden besungen, zwar nicht so oft wie London, Paris oder New York aber immerhin. So gibt es Songs über Hamburg, Köln und natürlich auch über die Bundeshauptstadt Berlin. Herbert Grönemayer besang beispielsweisedie Liebe zu seiner Heimatstadt Bochum im gleichnamigen Lied und auch der deutsche Rapper Materia widmete seiner Heimat Rostock einen Song. In 154 Lieder ist Berlin vertreten und landete im Städteranking somit auf Platz fünf.

Insgesamt kann man sich in der „Spotimap“ durch über 200 Städte klicken und nahezu 8.000 Songs hören. Da ist es kein Problem von Australien über China und Frankreich mal einen Abstecher nach Amerika zu machen.

Mithilfe unsere Reiseredaktion könnt ihr euch nun auf eine musikalische Face2Face-Weltreise machen:  

In London wandeln wir nicht nur auf den Spuren der Beatles, sondern machen zusammen mit Duffy einen Halt an der „Warwick Avenue“. Über den Ärmelkanal zurück aufs Festland genießen wir zusammen mit David Bowie den „Port of Amsterdam“. Auf ein „Altbierlied“ in der Modestadt Düsseldorf sind wir dann mit den Toten Hosen verabredet. Weiter geht es in der italienischen Modemetropole „Milano“,wo wir Ivano Fossati begegnen, um die Weitereise nach Istanbul anzutreten. Hier treffen wir uns auf einem der zahlreichen Märkte mit Loreena McKennitt, um auf „The Gates of Istanbul“ zu schauen. Lustig wird es dann für uns in Seoul, wo wir zusammen mit Psy den „Gangnam Style“ tanzen. Mit den „Perth Girls“ von Abbe May legen wir uns in Australien an den Strand und umschwärmen wenig später Elvis in Las Vegas, wenn er „Viva Las Vegas“ singt. Einmal zurück über den großen Teich gesprungen, flanieren wir durch Porto, das uns zum Abschluss unserer Reise Rui Veloso besingt.

Portugal im Februar, Teil 1: Süßer Portwein, der Duft gegrillten Fisches und das Venedig Portugals

Drei gute Freundinnen und ein gemeinsamer Portugal-Urlaub – das klang sofort nach einer verlockenden Idee. Unser kleiner Portugal-Trip sollte in Porto beginnen und uns am Ende unserer Reise nach Lissabon führen.  Auf Grund der Nebensaison blieben wir fast gänzlich vom Touristentrubel verschont und konnten in drei Tagen gemächlich das malerisch an der Douro-Mündung gelegene Porto erkunden.

Eine Kulisse die zum Träumen einlädt - Porto bei Abenddämmerung (Foto: Mätzke-Hodzic)

Eine atemberaubende Kulisse – Die hiostorische Hafenstadt Porto bei Abenddämmerung (Foto: Mätzke-Hodzic)

Das Stadtbild von Porto ist geprägt von steilen Straßenhängen, in denen sich unzählige pittoreske Wohnhäuser, viele von ihnen leerstehend, aus dem frühen 20. Jahrhundert wiederfinden. Die Fassaden sind vielfach mit mühevoll handgefertigten Keramikfliesen in den unterschiedlichsten Ausführungen verziert. Diese befinden sich auch an Kirchen und anderen Monumenten. Die sogenannten „Azuljeos“ blicken in Portugal auf eine lange Tradition zurück und gelangten ursprünglich durch die Eroberung der Mauren nach Portugal.

Ein letzter Schluck Porwein - dazu ein fantastischer Ausblick auf Porto und den Fluss Douro (Foto: Mätzke-Hodzic)

Ein letzter Schluck Portwein – das Anwesen des traditionsreichen Portweinbetriebs Taylor’s lässt einen ganz schön staunen (Foto: Mätzke-Hodzic)

Auf der anderen Flussseite hat sich eine Vielzahl von Portweinkellereien niedergelassen. Die großformatigen Plakate nennenswerter Portweinhäuser, wie etwa Taylors, Sandeman und Graham, bleiben einem nicht verborgen. Portwein entstand durch den Handel zwischen Großbritannien und Portugal. Die Engländer sollen dem Traubenmost Brandy beigefügt haben, da die Qualität des Weines zu wünschen übrig ließ. Durch diesen wurde der Gärungsprozess gestoppt und der Alkohol in Zucker umgewandelt – Ergebnis war der süßliche Portwein, deren Trauben zumeist aus dem Douro-Tal stammen, durch welchen Porto weltweite Bekanntheit erlangte. Bei Taylors bezahlen wir 5 Euro für eine Weinverkostung inklusive Führung – eine definitiv lohnenswerte Investition. Das beeindruckende Gut befindet sich hoch über der Stadt, hat einen eher nach englischem Stil angelegten Garten und von der Terrasse aus offenbart sich einem die Stadt in ihrer ganzen Pracht. Bei der Führung werden wir in einem düsteren Keller, in dem Dutzende Weinfässer aus Eichholz lagern, von einer Dame, die in einen schwarzen Umhang gehüllt ist und zur wohl beabsichtigten, mystischen Stimmung beiträgt, in die Geheimnisse der Portweinherstellung eingeweiht. Ein einmaliges Erlebnis!

Da kommen Sommergefühle auf: Blauer Himmel und der Atlantik (Foto: Mätzke-Hodzic)

Ein Abstecher zum Fischerdorf Afurada: Dort erwartet uns ein blauer Himmel und die Weite des Atlantiks (Foto: Mätzke-Hodzic)

Wer ein paar Tage in Porto verweilt, sollte einen Tagesauflug in das nahegelegene Fischerdorf Afurada in Erwägung ziehen. Es hat den Ruf, einige leckere Fischrestaurants zu beherbergen. Zudem soll es den Charme eines verschlafenen Dorfes versprühen. Ein kleines Boot, das von einer eher unscheinbaren Stelle ablegt, schippert einen für 3 Euro auf die andere Seite. Dort steigt einem sofort der unwiderstehliche Geruch von gegrilltem Fisch in die Nase.

Waschtag - in Afurada hängen unzählige Wäscheleinen mit frischgewaschener Wäsche (Foto: Mätzke-Hodzic)

Waschtag – in Afurada hängen rundherum um eine gemeinschaftliche Waschstelle unzählige Wäscheleinen mit frisch gewaschener Wäsche (Foto: Mätzke-Hodzic)

Dem können wird jedoch (zu Beginn) noch Stand halten, da wir uns einen Eindruck von dem kleinen Dorf verschaffen wollen, in dem tatsächlich, die Zeit etwas langsamer zu ticken scheint. Von weitem sichten wir den Atlantik und lassen uns nach einem kleinen Fußmarsch oberhalb einer Meeresbrandung nieder, von der aus wir fasziniert den brausenden Atlantik und das Spiel der Wellen beobachten. Auf dem Rückweg gibt es dann den wohlverdienten frischen Fisch vom Grill in einem mehrheitlich von Einheimischen besuchten Restaurant. Außerdem werden weitere Speisen, die nicht bestellt wurden, an den Tisch gebracht –  in Portugal ganz gewöhnlich. Es kann freundlich abgelehnt werden. Wer sich aber an die nicht bestellten Speisen hermacht, muss auch bezahlen.

Als nächste Station steuern wir Aveiro, auch das Venedig Portugals genannt, an. Dafür begeben wir uns auf die einstündige Zugfahrt ausgehend von Portos märchenhaften Bahnhof, dessen hohe Eingangshalle mit blauleuchtenden Azulejos verziert ist. Die Landschaft auf dem Weg Richtung Aveiro ist eher karg und die kleinen Örtchen, die wir passieren, scheinen ihre blühenden Jahre hinter sich gelassen zu haben. Zu blühen scheinen dafür, die während der Fahrt immer wieder auftauchenden und hellleuchtenden Orangen- und Zitrusbäume.

Aveiro - auf Grund seiner Kanäle auch Venedig Portugals genannt (Foto: Mätzke-Hodzic)

Aveiro – auf Grund seiner Kanäle und den gondelähnlichen Booten auch Venedig Portugals genannt (Foto: Mätzke-Hodzic)

Aveiro präsentiert sich als kleines, gemütliches Städtchen, durch welches sich Kanäle hindurchschlängeln, auf denen bunt bemalte Flosse unter den Brücken hindurchgleiten. In der Altstadt schmiegen sich farbenfrohe Häuserzeilen eng aneinander. Wir lassen uns im Hostel Rossio nieder, in dem wir in einem 8-Bett-Zimmer, ansonsten alleine, untergebracht sind. (14 Euro pro Person und Nacht) Das Hostel  befindet sich in einem historischen Gebäude, mit knarrenden Holztreppen und ist geräumig und liebevoll eingerichtet.

In Aveiro stürzen wir uns das erste Mal ins Nachtleben. Das „Mercado Negro“, zu Deutsch Schwarzmarkt, stellt eine Art alternatives Kulturzentrum dar, dessen Räumlichkeiten sich gleich über ein ganzes Stockwerk erstrecken. In einem Zimmer mit Theke bestellen wir unsere Getränke und machen es uns sogleich in einem anderen Raum mit schummrigen Licht auf Seconhand Möbeln gemütlich. Nach ein paar Drinks ziehen wir beseelt von diesem Ort weiter und gelangen an einen Platz nahe des Fischmarkts (Mercado do Peixe) im alten Stadtkern, an welchem sich für uns völlig unerwartet, unzählige Grüppchen von Studenten lauthals lachend und unterhaltend, tummeln. Hier wird statt Döner als Mitternachtssnack, „Tripas“ geschlemmt – eine Crepe-ähnliche Spezialität mit verschiedenen Füllungen. Auch wir kommen nicht drum herum, die verlockende Süßspeise zu kosten. Langsam ist für uns nun aber Schlafenszeit –  es gilt unsere Kräfte zu schonen. Denn es warten noch Nazare, Sintra und als krönender Abschluss Lissabon auf uns.

Vorschau: Am 17. März nimmt die Reise-Redaktion Euch mit auf einen Abstecher nach Rom. Seid gespannt!

Preview: November 2014

Der Oktober neigt sich dem Ende zu und der Herbst und mit ihm die kühle Jahreszeit hält endgültig Einzug. Wir zeigen euch heute, was ihr im Oktober bei Face2Face geboten bekommen habt und was euch im November bei uns erwartet.

Im Oktober berichteten wir unter anderem von einem Leben ohne Küche und Supermärkten ohne Verpackungsmüll.Zudem gab es ein Interview mit Dustin Hoffmann von der PARTEI.

Kulinarisch geht auch der November weiter mit einem Rezept für eine Kürbis-Bolognese in der Frucht, die euch die TIPPS&TRICKS-Mädels verraten. In der REISE-Rubrik wird über das Thema „Wiesn und Wasn als UNESCO-Weltkulturerbe“ diskutiert.

Mit dem Thema Geduld beschäftigt sich die KOLUMNE im kommenden Monat und im PANORAMA lest ihr einen Bericht darüber, warum ein Student in Guatemala ehrenamtlich Nachhilfe in Musik gibt. Unsere MUSIK-Redaktion beschäftigt sich im November mit dem Thema Coversongs.

Um die Canon EOS Kamera und wie man mit ihr Bildstile anpassen und erstellen kann dreht sich alles in der TECHNIK-Rubrik im kommenden Monat und die MODE-Redaktion verrät euch die goldenen Regeln des Vintage-Shoppings.

Mit den Einflüssen auf das Weltklima beschäftigt sich die TIER&UMWELT-Redaktion im November. Unsere SPORTLER beschäftigen sich im November mit dem Movember: Bärte im Sport und ihre Bedeutung. Unsere FILMKUNSTundKULTUR Rubrik beschäftigt sich im November mit dem ersten Ministerium für Glück und Wohlbefinden.

Viel Spaß bei Face2Face! Wenn ihr Anmerkungen oder Kritik habt, dürft ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

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Brüssel:Hauptstadt Belgiens und Europas

Brüssel in den Abendstunden: Atomium (Foto:Wahlig)

Brüssel in den Abendstunden: Atomium (Foto: S. Wahlig)

Zentrum der europäischen Politik: Europaparlament (Foto: S. Wahlig)

Zentrum der europäischen Politik: Europaparlament (Foto: S. Wahlig)

Brüssel ist eine vielseitige und international ausgerichtete Stadt, was nicht nur aufgrund des Sitzes der Europaparlaments sichtbar wird, sondern auch weil viele Kulturen in Brüssel zusammenkommen. Wenn man durch die Straßen geht gibt es fast keine Sprache, die nicht gesprochen wird. Brüssel ist sehr multikulturell, auch wenn die Hauptsprachen französisch und niederländisch sind. So sind Straßenschilder in beiden Sprachen, da Brüssel sich in flämische und wallonische Wohnviertel gliedert.

Wer nur kurz und zum ersten Mal in Brüssel ist und schnell alle Sehenswürdigkeiten sehen möchte, sollte eine Busrundfahrt machen mit einem Stadtführer oder Audioguide. Auf diese Weise sieht man alle Highlights von Brüssel, um sich danach die Orte aussuchen zu können, die einen besonders interessieren. Was man unbedingt gesehen haben sollte ist der Grand’Place, das Manneken Pis, die Kathedrale St-Michel, Galeries Saint-Hubert, Hôtel de Ville (Rathaus), die Börse und das Palais Royal (Arbeitsräume des Königs) in der Stadt. Außerhalb am Expo-Gelände sollte unbedingt das Atomium besichtigt werden, das wohl mit dem Manneken Pis als das bekannteste Wartzeichen Brüssels anzusehen ist. Mein Geheimtipp ist das Viertel Petit Sablon zu besuchen. Hier findet am Wochenende ein kleiner antiker Markt statt. Unter der Woche kann man hier in kleinen und gemütlichen Cafés guten Kuchen essen und hervorragenden Kaffee schlürfen. Zudem kann man sich danach die kleinen Geschäfte, die allerlei Einrichtungsgegenstände ob Antik oder nach dem neusten Wohntrend ansehen.

Bekannteste Sehenswürdigkeit in Brüssel: Manneken Pis

Bekannteste Sehenswürdigkeit in Brüssel: Manneken Pis (Foto: S. Wahlig)

Brüssel ist Heimat der Comics. In keinem anderen Land sind diese so beliebt wie hier und auch als „neunte Kunst“ anerkannt. Die Vielfalt an Bildergeschichten für Groß und Klein gibt es nirgendwo so wie in Belgien. Für Comic-Liebhaber ist Brüssel genau der richte Ort. Es empfiehlt sich ein Besuch im belgischen Comic-Museum. Der wohl bekannteste Comic-Held dürfte Titin (bei uns heißt er übrigens Tim und Struppi) sein. In der Nähe des Gran’Place finden sich in jede Menge Souvenirs zur Kultfigur, ob vom Comic-Heft bis zu Uhren hier findet jeder etwas. Auch ganz in der Nähe befindet sich am „Stern“ der Ecke Grand’Place/Rue de Charles Buls eine Relieftafel mit dem strebenden Everard ‚t Serclaes. Die Figur ist immer blank poliert und von Menschen umringt. Denn das Anfassen der Figur soll Glück bringen.

Für Shopping-Liebhaber ist Brüssel ein Paradies, da hier alle Käufersehnsüchte in Erfüllung gehen. In der Innenstadt rund um den Manneken Pis findet man praktisch alles: Antiquitäten, die berühmte Brüssler Spitzen und sonstige Souvenirs, aber auch fast jeder zweite Laden verkauft entweder Pralinen und Waffeln oder Bier. In der Unter- und Oberstadt findet man aber auch jegliche bekannte Bekleidungsgeschäfte aus aller Welt für hohes und niedriges Budget. Besonders sehenswert sind am Wochenende Märkte die auf gesperrten Straßen stattfinden. Hier wird von antiken Möbeln bis zum Trödel alles verkauft.

Zentrum der europäischen Politik: Europaparlament

Zentrum der europäischen Politik: Europaparlament (Foto: S. Wahlig)

Brüssel ist als ein Schlemmerparadies zu bezeichnen, da es hier jegliche kulinarische Köstlichkeiten gibt. Besonders bekannt ist Brüssel für seine süßen Verführungen wie etwa den Waffeln, die es in allen Ausführungen etwa mit Schokolade, Erdbeeren oder einfach mit Puderzucker gibt. Am bekanntesten dürften jedoch die Brüsseler Schokolade beziehungsweise die deliziösen Pralinen sein. Auch bekannt sind die belgischen Biere. Es gibt hier viele Lokale die bis zu 400 Biersorten anbieten. Besonders beliebte Brüsseler Spezialität ist allerdings „Ballekes au lambic“, Fleischbällchen aus Schweine- und Rinderhack mit durchgedrehter Hühnerbrust In „Lambic-Bier“ gegart entweder mit würziger Tomatensoße oder gekochten Sauerkirchen. Passend dazu gibt es Pommes-Frites, die ja ursprünglich aus Belgien stammen.

Die Anreise ist nach Brüssel mit dem Flugzeug, der Bahn und dem Auto möglich. Aber Achtung Brüssel ist sehr schlecht ausgeschildert und die Straßen oft verwirrend. Daher empfehlen wir die Anreise mit dem Zug. Denn die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Straßenbahn ist einfach und nicht teuer. Die Übernachtungsmöglichkeiten in Brüssel sind vielfältig. Auf den ersten Blick ist das Preisniveau in Brüssel auf hohem Niveau, da durch die EU, die Nato und viele Großkonzerne Hotels oft beansprucht werden und ausgebucht sind. Es gibt daher sehr viele Hotels in jeder Preisklasse. Eine alternative hierzu ist B&B oder airbnb, wo Privatpersonen ihre Unterkünfte in jeder Preislage und mit jeglicher Ausstattung anbieten. Dies ist eine sehr gute Alternative zu den klassischen Übernachtungsmöglichkeiten. Zudem sind die Vermieter oft sehr Gastfreundlich und geben gute Insider-Tipps für Besichtigungen, Bars, Restaurants und Cafés.

Wie wäre es also demnächst mit einem Kurztrip in die Stadt der vielen Kulturen.

Vorschau: Am Dienstag, 28. Oktober entführt euch face2face nach London und den besten Shopping-Plätzen.

Preview: Oktober 2014

Der September geht zuende, der goldene Oktober beginnt. Zeit auf den vergangenen Monat bei Face2Face – eurem Onlinemagazin zurückzuschauen und euch zu verraten, was euch im Oktober bei uns erwartet.

Im vergangenen Monat berichtete Face2Face unter anderem von Koalas, „Rakeden“ und zeigte euch, was ihr dieses Jahr von der Eishocky-Saison erwarten dürft.

Im Oktober berichtet unsere Sport-Redaktion von der Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen und die Reise Rubrik entführt euch zum wandern nach Island. In der Kolumne könnt ihr einen Bericht über den Hauskauf lesen und die Technik-Redaktion verrät euch wie ihr Audio & Video einfach synchronisieren könnt.

Unsere Tier&Umwelt-Redaktion beschäftigt sich im Oktober mit einem Reisebericht über den Tierschutz in Rumänien und die Tipps&Tricks-Mädels zeigen euch, wie ihr schöne Eulen-Kissen selber nähen könnt. Unsere Musik Rubrik berichtet im nächsten Monat über das Bürgerradio Rheinwelle und im Panorama könnt ihr ein Interview mit „Original Unverpackt“  lesen, einem Supermarkt, in dem es keiner Verpackungen gibt.

Auch zwei tolle Gewinnspiele findet ihr momentan bei Face2Face. In der Tipps&Tricks-Redaktion könnt ihr seit dem 28.9. drei Salat & Go Boxen von Tupperware sowie ab dem 5.10 drei Filzpaket für Esel&Kuh-Anhänger gewinnen. Viel Glück und viel Spaß bei Face2Face im Oktober.

Viel Spaß bei Face2Face! Wenn ihr Anmerkungen oder Kritik habt, dürft ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

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Preview: August 2014

Der Juli geht zuende und der August wartet vor der Tür. Zeit für uns auf die Highlight des vergangenen Monates zu schauen und euch zu verraten, was euch im August bei Face2Face erwartet.

Im Juli konntet ihr den zweiten Teil der Do-it-Yourself Reihe lesen und habt erfahren, wie ihr schöne Kissen selber nähen könnt. Und natürlich haben wir das Thema WM behandelt und über den vierten Stern für Deutschland berichtet.

Im August wartet wieder ein spannendes Programm auf euch. Die Musik Redaktion berichtet unter anderem von den besten Festivals des Sommers im In-und Ausland. Unsere Sport-Redaktion nutzt die Sommerpause in vielen Ligabetrieben um sich anzuschauen, wie sich Profi-Sportler auf die neue Saison vorbereiten. Im Panorama lest ihr im August einen Beitrag zum Heimwegtelefon und die Tier&Umwelt Redaktion führt ein Interview mit Michael Schieferstein von FoodFighters.

Gesunde Snacks für Schule, Uni und Arbeit verraten euch die Tipps&Tricks-Mädels im August und die Reise-Redaktion berichtet über Cinque Terre. Unsere Technik Rubrik beschäftigt sich im August mit der Vorstellung des Zoom H1 Audio Recorders. Die Kolumne macht Ferien und fragt sich dabei Wohin mit der Zeit? Was tun, wenn der Urlaub zu lang wird? Ihr seht, viele spannende Themen warten auf euch im August bei Face2Face.

Viel Spaß bei Face2Face! Wenn ihr Anmerkungen oder Kritik habt, dürft ihr uns natürlich jederzeit schreiben.

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