Themenflaute mit Aussicht auf Schwachsinn – das Sommerloch 2017

Alle ausgeflogen, aber einer feilt an der Titelstory: Redaktionen um Sommerloch (brandtmarke  / pixelio.de)

Alle ausgeflogen, aber einer feilt an der Titelstory: Redaktionen im Sommerloch (brandtmarke  / pixelio.de)

Sommerloch – nein, damit ist nicht das Wettertief der letzten Tage gemeint! Stattdessen geht es um ein Tief der ganz anderen Art. Während der heißen Sommermonate bleiben die Nachrichten aus – ihr dürft euch an dieser Stelle gerne vorstellen, wie ein vertrocknetes Staubgebilde in Zeitlupe durch die verlassenen Räume der Nachrichten-Redaktionen rollt. Und während ihr noch die leisen Klänge der Jeopardy-Melodie in den Ohren habt, geht den verzweifelten Redakteuren plötzlich ein Licht auf. Schließlich ist das Nachrichtentief ganz leicht auszugleichen – mit einem Hoch an Kreativität!

Außer Face2Face, versteht sich 😉, haben in den letzten Tagen und Wochen wieder einmal viele Medien unter Beweis gestellt, wie man das Sommerloch mit allerhand Sinn und Unsinn füllen kann. Wir schauen mit euch zusammen rein!

Düstere Wolken über Heidelberg

William und Kate in Heidelberg – wenn das mal nicht ein Anlass für einen Liveticker ist! Die Stuttgarter Zeitung informiert ihre Leser im Minutentakt über alles, was vor Ort passiert. Da darf die emotionale Beschreibung der dramatischen Wetterlage natürlich nicht fehlen: „O je, es fängt zu Tröpfeln an … Hoffentlich ziehen die dunklen Wolken doch noch vorbei!“
60.000 bis 80.000 Euro kostete die Stadt das royale Spektakel. Mit vierstelligen Umsatzeinbußen rechnete vorab ein Gastronom am Markplatz, der wie alle anderen hier auch trotz strahlendem Sonnenschein drei Tage lang keine Außenbestuhlung anbieten durfte. Aber hach, Kate in ihrem gelben Spitzenkleid und William, wie er kindlich-hilflos versucht ein Stück Teig in Brezelform zu bringen… Zu schön, um nicht darüber zu berichten!

Keks-Kugel oder Baby-Bauch?

Erst hieß es, sie leide an Magersucht, jetzt vermuten findige Fans bei Sängerin Lena Meyer-Landrut eine Schwangerschaft. Soweit nichts Ungewöhnliches in der Berichterstattung der Klatschpresse. Dass jetzt aber auch ntv auf die Gerüchteküche anspringt, ist wohl dem Sommerloch geschuldet. Aber wir wollen mal nicht so sein: Allein der Begriff „temporäre Keks-Kugel“ verdient einen Award als bestes Sommerloch-Wort 2017, findet ihr nicht auch?

Zuhause gesucht!

Pünktlich zu Beginn der Sommerferien setzen viele Haustierbesitzer ihre mehr oder eher weniger liebgewonnenen Mitbewohner aus. Das ist schlimm und deswegen sind wir der Redaktion von ProSieben Newstime umso dankbarer, dass sie uns Alternativen wie Tierpensionen aufzeigt. Schade nur, dass wahrscheinlich viele Haustierbesitzer, die sich plötzlich fragen, was sie mit ihrem Tier anfangen sollen, während sie eine Woche lang betrunken im Bierkönig auf Malle liegen, vermutlich eher zur BILD-Zeitung greifen. Aber keine Sorge, liebe Tierschützer – die BILD-Redaktion kam schon vor Jahren auf das Thema und listet in ihrem Bericht von 2013 einfach mal ein paar Tierheime auf. Vielleicht hilft das was!

Todesmutige Pommes-Esser

Zum Schluss wollen wir aus gegebenem Anlass dann aber doch noch einmal ein bisschen ernst werden. Forscher haben in Pommes einen Stoff nachgewiesen, der stark krebserregend ist – diese bahnbrechende Nachricht ging in den letzten Tagen durch so gut wie alle Medien. Aber keine Sorge, die Redakteure der WELT können uns beruhigen: „Die Forscher essen weiterhin Pommes Frites.“ Na, wenn die Forscher sich so todesmutig geben, machen wir das doch auch!
Gefühlt gibt es, was unsere Umwelt und vor allem unsere Ernährung betrifft, doch fast nichts, was nicht schon mal als krebserregend klassifiziert wurde. Manches wie die Pommes geistert gerne mal durch die Medien – anderes wie beispielsweise Milchprodukte, die ebenfalls mit einem gesteigerten Krebsrisiko in Verbindung gebracht werden, geht gerne mal unter. Man muss sich schon ein bisschen einlesen, um herauszufinden, dass es in Sachen Milchprodukte ebenso wie bei den Pommes Tierversuche gab, die gezeigt haben, dass tierische Proteine, wie beispielsweise Casein, das Krebswachstum begünstigen.
Das wäre doch mal ein Sommerloch-Thema!

Im August dreht sich auf Face2Face alles rund um das Thema Fahrradfahren. Ihr dürft euch unter anderem auf den Selbstversuch einer Face2Face-Autorin freuen, die versucht in der Fahrradstadt Freiburg eine Woche lang ohne Drahtesel klarzukommen. Außerdem diskutieren wir über E-Bikes. Wir freuen uns, wenn ihr reinschaut!

 

Wir sprechen Klartext: Unabhängigkeit im Journalismus

„Lügenpresse“, Schleichwerbung und Instrumentalisierung durch die Politik – nicht umsonst stellen heute viele die Unabhängigkeit der Medien infrage. Wem sollen wir noch vertrauen, wenn nicht den vom Grundgedanken her objektiven Journalisten? Wer versorgt uns unvoreingenommen mit Informationen?

Jeder darf sich „Journalist“ nennen
Die Berufsbezeichnung „Journalist“ ist in Deutschland rechtlich nicht geschützt. Jeder darf sich so nennen und über Soziale Netzwerke wie Facebook (Fehl-)Informationen verbreiten. Meinungsfreiheit ist wichtig. Sie ersetzt jedoch nicht den exklusiven, hochwertigen und vor allem unabhängigen Journalismus.

Guter, ehrlicher Journalismus
Face2Face betreibt keinen Enthüllungsjournalismus, es ist kein Leitmedium, das sich anmaßt, die Welt in ihren Grundfesten zu erschüttern. Aber – und darum geht es letztendlich – Face2Face ist ein unabhängiges Medium, dem die Leser bedenkenlos ihr Vertrauen schenken können. Und das ist der Grundstein von gutem, ehrlichem Journalismus.

Wie unsere Autoren an ihre Themen kommen, wer ihnen sagt, was sie schreiben sollen, erklärt Redaktionsleiterin Tatjana im Video:

 

Entspannung pur – Die Tipps der Redaktion

Chefredakteurin Tatjana: Entspannung pur im Urlaub (Foto: Möller)

Chefredakteurin Tatjana: Entspannung pur im Urlaub (Foto: Möller)

Langsam kriecht er um die Ecke und rüttelt an der Tür: Der kalte, nasse Winter. Wenn die Tage wieder kürzer werden, es früh dunkelwird, Kälte, Nässe und Wind einen schlauchen und jeder die Momente, in denen er entspannen kann, herbei sehnt. Wie die Mädels der Tipps&Tricks-Redaktion am liebsten entspannen, verraten wir euch heute. Vielleicht sind ja auch für euch ein paar Ideen zum Nacheifern dabei:

Face2Face Gründerin und Chefredakteurin Tatjana hat immer viel Stress: Uni, Abschlussarbeit und Redaktionsalltag. Daher rät sie mindestens einmal im Jahr alles hinter sich zu lassen und einfach abzuschalten. „Am allerliebsten entspanne ich im Urlaub am Strand – einfach mal nichts tun beziehungsweise nur das, worauf ich Lust habe, (sonnen-)baden und abschalten (ja, auch Laptop und Handy). Einmal im Jahr muss diese völlige Abgeschiedenheit vom Alltagsstress einfach sein und das sollte man sich meiner Meinung nach auch gönnen!“

Redaktionsmitglied Janita  lässt sich gerne verwöhnen und kann dabei voll entspannen: „Am besten entspanne ich bei gedimmtem Licht mit einer im Hintergrund spielenden Chillout Summer Loungemusik und dazu noch eine schöne Massage. Da kann es durchaus passieren, dass ich dabei einschlafe. Wenn ich mal nicht all zu viel Lust auf ein Entspannungsbad mit ätherischen Ölen haben, genügt mir das Schauen von ein oder zwei Folgen meiner Lieblingsserien.“

Redaktionsleiterin Nina: Lieblingsentspannungsort Sofa(Foto: Möller)

Redaktionsleiterin Nina: Lieblingsentspannungsort Sofa (Foto: Möller)

Tipps&Tricks-Redaktionsleiterin Nina hat ihren ganz persönlichen Lieblings-Entspannungs-Ort: Ihr Sofa. Hier kann sie richtigabschalten und alle Alltagssorgen vergessen. „Mein Sofa ist perfekt zum entspannen. Egal ob lesen, Serien schauen, nähen oder einfach mal nichts tun, auf meinem Sofa ist aller Stress vergessen. Dazu noch ein paar schöne Duftkerzen und vielleicht was zum Naschen und schöner könnte die Welt nicht mehr sein.“

Tipps&Trickslerin Anna-Katharina: Bett und Buch helfen ihr beim Entspannen (Foto: Schwalb)

Tipps&Trickslerin Anna-Katharina: Bett und Buch helfen ihr beim Entspannen (Foto: Schwalb)

Tipps&Trickslerin Anna-Katharina verkriecht sich zum Entspannen gerne in ihr gemütliches Bett:  „Wenn es ums Entspannen geht, wende ich mich gerne an den Klassiker – ein gutes Buch. Denn was könnte einen mehr entspannen, als in eine fremde Welt einzutauchen und seine eigenen kleinen Probleme für eine Weile zu vergessen. Am liebsten liege ich dabei in meinem Bett – eingekuschelt in eine warme Decke – und trinke eine heiße Schokolade dazu.“

Vorschau: Nächste Woche lest ihr hier einen Bericht darüber, wie Einwanderer Deutschland finden und welche Tipps sie Neuankömmlingen geben würden.

 

Von der Idee zum Artikel

Täglich erscheinen auf Face2Face Artikel zu den unterschiedlichsten Themen. Wo aber kommen diese Texte her? Wie entstehen sie? Und vor allem: Was unterscheidet einen Face2Face-Artikel von einem Blogeintrag? Wir möchten unsere Arbeitsweise für euch offenlegen und so Transparenz schaffen.

Steht am Anfang jedes Artikels: Eine Idee (© Benjamin Thorn / pixelio.de)

Am Anfang jedes Artikels steht eine Idee. Diese Idee ist zu Anfang vielleicht nur ein Geistesblitz – ein Thema, das den Autor selbst bewegt. Vielleicht ist er fasziniert von einer Person oder einem Ereignis. Möglicherweise macht ihn aber auch etwas wütend oder traurig. Mit „Autor“ ist in dem Fall einer der knapp 40 Journalisten gemeint, die auf ehrenamtlicher Basis für Face2Face tätig sind. Kein Mitarbeiter ist über 30 Jahre alt, so haben sie die Möglichkeit, sich optimal in die Face2Face-Zielgruppe – junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren – hineinzuversetzen, ihre Vorlieben, Sehnsüchte und Probleme zu erkennen und authentisch zu beschreiben.

In Teamarbeit werden dann die Themen in der jeweiligen Redaktion abgesprochen und eingeplant. Die sorgfältige Planung der Veröffentlichungen macht es uns möglich, euch bereits eine Woche vorher über das Thema des anstehenden Artikels zu informieren und Abwechslung zwischen Textsorten und Themen zu schaffen.

Ist die Idee im Kopf des Autors und durch den Dialog in der jeweiligen Redaktion zu einem konkreten Plan herangereift, geht es an die Recherche. Hierfür werden je nach Thema Veranstaltungen besucht, Personen kontaktiert und zum Interview gebeten sowie Informationen aus den Medien durchforstet. Im Gegensatz zu größeren und bekannteren Online-Magazinen beziehen und veröffentlichen wir keine ausformulierten Texte von Nachrichtenagenturen. Unsere Artikel sind individuell und dementsprechend nur auf unserer Website in genau diesem Wortlaut zu finden.

Wie aber kommen wir als noch recht unbekanntes Online-Magazin an so prominente Interviewpartner wie taff-Moderator Daniel Aminati, Schauspieler Matthias Schweighöfer oder Erotikmodel Micaela Schäfer? Die Antwort lautet: Professionelles Auftreten, Hartnäckigkeit und natürlich auch eine Prise Glück. Wer zum Beispiel das „Vergnügen“ hat, während eines Interviewdrehs im Rahmen eines Praktikums den Regenschirm über „kicker“-Herausgeber Rainer Holzschuh zu halten, kann recht sicher sein, dass er dem Herrn doch wenigstens insoweit im Gedächtnis bleibt, als dass dieser die Interviewanfrage ein paar Tage später bejaht.

Das Handwerkszeug eines Journalisten: Stifte und Papier (© Lupo / pixelio.de)

Sind alle für den Artikel notwendigen Informationen gesammelt, geht es ans Schreiben. Es wird getippt, gebrainstormt, gestrichen, nochmal alles umgeworfen, neu formuliert, bis am Ende der fertige Artikel dabei herauskommt. Bevor er jedoch mit schönen Bildern illustriert auf Face2Face erscheint, wird er von einem unserer Lektoren korrigiert. Rechtschreibung, Grammatik, Formulierungen und Logik werden dabei beachtet, um so eine möglichst fehlerfreie Veröffentlichung zu garantieren. Die hohe Artikelqualität wie auch die Zuverlässigkeit der Erscheinung – täglich um 12 Uhr geht mindestens ein Artikel online – unterscheidet Face2Face von diversen Blogs im Internet. Auf der anderen Seite haben die oftmals sehr persönlich gehaltenen Internet-Tagebücher aber auch Vorbildfunktion für den einen oder anderen Artikel auf Face2Face. Mit redaktionsinternen Umfragen und subjektiven Darstellungsformen wie Kommentaren oder Kolumnen folgt die Redaktion dem Trend, den die Blogger setzen.

Und nun? Es ist Punkt 12 Uhr. Ein Artikel erscheint. Heute ist es ein Beitrag über die Arbeitsweise der Face2Face-Mitarbeiter und die Entstehung eines Artikels. Und für morgen hat das Redaktionsteam wieder Texte vorbereitet, sorgfältig recherchiert und eine Idee zu Papier gebracht, um euch, liebe Leser, zu informieren und zu unterhalten.

Mehr über die Entstehung von Face2Face und das Konzept lest ihr HIER.

Vorschau: Und nächste Woche im Panorama: Vorlesungen für alle und zum Nulltarif – wie das Internet die Bildung revolutioniert.

 

Preview: Januar 2013

Die erste soziale Aktion, Beiträge aus der Gattung des Gonzo-Journalismus, die Veröffentlichung des 1.000. Artikels und natürlich das zweijährige Jubiläum unseres Online-Magazins – 2012 war jede Menge los auf Face2Face. Anlass genug einmal danke zu sagen: Danke an alle fleißigen Mitarbeiter, die sich im vergangenen Jahr für Face2Face engagiert, Ideen und Artikel geliefert und die Redaktion bereichert haben! Danke aber natürlich auch an unsere treuen Leser, wegen denen sich die ganze Arbeit erst so richtig lohnt! Schön, dass es euch gibt!

Und weil wir euch ja weiter bei Laune halten wollen, haben wir für´s neue Jahr wieder jede Menge Themen vorbereitet: Die Mode-Redaktion präsentiert euch ihr Lookbook für das Frühjahr. Wie man Pralinen selbst macht, lest ihr in der Tipps&Tricks-Rubrik. Mit der Natur-Mitmachaktion Stunde der Gartenvögel beschäftigen sich die Mitarbeiter der Tier&Umwelt-Redaktion. Die Sport-Redaktion nimmt drei deutsche Sportler, die am 2. Januar geboren wurden, unter die Lupe – dazu gehört unter anderem Eishockey-Spieler Florian Busch. Ein Hamburg Feature erwartet euch in der Musik-Rubrik und in der Reise-Rubrik steht das Hotel Mercure in Berlin auf dem Prüfstand. Hilfe, ich bin krebserregend lautet der Titel einer unserer Kolumnen im Januar und in der FilmKunstKultur-Redaktion wird das deutsche mit dem amerikanischen Fernsehen verglichen.

Nach unserem Interview mit dem Manager der Speyerer Postgalerie zur Eröffnung am Dienstag, 28. November, schaut die Panorama-Redaktion im Januar zurück und bietet ein erstes Review zum neuen Einkaufzentrum der Domstadt.

Und damit wünscht euch die Face2Face-Redaktion einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Die Mode-Redaktion stellt sich vor!

Einblicke in die verschiedensten Berufe der Modebranche, Interviews mit Models, Designern und Modebloggern, Artikel über die neusten Trends und Must-Haves – all das und vieles mehr gibt es jeden Donnerstag um 12 Uhr in der Moderubrik zu lesen!
Das Redaktionsteam versucht euch ein möglichst breites Spektrum an Themen zu bieten und auch immer etwas für die männlichen Leser parat zu haben. Als Neuerung führen wir außerdem unsere „Lookbooks“ ein: Alle drei Monate stellt euch ein Redaktionsmitglied seine absoluten Lieblinge im Bereich Kleidung, Schmuck und Make Up vor! Und diese Woche geht es auch schon los – damit ihr für den Herbst auch gewappnet seid!

Mitarbeiter:

Schreibt regelmäßig für die Moderubrik von Face2Face: Rubrikenleiterin Muriel Heimes (Foto: privat)

Muriel Heimes:

Jahrgang 1988. Sie ist in der Nähe von Saarbrücken geboren und aufgewachsen, studierte zunächst Germanistik und Französisch auf Lehramt an der Universität Mannheim, wechselte nach zwei Semestern jedoch auf Kultur und Wirtschaft. Sie wird ihr Studium nächstes Jahr mit dem Titel „Bachelor of Arts“ abschließen. Seit einem Praktikum bei der „Saarbrücker Zeitung“ 2012, arbeitet sie als freie Mitarbeiterin für diese Tageszeitung. Da sie selbst eine Kaufsucht vor einigen Jahren bei sich diagnostizierte und stapelweise Modezeitschriften in ihrer Wohnung liegen, ist es nicht verwunderlich, dass sie seit April 2012 für die Moderubrik schreibt.

 

Gehört zur Mode-Redaktion von Face2Face: Lisa Rossel (Foto: privat)

Lisa Rossel:

Jahrgang 1989. Geboren in Landstuhl, aufgewachsen in Ramstein, studiert BWL Fachrichtung Bank an der Dualen Hochschule in Mannheim und wird voraussichtlich im September diesen Jahres mit dem Titel „Bachelor of Arts“ abschließen. Ab Oktober 2012 besucht sie die Kölner Journalistenschule für Wirtschaft und Politik und studiert VWL an der Universität zu Köln. Sie hat einige Erfahrung im Bereich PR, die sie bei Unternehmen im Rhein-Neckar-Raum erwarb. Lisa schreibt seit April 2012 für die Mode-Rubrik, weil sie schon immer von Mode fasziniert war und so ihre beiden Leidenschaften, das Schreiben und die Mode, verbinden kann.

Das neuste Mitglied in der Mode-Redaktion: Victoria Schimpf (Foto: privat)

Victoria Schimpf:

Jahrgang 1990. Sie ist in Bühl, einer Kleinstadt am Rande des nördlichen Schwarzwaldes geboren – hier ist sie aufgewachsen und hat ihr Abitur gemacht. Ihre Liebe zur Mode hat sie schon früh entdeckt und deshalb 2009 ein Praktikum bei der Modezeitschrift „ELLE“ des „Hubert Burda“-Verlags in München absolviert. Für ihren Bachelor in Anglistik ist sie dann nach Mannheim gezogen, blieb ihrem Hobby, der Mode, aber treu und bloggt neben der Arbeit für Face2Face seit ein paar Jahren auf ihrem Modeblog „Sisterbeats.blogspot.com“. Momentan macht sie ein Praktikum in Berlin bei der „Agentur V“, einer PR-Agentur für Modedesigner.


Gewinnspiel: Accessoirespaket von „Monki“

Anlässlich des zweijährigen Jubiläums von Face2Face gibt es auch in der Moderubrik etwas Tolles zu gewinnen: Ein Accessoirespaket von „Monki“ bestehend aus einer Kette, einem Kleid und einer Clutch!
Was ihr für dieses Paket tun müsst: Schreibt bis einschließlich Donnerstag, 27. September 2012, 23:59 Uhr, eine Mail an muriel.heimes@face2face-magazin.de mit dem Betreff „Monki“. Darin enthalten sein sollte euer Vor- und Nachname! Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Donnerstag, 4. Oktober 2012 via Mail.
Viel Glück euch allen!

Nutzungsbedingungen

§ 1 Gewinnspiel (1) Das Gewinnspiel wird von der Online-Zeitschrift Face2Face durchgeführt.

§ 2 Teilnahme (1) Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (2) Eine Person nimmt am Gewinnspiel teil, indem sie eine E-Mail an die von uns angegebene E-mailadresse schreibt und dort ihren Namen bzw. die Namen der möglichen Gewinner hinterlässt. (3) Zur Teilnahme am Gewinnspiel ist unbedingt erforderlich, dass sämtliche Personenangaben der Wahrheit entsprechen. Andernfalls kann ein Ausschluss gemäß § 3 (3) erfolgen. (4) Mitarbeitern von Face2Face ist es nicht gestattet beim Gewinnspiel teilzunehmen. Ihre Einsendungen können beim Gewinnspiel nicht berücksichtigt werden.

§ 3 Ausschluss vom Gewinnspiel (1) Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die Online-zeitschrift Face2Face das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel dauerhaft auszuschließen. (2) Ausgeschlossen werden auch Personen, die sich unerlaubter Hilfsmittel bedienen oder sich anderweitig durch Manipulation Vorteile verschaffen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nachträglich Gewinne aberkannt und zurückgefordert werden. (3) Wer unwahre Personenangaben macht, kann des weiteren vom Gewinnspiel ausgeschlossen werden. (4) Nach Ablauf des Gewinnspielzeitraums können keine weiteren Einsendungen berücksichtigt werden und werden somit gelöscht. (5) Stehen in der E-Mail mehr als die Anzahl der vorgeschriebenen Namen können die Teilnehmer nicht am möglichen Gewinn berücksichtigt werden. (6) Ebenfalls bei mehrmaliger Einsendung findet ein Ausschluss vom Gewinnspiel statt.

§ 4 Durchführung und Abwicklung (1) Die Gewinner werden von Face2Face am Tag der Bekanntgabe per Telefonanruf, über den schriftlichen Postweg oder E-Mail über ihren Gewinn informiert. Kann der Gewinner nicht telefonisch erreicht werden, wird der jeweilige Gewinner über seine angegebene E-Mail Adresse oder Postanschrift über seinen Gewinn informiert. (2) Eine Barauszahlung der Gewinne oder eines etwaigen Gewinnersatzes ist in keinem Falle möglich. (3) Der Anspruch auf den Gewinn oder Gewinnersatz kann nicht abgetreten werden. (4) Ist es aus zuvor nicht vorhersehbaren Gründen nicht möglich, dass das Meet&Greet, Konzert oder die Veranstaltung durchgeführt werden kann, hat der Gewinner in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Ersatz. (5) Ist aus zuvor nicht vorhersehbaren sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich den Besuch im Backstagebereich durchzuführen, besteht kein Anspruch auf Ersatz.

§ 5 Datenschutz (1) Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer ausdrücklich damit einverstanden, dass Face2Face die dazu erforderlichen Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichern darf. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter der angegebenen E-Mail-Adresse die Einwilligung in die Speicherung aufzuheben und somit von der Teilnahme zurückzutreten. (2) Die Teilnehmer erklären sich dazu bereit, dass im Falle eines Gewinnes die Namen öffentlich bekannt gegeben werden, beispielsweise über soziale Netzwerke oder die offizielle Homepage von Face2Face. (3) Face2Face verpflichtet sich, die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten und das Fernmeldegeheimnis zu wahren. (4) Nach Beendigung des Gewinnspiels werden alle einsandten E-Mails wieder gelöscht.

§ 6 Sonstiges (1) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (2) Es ist ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland anwendbar. (3) Sollten einzelne dieser Bestimmungen ungültig sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Nutzungsbedingungen hiervon unberührt.

Lockig, glatt, getönt, blondiert – die Face2Face-Redaktion verrät ihre Tipps&Tricks zu Haarpflege und -styling

Von links: Muriel Heimes (Mode), Lisa Rossel (Mode), Jean-Claude Jenowein (Panorama), Sonja Lukenda (Kolumne) und Julia Pfirrmann (Wirtschaft&Politik) (Fotos: privat)

Wie kann ich meine Haare pflegen und welche Stylingprodukte sind die besten? Das Internet ist voll von Pflege- und Stylingtipps – teilweise sogar so voll, das man kaum noch weiß, welchen der unzähligen Ratschläge man Glauben schenken soll. Deshalb präsentiert euch die Tipps&Tricks-Rubrik heute eine Umfrage unter den Mitarbeitern der Face2Face-Redaktion. Alle Tipps&Tricks sind daher gründlich recherchiert und zur Genüge getestet. Vielleicht ist ja auch die ein oder andere Inspiration für euch dabei?!

„Am liebsten trage ich die Haare offen, wenn es nicht gerade Hochsommer ist“, erzählt Muriel Heimes, „und um die offenen Haare ein bisschen zu variieren, flechte ich manchmal eine Strähne nach hinten oder setze eine lockere Spange ins Haar.“ Die 23-Jährige Studentin und Mitarbeiterin der Face2Face-Moderubrik beschreibt ihr dunkles Haar als „relativ dick und etwas gewellt“. Beim Glätten schwört sie auf die „Schutzengel Hitze-Lotion“ von „Got2Be“ – „damit die Haare nicht so leiden müssen!“ Auch beim Finish setzt sie auf „Got2Be“: „Ich benutze das „Happy Hour durchgehalten“-Haarspray – bisher hat auch immer alles durchgehalten!“ Ihr langes Haar wäscht die Studentin täglich mit Shampoo, Spülung und Spray. Alle zwei Tage verwende sie zusätzlich ein Haarspitzenfluid und alle fünf Tage eine Kur, erzählt sie. Ihr Produkttipp: Die „Cream & Oil“-Serie von „Schauma“. „Das Haar sieht wirklich gesund aus und man hat weniger Spliss. Außerdem riecht es ganz toll! Da „Schauma“ recht günstig ist, tut’s auch dem Geldbeutel nicht allzu weh“, schwärmt sie. Die 23-Jährige ist der Meinung, dass teuer nicht gleich gut bedeutet. Daher kaufe sie die meisten ihrer Styling- und Pflegeprodukte im Drogeriemarkt „DM“.
Möglichst selten bis gar nicht sollte man seine Haare ihrer Meinung nach glätten. Aber auch auf Blondieren solle man verzichten, da es das Haar mit Abstand am meisten schädige, weiß die Modejournalistin.

Schädliche für die Haare: Tönen, färben und vor allem blondieren (© Grey59 / pixelio.de)

Genauso sieht das auch ihre Kollegin Lisa Rossel. „Leider bin ich ein absoluter Anhänger von beidem – glätten und blondieren –, weshalb meine Haare eben auch sehr trocken sind“, fügt sie an. Ihr dünnes, blondes Haar trägt die 23-Jährige am liebsten offen – „das steht mir am besten und ist außerdem am natürlichsten“, sagt sie, „mit hochgesteckten Haaren oder ähnlichem fühle ich mich aufgetakelt.“ Alle zwei Tage wasche sie ihr Haar mit Shampoo und Spülung, berichtet die Studentin. Zweimal pro Woche ersetze sie die Spülung außerdem durch eine Haarkur. „Im Winter verwende ich auch gerne das Haaröl von „Alverde“ mit Arganöl,“ erzählt sie, „ so wird mein von Mützen und Heizungsluft angegriffenes Haar mit der benötigten Feuchtigkeit versorgen.“ Wie Muriel vertraut auch Lisa auf die Produkte aus dem Drogeriemarkt: „Ich glaube nicht, dass Produkte, die man direkt beim Friseur kauft eine bessere Wirkung haben. Als Studentin muss ich außerdem ein bisschen aufs Geld schauen.“ Als Tipp für die Haarpflege empfiehlt die Modejournalistin die ge-wohnten Pflegeprodukte alle paar Wochen abzuwechseln. „Am besten für zwei Pflegeserien entscheiden“, meint sie, „durch den Wechsel wird vermieden, dass sich die Haare an die Wirkstoffe gewöhnen und diese nicht mehr richtig aufnehmen können.“ Lisas Stylingtipp: „Dünne Haare neigen im Winter durch elektrische Aufladung häufig zum ,,Fliegen“. Um das zu Vermeiden sprühe ich meine Haarbürste vom Durchkämmen mit Haarspray ein. Mein Favorit hierfür ist das ,,Diamond Gloss“-Haarspray von Nivea“.“

Strapaziert das Haar: Hitze von Fön und Glätteisen (© BirgitH / pixelio.de)

Um fliegende Haare muss sich der nächste Face2Face-Mitarbeiter weniger Gedanken machen: Jean-Claude Jenowein schreibt neuerdings für die Panorama-Rubrik und hat kurzes, lockiges Haar. Der 23-Jährige schwört auf Produkte von „Guhl“: „Ich verwende unter anderem „Locken Kraft“, ein aktivierendes Lockenspray aus Ginkgo und Jojoba und die auf Mandelöl basierende Aufbau- und Schutzkur ohne Ausspü-len.“ Zum Definieren seiner Locken setzt der Schüler auf „Nivea“ Soft Creme. Bei der Auswahl seiner Haarpflegeprodukte achte er besonders darauf, dass keine Silikone enthalten seien. Bei Locken seien zudem feuchtigkeitsspendende Produkte, wie das Feuchtigkeits-Shampoo mit Granatapfel und Aloe Vera von der „Rossmann“-Hausmarke „Alterra“ gut geeignet, findet er. „Frischer und gepflegter erscheinen die Haare, wenn man zwischen zwei beständigen Shampoos regelmäßig wechselt“, fügt er hinzu. Auch Jean-Claude ist der Überzeugung, dass man, um das Optimum aus seinem Haartyp herauszuholen, auch auf Produkte aus dem Drogeriemarkt zurückgreifen kann. „Viele machen den Fehler sich alle Produkte vom Friseursalon andrehen zu lassen“, glaubt er. Lufttrocknen lassen ist sein Tipp für all diejenigen mit Locken. Außerdem rät er dazu, sich beim Kauf eines Haarpflege- oder Stylingproduktes nicht ausschließlich auf den Geruch zu verlassen, sondern auf die Inhaltsstoffe zu achten.

Auch Face2Face-Kolumnistin Sonja Lukenda verwendet gerne „Guhl“-Produkte: „Ich wasche meine Haare alle drei bis vier Tage mit dem Color-Shampoo von „Guhl“ und dem Bananen-Conditioner von „The Body Shop“ – der lässt die Haare schön duften.“ Ihr dickes Haar trägt die Wirtschaftskorrespondentin am liebsten „ganz unkompliziert – entweder offen, als Pferdeschwanz oder Knoten, weil ich kein großes Talent zum Haare stylen habe – leider.“ Die Haarpflege-Produkte von „The Body Shop“ könne sie sehr empfehlen, weil diese die Haare wunderbar gepflegt und gesund aussehen lassen würden, berichtet die 27-Jährige. „Besonders gerne mag ich auch die Ölpflegebehandlung von „Moroccan Oil“ – meine Haare duften exotisch, werden mit Feuchtigkeit versorgt und sehen gesund aus“, sagt sie, „es ist nicht ganz preiswert, aber es lohnt sich! Das Öl ist sehr ergiebig und man hat sehr lange etwas davon.“ Überhaupt nicht empfehlen könne sie hingegen sämtliche Produkte von „Fructis“ – „die machen meine Haare matt und stumpf“. Sonjas Haartipp für leichte Wellen und glänzendes Haar: „Haare abends waschen, danach ganz normal die Pflege verwenden, leicht trocknen und mit handtuchtrockenem Haar ins Bett legen. Morgens sind die Haare – zumindest bei mir – schön wellig und fallen toll“.

Egal ob blond, braun, lockig oder glatt: Jedes Haar braucht individuelle Pflege (Foto: T. Gartner)

„Mein Shampoo, das Pflegeserum und die Haarkur sind vom Friseur, da mir hier die Qualität sehr wichtig ist“, erzählt Julia Pfirrmann, Mitarbeiterin der Wirtschaft- und Politik-Rubrik bei Face2Face, „ich verwende ein Shampoo und ein Pflegeserum der Serie „Bed Head“ von der Marke „TIGI“. Da ich früher als Schwimmerin mehrmals die Woche meine Haare im Chlorwasser strapaziert habe, habe ich mich dazu ent-schlossen, ein gutes Shampoo vom Friseur zu benutzen, welches die Haare vor dem Austrocknen bewahrt und sie leicht kämmbar macht. Diese Produkte haben zwar ihren Preis, sind aber wirklich zu empfehlen.“ Nicht begeistert sei sie hingegen von Shampoos der Drogeriemarken: „Persönlich hatte ich immer das Gefühl, dass sie meine Haare zusätzlich austrocknen.“ Ihr dickes, glattes bis leicht welliges Haar hat die 21-Jährige in einem dunklen Schokobraun gefärbt. „Normalerweise ist mein Haar mittelbraun“, sagt sie. Eigenhändiges Färben schädigt ihrer Meinung nach die Haare extrem. Deshalb rät sie zum Färben lieber einen Fachmann aufzusuchen – „so werden auch geschmacklose Farbkatastrophen verhindert.“ Dass sie ihre Haare am liebsten offen und entweder leicht lockig oder geglättet trägt, hänge unter anderem damit zusammen, dass sie bisher kein großes Talent für aufwendige Frisuren entwickeln konnte oder der Versuch an der morgendlichen Faulheit im Bad scheiterte, berichtet sie belustigt. Julias Stylingtipp: „Haare ein bisschen anfeuchten und im Dutt trocknen lassen – eventuell mit etwas Lockenschaum. Das ergibt eine verwuschelte Mähne, die sich gut stylen lässt.“

Vorschau: Nächsten Sonntag erwartet euch ein weitere Teil der Traumberufeserie. Dieses Mal geht es um eine Sexshopverkäuferin. Schaut wieder rein und erfahrt, was diesen Job zum Traumberuf macht!

 

Atheisten und Flötenstücke – die Weihnachtstraditionen der Face2Face-Redaktion

Wenn die Wohnzimmer hell erleuchtet sind vom Glanz der Kerzen, wenn der Duft von Glühwein und Tannenbäumen die leeren, dunklen Gassen erfüllt, wenn man von drinnen das fröhliche Lachen kleiner Kinder hört und das Läuten der Kirchenglocken über die schneebedeckten Dächer hallt – dann ist Weihnachten. Aber wie verbringen eigentlich die Face2Face-Redakteure das Fest der Liebe? – Ein Blick hinter die Kulissen:

Eva-Maria Obermann (Kolumne) begründet eine eigene Weihnachtstradition

Kirche, Kind und Weihnachtsessen: Face2Face-Kolumnistin Eva-Maria Obermann bringt alles unter einen Hut (Foto: privat)

 „Früher, als ich Kind war oder zumindest ein kleineres Kind als heute, war Weihnachten einfach. An Heiligabend besuchten wir die eine Oma, am ersten Feiertag die andere und oft schafften wir es, vorher unterm eigenen Baum zu feiern. Doch so klein bin ich schon lange nicht mehr. Scheidungen, neue Familienmitglieder, Termine, Termine. An Weihnachten war ich immer hin und her gerissen und wusste nicht so recht, wo ich eigentlich sein will. Als ich schwanger wurde, habe ich unter das Chaos einen Schlussstrich gezogen: seitdem lade ich zu Heiligabend Eltern, Großeltern und meinen Bruder ein, und wer nicht mag, hat Pech gehabt. Manche wollen das nicht so ganz verstehen, aber ich bleibe stur.

Nachmittags gehe ich mit meinem Sohn in die Kinderchristmette – wer will kann uns da schon begleiten. Die meisten kommen aber erst zum Essen und sparen sich die Kirche. Ich finde gerade die Kindermesse wirklich schön und weihnachtlich. Dann geht es nach Hause. Unter unserem Weihnachtsbaum können sich die Geschenke – hauptsächlich für den kleinen Mann – stapeln und auch mein Weihnachtsessen ist nicht ohne: Champignoncremesuppe für meinen Bruder, jedes Jahr eine neue, leicht exotische Salatvariation, Weihnachtspute mit Ofengemüse und nach der Bescherung einen süffisanten Nachtisch. Weihnachten ist eben nur einmal im Jahr. Und das strahlende Gesicht eines Kindes, wenn es alle, die es lieb hat, versammelt weiß, ist den kleinen Ärger, weil ich damit eine neue Tradition begründet habe und an ihr festhalte, wirklich wert.“

Johannes Glaser (Wirtschaft&Poltik) ist begeistert von so viel Frieden und Toleranz

Liebt den Frieden in der Weihnachtszeit: Politik-Redakteur Johannes Glaser (Foto: privat)

 „Weihnachten und Kirche – bei uns zuhause hing das nie zusammen. Aufgewachsen bin ich in einer ziemlichen Atheistenfamilie, weswegen ich meine bisherigen Kirchgänge wohl gut an einer Hand abzählen kann – auf Weihnachten ist bisher keiner davon gefallen.

Trotzdem habe ich Weihnachten immer geliebt. Als ich jünger war natürlich vor allem wegen der Geschenke, die mir inzwischen nicht mehr wichtig sind. Ich finde Weihnachten deshalb so toll, weil die Menschen, die das ganze Jahr über damit beschäftigt sind, sich aus den schwachsinnigsten Gründen gegenseitig zu schaden und zu hassen, zumindest zeitweise zur Besinnung kommen. Anfang Dezember werden die Leute jedes Jahr scheinbar über Nacht viel friedlicher, umgänglicher und toleranter. Das finde ich wunderschön, und ich bin Jahr für Jahr aufs Neue begeistert!

Weihnachten selbst feiere ich mit meiner Familie und vielleicht nachts noch mit Freunden, soweit sind die Pläne bisher noch nicht. Auf jeden Fall freue ich mich dieses Jahr vor allem darauf, dass meine Schwester, die angefangen hat in Konstanz zu studieren, über die Feiertage nach Hause kommt. Andererseits hat Weihnachten dieses Jahr auch einen bitteren Beigeschmack: Meine Oma, die wir zu Weihnachten immer besucht haben, ist dieses Jahr verstorben. Da bleibt eine große Lücke.“

Verbringt Weihnachten wie hier 2007 mit Freunden: Musik-Redakteurin Selin Güngör (Mitte) (Foto: privat)

Selin Güngör (Musik) begeht das Fest der Liebe mit ihren engsten Freunden

 „Ich verbringe Weihnachten jedes Jahr mit meinen engsten Freunden. Da ich Muslima bin und Weihnachten für mich keinen religiösen Aspekt hat, gehe ich auch am Weihnachtsabend nicht zur Messe. Es geht mir nicht um Geschenke, wenn ich Weihnachten mit meinen Freunden feiere, es geht mir um den Zusammenhalt und das familiäre Beieinander. Jedes Jahr am 23. Dezember gehen wir alle zusammen essen. Wir suchen ein gemütliches Lokal, treffen uns, essen gemeinsam und freuen uns zusammen zu sein. Diese Tradition gibt es schon seit vier Jahren. An den eigentlichen Weihnachtsfeiertagen bin ich dann entweder bei der Familie meines Freundes oder bei der Familie meiner besten Freundin und auch wenn ich kein Wintermensch bin – auf unser Weihnachtsessen freue ich mich immer wieder.“

Julia Pfirrmann (Wirschaft&Politik) zollt in diesem Jahr dem Satz „I´m coming home for christmas“ Tribut

Freut sich auf ihren Weihnachtsbesuch in Deutschland: Wirtschafts-Redakteurin Julia Pfirrmann (Zt. in Barcelona, Spanien) (Foto: privat)

 „Vermutlich wird sich an den Heilig Abend-Feierlichkeiten in unserem Hause nie viel ändern. Der 24. Dezember beginnt mit der geschwisterlichen Diskussion, wer denn jetzt die großen Kugeln an den Weihnachtsbaum hängen darf und wer die unbeliebte Aufgabe des Tannennadelwegsaugens übernimmt. Am Ende erledigt die große Schwester – also ich – dann meist alles alleine. Nachdem letzte Geschenke eingepackt und Flötenstücke eingeübt sind, besuchen wir nachmittags den Weihnachtsgottesdienst und danach, mit Miniweihnachtsbäumen und Kerzen bestückt, den Friedhof. Letztere Aktivitäten sind uns weniger aus religiösen Gründen, sondern vielmehr zur Erhaltung alter Familientraditionen wichtig. Dieser Weihnachtsgruß an unsere Lieben besteht schon sehr lange und wir lassen uns auch nicht von Regen, Schnee oder der unangenehmen Mischung aus beidem aufhalten.

Das von selbstgemachten Nudeln begleitete Weihnachtshähnchen wurde von meinem Stiefvater liebevoll das „schnellstes Huhn der Welt“ getauft. Wenn er dann einmal im Jahr am Herd steht, werden wir festtagsgemäß mit maßlosen Mengen an Sahne beglückt, sehr zur Freude meiner Mutter und mir. Dem Essen folgt ein wenig weihnachtlicher Sing-Sang und dann, bevor die Hälfte der Anwesenden der Völlerei wegen eingeschlafen ist, die Bescherung.

Neben all der Tradition wird dieses Weihnachten aber etwas ganz Besonderes für mich sein. Ich habe meine Familie nun mehrere Monate nicht gesehen und unterbreche mein Auslandssemester in Spanien für vier Tage um zum ersten Mal dem Satz „I’m coming home for christmas“ Tribut zu zollen. Das Wichtigste an Weihnachten sind mir nämlich meine Lieben und die Freude, die ich durch kleine Geschenke in ihre Gesichter zaubern kann.“

Vorschau: SPONTANE PROGRAMMÄNDERUNG: Am Dienstag, 27. Dezember erwartet euch anstelle des angekündigten Interviews mit heute-journal-Nachrichtensprecher Claus Kleber ein Interview mit Schauspieler Matthias Schweighöfer. Das Gespräch mit Claus Kleber gibt´s dann im Januar.
Lisas Rätsel des Monats wird nach wie vor am Dienstag, 3. Januar erscheinen.