Kiffen für die Gesundheit – Der wissenschaftliche Stand zu Cannabis

Hanky der Dockarbeiter und die Kakerlake rauchen zwei Joints, in ihrem Kopf Weißer Rauch und der Staat erhält eine Zaubersteuer. Es gibt so viele Songs, die sich um die Legalisierung von Hasch drehen. In Deutschland plädieren einige Parteien dafür, es als medizinisches Mittel zu erlauben, wie es auch in einigen Staaten der USA der Fall ist. Ähnlich wie andere psychoaktive Substanzen gibt es einige Studien, die die positive Wirkung von Cannabis aufzeigen. Was ist der momentane Stand?

Allgemeines

Hanfpflanze in einem Hanffeld (Foto: NicoLeHe / pixelio.de)

Hanfpflanze in einem Hanffeld (Foto: NicoLeHe / pixelio.de)

Die Hanfpflanze Cannabis sativa ist eine Kulturpflanze, die schon seit Jahrtausenden vom Menschen genutzt wird. Nicht nur nahrhafte Samen, sondern auch reißfeste lange Fasern können von der Pflanze gewonnen werden. Als Heilpflanze gegen Malaria und Rheuma war sie im alten China und als Schmerzmittel im Antiken Europa bekannt. Daneben wird Hanf auch als halluzinogenes Rauschmittel genutzt. Hierbei gibt es die Blütentrauben, bekannt als Marihuana, und das Harz, bekannt als Haschisch, welche Tetrahydrocannibidol, THC, als hauptsächlich psychoaktive Substanz beinhalten. Das THC hat eine ähnliche Struktur, wie Stoffe, die unser Körper benutzt, die Endocannabinoide, und dockt daher an die gleichen Rezeptoren an. Im Elektroenzephalogram (EEG) kann ein größeres Rauschen beobachtet werden, was die psychoaktiven Effekte erklärt. Die Endocannabinoide und ihre Rezeptoren sind beteiligt an Gehirn- und Nervenaktivitäten, wie das Gedächtnis und Schmerz, aber auch am Metabolismus, Herzfunktionen und dem Immunsystem. Deshalb sind sie in die verschiedensten Krankheiten involviert.

Weil Cannabinnoide und ihre Rezeptoren auch bei der Gehirnentwicklung eine Rolle spielen, sollten Jugendliche, deren Gehirn sich noch fertig entwickelt nicht zu dieser Droge greifen. Eine neue Studie jedoch besagt, dass der gefundene niedrigere IQ bei jugendlichen Cannabiskonsumenten nicht direkt mit der Droge zusammenhängt, sondern mit anderen Faktoren, wie eine unstabile Familiensituation. Trotzdem besteht die Gefahr einer Auswirkung auf die Psyche, sollte Cannabis von jungen Menschen konsumiert werden.

Kann Cannabis Krebs heilen?

Oft wird behauptet, dass Cannabis Krebs heilt. Doch Krebs ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl von komplexen Erkrankungen. Und es gibt eine Vielzahl von Studien zu der Wirkung von Cannabinoiden. So konnte eine erhöhte Menge an THC das Wachstum von Krebszellen verhindern, störte aber auch Blutgefäßzellen, Endocannabinoide halfen ebenfalls das Tumorwachstum zu stoppen. Unter anderen Umständen halfen Cannabinoide allerdings auch den Krebszellen beim Wachsen. Eine weitere Studie besagte, dass unterschiedliche Effekte mit unterschiedlichen Mengen der Rezeptoren zusammenhängen können und auch Resistenz gegen Cannabinoide konnten beobachtet werden. Auch klinische Studien konnten noch keine Beweise dafür erbringen, dass THC gegen Krebs hilfreich ist. Die Zukunft muss in Erfahrung bringen, welches Cannabinoid und in welcher Dosis den besten Effekt bringt. Klar ist, dass eventuelle gesundheitliche Effekte beim Rauchen eines Joints von Marihuana mit Tabak von den negativen Effekten überlagert werden und zur Krebsentstehung beitragen.

Cannabis als Medikament

Doch Cannabis kann bei Vielem hilfreich sein. Schon jetzt gibt es einige zugelassene Medikamente mit Cannabis-verwandten Wirkstoffen, die gegen Übelkeit und Erbrechen und starken Schmerzen bei AIDS und Krebspatienten helfen oder gegen Schmerz und Spastiken bei Patienten mit Multipler Sklerose. Gleiches gilt für entzündlich rheumatoide Erkrankungen, wie Arthritis, Hilfe gegen Schlafstörungen und dem chronischen Müdigkeitssyndrom, Ticks bei Tourette, sowie für Epilepsie. Hinweise auf weiteres therapeutisches Potential gibt es bei Tinitus und Grüner Star (Glaukom), sogar bei Organtransplantaten könnte THC möglicherweise helfen. Für posttraumatische Belastungsstörung konnte man mit medizinisch verschriebenem Marihuana bereits positive Ergebnisse sehen. Uneinig sind die Studien zu Depression und Ängsten. Denn das THC scheint diese wohl eher zu fördern, während das Cannabidol, welches ebenfalls in Cannabis vorhanden ist, den gegenteiligen Effekt zu haben scheint. Bei Psychosen und Schizophrenie gibt es ebenfalls noch keinen Konsensus.

Egal, was man von Cannabis Konsum halten möchte, so ist klar, dass es erhebliches Potential beinhaltet. Weitere Forschung wird uns näher an Lösungen bringen. Manche Ärzte erhoffen sich von Cannabidolen ebenfalls Medikamente für ADHS, Demenz und Alzheimer.

Vorschau: Nächsten Monat geht es um das Reinigungssystem im Gehirn.

Ausgehtipps, Teil 8: 1001 Nacht, Hockenheim

Edel: Die Gewölbedecke der 1001 Nacht Shisha-Lounge in Hockenheim (Foto: Ahmed Karkaba)

Die Abbildung einer senfgelben Wüstenlandschaft mitsamt Karawane ziert die Wände, weiter hinten sorgt eine dezente, indirekte Beleuchtung für gemütliche Stimmung unterhalb der geschwungenen Gewölbedecke. Traditionell arabisches Flair trifft Moderne – so könnte man die Atmosphäre im Hockenheimer 1001 Nacht beschreiben. Die Shisha-Lounge wurde im Mai 2009 von Ahmed Karkaba (32) und seinem Bruder Rida Karkaba (28) eröffnet. Heute führen Raghed Gabr (29) und Ahmed Karkaba die Lounge.

Besonders das junge Publikum soll sich hier wohlfühlen, erklärt der Inhaber unseres heutigen Ausgehtipps. „Ob Disko mit regionalen DJs oder speziell auf Anlässe wie Halloween oder Weihnachten abgestimmte Aktionen – wir veranstalten viele Events gezielt für Jüngere“, fügt er hinzu.

Platz genug für derartige Veranstaltungen gibt es: Etwa 100 Personen können es sich in den Räumlichkeiten der Lounge gemütlich machen. Dass ein Teil der Einrichtung nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand ist, dürfte bei diesem Entertainment-Angebot leicht in Vergessenheit geraten. Zudem wird das Mobiliar laut Geschäftsführung im neuen Jahr ausgetauscht.

Zeigt Face2Face-Chefredakteurin Tatjana Gartner das 1001 Nacht in Hockenheim: Raghed Gabr (rechts) (Foto: Pollach)

Acht bis höchstens zehn Euro zahlt man im 1001 Nacht Hockenheim für eine Shisha. Die Auswahl an Tabaksorten ist groß: 200 Stück habe er anzubieten, so Karkaba. Von anderen Shisha-Bars hebe sich das 1001 Nacht durch Hygiene und daraus resultierende Qualität bezüglich der Wasserpfeifen ab. „Jede Shisha und jeder Glasschlauch wird nach einmaligem Gebrauch komplett gereinigt“, berichtet Krakaba, „wenn das Wasser mehrere Male verwendet wird, verliert es seine Filterfunktion. Durch den Austausch des Wassers nach jeder Benutzung verhindern wir, dass das Shisharauchen Kopfschmerzen verursacht.“

Und zum Abschluss noch ein Tipp: Am letzten Samstag im Monat lädt das 1001 Nacht Hockenheim zum All-you-can-smoke ein. Für einmalig zwölf Euro können die Besucher dieses Events so viele Köpfe rauchen wie sie möchten. Also: Nichts wie hin!

Meine Bewertung in Punkten (1 = schlecht, 5 = sehr gut):

Äußeres Erscheinungsbild: 4
Preise: 4
Atmosphäre: 5
Service: 5

Kontakt:
1001 Nacht Shisha-Lounge
Karlsruherstraße 11
68766 Hockenheim
Tel.: 017686001740
Homepage: www.1001-nights.de

Öffnungszeiten:
Sonntag-Donnerstag: 17:00 – 0:00
Freitag-Samstag: 17:00 – 3:00
Montags: Ruhetage
(Außer an Feiertagen und Schulferien)

Vorschau: Nächsten Sonntag verrät euch Melanie einige Alltagstipps für die Haarpflege.

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Ausgehtipps, Teil 1: Colonial Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 2: Liquid Lounge, Speyer

Ausgehtipps, Teil 3: Pasta Pasta, Speyer

Ausgehtipps, Teil 4: 1001 Nacht, Speyer

Ausgehtipps, Teil 5: Hitana Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 6: Café Vienna, Mannheim

Ausgehtipps, Teil 7: Soraya Lounge, Speyer

 

Hilfe, ich bin krebserregend!

Ich frönte wieder einmal der Sinnlosigkeit, indem ich mich durch zahllose Internetforen klickte, die sich mit essentiellen Fragestellungen wie den trockenen Haarspitzen, der Namensgebung von Haustieren oder den fruchtigsten Teesorten bei Rewe beschäftigen. Gerade in solchen Momenten scheint unverhofft eben doch oft zu kommen: Ich entdeckte einen Thread namens „Hilfe, meine Kleidung ist giftig!“, begann mich bereits händereibend auf Debatten über Markenwahn und überteuerte T-Shirts zu freuen, und stieß auf einen Link von Greenpeace. Krebserregende Chemikalien in Zara-Jeans gefunden! Dann ein weiterführender Artikel mit sämtlichen Testergebnissen. Mango! Vero Moda! Ekelhaft!

Geht unter die Haut: Krebs bei der Arbeit.
(Foto: Föhr)

Nicht gerade beruhigend wirkt da ein Blick in meinen Kleiderschrank… Hier dürfte mittlerweile mehr Krebs drin sein als in der gesamten Nordsee! Vor gar nicht allzu langer Zeit stand ein Großeinkauf bei Zara an, bei dem ich offenbar meine Gesundheit an der Kasse mit abgegeben habe.

Grandios, da kann man die Sachen wohl so oft waschen, wie man lustig ist – Krebs ist Krebs. Meine Waschmaschine hätte außerdem auch gerne noch ein paar erregerfreie Rohre auf ihre besten Jahre. Schön, dann also weg mit Zara und Co. Einfach mehr essen an den Feiertagen, dann passen die verseuchten Kleider schon irgendwann nicht mehr.

Wenn wir schon beim Thema Mahlzeit sind: Ich hätte nichts gegen ein paar Pommes. Auf einen Besuch in der Frittenbude meines Vertrauens folgt allerdings nackte Verzweiflung. Fritteusen und ihr Fett sind nach neuesten Erkenntnissen nämlich ebenfalls krebserregend. Wenn die sündigen Kartoffelstängel dann auch noch angebrannt sind, kann man gleich Gute Nacht sagen. Einer panischen Mutter und den hysterischen Medien sei Dank habe ich von dieser ungeheuren wissenschaftlichen Errungenschaft überhaupt Wind bekommen. Ich habe mir seither noch ein weiteres aufregendes Hobby zugelegt: Die hypochondrische Recherche weiterer krebserregender Lebensmittel. Milch soll beispielsweise dazu gehören… Oder Leitungswasser. Ganz zu schweigen von jeglichem Fastfood, was mich wiederum mit Übelkeit an meine Pommes Frites zurückdenken lässt.

Puh, auf den Schock erst einmal eine Zigarette draußen vor der Tür. Ich wohne an einer befahrenen Straße mitten in der Stadt – garantiert bis oben hin bedeckt mit Abgasen. Da macht mein eigener Qualm den Kohl wirklich nicht mehr fett. An meinem Glimmstängel ziehend bewege ich mich gegen Abend dann auf die Piste. Vor der ersten Kneipe begegnen mir gleichgesinnte Feierwütige, allesamt mit Fluppe im Mund und eingehüllt in feinste Fell – äh – Krebsparkas, die ich bei meinem letzten Einkauf bei Zara schon ins Auge gefasst hatte.

Ich stelle sie mir vor, wie sie anstelle der Kippen an laktosefreien Schokozigaretten nuckeln, eingekleidet in edle handgenähte Kartoffelsäcke. In den wärmeren Sommermonaten dürfen sie dann die Hüllen fallen lassen und sich zu organisierten Nudistentreffs zusammenschließen. Offenbar war damals in Woodstock ja nur selten von mutierten Krebszellen die Rede. Bis zum Schluss fraglich bliebe dann allerdings, wohin mit den Kartoffeln aus den Kartoffelsäcken.

Eine unbändige Lust auf Pommes überkommt mich. Ich habe die gesunden Vorsätze über Bord geworfen und mache mich frohen Mutes auf den Weg in die Frittenbude. Vielleicht begegnet mir ja unterwegs der ein oder andere Krebs. Alles kann, nichts muss.

Vorschau:  Und nächste Woche geht’s schmierig zu, wenn Kolumnist Sascha sich uns unsere Beziehung zum lieben Öl vornimmt.

Unterlassene Hilfeleistung

Es gibt Nächte, die ziehen dich auf die Straße. Du kommst von einer Party, aber es ist noch nicht mal Eins. Du bist einigermaßen betrunken und sagst dir: Zuhause ist jetzt der falscheste Ort, an dem du sein kannst! – Yeah, es ist Samstag. Irgendwo muss was los sein. In einer größeren Kleinstadt wie Speyer zu wohnen hat seine Vorteile: Normalerweise triffst du samstags nachts draußen immer irgendwen, der mit dir feiern geht. Und wenn das nicht klappt, findest du immer noch jemanden, den du dazu nötigen kannst, dich zu besuchen.

Schuldet mir anderthalb Bier: Taljan. Ungefähr originalgetreu nachgestellt (Grafik: Dr. Asmodeus)

„Öy!“, pöble ich in Richtung Fahrerin, „öy! Lass ma noch feiern gehn!“

„Nein Mann“, sagt meine Fahrerin, „geht nicht.“ Es folgt irgendein Nullargument wie „Ich muss morgen früh raus!“ oder „Keine Kohle“. Ich muss umdisponieren.

„Öy!“, pöble ich wieder, „dann lass mich mal hier raus! Ich lauf jetzt heim, damit ich nüchtern werd, und dann geh ich weiterfeiern“. Nüchtern werden ist zu diesem Zeitpunkt eine gute Idee. Ich packe mir meinen Strohhut und meinen Rucksack und verlasse das partyunwillige Auto. Ich habe Lust auf Sternegucken. Und das geht ganz wunderbar beim Nachts-zum-Ausnüchtern-heimlaufen. Also: Schnell verabschieden, Kopfhörer rein, umsehen. Wo bin ich eigentlich? Ich orientiere mich. Perfekt – schon in Speyer!

Leider hat BP ein Problem mit meinem fallenden Blutalkoholgehalt. Der Ölmulti hat in all seiner Durchtriebenheit genau dort, wo ich mich gerade von meiner Fahrgelegenheit verabschiedet habe, eine Aral-Tankstelle aufgestellt. Ein Kratzen macht sich in meiner Kehle bemerkbar. Ich habe Durst. Man kann wirklich nicht behaupten, dass ich es nicht versucht hätte. Auf zur Tanke!

„Hi!“, begrüße ich die Frau hinterm Sicherheitsglas, „habt ihr Dosenbier?“
„Klar“, sagt die Tankstellenfrau.
„Was denn so?“, will ich wissen.
Ich kaufe vier Becks.
„Du musst mit mir anstoßen!“, zwinge ich die Angestellte. Die ist irritiert, schenkt sich aber dann doch amüsiert einen Becher Fanta ein und stößt mit mir durch die Scheibe an. So viel Service muss belohnt werden! Ich verneige mich strohhutabsetzend vor der netten Dame und gebe ihr ein kleines Trinkgeld.

Doch es sind nur wenige Meter, die ich zurücklege, als mir ein ganz bedrohliches Problem bewusst wird. Vor mir erstreckt sich ein unwegsames Gelände voller Tücken und Irrwegen. Es muss inzwischen acht oder neun Jahre her sein, als mir mein Kumpel Manuel – oh, wie ich ihn bis zum heutigen Tag verfluche! – eine „Abkürzung“ verraten hat. Seit ich diese „Abkürzung“ kenne, ist mir jegliche Fähigkeit der Orientierung in diesem Gebiet abhanden gekommen. Regelmäßig irre ich dort umher. Als Speyer erbaut wurde, muss irgendein garstiger Stadtplaner all seinen Hass auf die Menschheit an diesem Viertel ausgelassen haben. Mein ganz persönliches Bermuda-Dreieck. Wer hier wohnt, muss früher oder später depressiv werden. Ich versuche gar nicht erst, mich zu orientieren. Blick nach oben Richtung Sternenhimmel streife ich los.

Mein MP3-Player schwingt sich zu Höchstleistungen auf. Man On The Moon von R.E.M. steigert sich zu Wish You Were Here von Pink Floyd steigert sich zu Everlong von den Foo Fighters. Ich bin wahnsinnig gut gelaunt. Sternegucken erweist sich als einigermaßen effektive Lösungsstrategie für meine Orientierungsprobleme. Nicht ganz ohne Herumirrerei, aber doch ohne stundenlangen Zeitverlust lasse ich die verwunschenen Gassen hinter mir. Und dann lerne ich Taljan kennen.

Taljan sieht aus, als hätte ein Ochse einen Schrank geehelicht und den Abkömmling dieser unheilvollen Verbindung in eine Lederjacke gesteckt. Er jagt mir einen wahnsinnigen Schrecken ein, als er mir auf die Schulter klopft, um mich anzuhalten. Offensichtlich will er mich aber nicht überfallen, sondern ist verloren gegangen. In gebrochenem Deutsch erklärt er mir das. Er hat seine Freunde auf der Autobahn verloren und muss nach Berlin. Ich habe keine Ahnung, wie das gehen soll, finde es aber ziemlich lustig. Taljan spricht ein paar Brocken Deutsch, kein Englisch, kein Französisch, kein Italienisch. Meine Kasachisch-Kenntnisse beschränken sich auf ein paar wenige Borat-Floskeln. Das bringt uns nicht weiter. Unsere Beziehung ist von Anfang an von schweren Kommunikationsproblemen belastet.

„EY LEUTE! Ich hab gar kein Foto von Taljan gemacht! Malt mir mal ein Bild!“: Taljan. Etwa so könnte er ausgesehen haben (Bilder (v. l. o. n r. u.): Dentler, Binnefeld, Eckert, Onat, Schwalb)

Taljan streckt mir einen Zettel mit einer Handynummer hin, die er anrufen möchte. Ich verstehe nicht so richtig, warum das nicht klappt, beschließe aber, ihm zu helfen. Und scheitere ebenfalls. Nach zwei Wählversuchen habe ich die Lust verloren. „Geht nicht!“, brülle ich Taljan an. Ich brülle, weil ich mir nicht sicher bin, ob er mich versteht. Brüllen wirkt wie eine gute Idee. Und tatsächlich: Er versteht mich. Niedergeschlagen fragt er mich, ob ich ihm den Weg zur nächsten Kneipe erkläre, in der er telefonieren kann.

Gedanklich habe ich schon seit mindestens einer halben Stunde das Bruch angepeilt. Das Bruch ist der Ort, an den du gehst, wenn alles andere schon zu hat. Soeben hat sich mein „Wen-nehm-ich-dorthin-mit“-Problem gelöst. „Yeah“, rufe ich, „komm mit. Ich bring dich hin. Bier?“ Taljan schließt sich mir an, möchte aber kein Bier trinken.

Ich bin kein Freund der Forderung nach zwanghafter Integration in unsere langweiligen deutschen Gewohnheiten. Der Ruf nach Integration ist nichts als eine farblose Miesepeterei, ein Verlangen nach Routine, das all die interessanten, kulturellen Eigenheiten verschlingt, die einen Menschen ausmachen können. Taljan spricht quasi kein Wort Deutsch, wirkt aber doch überaus assimiliert. Das deutsche Spießbürgertum hat ihn. Ich beschließe umgehend, dass ich den armen Kerl rückintegrieren muss. „Trink!“, befehle ich also und halte ihm eine Dose Bier hin. Widerwillig kapitulierend greift er nach dem Bier und beginnt, mit mir zu trinken. Nimm das, Sarrazin!

Leider versteht Taljan praktisch kein Wort von dem, was ich sage. Also erhöhe ich meinen Kommunikationsoutput. Umso mehr Information ich ihm entgegenwerfe, umso mehr Information kann auch potentiell bei ihm ankommen. Das geht ganz einfach. Ich rede unheimlich schnell in einer Mischung aus Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch auf ihn ein und unterstreiche meine Worte mit wilden Gesten. Auch das bringt uns nicht weiter. Er nickt zwar lachend alles ab, was ich sage, aber ich sehe ihm an, dass er keine Ahnung hat, was ich von mir gebe. Offenbar hält er mich für dumm. Oder geistesgestört. Ich zwinge ihm ein neues Bier auf.

Taljan unterbricht meinen Redeschwall, als ich mich gerade in irgendeinen Bullshit über das KGB ergehe. Zumindest das scheint er verstanden zu haben. Meine Ausführungen über den russischen Geheimdienst aus dem kalten Krieg scheinen ihn zu beunruhigen, er will das Thema wechseln. Und mich offensichtlich beeindrucken. Lachend erzählt er von seiner Tochter und seiner Frau in Berlin. Lachend erzählt er, dass er beide ständig verprügelt. Der Abend erfordert eine drastische Neubewertung der Situation.

„Du bist scheiße“, sage ich zu Taljan.
Taljan lacht.
„Du bist ein Arschloch“, sage ich zu Taljan.
Taljan nickt und lacht.
Seine mangelnden Deutschkenntnisse ersparen mir einen Kieferbruch. Ich habe plötzlich überhaupt keine Lust mehr, mit Taljan feiern zu gehen. Ich muss ihn schleunigst loswerden.
„Wir sind da“, verkünde ich also, und zeige auf einen Hinterhof, in dem sich eine Shisha-Bar befindet. Ich nehme ihm sein Bier ab.
„Da! Geh rein und telefonier. Ich rauche eben und komme dann nach“.
Er versteht zumindest, dass ich nicht mit rein komme, als ich mir eine Kippe anzünde.
„Warte hier“, bittet er mich.
„Jaja“, nicke ich.
Taljan betritt die Kneipe.
„Arschlecken!“, denke ich mir, trinke sein Bier leer und mache mich aus dem Staub.

Zu Fuß nach Absurdistan

„Krawall und Satire“ heißt das Programm, das am Abend des 6. Dezember in der Alten Feuerwache Mannheim steigt. Zu Gast: Martin Sonneborn, ehemaliger Chefredakteur des Satire-Magazins Titanic, inzwischen tätig als Reporter der heute-Show sowie als Redakteur der Satire-Rubrik von Spiegel-Online. Und: Wohl der gefürchtetste Journalist Deutschlands. Wie kein anderer versteht es Sonneborn, seine Interviewpartner aufs Glatteis zu führen. In Mannheim liefert er eine gelungene Show, teilt ordentlich gegen ziemlich jede Partei und gegen Ostdeutschland aus und verwebt das Ganze mit der Geschichte der Satirepartei Die Partei. Das Publikum ist begeistert. An dieser Stelle sollte eigentlich ein Bericht über das politische Wirken von Sonneborn und der Partei Die Partei erscheinen, doch ausgerechnet ein ostdeutsches Jobcenter stiehlt ihm in dieser Woche die Show mit einem überaus absurden Einfall.

Bereits vor einigen Wochen rief ein Jobcenter im niedersächsischen Nienburg Empörung und Verärgerung hervor, als dort beschlossen wurde, Leistungsempfängern das Rauchen abzugewöhnen. Besagtes Jobcenter lud also Arbeitslose zu Raucherentwöhnungskursen ein und drohte bei Nichtteilnahme mit einer Leistungskürzung. Zweifellos hat die Einrichtung ihre Zuständigkeit hier ganz massiv überschritten. Doch dass es noch ein ganzes Stück absurder geht, demonstriert ein Jobcenter in Brandenburg an der Havel.

So hatte der Chef dieser Arbeitsagentur Christian Gärtner offensichtlich den Eindruck, dass sich seine Arbeitslosen einfach zu wenig bewegen. Um dieser vermeintlichen Herumfaulenzerei entgegenzuwirken, begann man in Brandenburg an der Havel im Rahmen der Initiative „Perspektive 50plus“ Schrittzähler an 18 Erwerbslose auszugeben. Schrittzähler, die bis zum 11. Januar jeden einzelnen Schritt zählen sollen, den die Träger tun. So soll gemessen werden, ob sich die Arbeitslosen „zu wenig bewegen“.

Arbeitslosigkeit hat keine Lobby, vermutlich deshalb maßt man sich hier und da immer wieder einmal an, die Würde der Hartz-IV-Empfänger mit Füßen zu treten. Anstatt einzuschreiten, liefert Heinrich Alt, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit auch noch Schützenhilfe und weist darauf hin, dass ja auch in Managerkursen Schrittzähler getragen werden.

Die ganze Posse ist so dermaßen absurd, dass man sie im Grunde nur als geistige Entgleisung verlachen kann. Das Grundgesetz garantiert nach wie vor jedem – selbst denen, die keiner geregelten Arbeit nachgehen – eine Unantastbarkeit ihrer Menschenwürde. Inwiefern das damit zu vereinbaren ist, einem Jobcenter offenzulegen, wie viele Schritte man geht, ist ausgesprochen fragwürdig.

Ausgehtipps, Teil 7: Die Soraya Shisha Lounge in Speyer

Seit Ende September ist Speyer um einen attraktiven Ausgehtipp reicher: Die Soraya Shisha Lounge. Mit einer Mischung aus orientalischem Ambiente und dem Flair einer Chillout-Lounge wollten die beiden jungen Geschäftsführer Samir Benbekha (21) und Sebastian Panek (25) ihre eigenen Vorstellungen einer guten Shisha-Bar verwirklichen.

Dass ihnen das gelungen ist, zeigt sich vor allem am Wochenende: Zusätzliche Ti-sche und Stühle reichen meist nicht aus, um allen Gästen Platz zu bieten. Doch trotz des großen Andrangs verliert die Lounge nicht an Komfort und Service: Getränke und Shishas werden schnell an die Tische gebracht und dank regelmäßig nachgefüllter Schalen mit Knabberzeug ist auch für den kleinen Hunger gesorgt.

Die Shishas sind mit zehn Euro recht teuer – dies lasse sich jedoch anhand der Qualität rechtfertigen, so Benbekha. „Wir bieten ausschließlich Nargilem NPS Shishas mit einer großen Auswahl an hochwertigen Tabaksorten an“, erklärt er, „bevor wir neue Tabaksorten einführen, versichern wir uns persönlich von der Qualität der Ware. Für Verbesserungsvorschläge unserer Gäste haben wir stets ein offenes Ohr und geben unser Bestmögliches alle unsere Gäste zufrieden zu stellen.“

Anders als von einer Shisha-Bar erwartet, ist die Lounge nicht verqualmt und stickig. „Wir legen Wert auf gutes Durchlüften, was in einigen Bars eher in den Hintergrund gerät“, so Panek. Die Klimaanlage sorgt jedoch im Umkehrschluss dafür, dass die Temperaturen in der Soraya Shisha Lounge recht niedrig sind.

Dieser Minuspunkt kann jedoch durch die moderne – indirekte, farbenfrohe Beleuchtung setzt die edel gehaltene Lounge gekonnt in Szene – aufgewogen werden. Die passende Hintergrundmusik – ab und an legt auch ein DJ auf – lädt zum Entspannen und Wohlfühlen ein. Ein weiterer Pluspunkt erwartet die Lounge-Besucher in den Toiletten: „Die Sauberkeit und Hochwertigkeit unser Sanitäranlagen wurde von den Gästen vielfach gelobt.“ Auch das ist schließlich eine Angelegenheit, die für das Erscheinungsbild einer Lounge einen hohen Stellenwert hat.

Besonders stolz sind die beiden Geschäftsführer darauf, ihren Gästen über zwei große Flachbildfernseher die Fußball-Bundesliga und die Champions League sowie Länderspiele live auf Sky präsentieren zu können.

Kurzum: Hingehen. Anschauen. Begeistert sein.

Meine Bewertung in Punkten (1 = schlecht, 5 = sehr gut):

Äußeres Erscheinungsbild: 5
Preise: 4
Atmosphäre: 5
Personal: 4

Kontakt:
Soraya Shisha Lounge
Wormserstraße 10
67346 Speyer
Tel.: 01629747994
E-Mail: info@soraya-shisha-lounge.de

Öffnungszeiten:
Montag-Donnerstag: 17:00-00:00
Freitag und Samstag: 17:00-03:00
Sonntag: 17:00-00:00

Vorschau: Nächsten Sonntag erwartet euch in der Tipps&Tricks-Redaktion ein weiterer Teil der Hausmittelserie – diesmal geht es um Currygewürz, den Alleskönner.

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Ausgehtipps, Teil 1: Colonial Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 2: Liquid Lounge, Speyer

Ausgehtipps, Teil 3: Pasta Pasta, Speyer

Ausgehtipps, Teil 4: 1001 Nacht, Speyer

Ausgehtipps, Teil 5: Hitana Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 6: Café Vienna, Mannheim

 

Jugendkultur Shisharauchen

Es muss Mitte März 2009 – kurz nach den Abiturprüfungen in Rheinlandpfalz – sein, als mich in einer Kneipe ein vage bekanntes Gesicht anredet: „Ey! Du bist doch der Shishakönig da, mit diesem riesigen Schuppen voller Shishas! Wo man einfach hingehen kann, wenn man Shisha und Kaffee will!“ Was man sich so alles erzählt…

Shishaköniglich: Wasserpfeife, Tabaksammlung und Shishakohle (Foto: Glaser)

Aber ganz an den Haaren herbeigezogen ist diese Aussage auch nicht: Seit Jahren verbringe ich mit Freunden viele Abende gemütlich um die Shisha herum. Im April 2006 habe ich mir meine erste Wasserpfeife gekauft, und seitdem sind in meinem Zimmer – was übrigens keinerlei Ähnlichkeit mit einem Schuppen hat! – unzählige Köpfe Tabak verraucht worden.

Früher war das alles viel komplizierter als heute: Zu der Zeit, als die Shisha für uns interessant wurde, gab es in Deutschland eine Tabakverordnung, die den Feuchtigkeitsgehalt von Pfeifentabak vorschrieb. Pfeifentabak, so hieß es, dürfe in Deutschland einen Feuchtigkeitswert von fünf Prozent nicht überschreiten. Die Regelung wurde damals eingeführt, um sicherzustellen, dass Tabakhändler ihren Pfeifentabaken nicht mit übermäßig viel Glycerin versetzen, um beim Verkauf Tabak zu sparen. Doch für Wasserpfeifentabak ist diese Beschränkung überaus hinderlich.

Wasserpfeifentabak soll im Idealfall nicht verbrennen, sondern nur ausdampfen. Hat er eine Feuchtigkeit von fünf Prozent, verkohlt er allerdings schnell. Für Wasserpfeifentabak ist ein Feuchtigkeitswert von 20 bis 30 Prozent ideal. Daher gab es früher einen hohen Schwarzhandel mit Wasserpfeifentabak. Wirklich guten Tabak zu bekommen, war damals immer schwierig.

Inzwischen ist die Regelung wohl vorläufig gekippt, und es gibt in Deutschland wieder den „guten“ Tabak. Und der „Shisha-Boom“, der seit einigen Jahren herrscht, hält weiter an!

Edel: Die Wasserpfeife "Medusa" ist kaum bezahlbar (Foto: T. Gartner)

Es muss zu der Zeit gewesen sein, als auch ich meine erste Pfeife kaufte: Damals verbreitete sich die Shisha in Deutschland. Immer häufiger sah man Jugendliche im Freien um eine Wasserpfeife sitzen, immer mehr Shisha-Cafés eröffneten in den Städten. Sogar Schuhläden hatten die Wasserpfeifen in ihren Schaufenstern stehen. Ein Trend, der bis heute viele Anhänger findet.

Dabei wird oft vernachlässigt, dass Shisharauchen selbst nicht ungefährlich ist. „Das Wasser filtert die Schadstoffe doch raus!“, ist eine Stammtischweisheit, die man häufig zu hören bekommt. Ja, das Wasser, durch welches der Rauch gesogen wird, filtert wohl tatsächlich einen Teil der schädlichen Stoffe; Untersuchungen zeigen aber, dass bei weitem nicht alle Schadstoffe gefiltert werden. Zur Schädlichkeit des Shisharauchens gibt es leider bislang keine eindeutigen Ergebnisse. Es gibt Studien, die davon sprechen, dass der Konsum einer Shisha quasi überhaupt nicht schädlich sei – andere behaupten das Gegenteil. Sicher ist nur: Gesundheitsfördernd ist Shisharauchen sicher nicht!

Doch aus dem Alltag vieler junger Menschen ist sie wohl trotzdem nicht mehr wegzudenken. Wasserpfeifen haben eine ganz beeindruckende Wirkung auf Gespräche. „Um die Shisha herum“ kann man labern und labern und labern – und es wird einfach nicht langweilig. Die Rauchpausen, die einer der Gesprächsteilnehmer immer wieder einlegen muss, wirken wohl sehr gesprächsfördernd.

Es bleibt zu hoffen, dass sich das Shisharauchen nicht doch noch als schädlicher herausstellt, als man allgemein vermutet. Denn dann könnte es ganz schnell vorbei sein, mit der jungen Shishakultur in Deutschland.

Vorschau: Nächste Woche erscheint der zweite Teil der „Verkannte Berufe“-Serie, wo diesmal über Busfahrer berichtet wird.

Ausgehtipps, Teil 4: Das “1001 Nacht”, Speyer

Heute folgt der vierte Teil meiner Ausgehtippsserie und ich hoffe es ist euch noch nicht langweilig geworden. Vielleicht war ja bisher auch die ein oder andere Location dabei, die ihr ausprobiert habt. Wenn ja, teilt eure Erfahrungen mit mir und den anderen Lesern in den Kommentaren!

 Heute widme ich mich wieder einmal einer Shisha-Lounge, die mir doch sehr ans Herz gewachsen ist – und das nicht nur weil mein Fußweg dorthin nur etwa fünf Minuten dauert: Das „1001 Nacht“ in Speyer.

 Gemütliche schwarze Sofas und Sessel, ein großer Flachbildfehrnseher an der Wand, ein kühles Getränk und die Shisha vor sich auf dem Glastisch – so lässt es sich aushalten. Insgesamt 50 Tabaksorten hat das „1001 Nacht“ zu bieten, genügend Auswahl also sowohl für eingefleischte Shishafans als auch für Erstbenutzer. Mein persönlicher Favorit: Cosmopolitan. Fruchtig-süß, einfach super-lecker!

Im "1001 Nacht" (von links): Sascha, ich und Rida (Foto: Castelli)

 Umgängliches Personal und guter Service: Die beiden Inhaber der Lounge, Rida Karkaba und Sascha Benz, haben Freude an der Sache und das merkt man ihnen auch an. Was gibt es Schöneres als sich abends erschöpft auf die Couch fallen zu lassen und schon steht einer da mit dem Lieblingsgetränk in der Hand, ohne dass man auch nur den Mund aufmachen musste. Gut – dass ich jedes Mal, wenn ich dort bin, eine kleine Fanta trinke, dürfte sich in der Zwischenzeit herumgesprochen haben, trotzdem ist es eine nette Geste.

 Stichwort: Fanta. Mit zwei Euro für eine kleine Fanta ist das „1001 Nacht“ leider eines der teuersten Lokale, zumindest was Softdrinks betrifft. Shishas gibt es ab sechs Euro, wobei auch welche für zehn Euro zu bekommen sind. „Der hohe Preis ergibt sich aus der speziellen Tabaksorte, die wir hierfür verwenden. „Starbuzz“-Tabak ist etwa sechsmal teurer als gewöhnlicher Shisha-Tabak“, erklärt Karkaba, „dafür sind Geschmack und Duft auch intensiver.“

Meine Bewertung in Punkten (1 = schlecht, 5 = sehr gut):
Äußeres Erscheinungsbild: 5
Preise: 3
Atmosphäre: 5
Personal: 4

Kontakt:
1001 Nacht, Speyer
Schützenstraße 21 A
67346 Speyer
Tel.: 01797649906
Homepage: http://www.1001-nights.de/

Öffnungszeiten:
Sonntag bis Donnerstag: 17.00 bis 24.00Uhr
Freitag und Samstag: 17.00 bis 3.00Uhr
Montag: Ruhetag

Vorschau: Vegetarisch essen – was für Vor- und Nachteile kann eine solche Ernährungsumstellung haben? Und auf was muss man dabei achten? Diese und weitere Fragen klären wir nächsten Sonntag. Die Woche drauf gibt es dann konkrete Rezepttipps – so schmeckt das essen auch ohne Fleisch.

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Ausgehtipps, Teil 1: Colonial-Lounge, Hockenheim

Ausgehtipps, Teil 2: Liquid Lounge, Speyer

Ausgehtipps, Teil 3: Pasta Pasta, Speyer

Ausgehtipps, Teil 5: Hitana Lounge, Schwetzingen

Ausgehtipps, Teil 1: Colonial-Lounge Hockenheim

Stylisch: Die Wandgestaltung (Foto: T. Gartner)

Wie angekündigt präsentiere ich euch heute den ersten Teil meiner Ausgehtippsserie. Ziel derselben soll es sein euch hübsche und interessante Locations aus der Umgebung vorzustellen und euch eventuell zu einem Besuch anzuregen. Also dann: Viel Spaß beim Lesen!

 Dicke Schneeflocken fallen vom Himmel, draußen herrschen eisige Temperaturen – was gibt es da Schöneres als den Abend gemeinsam mit lieben Freunden an einem warmen, gemütlichen Ort zu verbringen. Mein Tipp: Die Colonial-Lounge in Hockenheim. Hier trifft zwanglose Gemütlichkeit auf orientalisches Ambiente. Sanfte Rot- und Orangetöne, fernöstliche Muster und der Durft von fruchtigen Wasserpfeifen (ich spreche von Duft, nicht von Qualm) schaffen die ideale Stimmung für eine gechillte Shisharunde.

 Der Homepage der Colonial-Lounge zufolge bildet die Wasserpfeife einen festen Bestandteil der orientalischen Kultur und gilt als Symbol der Gastfreundlichkeit, wo wir auch schon beim Thema wären. Selten werde ich so nett begrüßt wie bei meinen etwa wöchentlich stattfindenden Besuchen im Colonial.

Sezer und ich im Colonial (Foto: privat)

Barkeeper und Inhaber Sezer (ausgesprochen wie der römische Imperator Caesar) ist eine wahre Perle was Herzlichkeit und Umgänglichkeit betrifft. Und auch auf sein Fachgebiet – die Shisha – versteht er sich außerordentlich gut. So bedarf es selten mehr Angaben als „Sezer, misch uns mal einen guten Tabak“ und man ist versichert, dass es (bis zum nächsten Besuch) die beste Shisha sein wird, die man jemals geraucht hat. Eine Besonderheit des Colonials sind die sogenannten „NPS-Shishas“. Das sind extrem teuer und gut verarbeitet Wasserpfeifen. Dafür kostet die NPS-Shisha aber auch drei Euro mehr als die normale (5Euro). Gelegentlich finden im Colonial auch Events, wie beispielsweise Flamenco- und Samba-Nächte, statt. Leider hatte ich noch nie das Vergnügen auf einer solchen Veranstaltung dabei zu sein. Den Fotos auf der Homepage zufolge, hatten aber sowohl die Besucher als auch die Tänzerinnen viel Spaß…          Das Versprechen des Colonialteams auf ihrer Homepage „die Gemütlichkeit einer erstklassigen Lounge“ zu bieten, ist meiner Meinung nach mehr als zutreffend. Ein Besuch lohnt sich also!

Meine Bewertung in Punkten (1 = schlecht, 5 = sehr gut):
Äußeres Erscheinungsbild: 4
Preise: 3
Atmosphäre: 5
Personal: 5

Kontakt:
Schwetzingerstraße
1068766 Hockenheim
Tel.: 06205/2568585
Homepage: http://www.colonial-lounge.de/

Vorschau: In der nächsten Woche gibt es einen weitere Kräuterkundeartikel. Diesmal gibt´s was für Haut und Gesundheit – das Kamillendampfbad.

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Ausgehtipps, Teil 2: Liquid Lounge, Speyer

Ausgehtipps, Teil 3: Pasta Pasta, Speyer

Ausgehtipps, Teil 4: 1001 Nacht, Speyer

Ausgehtipps, Teil 5: Hitana Lounge, Schwetzingen