Claudia Schiffer oder Nachwuchsdesigner – um wen geht‘s in „Fashion Hero“?

KOMMENTAR: Die Fernsehsendung „Fashion Hero“ mit Claudia Schiffer, die vom 9. Oktober bis zum 27.November auf ProSieben ausgestrahlt wurde, sorgt in der Medienwelt zurzeit für massig Gesprächsstoff. Nachdem der Münchener Designer Marcel Ostertag, der seine Mode schon mehrmals auf der Berliner Fashion Week präsentiert hat, das Finale der Fernsehsendung gewann, sind die Diskussionen groß.

Eine Focus Online-Leserin bringt die Kritik in einem Kommentar auf den Punkt: „Hätte man sich mehr an das US Format eines „Project Runway“ angelehnt, hätte das durchaus was werden können. Ich denke, dass in Deutschland generell kein großes Interesse an solchen Sendungen besteht. Und die Juroren (außer Claudia Schiffer) kannte wohl auch keiner“. Nicht nur die Einschaltquoten liegen unter einer Million, sondern auch Ex-Model Claudia Schiffer wird heftig kritisiert. Es ständen nicht die Nachwuchsdesigner im Mittelpunkt, sondern Frau Schiffer mit ihren strahlend weißen Zähnen. Focus Online nennt sie sogar die „bestaussehende Fehlbesetzung“, denn richtig viel habe sie zur Fernsehsendung angeblich nicht beigetragen, außer ein paar Worten zu Kollektionen die sie „cool und edgy“ findet. Dass nun auch ein Designer zum talentiertesten Jungdesigner Deutschlands gewählt wurde, der den Fuß schon in der Türe hatte, lässt Schiffer in einem noch schwärzeren Licht stehen.

ProSieben sucht über „Fashion Hero“ Jungdesigner, die Sinn für Massengeschmack haben. Es sollen keine Entwürfe sein, die Emotionen erwecken und Menschen berühren, wie es auf manchen internationalen Schauen das ein oder andere Mal passiert. Reicht diese Massenabfertigung denn aber aus für eine gute Show? Ganz ohne Emotionen? Wohl nicht, denn auch mit einer wahnsinnig aufwendigen Bühnenshow, bei der Flammen aus der Bühne kommen oder Models von der Decke abgeseilt werden, kann Schiffer die Masse nicht begeistern. Außerdem ist es dem Zuschauer egal geworden, was aus Schiffers Schützlingen einmal wird oder ob sie ihren großen Traum Mode zu machen weiterhin verfolgen. Denn er erfährt ohnehin nichts über den Nachwuchs, geschweige denn über den Designprozess. Die Kritik der Juroren ist oberflächliches Geplänkel und weder konstruktiv noch fachlich fundiert. Basierend auf der Idee von Heidi Klums „Germany’s Next Topmodel“ ist „Fashion Hero“ nur ein billiger Abklatsch. Schiffer versucht, ihrer Kollegin Konkurrenz zu machen und den gleichen Erfolg zu ernten.

Man merkt schnell, dass sich alles nur noch um Schiffer dreht, und nicht um die Designer, die ihr Können unter Beweis stellen können, indem sie zeigen, dass sie ihre Ideen zu kommerzialisieren wissen. Leider hat die 43-Jährige damit einen Griff ins Klo gelandet. Statt ihrer Rivalin nachzueifern, sollte Schiffer sich lieber darum bemühen, ein Format zu finden, das zu ihrer Persönlichkeit passt.

Vorschau: Nächste Woche geht es darum, wie Luxusmarken digitale Medien nutzen.

Schön und schlau – ein Plädoyer dafür, Germany’s Next Topmodel trotzdem schauen zu können

Es ist noch nicht allzu lange her, da war mein Leben zum Wochenende hin um ein Ritual reicher: Donnerstag, pünktlich um Viertel nach acht am Abend. Denn unsere Kleingruppe, bestehend aus einer Handvoll Mädels und einem schwulen besten Freund, wollte es – während sie nebenbei einige kalorienreiche Süßspeisen verzehrten und bei wöchentlich wechselndem Gastgeber alkoholische Getränke kredenzt konsumierten – jede Woche aufs Neue wissen. Schließlich „kann nur eine Germany’s Next Topmodel werden! “

Allerdings dürfte Heidi Klums allwöchentliches Mantra dem einen oder anderen berechtigterweise zum Halse heraushängen; und auch das Format sorgt, nachdem bereits die gefühlt tausendste Staffel über den Bildschirm geflimmert ist, mittlerweile für keinerlei Sensation mehr. Die Show bleibt konstant die Gleiche, bloß die Besetzung ändert sich von Mal zu Mal. Unumstößlich ist dabei die Tatsache, dass keiner der Charaktere so recht im Gedächtnis haften geblieben ist – oder wer weiß heute noch, welches Mädchen damals das Cover der deutschen Cosmopolitan geziert hat und das Gesicht der Venus-Kampagne für Damenrasierer wurde? Es schockiert mich zugegebenermaßen selbst, dass ich sämtliche, auf radikalen Produktplatzierungen basierende Details derart mechanisch herunterbeten kann, während dazugehörige Namen und Personen aus jeglicher Erinnerung wie ausradiert scheinen. Hält mich die Industrie etwa unbewusst längst fest in ihren schmierigen Griffeln? Sind meine Freunde und ich, die wir das gemeinsame Bestaunen minderjähriger Magermodels auf ProSieben zu unserem Plaisierchen haben, in den letzten Jahren zu nicht mehr als den vorbildhaften Opfern der privaten Fernsehanstalten mutiert?

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Schon große Mädchen: Keine Sorge, wir wissen längst, dass Size Zero nicht alles ist. (Foto: T.Gartner)

Da diese Kolumne jedoch die Überschrift „Schön und Schlau“ trägt, bemühe ich mich natürlich, diese provokanten Thesen tunlichst zu widerlegen. Und das sogar aus Überzeugung: Ich halte weder mich noch meinen Freundeskreis für geistig verkommen oder gar schwachsinnig genug, den präsentierten und dabei vage rekonstruierten Model-Alltag für bare Münze zu halten. Sehr wohl unterstelle ich uns dennoch einen gesunden Voyeurismus sowie ein Interesse daran, von einer deutschen TV-Produktion unterhalten zu werden, gerade zur besten Sendezeit. Unsere Erwartungen sind bislang hinsichtlich dessen auch noch nicht allzu stark enttäuscht worden: Stets suchten wir nach Dramen, Tränen und emotionalen Highlights – und fanden sie bei GNTM, verpackt in Designer-Kleidern und mehr oder minder kunstvollen Fotografien.

Niemand kann uns doch unsere Neugier am obsoleten Geschehen in der Model-Villa von Los Angeles ernstlich übel nehmen. Wir meinen es doch nicht böse. Wir wollen doch bloß ein bisschen Ablenkung von den leider oftmals allzu tragischen Tagesthemen bei den Öffentlich-Rechtlichen, einfach mal den akademischen Hirnhusten in unserer elitären Umgebung für eine Weile ausblenden und uns ganz dem Stumpfsinn hingeben – einen Status, den selbst ich als leidenschaftliche Zuschauerin von Heidi und ihren Mädchen der Sendung nicht aberkennen kann.

Ich kann lediglich für seinen Unterhaltungswert einstehen und dabei die hoffnungsfrohe Kunde verbreiten, dass die Erziehung nicht in jedem Elternhause völlig schief gelaufen ist; dass es noch Mütter gibt, die ihren Töchtern das A und O für ein glückliches Leben rechtzeitig vermittelt haben: Ein Schulabschluss ist vorerst wichtiger als ein Model-Vertrag und ein gutes Buch macht mehr her als eine gute – das bedeutet aus der Modewelt übersetzt, ausgemergelte, abgemagerte – Figur. Nichtsdestotrotz spricht nichts dagegen, sich für eben jene Mode zu interessieren und seinen Sinn für Ästhetik weiter auszuprägen – auch das hat Mama mir damals als guten Rat mit an die Hand gegeben. Jetzt, Jahre später, diskutiert sie mit mir am Telefon über ihre Favoritin aus der aktuellen Staffel und wir ziehen gemeinsam über jene her, die wir gänzlich unsympathisch finden. Ist auch ganz bestimmt nicht persönlich gemeint, liebe Mädchen, die ihr euch aus freien Stücken bei GNTM angemeldet und somit dem Hohn und dem Spott der natürlicherweise Gehässigen freiwillig ausgesetzt habt. Ihr müsst wissen, worauf ihr euch im Vorfeld eingelassen habt, denn wir wissen es längst und sind froh, in der realen Welt nicht als Lästertanten abgetan werden zu müssen – schließlich tratschen wir ja nicht über unsere Freunde oder Bekannte, sondern sind schlichtweg ein bisschen von Alltags-Langeweile getrieben und zerreißen uns die Mäuler über völlig fremde, höchstwahrscheinlich von Prosieben gescriptete Charaktere.

Und was folgt als nächstes? Es wurden bereits Stimmen laut, die sich für eine leicht abgeänderte Variante des Konzepts aussprachen: Germany’s Next Topmodel for men! Denn mal ehrlich, was könnte amüsanter sein als ein Haufen dürrer Mädchen? – Richtig, eine muskulöse Männer-Meute, wie sie sich darin übt, die neue Armbanduhr von Dolce & Gabbana mit ihrem Gesicht zu bewerben oder am Steuer schneller Schlitten abgelichtet zu werden. Mein schönen, schlauen und trotzdem mode-affinen Freunde, meine Mutter und ich blicken gespannt in die Zukunft und die Mattscheiben von morgen.

Vorschau: Bei uns folgt als nächstes Kolumnist Sascha mit einigen Gedanken über Optimismus.

Jauch in Gefahr

TV-Alleskönner Stefan Raab holt zum nächsten Schlag aus: Ein Polit-Talk soll es sein! Mit einer Mischung aus Talk- und Gameshow will Raab einen neuen Zugang zur Welt der Politik eröffnen. „Meinung muss sich wieder lohnen“, findet er, und will zur gleichen Zeit auf Sendung gehen wie das von Günther Jauch moderierte Konkurrenz-Format im Ersten.

Polit-Talk – ein Format, das die Privatsender eher meiden. So werden die politischen Talkrunden der deutschen Fernsehbühne vornehmlich im Öffentlich-rechtlichen ausgefochten. Doch den Shows fehlt scheinbar der Pepp, und nicht selten verkommen sie zu trögen Gesprächsrunden der immer gleichen Gesichter: Arnulf Baring, Sahra Wagenknecht, Karl Lauterbach… Der Unterhaltungswert bleibt hier häufig auf der Strecke. Doch die oft wenig spannenden Talkrunden stellen ein gewisses Problem dar: Schnell projiziert der Zuschauer die gepflegte Langeweile der Sendung auch auf ihre Inhalte.

Diese Problematik scheint nun auch Raab erkannt zu haben. Mit dem Versuch, Politik und Spielshow zu vermischen, will er am Sonntag, 11. November, neues Terrain betreten. Und zwar zur begehrten Sendezeit am Sonntagabend nach dem Spielfilm, wo einst Sabine Christiansen und Anne Will moderierten, inzwischen auch Günther Jauch. Doch das Konzept der Sendung könnte der ARD die Zuschauer abspenstig machen.

So sollen sich „zwei bis drei Berufspolitiker, ein Promi und ein Normalbürger miteinander messen“. Dabei winkt dem, der mehr als die Hälfte der Zuschauer überzeugen kann, ein Geldgewinn von 100.000 Euro. Anreiz genug also für die Gäste, Beeindruckendes zu liefern. Doch bringt eine solche Gewinnausschreibung die Gefahr mit sich, dass bei Raab außerordentlich populistisch argumentiert wird.

Raab, dessen TV-Events regelmäßig hohe Einschaltquoten garantieren, hat das Ziel, „die jungen Zielgruppen mit solchen Formaten wieder für Politik interessieren“ – und konzentriert sich damit vor allem auf eine Zuschauergeneration, die bei den öffentlich-rechtlichen Sendern wohl eher abschaltet. Ob er seinen noblen Gedanken umsetzen kann, und ob es ihm gelingt, der Konkurrenz zu Jauch standzuhalten, wird sich im November zeigen. Dann heißt es auf ProSieben: „Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen“.

Übrigens: Im Rahmen des zweijährigen Jubiläums veranstaltet die Face2Face-Redaktion zahlreiche Gewinnspiele. Das Gewinnspiel der Wirtschaft&Politik-Rubrik findet sich hier.

Über das Leben nach „Germany’s Next Topmodel“: Yvonne Schröder im Interview

Vielen ist sie noch aus der ersten Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ bekannt: die mittlerweile 23-jährige Frankfurterin Yvonne Schröder. Damals belegte sie „nur“ den zweiten Platz im Finale der erfolgreichen „ProSieben“-Sendung und musste sich gegen Lena Gercke geschlagen geben. Jedoch bekam sie bereits unmittelbar nach dem Finale viele abwechslungsreiche Modeljobs und etablierte sich so in der deutschen Modewelt. Was ihr durch ihre Teilnahme bei „Germany’s Next Topmodel“ ermöglicht wurde und über ihre Zukunftspläne, erzählte sie uns exklusiv im Interview.

Face2Face: Sechs Jahre ist es nun her, dass Sie im Finale von „Germany’s Next Topmodel“ standen. Wie sehr hat sich Ihr Leben seitdem verändert?
Schröder: Mein Leben hat sich dahingehend geändert, dass ich durch die Teilnahme bei „Germany’s Next Topmodel“ von heute auf morgen bekannt wurde und viele Menschen mich auf der Straße erkannten. Natürlich hat mir die Teilnahme auch beruflich viele Türen geöffnet, sodass ich viel von der Welt sehen kann.

Face2Face: Wie war Ihre Zukunftsvorstellung bevor Sie sich bei „Germany’s Next Topmodel“ beworben haben? War Modeln immer schon Ihr Traumberuf?
Schröder: Nein, es war gar nicht geplant, dass ich mich dort bewerbe und so zum Modeln komme. Eigentlich war es immer mein Traum als Innenarchitektin zu arbeiten, da ich es liebe kreativ zu sein und ich Riesenspaß daran habe, Dinge zu designen.

Face2Face: Verfolgen Sie selbst die aktuelle „Germany’s Next Topmodel“-Staffel? Haben Sie eine Favoritin?
Schröder: Ich muss leider gestehen, dass ich mir die aktuelle Staffel aufgrund von Zeitmangel nicht regelmäßig anschauen kann, daher schalte ich nur ab und zu rein – auf jeden Fall zu selten, um eine Favoritin zu haben.

Face2Face: Als treuer Fan der Sendung weiß man, dass es in jeder Staffel immer wieder zu Zickereien kommt. Sind in Ihrem Fall auch Freundschaften entstanden, die auch sechs Jahre danach noch bestehen?
Schröder: Klar sind während der Dreharbeiten Freundschaften entstanden – wir waren ja Tag und Nacht beisammen, das schweißt schon zusammen. Es ist schwer sich regelmäßig zu treffen, da wir alle in Deutschland verstreut, und nicht in einer Stadt, leben. Aber dank der heutigen Technik, wie Handy und Internet, bleibt man viel leichter in Kontakt. Außerdem gibt es auch immer wieder Jobs oder Veranstaltungen, bei denen man sich sieht. Erfreulicherweise habe ich auch viele Freundinnen aus den nachfolgenden Staffeln dazu gewonnen.

Face2Face: Im Laufe der Jahren haben Sie viele verschiedene Jobs bekommen: So sind Sie beispielsweise für John Ribbe auf der Fashion Week in Paris gelaufen oder waren das Gesicht von „Maxdome“. Was war Ihr absoluter Höhepunkt bisher?

Schröder: Das kann man so eigentlich gar nicht sagen. Jeder Job ist ein Höhepunkt, da man immer wieder

neue Dinge dazulernen kann. Ich muss aber sagen, dass es schon außergewöhnlich war, als ich das erste Mal auf der Pariser Fashion Week mitlaufen durfte oder eine Nebenrolle in dem Film „Männerherzen“ bekam, in dem auch Til Schweiger und Christian Ulmen mitspielten!
Ein unvergessliches Erlebnis war aber auch, als ich das erste Mal nach „Germany’s Next Topmodel“ im Kino saß und plötzlich die „Maxdome“-Werbung mit mir als Repräsentantin kam. Aber eigentlich hat jeder Job seine unvergesslichen Momente!

Face2Face: Immer häufiger sieht man Sie auch in TV- oder Kinoproduktionen wie „Verliebt in Berlin“. Planen Sie generell eine Schauspielkarriere?
Schröder: Nein, es ist nicht so, dass ich generell plane Schauspielerin zu werden; aber ich bin ein Mensch, der gerne auf alles vorbereitet ist und daher auch schon Schauspielunterricht hatte. Wenn man in einer TV-Produktion wie „Germany’s Next Topmodel“, die medial einen solch hohen Stellenwert hat, mitmacht, ist es klar, dass man viel von der Welt sieht und auch die Möglichkeit bekommt, in viele verschiedene Branchen reinschnuppern zu können.

Face2Face: Gab es auch Zeiten, in denen Sie am liebsten mit dem Modeln aufgehört und einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen hätten?
Schröder: Natürlich gab es diese Zeiten schon. Es ist nicht immer leicht: Man ist oft unterwegs und hat kaum Zeit für Freunde und Familie. Außerdem gibt es dann auch Tage, an denen einfach nichts klappt. Man läuft von einem Casting zum nächsten, die Kunden schlagen deine Mappe auf, schauen eine Minute rein und sagen dann „Danke, tschüss“ – das kann einen schon sehr runterziehen. Aber dann kommen auch wieder die schönen Tage, an denen alles klappt. So gleicht sich das dann wieder aus.

Face2Face: Im März 2007 waren Sie sehr verführerisch in der „FHM“ zu sehen und wurden sogar auf Platz 29 der schönsten Frauen gewählt. Wo liegt bei Ihnen die Grenze? Würden Sie ein Angebot des „Playboy“ annehmen?
Schröder: Mittlerweile haben schon viele Promis die Hüllen fallen lassen und die Fotos waren immer sehr ästhetisch und schön. Momentan kann ich es mir zwar nicht vorstellen, aber ausschließen würde ich es nicht.

Face2Face: Was tragen Sie privat am liebsten für Kleider? Und was ist das Must-Have dieses Sommers?
Schröder: Ich kleide mich eigentlich sehr unterschiedlich: mal bin ich lässig angezogen, dann wieder schick. Ich variiere es so, wie ich mich gerade fühle.
Nach dem kalten Winter und dem tristen Wetter sind Knallfarben ein Must-Have diesen Sommer. Bei deiner Kleidung sind dir keine Grenzen gesetzt: rot, grün, gelb…

Face2Face: Welche Projekte stehen in Zukunft bei Ihnen an?
Schröder: Ich mache gerade bei einem sehr kreativen Charity-Projekt mit, zu dem ich allerdings noch nichts Genaueres verraten darf. Außerdem konzentriere ich mich zurzeit darauf, mir ein zweites Standbein aufzubauen. Gerade bin ich dabei mein eigenes Unternehmen zu gründen – darüber kann ich euch aber leider auch nichts verraten (lacht). Da man nicht ewig modeln kann, ist es wichtig, dass man beruflich auch noch etwas anderes macht. Das ist auch das, was ich allen jungen Mädchen mit auf den Weg geben will.

Vorschau: Nächste Woche wird an dieser Stelle über “X-Trax” in Karlsruhe berichtet!


Krimis und Dinosaurier – so sieht das neue Fernsehprogramm aus

Wie der Internetdienst „DWDL.de“ berichtet, wird es ab Frühjahr 2012 einige Änderungen in der deutschen Fernsehlandschaft geben. Neben neuen Formaten, die erstmals hierzulande ausgestrahlt werden, kehren auch bekannte Serien mit aktuellen Staffeln zurück. Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen findet ihr hier:

ARD:
Nach dem „Markencheck“ kommt jetzt der „Ernährungscheck“ mit TV-Koch Tim Mälzer. Ab Montag, 27. Februar, führt Mälzer ein Ernährungsexperiment mit 45 Testpersonen durch, die vier Wochen lang in seiner TV-Küche bewirtet werden. Damit will sich die ARD vor allem weiterhin ein junges Publikum sichern, das der Sender mit der „Markencheck“-Reihe erreichen konnte.

RTL:      
Ende Februar kehrt die Dokusoap „Undercover Boss“ zurück. Die Ausstrahlung war ursprünglich für Herbst 2011 vorgesehen, wurde jedoch aus organisatorischen Gründen aufs Frühjahr verschoben. Geplant sind sechs neue Folgen, in denen unter anderem die Geschäftsführer von „Pit Stop“ und dem „Malteser Hilfsdienst“ zu sehen sein werden. Ausgestrahlt wird das Format immer montags um 21:15 Uhr.
Ab Anfang März werden nach der Winterpause außerdem neue Staffeln der Erfolgsserien „Dr. House“, „CSI Miami“, „Alarm für Cobra 11“, „Bones“ und „CSI“ zu sehen sein.

Von Science-Fiction bis Vampir-Romanze: So vielfältig ist das neue Fernsehprogramm (Foto: Presseportal/Widex Hörgeräte GmbH)

ProSieben:    
Ab Montag, 27. Februar, strahlt der Sender die aufwendige Steven Spielberg-Produktion „Terra Nova“ aus. Der Start der Science-Fiction-Serie musste in den USA aufgrund immenser Produktionskosten immer wieder verschoben werden, was letztendlich zu Desinteresse beim Publikum führte. Ob es eine zweite Staffel geben wird, ist deshalb fraglich. Hier geht’s zum Trailer.

Außerdem wird ab Montag, 19. März, die dritte Staffel der Serie „Vampire Diaries“ zu sehen sein, die bisher auf dem Frauensender „Sixx“ ausgestrahlt wurde. Für „Sixx“ war die Serie ein großer Erfolg und auch hier wird die dritte Staffel immer vier Tage vor der Ausstrahlung auf „ProSieben“ laufen, allerdings geschnitten. Die ungeschnittene Version wird dann auf „ProSieben“ ausgestrahlt.

Kabel Eins:  
Nach dem mäßigen Erfolg der ersten Staffel von „Body of Proof“ wird die zweite Staffel nun auf „Kabel Eins“ ausgestrahlt. Starttermin ist Freitag, 2. März, 21:15 Uhr.

ZDFneo:        
Ab Donnerstag, 9. Februar, wird die zweite Staffel der Talkshow „Stuckrad Late Night“ zu sehen sein. Wie gewohnt wird dabei Moderator Benjamin von Stuckrad-Barre Talkgäste aus Politik und Gesellschaft empfangen. Die Sendung soll direkt im Anschluss an „neoParadise“ mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf ausgestrahlt werden, was zunächst Erfolg verspricht. Das Filmmagazin „Moviacs“ soll dagegen eingestellt werden, so der Sender. Ab Anfang März wird dagegen die Familienserie „The Middle“ im Vorabendprogramm zu sehen sein. Hier geht’s zum Trailer.

ZDFkultur:    
Trotz der Talkshowflut im deutschen Fernsehen hat sich der Digitalsender dazu entschlossen ab Sonntag, 4. März, wöchentlich die Talkrunde „Roche & Böhrmann“ auszustrahlen. Charlotte Roche ist vor allem als Autorin und ehemalige MTV-Moderatorin bekannt, Jan Böhrmann ist langjähriger Radiomoderator.

RTL II: 
Der Sender sicherte sich die Rechte an der hochkarätigen US-Serie „Game of Thrones“. Es ist jedoch noch nicht bekannt, wann die zehnteilige erste Staffel ausgestrahlt werden soll. Hier geht’s zum Trailer.

VOX:
Ab Mittwoch, 14. März, trumpft der Sender mit der sehr erfolgreichen US-Krimiserie „Rizzoli & Isles“ auf. Sie handelt von einer Polizistin und einer Gerichtsmedizinerin die gemeinsam knifflige Fälle lösen. Sendeplatz ist Mittwoch, 20:15 Uhr. Hier geht’s zum Trailer.

Vorschau: Nächste Woche berichtet Nadine über Wortneuschöpfungen als Spiegel der Gesellschaft

Einzelkämpfer mit vielen Talenten – Daniel Aminati im Interview

Das Gesicht von "taff": Daniel Aminati (Foto: Bene Müller/ProSieben)

Ursprünglich wollte er Fußballprofi werden, feierte dann mit der Boygroup „Bed & Breakfast“ musikalische Erfolge. Heute moderiert er „taff“, ein bekanntes Lifestyle-Magazin für den TV-Sender „ProSieben“ – Daniel Aminati hat bereits eine beachtliche Karriere hingelegt. Mit Face2Face sprach der 38-Jährige über sein Erfolgsrezept, die Familienplanung und neue Projekte.

Face2Face: Sie haben vor Kurzem „Die Alm“ moderiert. Könnten Sie sich vorstellen, auch einmal als Bewohner auf die Alm zu gehen?
Aminati:
Nein, ich denke nicht. Das Format „Die Alm“ zielt darauf ab, die Protagonisten an ihre Grenzen zu bringen. Warum sollte ich mich dem aussetzen? Zudem ist mir meine Privatsphäre zu wichtig, als dass ich 24 Stunden am Tag eine Kamera um mich herum haben wollen würde. Einem privaten Besuch auf einer Alm mit Freunden würde allerdings nichts im Weg stehen.

Face2Face: Wie sind Sie dorthin gekommen wo Sie heute sind? Was ist ihr Erfolgsgeheimnis?
Aminati:
Mein Erfolgsgeheimnis ist ganz einfach: Spaß haben. Ich glaube, wenn man etwas mit Spaß tut, entwickelt man bestimmte Qualitäten und investiert gleichzeitig auch viel mehr Energie und Zeit, als wenn man etwas nur ungern macht.

Face2Face: Wie sieht ein durchschnittlicher Wochentag bei Ihnen aus?
Aminati:
Ich stehe zwischen sechs und sieben Uhr auf, treibe dann meist etwas Sport. Zurzeit bin ich auch viel im Studio, um Songs zu schreiben und mein neues Album aufzunehmen, das im Frühjahr erscheinen soll. Ab 14.30 Uhr bin ich dann meist im Sender bis etwa 18.30 Uhr.

Face2Face: Mit 17 Jahren wollten Sie Fußballprofi werden, spielten in der Jugendmannschaft von Alemannia Aachen und dann beim FC Bayern München. Wieso hat es damals nicht geklappt mit der Fußballkarriere und macht sie das manchmal traurig?
Aminati:
Ich denke, ich war zu unkonzentriert und zu unruhig für eine Fußballkarriere. Wenn man in jungen Jahren ein Talent entwickelt, sollte das von der Familie erkannt und gefördert werden. Bei mir war das leider nicht der Fall – ich war immer nur Einzelkämpfer. Obwohl es ein großer Traum von mir war Fußballprofi zu werden, bin sehr zufrieden mit meiner aktuellen Karriere. Außerdem wäre ich mit heute 38 Jahren ja schon längst nicht mehr aktiv dabei, sondern hätte höchstens noch einen  Managerposten inne.

Symbolisiert Leichtigkeit: Aminatis Tattowierung auf der linken Körperhälfte (Foto: Guido Schröder)

Face2Face: Sie engagieren sich unter anderem für Kinder in Afrika. Was bedeutet Ihnen Ghana, das Vaterland Ihres Vaters?
Aminati:
Ehrlichgesagt habe ich mit Ghana selbst wenige Berührungspunkte. Ich war auch noch nie dort. Meine Eltern haben sich früh scheiden lassen – vielleicht liegt es daran. Trotzdem werde ich natürlich durch mein Aussehen mit meinen Wurzeln konfrontiert und habe daher auch eine Affinität zu dunkelhäutigen Menschen. Aber ich engagiere mich ja nicht nur in afrikanische Organisationen: Ich  bin zum Beispiel auch Mitglied bei „Alle Kids sind VIP′s“, einem Verein, der Kinder mit Migrationshintergrund unterstützt. In meinen Augen ist es ein Unding, dass Migrantenkinder immer noch benachteiligt werden. Mario Gomez und „Culcha Candela“ sind auch Förderer dieser Organisation.
Ich versuche einfach kleine Beiträge zu leisten, weil es mir gut geht. Ich möchte etwas davon zurückgeben. Außerdem glaube ich, dass ein solches Engagement mich auf dem Boden der Tatsachen hält.

Face2Face: Haben Sie eine Freundin?
Aminati:
Ja, ich habe eine Freundin. Wir kennen uns seit etwa einem Jahr. Ich fühle mich sehr wohl in der Beziehung, weil wir eine Sprache sprechen. An meiner Freundin schätze ich, dass sie herzensgebildet und intelligent ist.

Face2Face: Wie sieht es mit Familie und Kindern aus? Ist da etwas in Planung?
Aminati:
In Planung würde ich nicht sagen. Da ich drei Schwestern habe, war bei uns zuhause früher immer etwas los. Daher will ich auf jeden Fall eine Familie gründen. Wenn es dann soweit ist, freue ich mich natürlich, aber es ist jetzt nicht der nächste Schritt.

Face2Face: Sie haben mehrere Tattoos. Haben sie eine tiefere Bedeutung?
Aminati:
Ich habe drei Tattoos. Das kleinste davon befindet sich an der Innenseite des linken Oberarms. Es sind chinesische Zeichen, die „Reisender auf der Suche nach Frieden“ bedeuten. Meinen rechten Oberarm ziert ein Drache, der in der Mythologie der Asiaten für Glück und Stärke steht. Dieses Tattoo ist in einer für mich sehr schwierigen Zeit entstanden, nämlich zwei bis drei Jahre nach meinem Ausstieg mit „Bed & Breakfast“. Damals bin ich in ein tiefes Loch gefallen. Mein drittes Tattoo befindet sich am linken Oberarm, geht über die Schulter und bis zu den Rippen. Es ist ein florales Muster, das Leichtigkeit ausdrücken soll. Das Tattoo rechts und das links stehen sozusagen für die Dualität des Lebens.

Face2Face: Welche Rolle spielt Sport in Ihrem Leben?
Aminati:
Ich treibe fünf- bis sechsmal die Woche Sport. Ich boxe, jogge, mache Fitness und Turmspringen. Sport hilft mir loszulassen und Druck abzubauen – es hat etwas Meditatives.

Face2Face: Sie haben fast 46.000 Likes auf „Facebook“. Was bedeuten Ihnen Ihre Fans?
Aminati:
Der Austausch mit dem – ich sage jetzt mal Zuschauer ist wichtig, weil ich so heraushören kann, was den Leuten gefällt und was nicht. Es gibt zwar die Einschaltquoten, aber daran kann man die Arbeit eines Moderators nur bedingt messen und oftmals spiegeln diese auch nicht immer die Qualität einer Sendung wider, finde ich.

Face2Face: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Aminati:
Mein größtes Projekt für das kommende Jahr wird mein Album sein. Musik begleitet mich schon immer und ich kann mit ihrer Hilfe einfach am besten ausdrücken, was mich bewegt. Die Musik auf dem Album unterscheidet sich sehr von dem, was ich vor zwei Jahren gemacht habe – sie hat einen ernsteren Anstrich bekommen. Damit es beim Hörer nicht zu Irritationen kommt und auch weil es nur um die Musik, nicht aber um meine Popularität gehen soll, wird das Album unter dem Namen meiner Band laufen. Was die Band betrifft, sind wir aktuell an der Namensfindung und für Vorschläge immer offen (Anm. d. Red.: Ideen können gerne in den Kommentaren festgehalten werden).

Zu gewinnen: Autogrammkarten von "taff"-Moderator Daniel Aminati (Foto: T. Gartner)

Verlosung von Autogrammkarten:
Ihr seid große Fans von Daniel Aminati und das einzige, was euch noch fehlt, ist eine Autogrammkarte? Dann solltet ihr jetzt gut aufpassen: Denn Face2Face verlost vier der heiß begehrten Unterschriften.
Was ihr für Karten tun müsst:
 Schreibt bis einschließlich Freitag, 18. November, 23:59 Uhr eine Mail an tatjana.gartner@face2face-magazin.de mit dem Betreff „Aminati“. In der Mail enthalten sein sollte euer Vor- und Nachnamen, sowie eine aktuelle E-Mail-Adresse, über die man euch erreichen kann. Verlost wird unter allen Einsendern. Mitarbeiter von Face2Face, sowie der Rechtsweg sind von der Verlosung ausgeschlossen.
 Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt dann am Montag, 21. November via Mail.

Viel Glück euch allen!

Vorschau: Am Dienstag, 1. November verrät uns TV-Sternchen Micaela Schäfer wie ihr die Erotikmesse „Venus“ in Berlin gefallen hat.