Tipps to go – Laufmaschen erfolgreich stoppen

Ob beim Einkaufen, während der Arbeit oder beim Rendezvous – jedem dürfte dieses Malheur schon einmal passiert sein. Vor allem bei neuen Strumpfhosen, die kaum getragen wurden, sind Laufmaschen besonders ärgerlich. Da Feinstrumpfhosen aus einem einzigen gestrickten Faden bestehen, bedeutet ein kleines Loch meist schon den Tod eines Beinkleides. Dabei kann man mit kleinen Tricks und ein wenig Fingerspitzengefühl – von Anfang an bis hin zur Notsituation – das Schlimmste vermeiden.

Blickdicht: Je weniger die Beine zu sehen sind, desto resistenter ist die Strumpfhose (© Jutta Rotter  / pixelio.de)

Blickdicht: Je weniger die Beine zu sehen sind, desto resistenter ist die Strumpfhose (© Jutta Rotter / pixelio.de)

1. Der Kauf:

Bereits der Kauf einer Feinstrumpfhose ist entscheidend für seine Haltbarkeit. Allein die Größe ist ein wichtiges Kriterium: Ob ein Strumpf reißt, hängt mit seiner Oberflächenspannung und somit der Konfektionsgröße zusammen. Ist er zu klein, werden die Fasern beziehungsweise Maschen zu sehr gedehnt, was die Bildung von Laufmaschen begünstigt. Liegt die Feinstrumpfhose umgekehrt nicht eng genug am Bein an, wirft sie unschöne Falten und kann an Gegenständen haften bleiben. Daher empfiehlt sich beim Kauf große Aufmerksamkeit: Die Größenangaben der Strümpfe werden zwar mit den gängigen Konfektionsgrößen angegeben, implizieren jedoch zugleich die Breite und Länge. Ist der Träger zwar schlank, aber langbeinig, sollte auf Größe „L“ zurückgegriffen werden.

Doch nicht nur die Größe, auch die Bestandteile des neuen Kleidungsstücks spielen eine wichtige Rolle. Produkte mit Elastan und Lycra verbessern die Dehnbarkeit, sodass die Strümpfe nicht so schnell reißen. Sind sie auch noch gemustert oder glänzen, werden sie durch ihre Resistenz den Alltag eher überstehen als matte und glatte Strumpfhosen. Qualitativ hochwertige Beinkleider wiederum haben eine längere Lebenszeit als ihre günstigen Konkurrenten, da sie an Ferse, Bund und Fußspitze verstärkt sind. Außerdem entscheidet die Garnstärke – an den „Den“-Angaben oder an der Transparenz der Strümpfe erkennbar – über ihre Langlebigkeit. Je feiner und blickdurchlässiger die zweite Haut ist, desto anfälliger ist sie für Laufmaschen. Weiterhin gibt es spezielle Feinstrumpfhosen, die laufende Maschen gänzlich verhindern sollen.

2. Die Vorbehandlung:
Vor allem Haarspray eignet sich als effektive Behandlungsmethode. Besprüht man die Strümpfe damit, festigt dies das Garn und verbessert durch den Schutzfilm die Haltbarkeit. Zudem kann man durch das Gefrieren der Fasern die Lebenszeit der Beinkleider deutlich verlängern. Hierfür die Strumpfhosen in einem Gefrierbeutel für eine Nacht in das Tiefkühlfach legen. Dadurch werden diese strapazierfähiger. Beim Auftauen sollte man auf die Heizung oder einen Föhn verzichten und sie lediglich lufttrocknen.

Zudem kann man durch das Waschen der Strümpfe Laufmaschen vorbeugen. Grundsätzlich empfiehlt sich dabei die Handwäsche mit einem Duschgel. Muss der Strumpf doch in die Waschmaschine, so gehört er – bei 30 bis 40 Grad Celsius gewaschen – in einen Wäschesack. Scharfe Waschmittel sollten dabei vermieden und lieber auf Seife zurückgegriffen werden. Auch ein Schuss Essig kann hierbei nicht schaden. Zum Trocknen die Strümpfe aus der Maschine holen und, geschützt vor Sonneneinstrahlung, an der frischen Luft trocknen. Wäschetrockner und Heizungen sind schließlich Tabuzonen für jede Strumpfhose.

3. Das Anziehen:
Häufig werden beim Anziehen der Strümpfe erst Grundsteine für Laufmaschen gelegt, da dabei kleine Löcher entstehen – sei es durch trockene Haut oder rissige Nägel an Händen und Füßen. Um das Risiko zu  minimieren, sollten die Nägel gepflegt und mit einer Feile abgerundet werden. Gegen trockene Hornhaut helfen spezielle Feilen sowie warme Bäder und Cremes. Außerdem gibt es im Fachhandel Baumwollhandschuhe, mit denen man sich eine vorherige Mani- oder Pediküre sparen kann. Bevor man die Strümpfe über den Fuß stülpt, rollt man sie zusammen und zieht sie – erst am einen, dann am anderen Bein – über den Fuß bis hin zu den Knien. Dann zieht man an beiden Beinen gleichzeitig die Strumpfhose nach oben. Zudem sollen Feinstrumpfhosen auf links gezogen weniger anfällig für Laufmaschen sein. Das Auftragen von Haarspray im getragenen Zustand kann dabei auch nicht schaden.

4. Die Hilfsmittel:
Nützt alles nichts und es bilden sich – trotz Vorbehandlung und Vorsicht – die ersten Laufmaschen, gibt es auch dafür kleine Haushaltshelfer wie Haarspray oder Nagellack. Die betroffene Stelle einfach mit einem Klarlack bepinseln oder mit dem Spray besprühen – dabei nicht allzu sparsam vorgehen. Mit den nützlichen Mitteln verkleben die Ränder und verhindern so das Ausdehnen der Masche. Hat man beides gerade nicht parat, kann auf einen handelsüblichen Kleber – egal ob Flüssigkleber oder Klebestift – zurückgegriffen werden. Dieser sollte nach Möglichkeit ein schnell trocknendes Produkt sein, um die Laufmasche gleich zu stoppen. Doch nicht jede gerissene Strumpfhose gehört gleich in den Müll. Trotz kleiner Löcher und Laufmaschen kann man diese an kalten Herbst- und Wintertagen unter der Hose tragen.

Vorschau: Nächste Woche berichtet euch die Tipps&Tricks-Redaktion, mit welchen Mitteln sie nach harten Arbeitstagen entspannt.

Alt, aber glücklich? Vernetzt sein bis zum letzten Tag

Wenn ich an meine Großmutter denke, fällt mir ein: Sie ist alt. In diesem Fall ist das nicht als Degradierung ihrer zweifellos liebenswerten Persönlichkeit zu begreifen, schließlich kann man bei 89 Jahren getrost von einem stattlichen Alter sprechen. Dass sie, selbst jetzt noch, kaum fremde Hilfe in Anspruch nehmen muss, grenzt für mich schon fast an ein Wunder. Schließlich ist sie in unserer hochtechnisierten, mit immer innovativerer Unterhaltungselektronik um sich greifenden Welt geradezu verloren. Ihr allein beizubringen, wie der Fernseher und vor allem seine Lautstärkeregelung verantwortungsvoll zu bedienen ist, erwies sich bereits als schwieriges Unterfangen und kostete alle Beteiligten einige Nerven – die nach regelmäßiger Lärmbelästigung letztendlich auf nimmer Wiedersehen verzogenen Nachbarn nicht eingeschlossen. Doch noch schwieriger als das Verständnis für Errungenschaften wie „dieses Internet“ dürfte für meine werte Oma der immer seltener werdende Kontakt zu ihren Nächsten, ach – was sag‘ ich – zur gesamten Außenwelt sein. Wie das Leben so spielt, hat sich die Familie zusehends in alle Winde verstreut und die Bindung an jahrelange Freunde ist auch nicht mehr dieselbe. Letzteres könnte allerdings auch damit zusammenhängen, dass viele Altersgenossen schlichtweg bereits verstorben sind.

Was zurückbleibt, trägt den Titel „Alterseinsamkeit“. Was gemeint ist, liegt auf der Hand: Das Gefühl von fehlender Zugehörigkeit, Alleinsein, sozialer Isolation im Rentenalter. Nichts, was mir auch nur im Ansatz ein Begriff wäre, bin ich doch schließlich jung, mobil, und nahezu stets in gesellschaftliches Miteinander integriert – ob in meiner Realität oder in der virtuellen Ersatzwirklichkeit. Es drängt sich mir also die, aus jetziger Sicht recht utopisch wirkende Frage auf, wie es mir selbst wohl ergehen wird, wenn ich einmal in den Filzpantoffeln meiner Großmama stecke, rund 60 Jahre in der Zukunft. Mit allem technischen Schnickschnack, der uns den Alltag und besonders das In-Verbindung-Bleiben zu erleichtern verspricht. Machen mich diese Hilfsmittelchen alt, aber glücklich?

Statistiken zufolge soll die Einsamkeit im Alter in 60 Jahren sogar noch weiter zunehmen. Schuld daran seien sogenannte Single-oder Ein-Personen-Haushalte. Die sind heute schwer im Trend, weil viele auf Berufswegen notgedrungen ihren Standort wechseln und mehr oder minder kostengünstige Refugien anmieten müssen, in denen niemand außer ihnen selbst Platz findet. Außerdem bestehen die Jungen Wilden zumeist auf ihre Unabhängigkeit und, leben sie auch in noch so festen Beziehungen, auf ihren ganz privaten „Space“. Will man also den Schreckensprognosen Glauben schenken, so sind die Ausgangsvoraussetzungen für die perfekte Einsamkeit bereits gegeben. Doch selbst, wenn nicht: Erwiesenermaßen ist die Lebenserwartung bei Männern geringer als bei Frauen, sodass Letztere wohl oder übel Gefahr laufen, als Witwen zu enden – mögen sie zuvor auch Teil eines Pärchen-Haushaltes gewesen sein.

Von gemeinsam einsam kann in dieser Hinsicht also keine Rede mehr sein; ich frage mich, wie vielen auf diesem Erdenrund es wohl genauso ergangen sein wird. Wie viele verwitwete Freundinnen wohl meinen Anruf – selbstverständlich Videotelefonie – ungeduldig herbeisehnen? Wie viele Kilometer werden mich bis dahin wohl von ihnen trennen? Die Zeit kann schließlich nicht still gestanden haben in den letzten 60 Jahren; Facebook und E-Mail sei Dank werde ich meine Liebsten immerhin nicht aus den Augen verlieren. Und da vermutlich ohnehin jeder seine Lebensereignisse nahezu mechanisch, einzeilig und tagesaktuell twittern wird, verpasse ich auch garantiert nichts. „Mein Mann hatte einen Herzinfarkt“. Retweet mit Beileidsbekundungen. „Tochter hat um 11.13 Uhr einen gesunden Jungen zur Welt gebracht“. Anbei ein Bild aus dem Kreissaal. Ich drücke den Like-Button. Es fühlt sich an, als wäre ich fast live dabei gewesen.

In ist, wer drin ist: Vielleicht retten uns Facebook und Co. ja im Alter vor der Einsamkeit. (Foto: Perlowa)

Bleibt einmal ein Status-Update aus, fange ich an, mir ernsthafte Sorgen zu machen. Ob wohl etwas passiert ist? Für den Notfall hält sie doch bestimmt ihr Smartphone griffbereit. Ich lasse bestimmt nichts unbemerkt; dass eine meiner Freundinnen fünf Jahre lang tot in ihrer Wohnung vor sich hinmodert, ehe sie zufällig jemand entdeckt (Quelle: http://www.derwesten.de/politik/einsamkeit-im-alter-nimmt-in-den-naechsten-jahren-zu-id6662395.html), erscheint mir dieser Tage kaum noch möglich. Dass einer von uns überhaupt noch so alt werden kann wie das vereinsamte Beispiel aus Hagen fällt mir, bei der vorrangig durch das Internet verursachten Reizüberflutung, ebenfalls schwer zu glauben. Denn sind soziale Netzwerke einerseits unsere letzte Hoffnung im Alter, posten sie gleichzeitig unser Todesurteil: Zu schnelllebig, um richtig greifbar zu sein – ganz besonders dann, wenn in uns selbst nach und nach verdiente Ruhe einkehren soll, wir uns darauf freuen, das Hamsterrad, welches nur von innen wie eine Karriereleiter aussieht, verlassen zu können. Facebook, Partnerbörsen und Co. werden auch in 60 Jahren den gefühlsechten menschlichen Kontakt nicht ersetzen können.

Es gibt und wird auch zukünftig mehr als genug Menschen geben, die sich außerhalb dieser selbstkreierten Parallelwelt einsam, leer und haltlos fühlen. Ihnen wird kein tumblr-Blog der Welt dabei helfen, reale Freundschaften zu pflegen – und das funktioniert, damals wie heute wie morgen, indem man den anderen besucht und gemeinsam immer neue Erinnerungen erschafft. Schön, wenn man die dann via Instagram hochladen kann. Noch schöner, wenn man sie zuhause eingerahmt auf den Nachttisch stellen kann. Ich sollte meiner 89-Jährigen Oma dringend ein paar Bilder in einem Briefumschlag schicken. Wie E-Mail funktioniert, wird sie vermutlich in ihrem Leben nicht mehr lernen. Den Briefkasten öffnen und glücklich sein kann sie jedoch – ganz und gar offline.

Vorschau: In der kleinen Kolumne des kleinen Sascha geht es in der nächsten Woche um – wer hätt’s gedacht – kleine Leute.

Vom ganz normalen, haarigen Wahnsinn

„Ja, ich habe tolles Haar. Danke der Nachfrage!“ – Nicht, dass ich jemals so auf Menschen reagieren würde, die mir ein Kompliment für meine Haarfarbe , meine Frisur, meinen Haarschnitt oder meine Haarstruktur gemacht haben. Aber ich könnte. Immerhin pflegen und striegeln sich Haare ja auch nicht über Nacht. Es sind Züchtung und konstante Zuwendung erforderlich, es geht bei mir im Badezimmer fast wie auf einem Reiterhof zu. Wen wundert es da noch, dass die ein oder andere  Frau mittlerweile auf Pferdehaarbürsten schwört? Wenn man davon doch einen glänzenden, weichen Schweif bekommt…

Wie ich soeben deutlich zu machen versuchte, kommt man nicht mit prächtiger Haarpracht auf die Welt. Das liegt nicht nur daran, dass man im Idealfall mit nicht mehr als einem Haarbüschel auf dem Haupt geboren wird. Erst einmal müssen wir ohnehin alle daran glauben: Haare wachsen lassen, um sogleich wieder auf dem Friseurstuhl Haare zu lassen. Wer kennt sie nicht, die grausamen Coiffeure, die auf Anweisung grausamer Elternteile wehrlosen Kindern besonders grausame Haarschnitte antun? Von „süüüüß“-em Pony kann wiederum außerhalb des Reiterhofes nicht die Rede sein.  Kurzhaarfrisuren, die wir rückblickend „Topfschnitte“ schimpfen, haben ihrem optischen Gräuel zum Trotz immerhin einen pragmatischen Vorteil:  Sie sind in Styling und Pflege denkbar unkompliziert. Denn, mal ehrlich – es dürfte schwer sein, eine Sechsjährige zu finden, die mit ihren Genossinnen aus der Spielgruppe regelmäßig Föhnhitze und Flechtwerk  zum Gesprächsthema macht. Außerdem lebt es sich gewiss einfacher von Menschen umgeben, die allesamt genauso einen hässlichen Mopp auf dem Kopf haben wie man selbst. So frei von (Frisuren-)Neid ist man wahrlich selten!

Wer sie hat, hat’s gut: Haare und davon viel.                (Foto: T.Gartner)

Doch je älter wir werden, desto mehr Mädchen werden wir. Das mag zunächst paradox klingen, ist in Wahrheit aber völlig logisch. Wir entwickeln nämlich mit der Zeit so etwas wie einen sechsten Sinn, den Ästhetischen, entdecken nach und nach, was uns steht und wie viel davon. Das gilt für Kleider und für die Beschäftigung mit dem eigenen Kopfhaar gleichermaßen. Wir probieren uns dabei in verschiedene Richtungen aus – mal mit mehr, mal mir weniger gutem Erfolg. Haartechnisch ist vor allem zwischen zwölf und zwanzig Jahren alles erlaubt. Wir gehen mit der Mode oder trotzen ihr bewusst, provozieren Autoritäten mit irren Irokesen und ausrasiertem Unterhaar.  Doch vor allem tun wir etwas für Mädchen besonders Typisches:  Wir reden mit unseren Freundinnen darüber. Angefangen bei mit „Das will ich auch“-versetzten Komplimenten („Toll, so weiches Haar! Welche Pflegeserie benutzt du so?“) und aufgehört bei spöttischem Tratsch über die Sitznachbarin, der der frisch geschnittene, rot gesträhnte Bubikopf mal so überhaupt nicht steht.

Besonders versessen sind wir darauf, das Geheimrezept für gesundes und voluminöses Haar zu finden – ein bisschen wie Plankton, der Mister Krabs mit allen Mitteln die Krabbenburger-Geheimformel abringen will. Und wir sind bereit, dafür einige Tortur auf uns zu nehmen. Von stundenlanger Lektüre erfolgsversprechender Foren über Selbsterfahrungen mit Youtube-Wundervideos bis hin zur Investition in sündhaft teure, aber angeblich hundertprozentig organische Shampoos. Ob wir mit einem Friseurbesuch, so regelmäßig wie Routineuntersuchung beim Zahnarzt, und unserer Naturhaarfarbe nicht von vorneherein besser bedient wären, werden wir in unserem Haar-Wahn wohl so schnell nicht herausfinden.

Eher noch bekommen wir Haare auf den Zähnen, wenn wir anderen Frauen begegnen, die scheinbar nie mit einen „Bad Hair Day“  zu kämpfen haben, wie wir es von Zeit zu Zeit leider tun müssen.

Oder schlimmer noch: Wenn wir sie unter höchster Anspannung, sich dem Ziel nahe wähnend,  nach ihrem Friseur des Vertrauens und ihren Pflegeprodukten ausquetschen und uns als Antwort nicht mehr als ein „Ach, ich tue nur das Übliche. Meine Haare sind von Natur aus so“ entgegen geschmettert wird.

Tja, also habe ich wohl doch nicht so tolles Haar. Was ich habe, ist bloß zu viel Zeit, Geld und Conditioner.

Meine männlichen Leser möchte ich zu guter Letzt an dieser Stelle um Vergebung für die mangelnde Erwähnung bitten: Auch ihr habt natürlich im Laufe eures Lebens furchtbar haarige Erfahrungen machen müssen  – Frisur-Vorbild Aaron Carter sei Dank. Glücklicherweise werdet ihr mit zunehmendem Alter allerdings nicht nur weniger eitel, sondern habt auch weniger Haare auf dem Kopf, denen ihr euch widmen könnt. Entweder wir Frauen fressen sie euch von da oben runter oder aber Mutter Natur tut ihr Übriges. Genießt also die vergleichsweise kurze Zeitspanne, in der ihr eure Mähnen noch mit Gel zähmen oder zur Elvis-Tolle frisieren könnt. Seht das Ganze positiv – nicht zu wissen, dass ein Bob mit Baggern und Kränen nicht viel gemein hat und Silikon nur in Pamela Andersons Brüsten etwas zu suchen haben, ist keine Schande.

Vorschau: In der nächsten Woche arbeitet Kolumnist Sascha hart an der Frage, was eigentlich harte Arbeit bedeutet.

Lockig, glatt, getönt, blondiert – die Face2Face-Redaktion verrät ihre Tipps&Tricks zu Haarpflege und -styling

Von links: Muriel Heimes (Mode), Lisa Rossel (Mode), Jean-Claude Jenowein (Panorama), Sonja Lukenda (Kolumne) und Julia Pfirrmann (Wirtschaft&Politik) (Fotos: privat)

Wie kann ich meine Haare pflegen und welche Stylingprodukte sind die besten? Das Internet ist voll von Pflege- und Stylingtipps – teilweise sogar so voll, das man kaum noch weiß, welchen der unzähligen Ratschläge man Glauben schenken soll. Deshalb präsentiert euch die Tipps&Tricks-Rubrik heute eine Umfrage unter den Mitarbeitern der Face2Face-Redaktion. Alle Tipps&Tricks sind daher gründlich recherchiert und zur Genüge getestet. Vielleicht ist ja auch die ein oder andere Inspiration für euch dabei?!

„Am liebsten trage ich die Haare offen, wenn es nicht gerade Hochsommer ist“, erzählt Muriel Heimes, „und um die offenen Haare ein bisschen zu variieren, flechte ich manchmal eine Strähne nach hinten oder setze eine lockere Spange ins Haar.“ Die 23-Jährige Studentin und Mitarbeiterin der Face2Face-Moderubrik beschreibt ihr dunkles Haar als „relativ dick und etwas gewellt“. Beim Glätten schwört sie auf die „Schutzengel Hitze-Lotion“ von „Got2Be“ – „damit die Haare nicht so leiden müssen!“ Auch beim Finish setzt sie auf „Got2Be“: „Ich benutze das „Happy Hour durchgehalten“-Haarspray – bisher hat auch immer alles durchgehalten!“ Ihr langes Haar wäscht die Studentin täglich mit Shampoo, Spülung und Spray. Alle zwei Tage verwende sie zusätzlich ein Haarspitzenfluid und alle fünf Tage eine Kur, erzählt sie. Ihr Produkttipp: Die „Cream & Oil“-Serie von „Schauma“. „Das Haar sieht wirklich gesund aus und man hat weniger Spliss. Außerdem riecht es ganz toll! Da „Schauma“ recht günstig ist, tut’s auch dem Geldbeutel nicht allzu weh“, schwärmt sie. Die 23-Jährige ist der Meinung, dass teuer nicht gleich gut bedeutet. Daher kaufe sie die meisten ihrer Styling- und Pflegeprodukte im Drogeriemarkt „DM“.
Möglichst selten bis gar nicht sollte man seine Haare ihrer Meinung nach glätten. Aber auch auf Blondieren solle man verzichten, da es das Haar mit Abstand am meisten schädige, weiß die Modejournalistin.

Schädliche für die Haare: Tönen, färben und vor allem blondieren (© Grey59 / pixelio.de)

Genauso sieht das auch ihre Kollegin Lisa Rossel. „Leider bin ich ein absoluter Anhänger von beidem – glätten und blondieren –, weshalb meine Haare eben auch sehr trocken sind“, fügt sie an. Ihr dünnes, blondes Haar trägt die 23-Jährige am liebsten offen – „das steht mir am besten und ist außerdem am natürlichsten“, sagt sie, „mit hochgesteckten Haaren oder ähnlichem fühle ich mich aufgetakelt.“ Alle zwei Tage wasche sie ihr Haar mit Shampoo und Spülung, berichtet die Studentin. Zweimal pro Woche ersetze sie die Spülung außerdem durch eine Haarkur. „Im Winter verwende ich auch gerne das Haaröl von „Alverde“ mit Arganöl,“ erzählt sie, „ so wird mein von Mützen und Heizungsluft angegriffenes Haar mit der benötigten Feuchtigkeit versorgen.“ Wie Muriel vertraut auch Lisa auf die Produkte aus dem Drogeriemarkt: „Ich glaube nicht, dass Produkte, die man direkt beim Friseur kauft eine bessere Wirkung haben. Als Studentin muss ich außerdem ein bisschen aufs Geld schauen.“ Als Tipp für die Haarpflege empfiehlt die Modejournalistin die ge-wohnten Pflegeprodukte alle paar Wochen abzuwechseln. „Am besten für zwei Pflegeserien entscheiden“, meint sie, „durch den Wechsel wird vermieden, dass sich die Haare an die Wirkstoffe gewöhnen und diese nicht mehr richtig aufnehmen können.“ Lisas Stylingtipp: „Dünne Haare neigen im Winter durch elektrische Aufladung häufig zum ,,Fliegen“. Um das zu Vermeiden sprühe ich meine Haarbürste vom Durchkämmen mit Haarspray ein. Mein Favorit hierfür ist das ,,Diamond Gloss“-Haarspray von Nivea“.“

Strapaziert das Haar: Hitze von Fön und Glätteisen (© BirgitH / pixelio.de)

Um fliegende Haare muss sich der nächste Face2Face-Mitarbeiter weniger Gedanken machen: Jean-Claude Jenowein schreibt neuerdings für die Panorama-Rubrik und hat kurzes, lockiges Haar. Der 23-Jährige schwört auf Produkte von „Guhl“: „Ich verwende unter anderem „Locken Kraft“, ein aktivierendes Lockenspray aus Ginkgo und Jojoba und die auf Mandelöl basierende Aufbau- und Schutzkur ohne Ausspü-len.“ Zum Definieren seiner Locken setzt der Schüler auf „Nivea“ Soft Creme. Bei der Auswahl seiner Haarpflegeprodukte achte er besonders darauf, dass keine Silikone enthalten seien. Bei Locken seien zudem feuchtigkeitsspendende Produkte, wie das Feuchtigkeits-Shampoo mit Granatapfel und Aloe Vera von der „Rossmann“-Hausmarke „Alterra“ gut geeignet, findet er. „Frischer und gepflegter erscheinen die Haare, wenn man zwischen zwei beständigen Shampoos regelmäßig wechselt“, fügt er hinzu. Auch Jean-Claude ist der Überzeugung, dass man, um das Optimum aus seinem Haartyp herauszuholen, auch auf Produkte aus dem Drogeriemarkt zurückgreifen kann. „Viele machen den Fehler sich alle Produkte vom Friseursalon andrehen zu lassen“, glaubt er. Lufttrocknen lassen ist sein Tipp für all diejenigen mit Locken. Außerdem rät er dazu, sich beim Kauf eines Haarpflege- oder Stylingproduktes nicht ausschließlich auf den Geruch zu verlassen, sondern auf die Inhaltsstoffe zu achten.

Auch Face2Face-Kolumnistin Sonja Lukenda verwendet gerne „Guhl“-Produkte: „Ich wasche meine Haare alle drei bis vier Tage mit dem Color-Shampoo von „Guhl“ und dem Bananen-Conditioner von „The Body Shop“ – der lässt die Haare schön duften.“ Ihr dickes Haar trägt die Wirtschaftskorrespondentin am liebsten „ganz unkompliziert – entweder offen, als Pferdeschwanz oder Knoten, weil ich kein großes Talent zum Haare stylen habe – leider.“ Die Haarpflege-Produkte von „The Body Shop“ könne sie sehr empfehlen, weil diese die Haare wunderbar gepflegt und gesund aussehen lassen würden, berichtet die 27-Jährige. „Besonders gerne mag ich auch die Ölpflegebehandlung von „Moroccan Oil“ – meine Haare duften exotisch, werden mit Feuchtigkeit versorgt und sehen gesund aus“, sagt sie, „es ist nicht ganz preiswert, aber es lohnt sich! Das Öl ist sehr ergiebig und man hat sehr lange etwas davon.“ Überhaupt nicht empfehlen könne sie hingegen sämtliche Produkte von „Fructis“ – „die machen meine Haare matt und stumpf“. Sonjas Haartipp für leichte Wellen und glänzendes Haar: „Haare abends waschen, danach ganz normal die Pflege verwenden, leicht trocknen und mit handtuchtrockenem Haar ins Bett legen. Morgens sind die Haare – zumindest bei mir – schön wellig und fallen toll“.

Egal ob blond, braun, lockig oder glatt: Jedes Haar braucht individuelle Pflege (Foto: T. Gartner)

„Mein Shampoo, das Pflegeserum und die Haarkur sind vom Friseur, da mir hier die Qualität sehr wichtig ist“, erzählt Julia Pfirrmann, Mitarbeiterin der Wirtschaft- und Politik-Rubrik bei Face2Face, „ich verwende ein Shampoo und ein Pflegeserum der Serie „Bed Head“ von der Marke „TIGI“. Da ich früher als Schwimmerin mehrmals die Woche meine Haare im Chlorwasser strapaziert habe, habe ich mich dazu ent-schlossen, ein gutes Shampoo vom Friseur zu benutzen, welches die Haare vor dem Austrocknen bewahrt und sie leicht kämmbar macht. Diese Produkte haben zwar ihren Preis, sind aber wirklich zu empfehlen.“ Nicht begeistert sei sie hingegen von Shampoos der Drogeriemarken: „Persönlich hatte ich immer das Gefühl, dass sie meine Haare zusätzlich austrocknen.“ Ihr dickes, glattes bis leicht welliges Haar hat die 21-Jährige in einem dunklen Schokobraun gefärbt. „Normalerweise ist mein Haar mittelbraun“, sagt sie. Eigenhändiges Färben schädigt ihrer Meinung nach die Haare extrem. Deshalb rät sie zum Färben lieber einen Fachmann aufzusuchen – „so werden auch geschmacklose Farbkatastrophen verhindert.“ Dass sie ihre Haare am liebsten offen und entweder leicht lockig oder geglättet trägt, hänge unter anderem damit zusammen, dass sie bisher kein großes Talent für aufwendige Frisuren entwickeln konnte oder der Versuch an der morgendlichen Faulheit im Bad scheiterte, berichtet sie belustigt. Julias Stylingtipp: „Haare ein bisschen anfeuchten und im Dutt trocknen lassen – eventuell mit etwas Lockenschaum. Das ergibt eine verwuschelte Mähne, die sich gut stylen lässt.“

Vorschau: Nächsten Sonntag erwartet euch ein weitere Teil der Traumberufeserie. Dieses Mal geht es um eine Sexshopverkäuferin. Schaut wieder rein und erfahrt, was diesen Job zum Traumberuf macht!

 

Haare waschen – aber richtig

Gesund bis in die Spitzen: Bereits beim Haarewaschen können ein paar einfach Tricks das Haar schützen und pflegen (© Rainer Sturm / pixelio.de)

Draußen herrscht klirrende Kälte, drinnen dafür trockene Heizungsluft – kein Wunder, dass die Haare unter dieser Kombination leiden. Wer keine Zeit für ausgiebige Kuren hat, kann mit ein paar einfachen Tricks sein Haar bereits beim Waschen pflegen und unnötiges Strapazieren vermeiden.

1. Vor dem Waschen

Da die Schuppenschicht eurer Haare in nassem Zustand besonders empfindlich ist, solltet ihr sie VOR dem Waschen vorsichtig durchkämmen. Dabei auch ruhig mal in außergewöhnlichere Richtungen als immer nur von vorn nach hinten bürsten – das massiert die Kopfhaut und ist damit nicht nur angenehm, sondern regt auch das Haarwachstum an.

2. Während dem Waschen

Am besten verwendet ihr ein Shampoo, das speziell auf die Bedürfnisse eurer Haare abgestimmt ist. Tipp: Probiert euch einfach mal durch das Angebot an Produkten und Marken und stellt so fest, welche(s) euer Favorit ist.

Das Shampoo nur in den Ansatz einmassieren, denn dort werden die Haare als erstes fettig. Beim Auswaschen läuft genug Shampoo an den Längen und Spitzen vorbei, sodass auch diese sauber werden. Wer eine Spülung benutzen möchte – diese kann man auch durch eine Sprühkur nach dem Waschen ersetzen (Siehe Punkt 3) – sollte diese wiederum nur in den Längen und Spitzen auftragen, da sonst der Ansatz schneller nachfettet.

Nicht schön, aber sinnvoll: Turban tragen statt Haare trocken rubbeln (© Jeanne Müller / pixelio.de)

Die Wassertemperatur sollte möglichst lauwarm, niemals heiß sein. Nach dem Waschen die Haare einmal eiskalt durchspülen – das verleiht ihnen später einen schönen Glanz, da sich die bereits erwähnte Schuppenschicht wieder anlegt. Wer das Haarewaschen mit duschen verbindet: Auch hier empfiehlt sich ein kurzes Abkühlen nach einer ausgiebigen und warmen Dusche – der Temperaturunterschied stärkt das Bindegewebe und beugt so längerfristig Krampfadern und Cellulite vor.

3. Nach dem Waschen

Die Haare nach dem Waschen für etwa 15 Minuten in einem Handtuch zu einem Turban wickeln – in keinem Fall darf gerubbelt werden, denn das führt zu Spliss. Dann das Handtuch abnehmen und eine Sprühkur in das gesamte Haar auftragen. Nach weiteren fünf Minuten Einwirkzeit die Haare vorsichtig und mit den Spitzen beginnend mit einem möglichst breitzinkigen Kamm kämmen. Schließlich noch ein Spitzenfluid auftragen – wie der Name schon sagt nur in die Spitzen und ein wenig in die Längen.

Die Haare danach am besten an der Luft trockenen lassen. Wer Föhn oder Glätteisen verwendet, sollte ausreichend Zeit einplanen, um die Haare möglichst lange vortrocknen zu lassen. Außerdem sollte vor dem Föhnen beziehungsweise Glätten in jedem Fall ein Hitzeschutzprodukt verwendet werden.

Noch mehr haarige Tipps, sowie Produktvorschläge findet ihr HIER.

Vorschau: Nächsten Sonntag gibt´s ein Do-it-yourself-Tutorium für individuell gestaltete Jeans.

Perfekt gepflegte Nägel in der kalten Jahreszeit

Die Hände sind die meist beanspruchte Körperpartie des Menschen. Durch Feuchtigkeit, Chemikalien wie zum Beispiel Reinigungsmittel, UV- Strahlen und Schmutz werden unsere Hände in alltäglichen Situationen stark in Anspruch genommen. Besonders in der kalten Jahreszeit müssen diese daher gepflegt und geschützt werden. Vor allem das Erscheinungsbild der Nägel sollte nicht vernachlässigt werden.

 Daher erkläre ich euch heute Schritt für Schritt wie einfach und effektiv eine Maniküre nachzumachen ist. Alle dazu benötigten Arbeitsmittel sind in der Drogerie zu erstehen. Ihr braucht: Eine grobe und eine feine Feile, Nagellackentferner, Nagelhautentferner, Pferdefüßchen oder Rosenholzstäbchen, Polierfeile, Korrektur-Stift, Unterlack, Nagellack in beliebiger Farbe und Überlack.

Schritt 1: Zuerst den Naturnagel mit einer groben Feile in die gewünschte Länge in Form feilen.

Schritt 2: Die Hände in einem Nagelbad – dieses besteht aus warmen Wasser und einem Tropfen Seife – wenige Minuten einweichen lassen. Dann die Hände abtrocknen und mit einem Wattestäbchen den Nagelhautentferner auf die Nagelhaut auftragen. Nach zweiminütiger Einwirkzeit die Nagelhaut mit einem Pferdefüßchen oder Rosenholzstäbchen VORSICHTIG zurückschieben. Der überstehenden Rand wird dadurch gelöst und kann mit einem Tuch entfernt werden.

Schritt 3: Die Naturnägel mit einem Nagellackentferner entfetten und mit einer feineren Feile nochmals nachfeilen. Anschließend mit der Polierfeile die Nägel polieren. Der Nagel wird so ebenmäßiger und ein natürlicher Glanz entsteht.

Schritt 4: Zum Abschluss mit dem Unterlack den Nagel beschichten. Der Nagellack wird in zwei dünnen Schichten aufgetragen – kleine Fehler können mit einem Korrektur-Stift behoben werden. Beim Auftragen des Überlackes sollte darauf geachtet werden, die Seiten und Spitzen zu überziehen, denn das sind die Bereiche, an denen der Nagellack zuerst abblättert.

Hünsch anzusehen: French Nails mit kleinem Highlight auf dem Ringfinger (Foto: T. Gartner)

Wem selbst-lackierte Nägel nicht gelingen oder wer schlichtweg zu faul ist, kann natürlich auch in ein professionelles Nagelstudio gehen. Tatjana hat nachgefragt bei Franzi, die sich alle drei bis vier Wochen ihre Nägel vom Profi machen lässt:

 „Ich habe immer weiße Spitzen, also French-Nails und meistens auf dem Ringfinger noch ein Muster. Da vertrau ich aber meiner Nagel-Designerin voll und ganz und lass mich überraschen“, erzählt die 23-jährige. 36 Euro kostet der Spaß, den sich die Studentin und nebenberufliche Jeans-Verkäuferin etwa einmal im Monat gönnt. Das erste Mal sei sie mit 17 Jahren im Nagelstudio gewesen. „Meine Mutter hat mich damals drauf gebracht und es hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen“, sagt sie. Selbstlackieren kommt für sie nicht in Frage. „An mir selbst mag ich es gar nicht, wenn die Nägel selbst lackiert sind. Ich finde es kommt dabei sehr auf die Nagelform und auch die Farbe des Lacks an. Nicht alles steht jedem“, argumentiert Franzi. Ob sie mit ihren Nägeln im Trend liege, sei ihr egal: „Ich ziehe das an, was mit gefällt und style mich so, dass ich mich wohl fühle – so wie mit meinen Nägeln.“

Zufrieden mit ihren Fingernägeln: Interviewpartnerin Franzi (Foto: T. Gartner)

 Errechnet man aus den sieben Jahre monatlicher Nagelstudio-Besuche und den jeweils 36 Euro die Summe, kommt man auf etwa 3 000 Euro. Eine schier unfassbare Zahl für ein Stück Perfektion. Für diejenigen, denen es gefällt, so wie Franzi, wohl ein notweniges Übel.

 Schöne Nägel ohne viel Geld auszugeben – wer sich das wünscht, sollte es einfach mal mit Ramonas Schritt-für-Schritt-Anleitung versuchen. Probieren geht ja bekanntlich über studieren.

Vorschau: Nächste Woche gibt´s mal wieder ein kleines Video. Diesmal erklärt euch Tatjana wie man im Handumdrehen eine hübsche Hochsteckfrisur zaubern kann.

———————————————————————————

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit unserem ehemaligen Redaktionsmitglied Ramona Wittmann.

Tierisch gutes Team, Teil 2: Tierisch tiefer Sinn

Svenja & Pico

 Viele Kinder wünschen sich schon früh ein Haustier. Kuscheln, zu zweit die Welt erkunden und nie allein sein – das stellen sich die Kleinen darunter vor. Doch bis ein solches Vertrauensverhältnis zu einem tierischen Lebewesen aufgebaut ist, bedarf es viel Geduld, Pflege und Ausdauer. Das beweisen die hier vorgestellten Teams, die anfangs teilweise noch gar nicht geglaubt hatten, eben ein solches mit ihrem Tier werden zu können. Svenja und ihr Kater Pico fanden auf eine etwas ungewöhnlichere Weise zusammen – noch viel stärker hat genau das ihr Verhältnis zueinander gemacht.

 „Oh Gott wie süß! Ich muss ihn einfach haben!“ – Das war das erste, das Svenja Berger (18) dachte, als sie den schwarz-weiß gemusterten Kater mit der weißen Schwanzspitze sah. Die erste Begegnung der beiden hatte einen weniger freudigen Anlass: Svenja war eigentlich auf der Suche nach ihrem verschwundenen Kater Nero, als ihr auf der Straße drei obdachlose Babykatzen mit ihrer Mama begegnet sind. Verliebt hat sich die Abiturientin aber direkt in „Pico“. Wegen seinem pinselartig gemusterten Schwanz wurde der Kleine nämlich Picasso getauft.

 „Wir pflegen kein Besitzer-Haustier Verhältnis, wir sind vielmehr Freunde. Es ist ein Geben und Nehmen. Das zeigt er mir mit seiner Art“, erzählt die 18-jährige. Seine Anhänglichkeit, sein Charakter und seine vertrauensvollen Blicke: Das seien drei Merkmale, die den kleinen Pico auszeichnen. Er gehöre zur Familie und vertraue dieser blind, so Svenja. Demnach begleitet der Kater sie im Alltag ebenso wie ihre menschlichen Familienmitglieder. Er begrüße sie beim Haustüraufschließen, bewache sie beim Arbeiten am Schreibtisch und versuche auch sonst in jeder Situation, seiner menschlichen Freundin nahe zu sein. „Verschlafen tue ich auch nie, weil Pico mich sonst solange anstupst, bis ich aufstehe“, lacht Svenja.

 Katzen verkörpern für Svenja eine gewisse Freiheit. Sie behielten, auch wenn sie jemandem gehörten, ihren eigenen Willen. Nur, wenn sie besonders gut behandelt würden, könnten sie die außergewöhnlichsten Charakterzüge entwickeln und dem Menschen wirklich viel zurück geben – „auf eine sehr sanfte Art und Weise“. “Jeder Tag mit ihm ist besonders“, sagt die 18-jährige über ihren Pico. Extrem schön sei es aber, wenn sich der junge Kater in ihre Arme kuschelt und ihr tief in die Augen sieht. „Irgendwie menschlich – wir verstehen uns ohne Worte. Das ist pures Vertrauen“, bemerkt Svenja. Das Lebensmotto der Abiturientin ist „Alles hat einen tieferen Sinn“.

 Das ließe sich auch auf die Begegnung mit Pico übertragen. Zwar ist sie sehr traurig darüber, dass ihr Kater Nero verschwunden ist, jedoch hätte sie sonst niemals Pico kennen gelernt. Beide Vierbeiner seien unheimlich besondere, charakterstarke Tiere – jeder auf seine Art, erklärt Svenja.

Hier findet ihr Teil1 und Teil 3 der Serie „Tierisch gutes Team“.

Tipps&Tricks gegen trockenes, splissanfälliges Haar

Kräftiges, gesundes, glänzendes Haar, eine duftende, wallende Mähne, die den Männern den Atem raubt – welche Frau wünscht sich das nicht? Heizungsluft, Föhn, Glätteisen oder einfach nur die blöden Gene machen uns aber häufig einen Strich durch die Rechnung. Deshalb hier meine besten Tipps bei trockenem, splissanfälligem Haar.

Erstens: Einmal die Woche eine Haarkur machen und diese mindestens eine halbe Stunde lang einwirken lassen. Obwohl auf den Packung aus dem Handel immer steht: „2-3 Minuten einwirken lassen“, habe ich bereits von mehreren Friseuren gehört, dass die gewünschte Wirkung nur bei einer längeren Einwirkzeit erzielt werden kann, wobei ich selbst wohl das beste Beispiel dafür bin. Meistens laufe ich über eine Stunde mit einem am Oberkopf zusammengesteckten „Haarkur-Dutt“ herum. Wieso auch nicht? Meine Familie ist es gewohnt, schocken kann ich damit also niemanden. Wer nicht auf die Produkte aus dem Drogeriemarkt vertrauen will, kann sich daheim auch ganz einfach selbst eine tolle Haarkur anmischen:

 ·         1 Eigelb·         2 Esslöffel Zitronensaft·         2 Esslöffel Olivenöl·         250g Quark

Aber Achtung: Anders als bei den Produkten aus dem Einzelhandel, sollte diese selbstgemacht Haarkur ins trockene (!) Haar einmassiert werden. Erst nach der Einwirkzeit von etwa 30-60min und dem gründlichen  Auswaschen mit klarem Wasser, sollten die Haare dann mit Shampoo gewaschen werden.

Meine zwei Lieblingsprodukte (von links): Sprühkur von Gliss Kur für ca. 3,50Euro, Antispliss-Serum von Balea für etwa ein bis zwei Euro (Foto: T.Gartner)

Zweitens:Nun zu meinen zwei Lieblingsprodukten, wenn es um splissanfälliges Haar geht. Wer wenig Zeit für eine ausgiebige Haarkur, wie sie oben beschrieben ist, nach dem Waschen mit Shampoo aber Probleme mit dem Durchkämmen der Zottelmähne hat, der kann anstelle von Spülung (die ich übrigens seit Jahren nicht mehr verwende, da ich auch darüber Negatives gehört habe) eine Sprühkur verwenden. Einfach nach dem Haarewaschen ins handtuchtrockene Haar sprühen, (diesmal wirklich) zwei bis drei Minuten einwirken lassen und vorsichtig mit einem möglichst breitzinkigen Kamm durchkämmen, um die Schuppenschicht der Haare nicht zu zerstören. Mein Favorit hier: Gliss Kur, Express-Repair-Spülung für trockenes, strapaziertes Haar. Duftet super-fruchtig und die Haare lassen sich ganz einfach durchkämmen. Mein zweites Lieblingsprodukt, das meiner Meinung nach in keiner Handtasche fehlen darf, ist das Balea Anti-Spliss-Serum. Riecht angenehm mild und macht strubbelige, trockene Spitzen in wenigen Sekunden glänzend und glatt. Einfach einen kleinen Tropfen auf die Fingerspitzen, verreiben und in die trockenen oder feuchten Spitzen – gerne auch häufiger – geben. Wer jetzt aber denkt, Friseurbesuche sind ab sofort kein Muss mehr, den muss ich leider enttäuschen. Das Serum pflegt die Spitzen, versorgt sie mit Feuchtigkeit und beugt Spliss vor, bereits vorhandener Spliss kann aber auch damit nicht wieder gekittet werden, was übrigens kein Produkt auf dem Markt schafft. Spliss muss ab, sonst frisst er sich immer weiter nach oben. Grundsätzlich gilt: Alle zwei bis drei Monate zum Friseur Spitzen schneiden lassen.

Drittens: Mein dritter Tipp geht an alle Föhn- und Glätteisensüchtige. So gut wie jeder weiß, dass Hitze extrem schädlich für die Haare ist. Daher gilt: Weniger ist mehr. Soll heißen: nach dem Waschen die Haare möglichst lange an der Luft trocknen lassen, dabei gelegentlich durchkämmen und erst, wenn die Haare nur noch leicht feucht sind, mit dem Föhn in Form bringen. Egal ob Glätteisen oder Föhn, ob stundenlanges Bearbeiten oder nur kurze Berührung mit dem Heißfrisiergerät, ein Hitzeschutz gehört dabei immer ins Haar. Mein Favorit aus dem Einzelhandel: Die Dove-Hitzeschutzserie – vor Kurzem noch signalrot, jetzt mit neuer Verpackung in eher dezentem Weiß. Die Produkte riechen angenehm frisch und erfüllen meiner Erfahrung nach absolut ihren Zweck. Das Hitzeschutzspray am besten direkt nach dem Waschen und dann nochmal unmittelbar vor dem Glätten/Föhnen im gesamten Haar und vor allem in den Spitzen verteilen. Wer seine Haare sehr oft glättet, sollte sich auch die Dove Hitzeschutz-Kur zulegen und damit vorgehen wie bei „Erstens“.

Vorschau: Nächsten Samstag gibt´s dann den ersten Teil meiner Ausgehtipps-Serie. Welche Location ich euch vorstelle, verrate ich heute noch nicht. Ihr dürft also gespannt sein… Das Angebot mir eure Lieblingsbar, -club, -restaurant zum Test vorzuschlagen, gilt übrigens immer noch.