Online-Lebensmittelhandel – Nischenmarkt mit Potenzial?

Ein paar Klicks und schon liegen die Zutaten für ein leckeres Essen im digitalen Einkaufskorb. Kurze Zeit später klingelt es an der Tür und Gemüse, Brot, Fleisch und Joghurt werden geliefert. So könnte der Lebensmitteleinkauf in naher Zukunft aussehen. Elisabeth Hander (27) hat im Rahmen ihrer Masterarbeit eine Konsumentenbefragung zum Thema Online-Lebensmittelhandel durchgeführt. Was sie dabei herausfand, erzählt sie uns im Face2Face-Interview.

Face2Face: Wie bist du auf die Idee gekommen, dich mit dem Thema Online-Lebensmittelhandel zu beschäftigen? Was ist so spannend an diesem Thema?
Elisabeth: Neben meinem Studium war ich neun Monate als Werkstudentin im Vertrieb tätig. Weil ich das sehr spannend fand, war für mich klar, dass das Thema meiner Masterarbeit in Richtung Vertrieb gehen wird. Ich habe dann einige Wochen im Internet recherchiert, um das passende Thema zu finden. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Thema „Online-Shop“ immer mehr in den Fokus rückt. Und so stand schließlich der Titel meiner Arbeit fest: „Einführung und Optimierung eines internetbasierten Shopsystems für Discounter im Online-Lebensmittelhandel in Deutschland – dargestellt am Beispiel von Aldi Süd und Lidl“.
Ich persönlich finde das Thema Online-Lebensmittelhandel besonders für Deutschland sehr spannend, da es in den kommenden Jahren wohl weiterhin ein Nischenmarkt bleiben wird. Das hängt einerseits mit dem mangelnden Vertrauen der Verbraucher gegenüber der Frischequalität der Lebensmittel und andererseits mit den wenig erfolgreichen und ausgereiften Geschäftsmodellen der Lebensmitteleinzelhändler im Onlinesegment zusammen. Im Ausland, beispielsweise in England und den USA, ist der Online-Lebensmittelmarkt weit fortgeschritten und wird vermehrt genutzt. Fest steht, dass der Online-Lebensmittelhandel in Deutschland viel Potenzial aufweist und damit eine neue Vertriebsart neben dem stationären Handel darstellt.

Ist mit ihrer Masterarbeit zum Thema Online-Lebensmittelhandel sichtlich zufrieden: Elisabeth Hander (Foto: privat)

Ist mit ihrer Masterarbeit zum Thema Online-Lebensmittelhandel sichtlich zufrieden: Elisabeth Hander (Foto: privat)

Face2Face: Im Rahmen deiner Masterarbeit hast du eine Umfrage durchgeführt – wie bist du dabei vorgegangen?
Elisabeth: Die Umfrage basiert auf einer quantitativen Erhebung. Ich habe die schriftliche Form gewählt, um die Konsumenten bei Aldi Süd und Lidl persönlich zu treffen und zu befragen, da diejenigen, die bei den beiden Discountern über den stationären Handel ihre Einkäufe tätigen, zu den potenziellen Onlinekäufern gehören.
Ich habe insgesamt 50 Personen befragt, 25 davon vor Aldi Süd und weitere 25 vor Lidl. Die Teilnehmer wurden zufällig ausgewählt und von mir beim Verlassen des Geschäfts angesprochen.
Der Fragebogen unterteilte sich in vier Teilbereiche. Befragungsteil A beinhaltet die Erfahrungen, Erwartungen und Bedürfnisse der Teilnehmer in Bezug auf den Online-Lebensmittelhandel. In Teilbereich B wurde der Trend im Hinblick auf den Online-Lebensmittelshop erfragt. Der Bereich C enthält die demografischen Daten der Teilnehmer und im Teilbereich D hatten die Befragten zusätzlich die Möglichkeit, Wünsche und Kommentare zum Thema Online-Lebensmittelhandel zu äußern.

Face2Face: Was sind die Ergebnisse deiner Studie?
Elisabeth: Den größten Anteil bei der E-Commerce-Nutzung machen die 21- bis 30-Jährigen aus, gefolgt von den 31- 40-Jährigen und den unter 20-Jährigen.
Zu den meistgekauften Produkten im E-Commerce zählen Textilien/ Accessoires, elektronische Geräte, Bücher in print und digital. Es zeigt sich, dass Lebensmittel verhältnismäßig wenig online eingekauft werden.
Auf die Frage, „Was erwarten Sie von Ihrem Discounter, wenn Sie Lebensmittel online bestellen?“, haben die meisten „hohe Qualität, flexible Liefer- und Abholzeiten sowie niedrige Liefer- und Abholgebühren“ angegeben.
Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch und Wurst, Milchprodukte und Ei, Joghurt und Dessert, Brot und Backwaren, Obst und Gemüse würde die Mehrheit der Befragten nicht über einen Online-Lebensmittelshop bestellen. Produkte mit einer längeren Haltbarkeit hingegen, wie Tabak, Konserven, Öl und Kaffee sind leichter über den Online-Shop zu vertreiben als frische Produkte.
Der Großteil der Teilnehmer ist bereit, bis zu einem Tag auf die Lieferung nach Hause zu warten. Bei der Selbstabholung wollen die Befragten lediglich eine bis sechs Stunden warten. Die meisten Teilnehmer wollen für die Lieferung weniger als fünf Euro bezahlen. Bei der Selbstabholung sind drei Euro für die Teilnehmer akzeptabel.

Lebensmittel im Internet kaufen - könntet ihr euch das vorstellen? (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Lebensmittel im Internet kaufen – könntet ihr euch das vorstellen? (© Tim Reckmann / pixelio.de)

Face2Face: Gibt es Konzerne, die ihre Lebensmittel bereits online verkaufen? Und hast du den Eindruck, dass dieses Angebot gut bei den Kunden ankommt?
Elisabeth: Ja, REWE hat zum Beispiel bereits ein Pilotprojekt in einigen deutschen Städten gestartet und vertreibt Lebensmittel online. Zudem verfügt der Supermarkt über eine eigene Logistik und einige Abholstationen. REWE ist einer der ersten Einzelhändler, der seine Lebensmittel neben dem stationären Handel auch online vertreibt. Lidl vertreibt ebenfalls Produkte über einen Online-Shop, allerdings keine Lebensmittel. Aldi Süd verfügt derzeit über keinen Online-Lebensmittelshop.
Das Wichtigste ist, dass die Lebensmitteleinzelhändler ein erfolgreiches Geschäftsmodell im Onlinesegment aufbauen und das Vertrauen der Konsumenten gewinnen. Sie müssten den Verbraucher über Verpackung, Transport, Kühlkette und so weiter aufklären.
Laut meiner Recherchen waren nicht alle Onlinekunden mit dem Service ihrer Lebensmittelhändler zufrieden. Häufig gingen über den Kundenservice Beschwerden wegen der Qualität der gelieferten Produkte sowie der Wartezeit bei Lieferung ein. Das zeigt wiederum, dass der Onlinehandel in Deutschland noch nicht ausgereift und noch optimierbar ist.

Face2Face: Kaufst du selbst Lebensmittel online?
Elisabeth: Ich persönlich kaufe Lebensmittel gerne beim Einzelhändler vor Ort ein. Allerdings habe ich vor, auch einmal Lebensmittel online zu bestellen – einfach um das mal auszuprobieren. Leider liefert REWE nicht in meiner Gegend aus, sonst hätte ich es sofort getestet. Ich werde mich wohl noch gedulden müssen.

Face2Face: Wie siehst du die Zukunft des Onlinehandels mit Lebensmitteln?
Elisabeth: Ich bin davon überzeugt, dass der Onlinehandel mit Lebensmittel in den kommenden Jahren verstärkt zum Thema wird und immer mehr Menschen vertrauter damit umgehen werden, sobald sich die Serviceleistungen (Lieferung und Selbstabholung) der Einzelhändler vermehren und die Erwartungen und Bedürfnisse der Onlinekunden erfüllt werden. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt, und wie lange es dauern wird, bis sich der Onlinehandel mit Lebensmitteln in Deutschland etablieren wird.

Vorschau: Am Dienstag, 3. Juni berichten wir im Panorama über einen gelernten Werbefotograf und seine Prognose für die professionelle Fotografie.

 

Der Guide zum Gutscheinfinden und Schnäppchenjagen

Mit dem Zeitalter des Internets wächst auch die Nachfrage nach virtuellen Einkaufsmeilen. Und auch wenn viele das traditionelle Shoppen mit Schaufensterbummel jederzeit einem Onlineeinkauf vorziehen, so lassen sich die Vorteile, die Onlineshoppen mit sich bringen, nicht abstreiten.

Was das Einkaufen im Internet wirklich lohnenswert macht, sind allem voran die vielen Schnäppchen, die man ergattern kann. Denn viele Onlineportale bieten nicht nur saisonale Ware, sondern auch Produkte der letzten Saison, beziehungsweise vom Vorjahr an. Und diese sind nicht selten großzügig reduziert. Wer also online stöbert, der sollte auf alle Fälle auch ältere Kollektionen unter die Lupe nehmen.

Außerhalb der aktuellen Saison kaufen heißt auch, dass man zum Beispiel Winterkleindung im Frühling kauft. Auch wenn man die Kleidung nicht sofort tragen wird, so können wir doch alle sicher sein – der Winter kommt wieder. Und wer sagt schon nein, wenn man eine Daunenjacke für die Hälfte des Preises bekommt?

Darüber hinaus lohnt sich auch der Vergleich der Preise. Was im Laden noch mit regulärem Preis ausgezeichnet ist, ist im Onlineshop manchmal bereits reduziert – und das nicht zu knapp. Auch wenn vielen der Aufwand vielleicht zu umständlich erscheint, so macht selbst ein kleiner Rabatt von 20% einen gewaltigen Unterschied, vor allem, wenn man sich ein teures Produkt kauft.

Wer sich für einen Einkauf im Internet entscheidet, sollte auf eine Sache niemals verzichten: Vor dem Kauf in die Suchleiste „Gutscheincode + den gewählten Onlineshop“ eingeben. Fast jeder Laden im Internet bietet Gutscheine an und das nicht zu knapp. Teilweise ist es sogar möglich mehrere Gutscheine gleichzeitig einzulösen. Diese sind leicht zu finden und oft stößt man auf Seiten, die Rabattcodes von vielen unterschiedlichen Anbietern auflisten. Oftmals kann man sich so die Versandkosten sparen, aber auch kleine, kostenlose Geschenke werden bei manchen Shops deiner Bestellung beigelegt. Nicht selten bekommt man einen zusätzlichen Prozent-Rabatt oder gar Geldgutschriften. Deshalb gilt: Vorher Google nutzen und Rabatt Coupons sichern.

Viel Spaß und gutes Sparen beim nächsten Onlineeinkauf!

Vorschau: Alles rund ums Thema Einreise in fremde Länder erfahrt ihr nächste Woche an dieser Stelle.

Onlineshopping vs. im Laden einkaufen

Jeder kennt die Situation:  Man hat später als gedacht Feierabend, ist gestresst und die meisten Geschäfte haben schon geschlossen. Dabei wollte man doch nur eins: Shoppen!

Da in den meisten Regionen Deutschlands leider schon um 20 Uhr Ladenschluss ist, fährt man also gefrustet nach Hause, setzt sich auf die Couch, holt sich eine Packung Chips, schaltet die Lieblingsmusik ein und macht den Computer an. Und schon begibt man sich auf die wunderbare Reise ins Land des Onlineshoppings, klappert die gefragtesten Online-Stores wie Urban Outfitters, Asos, Zalando oder Topshop ab und so langsam füllt sich mit nur einem Klick auch schon der Warenkorb. Warum also gestresst in irgendwelchen Klamotten-Läden stehen, wenn es doch auch bequem geht. Mit ein paar Klicks mehr gelangt man schon zur Kasse – und schwups – sind die neuen Lieblinge bestellt. Es dauert dann selten länger als nur eine Woche, bis der Käufer seine bestellte Ware glücklich empfangen kann. Wer es also eilig hat und modisch immer up to date sein will, für den sind Online-Shops eine gute Alternative zum Ladengeschäft.

Für diejenigen, die tagsüber lieber arbeiten als sich Gedanken über ihren Kleiderschrank zu machen, ist das Onlineshopping genau das Richtige. Ein ganz großer Vorteil des Onlineshoppings ist nämlich die ständige Verfügbarkeit, weshalb man rund um die Uhr einkaufen kann. Zudem bieten Online-Shops eine riesige Auswahl an, von dem vieles manchmal gar nicht im Geschäft erhältlich ist.

Wer es nicht mag, im Kaufhaus in einer ewigen Warteschlange vor der Anprobe zu stehen, liegt bei einem Einkauf im Internet klar im Vorteil, weil dort keine Wartezeit besteht. Wegen der unendlichen Auswahl im Internet kann ein Online-Einkauf jedoch auch schnell einmal viele Stunden in Anspruch nehmen. Ein kleiner Stadtbummel wäre dann vermutlich weniger zeitaufwendig gewesen.

Man sollte sich allerdings auch die Zeit nehmen in ein Geschäft zu gehen und sich vor Ort der Mode zu widmen, denn dabei lassen sich Stoff und Qualität direkt beurteilen und vor allem auch fühlen. Viele mögen es nicht, nur ein virtuelles Bild der Ware vor sich zu haben. Im Ladengeschäft liegt die Ware griffbereit, was einen möglichen Rückversand und manchmal damit verbundene Kosten verhindern kann.

Bei Entscheidungsschwierigkeiten oder Fragen steht außerdem immer gleich ein Verkäufer zur Verfügung. Wer sich also gerne persönlich beraten lässt, ob von der besten Freundin oder vom Verkäufer, der ist in einem Modehaus an der richtigen Adresse.

Was beim Onlineshopping verloren geht, hat man bei einem Einkauf in einem Laden umso mehr: Das gewisse Shopping-Feeling.

Eine Studie belegt, dass vor allem weibliche Kunden das Einkaufserlebnis lieben. Nicht um sonst verabredet man sich eigentlich zum Kaffee trinken mit der besten Freundin und landet in einem der angesagtesten Modehäusern und kommt mit einem leeren Geldbeutel nach Hause. Es scheint also Veranlagung zu sein, dass wir Frauen uns den Tag gerne mit einem Shopping-Ausflug versüßen.

Die einen mögen es lieber so, die anderen so. Ob online oder im Laden, eines haben die Einkaufstrips gemeinsam – am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig.

 Vorschau:  Nächste Woche erfahrt ihr mehr über elektronische Mode.

 

BYCO – eine echte Chance für Jungdesigner

Aller Anfang ist schwer – gerade für Jungdesigner, die in der Modebranche Fuß fassen wollen, gilt das besonders. Jobs sind rar, die Konkurrenz ist groß und die Gehälter niedrig. Deshalb stellt euch Face2Face heute eine Internetseite vor, die Mitte diesen Jahres ins Lebens gerufen wurde und Designern das Leben erleichtern soll: BYCO.

Designer haben mit allerhand Schwierigkeiten zu kämpfen. Nach einem erfolgreichen Studienabschluss oder einer Ausbildung beginnt für viele Jungdesigner ein wahrer Kampf. Jobs bei Modehäusern und etablierten Designern sind rar und oftmals sind viele unbezahlte Praktika notwendig, um sich für eine Festanstellung empfehlen zu können. Dazu kommt, dass es nur so von Mitbewerbern wimmelt, die genau denselben Job, genau dasselbe Praktikum ergattern wollen. Glücklich schätzen können sich diejenigen, die eine Assistenzstelle bei einem Modelabel ergattern können. Gleichzeitig macht sich unter diesen „Glücklichen“ aber auch Unzufriedenheit breit, da sie in ihrem Beruf ihre Kreativität nicht so ausleben können, wie sie sich das eigentlich wünschen.

BYCO ist eine Plattform, die sich genau dieser Problematik annimmt und versucht Abhilfe zu schaffen. Hinter der Internetseite verbirgt sich eine mikrofinanzierte Designer-Plattform, die von Jesse Finkelstein und dessen Schwester Meredith gegründet wurde. Mit BYCO bietet das Geschwisterpaar Designern ein Rundum-Sorglos-Paket, da Finkelstein sich um die Produktion, das Marketing und den Verkauf kümmert. Im Einzelnen funktioniert das Konzept so, dass jeder Designer seine Entwürfe bei BYCO einreichen kann und Finkelstein die Kosten für die Produktion des Musters errechnet. Nach beiderseitigem Einvernehmen werden die Muster online auf die Investitionsseite gestellt. Investoren bezahlen für das Muster und anschließend geht Finkelstein mit dem Kleidungsstück in Produktion. Aus dem Verkauf erhält der Designer 20 bis 30 Prozent des Umsatzes, Investoren zehn Prozent und der Rest verbleibt bei Finkelstein für den administrativen Part.

Durch dieses adaptierte Crowdsourcing-Vorgehen bekommen Designer die Möglichkeit, ihre Entwürfe tatsächlich in die Realität umzusetzen. Zuvor haben ihnen dazu oftmals die Mittel aber vielleicht auch das Wissen und die Kontakte Finkelsteins gefehlt, der selbst aus der Modebranche kommt. Die Seite ist aber nicht nur vorteilhaft für Designer, sondern auch für die Kunden der Plattform. Da die Preise im mittleren Preissegment liegen, ist BYCO gerade für Trendsetter, die auf limitierte Kollektionen Wert legen, besonders interessant. Das System bietet die Möglichkeit, ein Designerstück, wenn auch von einem unbekannten Designer, für ein überschaubares Budget zu erstehen. Unter den Designern der Plattform finden sich Absolventen von Modeschulen, die bisher noch ohne Job sind und so etwas Geld dazuverdienen. Unter ihnen sind aber auch Assistenten großer Modehäuser, wie zum Beispiel Randy Kabot, die für Calvin Klein arbeitet.

Alles in allem scheint BYCO ein gutes Beispiel dafür zu sein, wie die Modeindustrie auch sein kann: eine große Spielwiese für all jene großartigen Talente, die ihre Kreationen an den Konsumenten bringen wollen und für diejenigen, die gerne das ein oder andere hochwertige und einzigartige Designerstück tragen würden, ohne sich dafür in Unkosten stürzen zu müssen.

Vorschau: Nächste Woche dreht sich in der Moderedaktion alles um modische Weihnachtsgeschenke für sie und ihn.

Der Undone-Dutt aka Vogelnest

Ob mit dem Duttkissen oder der altbewährten Socke – ein schöner Haarknoten lässt sich ganz einfach zaubern. Wie ihr mit eurem eigenen Haar, bewaffnet mit nichts als zwei Haargummis jeder Menge Haarnadeln, einen Dutt für den Alltag stylen könnt, zeigen wir euch heute im Tipps&Tricks-Video.

Vorschau: Nächsten Sonntag gibt euch Anna-Katharina Tipps zum Highlights-setzen beim Streichen.

 

Wertheim Village – Ein gallisches Konsumdorf

Als wäre der Sommerschlussverkauf per se nicht alle Jahre wieder Grund zum Jubeln – dem Shopping-Tempel Wertheim Village gelingt da gewissermaßen ein Rabatt-Coup. Satte sechzig Prozent im ganzjährigen SALE! Ein Versprechen, das sich selbst in Kreisen professioneller Wühltischplünderer sehen lassen kann. Eine Adresse für Schnäppchenjäger soll das ominöse Dorf, in dem es statt Tante-Emma-Lädchen und Biobauer laut Webpräsenz über 110 Luxusläden zu finden gibt, neben den namhaften Outletcentern Metzing und Zweibrücken in jedem Falle sein. Meinem Freund und mir kam diese fast schon provokante Offerte, auf die das Wertheim Village dank Sommerschlussverkauf noch zehn weitere Prozent packt, gerade recht, schließlich ist er auf der Suche nach einem preisgünstigen Anzug und ich nach einer Alternative zum ernüchternden Online-Shopping. Die einzige Erwartung, die ich an das rund 50 Autominuten von Frankfurt am Main gelegene Einkaufsdorf stelle, ist die, dort auf annehmbare Outfits zu angenehmen Preisen zu stoßen – idealerweise sollten diese, anders als schon nach kürzester Zeit im Internet, auch in Standardgrößen verfügbar sein und nicht bloß als Restposten für Magermodels und Moppelchen herhalten.

Da die unfreundliche Navigationsgerätstimme im Auto uns zunächst nicht ins Outlet-Mekka, sondern lediglich nach Original-Wertheim fehllotst, vermuten wir dort, an der bayerischen Grenze, zunächst das vermeintliche Konsumparadies. Übel wäre das durchaus nicht, immerhin liegt Wertheim direkt am Wasser und steht jeder niedlichen, kopfsteingepflasterten deutschen Altstadt in Nichts nach. Nur wenig später erreichen wir allerdings endlich DAS Wertheim Village – offenbar ist Dorf hier nicht gleich Dorf – das aufgrund seines pompösen, mit Weintrauben-Logo geschmückten „Ortsschilds“ sogar unser untaugliches Navi kaum verfehlen kann. Gigantisch ist nicht nur die Einfahrt: Auch die Fahrgestelle der vermögenden oder zumindest um jeden Preis nach außen hin vermögend wirken wollenden Konsumenten scheinen auf dem Parkplatz miteinander wetteifern zu wollen. Harder, better, faster, stronger muss wohl das offizielle Motto der Karosserien und vor allem ihrer Besitzer lauten. Die Vermutung bestätigt sich beim Eintritt in diese schöne neue Welt, die für mich amerikanischer nicht sein könnte. Wie in einem stilisierten Disneyland – ohne Fahrgeschäfte, aber dafür mit ganz viel Mode – reihen sich die Warenhäuser aneinander. Eines bietet mehr Auswahl als das andere, man übertrumpft einander in Preis, Aufmachung und Lautstärke der aus den Lautsprechern dröhnenden Pop-Musik. Labels von Rang und Namen geben sich hier die Klinke in die Hand: Vom Trendsetter Nike über Dauerbrenner Hugo Boss bis hin zum Spezialisten wie etwa Seidensticker ist alles vorhanden, was das textilaffine Herz begehrt.

Geldbeutel

Boss und Co.: Markenwahnsinnige sind im Wertheim Village gut aufgehoben. (Foto: T.Gartner)

Schnell kommt Urlaubsfeeling bei demjenigen auf, der eine Weile durch das schier makellose Dorf flaniert ist. Die Straßen sind in den Augen eines Städters und wahrscheinlich selbst für Landeier unnatürlich sauber und mit Restaurants gespickt, deren Speisen und Getränke sich – und das überrascht nur wenig – in ähnlichen Preiskategorien bewegen wie die angebotene Bekleidung. Man muss es ganz deutlich sagen: Outlet-Center ist eben nicht gleich Discounter. Unter den rund 110 Boutiquen wird man H&M oder Zara vergeblich suchen. Entsprechend begegnet man im Wertheim Village auch nur echten Shopping-Touristen, sprich all jenen, die einen ganzen Tag lang dem Konsum fröhnen und sich selbst als gewöhnliche Mittelständische zumindest für kurze Zeit als etwas Besseres fühlen möchten. Immerhin ist hier der Kunde noch tatsächlich König.
Allerdings bedeutet dies noch lange kein königliches SALE-Angebot. Die besten Sachen waren längst vergriffen oder nur noch in Mini-oder und Übergrößen zu bekommen und auch den nahezu perfekt sitzenden Anzug hat mein Freund nicht auf Anhieb gefunden. Vielleicht haben Asterix und Obelix ja im nächsten Sommer mehr Erfolg –ob im Internet oder in einem der anderen gallischen Outlet-Dörfer, in denen man bundesweit Kurzurlaub machen kann.

Vorschau:  In der nächsten Woche geht es um den ältesten Kopfschmuck der Welt – den guten alten Hut.

Karrieresprungbrett Youtube

Lifestyle... sind ihre Themen: Youtuberin Mrs Sissi

Produkttests, Beauty und Lifestyle sind ihre Themen: Youtuberin Mrs Sissi (Foto: MrsSissisBeautyblog)

46 Abonnenten, 19 Videos – Mrs Sissi steht mit ihrem Youtube-Kanal noch ganz am Anfang. Doch die 25-Jährige will hoch hinaus. Eines Tages nur noch Videos zu produzieren und davon leben zu können, das ist ihr größter Traum. Face2Face sprach mit der ehrgeizigen Youtuberin über ihre bisherigen Erfolge und ihre nächsten Ziele.

Face2Face: Mit welchen Themen beschäftigst du dich in deinem Video-Blog?
Mrs Sissi: Ich gebe Schmink- und Frisurentipps, teste Produkte, teile mit den Zuschauern Erfahrungen, beispielsweise über Fehlkäufe, und stelle neue Produkte vor.

Face2Face: Wann und wie kamst du auf die Idee, einen Videoblog via Youtube zu machen?
Mrs Sissi: Ich habe durch Zufall ein lustiges Schminkvideo entdeckt und daraufhin angefangen, mich durch sämtliche Youtube-Videos zu klicken und fand das echt toll. Als ich mir eine neue Shampoo-Serie gekauft habe, kam ich dann auf die Idee, nach zwei Wochen ein Video über meine Erfahrungen zu drehen. Die Resonanz auf dieses Video war sehr positiv, obwohl ich schrecklich aufgeregt war. Da es mir aber auch sehr viel Spaß gemacht hat, habe ich mir weitere Themen gesucht und weiter gedreht.

Face2Face: Wieso hast du deinen Videoblog „Mrs Sissis Beautyblog“ getauft?
Mrs Sissi: Ich liebe Sissi, die Kaiserin, und der Name hat sich als mein Spitzname inzwischen durchgesetzt, sodass ich das kurzerhand als meinen Kanalnamen eingesetzt habe. Ich liebe den Namen Sissi und da es in meinen Videos um Beauty und Lifestyle geht, passt die Bezeichnung „Beautyblog“ ja perfekt. Das „Mrs“ ist ganz zum Schluss dazu gekommen und hat den Kanalnamen dann komplett gemacht.

Face2Face: Was war dein bisher größtes Erfolgserlebnis mit Youtube?
Mrs Sissi: Am meisten freue ich mich über die sehr positive Resonanz in Form von Nachrichten und Lob meiner Zuschauer.

Face2Face: Hast du schon einmal negative Kommentare bekommen? Wie gehst du damit um?
Mrs Sissi: Nein, bis jetzt noch nicht. Die Reaktionen waren bisher wirklich positiv. Ich glaube es käme darauf an, in welche Richtung ein negativer Kommentar geht. Für konstruktive Kritik bin ich offen, aber auf Beleidigungen oder Ähnliches wüsste ich nicht, wie ich reagieren würde. Da es bei den Videos die Möglichkeit gibt, es negativ oder positiv zu bewerten, ziehen es viele Zuschauer vor, das Video negativ zu bewerten anstatt negativ zu kommentieren.

Ansehnlich: Unter anderem zeigt Mrs Sissi in einem Video eine Flechtfrisur (Foto: MrsSissisBeautyblog)

Ansehnlich: In einem ihrer Videos zeigt Mrs Sissi in eine Flechtfrisur (Foto: MrsSissisBeautyblog)

Face2Face: Könntest du dir vorstellen mit Youtube erfolgreich zu werden, wie etwa Michelle Phan, eines Tages nur noch Videos zu produzieren und davon leben zu können?
Mrs Sissi: Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Sein Hobby zum Beruf zu machen, ist toll. Und da es im Bereich Lifestyle und Co. sehr viele Möglichkeiten gibt, geht uns Youtubern der Stoff für neue Videoideen so schnell nicht aus.

Face2Face: Was hältst du von Youtube generell? Denkst du, es kann als Karrieresprungbrett dienen?
Mrs Sissi: Youtube ist toll! Ich selbst nutze es für vieles. Neben Schminktipps oder Ähnlichem kann ich viel über bestimmte Computerprogramme lernen, zum Beispiel über imovie, mit dem ich meine Videos schneide. Das erleichtert so viel. Ich glaube schon, dass Youtube als Karrieresprungbrett dienen kann. Ein Youtuber erreicht viele Zuschauer durch seine Videos. Bestimmt sind einige Marketing-Experten im Netz unterwegs, um Werbegesichter zu finden, was sich wiederum sehr positiv auf die Karriere auswirken kann.

Face2Face: Holst du dir selbst Inspiration auf Youtube?
Mrs Sissi: Oh ja! Sehr oft. Ich selbst habe einige Kanäle abonniert und freue mich immer, wenn neue Produkte vorgestellt werden oder es ein neues Make Up-Tutorial gibt. Auch die H&M-, Primark- und DM-Shopping Hauls verleiten mich oft zum shoppen und die Tipps sind wirklich sehr hilfreich.

Face2Face: Was möchtest du mit deinem Youtube-Kanal erreichen?
Mrs Sissi: Ich war so oft einkaufen und habe mir danach zuhause gedacht, dass ich gerne jedem erzählen möchte, welche schönen Sachen ich ergattert habe oder wo es die tollsten Schnäppchen gibt. Auch als ich selbst noch jünger war, wäre ich wirklich dankbar für die vielen Tipps gewesen, die ich heute anderen geben kann. Ich möchte möglichst viele Menschen erreichen, um meine Erfahrungen zu teilen und Anregungen und Tipps geben zu können.

Möchte mit ihrem Beautyblog hoch hinaus: Mrs Sissi (Foto: MrsSissisBeautyblog)

Möchte mit ihrem Beautyblog hoch hinaus: Mrs Sissi (Foto: MrsSissisBeautyblog)

Face2Face: Hast du Tipps für andere Youtuber parat?
Mrs Sissi: Ja, viel Text und Links in der sogenannten Infobox der Beschreibung des Videos platzieren. So haben die Zuschauer die Möglichkeit auf Homepages und Produktseiten schneller zugreifen zu können. Auch die Verbreitung über soziale Netzwerke, wie Facebook, Instagram, Twitter und Co. ist toll, um die ersten Videos in Umlauf zu bringen. Außerdem rate ich dazu, an Unterhaltungen der Zuschauer in den Kommentaren der Videos teilzunehmen, oder wenn es Videowünsche von Zuschauern gibt, diese, wenn möglich, umzusetzen.

Face2Face: Was ist dein Thema für das nächste Video? Worauf dürfen wir uns freuen?
Mrs Sissi: Da ich keinen festen Video-Plan habe, sondern meistens spontan entscheide, was sich am besten eignet, ist es schwierig, ein Thema anzukündigen. Ich habe mir aber vorgenommen im kommenden Video einen Shopping Haul oder eine Badezimmer-Tour zu drehen.

Kontaktdaten Mrs Sissis Beautyblog:
HIER geht´s zu Mrs Sissis Beautyblog
Mrs Sissi auf Instagram
Mrs Sissi auf Facebook
Email: Mrssissisbeautyblog@gmail.com

Vorschau: Nächsten Dienstag berichtet die Panorama-Redaktion über den Christopher Street Day in Mannheim.

Info: Das Gewinnspiel, bei dem ihr eine Autogrammkarte mit persönlicher Widmung von Model Samantha Stone ergattern könnt, wird bis einschließlich Freitag, 16. August verlängert. Teilnahmebedingungen lest ihr HIER.

 

Ihr Ziel: Die Shisha-Weltherrschaft – zwei Jungunternehmer packen aus

Wollen die Weltherrschaft in Sachen Shisha an sich reißen: Rida Karkaba (links) und Toni Udiljak (rechts) mit ihrem Team (Foto: privat)

Wollen die Weltherrschaft in Sachen Shisha an sich reißen: Rida Karkaba (links) und Toni Udiljak (rechts) mit ihrem Team (Foto: privat)

Jugendkultur Shisharauchen“ titelten wir vor etwa einem Jahr auf unserer Website. An diesem Trend scheint sich bis heute wenig geändert zu haben: Viele, vor allem jüngere Menschen schätzen es in gemütlicher Runde – daheim oder in einer der zahlreichen Shishabars in der Umgebung – beisammen zu sitzen, Wasserpfeife zu rauchen und über Gott und die Welt zu quatschen. Zwei jungen Männern war das allein aber nicht genug: Toni Udiljak (24) und Rida Karkaba (28) gründeten im März ein eigenes Unternehmen rund um den Shisha-Bedarf. Über ihren Onlineshop verkaufen sie unter anderem Shishas, Tabak und Mundstücke, aber auch selbstentwickelte Produkte wie den „THS Diamond“, einen Glasaufsatz, der mittels indirekter Hitze das Einatmen von Schadstoffen aus der Kohle vermindert.

Am vergangenen Samstag eröffneten die Jungunternehmer zudem eine Filiale in Sinsheim. Face2Face war für euch vor Ort und hat mit den beiden über ihre größte Leidenschaft, das Shisharauchen, und die Herausforderungen einer Unternehmensgründung gesprochen.

Die Qual der Wahl: Verschiedene Tabaksorten im Shop der Jungunternehmer (Foto: T. Gartner)

Die Qual der Wahl: Verschiedene Tabaksorten im Shop der Jungunternehmer (Foto: T. Gartner)

Es ist 12 Uhr an einem verregneten, grauen Samstag. Nur bei dem Gedanken daran heute noch vor die Tür treten zu müssen, fröstelt man unweigerlich. Im Bett oder vor dem Kamin, eingemummelt in kuschelige Decken, den Duft eines dampfend heißen Kakaos einatmen – an etwas anderes ist an einem Tag wie diesem nicht zu denken. Oder doch? Mitten im tristen Industriegebiet Sinsheims hat eine Handvoll junger Männer beschlossen, den Samstag anders zu verbringen: In gemütlicher Runde sitzen sie in einem Eckhaus mit Glasfassade. Beim Eintreten steigt einem gleich der fruchtige Geruch von Shishatabak in die Nase. An den Wänden des großzügigen, hellen Raumes stapeln sich kunterbunte Tabakboxen – von klassischem Doppelapfel, über Frozen Maracuja bis hin zu Zimt-Kaugummi ist alles dabei. In blitzblanken Glasvitrinen werden Köpfe und Mundstücke präsentiert. Zur Eröffnung des Shops können die Besucher diverse Tabaksorten ausprobieren, was sich die Shishaliebhaber aus der Umgebung natürlich nicht zweimal sagen lassen. Begierig saugen sie an den Schläuchen der Shishas und pusten den duftenden Rauch in die Luft.

„Shisharauchen bedeutet für uns einerseits Entspannung, andererseits das Verlangen die heutigen Standards im Bezug auf das Shisharauchen zu verbessern“, erklären die beiden Jungunternehmer. Da sei es für beide naheliegend gewesen, einen Shop für Shishabedarf zu gründen. Gute Konzepte und Produkte seien die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung, wissen sie. „Das Wichtigste aber ist der Ehrgeiz etwas durchzuziehen, obwohl viele Leute das nicht für gut befinden und einem Steine in den Weg legen“, ist sich Udiljak sicher. Nach dem Boom des Onlineshops durch den Verkaufsstart des „THS Diamond“ im März, möchten die beiden jungen Männer nun mit ihrer Filiale etwas mehr Präsenz zeigen und den Leuten die Möglichkeit geben, die Produkte vor Ort zu testen.

Das Fazit der Eröffnung fällt jedenfalls positiv aus: „Ich schätze mal, es waren um die 100 Besucher da“, berichtet Karkaba. Das läge minimal unter den Erwartungen, sei aber vermutlich auf das schlechte Wetter zurückzuführen, spekuliert er. Zufrieden seien sie dennoch und sehen zuversichtlich in die Zukunft: „Wir wünschen uns natürlich, dass der Shop weiterhin gut besucht ist, dass sich die Kunden hier wohlfühlen und die Beratung sowie Chillzone in Anspruch nehmen.“ Das Ziel auf längere Sicht: „Die Weltherrschaft in Bezug auf Shisha an uns zu reißen“, sagt Udiljak mit einem Augenzwinkern.

Kontakt:
THS Shisha Bedarf Shop:
Langestraße 22
74889 Sinsheim

www.shisha-bedarf.com
info@shisha-bedarf.com


Vorschau:
Nächste Woche geht es im Panorama um das Thema Couchsurfing.

Von der Idee zum Artikel

Täglich erscheinen auf Face2Face Artikel zu den unterschiedlichsten Themen. Wo aber kommen diese Texte her? Wie entstehen sie? Und vor allem: Was unterscheidet einen Face2Face-Artikel von einem Blogeintrag? Wir möchten unsere Arbeitsweise für euch offenlegen und so Transparenz schaffen.

Steht am Anfang jedes Artikels: Eine Idee (© Benjamin Thorn / pixelio.de)

Am Anfang jedes Artikels steht eine Idee. Diese Idee ist zu Anfang vielleicht nur ein Geistesblitz – ein Thema, das den Autor selbst bewegt. Vielleicht ist er fasziniert von einer Person oder einem Ereignis. Möglicherweise macht ihn aber auch etwas wütend oder traurig. Mit „Autor“ ist in dem Fall einer der knapp 40 Journalisten gemeint, die auf ehrenamtlicher Basis für Face2Face tätig sind. Kein Mitarbeiter ist über 30 Jahre alt, so haben sie die Möglichkeit, sich optimal in die Face2Face-Zielgruppe – junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren – hineinzuversetzen, ihre Vorlieben, Sehnsüchte und Probleme zu erkennen und authentisch zu beschreiben.

In Teamarbeit werden dann die Themen in der jeweiligen Redaktion abgesprochen und eingeplant. Die sorgfältige Planung der Veröffentlichungen macht es uns möglich, euch bereits eine Woche vorher über das Thema des anstehenden Artikels zu informieren und Abwechslung zwischen Textsorten und Themen zu schaffen.

Ist die Idee im Kopf des Autors und durch den Dialog in der jeweiligen Redaktion zu einem konkreten Plan herangereift, geht es an die Recherche. Hierfür werden je nach Thema Veranstaltungen besucht, Personen kontaktiert und zum Interview gebeten sowie Informationen aus den Medien durchforstet. Im Gegensatz zu größeren und bekannteren Online-Magazinen beziehen und veröffentlichen wir keine ausformulierten Texte von Nachrichtenagenturen. Unsere Artikel sind individuell und dementsprechend nur auf unserer Website in genau diesem Wortlaut zu finden.

Wie aber kommen wir als noch recht unbekanntes Online-Magazin an so prominente Interviewpartner wie taff-Moderator Daniel Aminati, Schauspieler Matthias Schweighöfer oder Erotikmodel Micaela Schäfer? Die Antwort lautet: Professionelles Auftreten, Hartnäckigkeit und natürlich auch eine Prise Glück. Wer zum Beispiel das „Vergnügen“ hat, während eines Interviewdrehs im Rahmen eines Praktikums den Regenschirm über „kicker“-Herausgeber Rainer Holzschuh zu halten, kann recht sicher sein, dass er dem Herrn doch wenigstens insoweit im Gedächtnis bleibt, als dass dieser die Interviewanfrage ein paar Tage später bejaht.

Das Handwerkszeug eines Journalisten: Stifte und Papier (© Lupo / pixelio.de)

Sind alle für den Artikel notwendigen Informationen gesammelt, geht es ans Schreiben. Es wird getippt, gebrainstormt, gestrichen, nochmal alles umgeworfen, neu formuliert, bis am Ende der fertige Artikel dabei herauskommt. Bevor er jedoch mit schönen Bildern illustriert auf Face2Face erscheint, wird er von einem unserer Lektoren korrigiert. Rechtschreibung, Grammatik, Formulierungen und Logik werden dabei beachtet, um so eine möglichst fehlerfreie Veröffentlichung zu garantieren. Die hohe Artikelqualität wie auch die Zuverlässigkeit der Erscheinung – täglich um 12 Uhr geht mindestens ein Artikel online – unterscheidet Face2Face von diversen Blogs im Internet. Auf der anderen Seite haben die oftmals sehr persönlich gehaltenen Internet-Tagebücher aber auch Vorbildfunktion für den einen oder anderen Artikel auf Face2Face. Mit redaktionsinternen Umfragen und subjektiven Darstellungsformen wie Kommentaren oder Kolumnen folgt die Redaktion dem Trend, den die Blogger setzen.

Und nun? Es ist Punkt 12 Uhr. Ein Artikel erscheint. Heute ist es ein Beitrag über die Arbeitsweise der Face2Face-Mitarbeiter und die Entstehung eines Artikels. Und für morgen hat das Redaktionsteam wieder Texte vorbereitet, sorgfältig recherchiert und eine Idee zu Papier gebracht, um euch, liebe Leser, zu informieren und zu unterhalten.

Mehr über die Entstehung von Face2Face und das Konzept lest ihr HIER.

Vorschau: Und nächste Woche im Panorama: Vorlesungen für alle und zum Nulltarif – wie das Internet die Bildung revolutioniert.

 

Preview: April 2013

„Erotik pur“ hieß es im März im Panorama – Face2Face berichtete exklusiv von der Erotikmesse Mannheim. Reizvoll gestaltete sich auch der Bericht über die essbare Stadt Andernach in Rheinland-Pfalz.

Mit prickelnden Themen möchten wir euch auch im April wieder zum Lesen verführen: Die FilmKunstKultur-Redaktion nimmt das Mannheimer Odeon-Kino unter die Lupe. Einen Kommentar zur Fairness im Spitzensport liefert die Sport-Redaktion. Auch in der Tier&Umwelt-Rubrik wird es kritisch: Weichmacher in Kunststoffen ist das Top-Thema im April. Ein Plattenreview des Rappers „Rustler“ erwartet euch in der Musik-Rubrik. Mit einem Rapper beschäftigt sich auch die Mode-Redaktion – nämlich mit den modischen Kreationen von „Cro“ für H&M. Über Essen aus dem Internet schreiben unsere Kolumnisten und im Panorama geht es unter anderem um den Trend zu Schönheitsoperationen.

Ein ganz besonderes Highlight erwartet euch in der Tipps&Tricks-Redaktion: Tatjana testet für euch im Selbstversuch, ob Schwarztee die Haare wirklich dunkler tönt.

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