Die Magie des Geldes

Das Thema Finanzen ist zuweilen eine komplexe Angelegenheit. Ist es tatsächlich so, dass wir immer mehr zahlen und gleichzeitig weniger für unser Geld bekommen? Wäre es nicht besser, wenn alles einfach halb so viel kosten würde? Und warum gibt es überhaupt Preise, und wer bestimmt über sie? Nur ein paar von ganz vielen Fragen, die man sich im Alltag immer wieder stellt. Face2Face nimmt euch mit auf den heimatlichen Wochenmarkt, um euch einen kleinen Überblick über die wichtigsten Fragen zu geben.

Buntes Markttreiben

Es ist Donnerstagmorgen. Wie jeden Donnerstag, gastiert auch heute wieder der große Wochenmarkt auf dem geräumigen Platz vor dem städtischen Rathaus. Bevor es zur Arbeit oder zur Schule geht, machen wir dort wie immer einen kleinen Abstecher, um uns mit dem Nötigsten an Fleisch, Fisch, Käse, Backwaren und Obst einzudecken. Auf die Finanzwelt übertragen, ist der Markt der Ort, an dem sich Menschen, die etwas brauchen, mit denen treffen, die dieselbe Sache loswerden wollen. Hier entsteht der Preis. Er richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Wir wollen etwas kaufen, also sind wir der Kunde. Oder wie es im Jargon besser heißt: der Nachfrager. Wie jedes Mal gehen wir auch heute zum Stand der netten Obstverkäuferinnen. Sie besitzen einen Bauernhof ganz in der Nähe und bauen dort  Birnen, Pflaumen, Kirschen und vor allem sehr viele Äpfel an. Auf den verschiedensten Wochenmärkten wollen sie all diese Köstlichkeiten verkaufen. Sie sind damit der Anbieter.  Natürlich gibt es noch viel mehr Märkte als nur den Wochenmarkt. Es gibt Supermärkte, Elektromärkte, Holzmärkte, Öl- und Benzinmärkte, Märkte für Eisen, Gold. Es gibt Märkte für Containerschiffe, Düsenjets und für Häuser, selbst wenn es nur noch Bruchbuden sind. Viele Märkte finden nicht mehr auf Marktplätzen statt, sondern im Internet. Manchmal schon deshalb, weil Unsichtbares verkauft wird, wie Strom oder Anteile von Firmen. Auf unserem heimischen Wochenmarkt treffen dagegen Angebot und Nachfrage aufeinander wie schon seit Jahrhunderten. Da wir einen Apfelkuchen backen wollen, kaufen wir ein Kilo Äpfel für 1,50 €. Diesen Preis haben uns die netten Obstfrauen genannt, nachdem sie die Äpfel gewogen haben. Die Obstfrauen können selbst bestimmen, welchen Preis sie für ihre Waren haben möchten. Aber warum sagen sie dann 1,50 € und  nicht gleich 1.500 Euro? Nun ja: Sie könnten zwar theoretisch jeden Preis verlangen, den sie möchten, aber wenn der Kunde nicht genug Geld hat, um diesen auch zu bezahlen, bringt es ihnen nichts.

Bares für Rares: Wie viel ist unser Geld noch wert?

Bares für Rares: Wie viel ist unser Geld noch wert? (Foto: Wikimedia Commons)

Deshalb müssen sie erst den Preis finden, bei dem am meisten Geld in ihre Kasse wandert. Und wie hoch dieser ist, bestimmen eben Angebot und Nachfrage: Wenn sich neben uns noch zig andere Kunden auf dem Wochenmarkt wegen den Äpfeln drängeln und die Obstfrauen über die einzige Kiste Äpfel auf dem ganzen Markt verfügen, dann ist die Nachfrage größer als das Angebot – die Obstfrauen können also einen höheren Preis verlangen, weil sich alle um die wenigen Äpfel streiten. Sollten wir allerdings der einzige Kunde auf dem Wochenmarkt sein, dann recken alle Obsthändler die Hälse und versuchen uns mit Billigangeboten zu ihrem Stand zu locken. Ergo: Die Nachfrage ist kleiner als das Angebot – der Preis sinkt. Es kann aber auch sein, dass Angebot und Nachfrage sich die Waage halten und der Preis sich trotzdem ändert: Wenn die Obstfrauen mehr Geld ausgeben müssen, weil zum Beispiel der Sprit für den Traktor teurer wird, müssen sie auf dem Markt mehr Geld verlangen. Die Kosten steigen. Und damit auch der Preis.

Wenn die Preise stetig steigen

Wenn fast alles immer teurer wird, nennt man das Inflation. Unsere Obstfrauen kennen das. „Eine Freundin von uns lebt mit ihrem Mann von 1.800 Euro Rente. Aber weil fast alle Preise steigen, können sie sich von dem Geld immer weniger kaufen“, berichten sie. Allerdings sind nicht nur die Waren teurer geworden. Die meisten Menschen verdienen heute auch mehr als früher. Für ihren Lohn müssen sie auch nicht mehr 60 Stunden in der Woche arbeiten, sondern vielleicht nur noch 40. Die meisten Menschen haben an Kaufkraft gewonnen in den vergangenen Jahrzehnten.
Trotzdem ist Inflation ungerecht. Denn sie bestraft die Braven und belohnt die Dreisten. Die Obstfrauen verraten uns, dass sie jede Woche ein paar Euro für den Fall zurücklegen, wenn sie mal eine neue Erntemaschine brauchen. Doch wegen des Preisanstiegs wird ihr Erspartes mit den Jahren immer weniger wert und sie können sich am Ende vielleicht gar keine Erntemaschine mehr davon leisten. Andere dagegen, die sich bei Freunden oder Banken Geld borgen, lachen sich ins Fäustchen. Sie kaufen sich vom geliehenen Geld heute eine Wohnung oder ein Auto – und geben das Geld irgendwann zurück, wenn man davon nur noch viel weniger kaufen kann.
Außerdem spielt der Staat bei der Inflation eine besondere Rolle: Er baut Straßen, Schulen und Krankenhäuser mit geliehenem Geld. Und er kann selbst dafür sorgen, dass seine Schulden weniger wert werden. Denn der Preis hängt nicht nur von Angebot und Nachfrage für einzelne Waren ab, sondern auch von der Geldmenge. Je mehr Scheine die Menschen haben, desto mehr können sie auf dem Markt hinblättern – prompt steigen die Preise.

Riesige Mengen Geld – nichts wert

Der deutsche Staat kann ein Lied davon singen. In den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts war er einmal so verschuldet, dass er riesige Mengen Geld druckte. Damit konnte er zwar Löhne und Schulden bezahlen, doch die Menschen trugen Tüten voll Geld mit sich herum, das praktisch nichts wert war. Der Grund: die Preise stiegen immer schneller. Wenn man beispielsweise Milch und Eier verkauft hatte, um sich dafür einen Sack Viehfutter zu kaufen, hast du am nächsten Tag für das gleiche Geld nur noch einen halben Sack bekommen. Dies nennt man Hyperinflation und führt dazu, dass niemand etwas sparen kann und kein Unternehmen aus dem Ausland mehr der (deutschen) Wirtschaft vertraut.

Das Preisniveau kontrollieren

Das Positive: Die Staaten haben daraus gelernt. Heute versuchen sie zu verhindern, dass das Preisniveau stark steigt. In Europa versucht man die jährliche Inflation unter zwei Prozent zu halten. Auf der anderen Seite will die dafür zuständige Europäische Zentralbank auch sicherstellen, dass das Preisniveau nicht fällt. Denn wenn alles billiger wird, ist das nur scheinbar gut. Denn dann horten die Menschen ihr Geld, statt es auszugeben. Schließlich ist in solch einer Deflation – wie man solch ein Szenario nennt – morgen alles günstiger zu haben als heute und übermorgen alles günstiger als morgen. Mögliche Folge: Das Wirtschaftsleben kommt regelrecht zum Erliegen.
Und was passiert, wenn niemand mehr kaufen will, wissen auch die netten Obstfrauen. Wenn Äpfel zu früh vom Baum fallen und auf dem Boden herumliegen, bekommen sie nur noch einen ganz niedrigen Preis dafür. Von diesem können sie nicht mal die  Löhne der Erntehelfer bezahlen. Und um alle Äpfel allein einzusammeln, sind sie mittlerweile zu alt. Also müssten sie die Äpfel in diesem Fall einfach liegen lassen…

Saftkur im Selbstversuch

Mein Bauch ist so voll, dass mir fast schlecht ist. In der Kantine gab es heute Nudeln mit Sauce. Aber ich habe trotzdem noch Appetit – ein Nachtisch geht doch eigentlich immer! Also schiebe ich noch zwei bis drei Brownies hinterher. „Jetzt ist aber wirklich Schluss“, sagt mein Magen – aber mein Appetit zwinkert ihm nur frech zu. Weiß ich das Essen überhaupt noch wertzuschätzen? Stopfe ich nicht einfach wahllos alles Mögliche – auch wenn es überwiegend gesund ist – in mich hinein? Braucht meine Körper eine Pause? Braucht mein Gehirn eine, um sich wieder intensiver auf jedes einzelne Geschmackserlebnis einlassen zu können?

Selbstgesteckte Regeln

Ich beschließe eine dreitätige Saftkur zu machen, um meinen Körper zu entlasten und vielleicht auch, um meine Seele, meinen Geist oder wie auch immer wir es nennen wollen, loszulösen, zu befreien von dem Zwang ständig zu essen. Seit zehn Jahren verzichte ich auf Fleisch ohne es auch nur zu bemerken, weil es inzwischen Normalität geworden ist. Ob das mit allen anderen festen Nahrungsbestandteilen ebenso einfach geht?
Wenn man googelt, ist die Grundlage der meisten Saftkuren – wer hätte es gedacht – Saft. Und zwar eigenhändig entsaftet. Ich habe aber weder einen Entsafter, noch gefällt mir der Gedanke, dass ich große Teile des Obstes, nachdem der Saft herausgepresst wurde, wegwerfen müsste. Also stecke ich mir die Regeln für meine individuelle Kur selbst: Suppe, Tee, Wasser, Saft und Smoothies sind erlaubt.

Tag 1

Los geht’s am Sonntag-Morgen mit einem großen Smoothie. Anschließend Training. Dann eine heiße Brühe und mehrere Gläser Kirschsaft. Bis etwa 15 Uhr denke ich noch, dass das ganze Projekt „Saftkur“ ein Kinderspiel wird. Dann kommt die Übelkeit. Ich kann keinen einzigen Schluck Saft mehr trinken. Durchhalten! Klappt auch – bis etwa 18 Uhr. Mein Kopf schmerzt und mir ist schlecht. Also sündige ich. Griechischer Salat (hey, immerhin Salat!) und ein Knoblauch-Brot werden mir direkt an die Haustür geliefert – viel weiter hätte ich mich in meinem Elend auch nicht bewegen können. Ich versuche langsam zu essen, was in Anbetracht meines Heißhungers eine echte Herausforderung ist. Es schmeckt richtig lecker. Die Kopfschmerzen bleiben (mit etwas zu Essen im Bauch kann ich aber wenigstens eine Tablette nehmen), das schlechte Gewissen auch.

Tag 2
Frühstück an Tag 2 der Saftkur: Eine leckere Smoothiebowl (Foto: T. Gartner)

Frühstück an Tag 2 der Saftkur: Eine leckere Smoothiebowl (Foto: T. Gartner)

Nachdem der erste Tag in einer kleinen Lieferservice-Eskalation geendet hat, beuge ich an Tag 2, den ich im Homeoffice verbringe, vor: Aus Haferflocken, Leinsamen, Himbeeren und Vanillesojamilch wird eine Frühstücks-Smoothiebowl. Ich löffle die durchgemixte Masse, damit ich trotz der Konsistenz das Gefühl habe etwas zu essen. Den restlichen Tag über gibt es Tee, Tee und nochmals Tee. Am Ende des Tages dürften es etwa acht Tassen gewesen sein. Bei den Sorten greife ich auf mein gewohntes Sortiment zurück: Kamille für den Magen, Pfefferminz für den Kopf, Hagebutte wegen des Vitamin Cs und Apfel, weil´s einfach schmeckt. Nachmittags gibt es einen grünen Smoothie – meine neue Lieblingskombination aus Wassermelone, Zitronensaft und Petersilie. Abends wird dann munter weiterpüriert: Es gibt Brokkoli-Suppe mit Chili.

Tag 3

Käsebrezel – beim bloßen Gedanken an den weichen Teig und die knusprigen Käseränder, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Während der Mann neben mir im Zug ein Käsebrot isst (ich hätte nie gedacht, dass Brot so unglaublich gut duften kann), trinke ich brav meinen Smoothie. Ananas, Mango, Ingwer, Honig – schmeckt gut, obwohl ich eigentlich keinen Ingwer mag.
Den Tag auf der Arbeit überstehe ich gerade so. Während die anderen in der Kantine Paella essen, gönne ich mir eine Minestrone, aus der ich gewissenhaft die Gemüsestücke raussortiere. Überall lauert die Versuchung: Kuchen, Brownies, Gummibärchen. Aber ich bleibe stark und wiederstehe. Abends dann nach zwei Tellern Tomatensuppe und einem halben Liter Smoothie aus Granatapfel, Banane und Khaki fühle ich mich so vollgefressen wie sonst nach einem Teller Nudeln. Ich muss also nicht hungrig ins Bett – juhu!

Tag 4
Morgens im Zug an Tag 4: Die erste feste Nahrung nach drei - ok zwei Tagen Saftkur (Foto: T. Gartner)

Morgens im Zug an Tag 4: Die erste feste Nahrung nach drei – ok zwei Tagen Saftkur (Foto: T. Gartner)

Wieso Tag 4? Nach dem Fasten soll man langsam wieder einzusteigen, um den Körper, der nun ja an die geringe Energiezufuhr gewöhnt ist, nicht zu überfordern. Ich starte mit einer Brezel – keine Käsebrezel wie sonst. Trotzdem ist sie göttlich. Nach drei herzhaften Bissen scheint mein Magen geringfügig verwundert zu sein und schaltet erstmal auf stur. Die Brezel, zwei Apfelschnitze, zwei Smoothies und etwas roher Brokkoli halten bis zum Mittagessen vor. Für mich gibt es Spinatsuppe, Kartoffeln und Salat. Als Nachtisch gönne ich mir einen Brownie und genieße jede Sekunde dieses unglaublichen Geschmackserlebnisses. Das muss dieser #foodporn sein, von dem immer alle reden.

Abnehmen? Mangelerscheinungen? Was eine Saftkur angeblich bewirkt und was sie im Selbstversuch tatsächlich bewirkt hat, könnt ihr Wunderwaffe Saftkur nachlesen.

Vorschau: Nächsten Sonntag wird es wieder lecker in der Tipps&Tricks-Redaktion. Wie verraten euch wie ihr Bagel selbermachen könnt.

 

Fruchtig-frische Sommertörtchen

Auch im Sommer möchte man neben Eis, Frozen Yogurt, und kühlen Getränken nicht auf kalte Kuchen verzichten. Bei Sommertörtchen mit frischen Beeren und Früchten begibt sich dabei der Gaumen auf einen tropischen Urlaub der besonderen Art: Mit Bananasplit- und Fürst Pückler Art-Törtchen gibt es die beliebten Eissorten als Gebäck zu verspeisen. Als Ombre-Kuchen landet der beliebte Haarmoden-Trend auch auf den Desserttellern. Tiramisu als Klassiker schlechthin bietet wiederum in abgewandelter Form einen fruchtigen Frische-Kick. Da bleibt der Zunge mit den Sommertörtchen nur noch eine gute Reise zu wünschen.

Zutaten und Materialien für ein Sommertörtchen Fürst Pückler Art Törtchen:

Beliebt: Die Eisvariante Fürst Pückler Art als Torte (Foto: Onat)

Beliebt: Die Eisvariante Fürst Pückler Art als Torte (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Eiswaffeln
  • 15 Gramm Butter
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 50 Gramm Frischkäse
  • 100 Gramm Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • Erdbeersaft-, Konfitüre oder frische Erdbeeren
  • etwas Kakao oder geschmolzene Schokolade
  • Vanille-Aroma oder eine frische Vanilleschote
  • Schüsseln, ein Löffel, ein Schneebesen, ein Nudelholz, ein Tortenring, ein Gefrierbeutel

Zubereitung der Torte Fürst Pückler Art:

1. Für den Boden werden zunächst die Eiswaffeln fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne zum Schmelzen gebracht, die Brösel hinzugegeben und alles gut miteinander gemischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Den Frischkäse, die Sahne und den Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Für die weiße Vanille-Schicht etwas Vanille oder Vanille-Aroma hinzufügen. Die rosa Erdbeerschicht entsteht wiederum aus Hinzufügen von frischen Erdbeeren oder Erdbeersaft, die braune Schokolade wiederum durch das Einfärben mit Kakao oder geschmolzener Schokolade.

3. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

4. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Erdbeeren, Schokoladenraspeln oder Eis-Dekor verzieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Ombre-Sommertörtchen:

Modisch: Ombre-Torten zählen zum aktuellen Back-Trend (Foto: Onat)

Modisch: Ombre-Torten zählen zum aktuellen Back-Trend (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Butterkekse
  • 15 Gramm Butter
  • etwas geschmolzene dunkle Kuvertüre
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 50 Gramm Frischkäse
  • 100 Gramm Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • Himbeersaft und frische Himbeeren
  • Schüsseln, ein Schneebesen und ein Topf
  • ein Tortenring, ein Löffel und eine Raspel
  • ein Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung des Ombre-Törtchens:

1. Für den Boden werden zunächst die Butterkekse fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne, die Schokolade wiederum über ein Wasserbad zum Schmelzen gebracht und alles gut miteinander vermischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank auskühlen lassen.

2. Den Frischkäse, die Sahne und den Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Für die helle Rosa-Schicht etwas Himbeersaft oder frische Himbeeren hinzufügen, die dunkleren Schichten wiederum mit mehr Himbeersaft einfärben. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Himbeeren garnieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Sommertiramisu:

Klassisch: Tiramisu eignet sich für jede Saison (Foto: Onat)

Klassisch: Tiramisu eignet sich für jede Saison (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Löffelbiskuit
  • Himbeersaft und frische Himbeeren
  • zwei Blatt weiße Gelatine
  • 100 Gramm Mascarpone
  • 50 Gramm saure Sahne
  • 15 Gramm Zucker
  • ein Tortenring, ein Löffel und ein Schneebesen
  • Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung des Sommertiramisus:

1. Für die Füllung Mascarpone, saure Sahne, Zucker und etwas Himbeersaft sowie frische Himbeeren in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig aufschlagen. Wer mag, kann den Geschmack mit etwas Zitronen-Abrieb oder -Saft verfeinern.

2. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Mascarpone-Creme verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Für den Boden zunächst 25 Gramm der Löffelbiskuite in Himbeersaft tränken und auf dem Tortenboden verteilen. Anschließend frische Himbeeren darauf verteilen und mit der Hälfte des Belags bestreichen. Den Vorgang mit den übrigen Biskuiten, Beeren und der übriggebliebenen Creme wiederholen und abschließend mit frischen Himbeeren oder etwas Kakao verzieren.

 

Zutaten und Materialien für ein Bananasplit-Sommertörtchen:

Exotisch: Bananasplit als Torte (Foto: Onat)

Exotisch: Bananasplit als Torte (Foto: Onat)

  • 50 Gramm Eiswaffeln
  • 15 Gramm Butter
  • ein Blatt weiße Gelatine
  • 100 Gramm Bananenjoghurt
  • 25 Gramm geraspelte Schokolade
  • frische Bananen
  • Schüsseln und ein Schneebesen
  • ein Tortenring, ein Löffel und eine Raspel
  • ein Nudelholz und ein Gefrierbeutel

Zubereitung der Bananasplit-Torte:

1. Für den Boden werden zunächst die Eiswaffeln fein zerbröselt. Hierfür das Gebäck in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz darüber rollen. Anschließend wird die Butter in einer Pfanne zum Schmelzen gebracht, die Brösel hinzugegeben und alles gut miteinander gemischt. Die Krümelmasse mit einem Löffel in der Tortenform eindrücken, bis ein gleichmäßiger Boden entsteht. Diesen während der weiteren Verarbeitung im Kühlschrank ruhen lassen. Wer mag, kann dünne Bananenscheiben auf dem Waffelboden verteilen.

2. Für den Belag den Bananenjoghurt zusammen mit der geraspelten Schokolade in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig schlagen. Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und auflösen. Mit einigen Löffeln des Belages verrühren und dann in die Schüssel zur übrigen Füllung hinzugeben.

3. Den Belag auf den abgekühlten Tortenboden geben und gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend die Torte für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und mit frischen Bananen, Schokoladenraspeln oder Eis-Dekor verzieren.

Gesunde Snacks für Schule, Uni und Arbeit, Teil 3: Süße Früchtchen

Ihr legt Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung und habt keine Lust auf Mensa- oder Kantinenessen?

Face2Face hat für euch leckere Snackideen parat, die euch den Tag in der Schule, der Uni oder bei der Arbeit versüßen sollen. Außerdem verraten wir euch, weshalb die Zutaten für unsere Snacks so gesund sind. Versüßen ist beim heutigen Serienteil auch schon das richtige Stichwort, denn nach der Frühstücks-Vitaminbombe und Grünzeug geht es heute um jede Menge süße Früchtchen.

Süß ist nicht gleich schlecht: Zucker liefert Energie und wenn er in Form von Obst - hier Kirschen - konsumiert wird, gesellen sich noch jede Menge Vitamine dazu (Foto: T. Gartner)

Süß ist nicht gleich schlecht: Zucker liefert Energie und wenn er in Form von Obst – hier Kirschen – konsumiert wird, gesellen sich noch jede Menge Vitamine dazu (Foto: T. Gartner)

Süß? Zucker? Das kann doch gar nicht gesund sein und außerdem macht es dick! Auch wenn es heutzutage oftmals gleichgesetzt wird: In dieser Serie geht es nicht um die perfekte Diät, sondern um Tipps zu ausgewogener und gesunder Ernährung. Und dazu gehört eben auch Zucker. Das süße Etwas zählt ebenso wie Stärke zu den Kohlenhydraten, die als wichtiger Energielieferant gelten. Einige Studien haben gezeigt, dass eine Kohlenhydrat-Mahlzeit oder ein mit Zucker gesüßtes Getränks zu einer verbesserten geistigen Leistungsfähigkeit führten: Merkfähigkeit, Reaktionszeiten, Aufmerksamkeit sowie rechnerische Leistungsfähigkeit verbesserten sich, das Erschöpfungsgefühl ging zurück. Was braucht man mehr bei einem anspruchsvollen Job oder Studium?

Der Vorteil des Zuckers in Obst, also in unseren „süßen Früchtchen“, ist übrigens, dass er zusammen mit jeder Menge Vitaminen aufgenommen wird.

Und so setzt ihr die süßen Früchtchen gekonnt in Szene:

Ihr braucht:
• Ein Glas, durch dessen Öffnung ein Esslöffel passt
• 62 g Milchreis (bei einem kleinen Glas genügt die Hälfte)
• 250 ml Milch (bei einem kleinen Glas genügt die Hälfte)
• 1 Prise Salz
• 1 Messerspitze Butter
Himbeeren, Kirschen oder anderes Obst nach Wahl
• Wer´s exotisch mag: Ein Esslöffel Kokosmilch
• (Stab-)Mixer

Und so geht´s:
1. Milch aufkochen. Salz und Butter hinzugeben. Anschließend den Milchreis einrühren und leicht köcheln lassen.

2. Nun etwa 15 Minuten lang immer wieder rühren, damit der Milchreis nicht anbrennt. Milch enthält den Mineralstoff Kalzium, der Knochen und Zähne stärkt.
Wer es exotisch mag, kann noch einen Esslöffel Kokosmilch (je nach Geschmack auch mehr) hinzugeben. Kokosmilch enthält Fett – aber keine Sorge: Nicht das „böse“ Fett, das sich an Beinen, Bauch und Po ablagert. Die sogenannten mittelkettigen Fettsäuren der Kokosmilch werden vom Körper als schneller Energielieferant genutzt. Außerdem soll die Milch der Kokosnuss gegen Akne helfen.

Das Auge isst bekanntlich mit: Deshalb auf die pürierten Früchte - in diesem Falle Himbeeren - noch ein paar ganze legen (Foto: T. Gartner)

Das Auge isst bekanntlich mit: Deshalb auf die pürierten – in diesem Falle Himbeeren – noch ein paar ganze Früchte legen (Foto: T. Gartner)

3. Während der Milchreis kocht, kann das Obst püriert werden. Zwei, drei Früchte ganz lassen – das Auge isst ja schließlich mit. Beerenfrüchte eignen sich hier besonders gut. Himbeeren (Anm. d. Red.: Die Himbeere ist übrigens gar keine Beere, sondern eine Sammelsteinfrucht) bestehen überwiegend aus Wasser. Obwohl man sie vom Geschmack her durchaus in die Kategorie „süße Früchtchen“ einordnen kann, enthalten sie relativ wenig Zucker. Dafür aber Vitamin C, das die Abwehrkräfte stärkt, Kalium, das für die Reizübertragung an Muskeln und Nervenzellen zuständig ist, und Eisen, das besonders für die Vegetarier unter uns eine große Bedeutung hat.
Alternativ könnt ihr auch zu Kirschen greifen. Sie enthalten neben diversen B-Vitaminen Inhaltsstoffe, die vorbeugend gegen Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen wirken sollen. Also ran an die süßen Früchtchen!

Die Tipps&Tricks-Redaktion wünscht guten Appetit!

Vorschau: Nächste Woche wird es herbstlich bei Face2Face: Nina verrät euch ein Rezept für Kürbis-Bolognese in der Frucht.

Bio – alles besser (für die Tiere)? Teil 3: Obst und Gemüse

Über Bio-Fleisch und Bio-Eier mit den Siegeln haben wir euch bereits informiert. Im dritten und letzten Teil dieser Reihe geht es einmal nicht um die mit Bio verbundene Tierhaltung, sondern um Obst und Gemüse, das Nahrungsmittel, von dem Otto-Normal-Bürger eigentlich generell zu wenig zu sich nimmt. Sie liefern uns Vitamin B, C und das Beta-Carotin, das unser Körper für den täglichen Stoffwechsel so dringend braucht. Diese wirken ebenfalls präventiv gegen Krebs und andere Krankheiten.

Dass Obst und Gemüse gesund sind, zweifelt wohl niemand an. Die Entscheidung, mehr Obst und Gemüse zu essen, fällen wir durchschnittlich mehrmals pro Jahr. Wenn dann soll´s aber bitte auch gesund sein – also gleich Bio?

Wir haben bereits gelernt, dass „Bio“ und „Bio“ zwei verschiedene paar Schuhe sind. Das staatliche europäische Gütesiegel Bio für Obst und Gemüse das sich beispielsweise bei Edeka und in anderen Supermärkten findet gibt es bereits für niedrige Anforderungen. So sind die Vorgaben, dass höchstens 0,9% gentechnisch verändertes Material in Obst und Gemüse enthalten sein darf und mindestens 95% der Inhaltsstoffe aus Öko-Anbau kommen müssen.

Öko-Anbau ist hier weit gefasst: Ein Hof kann bei dem europäischen Bio-Siegel gleichzeitig konventionellen Anbau und ökologischen Anbau betreiben. Dies ist bei den anspruchsvolleren Siegeln beispielsweise nicht so. Die nicht-staatlichen Bio-Siegel erfüllen die staatlichen Vorgaben als Mindestwert, so beispielsweise das Rewe-Bio-Siegel.

Traditionelle Bio-Siegel (Demeter, Bioland, Naturland etc.) sichern allerdings sehr viel höhere Standards wie einen hundertprozentigen Ökoanbau, der bei staatlichen Siegeln einfach nicht machbar ist.
Wer den Unterschied mal schmecken möchte, muss sich allerdings in den Bio-Laden aufmachen: Kaum ein Supermarkt verkauft Demeter-Obst oder Bioland-Gemüse.

Vom Bio-Apfel kann sich jeder selbst überzeugen! Bild: C.Eyell

Vom Bio-Apfel kann sich jeder selbst überzeugen! Bild: C.Eyell

Stattdessen ist dieses in kleinen Dorfläden zu finden wie auch in Bio-Supermarktketten wie Denn´s beispielsweise.
Der Praxistest überzeugt dann auch subjektiv von den Unterschieden: Eine Banane von  Demeter ist geschmacklich nicht gleichzusetzen mit der Banane aus dem Edeka mit dem EU-Bio-Siegel.
Um leichter an Bio-Lebensmittel zu gelangen, haben sich einige Firmen und Höfe Gedanken gemacht: Es gibt die sogenannten Gemüsekisten, welche wöchentlich nach Hause geliefert werden. Bio-Höfe wie der niedersächsische Adolphshof beispielsweise liefern sowohl saisonal selbst Angebautes wie auch Importiertes von Demeter und Co. Das Es begann mit einer reinen Auswahl an Gemüsesorten, hundert Prozent Bio, und heute ist es sogar möglich jede Woche Wein, Käsesorten, Naturkosmetik, (vegetarische) Grillmixe und vieles mehr zu bestellen. Das System funktioniert, indem der Kunde jede Woche online seine Bestellung für die Woche abgibt. Diese wird am immer gleichen Tag nach Hause geliefert, der Betrag dann vom Konto abgebucht.
Der Nachteil: Wer sich an diese Geschmacksintensität einmal gewöhnt hat, möchte nicht wieder zu Supermarktbio zurückkehren.

Fazit: Supermarktbio ist besser als kein Bio. Doch auch wenn die deutsche Gesellschaft für Ernährung von den Risiken der gespritzten Früchte ablenkt und meint, dieses bestünde kaum, so werden die Pestizide nicht umsonst mit der Atemschutzmaske versprüht. Wer sichergehen möchte, diese Gifte nicht im Kreislauf zu haben, fährt gut mit Bio – auch dem Bio aus dem Supermarkt. Wer ein wenig mehr dafür hinlegen kann sollte beispielsweise Demeter-Bio, sprich echtes Bio, einmal probieren. Es lohnt sich – Versprochen.

Vorschau: Am Donnerstag, dem 25. September berichtet Bernd euch über Koalas!
Im Oktober werde ich mich aufmachen zu einem Arbeitseinsatz um einen Shelter in Herkulesbad, Rumänien zu unterstützen der rumänische Straßenhunde aufnimmt und diesen hilft. Von mir werdet ihr daher im Oktober einen Bericht über meine Reise lesen!

Besser billig?

Billiger gekauft: irgendwer hat darum weniger (Tony Hegewald / pixelio.de)

Billiger gekauft: irgendwer hat darum weniger (©Tony Hegewald / pixelio.de)

Heute beim Einkaufen habe ich die Preisschilder verglichen. Muss ich für den Namen auf der Packung wirklich so viel mehr zahlen? Kann ich meinem Kind nicht auch die preiswerte Variante der Zahnpasta kaufen, statt der bekannten aus der Werbung? Und wie ist das bei Joghurt, Chips, Saft, Kleidung und den tausend anderen Produkten, mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind? Billig heißt das Zauberwort. Nicht günstig, oder preiswert. Billig. Ob Mietwagen, Elektronik, Hosen oder Haarschnitt. Geschäfte und Firmen werben mittlerweile nicht nur mit geilem Geiz, sondern mit dem Begriff „billig“ als wertsteigerndes Adjektiv.

Und mal unter uns: wenn ich weniger bezahlen kann, mache ich das doch gerne. Ein paar Cent hier, ein paar Euro hier. Kleinvieh macht auch Mist. Und mit dem billig Erspartem kann ich ja noch etwas kaufen. Möglichst billig. Onkel Dagobert wäre stolz und unser Geldspeicher mangels Zinsen auf der Bank auch prall gefüllt. Discounter expandieren, Händler unterbieten einander im Preis, wir zahlen immer weniger.

Schön billig? In nur einer Frucht steckt wertvolle Arbeit (Foto: Obermann)

Schön billig? In nur einer Frucht steckt wertvolle Arbeit (Foto: Obermann)

Aber Momentchen mal. Da ist doch ein Haken, da ist doch immer ein Haken. Ist billig wirklich besser? Ich habe einen Garten, ich weiß, was es heißt, Obst und Gemüse anzubauen, abhängig von der Witterung zu sein, wenn auch reich geerntet werden soll. Ich kenne die Probleme mit Unkraut, Trockenheit und den Schwankungen die Menge der Früchte betreffend. Und das nur in meinem wirklich kleinen Garten. Ein Landwirt, dessen Existenz von seinem Ertrag abhängt, kann mir da nur leidtun. Was der an Arbeit, Zeit und Geld investieren muss, ist für mich kaum vorstellbar. Und dann wird der Preis seiner Ware bestimmt von Händlern, die möglichst billig einkaufen wollen, um sich gegenseitig unterbieten zu können. Billiges Essen heißt auch geringe Bezahlung für die Hersteller, heißt geringen Lohn für alle, die in dem Sektor arbeiten, heißt weniger Kaufkraft, und so weiter und so weiter. Irgendwann hat jeder weniger Geld und der Preis muss weiter gedrückt werden. Wen wundert es, wenn Tiere auf furchtbare Art gehalten und schließlich geschlachtet werden, wenn es einen Preis zu unterbieten gilt.

Und das ist kein Problem, dass nur die Landwirtschaft hat. Billigmodeketten wie auch Markenklamottenhersteller lassen nicht umsonst in unterentwickelten Ländern ihre Kleidung produzieren. Wer wenig zahlen muss, kann auch geringe Preise verlangen, anders herum kann jemand, der möglichst billig produziert auch möglichst großen Gewinn erzielen, wenn er teuer verkauft. Klingt logisch. Sorgt aber auch dafür, dass Kinderarbeit, unwürdige Arbeitsbedingungen und Gerüchte um sklavenähnliche Angestellte oder Zwangsarbeit nicht so einfach ins Reich der Legenden zu verbannen sind. Man ist nicht nur, was man isst, sondern auch, was man trägt. Selbe Problematik gilt auch für Elektronikprodukte und ich will gar nicht daran denken, was noch alles unverschämt und billig hergestellt wird und bei uns dann in den Haushalt kommt. Kein Markenname schützt davor, denn auch diese Firmen sind vom Profit abhängig.

Billig und glücklich? Nicht nur bei Kühen schwer zu glauben (©kunst-wach / pixelio.de)

Billig und glücklich? Nicht nur bei Kühen schwer zu glauben (©kunst-wach / pixelio.de)

Mein schlechtes Gewissen wächst und wächst. Besser ist anders. Und vielleicht auch gar nicht billig. Mein Gemüse und Obst von regionalen Händlern ist nicht schwer zu bekommen, zwar teurer, aber nicht nur frischer und ökologisch besser, weil keine langen Wege zurück gelegt werden müssen. Gleiches gilt übrigens auch vom Metzger des Vertrauens oder hochwertigen Fleischprodukten, die auch gerne mal mehr als das Doppelte des Billigpreises kosten, bei denen aber Haltung und Pflege tatsächlich einen respektvollen Umgang mit Tier und Fleisch zeigen. Auch gibt es Kleidermarken, die auf gute Arbeitsbedingungen wert legen, sogenannte Fairtrade-Produkte in vielen Bereichen und oft ist nur etwas Interesse in den Hintergrund des Produktes notwendig, um differenzieren zu können, was nun wirklich besser ist und was einfach nur billig.

Beim wöchentlichen Familieneinkauf ist zwischen den Regalen, mit einem hungrigen Kind im Einkaufswagen und einem konsumgezeichnetem in der Spielzeugabteilung diese Differenzierung kaum zu leisten. Wer einkaufen geht, geht kaufen, nicht recherchieren. Das muss zu Hause erfolgen. Besser davor als danach. Und wer sich informiert hat, muss abwägen, welchen Schritt er als Nächstes wagt. Mehr Geld ausgeben, weniger kaufen, aber dafür sinnvoller, möglicherweise besser, oder mehr, billiger, zentral. Eine persönliche Entscheidung, so viel ist klar. Aber wir sollten uns klar machen, dass billig nicht besser ist, sondern eben einfach nur billig, vielleicht sogar billiger.

Vorschau: Nächste Woche erzählt euch Sascha an dieser Stelle, warum Kleidung kaufen ein Albtraum für ihn ist.

Mein kleiner Garten

Frühlingshaft. Eine schöne Blumenwiese sorgt für eine tolle Atmosphäre im Garten (Foto: Obermann)

Frühlingshaft. Eine schöne Blumenwiese sorgt für eine tolle Atmosphäre im Garten (Foto: Obermann)

Ein Heim ohne Garten wäre für mich nur ein halbes. Aber ich will gleich Entwarnung geben. Ich bin keine von denen, die stundenlang mit der Nagelschere den Rasen trimmen und jedes Kräutlein, das abseits anfängt zu wachsen sofort ausreist. Mit Mühe und Not schaffe ich es zwischen Studium, Arbeit und Kindern die alten Sonnenblumen rauszumachen und Büschel von Löwenzahn, die meine Erdbeeren einengen, zumindest oberflächlich auszureißen. Und doch gehört ein kleiner Garten für mich zum perfekten Heim dazu.

Vielleicht liegt es daran, dass ich schon so aufgewachsen bin. Meine Mutter schickte mich des Öfteren hinaus in unsere kleinen Beete (viel war es wirklich nicht) mit dem Auftrag dieses oder jenes Gewürzkraut mit hineinzubringen. Nach zehn Minuten wagte ich mich wieder in die Küche wagte – mit leeren Händen – und fragte zerknirscht, wie denn Liebstöckel aussehe oder ob das, was ich gefunden hatte, auch wirklich Oregano war. Das ist auch wirklich nicht immer so leicht. Erst kürzlich haben sowohl meine Mutter als auch ich, den Kerbel aus meinem Garten für Petersilie gehalten. Kann passieren, geschmeckt hat es trotzdem.

Reift heran: die grüne Tomate wird bald in der Sonne rot (Foto: Obermann)

Reift heran: die grüne Tomate wird bald in der Sonne rot (Foto: Obermann)

Frische Gartenkräuter sind für mich schon beinahe essentiell. Besonders im Sommer, wenn es fast jeden Tag Salat gibt. Keine Gewürzmischung bringt die Aromen hervor, wie frisch geschnittene Kräuter, und ich kann sie bequem nach meinem Geschmack mischen. Oder selbst eingelegtes Grillfleisch, marinierter Schafskäse, würziges Brot, alles bekommt mit frischen Kräutern eben genau das: Frische.

Genauso wichtig aber sind mir Obst und Gemüse. Viel braucht es da nicht, sodass ich glücklich werde. Ein paar Salatpflanzen, von denen ich meine Blätter nach Gebrauch abzupfen kann, Kohlrabi für die Kinder, Tomaten, die in der Sonne süß geworden sind. Und erst die Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren: ein Traum für Kinder und alle, die Obst mögen. Die reifen Früchte einfach abzupfen und aus Mangel an Spritzmittel können sie einfach so in den Mund gestopft werden, noch warm von der Sonne. Frischer geht es nicht mehr. Und wer so etwas mal probiert hat, weiß, leckerer geht es auch nicht.

Wenn mein Ertrag zum Naschen reicht, ist mir das schon genug. Ich will ja keine Früchte auf dem Markt verkaufen und zum Marmeladekochen kauf ich schon mal etwas dazu oder ernte eben noch bei meinen Großmüttern, die beide große und volle Gärten haben. Aber ich arbeite etwas in und mit der Natur und bekomme tatsächlich etwas zurück. Selbst die blühenden Blumen meiner Frühlingswiese erfüllen mich mit tiefer Zufriedenheit, denn wegen mir sind diese Blumen dort und strahlen in die Welt hinaus. Schön ist auch, dass meine Kinder lernen, dass unser Essen von der Erde kommt, dass es nicht vom Himmel fällt oder im Supermarkt in den Regalen wächst, sondern dass Arbeit dahinter steckt, Geduld und Zeit. Aber auch, wie wetterabhängig die Pflanzen sind, wie ein Sturm die Hälfte der noch unreifen Früchte abschlagen kann, oder Schnecken die Salatblätter zerfressen.

Junger Hüpfer? Durch den Garten können auch Große immer noch etwas lernen (Foto: Obermann)

Junger Hüpfer? Durch den Garten können auch Große immer noch etwas lernen (Foto: Obermann)

Warum ist mir das so wichtig? Das ist einfach erklärt. Wir sind billige Preise gewohnt, wir wollen keinen Euro für einen Kopfsalat bezahlen, kaufen billigere Erdbeeren in billigeren Geschäften, statt im Gemüsegeschäft nebenan, wo das Ganze eben etwas teurer ist. Und ich bin da skeptisch. Wenn so viel Arbeit dahinter steckt, dann ist die Sache auch ihr Geld wert. Eigentlich bezahle ich lieber ein bisschen mehr und weiß, woher mein Gemüse kommt, weiß, dass die Arbeiter auch tatsächlich mehr als einen Hungerlohn bekommen. Bei der aktuellen Diskussion um Mindestlohn wird klar, dass vieles nicht so billig bleiben kann, wie es noch ist, dass wir aber eigentlich auch kein Recht haben, das zu verlangen, wenn dabei die Arbeiter und Bauern auf der Strecke bleiben.

Aus meinem kleinen Garten kann ich somit immer noch viel lernen und meine Kinder ebenso. An einem sonnigen Tag kann ich einmal richtig arbeiten und mich am nächsten auf die Wiese legen und einfach nur freuen, dass dieses kleine Stückchen Natur sozusagen auf meinem Mist gewachsen ist. Und das finde ich einfach nur schön.

Vorschau: Sascha erklärt hier nächste Woche, warum das Gedächtnis in den unpassensten Momenten versagt und wir vergesslich werden.

Grüne Smoothies – Powerdrinks aus dem Mixer

Grüne Smoothies sind der Trend aus Hollywood und wohl die vitaminreichste Variante, Obst und Gemüse auf einfache Weise mit in den täglichen Speiseplan zu integrieren.

Grüne Smoothies: Lecker und so gesund (Foto: Beyl)

Grüne Smoothies: Lecker und so gesund (Foto: Beyl)

In den vergangenen Jahren hat sich der Lebensstil in der westlichen Welt stark verändert: Neue Arbeitsbedingungen und die zunehmende Schnelllebigkeit führen zu einer mangelhaften Nährstoffversorgung – die Zeit sich gesund zu ernähren, fehlt vielen Menschen immer mehr. Da sind die schnell zuzubereitenden Powerdrinks aus dem Mixer eine leckere Möglichkeit, sich an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen.

Aber warum sollten wir gerade grüne Smoothies trinken? Im Gegensatz zu den süßen, fruchtigen Obstsmoothies bestehen die grünen Smoothies bis zur Hälfte aus grünem Gemüse – in der Regel aus grünem Blattgemüse. Die Blätter enthalten eine enorme Menge aus belebenden Vitaminen, Mineralstoffen, entgiftenden Enzymen und sättigenden Ballaststoffen, die unsere Immunabwehr stärken und vor allem für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sorgen.

Damit auch ihr mit einem grünen Smoothie starten könnt, verraten wir euch das Basis-Rezept für euren Powerdrink. Es besteht aus drei Grundzutaten: Wasser, Blattgemüse und Obst zu je 33 Prozent. Ihr könnt eure eigenen Rezepte kreieren und immer wieder Neues ausprobieren – je nach Geschmack und dem, was ihr gerade im Haus habt.

Zubereitung im Mixer: Wasser-Rucola-Mango-Minze-Smoothie (Foto: Beyl)

Zubereitung im Mixer: Wasser-Rucola-Mango-Minze-Smoothie (Foto: Beyl)

100-150ml – die Basis: Wasser, Sojamilch, Apfelsaft oder Organgensaft

100-150g grüne Zutaten: Spinat, Rucola, Salat, Grünkohl, Küchenkräuter, Grün von Karotten und vieles mehr

100-150g süße Früchte: Apfel, Birne, Banane, Mango, Beeren, Ananas, Kiwi und was euch noch alles einfällt

Das gewisse Etwas: Zimt, Vanille, Minze, Datteln, Limettensaft etc.

Zubereitung: Die Zubereitung ist ganz einfach: Alle Zutaten waschen, eventuell schälen, in Stücke schneiden, in den Mixer geben und pürieren bis der Smoothie ganz fein ist. Fertig!

Extra-Tipps:

• Am Anfang empfehlen wir euch den Fruchtgehalt höher zu halten, um sich langsam an den grünen Geschmack zu gewöhnen. Die Süße macht die gesunden Bitterstoffe nämlich erst erträglich. Der grüne Smoothie soll schließlich lecker schmecken.

• Der Smoothie ist für einen stressigen Alltag optimal geeignet. Ihr könnt euch die Smoothies morgens zubereiten und in eine Flasche abfüllen – somit seid ihr gestärkt für den Tag, egal wann der Hunger eintritt und wo ihr gerade seid.

• Die optimale Konsistenz der Smoothies ist cremig oder leicht breiig, ihr könnt sie beliebig mit mehr oder weniger Basis-Flüssigkeit anpassen.

• Die grünen Smoothies sind sehr sättigend und können eine Mahlzeit ersetzen.

• Je weniger Zutaten ihr in eurem Smoothie verwendet, desto verdaulicher. Beginnen solltet ihr deshalb mit einer Sorte Obst und einer Sorte der grünen Zutaten.

• Nüsse und Haushaltszucker sind schlecht geeignet für den grünen Smoothie – sie behindern den Verdauungsvorgang.

• Verwendet immer wieder unterschiedliches Blattgemüse. Mit der Abwechslung erhält eurer Körper viele unterschiedliche Vitalstoffe – und es kann zu keinen Unverträglichkeits- und Vergiftungserscheinungen kommen.

• Für die Zubereitung der Smoothies eignen sich besonders leistungsstarke Standmixer, die auch grob gestückelte Zutaten sehr fein zerkleinern können.

• Ein grüner Smoothie schmeckt frisch zubereitet am besten. Er hält jedoch auch im Kühlschrank ein bis zwei Tage – und dies ohne seine grüne Farbe zu verlieren.

Wir wünschen euch einen erfrischenden und vitaminreichen Genuss!

Vorschau: Nächste Woche geht es hier um verschiedene Tees und deren Wirkung.

Dankt der Ernte

Am ersten Sonntag im Oktober ist das Erntedankfest. Dieses Jahr wird das  der 06.10. sein. Ein Fest, das immer mehr in Vergessenheit gerät, immer mehr verdrängt wird und nur teilweise mit dem amerikanisch-populären Thanksgiving überein kommt. Immerhin ist der bei uns christliche Feiertag zum Dank für die eingebrachte Ernte dort ein Erinnerungsfest an die Pilgerväter. Doch was feiern wir an Erntedank?

Erntereif: die Früchte im eigenen Garten (Foto: C. Gartner)

Erntereif: die Früchte im eigenen Garten (Foto: C. Gartner)

Klar, denkt ihr, wir danken für die Ernte. Und schon da müssen die meisten schmunzeln. Ernte? Wer von uns erntet denn noch? Gut, meine drei Tomatenstöcke werfen mit Früchten nur so um sich, aber davon kann ich doch keine Familie ernähren, wie es die Erne früher musste. Die Ernte, das war das Großereignis. Ihr haben wir zu verdanken, dass die Sommerferien so lang sind, mussten die Kinder doch beim Abernten mitanpacken. Es ging da nie um Sommer, Sonne, Stau, vielmehr um das nackte Überleben, denn ohne die Feldfrüchte hatten die Familien nicht nur nichts zu essen, sondern auch kein Geld, um sich welches zu kaufen.

Was für uns selbstverständlich ist, war noch für unsere Großeltern undenkbar. Einfach alles im Laden kaufen? Woher das Geld nehmen? Und wieso auch, wenn man doch beinahe alles im Garten oder auf dem Feld anbauen kann. Doch unsere Gärten werden zu Steinlandschaften ohne Grün, die Felder liegen brach. Was früher Überleben sicherte, reicht heute nur noch wenigen. Bauern sind heute Großbauern, die für den breiten Markt anbauen, nicht für den Stand auf dem Dorfplatz. Und auch sie müssen immer mehr haushalten. Denn keiner will für eine Zwiebel einen Euro zahlen, selbst wenn sie durch ganz Deutschland gefahren werden musste. Was dem sogenannten Agrarökonom bleibt, ist mehr als hart verdient. Ich jedenfalls bin froh, dass es Menschen gibt, die täglich ihre Felder bestellen, die Erntehelfer aus dem Ausland engagieren, weil sich manche deutschen Arbeitslosen zu gut dafür sind, die ihre kostbaren Erzeugnisse viel zu billig an den Großhändler abgeben, weil ihnen keine andere Wahl bleibt. Die all dies ertragen, ertragen müssen, und dennoch Felder bestellen, ernten können. Ihnen können wir an Erntedank danken.

Mehr als nur Dank wert: Frisches Gemüse (Foto: T. Gartner)

Mehr als nur Dank wert: Frisches Gemüse (Foto: T. Gartner)

Dabei gebe ich zu, ich kaufe mein Gemüse und Obst lieber beim Kleinhändler um die Ecke, der regionale Früchte verkauft, die nicht um die halbe Welt geschifft wurden. Wenn ich es mir leisten kann, hole ich dort Salat und Kartoffeln, den Apfel für die Kindergartentasche meines Sohnes. Ja, es kostet mehr und vielleicht kaufe ich dort auch mal weniger. Doch ich achte auch mehr darauf, dass es auch gegessen wird, gehe sorgsamer damit um, als mit dem 50- Cent-Apfel vom Discounter. Dankbar für die Ernte sein heißt eben nicht nur an einem Sonntag im Jahr mal an die Landwirtschaft denken, sondern das ganze Jahr über. Lange Transportwege schaden der Umwelt, die Umwelt ernährt uns eben mithilfe  der Ernte. Jedes Brot, das wir essen, jeder Schluck Saft, jedes Salatblatt auf einem Burger, alles hängt doch davon ab, dass die Felder anständig bestellt werden. Wir legen Wert auf schadstoffarme Landwirtschaft, kaufen Bio, protestieren gegen Massentierhaltung.

Und doch scheint das alles zu wenig für die Ernte, für unsere Nahrung, für den Dank an die Natur, die wir tagtäglich zerstören. Will man in unserer Stadt ein neues Haus bauen, schreibt die Stadt vor, dass ein einheimischer Baum im Garten gepflanzt wird. Mein Mann meint dazu, er pflanzt auf jeden Fall mehr. Ich meine, wir sollten alle mehr pflanzen. Bäume, Sträucher, Früchte. Von einer Rasenfläche wird keiner satt. Und wer kein komplettes Feld umpflügen muss, sondern nur ein paar Salatköpfe oder Tomaten abmachen will, muss sich auch nicht stundenlang in den Garten stellen und um seine Freizeit bangen (die aber an der frischen Luft gar nicht mal schlecht verbracht wäre). Er könnte auch am ersten Sonntag im Oktober wirklich dankbar sein, dafür, dass die Früchte rot und saftig waren, der Salat frei von Schnecken, die Äpfel am einheimischen Baum ohne Würmer. Er könnte Erntedank feiern und wissen, warum. Was wäre mehr bio? Was wäre ökologischer? Und er würde wissen, dass gute Landwirtschaft eben seinen Preis hat und darum auch auf dem Dorfplatz oder im Gemüseladen um die Ecke einkaufen.

Mehr zum Thema Umwelt lest ihr in unserer Tier&Umwelt-Rubrik.

Vorschau: Nächste Woche erklärt Alexandra euch an dieser Stelle die Abwechslung des Alleinseins.

Do-it-yourself-Projekt: Früchte trocknen

Man kennt sie aus dem Supermarkt, Müslis, Studentenfutter und Co.: Trockenfrüchte. Sie eignen sich hervorragend als schnelle Energielieferanten, versorgen den Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Leckere Energiespender: Orangenscheiben und Sternanis (© Rike, pixelio.de)

Außerdem wird dem getrockneten Obst nachgesagt, dass es die Konzentrationsfähigkeit steigern kann.
Ursprünglich war das Trocknen von Früchten die einzige Möglichkeit, diese bis zum Winter haltbar zu machen, heute kennen wir die damit verbundenen Vorteile und machen sie uns zu Nutze. Oft sind die Produkte im Supermarkt allerdings mit Schwefel und anderen Chemikalien versetzt, die dafür sorgen, dass die Früchte länger genießbar sind. Doch wenn man weiß wie, kann man mit relativ wenig Aufwand selbst Früchte trocknen.

Es eignen sich beinahe alle Obstsorten zum Trocknen:  Äpfel, Birnen, Pflaumen und Zwetschgen, Rosinen, Kiwis, Pfirsiche, Aprikosen und einige rote Beeren wie Cranberries, Kirschen und Erdbeeren.  Wer es exotischer mag, kann auch Datteln, Feigen, Bananen, Papayas, Ananas oder Mangos trocknen. Und so geht’s:

 Materialien und Zutaten:

  • frisches, reifes Obst
  • Backofen (Heißluft)
  • Backofenroste
  • Thermometer
  • Messer
  • Kerngehäuseentferner
  • Zitronensaft
  • Holzlöffel

Zubereitung:

1) Zunächst sollte mit dem Thermometer überprüft werden, ob der Backofen die Hitze bei 40 – 50°C konstant halten kann.

2) Das Obst entkernen und in Schnitze oder Ringe schneiden. Diese sollten zwischen 0,5 – 1 cm dick sein. Das Entfernen der Schale ist nicht notwendig, kann aber bei Bedarf erfolgen, da man die Schale nur schwer kauen kann.
Tipp: Das Messer zuvor in etwas Zitronensaft tränken, bei hellhäutigem Obst sorgt das für den Erhalt der Farbe.

 3) Die Obststücke so auf dem Rost präparieren, dass sie sich nicht berühren – so kann die Luft besser zirkulieren.

Das Ergebnis lässt sich sehen: Trockenfrüchte ohne Konservierungsstoffe aus dem eigenen Backofen (© W.R. Wagner, pixelio.de)

 4) Anschließend das Obst zwischen vier und sechs Stunden „schwitzen“ lassen. Hierbei kommt der Holzlöffel zum Einsatz, den man dafür verwenden kann, den Backofen leicht offen zu halten, damit die feuchte Luft entweichen kann. Das kommt darauf an, wie gut die feuchte Luft aus dem Backofen entweichen kann. Bei einigen ist kein Holzlöffel nötig, bei anderen sollte er mindestens die halbe Backzeit benutzt werden. Der Prozess des Trocknens entzieht dem Obst hauptsächlich das Wasser, bis es höchstens noch zu 20% aus Wasser besteht.

Tipp: Am besten erkennt man, ob die Fürchte fertig sind, wenn man sie eine ledrige Konsistenz  aufweisen und beim Aufschneiden kein saftiges Fleisch zu sehen ist und auch kein Wasser mehr austritt.

5) Das Trockenobst abkühlen lassen und möglichst Luftdicht verpacken, so ist es durchaus ein Jahr haltbar, wenn es nicht vorher aufgegessen wird. Denn die leckeren Trockenfrüchte haben hohes Suchtpotential!

Vorschau: Nächste Woche gibt es an dieser Stelle Teil 8 der Traumberufsserie, der Beruf des Astronom.